Nr. 215
Der -irdener Anzeiger
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Oietzener^amMenblatte^
Kteisbloit
fflr den Kreis Sieben.
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168. Jahrgang
Freitag- 22. November fW
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Seneral-Anzeiger für Gberhesfen
m m Bekanntmachung.
en bei Durchmärschen.
ote Bürgermeistereien der Lar d^emeinden des Kreises.
. nöck/vw Zeit zu erwartenden TurclMärschen sind
so!sende' Geslchtspmrkte zu beachten: '
über fre Zeit des Anmarsches von ge- schd>s>enen Truppenteilen lmro rhve Stäicke wird seitens des ylrbctter- Svlda^nnates Gießen durch Radfahrer oder Fernspruch an Kf v!!£r' den Tirrchumrsch beehrten Gemeinden erfolgen Es beseVrch %U ****• T-öÄvechstelle Tag lucb Nacht
r Durchmärschen haben die in den Gemeinden vor-
<5rcherb^tsmarmschäften. ebenso wie Sie persönlich, in ' i ™J e den mtnnrnc-snräßiigen Durchünarsch Sorge zu «agar r md sich m icbcr Llnstunft bereit zu bitten. Die SickZer- vwsmMinfcknften baden auf BeuachrichnArng an der Geniarkungs- ^enzevie Truppen in Empfang zu nehmen und bis zur nächsten Gema^s^nrze zu geleiten, möglichst nach Benachrichtigung der nach^tm N rr den Durchmarsch in Betracht tomnrenden Gemeinde. -ui^Ltrapenkreiv^u irpcm inrd Schnittpunkten haben Sicherheils- posven zur Auskunfterbeilung und zur Berhinderung des Aus- ^eräens auf nicht vor geschriebene Wege dlufsdellnng zu nehmen. Dmsrchll^ der Herstellung der Wegweiser und KVnittlichmachung hin sichtlich der Sannnlung Versprengter ist vevetts Verfügung ergangen.
. ^! € Verpflegung findet in den Landgemeftchen nicht statt,
sondern es sind in» Kreise als Verpfleginrgsstutionen lediglich Kietzen und Grunberg. v>ovgeseben. Trotzdem ist dafür Sorge zu “Jt5 fnr 9 Notfälle die VerabreickMng von Nahrungsmitteln mi Kraute und marode Loldaten erfolgcn barm.
. **• Verffflegamg durchimarscksterender Truppen in geschlos-
smen Transporten erfolgt aus den Heeres beständen, die Vev- Zwgoma einzelner Kommandos oder Ma»r»ffchaften mutz gegen Rückerstatttnip seitens der Heeresverwaltung mis Landbeständen lrnerwarlet anftrete-ide tätigende Bedürfnisse können auf ^cchren Arrtvag, durchs Vermittlimg des Arbeiter- und Soldatenrates aus dem hiesigen Magazin gedeckt werden.
'^Zcdeu falls ist es zu vermeiden, daß einzelne Versprengte »u Ort zwhm und Verpflegung in sslnspruch nehnien. wttt oller l^inerg»e ist daraus zu halten, daß Versprengte nach dem ..'carschziel unter Geleittrng mid Uaberwachiing der Sicher Heils- orpane m Marsch gesetzt werde:, unter möglichster Benachrichtigung der näcUden rn Betracht Vmnmenden Gemevtde.
Marvde und Cnckranktr ist rnsoserii Vorsorge zu treffen, als Rä ume in® L^trohsäcke irr?b dergleichen für ihre Unterbringung norxulehen smv, wobei für anstecksche Erkvandungrn besonders ge- tm-nti Rmnnlichgeiten vorgesehen werden müssen. Aucl) ist dafür ^orge zu tmgen daß die WolMcpg des Arztes und gegebenenfalls p« Apottr-te bekannt rü und diese nach Möglichkeit während
DarännarsckMs den Truppen zur Berfügiurg sdchen.
7 \$-frr Qat+ S—.. tiYx . 2 r:
Tarlegung der bisher von der Reichsrsgrerung getroffenen Maß nahmen, die Verständigung über das künftige Zusammen wirken zwischen der Reichsleitung wü> derr Regierungen de Einzelstaaten.
