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2. Das Märchen vom Bernstein.
tw/ 2? Sonne schien auf ein rauhes und unnckrl- Ssjr 1 ^- .^»^Lorden her Indien an beit StranS, dessen weihe » ^^ffen sich dehnten, die branderrden Meereswogen.
SÄitf finb bo armselig KiffergestrÄpp. Land-
dahnUer Ahnten sich tiefe
fc-, 1 , m a H en *?° der Hain am dichtesten stand, Wortkarg und verschlossen Sekten, nur ^ durchs ^rackeAe Gocht tobten oder .Hagel und Regen
lü ? r 05 dn Schutz und TrostNwrt »Ll den aufgefchreckten Bewohnern setues weiten Gebietes. Dafür »natz er ihre Liebe und ihr Vertrauen. — Oftmals, zumal in« WiÄ^Orauen oder Abenddämmer, hielt er Zwiesprach mit den ^ H^^Eteil von dem. »vas fte gesehen und gehört hatten, stets, wennfte von der Jugendfchönc der Sonne zu erzähl er« beKannerr lauichte er f ol chen Mären und neigte sein Haupt dabei,
datz ern feltfames Rauschen durch den Wald zog-
Jj™ ^r.sie zum erstenmal. Und die Sonne, die schon
Uche-.ut, snh herrneder und hemmte ihren 'Schritt amk dlövlrch, wie vor Sck)am errötend, eilte sie von hinnen, ao^^nd^ Ferner goldige Abschieds grüne dem Wäld-
KusnEe. Der hatte lautlos, ohne srch zu regen, zu ihr empor-- Mftheu. Das al,o war die herrliche Sonne, von der die Wellen zu erzählen »ne milde werden. Ein ungekanntes, jählings nach Aus- l^-errdes Gefühl durchschauerte den Einsamen. Da zog es ^ ^ nn mic . fin beimliches zaghaftes Flüstern. E KAon.il tue alten Bunme imegten l-rn und her: in ihnen tie? ?™fv rflC1 L' i?- Uöcn b - K , Dögel dazu. Das klang so keck und fj Lmide trpumcrisch nnc rnmmer noch in dem kalten, unwirtlichen
Ochste Tag graute. Im Walde war's still. Rur der Bach
LÄerTmTÄ Ämtb ^'°en entwert, uu*
„•So war der Alte noch nie!" rief der Bach
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tat sie?" fragte nerigierig der Bach „Sre lächelte?"
„Wisse Geliebter, das; ich stheideu muß!"
„Sclreiden? Du mußt, Souue?"
* ud) unser, der Himmlischen
„Bleibe hier, sonne! Dil gabst mir Liebe, gabst mir höchstes Ä-'dn-'^d Lande! Und ,<>vl imUst Du r-ehlm?"
„Ich must es ja — nach ewigem Ratschluß?"
, . ..vo »van -'re ivciier, Nolze tarnte! Sieh' schönere Lande LYLP ^ lt midKä mid ~ wi- mir - nach S
T -, Ä' filziger! Du »mißt nicht, nnc ich Dich
. :)'■ ^rbe. Dick). Waldgott. zu wahr, als daß ich Dich mit tö^nwin Klch^^ Normte. Höre: wen ick» nur hoißesten liebe, den
' So kuffe mich, himmlisck-e Sonne, küsse mich mit Deiner gitnzen Glu! und lasse mickz dann sterben!"
- 1DC, S5 ^ £ Wl6 -. f 'knd gelötet haben
^"itz mu> dre W^t spottet meiner
J£22!? F* prahlend? Sonne das säuische Wart der schweigt, o.utst Du ihr ein Geschenk! Nimm was mein arims Reich geivährt und wandle es in eine Gkib. 4timm mich en :gc^oime, uni unserer Liebe willen!"
. .. f 'f° ^sse mich erst von Deinem Lande Abschied nehmen- ich es erst nach MEn .oieder, ohne Dich! Du wirst tEhnv unter meinem öAm. Drv. seine HiinnirlSkraft bringt ^iä> nach ^'"^'tiahngein ^cktaf der Welt zur tvabe dar Mein An kl in mag erblassen »oomi ans Deine Sterbestätte mein Herzblut fallt " Kann küßte btc Sonne ben Wald, lang imb lniß
Kortoffelblfite.
^Blühendes ^Kartoffelkraut,
Sanft vom Sommer.ornd umöost,
Knmcr nxnin ich Dich geschont.
Warst Du niir chn Augentrost,
Mil der Büsche Laub^zelt,
Mit der Blüten Rötlichblau Hebst Du »me ein Blurnenfeld Dick) hertwr aus grüner Llch" —,
s Paul Gerok in seinem »rcrtig bekarmten Liede von bei §^Älelbl_ittr, dtE letzt, da der So armer seinen Höhepunkt erreick»» der Roseirstranch schmi den erste»: Purper abgesttcrft har nnd mi warmen Hauch des Iulmwnats die Birne heranreist überall nur den 3-dben, chre.Blüte-,Pracht en.fÄtek. 4?
^ e|ie ^ blühenden Kartoffelfeldes, der wir geraoe Interesse und Verständnis entgegmbringen m folgenden Ver,eu etnen an,'preck)enden Aus klang gegeben:
„Doch indem die Blüte fällt.
Räumt sie gern der Frucht den Platz,
So auck) Du mein blül»end Feld,
- Hütest einen goldnen Schatz,
Unter Dir rm Erdengrund,
Wächst »villkommen Han:nnmtnskost,
Eine Frucht, gesund rurd nrnd.
Alt und jung ein Magcnttost.
