A . VLchertisch.
— Großer BilderatlaS d e s Weltkrieges. 17 . Lieferung: Die Ereignisse zur See. 18. Lieferung: Die Ausräumung Serbiens. 19. Lieferung: Diz Balkanstaaten. 20. Lieferung : Die Neutralen. — Deutschland. (München, F. Brnckmann A.-G. Subskriptionspreis der Lieferung Mk. 2.—, Einzelpreis Mk. 3 .—. 2 gebundene Gr.-Foliobände in Leinen je Mk. 2b.-.) — In all den heißen Kämpien zu Lande und zu Wasser hat sich die junge deutsche Flotte der alten, glorreichen Landarmec ebenbürtig erwiesen durch Heldentaten, deren Kühnheit und Unternehmungsgeist in der Geschichte der Völker ohne Beispiel sind. Jung und alt ist begeistert über unsere »Blauen Jungen", und so wird die 17. Lieferung des »Großen Bilderatlas des Weltkrieges, die die Ereignisse zur See schildert, mit besonderer Freude begrüßt werden. 281 gut ausgewählte, chronologisch angeordnete Wirklichkeitsausnahmen erzählen eindringlicher als Worte es könnten von den großen Begebenheiten auf hoher See bis zur Skagerrakschlacht einschließlich. In eine ganz andere Welt versetzt uns die 18., der Ausräumung Serbiens gewidmete Lieferung. Bilder, die voll bnntbewegten Lebens sind, auf denen es »drunter und drüber' geht und die oft einen fast asiatischen Anstrich zeigen, gibt eS da in Menge; durch ihre Verinittlung werden uns Namen wie Poscharevatz, Peles, Leskowatz, Alexinatz, Orsowa, Ueküb, Nisch u. a. mehr als bloße geographische Begriffe. Einen besonderen Reiz erhält diese Lieferung noch durch zahlreiche Bilder auS dem bulgarischen Soldatenleben. Und wie fein ist die Gegenüberstellung der Abbildungen, die König Peter I. Glück und Ende zeiaen: sein feierlicher Einzug in Belgrad im Jahre 1903, hoch zu Rosse, angetan mit königlichem Purpur, mit Hermelin verbrämt', die Krone als Zeichen seiner Würde auf dem Haupte, und dann — 12 Jahre später: die traurige Flucht durch das unwirtliche Gebirge, im Ochsenkarren, nur von wenigen Getreiden begleitet. Fast noch bunter und bewegter mutet der Inhalt der nächsten Lieferung, »Die Balkanstaaten", an, eines der schönsten Hefte des Bilderatlas überhaupt. Landschaften von pittoreskem Reiz wechseln ab mit lebendigen Szenen aus dem Volksleben und Bildern von dem Kriegsschauplatz, der nach wie vor im Brennpunkte des Interesses aller kriegführenden Mächte steht. Tie Ereignisse auf dein Balkan werden bis zur Räumung der Halbinsel Gallipoli verfolgt. Lieferung 20 bringt Bilder über die unmittelbaren Folgen des Weltkrieges in den nelltralen Staaten, von denen uns besonders diejeiligen auS der Schweiz, den skandinavischen Ländern nnd beu Vereinigten Staaten von Amerika interessieren. Dann folgen Bilder, die die großartig organisierte Fürsorge des Deutschen Reiches für seiile Ver,vlmdete,l, Blinden und Invaliden zeigen, ferner Bilder znr praktlschen Lösung des ErnährungsproblemeS irr beti Großstädten, und zuletzt eine vortreffliche Zusammenstellung besonders charakteristischer Kricgswahrzeichen, Kriegergedcukblälter ltflv. — Die ersten hiermit abgeschlossenen beiden Bände des Großen Bilderatlas des Weltkrieges stellen mit ihren rund 3400 Bildern ein unvergleichliches Urknnden- und Öueneniuevf dar, dem bleibender geschichtlicher nnd künstlerischer Wert zukommt, ein Werk, das alle ählllichen Unter- nehmlmgen der Engländer und Franzoseil - von den andern Feinden 511 schweigen — in den Schatten stellt.
