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anfamrm dürfen. Ferner müssen wir bei der Festsetzung der FrredenSbedingLMsen darauf sehen, daß em Bestand von Riesenheeren, die zum Kriege verlerteu und die Herrscher in Ver- suchungen bringen können, hinfort nicht mehr gestattet lein darf. Wenn Fri-Le mrf Erden herrschen soll, darf es in Eurvpa Leine gvoßen Heere geben. Ich bin ein Anhänger des Völkerbun - des, weil er ein Mittel darstellt, eine Kriegserklärung zu er­schweren. Auf die.Anfrage, ob die Deutschen au^ England aus- gesioben werden sollten, sagte Lbot-d Georges: Zch kann der Frage­stellerin versichern, daß auch unsere Männer darauf achten tverden. Ich habe wiederholt gesagt, dag nach meiner Ansicht diese Leute die Gastsvamdsck-a ft miiJjrmutt ixrben, daß man ihnen nicht eine »weite Gelegenheit geben.darf, dies zu tun.

Aus dem Reichr.

Die Verteidigung des MgiernngSmitgliebes Barch.

Berlin, 9. Dez. iWTB.) Im Funkspruch des Genossen Joffe wird erÄärt, daß ich von ihm Geld, Waffen u:rd Munition für revolutionäre Zwecke erhielt. Ich erkläre hierzu, daß ich niemals, weder von »ihm noch anderen russischen Genossen Geld oder Waffen erhielt. Durch meine Hände gingen zur Vorbereitung und Propaganda der Revolution mehrere hun­derttausend Mark, die ich lediglich von deutscl)en Genosse:: erhielt. Ich habe de:: Genossen Joffe nur einmal, etloa 14 Tage vor der .Revolution, gesehen und gesprochen, nachdem ich bereits den grüßten Teil der Waffen angeschafft hatte. Ferner erkläre ich, daß ich von der Waffenbeschaffung überhaupt der Parteileitung der unabhängigen sozialdemokratischen Partei, insbesondere Haase, erst Mitteilung machte, als ich Waffen besaß, sie also vor vollen­dete Tatsachen stellte. ge*.: Emil Barth.

Die Rückkehr der Berliner Truppen.

Berlin, 9. Dez. (WTB.) Im Steglitzer Iiathaus hat sich heute abend 7 Uhr ein feierlicher Akt vollzogen. In Gegenwart der Volksbeauffragten Ebe r t H aa se, Scheidemann, Di tt- mann und des Kricgsministers haben Offiziere, Unteroffiziere? und VLannschaften der deutschen ISger-Tivision und der Garde- Kavallerie-Schützen-Tivision für sich mrd die von ihnen vertretenen Kamenuxm das feierliche Gelöbniszureinigen deutschen Republik abgelegt.

Ans &etfen<

Auflösung der Arbeiter- und Soldatenräte in Hessen. Darm st ad t, 10. Dez. (WTB.) Der hessische Ar­beiter-, Bauern- und Soldatenrat löst sich auf. Es

wird an seiner Stelle der Bolksrat für die Republik Heffen ge­bildet. Dieser Volksrat stützt sich auf alle DevölLerungsschichten der Republik Hessen, die aus dem Boden der Republik und der Demo­kratie stehen. Die örtlichen Arbeiter-, Bauern- und Soldatenrate werden auiaefordert, sich aufzulösen und ihre Aufgaben dem neu zu bildenden Bokksrate zu übertragen. Der hiesige Arbeiter-, Bauern- und Soldaterrrat schließt sich dem an und konstituiert sich sofort neu als Bolksrat.

m

Rieder-Ingelheim, 10.Dez. Herr Pfarrer Kor eil schreibt derFrtf. Ztg.": Das Wolfbureau verbreitet die Meldung, meine Behauptung, mir sei das Kultusmini st erium im hessischen Ministerium an geboten »vorden sei nicht zutreffend. Das Amt sei mir von keiner zuständigen Stelle angeboren worden. Ich erkläre, daß am Vcvntag, 11. November, der Ministerpräsident Ulrich im Klammergebäude, nachdem der Abgeordnete Bach mit ihm verhagelt halle, zu mir sagbr:Dann übernehmen Sie ^e Stelle." Ferner hat der Abgeordmie Henrich eine halbe Stunde später und er hatte mit Ulrich wegen der Besetzung der Minifterialstellen verhandelt mich aufgefocdert, Nachfolger Süfferts zu werden. Als ich ablehnte, bot Henrich dem Abgeord- 'rteten Urstadt die Stelle an. Ich halte darum au meiner Behaup­tung fest.

33*89 Stadt «nd EanS.

Gießen, den 11. Dezember 1918.

** Petroleum-V er teilung. Tie Marken für Petro­leum Mur Versorgung bis zum >.15. Januar 1919 «verden Donnerstag den 12. ds. Mts., vorniiltags von 8 1 /* bis 12 Uhr in den zu­ständigen Bezirken ausgegeben. Ter Verkauf des Petroleums be­ginnt am 12. Dezember durch die bekannten Verkaufsstellen. Ter Verkaufspreis beträgt,45 Mk. für das Liter. Näheres siehe Vekanntmack-ung in vorliegender Nummer.

