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Königin noch unbekannt sei. We»:n >mr Uns h-rtbe an bei- »a-oweir»! J tartoffctbtittc erfreuen iuij> fio mit Gwok alsLhugeutrost" vier, an, so denken wir Mt dem Dichter nicht ^erst an den Winter mit tvcmdarnpsendon Kartoffeltopf", sondern ztmöckfft an che ersten Frnhkartofselu, die demnächst ans unserem Tische erscheu^n und nach der bösen kardoffeNoscn Zeit sich für uns als ein echter Magen- z^ost enveisen werden.

Grabschänder.

Henri Lavcdan hat in l'Jllustration einen Arffsatz veröffentlicht, in dem! er daz!n ausfvrdert, die deutschen Friedhöfe ans französischem Boden zu zerstören.

Das ist der Hast, der schon den Wahn gebiert.

Das ist der Hast des zügellos Verrohten, %

Der, Scham der eignen Ohnmacht würgend, stiert.

Die Axt »irr Hand, auf Kreuz und Kranz der Toten.

Das ist der .Haß, der nimmer schlafen kann,

Der neidvoll ah das Kämmerlein der Braven Klopft mit dem fieberheißen Finger an:

Heraus, du Feind, auch du, du sollst nicht schlafen!

Du liegst, sechs Schuch tief, keines Ruhms de »mißt,

In blanker Stirn, zersplittert unter Eisen:

Ich, will die starre Hand dir von der Brust,

Vom mürben Tuch den kleinen Orden reisten!

Ich will dir, rhythnrentoll, mein RachÄied Tief, tief in die venoelkten Ohren gröhlen:

Icli will, ein iMlbarmlherz'ger Störenfried.

Den Hohn dir spei'n in leere Augenhöhlen!

Ich null den Kranz, der um dein Kreuz sich schmiegt.

Die Blumen reisten von dem Schutz der Stäbe:

Will dstch verlachen: Tu hast nicht gesiegt:

Du starrst und schweigst, ich lache ustd ich l-ebe!

Ich will zertrümmern deine letzte Welt,

Will dir die Tücher reisten von den Lenden:

Mit jedem Schimpf, der einen Sieg vergällt.

Will ich die Leiche des Verhaßten schänden?

Will mich, im Taumel deiner Ohnmacht freu'n.

Die letzten Locken dir vonü Schädel greifen.

Will in die Winde deine Knochen streu'n,

Das sie die Hunde burd* die Gassen schleifen k

Wer bist du docl^ du menschenähnlich Tier, Dnrchbrock)end aller Sitte fromm Gehege?

Im Westen lauscht ein dentschr Grenadim Ten: Sckirei und legt den Hammer zu der Säge.

Er hat, di eiveil sein Herz in Mitleid schuw^,

Roch unverhärtet von der Not der Kriege,

Dem welsch'n Bruder just aus Waldesholz Kimstlos geziminert seine letzte Wiege.

Er Hai in Ehrfurcht, die sein Land ihn lehrt War allen, die aus blut'genl Feld erlösten.

Des toten Feinds gekrümmten Leib geehrt Durchs ein Gebet und frommes .Händefalten.

Er steht und lauscht, sein Werkzeug nebenbei:

Den Fust um kringeln noch des Sarges Späne

Dein Wort klingt fremd ihm, ivie des Schakals Schrei; Dein Hast klingt fremd, wie Heulen der Htzäne.

Weh. Unmensch, dir, wenn ihn: in Herz und Blut Ter Simt erst dringt von dem, »ras du gesungen;

Wenn, er den Schwur, den Schnur der Liebe tut.

Den ihn: die heil'ge Notlvehr abgenmgen:

Nie soll, so lang in deutsche Hand sich schmiegt Ein scharfes Schwert, die Bestie wieder lauern Auf heil'gem Boden, drin mein Bruder liegt In seines letzten Hauses stillen Mauern!

dtte soll der Unversöhnlict>e ein Blatt

Vom welken Kranz der stillen Schläfer pflücken:

Nie soll der Schuft von meiner Toten Stadt Nur einen Stein mit feigem Finger rücken?

Und gönn' ich tapfren Feinden Feld und Haus,

Weit schafft die Welt den Raum für Volk und Länder

Ten Todesacker geb' ich nicht heraus

Dem tück'schen Wahnwitz welschr Leichenschänder!"

Rudolf Presber.

Vücherüjch.

