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völlig neu und konkurrenzlos gewesen wäre, erklärte die Gesellschaft sich bereit, eine Summe von mehreren zehntausend Mark zu zahlen, die zur Verbessernng des Marmorboden- der Basilika verwandt werden sollte. Da der Kardinal Merry del Val diese Vereinbarung abzuschließen bereit war, schien es, als sollten dein Filin tatsächlich auch die Zerenionien im Gebiete des Vatikans geöffnet werden. Aber als der Papst von diesem Plane erfuhr, legte er sofort sein Veto ein, und die Klnoausnahmeapparate, die bereits an verschiedenen Stellen in St. Peter ausgestellt worden worein mutzten von den enttäuschten amerikanischen Unternehmern wieder fortgeschafft werden, ohne das; es gelungen wäre, auch nur das kürzeste Filmbild aulzunehmen. Das Reich des Vatikans wird also nach wie vor der Filmwelt verschlossen bleiben.
'Japanisches Riese nfedervieh. Wie die „Shooting Times' berichtet, ist aus der internationalen Ausstellung ln Panama eine interessante Sammlung japattischen Federviehs eingctroffen, das au- Schiinawara stanunt und von der japanischen Regierung gesandt worden sind. Drei Hähne sind darunter, die Schwanzfedern von drei Metern Länge und Fliigel von einein Meter zu einem Meter zwanzig besitzen. Sie sind das Ergebnis jahrhundertelanger Zuchtküuste, die die Erzielung besonders stattlicher Federn bezwecken. 23 Stunden am Tage, so berichtet das amerikanische Blatt, sitzen die glücklich-unglücklichen Tiere ans der Stange, um ihre Federn 311 strählen und in Ordnung zu bringen; eine Stunde lang machen sie sich Bewegung, und dabei begleiten sie zwei dienstbare Geister, deren einer sie führt, während der andere den langen Schiveis vor einer Berührung mit dem Boden schützt. Zu schlafen brauchen die Tiere anscheinend nicht. Jeder Hahn hat eine Spezialhenne, und die Eier, die diese legt, werden mit ausgesuchter Sorgfalt beiseite gelegt, damit die kostbare Raffe nicht für ausländische Brntzwecke anSgebentet werden kann.
VNchertisch.
— H en d s ch e l s T a s ch e n f a h r pl a n (Verlag von Hendschel, Frankfurt a. M>, Stifkstraße 27), ist zum 1- Mai wieder in zwei Ausgaben erschienen : 1 . N 0 r d w e st - D e u t s ch l a n d, Niederlande, sowie die in deutschem Betrieb stehenden Strecken von Nordfrankreich, Belgien, Rußland (Preis 60 Psg.). 2 . Südwest- Deut s ch l a n d mit beit in deutschem Betrieb stehenden Strecken von Nordsrankreith, Belgien und Rußland. (Preis 50 Pfg.>
Der Kunstfreund. Zeitschrift der Vereinigung der Kunstfreunde. Adolf O. Troitsch, Bsrlin-Schöneberg. Inhalt des Märzheftes: Walther Sturm : Konrad Müller - Kurzwelly. Rnd. Hetnemann: Wie man mit Genuß durch ein Museum spaziert. Karl Leop. Mayer: Kolonnenlied. Walther Schneider: Ein Feldpostbrief. Else Grütte: Thüringer Volkskunst. Eberhard Büchner: Kriegschroniken. — Rundschau. — Kunst und Künstler.
— Römische Kultur t m Bilde. Von Professor Dr. H. Lamer. Dritte, umgearbeitete Auflage. 16.-35. Tausend. (Wissenschaft und Bildung, Bd. 81.) 159 Abbildungen aus Tafeln und 64 Setten Text. In Leinenband Mk. 1.25. Verlag von Quelle & Meyer in Leipzig. 1915.