Ter Reick)sregierimg find in den letzteri Tagen von den Sol dWenroiben voni der Front und aus der Heimat, sowie von Arbeiter raten unzählige telegraphische Begrüßinigen und Glückwürisch zrugegangeir, die regelmäßig den festen Entschluß der Absender aus sprechen, sich rückhaltlos auf den Boden der von der Reichsregic- rwrg vertretenen Grundsätze zu stellen und sie bei der Lösung ihrer schtveren Aufgaben nachdrücklich zu urttcrstützen; insbesondere wird allgemein die Enoartung ausgesprochen, daß die Verfassung, gebende Nationalversammlung sobald als möglich einberufen werde. Die Ncichsregierwig ist nicht imstande, alle diese freundlichen Grüße und Zusicherungen den einzelnen zu er- wweru. Sie spricht daher den Enffeuderii durch diese Veröffent- Uchimg ihnen warnren Tank für die wertvolle Unterstützung aus, dre chr die Zustimmuiig Weiler Kreise für ihre große Arbeit gewährt
Ein hessischer Protest an die Reichsregiernng.
7.
sämtlich in Gießen.
Darmstadl, 21. Nov. lWTB. Nichtanttlich.) Unter dem Eindruck der Entwicklung in Berlin hat die h.e s s i s ch e S t a a t s- regierung heute fvlgeicden Protest an die Reichsregie- rung gerichtet: Die hessische Regierung erhebt bei der Reichsregierung schärfsten Protest gegen die Ausschaltung Einzelstaateäi mrd gegen die Nichtberüctsichtigung dieser £>taäkn durch Erlaß tvon Gesetzen und Verordnungen. Tie hessiscU Wgierung verlangt unter allen Umständen schleunigst nberufung de.r Nationalversa mmlung Durch Fortbestehen eines SArtzlosen Zustant^'s wird der Recck.ron in die Hände gearbeitet und andererseits die Gefahr vermehrt, daß sich die Entente in die lnnerdcuffchen Verhältnisse einmischt und schließlich die Reichs- emhert gefährdet wird. Wir lvollcn nicht an Stelle der glücklicher- weise vernichteten preußischen Militärautokcatie eine einseitig pveutzrsche Diktatur eintanscheu.
7 - ftftr Zoit der Dnrck-märsche enrpsichlt 'es' sich, eine Marmbeveitsck/rfl der SicherhettsTnmrnschaften (auch Feuerwehr) cmxuricl^n. um bei Aussckrreituirgen eilrzettrer Militärpersonen,l bei Gesähck^nrg durch Brände und zur Verhütung von Unglücks- 5°. 1 Lrilsebästung. bei solchen tätig zu sein. Es empsiehft fich deshalb, für d-.ese Suhevl-eitswehr ein ordnungsmäßiges und geherztes WoclkMal bereitsrrstellen und für Verpflegung dieser Personen (kern Lllkohol) zu sorgen. >
8. Im übrigen eMpjeAen wir Ihnen, die Entschließung des rkveisamts nur bei sehr wichtigen Angelegenheiten des Turch- nmr'ckes m Anspruch zu nehmen und im übrigen umsichtig und fÄostandig zu handeln. Wir ^haben das Vertrauen, daß dann der Durchmarsch durch unseren Bezirk rasch und ohne Störung für dre Trirppen und die Einwohner verlaufen wird.
Gießen, den 21. November 1018 ^ K reif amt Sietzen. Arbeiter- und Soldatenrat
I. V.: Lang ermann
I. A.: Johs. Diehl.
Der Streit um -re Nationalversammlung.
