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ein schweres Erdbeben durchlgjernacht. Der Eingang kann durch einen Erdrutsch versperrt sein. Spuren davon habe ich bemerkt, aber ich brachte sie nicht mit der Höhle in Zu­sammenhang."

Da bekommt Barnett Arbeit/' sagte der Kapitän.Und wenn wir genötigt wären, die ganze Felswand zu sprengen, in dre Höhte müssen wir!"

Er eilte fort, erteilte Befehl aus Befehl und bald sauste dre Grg mit dem Kapitän, Trend on und dem Torpedo- Offizier der auf der Karte als Seehundshöhle bezeichneten .Stelle zu.

(Fortsetzung folgt.)

Der Mtzableiter.

Von Elisabeth Joeft-Krüger.

Als die Glocken der Kirchen das Wendlied auf die Landschaft yeraosandten, legte jemand die Zigarette aus der Harrd und rief: ernC Jn ne Erzählung, oder wir stzeirben vor Langeweile . . .!

Man hatte schweigsame, interessante Gesichter zur Schau ge- tragen, ferne Fußspitzen in'ein Fell ein gegraben, und die Uhr war es allem gewesen, die manchmal ihren Mund öffnete, um melancholisch dre Zeit auszurufen. .... ,

Eine kleine Geschichte! -Einer der jungen Männer blickte im Kreiie herum. Die Sonne fremder Länder hatte sein Gesicht ge- vrnnnt und seinem Auge ein dunkles Feuer gegeben. Hinter seiner Stirn erschien ein Licht und wand-erte über seine Erinnerungen, bss sich erne losloste, um zu der Wirklichkeit zurückzukehren. Eine

Ich.war ein kleiner tapferer Kerl, aber ich kannte eine« Angst: die vor dem Gewitter. Ms ich jung war, schloß ich mich in ein dunkles Zimmer, um dieser Erscheinung zu entgehen. Die grel- ieii Blitze erschienen mir wie Messer, die sich nach mir zückten,. dee Donner war dazu da, mich zu zermalmen. Als ich groß war. um mich im Kleid memer Mutter zu verbergen, zu groß, uni die Äugen zu schließen, und zu ängstlich, um sie sorglos zu offnen, da erjulw ich zum erstenmal vo,i einem Blitzableiter. Ein Freund sprach zu mir u:>td weckte den glühenden Wunsch in meinem Ge­hirn: Besitzer eines Blitzableiters zu sein, um die furchtbare Angst los zu werden .... ,

Ich bezog die Universität iind wurde abgelenkt. Neue MeiisckM ti-aten an mich heran, und ich lernte die Frauen kennen. Ich be­suchte meine Vorlesungen und arbeitete fleißig. Aber am Nachlntt- JSL 0 6 5 ^ zarter Laut an meinem Fenster, das in cineiw Earten schäme. Es stand em Mädchen mitten unter den Bäumen, vwändw^^eblaue Puppenaugen,, die sich von Stunde zu Stunde

Ich war glücklich, und ich war unerfahren. Darin sind uns die Frauen weit voraus. Wir lebten zusammen, kleideteii uns mit einer Grazie die die Menschen entzückte, wir tauchten in den Straßen

unter, die uns schon erschienen.

Manchmal fragte sie mich ungeduldig: woran denkst du

tnu '!/ und ich konnte ihr nicht antworten: ich denke ani meinen Blitzableiter, den ich immeir noch nicht besitze

Sie war an seine Stelle getreten. Ich sehe ein Lächeln in JhveNj Gesichtern, tneine Freunde Ja, sie trat an seine ' Stelle, aber Nicht lange. Bald nach unserer ersten glücklichsten Periode nahm! sie eme gefahrvolle Gewohnheit an. Sie besucht die Spietsäle Da rch ihre Leidensaiaft nicht teilte, verlor ich ihre Zuneigung. Es ging schnell. Ich sank mit verletzten Flügeln in meine urswüng- liche Einsamkeit zurück ....