Züchthäuslerin N r. 555 3." Kriegserlebnisse ein«r dentsck'en Frau in Frankreich. Von Ltz van Brackcl, Verlag von August Scherl G. M. B. H., Berlin, Preis 1, Riark.Es gibt nn Griinde gononimen kein noheves Volk als das französische" bat Voltaire von seinen Landsleuten gesagt. Die Heldin des vorliegend, den Buches hat diese Wahrheit nur zu sehr erfahren müssen, ihre Erzählung zeigt, daß die haßerfüllte französische Brutalität nicht einmal vor der wehrlosen Frau haltmacht, obwohl Frankreich sich dasritterliche" zu nennen beliebt. Es sind grauenvoll^ Bilder, die uns die Verfasserin, eine deutsche Tame von Rang und Stand, ans dem französischen Gefängnis- und Zuästdausleben enthüllt. Bon» Kriegsausbruch in Paris überrascht, beschließt sie, als Engländerin dort .zu bleiben und ihre ärztlichen Kennttriu« in den Tienst des roten Kranzes zu stellen, in der geheimen .Hoff­nung, dabei auch den Unsrigen behilflich sein zu können. dRan über- n-eist der Engländerin, der giche Bozietzungo»: den Weg zu viele»: Beq hörven eheneu, vor allem die Fürsorge für dieversprengten 'l niglifcljien Soldaten, die sich in Paris hemrm! reiben. Einmal überträgt inan ihr sogar die Führung eines Rücktransports ivlcher Engländer cm die Front, »veil die Tommys ihrerPslegerrn besser gehorchen als den französischen Militärbehörden.. Tas Mitleid mit einem von den französischen Schiwestern roh gehemmten deutschen Ber»windeten wird ihr zum Verhängnis: sie »vird v?r-> haftet, angeAagt rmd als Schmu u trotz mangelnder Beweise und trotz des lebhaften Eintretens ihrer englischen Freunde zu zrver Jahren Zwangsarbeit verurteilt. Trotz allen: Elend aber hält die Verfasserin durch»-, fa sie hat den Mltt, uachdern sie nach ihrer Entlassung ans dem Zuchthause einem Ansliesevungslager über­wiesen »var und vergeblich schriftlich ersucht hatte, durch die ameri- kanischie Botschaft Hilfe .für die dort l>errschende»: Ungerechtr-w keiten zu schaffen, aus dem L-ager heimlich zu entfliehen und eme Reise nach Paris zu imternehmen. Boin Konsul desneutralen" Amerika hinausgotvorfen, gelingt es ihr in: Ministerium des Innern diese Hilfe zu erveichen. Tiefer kecke Streich briirgt üjf sogar noch die minisherilleAnerkennung" alsEngländerin" ein, denn.eine Deutsche würde nach dlusicht der Franzosen den Mut hierzu nicht gehabt haben.

Meine Kindheit von M a x: n: Gorki (Verlag von Ullstein u. Eo., Berlin». Dieser erste Teil von Maxim Gorckis Memoire»: ist Jahre vor der russischen Revolution entstanden. Jetzt, da er in deutscher Msgabe ersch-eint, wirkt er als stärkste rmd tiefste Kundgebung des nun befreiten russischen Volkstums. Ei»: Me»:sch spricht hier, »:aiv, schwerfällig »md dann »vieder voll wunderbar leuck»ieUdec Phantasie, ein Mensch, der i»l all seiner frühen Rot seinen instruktiven Glauben an das Gute mit ttwtziq- unerfahrenem Herzen verteidigt hat. Ein düsteres Märchen nennt er feilte K:ndl-e:t, ein un frohes Lied die Gespräche derer, die älter wäre»:, ein Lied von Krankheit, Feuersbrünsten, Morden und Gaunerstreichen, von Bettlern und schlimnrei: großen Herren. Tyrannisch liegt über diesen Szenen ans Nffclmij-Nowwrod die Atmosphäre eines stunipfen, gewalttätigen Hasses.

Der Türmer (Kriegsansgabe). He: airsgeber: I. E. Fuhr. v. Grotthust. Vierteljährlich (6 Hefte) 5 Mt..,Einzelheft 90 Pf. Probeheft portofrei (Stuttgart. Greilter 6- Pfeiffer. >

Ans dem Jithalt des ersten Julihestes: DerOstsoettimpel". Von Dr. Freiherr,: von Mackay. Tie Politik der unbenutzten Mittel'. Bon 31 E Frhrn. v. Gvofthusti. Er»:e Ps'ingstfahtt ,:ach Kur» land. Von Karl Storck. -Vater! hllf auch du!" Von Ohorg Max Knopff. Mitleid oder Unterschätzung Frankreichs Bon Kuw v. Stcantz. Das Schloß und der Soldat. Bon Max Jung- Nickel. Der Reichskanzler. Unser Recht auf Landnahme. - .Das englische Gold als Kriegsmittel. Von Pcncl Dehn. Loth­ringer Bauern. Voi: Unteroffizier Luttringer. § Das Vermögen des Zaren. Von Spiridion Gopceoie. Die Ameise ein Go- ruchstier. Bodenständige Kirnst? Bon P. Berglar-Schräer. Palestrina." Bo»: Karl Storck. Türmers Tagebuch: Der Krieg. Aus der Warte. Kunstbei lagen. Rotenbeilage.

Magisches Zahlenquadrat.

Ji: die teeren Felder des Quadrats sind Zahlen derart einznsetzen, daß die Summe jeder ivagerechten und senkrechten Reihe 160 ergibt.

(Auflösung in nächster Nummer.)

Auflösung des Scherzrätsels in voriger Nummer: Wille, Wolle. Welle.

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Schriiklettung: Fr. R. Zenz. ZrvillingSrunddruck und Verlag der Brühl'sche»! UnioersltätS-Buch- und Steiudruckerei. R. Laiige, Gieüen.