, Zn der heutigen kurzen Meldung, daß zwischen der Reichs- degverimg. die auf der Einberufung der Nationalversammlung besteht, und dmr Vollzugsanssch.i ß des Llrbeiter- und Soldttenrates, der die Versassimgsfvage in die Hände einer Delegiertenversamm- lm'-.g der Arbeiter- nnd Sokdatenräte siegen will, sich eine Einigung viarbervste, liegt mir eine schwache Tröstung. Die loeit Überwegen^ Mchil)eit des Volkes will die baldig? Einberusirng einer National Versammlung ans den bekannteu inneren und äußeren Gründen Eine verbaltnismäßig kleine Gruppe terroristisch gesinnter Radi- kalrstcn die in der Reichsbanpffladt vorherrscht, widersetzt sich und hat mit der Diktatur, die sie auszuüben bestrebt ist, in weitem deutschen Landen WÄ-erfpnui> wid Empörung hervorgerufen. Die Reichswgierimg deutet heute selbst in einer besonderen Kundgebung, in der sie eine Konferenz mit den Regierungen der Einzelstaaten ankündigt, an, wieviele solcher Aeußerungen des Unmutes ihr zu- gogangen seien. Besonders scharf hat der Königsbevger Soldatenrat die Bewegung der kleinen Minderheit gegeißelt, und aus anderen großen Städten, wie Köln und Breslau, kommen ähnliche Ver- vffentlichimgnr. Sehr bedeutsam ist vor allem, daß Bayern sich von dem BolschelEentum der envähnten Berliner Gruppe abwendet: eine scharfe Absage ist von dort aus erfolgt, nnd es erscheint schon ganz ausgeschlossen, daß der große süddeutsche Bundesstaat, dem sich, die benachbarten Einzelstaaten anschließen werden, sich einer verfahremm Be"tiner Zentralisation aus die Dauer anschließend werde. Erfveulick-erweise hat ch^ute auch die hessische Volksregierung sich in derselberk deutlichen Weise g-eünßert. Zn der Tat, eine Konferenz der Einzelvsgierungen scheint zunächst das wirksamste Mittel zu sein, um die Wortführer einer Küffsenherrschrft zur Besinnung und Bescheidenheit HU bringen. Wenn die „Köln. Zeitung" heute „aNe Deutschen, die frei im freien Staate leben ivollen", zuv Bildung eines Schutzbundes gegen das ^Bolschewikentum aufruft, so ist es vielleicht für das Bürgertum gar nicht mehr erforderlich große Schlachten in dieser Beziehung zu schlagen. Aber eine Einigung und möglickOe Bernveidung von Zersplitterungen ist mehr denn je nötig.
Regierung und vollzugScrusschutz,
Berlin, 21. Nov. (Pr.-Tel.) Wie wir hören, nehmen die Verhandlungen zwisckicn Regierung und Vo llzugs- a u s l ch u ß des Arbeiter- und Sosoatcnrates über die Abgrenzung der gagenseiligen Befugnisse einen befriedigenden Verlauf und laltzm eine baldige klare und reinliche Scheidung erhoffen.
Eine Konferenz der ReichSregicrung mit den Negierungen der Eiuzerstaaten.
Berlin. 21. Nov. lWTB.) Tie Reichs reg'.ernng lud die Re- Vierungen der einzelnen deutschen Freistaaten Sr krt-arllphffck^m Wege zu einer Konferenz, die Montag Novcw.iber im Kvng.' ßsaal des Reichs'kanzlerhauses statt- mrocn lott. Gegenstand der Belprechung ist die politische Lage, die
8och beharrt bei den harten Bedingungen
Berlin, 21. Nov. (WDB.) Der Vorsitzende der ständigen Waffen still st ands ko mmission in Spaa, General von Wi nterfeldt, crl-iett gestern auf eine Reihe deutscherseits vor ge schlag euer Erleichterungen von seiten des Mttr schvlls Fvch folseiche Antwort: Den im Briefe des General- majors von Winrergeldt vom 18. d. M. enthittenen Forderungen bezüglich der militärischen Bedingungen des Waffenstillstandes rcntn keine Fc4se gegeben werden. Daraufhin gab General von! Wntterfeldt im ^Verständnis mit dem Vorsitzenden der Waffen- lsill)tandskomm/ission, Staatssekretär Ei^berger, heute den folgenden Pro t e ft ab:
Die Erleickternngen der Waffmstillstandsbedirgungen, die von drr deutschen Woffenstitlslrrndskommission in ihrer Note vom 18. Novbr. unter em.gäl>euder Begründung angeregt wurde, ist vom Marschall Fach rundweg abgelrhnt ,norden. Es bleiben daher Be- drngungen in Kraft, sie iu der Geschlchte lvvhl noch nicht auf-
erlegt worden srnd. Ein modernes Heer von über drei Msslirnens Marin, mit einem ^nnplizierten technischen Apparat soll in Gewalt- märsckon^in ungiünsdiger Jahreszeit, aus vielfach sck-lechten und ge- owgrgen Ltraßen über die Tiftleen des Rh.ünes in voller Ordnung zunückgeführt ^werden. Tie Zivilbevölkerung der Gebiete, die vop diesen Heeressäulen dnrckxwgen werden, soll dabei vor jeder Be- läft'gung bnvahrt bleiben. Gleichzeitig werden dem Heere gewaltige Translvorttnitbelabscnonrnven. Ungeheures Kriegsmaterial und viele Tausende von Gefangenen der verschickxnstcn Nationalitüten sollen ordnungsgeinäß und in tadellosem Zustande übergeben werden. Es darf an dos mtt«tteiisch: Urteil jedes erfahrenen Offiziers dör Truppe odor des Generalftabes appelliert werden, um zu entscheiden, ob eine derartige Leistung überhaupt im Bereich der Möglichkeit fDcgit Die Krivgsgeschichte wird in dieser Beziehung später ein, sehr deutliches Urteil sprachm. ddachdem somit eine Milderung der praktisch völlig mmusführbaren Ardreyrmgen abgelelvtt wurde, trotzdem sich die milrtärisckion und tiolittschen VerlsAtnisse, die zur Auf- ftelluu.g solcher Bedingungen geführt haben, seit Uirterzeichnung des Wafsensttll^tandes von Grmid aus verändert haben kann nur an- gmommen werden, daß cs die Absicht des Oberkommandos der Alliierten ist, noch während des Waffenstillstandes das Heer völlig anfznlösen und zu vernichten, dms während 50 Monaten gegen übermächtige Feinde ruhmvoll standgehalten hat und dessen Front bei Einstellung der Feindseligkeiten nicht durchbrochen war. Tau- ieiü>e der tapferen Männer, die in Erfüllung ihrer Pflicht für if;r Vaterland gekämpft haben, werden infolge der ihnen aufgez'wunge- nen Gewaltinärsche als Opfer der Erschöpfung am Wege liegen bleiben oder kurz noch vor dem lErreichcn der Heimat in Gefangenschaft geraten. Cs darf wohl die Frage aufgeworfen loerden, ob ein derartiges Ergebnis dem Sinn eines Waffenstillstandes ent- Grickrt, der doch den 'Zweck haben sollte, die Einstellung dev Ferncheligkeiten herbei zu führen wid einen Frieden dep Versöhnung und Gerechtigkeit anzulxrhnen, oder ob nickst vielmehr eine solch? Erzwingung unmöglicher Bedingungen eme nutzlose Fortsetzung der Feindseligkeiten in besonders unerbittlicher und unmenschlicher Form davstellt. Daß durch die ckpnungslosc Ausführung der harten WaffenAllstcnidslxHingung.'-n das deutsche Volk mit seilren Frauen und Kindern van lAnarchie und Hungersnot bedroht wird wurde zu wiederholten Malen mit größtem Nachdruck Yervorgeyoben. Diese den Gebotet» der Menschlichent entspreck-enden Vorsiellnn gcu scheinen keinerlei Beachtnirg gestitiden zu haben. Unter solcher Umständen bleibt dem Vorsitzenden der deutschen Waffensttttstan-dskommissi-vit nur übrig, noch einmal ausdrücklich zu erklären, daß Deutschland mich weiterhin alles tun wird, was in Menschenkräften steht, um das Wasfenjrillstandsabkonimen getvi'senl-ast zu erfüllen, daß aber ür die geordnete und pünktlich: Tnrchführung der erzivungenen Bedrngnngen keine Gewähr übernommen werden kamr. und daß die^8erantwortung für alle tveiteveii Folgen, die schließlich Rück- wirkung ans das ganze westliche Europa haben werden, feierlich und vor aller Welt abgelehnt tvird.
Ter Rückmarsch unserer Truppen.
