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irr. 306

Erstes Blatt

Der to it b tn«r Xwjftfe«

täglich, außer Sonntags. - Beilagen:

Stche«erFamiiiendlitter; K i e s 1 1 c n

ftr l<» Kreis Gieße».

8ejH0$prei$: rnonaU. Äik.1.35, viertel­jährlich Mk. 4.05^ durch «dhole- u. Zweigstellen mouail. Alk. 1.25; durch die Post Mk. 4.05 Viertel­jahrs. ausichl. Bestellg. ^erniprech - Älnschliisse: v die Lcbriltlei1uiig1I2 Berlaa.Gelchäilssle'leLI Anschrlltsiir Drabknach

richren Anzeiger Siehe».

168. Jahrgang

vienstag, 3h DezemberW

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eneral-Anzeiger für Oberhessen

Banfvertehr: Gewerbedank Gießen

ZwilllngrrunSdruck u.v-rlag: Srühl'sche Univ.-Vuch- u. Steindruckerei N. Lange. Schriftlrltung, EeschUtsstelle ».Druckerei: Schulstr. 7.

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f. die Tage-Utlmrner dick zum Nachminaq vorher ohnejedeBerdmdltcl-lett Leilenpretse: für örtliche Anzeigen 25 lll., für aus,v artig» 30 Bk., für Reklamen Mk.1.-ebsl20'/.Teue- rungszus blag;Platjvor- schrifk 20 % Aufschlag, Hauptichr. lj^iler: Äug. Eoeg. B e ran tw örtlich kür Politik: Aug. Eoetz; für den übrigen Teil: Dt. Remholo Zenz; für den Anzeigenteil: H. Bert; sämtlich in Gießen.

Jahreswechsel!

Gichen, 31. Dez'.

Die Ulvcke schlägt dem neuen Jalhre; es ist nicht mehr die Glocke des Aufiftchrs. Seit gestern wissen ivir, daß das Sckfffs der Reichs reg icrung vom 'dem Riff des Partei kraleels ar-vck) effmml lvSaekommen ist nub langsam wieder segelt. Freilich, das sHihnvcrffer ist noch von vielen .Klippen und Spitzem gefährdet. Dreht dns Glück sein^ Kugel lvieder um, so ist nach dern schönen Säfillerivorte ans den Wellen alles Welle und auf dein Meere kein Eigen turn was der vrtlwdoxe Glaube an das kommunistische Manifest von Marx und Errgels ja bekanntlichauch auf der Erde, so fest sie ruht ans den ewigen alten Säulen", schleunigst herbei führen möchte. Mit welch anderen Gefühlen tummelte sich bei den vergangenen Sonn tagsknnd gedungen das Berliner Volk aus den Straßen und Plätzen, als' es i6i Friedens- Seiten solches am Ende des Jahres gewohnt war. Da standen die langen und dichten Reihen der Neugierigen, die die Staatskaroffen znm Schlosse fallen sehen wollten, die ihr Ärdge weideten ari Galatrachten und höfischm Prunk, und ein paar SckMpleute gelten alles in Schach. In der Silvesternacht aber flutete eine in Lebenslust überschäumende Menschenwoge durch die Hauptstraßen itnd mit gleicher ling-ebnudenheit, ledig aller Sorgen, auch über die Schwelle des Jahres. Heute ist jeder Volksgenosse, vorn wahlfähigen Alber an und noch darunter, ein Demonstrant, das heißt, er trägt eine Last. Das Sorgenjahr 1918 scheint kein Ende nehmen zu wollen; seine drückeirden Bürden geben uns nicht frei. Wir können dankbar sein, wenn das Jahr 1919 uns mitleidig empfängt und uns an der .Hand führt, damit wir nicht strauchelnd niedersallen.