Die Abende aus meiner Irgend kamen lvieder zu mir. Sie drol-end und in Scharen zu mir herein. In meiner glück-,

Ist^En Zert hatten sich sicher Gewitter entladen, oder Regen war auf die Dächer gestürzt, unter denen ich mich aufhielt. Nun begann ich imeder trarauf warten meine Angst kehrte zurück, ich war derselbe Junge in dem! dunkeln Zimnler, ich bekam Heimweh nach wenner Mutier. alles an einem bestimmten Lljbend .... w/1 ^ mxi ? ^biste. Eine andere Universität'nahm«

N teurer vermut, in meinem Vaterland, wo

sich alles leichter ertragen läßt. ,

nach einer TVohgiiMg suchte, kani ich an einer kleinen

Uns 1 üu m schaukelte eilt Papierschild.

Muh über Ment Giebelfenster jedesmal schlägt mein Herz laut

D^?i&aMeTter! ^ schlank und grau und sicher: ein!

./oh stürzte in das Haus. Erne Frau kam mir entgegen. Ick c^,?bg>^slich, daß ich das Giebelfeuster mieten wolle. Er­staunt fragte sie, ob rch es Nicht, vorher anseheii möge?

xm- is/« gleichgültig, denn ich Niiete ja eigent-i

lwr über dem Fenster, erwiderte ich ihr. Darauf­

hin betrachtete sie mich euren Augenblick. Nun erinnere ick mick m, dm verschmKkn «ick. den sic mir zuwU. atS Uc iaftc ä Spitz/" &!C &üta ment Herr, er hat sogar eine vergoldet«

> . ® Ö J tntereffi-erte mich alles nicht mehr Ick aab Anwcisnn^

e Waffen

. >retzt erst lebte ich wirklich. Mein eigentlicher Charakter, meine Schwächen und Vorzüge meißelten sich t-eraus, ich bekam ein regelmäßiges Gesicht, ein ruhiges Profil und eine natürliche Stimme .... .

,, hatte auf ein Jahr gemietet, um mich diesem Wohlleben fchrankeulos hinzugeben. Niemals arbeitete ich eifriger. Die große Sicherheit prägte mich nach allen Richtungen aus. Ich wurde be- ^ yncn Freunden, ich besaß ein heimliches Lachen, das leicht rm Schmerz nicht völlig nnterging. Auch sie fragten mich manchmal, wre jenes Mädchen mit den Puppeuauaen: was hast Du nur . . . woran denkst Tu jetzt. . . .?

Und ich antwortete sanft und heiter: ich denke an meine törichte Jugend . . . .!

Und sie ^hielten dies für einen Witz.

Wären Sie, meine Freunde, an einem schwülen Sommerabendi f u l cm rointwrer getreten, id), hätte Sie lächelnd auf die dunk­len Wolken aufmerksam gemacht, die mit vollen Segeln über den> Himmel zogen. Ich schaute zuweilen sehnsüchtig nach ihnen aus, um die große Sicherheit zu erproben und zu verstärken. Ich habe herrliche Gewitter erlebt. Klingt das nicht verwegen aus meinem! Mund? Ich bin in der schweren Lust auf und nieder gegangen und habe mich von den Blitzen elektrisieren lassen. Ich habe mich in! den dumpfen lauten Donnerschlägen gebadet uud über den ver­heerenden Regen gejubelt, der mir einmal das Fenster einschlug. Das leichte Zrtteru der Gegenstände hat mich kräftig gemacht und meine Nerven gestählt....

