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Blumenkohlpflanz,naschiiie, deren Konstruktion ebenso sinnreich wie prunilro ^rst, besteht nach einer. Schilderung von M. Meyjes in der Deutschen Landwirtschafstichen Presse in der Hauptsache aus einem Wassersaß, das aus einer zwenädrige» Wagenachse befestigt ist. Hinter dem Faß sind sehr tief am Boden Aiuet Sitze für Lue Pflanzer angebracht, die die Pflanzen bündelweffe aus ihrem Schoß bereit halten. Die Maschine wird -in, Schritt vorwärts bewegt, und währenddessen gräbt der unter den, Faß sitzende Pflanzer eine Furche in das Erdreich. Ein gezahntes Rad schlägt nach je zwei Fuß Entfernung au, im selben Augenblick hält der Pflanzer die Bluinei,kohlpflanze in die Furche, das schräg gestellte Faß spendet automatisch Wasser, und zwei hinter dein Pflug befestigte Gewichte drücken die Pflanze ein und schließen die Furche wieder. Hierdurch werden die Entfernungen zwischen den Pflanzen völlig regelmäßig, und die Saat ist besonders lebensfähig. Tie Blumeukohlpflanz- maschine steigert also die Aussichten auf die Güte der Ernte und inacht zu gleicher Zeit die Arbeit einfacher und weniger an­strengend.

vücherLisch.

- Hans H i l d e b r a n d t: Krieg und K u n st. Mit 40 Abbildungen zeitgenössischer Kunstwerke. Geheftet 10 Mk., ge­bunden 12 Alk. München, R. Piper & Co. Verlag. Vorlesungen, die der Verfasser im Wintersemester 1914/15 an der Technischen Hochschule Stuttgart gehalten hat, gaben die Veranlassung zur Niederschrift dieses Buches, das den aktuellen Fragen, wie der Weltkrieg auf die zeitgenössische Kunst einwirken muß, nachgehen und zugleich eimühreu will in die Beziehungen zweier einander scheinbar so wesensfremder Welten. Diese Zusammenhänge sind weit vielfältiger, als inan auf den ersten Blick vermutet, und ver­diene,, weit inehr Beachtung als man ihnen bisher geschenkt hat. Ten'Ausgang der Untersuchung bildet das Verhältnis des schaffenden Künstlers zr, den Erscheinungen des Krieges. Den unmittelbaren, sofort spürbar werdenden Wirkungen des Krieges den kunst- zerstöreuden und kuusterzeugenden widmet sich der erste Teil. Der zweite klärt über die versteckteren, aber viel nachhaltigeren mittelbaren Beziehungen aus. Einflüsse historischer Kriege auf die Kunstentwicklung, die oft erst nach Jahrhunderten sich geltend machen, werden nachgewiesen. Wichtig vor allem ist die Fest­stellung, daß über die Rückwirkung aus die Kunst der streitenden Völker nicht das politische Ergebnis des Kampfes, sondern ihr künstlerisches Kräfteverhältnis entscheidet. Untersuchungen über die starken Einflüsse, die von der bloßen Tatsache, daß es Kriege gibt, aus die Kunst überströmen, schließen sich an: die Wirkungen aus den Städtebau - die Anregungen, die Maler und Plastiker durch Kampf und Kampfrüstuug einpsangen der Anteil des Kunst­gewerbes an der Waffe iverden in großen Zügen behandelt. Ten Abschluß des zweiten Teiles bildet der Nachweis der schweren wirt­schaftlichen Nachteile, die für die Kunst aus der Notwendigkeit er­wachsen, daß jede Nation jederzeit zum Kriege gerüstet sein muß. Breiter durste der letzte, aktuelle Teil behandelt werden, der sich mit den Einwirkungen des Weltkrieges aus die Kunst unserer Tage befaßt. Nach einer scharfen Kritik der kulturellen und künstlerischen Zustände vor Ausbruch des Krieges wird ein Ueberblick über die bisher erzeugten Kunslschöpsungen gewährt. Abbildungen nach meist unveröffentlichten Werken uwderner Künstler - wir nennen nur Na,neu wie Barlach, Beckrnann, Derain f, Gulbranson, Heine, Hettner, Jost Hoff,nanu, Klemin, Kubin, Lieberinann, Macke st, Reinhardt, Ccbarff, Seckendorfs st, Unold st, Weisgerber st unter­streichen die Wichtigkeit dieses Abschnitts. Das Buch klingt aus in der Erkenntnis, daß die künftige Führung der europäischen Kunst aller Voraussicht nach der deutschen Rasse zusteht, weil ihr allein schon vor dein Kriege eine aus dein heutigen Fühlen erwachsene Baukunst zu eigen war, und weil eine künstlerische Gesamtkultur nur unter der Leitung einer wahrhaft zeitge,näßen Architektur sich entfalten kann.