Ein großes, stolzes Volk in Not und Elend, der Ver­zweiflung nahe wir müssen es uns iinnrer wieder bild­haft vor Augen stellerr, denn sonst besiegt uns ein apa­thisches Vergessen, arrs denr wir rrns nicht mehr anfzn- rassen.vermögen. Die neue Volksregierurrg der Mchrheits- soziatisten verbucht es mit eindringlichen Äugriffen aus die Fassungskraft des Ohrs:Uns die Arbeit, Euch allen aber die Mitarbeit' Wir glauben an Euch, wir kommen durch!" DerVorwärts" hat es uns noch einmal recht deutlich gemacht, woran es lag, daß wir zuletzt so in den Sumpf hu^n geklommen sind; er schrieb:Die Regierung konnte rn der alten Zusammensetzung mit dm brennenden Fragen srch nickft ernstlich genug besck>ästigen, noeil sie der Partei- kr^eel ständig in Anspruch nahm." Wir müssen also aus diesem Parteikrakeel heraus! Mit mrderen Wörtern wir au narkbe P^rteisor^ri'ugen denken, sondern an die Einheit und Einigkeit des Volkes vor dem Ferrrde, vor den Unterhändlern, die jetzt mit uns der, Frie den <chznsch!ießen im Begriffe sind. Das deutsche Bürger- tum hat daran bisher mehr gedacht als die Sozialdemo­krat«. Es hat sich, unter Verzicht auf mancherlei Partei- satze, geschlossen hinter die sozialistische Regierung gestellt Der Aufruf der neuen Männer richtet sich also in erster Lrnre au die Anhänger ihrer eigenen Parteiziele. Für das Burgertunl ist aber das Bekenntnis nnd Versprechen be- ftlmmt, das in folgenden Sätzen liegt:Jetzt haben wir Arbeitsnlogluhkrnt; es wäre unsere Schuld allein wenn wrr sre nicht zur Arbeit benutzten!" Wir wollen sehen, ob und wie dies Versprecher ge!>alten wird. Das mit dem Attftmf veroifentlichte Programm ist im gänzen gutznheißen; wir stellen uic darauf bezüglichen Sätze hier nochmals fest:

Innern gilt es die Nationalversammlung vorzu- beretten und ihre ungestörte Tagnng sicherzustellen, fiir die Erfahrung erniAch Sorge zu tragen, die Sozialisierung l in des Räte-Kongresses in die Hattd zu nelmien

ore Knegsgewimte in der schärfsten Form zu erfassen, Arbeit zu saiaifen, dre Arbeitslosen 51t unterstützen, die Hinter­bliebene nsursor ge srck)erM stellen, die Bolkswehr mit allen Mitteln zu fordern und die Entwafftrung Unbefugter ourch zusetzen; nach au ßen den Frieden so schnell und so günstig

^Lhr? ld> W* U ^ Cen ' bie Vertretung der deutsclxm ^epudlir im Auslande mit nenm von neuem Geiste be­seelten Männern zu besetzen."

Das Erinnern ist an der Schwelle des neuen 5Vaf>re« ^ l^'erige Sache. Sonst n«ar das SuclM; and Ordnen am Ende des Jahres eine höchstens von etwas Wehmn! beträufelte Arbeit hente überfällt uns beim Uebersliegcn je des Jahres ein nagender Schmvw. Das sieg verheißende Frichjahr, der wetterschwüle, bange Schlachten sEmer, der alle Abgründe ösf.rende .Herbst urrü der mi: Mtseren rtchinrnchen Waffen so schmählich und trostlos aus- ^um-ende Wmter! Wrr rvaren sonst geivohnt, aus dem Vergaibge-nen^zu lernen, aber die schwere Kette der Erei.r

das Ia I S - ^ ld} 6-egerrwärtig kaum belvegew

das wrr vor uns haben, reicht viel weiter zuruck und ruft uns mahneiid zu: 5>ör

auf Mit deineni Gram zu spielen, der wie ein Geier brr am Leben frißt." Verworreiie Wege liegen hinter uns weil irrende Führer uns leiteten, uns nicht leuchtet^

dc/Wabrb^!.^^ °^i 11115 ber tagende Schein

bex Wahrheit und wir suhlen den Stecken und Stab oes

Herrii, der uns rm Tale tröstet. Denn von Untergang Ver- Huugern, sollte man nicht allzuviel sprechen. Wenn wir durch bitteres Leid hindurch müssen, so bleibt doch imserm großen Volke noch eine auch innerhalb unserer Grenzen argwanende, heilende und ennunternde Zukunft. Vor al?em wollen wir das nutzlose Gehabe des Bettlers verbannen

m^raMäiü den Konferenzsaal geht. Wilson svrach von der nroralgaien Strömung, die durch die Welt aebt" und zu erL^^ndigkeitden Sn/n fiir BerpfFtungL

U lt aSt f ; f er hinzu, wird das, was wir

jetzt ausrichter,, nicht von Dauer fern. Wir Deutsche niack>en

ftüner C ^berGm' b | e Berpslichtungen, die LSilson als

Z?}!{ re * ocr uns gegeiUlber überncnntti<en lint er

fallt weroen. Geschieht dies, so wird schon das Jahr 1919 JJf 1 ?. langsam wieder aufwärts führen. Wer Mitarbeiten Uri Ä ^röweifeln will, schaut geradeaus, in die fytiunttl mit dem zlaiben Unkraut aus dem eigneu

Garteu! dann wird aus deutschem Boden Neues kraftvoll eiitsprossen, und wir wollen es aus dem unerschöpflichen Wasser der Kritik und des Tadels unserer Fcülde lachend begießeii. So laßt nns, wie oie zurückgekehrten Krieger des Feldheeres, in würdiger Haltung das Tor des neuen Jahres passieren! Trotz ailenr: Deutschland über alles! Glückauf!

