■WgKaiE geLlaseti, ^velches sich chlf seürem Mmipilatze (ich glaub« oer Erzähler nannte den Platz „placa de Doledo") sammelte.
Staub- und bkutbedeckt ritt ich eiligst mit meiner Truppe «Mur Und meldete mich bei dem schon mit den übrigen Dchniaoranen deS Regiments anwesenden RegimemsLommandeur, einem Oberstleutnant. Dieser, ein Stidffanzose, und mir besonders) V»vv77 ich schon tnanche Belveise hatte, sehr wenig freundlich -esrnnt, lachte mich nach meiner Meldung an einem Kiiopfe memer Uniform, schüttelte mich Mid fuhr mich tu barschem Tone td^ e3 wagen könne, in solchem Aufzuge vor ihm zn er- nyernon? ^tatt aller Antive.rt zog ich meine SattelPistole aus!
dem Hahn im Ziehen spannend, und schon ihn durch Deu Kops. Erst als er tot vom Pferde sank, itwube ich mir der Py ffirc P Iet 2J. r voll bewußt und iouuderte mich nicht, .als var älteste Rittmeister (capitaine) mich als „arretiert" erklärte den Läbel ab forderte. Ich wurde gesmigen gesetzt, mrd « wurde Kriegsgericht über inich abgehaiteu. Als inir nach einigen ^.agen iintgeteckt nmrde-, das; ich zum Tode verurteilt uuo das urreu zur Bestätigung durch den Kaiser Napoleon — König Bvleph von Spanien hatte nicht das Recht, das Todesurteil über P^S} /ranzosischn L'tabsofsizier zu bestätigen — nach Paris gern hielt rch mern ^schick für abgesclstossen. Ta die damalige
Beförderuug des Urteils hin itnd her über die Pyrenäen durch bstiafetle eure geraume Beit in Ausdruck n/,hm ftmm tp irfi,
Autorität des Buchstabens.
Bo" Karl Ernst Knatz.
... bekannter Schriftsteller teilte nrtr einmal mit, er
furchte sich geradezu vor den: weißen Papier. Selbst Ivenn das, was er nieder schreiben wolle, völlig in ihm ansgereift sei, pvcöo W.i denn Anblick des unbeschriebenen Bogens eine Betlemmu'n.r. d,e erst welche, wenn die erste Tinte fließe. Diese Erscheiiinng. — die freUrch nicht ohne weiteres mit aiideren nervösen Idiosyni'ra.sien etwa der pathologischeu „Platzfurcht, verglichen merbeit kann — I ü!i*‘ an«c^nc«>ate. Auch.das Gxgri.'slM
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Estafette eine geraume Zeit iit Anspruch '.rahm, sonnte ich diese zur Ordnung aller meiner Angel ege u heitei t benutzen.
,md l e ^ a ^ daun mitgeteilt wnrde, das
Kaiser bestätigt, zurückgekommen mit dem Bufa!^, „eaß icf> auf derselben Stelle des placa de Toledo wo ich meinen Kmumandeur erschossen", füsiliert werden solle' war ich überzeugt, daß niein^letztes Stttndleiu geschagen. Als mir
-itelle des placa de Toledo vor- der 1T ' üblich, dre Angen verbunden iverdeu sollten, ivei- gerte ich mich denen mit den Worten, daß ich mit denselben offenen Angen, mit denen ich im Dienste des Kaisers -o oft dem Tode eut- ^l auch mmmchr denkselben eutgege.!gehen wolle, wurde ^.£5 „besonderer Befelst Sr. Majestät des Kaisers sei, und ich must^e mich unterwerfen.
