Ausgabe 
28.7.1917
 
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Mlizie» VieVrMtzteirr österreichischen Bmldesgenosseir trifti­ge nd notwendige Hilfeleistung ern v'orMlfiaes Hmt.

Oesterreich-Ungarn hatte an seiner galizischen Grenze den Hauptanprall der russischen Heeresmassen aus- Auhalten gehabt. Gemäß dein anfänglichen Plane, Über Wien nack) Berlin vorzudringen, hatte die russische Heeresleitung den Schwerpunkt ihrer Kräfte auf den Südflügel ihrer ge­waltigen Aufmarschfront gelegt. Von den drei durch unseren

Bundesgenossen ausgestellten Armeen, der 1. unter ^zher- Lvg ^osef Ferdinand bei Leinberg, der 2. unter Auffmberg bei Prze^nysl und der 3. unter Dankt bei Tarnow, waren die beiden nördlichen über die Grenze nach Rußland vor- gestoßen, hatte aber die südliche gegenüber der vielfachen Uebermacht von Lemberg auf die Karpathen zurückweichen musson. DaNnt riß sie auch, die anderen Armeen wieder bis hinter den San zurück.

m Hindenburg parierte den immer bedrohlicher werdcndeii Vormarsch der Russen durchs Galizien mit einem schnellen ^bgknstoß. Nördlich Krakau zog er eine neue Arinee aus Ver­stärkungen und Neuaufstellnngen zusammen und ging mit ihr zum Angriff durch Polen auf Jwangorod vor. Zur Ab­wehr verlegten die Russen ihre Hauptkräfte nach der Mitte der Front. Damit war dem Bnndesbruder Luft geschafft, ver nun sogar Przempsl wieder entsetzeii konnte.

^ver nun bereitete Rußland den unmittelbaren Haupt­schlag gegen Deutschland vor, das sich ihm so als den gefährd ttcheren Gegner erwiesen hatte. Um Warschau wurde ein Mesenheer von 40 Armeekorps und zahlreichen Reservedivi- ^^»??M!?^" 0 ezogen, um mit dieser Dampfwalze von etwa 2/r Millionen Streitern die deutsche Front in Rich­tung auf Posen zu zermalmen.

. Doch geschickt wich Hindenburg aus. Indem er den bei­den Flügeln seiner Front mit schwachen Kräften die Flanken- Merung überließ, sammelte er rückwärts alle verfügbaren Gruppen. Dann stieß er plötzlich mit der so heimlich ver- ammelten Hailptmacht wieder über Kalisch auf Lodz vor. während Mleich eine neugebildete 9. Armee unter Macken- IZ c°\^S° rn her, beiderseits der Weichsel, rücksichtslos den feindlichen rechten Flügel anfallend, dieses Vordringen MlE mlterstützte. In wuchtigem Zusannnenprall wurde ^russische Angriffsmasse unter schivereii Verlusten zum und, m eme Verteidigungsstellung längs der Rarka, Bzura, Pilwa gedrückt.

Hindenburg benutzte diese Lährnung der russischen Hauptmacht zu emem sofortigen Schlage gegen die aufs neue Ostpreußen bedrohende Njemen-Armee. Ihr hatte bisher die

5^7 l! nte J delow n, verzweifelten Kämpfen standgehal- P* auch sic znm Angriff schreite,i. Während sie

ö? m der Front anpackte, umging

d« Armee Eichhorn von Insterburg her dessen rechte» Flü°

Augustotvo fand dleNjenren-ÄttiHe vis anftzeringe Reste ihren Untergaikg.

« el - w^Mgen Schläge im Norden sielen. 2 ?Sn lm Tilden immer werter über die Star*

hemmten eiligst dort- deutsche Truppen den weitereic Vormarsch. L^^Süttrg konnte diese von dort drol-enix- Gefahr nur " vorgetragono Offensive gebannt

11 «, 1915 begann Mit dein Durchbruch der

hnirtrtl urt" 1 ' ^ r i- tec l n l tn Mackeiisen bei Gorlice der- deritsche Gesanitangrrfs ans der Ostfront. Fm Beriola dies^

E^//lcn Diirchbriichsschlacht wurden die Rilssen ü^er den Epa henkamm zurück, in heftigen Kämpfen aus toM öurnckgetrreben. Den jetzt in nordöstlicherRich- m??ßs0vf ihre .yermatsbasis ab schwenken den russischen