- »Barbaren". Von Arvid Knüppel. AliS de»n Schwedischen übersetzt. Verlag August Scherl G. m. b. H. Berlin. Geheftet 1 Mk. Als läse man über dem letzten Gesang des Nibelungenliedes das Wort: »Feiglinge', so lvirkt da? Wort »Bar- baten" als Titel deS Buches, das dieser schivedische KrtegSbericht- erstatter unter dem tiefen Eindruck geschrieben hat, den er tut Herzen Deutschlands und an der deutschen Front in, Osten empfing. Das Bllch besteht aus einer Sa,nmlnng von Erlebnissen; es will keine zusammenhängende Darstellung auci) nur eines Teiles der großen Kampfe im Offen geben. Aber was es bringt, ist bis in alle Einzelheiten so anschalllich wie die Bilder eines farbigen Film?, und eS wirkt deshalb fo ergreifend, weil eS nicht nur daS Geschaute, das Gehörte, das mit Sinnen Wahrgenomineue schildert, sondern weil es in die Seele der Menschen leuchtet und deren Taten und Leben mit einer Liebe beschreibt, die and) in dein voreingenommensten Frcllnde deutschen Wesens nicht erweckt werben könnte, wenn auch nur der tausendste Teil der Schändlich- keiten wahr wäre, die unseren Soldaten nnd unsere,n Volk von der Gegenseite angedichtet werden.
— Der I n s e l - A l m a n a ch 1917. lieber 200 Seiten mit 12 Bildern. Umschlagzeichnung von Max Slevogt. Kartoniert 80 Psg. Erschienen im Insel-Verlag zu Leipzig. — Der diesjährige Jnfel-Al'.nanach unterscheidet sich in wesentlichen Zügen von denen der beiden letzten Jahre. Trugen jene dem Verlangen nach einer Spiegelung der großen Ereignisse in der Kunst Rechnung, so führt uns dieser eine Dichtung .zii, die unabhängig von der Zeit ist. Und noch in einer anderen Beziehung zeigt der Jnlcl-Almanach 1917 ein eigenes Gesicht: er enthält ausschließlich Gedichte nnb Prosa, bis auf wenige bisher nngedruckt, lebender oder jüngst verstorbener Dichter, und als besonders bemerkeiisiverten Zuwachs Proben ans den Werken der großen Vlamen. Es ,nischen sich in bunter Reihenfolge Beiträge von Arno Holz, Dänbler, Schröder, Albrechl Schäsfer, Nadel, Binding, Becher, Ehrenstein, Zweig, Carossa, Taube, Ricarda Huch, Hofmanusthal, Schcffler, Bnsoni. Uebertraguiigen von
Dehmel, Rilke, Zech, Eulenberg unb aus vlämtschen Dichtsr» Briefe voii Nietzsche an Overbeck. Zwölf Bilder schmücken bin Almanach.
— DaS literarische Echo. Halbmonatsschrift für Lite- raturfrclinde. Verlag: Egon Fleische! & Eo.. Berlin W. 9. Das 1. Dezemberheft ist soeben mit iolgenbein Inhalt erschienen: Friedrich Roseuthal: Die großen Augenblicke des Theaters; Earl Müh- ling : Malivida von Meyfenbng; Arthur Eloefser: Clausewitz' Persönlichkeit; Halis Franc!: Ekstatische Dramen; Tony Kellen: Die vläniische Literatur II. — Echo der Bühnen. — Echo der Zeitungen. — Echo der Zeitschriften. — Echo des Auslandes. — Kurze Anzeigen. - Notizen. — Nachrichten. — Vorlesimgs-Ehronik.
— Der Bücherinarkt.
— Für Heer und Flotte betitelt sich eine Sammlung von Heften, die zur Masserwerteilnng nach branfjen bestimmt ist,
— Es erschienen neue Hefte durchweg humorvollen Inhalts. Heft6r Die laiigweilige Engläiiderin. 20 Pfg. Heit 7: Schön Wetter« Eirie lustige Agrarier-Geschichte. 40 Pfg. Heit 8: Die versteuerten Schuhe. 20 Psg. Heft 9: Tie Studienreise der Baurätiil. 40 Pfg. Heft 10: Der Liebliiigs,reffe. 60 Pfg. - Verlag voll Martin Warneck in Berlin W 9.
— »D i e Weltliteratur" Nr. 47: Friedrich Halm: Das Auge Gottes. Preis der Niimiiier 10 Pfg. Verlag der »Weltliteratur", Müncheii 2, Färbergraben 24.
Gietzener Hausfrauen-Verein.
Wochen -Küchenzettel.