- Kriegstagebuch „U 2 0 2 * von Kapttäuleutnant Freiherr!! von Spiegel. Verlag August Scherl, G. m. b. H., Berlin. Preis 1 Mark, gebunden 3 Mark. Mag eine blühende, kühne Einbildungskraft noch so verwegene Gebilde schaffen: durch das modernste aller Seesahrzeuge ist alles Ersonnene und Erklügelte tief m den Schatten gestellt. Der Verfasser ist in seiner schlichten See- mannSart ein grober Künstler, in seiner packenden Sprache unterhält er nicht nur den Leser, nein, er unterrichtet uns auch über Leben und Treiben an Bord, Über und unter Waffer. Wir sehen die stolzen, feindlichen Schiffe todwund auf den Meeresgrund sinken, w r sehen, wie unser kleiner Delphin durch seine Geschmeidigkeit, mit der er taucht, einer g-anzen Meute von feindlichen Verfolgern entgeht, wir sehen — und unser Herz bebt dabei — wie das starke Boot unter Wasser ein feindliches Stahldrahtnetz durchbricht, wie die zähen Drähte sich um den schlanken Körper winden und wickeln, sich in den Schrauben verfangen und ivie eine ge>valtige, weithin sichtbare Schwimmtrosse aus Kork in diesem Stahlgeivirre hangen bleibt, und dem beutelechzenden Feind die Fährte des Edelwildes zeigt, und wie dieses trotz alledeni und alledem durch kühne Geschicklichkeit dem Verfolger entrinnt.
- , “ neue Speisekarte. Hirtentäschelsalat, Tauben
kropfgemuse, Scharbockskraut, saure Rohrkolben ..Gerichte, bi, mancher von uns bis jetzt nicht einmal dein Namen nach gekann hat, und doch sollten sie heute ans keinem Tische fehlen, denn ei sind „Notgemüse", die die Natur als wildwachsend. J * 1 a u *m. r u n d Pflanze n zu menschlichen Ernährungszwecke! bletet. Nicht achtlos soll man jetzt an den vielen Unkräuter» vorübergehen, aber auch nicht planlos herausreißen, sondern st. genau kennen lernen und prüfen auf die Möglichkeit ihre- V e r w en duna als Nahrungsmittel. Manches Kräutleii ist ja bekannt, aber mehr in feiner Verivendbarkeit als Heilpflanz, oder als Gewürz. Was für wildivachsende Pflanzen aber auch nocl zu Gemüsen, Salaten usw. gebraucht werden können, das ist nocl nickit zu allen Ohren gedrungen Jetzt wird ja täglich auf diese!
„Knegsgemüse' hmgewiesen, einzelne Pflanzen werden anfgezählj, die m ihren Blättern, Früchten oder Wurzeln genießbar sind. UiO umsaffende Zusammenstellung über alle diese wildivachsenden »Not» gemüse' hat bis letzt noch nicht gefehlt. Dieser Mühe hat sich der bekannte Kränterruudige Pfarrer Dr. Losch unterzogen und über 50 wildwachsende Kräuter, Früchte und Wurzeln vereinigt unv unter dem Titel „Notgemüfe' in der Franckh'schen Sammlung „Stuttgarter Kriegsbilderbogen Nr. 7* soeben erscheinen lassen. Auf einer Tafel sind die Pflanzen in naturgetreuer, schivarzer Ab- vlldung iviedergegeben und aus 16 Seiten Text wird für jede Pflanze ihre verschiedenartige, teils nur dem Volksmund geläufige Benennung aufgeführt, ferner die Zeit der Reife und Verivendbarkeit, der Standort usiv. Wichtig ist, daß bei -feder Pflanze auch gleich gesagt wird, was von ihr genießbar ist, ob Frucht, Blatt, Blüte, Stengel oder Wurzel, und dann wird auch die Art der Zu» b e r e i t u u g in Form von kurzen Kochrezepten angegeben. Der Bilderbogen, der in jeder Buchhandlung erhältlich ist, kostet nur 25 Psg. Er sollte in großen Maßen unter der Schuljugend und auch unter den Erwachsenen Verbreitung finden, denn er erfüllt einen guten Ziveck und soll dein Allgemeinwohl dienen.