RepübUkGro^hcssen".

K ö l u V 0 l k s z 1 g ", bekamrtlich die Vorkäikpferin für eine Rheinisch Westfälische Republik wlb für die Aufteilunfl des Reiches in viek"'große Republiken, niinint in einem Leitarliket chrer^ letzten Sains.^g Plummer von der Begrüirdung des verrn Geheunrats Somnur für eine Republik 0)rvß-5)essen ausführlich ilcolrz, loobe-i sie .zinn Schlüsse bemerkt::Ob diese staatliche Feld^ bereuug-nng Ausjicht ani Verwirklichung>en wird, wird die Zukunft lehren." In die Rheinisch Westfälische Repilblik sollte bekannllich auch Hesseii einbezogen »oerden, imd da kann man es versteheii, daß dieKölir. Votksztg." den neuen PlanGroß- Öesten" nicht inrt großer Symvilhie begrüßt uud Prof. Sommer- etwas oberflächliche Polernik" vvrl-ält. Znimkrhin schreibt das Blatt, wenn auch die Meinungen über die Art frei Zuscunmen- Icftimg ethrwlogisch und volkswirtschaftlich zusammengehöriger und lebenskräftiger Staatsgebilde lwch auoeinmrdergmgen, so zwinge doch die gegeiiwürtige px'litische Lac,c in Deutschland, sowie der

t,' ft 1 r Ytn llnvfVr mr fV-t .t M^tov

VV1,U / ,,0 I* \J L x 5 Ult n/vuiii aovuvau.i

vom letzten Samstag die neuen Probleme und erftärt, das alle Preußen sei dahin, uiw maii tönne den günstigen Augenblick nichl vorül>erg t)en lassen, olm« an die Stelle dos Historisch-m möglichst das Znieckiiiäßige zu setzen. Das Blatt hebt hcriwr, die Einl>eit inch Geschlossen Hut des Teittscherl Reiches und seines Volkes müsse rschttiNggebeuO bleiben, es sei zweckmätzig, die ern^lneii Gaue zu Neiä)sProvinzen zu machen, und das Reich werde kräftig sein, weinl die Zahl dieser Umerstaaten nicht gc-ring sei. Von diesem Ltandpimktc aus weist dieFrairff. Ztg." tne Teilung in vier Reftubliten zurück, mährend sie sich zu dem GedarrtenGroß- Hcssen" noch nicht g-^iußert Hai.

Eine interessante Erörterniig ber territorialen GlnBernng Deutschlands har iit den letzten Tagen auch dieDeutsche Allgem. Zeitung', das Organ her Reichsregierirng, angestellt. Zuerl't er >iar am 21. Dez. eine Warnmrg der stdeichsregiecung, an der kcrritvrialsr Gliederung jetzt .schon etwas zu ändern, darübea: habe die NationalversarrMllung zu bestießen. Jridessen veröffent­lichte das Malt einen Tag später einen Aufsatz des Geh. Leg.rtions- rvlcs Nadolny. der L>ariegte, baß auch der Oberpräsident der Provinz Ostpreilßen, v. Bar-nki, anerkenne, Preußen sei in ein­zelne Kultur- und Wirtill»a:s<pbiete zu zerlegen, und im An uml 11 h daran mußten 10 bis 15 Einzelstiaaten organisiert werden t'üadolny meint sodann wörtlich:

Erst wenn, wofür nach Beseitigung der Fürsterr. und da nnt der dynastische und der Hansmachtfingen, die Borbedin- gimgen gescl^tsen sind, die d e u t s che n E i n z c l st a a t e n sich ^ t^aritälisch nach nationa len und Volkswirt­schaft l ich e n A bs ch a t t i e r u n g e n um g r u p p i e r e n icnd den nvw abserrs gchassenLN deutsch-öslerreichisckien Genossen in lbrcn Reigen auftiehmen. erst dann nnrd man oon einem einigen Deutschland der Gleichheit und Brüderlichkeit sprechen kötmen."

