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Kochsalz (Siedesalz) im Werte von rund 17,6 Millionen Mark gewonnen, während die Erzeugung von bergmännisch gewonnenem Steinsalz 1 296 302 t i-n Werte von 6,18 Millionen Mark betrug.
Der durchschnittliche, vom Statistischen Amte ermittelte Jahresverbrauch an Kochsalz zu Speisezwecken beträgt etiva 7,5 kg auf den Kopf der Bevölkerung. Das macht für 65 Millionen Einwohner 487.5 Millionen kg also lnur ein Drittel der wirklich erzeugtem Gesanrt-Salzmenge und nur zwei Drittel der deutschen Siedesalz erzeugung, wober xu bemerken ist. daß wir damit noch lange nicht die Grenze unserer Leistungsfähigkeit erreicht habe,:.
Salznot konnte also in Deutschland aus Mangel an Material in den nächsten Jahrchusenden nicht eintretcn, denn unsere Salzlager sind unerschöpflich, aber auch durch etwaige Förderungseinschränkungen ist fic in keiner Weise zu befürchten. Die Gewinnung des Siedesalzes ist mit einem so geringen menschlichen Arbeitsaufwand verbunden, daß die zur Erzeugung nötigen menschlicl>en Arbeitskräfte unter allen Umständen zu beschaffen sind, zumal die beim Siedeversahren zu verriclstenden Arbeiten verhältnismäßig leicht und einfach sind, so daß sie ohne weiteres von Frauen ausgeführt werden könnten.
Aus dem hier Gesagten erheUt ohne weiteres, daß die von Zeit zu Zeit und auch neuerdings wieder auftretenden Gerüchte von einem bevorstehenden Salzmangel nur Machenschaften irgendwelcher unlauteren Elemente sein können, die wohl hoffen, die Unwissenheit des Publikums zur Bereicherung ihres Geldbeutels ausnützen zu können. _
vüchertlsch.
— Wilhelm Wund t. Leibniz. Zn seinem 200jähr. Todestage. Broschiert 3 Mk., geb. 4 Mk. Der Verfasser dieser kleinen Schrift hat sich, wie er im Vorwort mitteilt, vor sehr vielen Jahren einmal mit dem kühnen, vielleicht phantastischen Plan getragen, eine wissenschaftliche Leibniz-Biographie zu schreiben. AuS dem Plan ist nichts geworden, aber es sannnellen sich bei ihm im Laufe der Jahre eine Anzahl von Bemerkungen an, die mir in mancher Beziehung das Bild dieser Persönlichkeit in etwas ver- ändettem Lichte gegenüber dem überlieferten erscheinen ließen. Der Versasser ist nicht von Leibnizens Philosophie, sondern zunächst von seinen mathematisch-physikalischen Arbeiten ausgegangen. Bon hier aus suchte er endlich den Wegen nachzugehen, auf denen er zu seinen philosophischen Ideen gelangt ist. Er selbst ist ja, wie bekannt, im wesentlichen diesen Weg gegangen und dartlin, hierin nicht unähnlich seinem großen Nachfolger Kant, erst spät zu der Reihe von Gedanken gelangt, die man sein System zu nennen pflegt, und die doch eigentlich ,nehr den Charakter einer phantasievollen Verknüpfung ferner wissenschaftlichen Ideen als den eines strengen logischen Systeins besitzen.
- Helene Voigt-Diederichs, Luise, Eine Erzählung. Uinschlag- und Einbandzeichnung von Wilhelm Schulz. Preis geheftet 2 Mark, in Pappband 3 Mark 50 Psg. - - Verlag von Albert Langen in München. — An einem Tichteriverk ist das Wertvolle nicht das Was, sondern das Wie, lind Helene Voigt- Drederichs ist eine zu seine Künstlerin, als daß sich die irmere Schönheit ihrer Dichlrmgen mit andentenden Worten erklären ließe. Eine klare und ruhevolle Sprache, inniges Verständnis für das Leben der Natlir und der Seele unb ein im schönsten Sinne des Wortes frauenhafter Herzensreiästum, das sind die Eigenschaften ihrer Kunst, die auch diese Erzählung' anszeichnen.
— Arnold Zweig, G e s ch > ch t e n b u ch. Umschlag- und Einbandzeichnung von Feiger. Preis gehestet 3 Mark, in Leinen gebunden 5 Mark. - Verlag von Albert Langen in München. — Wie ein bunter Sommerslrauß ist dieses Geschichtenbuch, es atmet Fälle, Farbe und Leben. Jede dieser Geschichten ist in ihrer Art bedeutend, die Mannigialtigkeit der Stoffe und der Stimmungen ist so groß, daß jeder in dem Buche etwas finden muß, das ganz besonders zu feiner Seele spricht. So kann man wohl mit Sicherheit Voraussagen, daß Arnold Zweig, der im letzten Jahre durch Verleihung des Kleistvreifes eine wohlverdiente Auszeichnung erlebte, mit diesem Werk den Kreis seiner Verehrer noch sehr vergrößern und einen starken literarischen Eriolg finden wird.