— Der deutsche Wald. Von Professor M. B ü s g e n. 2 . durchgesehene Auflage. 191 Seiten mit zahlreichen Abbildungen und 3 Tafeln. (Naturwissenschaftliche Bibliothek für. Jugend und Volk.) In Leinenband Mk. 1.80. Verlag von Quelle & Meyer in Leipzig.
__ , r ~ „Die Schonhei t." Moderne illustrierte Zeitschrift mit Beiblatt „Licht, Luft, Leben". (Verlag der „Schönheit', Richard dl. Gieiocke. Dresden-A. 24.) — Viel Schönes und Lesensivertes bietet ivieder das neue Heft der bekannten Monatsschrift „Die Schönheit". Es enthält den Schlnßanfsatz des Dramaturgen und Spielleiters des Dresdener K oniglichen Schauspielhauses. Dr. V. Eckert, über das Streben nach Schönheit in der Theaterkunst mit ier prächtigen Szenenbildern. Oskar Zwlntscher wird ein Nachruf gewidmet und eines der schönsten Bilder des Künstlers - Melodie — iviedergegeben. Der Altmeister Hans Thoma schreibt über die Mellterwerkstätte für Holzschnitzerei in Triberg. Der Aufsatz ist auSgeschmückt mit Abbildungen von Arbeiten des von Joseph Fortivänaler ins Leben gerufenen Unternehmens, das rein deutsche Handwerkskunst pflegt. Zn dem Inhalt des Heftes gehören noch eine Anzahl weiterer Abbildungen und Naturaufnahmen, Gedichte von Bruno Wille, Alfred Friedmann, Earinen Sylva, Karl Weiser n. n., ein illustrierter Aufsatz über Koustankinopel, sowie eine Reihe kleinerer literarischer Arbeiten. Reichhaltig ist auch ivieder der. insbesondere ans die praklisck ^
heitspflege gerichtete Inhalt blnttes „Licht, Luit, Leben".
Mit Beiblatt beträgt für das
ye ^ejituoneug-, storpet* uno «vchon- des 20 Seiten starken illustrierten Bei- Der Bezugspreis der Monatsschrift Halbjahr 6 Mark.
Gieszcrrer Hausfrauen-Bereitt. ^ ^
WocheN-Küchen zettet.
Sonntag: Hammelbriche mit Nudeln, Hammelfleisch, Bob-, nengeMüse.
Mon tag: Bohnensuppe, Steinpilze und Sernimelknödel.
Dienstag: Hafer mehlsuppe, Kuchen michel *), Rhabarber--, kompot.
Mittwoch: Ticke Gemüsesuppe, Karamelcreme.
T 0 nner S t ag: Brennsuppe, Sauerkrai-' imd Kartoffelbrei.
Freitag: Drodsuppe, Bratfische, Kartof.chsalat.
Samstag: Kartoffelsnppe, Sptimt mit Et.
*) Kuchen michel: Va Liter Milch, V» Liter Mehl, 4 Eier, etwas Salz, gut abrühren. Vig Schmalz in die Pfanne und eilte» gute halbe Stunde bei gleicher Hitze backen lassen.
Skat-Aufaade.
ES wird Vierskat gespielt. Da Mittelhand überdies kurz vorher einen „schönen Grand" verloren hat, spielt sie jetzt statt de- GrandS lieber Treff-Solo auf folgende Karten:
Kann das Spiel verloren gehen, wenn eine Zehn und noch ein Trumps litt Skat liegt - - Das Coenr-Atz soll von den Gegnern nicht gestochen werden.
(Auflösung in nächster Nummer.) .'£*~ *
Auflösung des Silbenrätsels in voriger Nummer: S>
Armemm - Xegrito - Daniel - Dübel — K9va -Lichenlaudr > And ree, Ballon.
Schristlettung: Aug. Goetz. - Rotationsdruck und Verlüa der Brühl'fchen UnioerfltätS-Buch- und Steindruckerei, R. Lange, Gießen.


