Vllchertisch.
AMge des .Papier^ und PLatzmcmaels rönnen ovrlauftg dve Buch- kmgängr nur verzeichnet weiden. Ente Besprecknng ist nur m den allerseldenften Fällen möglich.
— Grete Fillun g>er. Roman vvrr Alfred B o ck. Verlag C-cm Fleischet u. Co., BerlmW. Preis 3,50 Matk.
— Adrian Drosr und fein Land. Roman von Thea von Hmckwu. Berlin, Verlag Ullstein & Co.. Pr^s 4,50 Mark.
— Hermann Wagner: Glück!Mer Erbe. Roman. — Verlag von Egon Fleischet & Co., Berlin W. Preis 3,50 Mark.
— Kunst und Künstler. Heft II. Fahrg. XVII. Berlin, Bruno Cassirer Verlag. Einzelheit 3,50 Mk.
letzte Nachrichten.
3um Durchmarsch der J. Armee.
Wie Mrs von ^ständiger Stelle mitgeteilt wird, werden im Laufe des heutigen Tages die Stadt Gießen dnvchzliehen: Das Gerveval- Kommando des 24. Reserve-Korps unter Genevalleutnant Langer; das Kommando geht nach Grünberg. — Ferner wird folgen die Marschgruppe II der Gruppe Langer. Dieser gehören an: Das Landstnrm-Jnsanterie- Bataitljon Dannstadt, das Bayerische Feldlazarett Nr. 30, Vas Pferdelazavett Nr. 260, der Troß der 213. Infanterie- Division, das Pferde-Lazarett Nr. 259,» eine Orts- und Ebappem-Komrnandantur. Die Marschgruppe I Langer kommt nach Stcrufenderg in Quartier. Für die Stadt Gießen ist Crnqnartierung zunächst nicht in Aussicht genommen. Morgen ist Ruhetag.
Keine Kündigung des Waffenstillstandes. Stuttgart, 5. Dez. (WTB.) Auf eine Anfrage der Heeresgruppe Herzog Albrecht teilte die Oberste Hecresleilung mit, es bestes keinerlei Befürchtung, daß der Waffenstillstand von der Entente gekündigt lverde.
Die Alliierten besetzen Berlin.
Berlin, .4. Dez. (WTB.) Tie „Deutsche Allgemeine Zeitung" berichtet: Wie amerikanischer Funkspruch vom 29. November rneü>et, sollen alliierte und amerikanische Truppen Berlin zeitweilig besetzen, um dort Polizeidienste zu versehen.
Gin deutfiher Protest gegen die Tchlvarzen in der Pfalz Berlin 3. Dez. Durch Vermittlung der schioeizerischen Re gverung sind den Vertretungen der Entente in Bern folgende Proteste zu-gegangen: ^ p . ^
Nach der deutscheil Regierung vorliegenden Nachrrchten sind vor einigeir Tagen farbige französische Truppen in die Pfalz einmarschiert, dann aber wieder zurückgezogen worden, da sie vor dem im Wasfensttllstandsternnn festgesetzten Termin cin- getrosfen waren. Es sollet: aber auch jetzt noch an der Südgrenze der Pfalz zum Einmarschieren bereite farbige Truppen stehen. Die deutsche Wasfensttllstandskommission in Spva erhielt ans ihre Anfrage, ob die Besetzung deutschen Gebiets durch farbige Truppen) geplant sei, die Antwort, bis jetzt nicht. — Schon in den Wenigen Tagen ihres Aufenthaltes in der Pfalz ließen sich die schwarzen französischen Truppen Notzucht3t>erbrechen und andere Ausschreitungen zuschulden kommen. Die deutsche Regie- rMg nw:ß sich auf das schärfste dagegen verwahren, daß der Bevölkerung des voll der Entmtte zu besetzenden deutschen Gebietes farbige Besatzrmq zu gemutet weiche. Sie hat das Recht, zu .fordern, daß die BedingimgOl des Wa'senUllstaudcs, welcher nach der ihr feierlich erteilten Versicherung einen Frieden des Rechts hetbeisühoen und einen Bund der Völker vinleiteil soll, in dem Geiste gehandhabt werden, der biefem hohen Ziele und den all gemeinen Empsindungen der Menschlichkeit entspricht.
Gleichzeitig wurde gegen die Einbeziehung von Saarbrücken und Saarlouis in.das abgesperrte elsaß-lothringische Gebiet Ver Wahrung eingelegt.
Keine Krtegsenlschädigung?