- Die neueste Nummer des .Wieland*, Nr. 1 des I I. Jahrgangs, bringt ein Titelbild von Emil Orlik, ein inter­essantes allegorisches DoppelblattDie Kolonien" von Bruno Vaul, eine politische Karikatur von Schilling. Zu dem GedichtDie Rose" von Erika Nheinsch zeichnete Werner Schmidt eine Illustra­tion. Ferner bringt die Nummer 9 Theaterfigurinen von Ernst Stern, ineistens zu Aufführungen der Reinhardtschen Bühnen (Der blaue Vogel",Tie deutschen Kleinstädter",Ter eingebildete Kranke", re.), zu denen Edgar von Schmidt-Pauli eine Plauderei geschrieben hat. Außerdem bringt der literarische Teil als folgende Beiträge die Skizzen:Wenn der Kuckuck ruft" von Johann Bojer, deutsch von Else v. Holländer,Von Erde zu Erde" von Georg Hirschkeld, ein Gedicht von Cäsar Flaischlen, und Artikel von Wil­helm Bode, Lotte v. Mendelssohn-Bartholdy und Isolde Kurz, Glossen re. Preis des reichhaltigen Heftes Mk. 1.

S t r o m ü b e r g a u g. Dramatisches Gedicht von Rudolf Herzog. I.10. Tausend. In seinem Pappband Mk. 1. -, I. G. Cotta'sche Buchhandlung Nachfolger, Stuttgart und Berlin. Rudolf Herzog, dessen offenes Auge und offenes Herz seit Kriegs­beginn an allen Fronten Bild um Bild ausgenommen haben, bietet in dieser dramatischen Dichtung eine Szenenfolge, die in, besten Sinne das heißt in, Stil und in der inneren Forn,, ohne jede

Nachahmung - anWallenstetns Lager* erinnert. Tiefer Ernst und drastische Komik sind glücklich gemischt, ein lebhafter drama­tischer Schwung verspricht einen starken Erfolg auch a,si den Bühnen, und daß das Ganze erfüllt ist von vaterländischer Be­geisterung, versteht sich bei diesem deutschen Dichter von selbst.

- Grundriß der Musikwissenschaft. Von Professor vr. et mus H. R i e m a n n. 2. vermehrte und verbesserte Auflage. 169 Selten. (Wissenschaft und Bildung, Bd. 34.) In Leinenband Mk. 1.25. Verlag von Quelle & Meyer in Leipzig.

Wie unseren Feinden nichts gelingen wollte. Herausgegeben von Ernst Walter. 1. Teil: Franzosen und Belgier, Engländer.- Preis 1,80 Mk. Verlag A. Mehlhorn, Verlin-Char- ^ttenburg. Die Schrift bringt in fesselnden Ausführungen ein Bild der Pläne, Hoffnungen, Erwartungen und Enttäuschungen unserer Feinde aus militärischem, politischen, und wirtschaftlichem Gebiet. Sie sollte in jedem deutschen Hause Eingang finden, be­sonders in dieser Zeit des Bangens und der Sorgen, wo immer wieder neue Gefahren austauchen, wo nur zu oft Zweifel und Ver­zagtheit sich einzuschleichen suchen. Auch dem Zweifler und dem Zagenden wird auf Grund der Tatsachen das Vertrauen wieder­kehren. Das lehrreiche Kriegsbuch wird zufolge der anschaulichen Darstellung des Mißlingens der Vorhaben und Anschläge unserer Feinde jedermann herzerfrischende Stunden und Fröude bereiten.