ÄvglM hörte ich dann stcheich die Koni- mandos »um Chargieren für dre üblichen neun Mann de-i Erc- rütwnetommandos und dann das Kommando „FeuerEs kielen he neun -chnsse — aber ich stand n n v e r l e y t, die Binde wurde M. abgenDminen und mir mitgetcilt, datz ich vom Kaiser gum
tflSfmMjg"***"*’’ — mitm
mnner, Ehre" nur billigen könne und mir zu mcrner ne^n V ameifri' Ä fdSwift ' Elches der Ewß-Stallmeister Berthier
Als der Feldmarschall mir daun mitteilte, er habe für mick m nck? lchlmmelstute ausgesucht, die seinen Leuterl ^Schwierig- knten mache u.ld hiNMÜgte, „daß ich als Deutscher, dst sich ja Ef die Dressur vo-i Pferden verständen, ivoht nüt deui Xl-
ffiä l cMn C Ä m ^ 1 - Ekte.ich au feinem I,ämt=
SSUivSb-IL' r I b §chiuimelstute wohl ganz besondere r 031 - ^beumusse. ^ch erswhr denn auch spater daß sie SSÄ 1 *# ^ß^-^mvvfen Mid daß ImiSwmiMn ifemÄr?' ^ >rÄ en ' blondere Zufriedeuheit des Groß-
tallmeistep^ B^rrhiet ertvarb ich imr aber dann, als ich bat daß
mÄmf **** «^d«. damit ich cs'«?.nÄLrÄ
l £‘Hn (df0n lmb dem Benchmkn der TrlMnmcl-
gemerkt, datz sie wvhl an starkem Sattelzwang leide Ilnter dem Borwanbe, sie auzugurteu, ließ ich dann bio fef, ie= aügmen Lattelgiirte etwas nach, stieg,auf, ließ mich aber nickst Bieder, sondern .ritt,' mehr in deu Bügeln Berwuuderung der Franzosen die Schimmelstnte ;it- ri - Tn - 0eTlt sehr aufmerksamer Züge führimq
am, nach einigen hundert schritten alter im Trabe von daunM
Es ist dieselbe Sttite, welche rch heitte itoch reitt und
F.ührm?t«d-n di- ich als N^rm-ntekounnandeur ist- Bcresina gelangte. ,md das'mi/'damäh das r§be?!^ttl«"h^»
mich Cä
öu erwähnen, daß der Kaiser Napoleon aiiS H. noch eme Mir bis zuni Regimeutskommande.ir ^warts bekimnt zu.gebende Mbinettsorder erließ, in der ^iercheii mw RegiNientMuiniaude.i^i seiner Armee beschide^ ^dgards m b^m <Nis dre ihiten etwa mtterstellten deutschen vf^re empfahl, weil „diesell«ii ein besonders reges Ehrgefühl"
^ w>ie manckics andere, wohl geeignet Dvapoleon I. als „Psychologen" flennen und schätzen zu lehreü" ^ "
denLs<^ÄmSrl^^ m ^ Bewohnern des
Aiietdoteusammler unb dem Jrrerrarzt bekannt: die un* besiegbare ^ucht, wden erreichbaren Zettel zu beschreiben oder zu bekritzeln. Hugo <^alus hat, glaube ich, eine solckie Geschichte ^nes allerdmgs kaum psychologischen Falles geschrieben: das novelttstifche Brld ernes ,imgeu Mediziners, dem das mechanische Lchreiben und Ab schreiben von Kranlheitsberichten, Statistiken und ahnlicheii zum innigen und höchsten Lebens behagen wird und der, als er fernen Dottor bestanden l-at, den Zimmerboden mit snnem Namen und dem Tr. davor in Kreideschrist bedeckt.
* m ätatMen, denen die literarische Pvohrttion natürliche Anlage und Bcdnr nrs nt, darf man die Furcht vor hm jnrig-, frhilichen Pavi-r vrellrni-t oft als -ine Art Schani und Scheu an. sel^n, die das geistig Erz engte itur nach Kämpfen der äußeren!