Berlin, 4. Tez. Der „Manchester Guarourlr" lchrnbr nach einer.Meldrmg' des „Berl. LdSalanz." ans Amsterdam: Aus den Erklärungen Lloyd Georges und anderer Minister ergibt sich, daß die Regierung nicht beabsichtige. Deutschland dre Kriegskosten der Alliierten bezahlen zu lassen. Tie Äezalitung dieser KriegsÄsstre-n durch Deutschland würde bedeuten, daß die Deutschen auf unbestimmte Zeit zum Sklaven der Alliierten gr-mackst 'vürixn:. Bor 2000 Jahren wäre das mellelcht die richtige Metl)vde gewesen, aber heutzutage gehe das mcht mehr Ter Lmrdoner Mitarbeiter des „Manäiester Guardian" glaubt, daß die Friedenskonferenz der Alliierten nicht vor Januar zusammenkomm«: werde, da man lZofst, daß der Zusammentritt der deutschen Nationalversammlung den Zustand in Deutschland klären und den Miierten den MbsMtß der Verhandlungen erleichtern Coerde.
Die englischen Truppen in Deutschland.
Haag 3. Tez. Beim Betrete,: des deutschen Bodeirs durch die englisck^en Truppen ist von dem englischen Kommando folgender Tagesbefehl ausgegeben .worden: Tie voll kommen ste Ordnung muß von den Truppen, die den Borzrig haben, m Deutschland einzurücken, ^halten werden. Mit der Bevölkerung soll so wenig Verkehr wie irgend möglich» stattstnden. aber jederzeit ausgesprochene H ö fl ichkei t und Selbstbeschränkung gezeigt werden. Jede Familiarität ist zu vermeiden. Dre englische Tradition zu einem geschllagenen Feind ist l»ochzühalten; denn alle Maßnahmen zur Herbeischgffung von Entschädigungen und Wreder- vergelttmg sind Sache der Behörden selbst aber nicht des einzelnem Entsprechende Aufrufe der Franzosen und Gelgier srnd nicht bekannt. Fach über den nächsten Krseg.
Rotterdam, 3. Tez. . Aus Paris wird gmreldet: Nach dem Wochenblatt „Aur de Centes" erklärte Marschall Foch ,rach der feierlichen Sitzung der Akademie der Wissenschaften, m der er zum Mitglied ernannt wurde: Dieser Krieg war verabscheuungs- würdig und fürchterlich, weil er ein industrieller Maschmenkrieg war. Mer der nächste Krieg wird noch schrecklicher sein, weil er alle Kräfte in den Tienft stellen wird. „Glauben Sie denn an einen neuen ^ Krieg?", fragte der Berichterstatter den Marschall. „Leider ja!" wurde ihm von -Foch erwidert. „Deutschland bereitet ihn vor." _ . , ^ r r
Ter „Berliner Äökalanzeiger" schreibt dazu: Foch wird doch selber nicht glauben, daß in Deutschland irgend jemand an erneu neuem Krieg denkt, aber mit dieser Mitteilung hofft dre Entente vielleicht. ihre harten WaffenMsdandsbedrngiri'gen begründen und ihre Friede,:sbedingungen rechtfertige,: zu körrnem_
Amtlicher Teil.
Betr.: Einsendung der Kreisabdeckereiverzeichnisse für den Mvnat November 1918.
An die Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises.
Wir erinnern an die Einsendung der Abdeckerei Verzeichnisse für den Monat November 1918.
Genaue Ausstellung ist unbedingt notwendig.
Gießen, den 3. Dezember 1918.
Kreisamt Gießen.
Dr. Usinger.
Orb.-
Nr.
Name des Selbstversorgers
Per-
sonen
Grund des Zu- und Abgangs
Tag des und Abgangs
Betr.i Führung der Selbswersorgerlisten.
An den Oberbürgermeister zu Gießen und die Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises.
Alle aus dem Militärdienst eutlasseiren Personen sind auf Antrag hin in die Selbstversorguiig aufzunehmen, wenn die in § 4 unserer Bekanntmachung vom 11. Juli d. I. angeführten Bedingungen zur Aufnahme berechtigen.
Zwecks Feststellung der Zu- und Abgänge ist monatlich cm namentliches Verzeichnis der Verändern:: gen nach untenstehendem Muster bis zum 20. des dem Versorgungsmonat vorhergehenden Monats, mit den Mahlkarten nach hier ernzusenden.
Weiter sind alle Zu- und Abgänge vo:: Personen in Zu-
kimfr in der SelMmrsorgerliftc sofort zu wahre::, und m wt Grund des Zu- uich Abganges (z. B. geboren, zugezogen von . verstorben, verzogen nach ..... u. dgl.) am Ende der -sei im-« versorgerlisten zu erläutern.