** Freibank. 12. Dezember 1918, von 24 Uhr, von Nr. 140 und 151210.

** Rückkehr der 116er. Das aktive Jnfanterie-Regi- ment 116 befindet sich auf dem Marsch zwischen Betzdorf uitb Gießen: der Einzug in die alte Garnison .Gießen steht sonach unnrittelbar bevor. Ein Teil dos Trosses und der Karn m erbestände ist bereits mit der Eisenbahn hier eingetroffen.

** Zugverkehr und achtstündige Arbeitszeit. Ter Arbeiter- und Soldatenrat schreibt uns: Zu der NotizZug­verkehr und achtstündiger Arbeitstag'", betr. die Strecke Gießen Grünberg, haben wir zu erwidern, daß wir dem Inhalt voll und

ganz zustimmen. Wir haben außerdem zu erklären, .daß sofort, nachdem :ms die Beschwerde mündlich vorgelragen wurde, eine diesbezügliche Eingabe an die Eisenbalmdirektion erngereicht wurde.

** Lesehalle. Solange das östliche Torhäusck-en am Sclterswr fikr militärisch Zwecke in .Anspruch genommen ist, werden Zeitschriften und ZeicungO: der Lesehalle im klcmcr, Leseraum der Universitärsbiblivthek ausgelegt. Das Zimmer be- ffndet sich rechts vom Hauptvortal und ist Montag bis Freitag von 39 Uhr allgemein zugänglich.

** Dankbare Heimat. Mit Bezug aus das in Nr. 290 d. Bl. unter vorstehender Spitzmark erschiene::? Eingesandt wird utts mitgeteilt, daß die Aushelferin, die am Telegrammannahme­schalter des Hauptpostamts die in dem erwähnte:! Eingesandt be­sprochene höchst ungehörige Aeußerung getan hat, aus dem Schallcr- i-ienst zurückgezogen rvorden und beim Hauptpostamt ausge­schieden ist.

** Tiebstahl. In der Nacht zum 10. d. Mts. wurden in einem Hause in der Buddestraße mittelst Einbruchs 600 Mk., 37 Handtück-er, 11 Bettück^r, 6 Bettbezüge, 10 Seernuschelu, ein Rock und 1 Schürze gesbvhlm. urtd in der gleichen Nack-l aus einen» AusßcU lassen eines Gesck-äfts in der MäuSburg verichiedcne schvarze und braune Geldtaschen, schwarze und bvcrune Uhrenzipfcl, Nickel- und Tonble-Uhrketten mittelst (Änbruchs enctoelidet. Sach-' dienlich Mitteilungen ninrmt die hiesige Kriminalpolizei eMgeg»ar. Dessen Nassau.

Frankfurt a. M., 10. Dez. Das Nachrichtenamt des Ar­beiter- und Soldatenrates teilt mit, daß morgen, Mittwoch, in Bad Nauheim ein Delcgiertentag der im Bereiche des 18. A.-K. augenblicklich sich aushaltenden Fronttruppenl stattnirdet; Vertreter der Presse haben Zutritt.

][ Marburg, 10. Dez. Zu oem gemeldeten Zwischenfall, der die Studentenschaft vergangene Woche zu einer Kund­gebung auf dem Marktplätze veranlaßre, hat der Magistrat heute eine Erklärung erlaßen. ,Jn dieser nnrd festgestellt, daß der Oberbürgermeister nicht einen früheren Sck-luß des Semesters sondern aus militärischen Rücksichten nur einen früheren Beginn der Weihnachtsferien angeregt habe. Beleidigende Aeußeruuge» feien überhaupt nicht gefallen und im übrigen könne festgestellt werden, daß die Belieferung der Studeitten mit Heizmaterial mindestens die gleiche wie in allen anderen Universitätsstädten sei, mit der Lebensmittelversorgung seien sie den Bürgern gleich­gestellt. Tie Stadtverwaltung sei wie immer bemüht, die An­sprüche der Studenten nach Möglichkeit zu berücksichtigen, auf ein Zusammenarbeiten tznit der Universität lege sie das größte Gewicht.

Aus dem Wege Wetzlar, Großen-Linden, Klein-Linden nach Gießen ist am Sonntag abend ein

militärischer Gepälksack

verloren gegangen. Der Finder wird gebeten, denselben bei der OrtSkommandantur Gießen, Seltersweg 93, abzugeben. 9583 D

Nach 4 Jahre langem Zusammenhalten der Armee-tlraftwagenstaffe! \ findet vor Trennen am \2. d. M. abends 8 Uyk ein

Abfchiedrlranzchen

im Saale des Hotels Zirrstenhof statt, wozu sämtliche Damen eingeladen werden. 082l7

Meiner werten Kundschaft zur Kenntnis, daß Ich. zurückgekehrt,mein Geschäft wieder ausgenommen habe. Meine Werkstatt befinde: sich jetzt Kl. Müblgaffe 4.

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