Parole aber, so heißt es in diesem bedeutungsvollen Ar ttrel, könne nicht von der Nationalversamnllung kommen, son oern fte müsse von den Gemeinschaften selbst aus- gchen die sich zusammengehörig fühlen. Nadvlny '0?^! d'.e Retchsregiernng zum Schluß seines Artikels mrs sich des Gedankens anzunchnren ta$>ilyn frei und schnell in die Lat umzu letzen, wo er au stritt, denn er bedeutet in Wal>rhnt die Fvrteirtwicklnng der -deutsck>en Geschichte, die 9Leugeburt des deutschen Rercl>s."

Der verseht zwischen rechts- und linksrheinischen Gebieten.

i- 20.. 'Tez. (W'TB.) Die Dnitsche Waffenstillstands- konnnisfton tellt mit: In der Frage der Erlcichiterung des Per- ^ 11 on Ver kehrs zwischen dem links- und rechtsrheinisckrcn Ge- chet wahrend.der Vorbc-r^lirng urid Dnrchft'ihrnng der Wahlen 121 J [ a tloualversa m ml ung T>att das Ol^rkommandv Nt A lliierten aus das deulsckL Ersuchen hin bestinrmt, daß Nm im Zusanrnreiu^ng mrt den Wähler zwischen den links- und rechts- rl-eunsch.m Gebieten mit Arrs'.rahne Elsaß Lothringens verkel/vm- '*%> Lositz eines DasfiergesüchS der orchr.nrgs- fttaßrgen dcntsck)en Vernmltuirgc>bel>ör-den siird, die Einreise im lK'!<eUten Gebiet oder die Ausreise nach dem Innern Deutsck>- landv gewahrt werden kamt. Auf den von der Waffertstillstarrds- toinmistron übermittelten Vor'scI'lag der deutschen Regiermrg l-at .P 1 drc Erteilung der Passiererlaubnis zu beschleunigen. Od'j -^bcrkonlinando der LtlInerten folgende Ergäriznngsbestim- mimgen getroftcn: Tic prchnmgsuiämge denlsckn- MTN^irini.vs ^borde welche berechtigt ist Passierscheine auszustellen. ist das R e r ch s at de s In n e r 11 in Berlin, Wilhelmstraße 71 m wird den a lneften Anyren empfohlen, sich in N-r Geneh' mrgung dieser Paistergcstlckn' großzügig zu zeigen. Passier 'chune können Ins 22. Januar gülttg sein, iveim die alliierten! .Irinoen leine besonderen Unznträglichkeiten dann erblicken Um Zeitverlnste zu vermeiden, (ist es air.mbvacht, die Pasiiersch-iii-e nnt dem' Bftum Ns Ortskonimairdanten des Ortes versehen zu laßen, an denen die Inhaber der Passiersckierne den Zug verlassen.

Von der neuen Reichsregierung.

geichehen kann, um zu ordiren. zu helfen, zu retten, das muß ge-- sck-ehen. Wir loollen nicht revolutionäre Redensarten, wir wollen revolutionäre Taten."

Der Streik in Oberschlesien.

Oppeln, 29. Dez. Der Streik in Oberschlesien hat weiter uni sich gegriffen. Wie wir von zuständiger Seite erfahren, str'itleu von insgesamt 63 Steinkohlengruben gestern bereits 12. Daß der Streik nicht organisiert ist beweist der Umswnd, daß über die Forderungen unter den Arbeitern vollbommene Unvarl-eit lierrschte. Aus her Tubensko-Grube wurden beff'piLlsweise außer dem Wäh'mchlsg.TsckLnk von 800 Mark die sofortige Beschaffung von Lebensmitteln zu Friedenspreisen und die unverzügliche Ent- laliung verschiedener Beamten.gefordert. Auf der Donnerinaccck- Hütte-01 rube nnrd außer dem Weiprächtsg?schenk van den r-ffa- mierten Soldaten die s-osvrtigc Auszahlursg einer Kleiderentssl-ädi- gung van 250 Mark verlmtgl. In .Li Pi ne versuchte die auf» geb.'tzte Menge, die Grubemvache zu überwältigen, so daß eine tlvonipags i.' bnbeigerusen werden nrusche. Es !äm zu einer. ?ße- rei. durch die sctchießlich die Ausständigen vertrieben wur>>en. Gestern abend stürmten Bergarbeiter das BeNv.rlftcrrgsgeb. 2 ude der fiskalischen Bergrnsp^tron in Bielschowitz und mischwindelten den veranftvorllichcn Direktor Oberbergrat Schich wlis schwerste, als er die Forderimgen der Arbeiter nicht sofort erfüllen wollte.