. d^rlin 21. Nov. (WTB. Amtlich) Das Feldheer ist rm Begriftz Westdeutschland zu betreten. Der Rückmarsch muß ch, wie auch der Abtransport, in fester Ordirung vollziehen Sonst t die Auflösung Mlv-errneidbar. Welches Unheil für unser Volk durch an sich gutgemeiitte Maßnahmen örtlickZer Organe, die aber in ihrer Wirkung über örtlich hrnansgehen, verursach tocrbcu kam», beweist ein Vors all aus Frankfurt a. M. Dort wurden in tznter Msrckst französische Kriegsgefangene in Lüge mnge'aden und m Richtung Metz dem foanzösischen Heer- ewtgegen- Ms'ulhrt. Sr? kamen an, ohne daß Verpssogung und Untecllmft vorbereitet waren. Die französische oberste Heeresleitung protestierte nnt vollem Reckst cnis das ernstl-afteste gegen diese Durchbrechung des be,ckchcheneu Vertrages. Die Wiederholung solchr Borsällle würde deit Wiederausbruch des lkrieg-os in drohende Nähe bringen Zudein
fallen solch Züge für die Versorgung des deutschen Heeres aus An anderen Stellen lmirden für das Feldheer besttmmte Verpile- gungszüge angehalten nnd ausgeladen, oder zur Be elstsübernritt- luug ausgesandte Kraftwagen beschlagnahmt, sslnch Lastkraftwagen wurden dem Hoeresdienit entzogen und für örtlich Zwecke oer- wendet. Tiefe wenigen Bemerkungen werden jedem klar inachn, von n»elchr Bedeutung das-^ungestörte Arbeiten im gro^n Zu- Z lammen hang ist.
Britische BesatzungStrnppen am Rhein.
L o n d o m 21. Nov. (WTB.) Der Kommandant der 4. briti^ lchn Armee, die zu den Besatzungs truppen am Rhein gehören wird General RawliNson, 'hat einen Befehl an seme Tn typen erlassen, in dem er sie auffordert, nach Ueberschreitting der deutscher Grenze der Welt zu zeigen, daß britisch Soldaten nich gegen Frauen, Kinder und alte und schwach Leute Krieg führen.
Zur -lbrcise der englischen Gesanaencn.
London 20. Nov, (WTB.) Reuter. Unter'haus. Bonar ~ a fa eruarte, daß an die deutsch Regierung und an Haig zur Axnttrgabe an das deutzch Hanptguartier die drahtlose Mitteilungl gerichtet wurde daß die britisch Regierung Nachrichten von bedanerlichent Mangel an Organisation bei der Freilassung ?* 1 sber befangener mid über ihren Rückmarsch in elen- oer Meldung, ohne Nahrnng, Trmrspvrtnrittel oder Führirna nach den Lmren her Alliierten erhalten habe, was für die Ge- Mbnen beklagenswerte Leiden rmd chhe Sterblichkeit zur Folge; Ü ' i £ e u ürttndK Reg/erung könne eine Fortsetzung der grau-^ B^hatrdlllng nicht dulden .und müsse darauf bestehen, daß Behörden, denen die Verantwortung zuialle, ent-- rkehriingen treffen, sonst würden die Engländer ge^
tsch-
b<n der Frage der neuen Versorgung Deur,m- »anos mit Lebensmitteln und aiideren Erfordernissen in Anrech cvfrf!? ? U ? ic britisch Regierung sei bereit, jede möglich
^me zu leiikeii, indem )ic Lebensmittel, Kleidung und Transportmittel noch den Gefangenenlagern schicke.
Die deutschen Gefangenen in England.
London 20. Nov. (WTB.) Reuter. Im Oberhaus erklärte Liord «Eave, daß alle internierten Deutschen nach SfV-i 3 , € ' ( ^ lc L t werden würden, sobald der Krieg vorbei sei. T-re -ttill, die die Regierung vorschlägt, würde ihr di? absolute Ge. ivalt zum Llussckluß von Personen aus England auch in Friedens- Q^beir. Tre Bill würde es außerdem der Regierung ermög- ttcyen, zwischen den 'Angehörigen der verschedenen Länder einen ^«ch seiner persönlichen Meinung sollten überhaupt keine Deut; ck-en nach England zugelassen werden.
WilfonS Völkerbund.