Gießen, de:: ll. Tezember 1918.
Kreisamt Gießen.
V. B.: Lang ermann.
Verzeichnis
der Zu- und Abgänge von Selbstversorgern für den Monat .191 .. .
Betr.: Zurückziehung- der Kriegsgefangenen
An den Oberbürgermeister zu Gießen und die Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises.
Tie bisher noch, nicht zur Ablieferung gebrachten Kriegsgefangenen sind, mit Ausnahme der Russen von Worms, nunmehr resttos in das Kriegsgesangenlager Gießen sofort zurückzuver bringen. . c r .
Sie wollen die Wirtschaftsausschüsse entsprechend bedeuten und uns von dem erfolgten Abtransport innerhalb 24 Stunden Mitteilung zu gehen lassen, soweit dies nicht schon geschahen rst. Gießen, den 4. Dezember 1918.
Kreisamt Gießen.
I. V.: Langermann._
Betr.: Die Ernte in Roterüben (Roten Beeten).
Bekanntmachung.
Die Ernte in Roterüben (Roten Beeten) ist gut. Es bestehen keine Zweifel darüber, daß in den kommenden, gemüssarmm Monaten die Roterüben gerne gekauft werden. Zurzeit aber t|t a,^ der es Gtzmüse am Markt, und die Versandschwierigveiten fmdl infolge der Demobilisierung groß. Es muß daher unter allen Umständen dafür gesorgt werden, daß die Roterüben, die auch später bei Frost verladen iverden können, zunächst emgemtetet werden. Der Leutemangel, der in kürzester Zeit behoben sein wird, darf dem nicht entgegenstehen. Wir machen daher die An bauer hiermit aus die Notwendigkeit des EmmietenS der Rote rüben aufmerksam. Erzeuger, die Lieferungsver:raae auf Roterüben abgeschlossen haben, werden darauf hingewiesen, daß nach den Besttmmungen des § 1 letzter Absatz der amtlichen Lieft- rungsverträge der Erwerber die Einmietung verlangen kann, weil diese zur psseglichen Aufbewahrung gehört. Erfolgt -keine Einigung, zwischen Anbauer und Erwerber über die Frage der Einmiettmg, so entscheidet das Schiedsgericht.
Mainz, 3. Dezember 1918. 9398t
Hessische Landes-Gemüsestelle, Vetwaltungsabteiliurg.
Ter Vorsitzende:
Werner, Regierungsrat.
Bet r.: Wie oben. , trf
Die Hessische Landes-Gemüsestelle, Benvaltungsabteilnng, an die Bürgermeistereien der Landgemeinden des .Kreises.
Unter Hinweis aus vorstehende Bekanntmachung empfehle:: wir Ihnen, diese in ortsüblicher Weise in Ihren Gemeinde:: bekannt machen zu lassen.
Mainz, 3. Dezember 1918.
Ter Borlitzeiide:
Werner, Regierungsrak.
Beran nrmacyung.
Dir Auslosung der Hairptschöffen zu denSitzungei: 1919 erfolgt: Donnerstag, den 12. Dezember 1918, vormittags 11 Uhr,
Zimmer 9fr. 5 in öffentlicher Sitzimg Gießen, den 30. November 1916.
Amtsgericht.
Cats Ern3t Ludwig
. Inh.: Aug. Rath. »»so
Heute Donnerstag:
Großer Walzer- u. Liederabend
mit verstärktem Orchester.
Giehener hochschulgeselljchaft
Einladung
zur Vortragsreihe über Auslandskunde
10. Dortrag:
vie Unabhänqigkeltrbeftrebunaen der Irländer im Spiegel ihrer riteralur
Wirtschaftliche Vereinigung der Privat-Angestellten von Giessen und Umgegend.
Die 9405D
öffentliche Versammlung
(Dr. M. Freund, Lektor an der Universität)
Montag den 9. Dezember 1918 abends 8 1 /? Uhr im großen Hörsaal des Dor- lesungsgebäudes der Universität. Oäste find willkommen!
Der Vorstand
Grünewald, Iustizrat. vehaghel, Geheimerat. 92700
Vom Heeresdienst entlasten, empfehle ich mich -. Unterhaltung v. tSiirten, Bäume- schneiden u. allen ins ?vach cinschlagenden Arbeiten.
Max Tippmann, Gärtn. Neustadt 8. ovssr
Beknnntmachttng.
In der Stadt Gießen haben außer den hier garnisonierenden und zur Demobitisalion vom stellvertretenden Generalkommando deö XVIII. Slrmeekorps zu- aewiesenenTruvventeilen undFormationen nur Truppen der 1. Armee Berechtiannazue Einauartieruna.
