NttrilkiMil i)t§ DtlilsbiI«SlIi»»M«SslIiiljstS ©ir^n»£t(iM.
Auf Beschick des Demobilmachungsausschusses vom 29. November 1918 werden hiermit für den Bezirk der Stadt Gießen folgende Anordnungen erlassen:
T. Stilleg ungcn oder Einschränkungen von Betrieben von gröberem Umfange dürfen nur mit Zustimmung des Demobilmachungsausjcyusses erfolgen.
II Die Arbeitszeit wird ans 8 Stunden für den Tag bezw ans 48 Stunden iür die Wock)e mit angemessenem. die Teuerung berücksichtigendem Lohnausgleich lierabgefetzt. Ausgenommen suw ore Trauspori- gewerbe, die Krankenanstalten uitb die Bäckereien. Weitere Ausnahmen können bei Vorliegen eines dringenden öffentlichen Interesses auf Antrag zugelassen werden. Die Anträge sind an den Demobilmachungsaussclmv (Stadthaus) zu richten.
III. Die vor dem Kriege im Betriebe tätigen Arbeitskräfte, die aus dem Heere entlassen sind, sollen in! erster Linie wieder eingestellt werden.
IV. A r b e i t e r e n t l a s s u n g e n sind narb Mög-»
lichkeit zu vermeiden. Soweit Entlassungen unvermeidlich sind, liaben sie nach dem Grundsatz zu erfolgen, daß jede Arbeitskraft möglichst ihrem Friedensberus wieder zugeführt werden soll. Hiernach dürfen zunächst Arbeitskräfte entlassin werden, die auf Grund des Hilfsdienst- gcsctzes zwangsweise zugaviefen waren, ferner solche, die vor dem Kriege im ^Handwerk oder ut der Landwirtschaft tätig waren. Jugendlichen ist ruchezulegen, sich einer ordnungsmäßigen .Ausbildung im Handwerk zu unterziehen. c
Weibliche Arbeitskräfte sind in folgender Reihenfolge zu entlassen:
1. zunächst die, welche auf Erwerb nicht angewiesen , sind:
2. Hausfrauen, bereit Mann aus dem Felde zurückkehrt und wieder Arbeit findet:
8. die vor der Tätigkeit in der Rüstungsindustrie, in Landwirtschaft, Hauswirtschaft und anderen« Industrien Tätigen.
V. Die Beschäftigung von Kriegsgefangenen muß aufbören, sobald deutsche Arbeitskräfte» zur Verfügung gestellt werden.können,
VI. Bei notwendigen Entlassungen ohne Verschulden
der Arbeitnehmer (§§ 123/124 der Gewerbeordnung) haben die davon Betroffenen Anspruch auf Weiter-« zahlung des Normallohners für eine Woche unter Zugrundelegung der 48 stündigen Arbeitswoche, ledoch nur dann und insoweit, als sie nicht innerhalb der nächsten! Woche nach Entlassung anderweitige Arbeit ftnden und Nntreten können. Wer anderweitige Arbeitsgelegenheit! nicht benutzt, verliert den Anspruch. Keinen Anspruch auf Weiterzahlung des Lohnes haben verheiratete Frauen) sowie Mädchen, die infolge Rückkehr ihres Mannes oder Ernährers oder nach Lage ihrer Verhältnisse auf Erwerbstätigkeit nicht mehr angewiesen sind und daher m ihre Familie zurückkehren sollen. . .. .
VII. Entlassene, die anderweit Arbeit nicht ftnden können, haben sich unverzüglich bei dem Stadt. Arbeitsnachweis, West-Anlage 31, zu melden. Die Arbeitgeber sind verpflichtet, freiwerdende Stellen umgehend dem Stadt. Arbeitsnachweis zu melden.
VIII. Vorstehende Anordnungen treten mit ihrer
Veröffentlichung in Kraft. i
Gießen, den 30. November 1918.
Namens des Demobilmc^iun^sausschusses Gießen-Stadt:
limnmmum
miUHH IHIHII
Gießener hochfchulgefellfchaft
Einladung
zur Vortragsreihe über Auslandskunde
10. Vortrag:
Die Unabhäntzig'eitrbtstrebunaea btr Irländer im Spiegel ihrer £Htr«tur
(Dr M Freund. Lektor an der Universität)
Donnerstag den 5. Dezember 1918 abends 87, Uhr im großen Hörsaal des ' lorlesungsgebäudes der Universität Gäste stnd willkommen!
Der Vorstand
Srünewald, Jnsti zrat. vehaghel, Geheimerat. srrov
Xinstsrniäntel
üttrcickcm, Samt, in ollen Großen
“ Wilhelm Noll “‘sr*
Armee'
Oberkommando 5.
A. H. Qu., November 1918.
An die Heimat!
Die Truvpen der 5. Armee, die beldenmütia allen Angriffen vor Berdun getrotzt haben, kehren unerschuttert nach unerhörtesten Anstrengungen in die Heimat zurück.
Aufrechten HauvtcS, im Bewußtsein, ihre vaterländische Pflicht bis zum letzten erfüllt und die Heimat vor den Schrecken des Krieau im eigenen Lande bewahrt zu haben, ziehen sie mit klingendem Spiel und Gesang durch die deutschen Gaue ihrer engeren Heimat entgegen.