Rotterdam 20^ Nov Nach dem N. Rott. Conr. meldet Ey Megraph aus Ncuyork: Präsident Wilson wünsch, daß fe ^.olkerbund nicht erst iiach dem Friedensschluß als eins akademische Kvmmnatwn von den Völkern gebildet wird, o-ndern als eme lebendige Vereinigung von Vötkerii, die sie Uebereinkmrft zur Verhütung won Kriegen ver-< ff?' on einigen amerikanischen Kreisen wird verlangt, daß zu dielen Besprechungen auch Neutrale zugerusen werden. Willon ist davon uberzeugt daß die den Völkerbund betreffenden Einzel Mtten von den Tele gat io neu ans der Friedenskonferenz ausgear-« bellet werden kmrn.cn, sobald die allgemeinen Grimdsätze angenommen sind. Willon wird nach seiner Rückkehr in die Vereiniatep Staaten den Amerikanern die Grundsätze einer Weltorganisation, vorle^m ^ Staaten eine wickstige Rolle spielen werden^
flotter dam 20. Nov. (WTB.) Dem „Nieuwe Rotterdam- schm Cvurcrnt" zulolge meldet „Daily News" aus Neuvork: Die ^n ^ßreich Wochenlchrift „New Republic" die als Sprachrohr 01 *' Der Sieg bringt England in eine
mächtigere Stellung als nach der Schlacht von Waterloo, ^er ganze Handel wird den Beherrschrn der Meere unternwrfen ~ l€ würzige Gefahr für die englisch? Uebermacht kÄden die
U-Bwte. Tie Vereinigten Staaten sind jetzt die gefährlichsten Mitbewerber Englands, mit denen de alliierte- Seemacht zu rechnen hat. Das Blatt nimmt an. daß die Streitig- cetten Zwilchen den beiden Mächten zu einem gefährlicheren Kampf Ulbxn könnten, als der jetzige Krieg. Wenn die vereinigte See- macht oer ^ei'ernigten Staaten und Englands dazu verwendet 0cr \ isch-amcrikanischen Trust eine privilecherte
WAtsrelttmg auf dcni Gebiete des Handels -ind der Jndusttae zu '0 ^urde das eine Zusammeiiarbeit zn dem misschließlichen Zweck der Mi^oeuttuig lern, di? aus die Dauer durch Uneinigkeit ^-'^'btnaiwer und durch den Unwillen archerer Völler doch mißglücken wurde, infolgedessen muß man den Verbund schaffen.
Französische tteberhebung.
.. d.ern, 20. Nov (WTB.) Die französisck>en Blatter beschäf- ttffen sich Milaßllch der Besetzung Elsaß-Lothringens m if bm (yestleMmg der Grenzen dieser beiden Provinzen ^er „Temp? verofsentlicht eine Karte, worin die Grenze von' 1815 mit dem Bezirke von Landau und dem Saarbrückener m «ls zu Frankreich gehörcmd bezeichnet wird. „Petit
dre^ Herausgabe dieser Bezirke, namentlich von Saarlonis, ^Saarbrücken und Landau an Frankreich. Cr verlangt ferner eme Klausel in den Friedensverttag aufzunehmen- h?ar/i? wieder eine deutsche Garnison auf das linke Rhein nier kommen dürfte. Ein derartiger Puffer-, zur ^icheritellimg von Paris vor neuen, wemr auch unwahrscheinlichen Gelüsten Deutschlands iwtwendig.
Gewalttaten der Polen.
Berlin, 21 Nov. (Priv.-Tel.) Wie berichtet wird, haben die P o l e n im Generalgouveruement Warschau die Begleitmann- sck>astcn der dcntsckxn Bahnpoiüvagen, die sich auf der Fahrt »lach Warsckian befanden, nicht nur ilireck' persönlichen Eigentums beraubt, sondern sie mich noch in schmachvoller Weise behandelt, JnSbrnck von den Ftalienern besetzt.
Wien, 20. Nov. (WTB.) Laut Meldrmgen an das Staats- amt für Heenvesen ist die Stadt Innsbruck von italienischen Truppen besetzt nwrden. Das Staatsamt d?s Amstern erhob gegen d-iese Besetzung Eiitspruch.
Ter Kaiser in Holland.
o 21 ' f ^ ? n fr^^Hrtgen Sitzung der
Znxnten Kammer sagte der Vorsitzende des Ministerrats Runs der! deutsche Kais er sn als Privatperson nach Holland gekommen'und l>cttackste sich als solche. Tie ihn gewährte Gastsreundschaft beruh- aus den besten Uehwliestwungen des lwlländischn Volkes Die R'c- gieritng w-rde av'r genau darauf achte»!, daß von der Gastsrcu'ld- cksast Kein Gepranch gemacht »verde. der gegen die Interessen des Landes wäre. Die Negierung habe auch Ursack>e. daran zu reckmeu. daß das nicht gesckZ'hn iverde, und daß auch dm Exkaiser und seine tlingebimg dic-s im eigenen Interesse richtig verstehen werden


