glänzend, wie wir es bei dieser Zeitschrift gewöhnt sind, illustriert. So stnden wir einen ninianqreichen, mit vielen ^lbbildirngen ans- gestalteten Amsah über die von dein bekannlen Maler Adolf Münzer in der Düsseldorfer Kgl. Regierung geschaffenen Decken- gemälde, dann außerordentlich tcinc, zum größten Teil farbig wiedergcgebene Zeichnungen des bekannten Malers Ferdinand S t a e g e r über feine Züge mit dem KorpS Hostnann in Ost- galizten, Zeichnungen, die in sehr wohltuender Weise von den bis zum Usberdrnß gesehenen üblichen Illustrationen abstechen, ferner ein illustrierter Älilfsah iiber die Ausstelllinq der Freien Sezession in Berlin, über die Große Wiener Blöde-Ausstellung nsw.

Wiking-Bücher B d. 16: Klaus R i t t l a n d, Auf neuen Wegen. (Verlag der Wiking-Bücher, Leipzig.) Zn Leinen 1 Mark. Die Tochter einer vermögenslosen O'fizierssanlilke hat das Dasein der jungen Dame alten Stils, das trübe, würde« lose Warten ait? den Mann kennen und verachten gelernt. Aus eigener Kraft will sie sich et", anderes, besseres Schicksal schmieden. Das Leben in einer kleinen llniversitätsstadt reist in ihr de-, Ent fchluß, Medizin zu studieren. Aber noch vor dein Staatsexamen kreuzr die Liebe ihren Weg. Sie gibt einem sympathischen jmtgen Juristen ihr Wort, ohne sich dadurch von ihrer Laukbahn ablenken zii laßen. Erst als Aerztin wird sie seine Frau unb er läßt sich ihr zu Liebe als Rechtsamvalt in Berlin niebcr. Zii Anfang scheint sich die Ehe derbeiden Doktoren" harmonisch zu gestalten. Aber bald treten Konflikte ein. Wie sich die Hauptperson mit diesen Konflckten abfindet, das ist der spannende Inhalt de5 an ur* wüchsigen, lebensvollen Gestalten reichen Buches. Bd. 17: Margarete Schneider,Die L u x u 3 f a b i it c". Zivei junge, schöne, leidenschaftliche Menschen finden sich durch einen amüsanten Zufall im engsten Raum stundenlang allein und tm« bewacht vereinigt. Eine sie selbst überraschende Gleichheit des Empfindens und die Macht einer Erinnerung ivirken zusammen, um zwischen ihnen schnell eine gefährliche Flamme anfslackern zu lassen gefährlich deswegen, weil das junge Weib einein anderen Manne angehört. Nicht irge»rd>velche moralische Reflexionen, sondern lediglich natnrgewollte Reinheit, gute Erziehung und guter Geschmack irrachen hier das Nnglartblrche glaublich, daß diese beiden Menschen durchs Ferier schreiteir und darin sich selbst de- wahre»».