Bewohner der schönen Lande an Mosel und Rhein, von Nassau Heflen und Franken, bietet den beimkehrenden tapferen Söhnen unseres Vaterlandes einen
Dank-u.WiNommengrutz
nach dem sie verlangen!
Schmückt Sure Häuser und Straßen und laßt die deutschen Landessarben wehen damit wir daraus d!e Liebe der heima erkennen, die wir fo lange entbehrt haben
Helft alle den Soldaten! Vereine und jeder ein zelne, aieift zu, wo Ihr könnt, zeig, die Quartiere, die Wege, sorgt mit für die Pferde, helft das Gepäck tragen, faßt in die Speichen, wo es nötig ist, erleuchtet die Stragen,
bietet ^^^Hille vaterländische Pflicht, uns durch
Ordnung, Arbeit und Geduld zu unterstützen, um das schwere Werk zu vollbringen. die Armee geordnet und in Gesundheit nach Hause zu führen.
Lin jeder helfe dazu!
Unseres Dankes stnd alle gewiß, die in treuer Selbstverleugnung und mit vaterländischem Qpferstnn uns die Heimkehr erleichtern!
Der Oberbeseblsbaber: von der Marwitz Gcnral der Kavallerie.
6emLß verMkiung vom r5. Novvr. wcrücn meine öekcvLklsrLumc bis auf weiteres
um 5 Uhr geschlollcn, vtcivcn üaMr avcr
auch
m am MittällsMnüm
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„Baugenossenschaft 1884"
zu Gießen
Eingelr. Genoffenschaft mit beschränkter Haftpflicht. Diejenigen Mitglieder unserer Genossenschaft, die auf ein eigenes Heim reflektieren, werden gebeten, sich bis längstens 5. Dezember l. SU bei unserem Vorsiandsmti. ticd Herrn Architekt Hamann, Bergstraße 11, in den Zormiuagstunden zu melden.
Greßen, am 25. Nvvemeer 1918.
Der Vorstand der „Barrsenoffeuschast 18H*.
Wolfs. HaaS. 9093V
Wegen Lichtmangels ist die Bibliothek des Gesellschaftsvereins bis auf weiteres jeden Mittwoch von 2-♦ Nhr geöffnet.
Die vlbl.-verwaltung der G.-v. (Muds
Aug. Frees. sobd
Aus dem Heeresdienst entlassen, habe ich mein Geschäft wieder eröffnet.
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Kellner. Brüche. mä„nl. und welbl. Hilisveri°»«l. Dienstag den 3. Dezember 1918, nachts 11 Ubr, sinder bet Lloll. Ruht, Gailhof Wttrttemberger Hot, eine
öffentt. Versammlung
statt. Referent: Mar Schindlmeier, Berlin.
Tagesordnung:
1. Ist die wirtschaftliche Lage der Gastwirts- angestettten in Gießen den Zeitverhält, nisten entsprechend.
2. Diskussion.
Kollegen: Die überaus traurigen Lohn- und ArbetlSoer- hättntlle am Orte erfordern dringend ein Erfchernen aller.
Der Einberufer: . ^
Verband der Gaftwirtsgehilfen (Sitz Berlin)
I. A.: M. Schindlmeier. 07097
Gemeinnützige Baugenoffenfchast Gießen
E. G. m. b. H.
Ordentliche Jahresversammlung
Dienstag den 10. Dezember 1918, abends 8Ubr, in den Geschäftsräumen der Allgcm. Ortskrankenkaffe
lLudwlgstraße 12).
Tagesordnung
1. Geschäfts- und Kassenbericht.
2. Auslösung der Genossen,chatt rum Zwecke der Ber. schmelzung mit der „Baugenossenschaft 1894 .
Um vollzähUges Erftbeinen unserer Mitglieder wird gebeten " Der I. Vorsitzende des Aufstchtsrates.
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Eintrittsgeld 1 Mark, Jahresbeitrag 3 Mark. Derselbe wird von Herrn Loewer in den nächsten Tagen erhoben. Weitere Beikarten ä 50 Pf. wolle man gleich beim Vereinsdiener eninehme».
Beikarten können nur für die HauS- ! landsmttglieder der engeren Familie verlangt werden und find nicht libertragbar. Mißbräuchliche Benutzang dieser Karten zieht zunächst den sofortigen Ausschluß aus dem Verein nach sich und wird gegebenenfalls gerichtlich verfolgt.
Anmeldungen können beim Berein»- bleuer oder auch bei Herrn (Srntt Baller, Mäusburg 11, erfolgen.
Gießen, den 30. November 1918.
9268V
Der Vorsitzende
PsndkmßkizkrNzr« i» Wa.
3n dieser Woche werden je 100 Pferde am Mittwoch und Zreitag am Schlachtviehhof in Gießen versteigert. Donnerstag und Samstag keine Versteigerung.
Die pferdetommisfio«.
!B7flD
Versteigerung.
Mittwoch den 4. Dez. 19*18, beginnend vorm. l O Ubr, sollen in; Kriegsgefangenenlager Gießen m;f dem Trieb östlicher Teil
78 Läuferschweiue,
2 Saaner-Zregen
öffentlich meistbietend gegen Barzahlung versteigert lverba«.
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