We»m ich drnm in Sommers Pracht Durch die blüh'nden F<uren gehs.
Denk ich gern der Winttrnacht,
Da dies Feld bedeckt niit Schnee,
^.ock) am Tisch bei Lampensä-em Sitzen Kindlcin Kopf an-Zippf,
Früh begrüstt Dich groß und klein,
Danrmerrder Kartoffätopf."
bie Kartoffel ein »villkommener Magenttost. aber die Blute bie zu gewohickich und alltäglich erschien, erfreute sich vor dem K-nege germg»ter Beachtung. Tic Mensckien schien ,»oas ^lten fft. Und dafür gibt u»ts die Kartoffel ihre Blute emen schlagenden Beweis. Als sie nack) der Ent- aits ihrer peruanuchen Heimat nach unserem Erd^eck verpflE-t ward«: »var, wurde sie gegen Ende des 16. Jahr- hunrerts :n deutschen Garten als Zierpflanze gezogen, und alles bnmu^rte^^ls ihre herrliche Blüte. Einer der ersten Deutschs in dessen Garter^ die Kartoffel blülste, »oar der Breslauer Ar^ VN* Rosenau, der sie vmt einem spanische oaemchc zu.n Gefck-mk erhalten hatte Die Breslauer konnten 'ich damals an der Prackst der Kartoffelblüte mcht satt sehen, and sie ^oens^m knisterten Lobeserhebungen ihrer Schönheit Etiixr unt dieselbe Zeit pflanzte oer benchnttcste Botaniker der damaligen Zeit Earl Clusbis die Kartoffel in sei item Garten in Frank»urt a.M. em. Clusurs »oar der erste Deutsche, der den Nähr tigert der nmren Pflanze erkannt hatte, seine Bemühniigen sie ans biejeiit Gruiid fchon im Achsgaiige des 16. Jahrhundert- zu verbreiten, l)atten aber keinen Erßolg, er erreichte »mr, datz sie io.i mm ao m den Garten der Stadt Fäarrffurt imd ihre? Umgebung! hmiftg als Zwrpflanze gezoge»: wurde. Als Scknnuck- pstauze nco sie damals sieugel von 8-5 Elleii. mrd sie i'-urde au Spalieren geigen Zu ,ener Zeit l»atte auch der Arzt und Bo.anlttr oobauues Matthä-is, der 1621 als Professor an der nasfamusten ^ockifckmlc in Herdorn tp'ftorlxm ist, eine Kartoffel in einen* Blumentopf aufgezogen.- Mle. die an seinem Fenster iw-cv M^i. bEichertcn d.e schöne Blüte des seltenen Gewm-iw-s.
'■ -• crr Brofefsor von einem Herbornor Gerben»'nster % lv 2f vhu ; i J J cin v €r -t*>rf)ter geladen wurde, senkte er der Braitt elil Ltraus^em der kditbaren Blumen, das d.-r Glücklichen beim Kirchgang als Blineiisckmuck dieitte . . . Ws die KiNvjfel sckron ttn.git in ^nitlästaiid als loick-tiges Nahnmgsmittel Bcrbreiumg g imden batte, wurde man erst in Frankreich ans sic lwfnwrksgm : Ul J der Karlofseln begegrvete jcnseüs des Rhern - einem
-rwliett ^'1 ^'lpr^-rdi.mst um die Verbreitung des ^^Uettaues rn ^ankreuh g-bubrt dem Pronomen nnd ^ixir- m. ,<utc.i .aitvlne Aii.mnin Parmemler. d<-r in Wort und Si-eift
weis^
war
« cS l 911 * sck»«»t«n.d-ilpp. Da irmrdk drr Schlmir I dpi,,, -in,.., .„X H 7 ' -M.-.-»-" u. »«. «m. «unr. o . "f, L “• * ^ I ? a ! llc emtrat Mid auck) den Köllig Litdnng XL'I m intern',I IN»
vn $>ih££\n!il tCX C * m ^ niafiin bcr 'U'>»-aUigc Wald nur den I L ll V l ' TagcS erschien Paniieiitier bei Hose mit einem eigen!
L, dp- Stiitte. da er nefhtnben «r >or.. der nur aus - Karp.fi, Ilüütc» de.-and Ä m
darüber'' w'r flC,lo Jj a '- 'Dann rollrru die «rtlm' ^rr »ad de. fWtnMx'u tfndriitä der vo-Um,,: ten- Kon irr an
h' L. N m V.! jjolt.gl.11! ionbfin (.Vftriu o,. a id> Ittchm dre Ga!x- auf daa ,r.,Idl'o„ac a„ w, >
SKnZ, nT MvereSlMiiche. ^ ift m Lande« koftl.,rstcr W* «"« der »•frhdwi fl einen Blu„,.-i in« Kiwpflaa, Und
MÄ. nnd in säc ,r sl-u ?'•" ."'^1''L'' U"d UN wirtlich war. ^ •»'wd«r lrua di. .Ii-»r.,i„ Marie «n.aüettr
s«.t dic.lvandenide S»,me hier rnm erNrn^ »>>r>oN.IUuIrn „„ Saar. So n„,rde d>-> Äliiiiüein in ^, ,„!r>a«,
«nb Innr ^ ^ dersteinland
ciu öarreiisck^'r Prurz »unr, seine Gemahlin nach Ärhn ht'irifii v
äunT f ^^rr^rte^Lä , ?^ rmi 2I ^ vcLrüiÄ dn »i enigch
"1* m wrer ^-grüstmigsinspr.rck»- d-ffrdie srf-ön Blüte von cln.-r mid köitlickkm Frucht sei. die nxchl im Heiinatkand.- der