Um fenzustellen, welche Formationen und einzelnen Militärpersonen widcrrcttitlich z. Z. in Gießen untergebracht sind, iverden die Bewohner ausgefordert, an das städtiiche Einanartierungsamt. Selterswcg 93 iöstent- licfic Lesehalle» bi.' zum <». d. M., V Ubr nachmittags, schriftlich oder mündlich zu melden, welche Milltar- Personen in der viachl vom 5. auf 6. d. M. bet ihnen cin- gnartiert waren. , .
In der Kleidung ist — getrennt nach Ofstzrer und Manu — Zahl und Truppenteil der Mititäpersonen anzugeben, bei Offizieren auch diamen. '
Wer diese Meldung bis zur vorgeschriebenen Frist nicht abgibt, verliert daS Recht auf Vergütung.
Gießen, den 4. Dezember 19t8. 9387B
Ter Oberbürgermeister. I. V. : Krenzien.
findet statt am
Freitag, den 6 . Dezember abends 8 Uhr
im Postkeller.
Sämtliche Privat-Angestellten (auch weibl.) sind hierzu freundl. eingeladen.
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Bekanntmachung
Für die Unterbringung der Truppen in Bürger- aunrlieren ist eine Verteilung ausgestellt, nach der jedem WohnunaSinhaber die Mannschaften nnmittelbar zu- gewiesen iverden. Es ivird nur im diotsalle hierauf zurückgegrifsen rverden. die Bürgerschaft jedoch ersucht, sich hieraus einzurichten. Es ist darauf zu achten, dav von jetzt an der Unierkunftöschein den Stempel der Orts- Kommandantur und des Einguartierungsamts trägt.
Das Einguartierungsanu befindet sich vom 6. d. M. ab mit der Oris-Kommandnntur in dem Torbäuschen am SelterStor lOefsentl. Lesehalle», Tel. 2133.
Gießen, den 4. Dezember 1918. 93998
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Wiel. Nr. 357 .Platzvertreter gesucht!
mn
Bekanntmachung.
Durch Beschluß der Generalversammlung vom 25. August 1918 ist der Spar- und Vorschuß-Verein Treis a. d. Lda., eingetr. Genossenschaft mit unbeschränkter Haftpflicht, in eine solche mit beschränkter Haftpflicht umgewandelt worden.
Gläubiger die diesem Beschlüsse widersprechen, wollen sich bei dem Vorstand der Genossenschaft melden. 9io«
Treis a. d. Lda., am 3. Dezember 1918.
Spar- und Borschuß-Berein Treis a. d. Lda., Eingetragene Genossenschaft in. unbeschr. Haftpflicht.
Der Direktor: Der Rechner:
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Bekanntmachung
Freitag den 20. Dez. 1918, nachmittags 3 Uhr, findet in dem Rathause zu Großen-Linden die ordentliche General-Versammlung des Spar- und Borschußvereins, Aktiengesellschaft zu Großen-Linden, für das Geschäftsjahr 1917 statt.
Tagesordnung:
1. Abhör der Rechnung pro 1917.
2. Ergänzungswahl des AussichtsratS.
3. Ueberschreibung von Aktien.
4. Verschiedenes.
Großen-Linden, den 3. Dezember 1918.
Spar- und Vorschußverein, Aktiengesellschaft.
_T er Vorstand. _,**,
GietzenerLejehalle-verein
Dös Garnisonkommando hat die Räume der Lesehalle am Zelterstor mit veschlag belegt.
Die Anstalt muh darum bis aus weiteres
£IC geschlossen bleiben. dT
Habe mich hier als
Zahnarzt
niedergelassen.
Sprechstunden vorläufig nachm. 2—5 Uhr.
Dr. med. Kockerbeck,
07878 Frankfurter Straße 25.
Meiner wetten Kundschaft rur geft. Kenntnis, dafi ich aus dem FelDe zurück bin und mein öeschast wieder eröffnet habe.
ffermann 5chenk, rr.seur
Kaplansgarre 12. 07SS1
Vom Heeresdienst entlasten, teile ich meinen verehrt. Abonnenten mit, daß ich diesen Winter die Reinigung der Trottoirs von Schnee und Eis. ohne zu Streuen bei Glatteis, wieder ausführe Falls ein seitheriger Abonnent die Verlängerung seines Vettrages nicht wünscht, bitte ich um umgehende Mitteilung Neuanmeldnngen werden schon jetzt entgegengenommen.
Hochachtungsvoll
H. Schmidt
GieRener Wach*. Schließ und Trottoir • ReiDigoags - InstitiH
Telefon 880.
uns ■ ■—