Großer Bilderatlas des Weltkrieges. Elfte Lieferung r Antiverpen, Flandern, dlrtois. Zivölfte Lieferung: Champagne, Argonnen, Vogesen. Dreizehnte Lieferung: Ter Drrrch- brrrch irr Galizien. (München, F. Brucknrann, A.-G. Subskriptions­preis der Lieferuirg 2 Akk. Mit der elften Liefermrg beginnt der zweite Baud d eses größten aller Urkunden- und Onellenwerke über den Krieg, das mit Ausschluß aller Bhantasiedarstellungen tu einer Fülle vortrefflicher Ansnahnren, Slnsichten, Porträts, Karten uiib Tokl'inenteu eine planvoll geordnete Bilderfolge darbictet, den Text aber aus das striktest Notivendige beschränkt. Tie Eroberung von Antwerpen, die anschließeliden Kämpfe in Flandern, die Eiirnahlne von Lille nrachen den Airfairg. Fesselnde Bilder von der Tätigkeit unserer Truppen iit Feindesland leiten zu der Schilderung der großen Durchbrnchsversilche im Mai 1915 über, durch die die Nomen Loos, Lorettohöhe, Sonchez nsw- berühmt wurden. Darm kommen Arras. Peronue, die Champagne, wo Ende Septernber der ge­waltige, mit bis dahin unerhörtem ^lrrfwand an Menschen und Kriegsmaterial uuteruonnueue Borstoß beginnt, der unter dem Namen °. Die Herbstschlacht in der Ehiuupague, irr das Bruch der Geschichte eingetragen wurde. Hier wie überall zeigt der Bruck- »nannsche Bilderatlas auch flute Aufnahmen ans den! Lager der Feinde, was den Reiz der Darstellung rvesentlich erhöht. Mit Lieferung 13 wendet sich die Darstellung ivieder der Ostiront z,i; wir erleben in packenden Bilder», den machtvollen Durchbruch der deutschen und österreichisch-ungarischen Heere au der Tunojec- Frout, die Wledereinnahme Prreiuysls und Leiubergs und folgen ihnen ans ihren» unwiderstehlichen Vormarsch in Galizien und Polen.

- Das Lebens werk Immanuel Kants, von vr. zur. et phil. Woldemar Oskar Döring. Preis broscb 3 m, "l Leinen geb. 3,50 Mk. Verlag Charles Colem.ann, Lübeck. Ties Buch unterscheidet sich von den zahlreichen mehr oder weniger ausführlichen Darstellungen der Kantischeu Philosophie dadrirch, daß es versucht, nicht einen Extrakt oder eine Deutung uiib Wertung dieses monumentalen Systems zu geben, sondern ' eine möglichst getreue Wiedergabe der Gedanken, die zugleich für ein größeres Publikum bestimint ist. So bahnt er für Biele, die bisher nicht an Kant herankonnten, einen klar belichteten, gangbarenWeg, ohne docy diesen Wegauf Kosten der Fernsicht" zu erleichtern".

JS ockeleunddieMädchen, Roman von Mar Geiß­le r. ^n Originaltemen gebd. 5 Mk. Alexander Duncker Verlag, Weimar. Man kann in diesem vortrefflichem Roman des berühmten Erzählers zunächst ein Unterhaltungsbnch sichen und zwar eins mit den besten Eigenschaften: cs ist in einer blü­hender Sprache geschrieben, hat eine rasch vorwärtsdrängende Hand­lung und ist bis zmn Rande voll von innerem Leben. Die Idee, den wackeren Jungmann Zockele in seinem Verhältnis zum andereil Gsschlc - : darzuftetlen, fesselt schon als solche bis zum Sch: die femgezetchnelen deutschen Mädchentypen bekunden die schöpferische

Art des Erzählers. Gs geht zwar in den Brausejahren dieses zockele, der sich vom Landschaftsmaler zur Universität Jena und zimii Dr. Phil, durchringt, nicht ganz ohne Leichtsinn und nber- schünmende Jugendkeckheit ab . . . Aber das ist alles so überaus lustig, erfrischend, deutsch und glückselig, daß selbst dein bedacht­samster Mer nie bange iiuvb um diesen helläugigen Jockele und seine Mädel in ihrer blanken und frohgemuten Art. Und doch: es stecken viel höhere, ethische Werte in den, wahrhaft blühenden Vuck>e. So z. !Bj. die erziehlichen: zunächst in dein Verhältnis zur fern- geistigen Tante Veronika. Diese ist überhaupt täuscht nicht alles eine der unsterblichen Nomanfiguren, die sich denen an­reihen, die uns Reuter, Spielhagen, Raabe, Stifter geschaffen ha­ben. Es liegen ethische Werte aber autf) in der glänzenden Dar­stellung des Verhältnisses der Geschlechter zueinander. Wie der Jünglmg Jakobus durch die Liebe und Klugheit der mancherlei Freundinnen ins Wanken gerät oder gefördert und endlich zu hohem Lebensziele geführt loirb dies mitzuerleben ist nicht nur reiz­voll und unterhaltsam, nein, es ist von einer vorbildlichen Bedeut­samkeit für alle Deutschen beiderlei Geschlechts, tlnd so mögen die Nachdenklichen unter den L^ern dieses in vieler Hinsicht einzig­artigen Bilches inJockele unb die Mädchen" einen unserer ge­diegensten Erziehungsromane begrüßen.