Sonntag: Sagosuppe, Ochsenfleifch, Pellkar bosseln, Moec-i Tetlkf/tunle.
Montag: Graupensuppe, PichelsteinerH, Salzkartoffeln.
Dienstag: Kohlsuppe*), Apfelklöße^).
Mittwoch: Tomatensuppe, Hafcrflockenschliitten*), Krieg--' salat^), im Ofen gebackene Pellkartoffeln*).
Donnerstag: Erbsmehlsuppe, KartoffetgnlaschU.
Freitag: Gerstengrützsuppe, Fischkrant*), Kartoffelbrei mitz Buttermilch.
Samstag: Bohnensuppe, Aepfelcruflans*).
*) Pich cl stc iu er: Ein Wirfingkvpf fein geschnitten, ein« große weiße Rübe in kleine Würfel gcschirritten, ebenso 3 g-elbo Rüben, 2 Sellerieköpfe, 3 große Kartoffeln, 2 Zwiebeln. Alles zusammen in wenig Fett und Wasser 2—3 Stunden langsam! gekocht. (Kochkiste).
Kohlsuppe, siehe Gieß. Anz., 30. Okt. 1915.
^ Apfel klöße: Vr Pfund halb Schwarz-, lralb Weißbrot wird mit Buttermilch angesnichtet, dazu 2 Eier, dies in ettvas Fett abgedämpft, bis sich die Masse vonl Topfe löst: etwas erkaltet. konunen 6—8 geschälte, in kleine Würfel geschnittene Aepfel dazu ’uitb viel Mehl, daß sich mit der Hand Klöße formen lasserr, die man xu Salzlvasscr 10 Minnteit langsam kosten läßt. —^ (Probekloß.)
4 ) Haferflocken schnitten: siche „Deutsche Hausfrau" Nummer 22.
^ KriegSsalat: Ein Teller twll sehr fein geschnittenes Rot- oder Weißkraut, gut gebrüht, 3 kleinwürflig Qefcf>nitteixd Gurkeu, 1 tabgekochten, in Würfel geschnittenen Sellerrekopf, drei klein geschnittene Aepfel, ebensoviel gekochte geschnittene Kartoffeln und Zpüebeln. Zur Tunke wird gemisclü: Ein Eßlöffel Senf, ein Eßlöffel Zucker, glatt gerührt, zwei Eßlöffel Essig, etn>as Salz, eine kleine Tasse Buttermilch: dies über den Salat gegossen, gut gemischt und einige Sttmden stehen lassen.
•) Im Ofen gebackene Pellkartoffeln: Tie Kartoffeln werden gnt gewaschen nnd einzeln gebürstet, dann in den sauber ausgewaschenen Bratofen geschüttet, etwas Salz darauf gestreut und ungefähr eine Stund» gebacken. Sie werden mit der Scliale gegessen und behalten so ihren vollen Nährwert.
Kar t 0 f f elg ul a sch siche Wocl>ein Küchenzettel vom 19. Februar 1916.
8 ) Fischkraut siehe Wochen Küchenzettel vom 4. 12. 15.
*) Apfelauflauf: Ein Teller voll fein geschnittener Aepfel wird mit Zucker, Zitrone und sehr wenig Wasser augedünstet. Dann macht nran einen Teig von 3 A Pfund Mehl, etwas Zucker, 2 Eidotter, Milch mit Eierschnee, das Mehl mischt man mit 1»/» Backpulver, von diesem Teige gibt man oie Hälfte in eine zuge- richtete Form, die Aepfel darauf, dann die zweite Hälfte de- Teiges nnd backt eine Stunde in nicht zu heißem Ofen.
Logogriph.
Künstlich Gewebe mit .G', auch manchmal zum »Predigen" nötig, Setzen statt „(#' wir ein „S", wird eS etu schmackhafter Fisch.
(Auflösung in nächster Nummer.) 4
Auflösung der Königspromenade in voriger Nummert Wer grob sich dünkt an Macht nnd an Besitz:
Tie höchste Eiche ist zunächst dem Blitz; —
Und wem, weil er gering bleibt, Zweifel nagen:
Auch kleine Zweige können Früchte tragen.
Albert Roderich.
SchristleUnng: Fr. R. Zenz. — Zwillingsrnnddrnck und Verlag der Brnhl'schen Universitäts-Buch- nnd Steindruckerei. R. Lange, Gießen.