— „Das Buch für Alle" (Union, Deutsche Verlags- Gesellschaft, Stuttgart) erfreut aucf) in seinen neuesten Heften durch die sorgfältig gewählten Darbietungen in Wort und Bild, die der Zeit und dem Bedürfnis der Familie gut angcpaßt sind; sie bringen den durch die Anforderungen und Aufregungen des Krieges angestrengten Lesern, insbesondere auch den Frauen, ruhige und wohllälige Erholungsstunden. Zwei spannende Romane: „Hüter der Gerechtigkeit* von Relnhold Orlmann, und „Drüben am Wiefenrand" von Blltor Helling, eröffnen den soeben beginnenden 52. Jahrgang. Ihnen reihen sich in den Abteilungen: .Was die Frau angehl", .Volkswirtschaft und Gesnndheitspflege", „Naturwissenschaft und Technik" interessante Beiträge an aus allen Gebieten des Wissens und der praktischen Erfahrung, ein humoristischer Teil mit Rätsel- nnd Spielecke sorgt für Erheiterung. Besonders hervorgehoben fei der reiche, zum Teil mehrfarbige, den guten Geschmack befriedigende Bilderschmuck.
— Der Türmer (Kriegsausgabe). Herausgeber: I. E. Frhr. v. Drotthuß. Vierteljährlich <6 Hefte) 4 Mk. 50 Pig., Emzelheft 60 Pf. Probeheft portofrei (Stuttgart, Greiner & Pfeiffer). — Aus
dem Inhalt des zweiten Oktoberheftesr Der Krieg nach dem Kriege. Bon SubmarinuS. — Das Herz. Don Fritz Müllen “ Die Ewig - Heiteren. Von Hans von Kahlenberg. — Der Schrecken des Friedens. Von Erich Schlaikjer. - Eine Anordnung des UnterrichtSministerS. Von Max Jungntckel. — Wie ein Staatsmann fein soll und wie er nicht sein soll. - Die deutsche Sprach« in der Welt. - usw.
— Hochland. Inhalt des Oktoberheftes: Zum dritten Kriegsjahrgang. Vom Herausgeber. Wahrspruch. Gedicht von Reinhard Johannes Sorge. - Leibniz und die Größe Deutschlands. Ein Gedenkblatt zum Leibuiz-Iubiläum. Von Domdekan Dr. F. £. Kiest. — Martmian sucht den Teufel. Ein Roman von Johanne- voll Gllenther. — Der gute KriegSrnann unseres Herrn Jesu: Franz Josef Rlldigier. Von Hermann Bahr. — Deutschland im Wandel französischen Urteils. Von Charlotte Lady Blennerhaffett. — Johannes Ranke als Forscher. Von Universitätsprofessor Dr. Ferdiiland Birkner. — Treuschwur. Gedicht von Reinhard Joh. Sorge. — Kleine Ba»lsteine.
— Der Deutsche Bund Heiinatschlltz läßt in Verbindung mit dem Roland-Verlag in München-Pasing drei weitere Folgen Heimatschutz'Postkarten erscheinen. Es liegen vor auS Altbayern: 2. und 3. Folge: Schloß Nymphenburg, 4. Folge: Aus den Bergen, ferner drei Folgen mit Aufnahmen deutscher Kunstphotographen : 5. Folge: Alfred Erdmann, 6. Folge: Adolf Eyer- marln, 7. Folge: Robert Llep. Je 6 Kupserdruckkarten in Mappe 60 Pfg.
Aießener Hansfrauen-Verein.
Woche u - 5l ü ch e ll z e t t ek.
Sonntag: Grießsirppe, Schweinebraten mit Blumenkohl untz Kartoffeln.
Montag: Gemüsesuppe, gekochte Kartvfselklöße und Obst.
Dienstag: Kartoffel,uppe, Rotkraut mit Kartoffelbrei.
Mittwoch: Würselsuppe, Wirsing mit Kartoffeln (Eintvp^ gericht). , r
Donnerstag: Bohnensuppe, Grießbrei.
Freitag: Selleriesuppe, Fisch mit Senstunke und Kav- tofseln.
Samstag: Hafersuppe, Kartoffeln in der Schale mit
Tomatentunke.
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— Grütze nicht durchschlagen! In manchen Koch" büchern, sogar Kriegs-Kochbüchern, findet sich die Anweisung^ Suppen von Grütze oder Flocken durchzuschlagen. Ties widerspricht den Geboten der zweckmäßigsten und billigsten Ernährung! genau so, wie das Kochen geschälter Kartoffeln, das jetzt geradezu verpönt sein sollte. Tie in Hafer nnd Gerstengrütze oder -Flocken enthaltenen Kleieteile sind der nahrhafteste Teil des Kornes, weil am reichsten an Eirveih irnd Nährfalzen. Sie fvrtzutverfen und nur das ausgekochte Stärkemehl zu genießen, ist in der jetzigen fleischarmen Zeit doppelt verkehrt. Stärkemehl enthält unsere Kriegstost ohnehin genug, aber Eiweiß und Nährsalze weniger. Wessen Geschmack so verwöhnt ist, daß er kein Schrot verträgt, sollte schleunigst umlernen und wird selber den größten Nutzen für fernen.Körper davon haben. Ausnahmen wären höchstens bei Kranken und Säuglingen zu billigen. Marg. Ehrlich.
Schach Aufgabe.
Schwarz.
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Weiß.
Weiß zieht und setzt in drei Zügen Matt. Auslösung in nächster Nummer.
Auflösung des Logogriphs in voriger Nummer.
Eimer, Eider, Eifer, Eiger (Grpfel der Berner Alpen), Eier.
Schristlettung: Fr. R. Zenz.—Zwillingsrunddruck nnd Verlag der Bcühl'schen Universitäts-Buch- und Steindruckerei. R. Lange, Gießen.