Gnesen in den Händen der Polen.

Berlin, 30. Dez. Wie demTag" in später Nachtstunde gemeldet wird, ist mich G n e s e n in die Hand der aufrühre­rischen Polen gefallen. Das in der Stadt stcheride 12. Tra> gonerregiment irrö das 49. Infanterie-Regrment wurden über-, r uni pell und ergaben sich.

Hierzu wird demVonvärts" noch gemeldet, daß bei StaU M'.Tzyce eine polirischc Abteilung die Gren^ überschritt Tie Deutschst machten von der Waffe Gebrauch Tie Polen zvgcn Ver-^ stärkungm heran und die Deutschen micßten flüch.en. >seitdem ist auck) mit Skalmier^yce jede Verbindung abgebrvck>en.

Ter polnische Putsch in Posen begann, nachdem deutsche Sol» daten Ententesahnen entfernt hatten, die an polnisck)«i Häusern mll> Ge chäfren hwausg-steckt waren. Die Deutsck-en wurden darauf vo?i deii Polen beschossen, die, mit polnischen Llbzeichen versehen, beranrückttgt. Tie polnische G-g^naktion scheint gründlich or- ga:ttierr worden zu senr. Tie Ph)!en verfügen massenhaft über Waffen. Ter- Ba yn ho \ Posen wurde vmi polnischen Ä)ldateu ?r wltnsck?er Uniform besetzt, von d-en Deutschen nieder erobert, Ichlt-Ülrch aber doch nfteder von polnischer llebermacht ge-lomms^ Tabei gab es zahlreiche Opfer.

Wilson in London.

m ^ndon, 3G Dez. (WB.) Havas. In seiner Rede tn ba GuildhaNJuhrte Wrlion weiter aus, Nch bei den Besprechungen nnt den ^taatslenkern der gemeinsame Grundgedanke zum Aus­druck g.'kommen sei, Garantien für den Bestand des Frie- den s zu schaffen, lieber Einzelheiten sei niche diskutiert Nvrdev, da ne Seine BÄx-utung hättonst wenn hinter ihnsi rrid^t ein anenter Rat der Mächte stehe, um sie aufiechchuechchten. Zu B?gum des stneg^-s habe man den GcvanLn an einen Völkerbund mit emem gewissen Mitleid betrachtet. Er sei zu den akademischen Erorter-ungen gezählt worden, die man wohl überdenken, aber nie­mals verwirklick-en könne. Jetzt seien die Sta<rtslenker zur Per- nirklichmg dieser Idee entschlossen und die Welt sei niemals Zeuge einer solcksen EilMiüttgkeit in einer so großartigen Angelegenheit gwe'en Daber sei er mit den Bertrttern GMßbritanniens bereit, !tch an die Arbeit zu mack-en und die Idee durchzusühren. Das Terram lei gffmrbert und die Fmchamente seien gelegt Es sei bereits em Komplex von klaren und bestimmtet Grirrchsätzen an» g.momn'en. deren Benvirklir'mlng nicht mehr aus große Schvierig» kmten swßen Nümde.Wir l-alvu lftuler uns", so sagte ber Präsi- oerft,dre Beitrebimgen der ganzen Welt. Tie Völker der Welt wollen nicht Eroberungen, sie wollen den Frieden durch eine B e r ft a n d r gu n g d e r G e i st e r." Wck'on scküoß, daß er wegen dr.gcr M7vergl'?lich hohen Zille die Vereinigten Staaten verlas'en yal»e, und don er m seinem Vorhaben die Zustimmung seiner Re- gieruwgskollegen geftmden l«abe. Seine erste Pfiiht lie.be Nrrin in Amerika zu verlasen, um dem großen llnlernehmen des Friedensichusses seine lliftei'stützlmg zu verleihen.

Die Hermkehr der französischen Kriegsgesangeiien.