Gresteuer Har;sfratte?;-Bercrn.

W.o che n - K ü ch-e n z e t t e l.

Sonntag: Ochsenschwanzsuppe (vrn Suppenwürfel), Schmor­braten mit Kohlgemlsse und Kartoffeln.

Montag: Kartoffelsuppe von Tunke von TagS zuvor, Reis­brei mit Zucker und Zimntt.

D i e n stag: G.iess.'vvr, Mch pfannkuchen n, t g ihr m Salat. Mittwo ch: Suppe mit Gerste^ueinlage, Suppersieisch mit Kartoffeln und Meerrettich tunte.

Donnerstag: Ausländisches Schweinefleisch mit Sauer­kraut und Kartoffelbrei.

^ Freitag: Kräutersuppe, Spinat mit gebackenen Eiern und Salzkartoffeln.

Samstag: Grünkernfuppe, Käseauflauf mit 5)imbeertunke (Rezept von Frau Laih).

*

Einfaches, sch m a ck h a s t e s Gericht: Hergestellt au§ Vi Pfund gehacktem Ochsenfleisch, 2 Brötchen, 1 Schoppen Milch,

1 Zwiebel, Pfeffer und Salz. Die sein geschnittene Zwiebel läßt man in etwas Fett gelb schmoren, gibt 2 eingeweichte, gut aus- gedrückte Brötchen, die Milch, das Fleisch und dis Gewürz hinzu, läßt alles gut dnrchkvchen und reicht das Gericht mit Pellkartoffeln.

Rezept von Fr a u L a ih.

Pilzauflauf: 50 Gramnr Fett und 100 Gramm Mehl iverden gedäin pft und mit der Pilz brüh' .Patc gerührt und zwar so, bis sich die Masse vom Topfe löst. Nun scher et man dieses in eine Schüssel. Nach dem Erkalten fügt man 2 E g'lb. etwas S.flz uub Muskatnuß hinzu. Bon 2 Pfund Pilz n (Chim'.ignon oder Stein­pilze) wird die eine Hälfte seingewiegt, die andere in Schüben ge­schnitten und unter die Masse gemengt, ebenfalls den Schnee der

2 Eier. Nun füllt Man dies alles in eine mit Fett ansgeschmierte Auflaufsorm, streut obenauf e^was Reibekäse und backt die Masse im Ofen > -> Stunde. Dazu scheneckt seixr gut Petersilientnnle uns Salzkartoffeln.

^ Berichtigung: Zuin dem RezeptFischfrikandellen" von tvrait Laich in brnt vorigen Küchenzettel gehören noch: * Pfund ge­kochte, geriebene Kartoffeln.

LsgoaNph.

Stets eil' ich ineinei,, Vater zu,

Ich finde nimmer Rast und Ruh'. Wohl Hab' ich manchen schönen Bogen Durch Felder rrnd dilrch Ait'il gezogen. Hängst dn mir mir ein Zeichen an,

Ein Staat der Pankees bin ich dann. (Auflö-suxg in nächster Nummer.)

Auflösung des Geographischen Verschiebrätsels in voriger Nummer:

Hatte

Norwegen

Berlin

Ungarn

Posen

^ Bnsgarieil

Frankreich Wien Bnckapest Helgoland.

Schrisrleitung: Aug. Goetz. Rotationsdruck und Verlag der Brübl'kcbcil Uliiversitäts-Biich- u»,d Sleindruckerei, R. Lange. Gießen.