Charakterbildung. Von Pros. Dr. Th. Elsen- hans. 2. verbesserte und verinehrte Auflage. 144 Seiten. (Wissenschaft und Bildung, Bd. 32.) In Leinenband Mk. 1.25. Verlag von Quelle & Meyer in Leipzig.

K r o n e n - B ,'i ch e r, B a ,ud 2 4:M u t t e r Bertha". Roman von Will). Hegeler. Preis 1 Mark. (Kronen-Verlag G. m. b. H., Berlin SW. 68).

D i e italienische Kinderstube. In Heft 75 der ZeitschriftD e r V Ü l k e r k r i e g" (Herausgeber Dr. C. H. Baer, Verlag von Julius Hoffmann, Stuttgart; jedes Heft 30 Pfq.), bringt u. a. spannende Schilderungen der zahlreichen See- und Lustkämpfe des österreichisch-italienischen Krieges. In Heft 76 wird das Thema:Italien und der Vatikan während der ersten Kriegs­monate" u. a. init einer gründlichen Darstellung der Ereignisse in Libyen fortgesetzt. Das dann beginnende KapitelDer türkische Krieg" bringt eine vorzügliche fachmännische Darstellung der Dar­danellenverteidigung, auch für den Laien von größtem Interesse. In der ergreifenden Skizze eines türkischen DichtersDer Wein­traubenverkäufer" wird uns das türkische Volk und sein Schicksal in glänzender dichterischer Konzentration vorgeführt.

- D e r H a r z k l u b hat auch in diesem Jahre seine allseits bekannte H a r z k l u b - R o u t e n k a r t e im 28. Jahrgang er­scheinen lassen. Preis mit Porto 35 Psg. 'Auf der Rückseite findet der Wai,derer die neuen Sommer-Fahrpläne aller Harz-Bahnen, der in keinem Kursbuch stehenden Automobil-Omnibus-Lmien und die Zusammenstellung der Sonntagskarten nach dein Harz.

Das neue W ü rf e l - T ä z e r - S p i e l, ein neues Unterhaltungsmittel für den Schützengraben, für Lazarette und Daheim. In hübsch ausgestatteter Pappschachtel, Preis 60 Psg., für Liebesgabe,, ins Feld 6 Stück für 3 Mk., 10 Stück für 4.80 Mk. Verlag von August Beil, Stuttgart. Der Tänzer trägt auf seinen 8 Seitenflächen die Symbole der kriegfül)renden Staaten. Wir finden da den stark zerzausten gallischen Hahn, den stolzen deutschen Aar, den sehr verstimmten schottischen Hochländer, den sieggetrönten österreichischen Motor-Mörser, den verwundeten russischen Bären, die liebliche bulgarische Rose, Herr», Cadornas Regenschirm und dei, türkischen Halbmond n,it Stern, alles in fernem lithographischen, Farbendruck dcrrgestellt.^ Das unterhaltende Spiel hat den Vorzug, daß es bequem in der Tasche mitgetragei,, sowie an jeden, Ort, zu jeder Zeit und bei den einfachsten Verhältnissen unter Teilnahme einer beliebigen Spielerzahl getrieben werden kam,.

ttreuzraLsel.

In die Felder nebenstehender Figur sind die Buchstaben

- aaaaaaccdeeeeeee

eeehh ii1 llnnnnn nnn I 00 sstttttt

-derart einzutragen, daß die

senkrechten und wagerechten

-j Reihen gleichlautend folgendes

_ 1 1 ergeben:

1. Einen Baum.

2. Teil von Asien.

- 3. Eine Gewürzpflanze.

1_I Auslösung in nächster Nummer.

Auflösung der Königspromenade in voriger Nummer:

Nie stirbt ein großer menschlicher Gedanke,

Wie tief ihn auch des Lebens Wust begräbt,

Stets kann er brechen seines Lebens Schranke,

Wenn er nur noch in einer Seele lebt. Raupach.

Schristleitung: Aua. Goetz. - Rotatwnsdrnck und Verlag der Brühl'schen Universitäts-Buch- und Steindruckerei. R. Lange, Gießen.