. preisgibt. Nichts wird ganz so niedergeschrieben, so geformt ? .Bnbrt-oual im Geiste war. Der meck>a,ijsckie Borgang des Uebertrttts ans der Welt des Teilt'eus in die Welt der Erschettiuna verändert oh:w weiteres das seelische Erzeugnis'. Und fast immer blerbt das ferttge Prodntt auf dem Papier hinter der gebärenden x M,r ü ( i„^ 0 erirfremdet also der Prozeß des Schreibens
das Werk dem Schöpfer, mid darin mag ein Grund dafür gesucht werderi daß viele im Schrifttum Arbeitende der Entschluß, dre Mrschrttt zu beginnen, schwächere oder stärkere Ueberwinöung
Zwischen Gedachtem und Geschriebenem liegt das Gesvrock'enL als vermittelnde stufe. Immer bedeittet — es sei ein GedickK, eru Privatbrief, ein amtlicher Bericht, eine kaufmännische Mit», reltung,^ — oder ums auch immer — das Geschriebene, gemessen aut Gesprock-enen, Auslese, Snmnlung, Berckürzung. Es'bedeutet Zoini, gute oder schlechte, gegeuüber denk Stoff an sich. BLan findet zwar, nicht allzu seiten, Menschen, die auch im Sprechen jeder», zeit mue rouruattstrsche Besinnung zeigen. Literaten, die auch M- tägliches in einem gefälligen und dem Stoff ange:nessene:i Rhyth- mus sagen nrrd, aufZstichsteni Gipsel, Künstler, denen die Natur in allem,^ im senken Lprecheu, Schreibeir und Handeln eine innere Harmonie geschenkt hat: aber auch Menschen ariderer Lebensbe-, stlmniuug, venen daS Rdaß irgendeiner konventionellen oder tta- di wNLllen Syntax und Grammattk im Sprechen zur Gewohnheit geworden rst Leute, die reden wie „gedruckt". Im allgemeine« aber verzichtet dre Lachverstäiidigung des täglichen Lebeiis auf eine Form im srrengeren etnne. Manche Dichter — Schiller, Kleist, uiid^uubchstfen "r der Unterhaltung überraschend formlos
Das Voll jedenfalls ttennt- Sprechen und Schreiben durchaus voneinander. Je begrenzter Erkenntnis und Bildung sind, desto ,^er w-trd alles schreiben als etlvas Ungewohntes, gÄvis^oz In ^uSerleseues und Deshalb als unbehaglich mL
u geistigem Verttecdeu Berpflrchoendes empfunden. Bon dem KlfUe oer angstvoll sckM.wpnlden Familie stark schivitzeiid die strerliche Handlung emer Unterschrift vollzieht. §?*^ru bem ^acknsch der tm ersten Liebesbrief sorgsam erlesene v-jturuitten ncbenemander auffpießt, ist im Grunde der geisttgen Eebaruu j kein Uitterschred. Was auf dem Papier stehen soll ist eben ttwas ganz anderes als das, „was man so eiiifach denkt" oder "X° lpr"ht . Mail erinnert sich der köstlichsten Stelle in Mo« l^res Bourgois Geuttlhonmie: der Maitre de Philosophie macht deni buderen Jvnrdam den Unterschied zioischen Prosa und Ders klar: „Mis nicht Ber-s ist, ist Prosa, und iMis nickt Prosa ist, ist Bcrs „Und Was pt daA, n>as man spricht?" „Prosa!" Darauf ^ouidarn, baß erstaimt: „Tann habe ich also, weiß Gott seit vierzig Jahren Prosa gesprochen mrd nichts davon gewußt!"
Ä^^mlen Lckierz wird das hoffnuiigslose Berhälmi« ttuchttt^^ schmttsmen!scheu zum geschriebepieu Wort rvundervvll
ttc nrm noch natürlich- Unbefangenheit ihrer selbst sichr
^ pfusch'lwl der Schnabel geivachsen ist." Wir T>abcni ici gerabejetit mi Kriege erlebt, ine erfrischend und rerniaeiid .^^btes Deutsch aus Schltzeugräbeu off von Menschen, die oother nieuials „schrieben") in die überkultivierte oder erstarrte Lttlrstik der Literaturwinkel nird der Amtsstuben der^Ä-s^tt"^^ die Unbefarigenheit fedlt, nährend gleichcitig "Ei ^ der Wiirde des Geschriebenen gegenüber i>rn . uoch nickt übe rum ick eu ist, da beginnt die Wackt-.
'd" "bildet" schrvibM ^ 2!* T \ : T 0 ? S^ 1 Xr korrekt, und was ist gebildet? Es
? f! e boö Deutsch Königlich preußische Bureaus für
mehr ganz lückenlose Erinnerungen an idas T:<lMldeut)ch iuld ari verbesserte „Auffätze" verbinden ,i-s>
^ die Unfehlbarkett jei>w Zeile, die „g^nicCt" tfr. Ävi allem alter: JCuf dieser Stufe glaubt der Mensch, Ge^