Paris, 28.Dez. (.Havas. WTB.) In Beanttvortung einer Anfiage erklärte Defthamps in der Kammer, daß die Zahl der beim de s 0 r d e r t c n Kriegsgefangenen 320000 über- lctjreite und daß, wenn die Lftnmbesörderung unter den näm--

drei bis vier Wachest

29. Dez. Der in die Regierung neugewählte -stadwerordile^ Lobe lmt der Regierimg in Berlin folnenNs mrlgeteilt: ^;ch habe den Zentralrat in Berlin gebeten, von meiner Berus u n g Abstand z u n e h m e n. Als Nichtparla- L c{) tH. In N'-ichstag noch dem Landtag an-

Wört habe, und als Parteigenosse, der den Berliner p'lüifchm Berliälttmscn fernsteht, würde ich meinen Kollegen in der Re gicnrng nicht die Sttlhe sein köirnen, die sie von mir erwartlli mußten mW die ich auch sein wollle. Ich zieh es deshalb \wr in neuuT bis Yen,^n Tätigkeit Schlesien die Errungerffchaften 'der chzlaldemokratischen Revolution sichern zu hllfen

^die ueue Regierung zu tun? schrcllbt derBor- wartsDie Regierung kcmnbe in der alten Zusammen sc tzn na w'i, Fragen sich nicht ernstlich genug deschisnaen^

well sie der Parteil rakeel Itaudlg i n A nspru ch nahm Das muß nun anders werden. Die Not unseres Volkes sckn-it

^^'Äosigreit wächst. Die Ernährung ist gefällt E.' <^^delt und Brot zu schaffen, soiocit es nur irgend möglich lft. Zaubern kann auch euce loziallsttsck-c Negierung nicht Um '«r tew ä&ate iw

licheu Bedingungen fortgesetzt werde. \n alle Gefangenen zu Hause sein mmdeli

. Errberg.r über den Völkerbund.

Berlin. 27. Tez. Ans Einladung der Acltesten der Kauf- Mannschaft von Berlm hielt Staatssekretär Erz borg er hmte in der Handelshochschule zu Mrlin eüien Dortrag über den Völker- wind, ut dem er u a. ausführte: Tie Bevölkerung von Elsaß- n w m 10 sklbft entscheiden über ibr volitisck^s Ä £ v " bt Araukvnch GeiEpolitik gegenühr diesen, ar- ^ t'r ^Ntd Land so muß die Welt hmte schon Ivlssen, ^. ^^olkerbuTÄ» den Todcskeim ,n sich tragen würde Br> ttiglul» Polens l>at Deutschland einen unabhängigen iwlnifdrn otaat nach den W,1son»ck>en Punkten angenommen Wilson bat einen Frieden vorgezeichnet, auf Grimd dessen die Polen llnen .ftugang zur ^>ee betommen können, obre zu einer bnualen di-.ch Niwts belvcpiigtcn und auch von Wilson abgelehnten Amnion zu greisen. Wenn die Welt glauben sollte, his wehrlose Deutsch. Ür-r *l :iI5C - IC ^ ^rstuckclt ,verben. so mag vorübergedend an- gesnbts unserer Machtloiigkeit der Siegesrausch sich hgriedieen ^E_,Dcn«r alvr nicht. Nur neue ZMe.ie würden die Fol« ftm. Glaubt mau -daß man einen Nruerl,offen Zustand ,,'ch dauernde Ruh m Europa erreicht. n»enn Teutschland zerfleischt am Bode,, lie^ft? Ern nattonal zerrissenes und geteiltes Deutsch and ist die größte O^esahr für den Völkerbund Das N'mm* und geschlossen aber ist di e beste Bürg, ch ft für die Haltbarkeit des VolbnchnnNs.Tam .Völkerbund droht aber nxU eme zw eite groß e G e f a h r: die Regelung des S ch a d e n - cisatzes Frmizosift.ie und englisch Blätter ührbieten sich ,n warchnhsten ForNrniMm. die sie an des deutschen Vol^ K.dl!'Ngs1'mno^ tmd Arhitskraff sblllen. Mehrere hrrderl Mm-k n^hm als Nis Minimum Hs Schhnersa.n>s NNW kündigt, ^ah, vergißt man drülwn wie vielfach l>ei nns M.m N'r ^ck^Nmersatzsrage hreits eine prinnvielle standigima znnschu1 Deutschand rund den ^liierten her'll n subrt worden,st. Dn- «Staatssekretär wies stchn» durch Ansiibru-a kcnnimn'N-n Stellen aus den einzelnen KiNlNv-'eu^g^ Wilsons daß über die Fra^ Hw Entschädigung, di. ! -o.ft'ch N - ^71 der von Tenlschland angrr-. :vtcn

be^lts eure grundsäzuich Sima.-.-r ^55 ^E^^ullt sei Er fuhr hum fort: Präsibem Wistm ii also hc ^ die der