Wie dankbar war kch, daß mich das Schicksal in diese Stadt und m dieses kleine Giebelzimmer verschlagen hatte. Ich habe mich erst hier zum Menschen werden sehen, meine Menschenwerdung be- vvaclftet und den geheimnisvollen Regungen meiner Seel/ ge­lauscht, dre von der Furcht vollständig unterdrückt worden war

2^ habe später, und auch mit Ihnen, viele frohe Äugend blrcke verlebt, aber nie ist das Glück so von allen Seiten ans mich herein gebrochen, wie damals in meiner großen Sicherheit

Nun muß ich allmählich den Tag beschreiben, an dem ich sie Vorher will ich sagen, daß ich mit Leichtigkeit meine Gottheit hatte retten können.

m r ~! c kleine Stadt erwartete zur Einweihung eines öffentlichen Gebäudes eure hohe Persönlichkeit. Am frühen Morgen wurde die Stadt beflaggt kund mit Blumen geschnrnckt. Kinder in weißen Kleidchen sprangen umher, die Glocken .läuteten unaufhaltsam, dre Trottoirs waren schwarz verbrämt von Menschen, die Hurra rufen wollten.

Ich war umsonst zu meiner Vorlesung gefahren. Sie fiel heute ausund ich war frei. Zuerst dachte ich daran, in einem Boot den Flntz hinauf zu fahren und dort am unbekannten Ufer den Tag hu verbringen. Aber dazu mußte ich mich umkleiden. Mso zurück rn meine Wohnung.!

Habe ich Ihnen erzählt, daß mein Haus klein und weiß war und rn einem Obstgarten lag? Ich konnte gerade das Dach sehen, unter dem rch wohnte, und den Blitzableiter, der mich beschirmte. . .

Als ich um die letzte Ecke bog, sah ich mein Haus nicht. Ich träumte wohl . . . . die Sonne blendete mich Mich .... Doch, nein . . . dort, wo die riesige Fahne am Giebel von einer schlanken Stange mit vergoldeter Spitze gehalten wurde .... war das mart metn Haus? Wohnte ich nicht gerade ein Jahr dort? Wie war das möglich. . . . ?

. Ich sti'irzte vorwärts, hinein in beit Flur.Ja, es war

meru Haus, in dem ich bis jetzt unter einer Fahnenstange gewohnt hatte, einer Fahnenstange mitvergoldeter Spitze . .. /'

Der stärkere.

Von Paul Alexander Schettler.

Zwei Freunde, ein Maler unb ein Ingenieur, warben um ein Mädchen Beide waren kluge und liebenswerte Menschen, so daß oa^ Mädchen, das «beiden wohlgesinnt war, lange schwankte, welchem von ihnen sw ihre Hand reichen sollte, ob dem anss Ideale gerickreten Künstler oder dem Praktiker, der ja tu seiner Art auch etil Künstler war, nur daß seine Gebilde ans festerem Stofs be­standen, als die des Malers. \

Natürlich suchte ein jeder der beide^lFreier sich selbst wie seinen Berns in das beste Licht zu sehen, um bei dem Mädcherr ge- nrnmcit; als aber das Mädchen jeden gleich freundlich behandelte und kernen irgeKwie bevorzugte, da faßten beide Freunde und Rivalen den Entschluß, das Madcheii aus die Probe zu stellen- der Vesten schaffen es die größte Bewunderung zollen würde, der'sollte um ihre Hand anhalten. Ihre Werke sollten für sie sprechen und dre Entscheidmrg herbersuhren. Ms sie das vereinbart hatten, losten sie, und der Maler erhielt als Freier den Bor tritt

Er lud das Mädchen ein, sein Atelier zu besuchen und seine Bilder kennen zu lernen. Das Mädchen nahm seine Einladmig mit Freuden an und erschien auch eines Tages in seiner geräiimitTen ^.rbeitvstatte, rn der es von Yildern, Skizzen und Ent.'vürfen

Dein Maler machte es großes Vergnügen, das, Mädchen in seine Kunst ernzufnhren. Er zeigte der mit Neugier und Teilnahme folgenden Freundin dre Entwicklung des .Kunstwerkes ans kleinen Anfängen, Er schlug seule Mappen aus, lehrte sie an der Hund von Studien und Skrzzeii über die Art der Komposition, zeigte