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ichAerftg mit dein NN aufhaltsamen Nachrücken dieser

n die linke Flanke der russischen G^amtfwnt

^ ^wrrgen deutschen Armeen der Ostfront den Vormarsch an. Prinz Leopold von Batiern rückte ans Warschau, vor, nördlich von ihm die Arniee

JSul'fl« He 8e und ins«L

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- - "ne rvei russischen Front verniochte das russische Heer

Bsrlust seiner sämllichen Michel, F^^"6en zog eZ sich erschüttert in die Wälder und Glimpfe Mück,mb ging hier zwir Stellungsbampk der Ostfront sind seitdem starke DnrchbruchS- versnche unternonnnen worden, die zwar einmal, itrt Juni «wySäV der galmschml Front einigen Ranrngewinn, nie ^er bislang ihren strategischen Zweck erreichten

-'.achdern jo im Westen und Osten die Fesiide gefesseft, lvaren konnte zur Bestrafung des Kriegsanstiflers Serbien gefchritten werden. Ueberraschend zwangen die Verbündeten nuter Mackensens Fi'chrung mit der österreichisch-deutschen Armee Ztoveß bei Belgrad, mit der reiudentschen Armee Gaiiwitz bei ^eincndria den Donauüberaaug. Der neue Bnndesgenoue Bulgarien brach mm auch seinerseits mit vier Osten her über die serbische Grenze. Im wesb- llcherr Morawa-Dal ereilte das von Norden und Osten zw° lammcugevreßte,Serbenheer das Verhängnis. Mir Trümmer geworfen"^ b '* "Manische Grenze hinweg in die Adria

,,"^^chds Los traf ein Jahr später Rumänin.

rumänische Truppen den schivachen Grenzschutz rn ^iebeiiburgen znrückziidrücken vennocht, aber

die Linie Tutrakan- Älistria ge- /"b.vter Stoß deutsch^biilgarischer Streitkräfte Lähmte das Vordringen. So tonnte sich eine neue Armee unter tI' 11 ii l Stebeirburgen sammeln, die darauf im Gegen- anarrff die Rwnaneii rvieder über die südlichen Grenzpässe

Uiid hier unaufhaltsam Mackensen neue deutsch-bulgcv- i- 1 ä' f bilden über die Donau lind bedrohte damit

z» weichende rumanrsche Heer im Rücken. Dieses entzog sich uuter Preisgabe der Hauptstadt Bukarest und des weÜauä leiner- Heimat durch eiligsten Abmarsch in

yp geschützte Zipfel des König,

rnchv de^n "Schicksal vottrger Vernichtung.

deutscheHeer aftsdem europäischen Kriegs Id^latz in glanzeudeii Siegen ,euie Waffen weit in mn*

mib b0Xt ] i' K festen Stellungen erreicht, die es al^n Anstlirnren zunr Trotz bisher gehalten hat Und an^in^^s mr Anarrfs gegen eine Uebermacht Erstrittene ar b k Verteidigung siegreich behauptet, lvü-d ihm ff, br I Ödt btc Tatsache seines militärischen Sieges -u machen vermögen, den die letzten gewaltigen Erfolge in Galizien an der Schwelle des vierten Krieast- Mhres m neiles strahlendes Licht setzen. ' 9

Die blonde Drossel.

Roma n von E. F a h r o w.

(Fortsetzung.)

Glück, der Oberstabsarzt lvar zugegen. Neben rese a^?d^ Tür grauhaarigen Herrn trat The-

Kürow^Nße^ vernommen und wollte selbst

WwiÜÄ 6 beite sprang sogleich ein stichelhaariger Sani- tatshnnd, der sich ihr, der Tier freu ndm, vor einiger Zeit ^gensinnig angeschlossen hatte. Er folgte nun no^ wide^ willig jemem Führer, war aber von verblüfsendein Nutzen ^bwesen, ats Therese selbst- lvie sie es bereits inehrmalS ^ ^^".L^^^len der Verwundeten betätigt hatte.

viit kräftigein Händedruck und ! habt hcche C ÖUt Nachrichten von Ruth ge-

Dann hörte sie mit an, >vas Kürviv von dem Oberstabs- arzt ^basi imd konnte ihm herzlich gratulieren. ^

«5 Oberstabsarzt aber schüttelte den Kopf.

lvüte er,so gern ich's täte, es geht Nicht. Es ist lischt erlaubt, aridere als amtliche Mitteilnika^

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»n »b« übermorgen Zbr Äme in allen Läner ly imb aWf diese Art erfährt es doch nuch Ihr«

begn^em' 4 Bescheide mußte er sich

Therese wüstete ihn: