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„Noch eins : Sowie ich ein Zeichen gäbe, wird Siga Wendrewski die erste Taille legen. Er ist der Bankhalter."
Sigismund von Wendrewski, von seinen Freunden „der Marquis" genannt, lächelte. Er trug sich stets nach Pariser Mode, hatte ein knabenhaft glattes und weißes Gesicht, ging nachlässig und vornübergebeugt und spielte stets mit seinem Stückchen. Wie ein Pariser Flaneur sah er aus. Mer man wußte, daß dieser scheinbar so schwächliche Mensch der Veste Neiter des Greises war. der di? mildest?», q^rerde finnfvmfi»
Nulter des Kreises war, der die wilderen Pferde bändigte.
. „Ma foi," sagte er und drückte den Klemmer auf die Naje, „es wird mir ein Vergnügen sein, solchen Kavalieren das Geld abzunehmen. Damit läßt sich manche fröhliche Stunde vertreiben."
„So wäre auch das erledigt," erwiderte der Aelteste, der den Vorsitz führte. „Wir können also zur Tagesordnung übergehen. Eme Form vorher: In meine Hand jeder sein Edelmannswort, daß er eher stirbt als den anderen verrät!"
„Das ist eine Beleidigung, Lucian Kozlowski!" rief der von Degorski zornig.
„Ich sagte, es wäre eine Form, Eusebius !"
„Unter Slachzigs (Edelleuten) ist sie überflüssig!" warf ern anderer ein. '
Nur der ftöhliche Maryan Batranski lachte: „Wo soll die Sache hm, wenn ihr schon bei einer Form nicht einig' serd? Laßt dem Kozlowski das Vergnügen."
.. Und als Erster schritt er zu ihrn, legte seine Rechte in e ^ e *f ecen und sprach: „Ich, Maryan von Batranski auf Nlernczrn, gelobe hiermit vor diesen Zeugen, mit Gut und Blut zu unserer Sache ziu stehen, sie zu fördern, wie und wo ich immer kann, und lieber zu sterben, als sie m verraten." "
„So wahr mir Gott helfe!" sprach plötzlich eine dunkle Alles wandte sich nach dem Sprecher um. Es war SBIaMimr von Ryösczynskt. Er hatte ein hageres Fan» nei 8te zu religiöser Schwärmerei. Unwill- Mrlrch w« Maryan von Batranski zusammengezuckt. Ein Schatten flog über sein fröhliches Gesicht.
„So wahr mir Gott helfe!" sprach er nach.
Die anderen taten's ihm gleich. In die Hände von Wla- GeMnis^ Ryöscztznskr tat dann Lucian von Kozlowski sein
Bininski, „wie fliegt der weiße
Wler? Wer ist am besten unterrichtet?"
Er sah Kozlowski an.
.... f'r®” Adler wird um so höher fliegen, je ent-
^ eI f en '" sagte dieser. „Ehe wir uns um b,e anderen kümmern, tun wir selbst unsere Pflicht flhr wigt weshalb wrr hier sind. Unsere Brüder, die drüben
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neue Truppen ein. Bald ist der Kordon so gesckLn daß müssen w5"sie°" durchkommt. Wer herüberschaffen -bhle sich eine Zigarette.
ChauK^Wege haben wir dafür. Entweder die direkte
„Ausgeschlossen," scholl es von mehreren Seiten. l Tte !? Fahrweg, der vvn der Chaussee rechts
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Es wurde still.
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Urf beifälliges Murineln. Kozlowski zündete gemäch-
mfl- iiß l 9 ar f lt f an - "Wenn wir Gluck haben, Witold Bunuski, sagte er dann ruhig, „ist deine Försterei in ernlgeu Stunden mit 20 bis 30 Mann.besetzt"
sprang auf. „Was heißt das, Lucian? Was wollen die Preußen von mir?"
„Nichts, Bruder. Mer es ist gestern aus' Wreschen von einem jüdischen Händler ein Brief ans Powiczer Kom- mando gekonmren, daß in dieser Nacht ein größerer Gewehrtransport bei deiner Försterei über die Grenze geht. Die Preußen wissen, daß etwas im Gange ist. Der Brief, den sie erhielten erweist sich durch nähere Details als glaube würdig. Und der Grund des Verrats, der angegeben ist:
betreffende jüdische Händler wird durch den Aufstand geschäftlich ruiniert, hat also au der Beendigmig des Kampfes das größte Interesse."
~ "f* e - V if l bev r krummbeinige Schuft?" rief der aufgeregte ^arski. „Er soll für den Verrat meine Reitpeitsche um die Ohren kriegen, daß er die Rubel nicht mehr von den Talern unterscheiden kann."
sn^r^S? r^ 1 id) .selber, lieber Eusebiils," lächelte Kozlowski. Verblüfft sahen ihn die aiideren an. Nur der „Marquis^ lachte, ein kurzes, meckermdes Lachen.
anonymen Briefen karm man sich manche fröhliche Stunde vertreiben," saute er. Es war seine Lieb-
SteTn anbracht^ an den unpassendsten
,/a^hr werdet.nun (wissen," begann Kozlowski von iieuem, „um was es sich handelt. Twt der Brief seine Schuldigkeit,
° tf-rr ^ 5 ?.SroHte Teil des Powiczer Kommandos sich unauffällig südwärts zieheii und den Gorczyner Forst besetzen, daß er die Lanosü:aße beherrscht. Dann ist der Weg über Sw f- nb ^e^ftei, der sowieso Famu bewacht wird, tr? e u er für größere Transporte zu schwierig ist."
„Uizp diesen Weg werdeii wir cinschlagen?"
* e{d)tc Schlitten und nehmen besten Gaule. Zwei meiner treuesterl Leute siud beauftragt, dav Grenzkommando scharf im Lluge zu behalten. ^ erne rst in Powicz, der andere an der Försterei. Sie auf dem Weg zu uns, und wir iverden erst dann die treffen, wenn der eine u,is ineldet, daß dre ^ragoner von Powicz abgezogen, und der aridere daß sie den Bininskischen Waw besetzt haben." '
ppu Degorski hatte mit offenem Munde zn- „Bei nieinem Schutzpatron, Lucek, du bist ein Satan' Laß dich umarmen!" rief er entzückt. *
Aber der Aeltere schüttelte ihn ab.
- b< f. st" sMer, mein Lieber," erwiderte er etwas
al?»Ä>' eil tut n ? f/ ünr zu Ende kommen. Wir nehmen aljo tue Kijten auf unsere Schlitten und breiteii die Deckeil darmber. Dann merkt kein Mensch was!" 1
"Aber wo lagern die Gewehre denri^
ist unser Vertrauensmann "
„Alte Wetter! Ist er ehrlich'?"
~r ^ um seine Existenz und möcht' lieber
Gastwirt rn Stralkvwo Metbeit, als hinter Schloß und Rieaek Federn reißen. Daß er .iebeubei ein gutes Geickäft inrirfil»
lidr Da^Ge^! TFb ^ er cin Krämer. Und schlwß-
Uch. Das Geld ist es Nicht, was uns niMigelt." ' P
Kozlowski erhob sich und sah sich nur Mt P i»r„i™ rt r ff lüieber labiale, behäbige, bei Deutschen und Polen beliebte urgemütliche Lucian von Kozlowskr. Ein Wüik an Srga Wendrewski: „Die Herreii spiele,i doch >veiter?" rend^^^'^ uuschte die Karten und sagte schnar-
tu s S r V °I e messieurs! Brauche wohl nicht erst
beim Kartenspiel. Von allen Seiten ward- Lucian lowskrehrerbietigst gegrüßt. Hub jovial erteilte er hier und
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meine Jl nxeUf krwgt man immer etwas ab " '
ich lasse sof^^Lflerbrlngen''- ^ M ~' MkU ’
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