I« ntktfiec IHifirffifP SeS Hm, Mhsli JsiikS.
No man von A. H. Adams.
(Nachdruck verboten.) (10
(Fortsetzung.)
*Er weiß von nichts/' fasste das MäDhon eindringlich. ^Jch darf nicht schreiben Mein Vater hat mir verboten, mit chm znsantnren-nvomn-ic-n. and unser Telephon ist sort- gemrmrnen. Er muß Briefe über Briefe geschrieben haben, und Vater sagt, es seien keine arigekommen!"
„Aber der Balkon? Er weiß doch, wo Sie wohnen?"
„dLein: wir sind erst vor vierzehn Tagen in dies Haus gezogen. Ich glaube, es geschah, um mich von Horace zu entfernen, lind vorher hatte ich ihn beinahe einen Monat lang nicht gesehen. Wollen Sie ihm das sagen. Wollen Sie ihn pringen?"
„Natürlich natürlich will ich das tun," erwiderte Gala- had feuri g. War die Romanrnk schon nicht für ihn selbst — uiid wirklich, bei seiner Stellung an der Bank, mit seiner Frau und seiner Familie würde es außerordentlich mißlich gewesen sein, wenn sie für ihn gewesen wäre — so konnte er doch wnngstens ihren Anbetern am Altäre dienstbar sein. Was würde er für ein so schönes Mädchen nicht auf sich nehmen- — ausgenommett eine Vorladung vor Gericht oder ein Zuspätvornmen auf der Bank!
..Ich wußte, daß Sie es tun würden — im Augenblick, da ich Sie sah, wußte ich es," sagte Sibyl mit dankbarem Blick. Sre war so jung, so zart. so rührend hilflos. Er würde
für sie d«vch Feuer und Wasser — selbst durch kochendes. Worsfer — gehM. Ja, er würde cs auf Ems Mißbilligung' anLomnren Taffen.
„Er ist Angestellter bei Blongh." erläuterte sie. „Als Bader es heraus bekam, daß ich ihn bannte, verbot er mir, mit chm Zu reden. Ich lernte ihn nämlich auf der Straßenbahn kamen. Ich hatte meine Börse verloren, und er zahlte den Penny. Und noch dazu auf so nette Art! Als ich voller Aufregung danach suchte und der Schaffner warterrd baffcmb, zog er einfach ein Sixpenresruck heraus und sagte, es sei für tfvd Natürlich mußte ich üym danken: und dann... er stieg zufällig an derselben Haltestelle aus, und ich erlaubte chm, mul) nach Hau.se zu begleiten Dann war er immer in der Mhs, wenn ich ausging. Er schien auf der Straße förmlich umzugehen, er Pflegte unser Haus tagelang zu bewachen Ich hatte das eigentlich ganz gern, imb so erlaubte ich chm denn nach einem Weilchen, daß er mich anvedere. Er loar so tiebenÄvürdig hübsch — hatte so ein kraftvolles Gesicht. Er pfleyte mich zum Tee mrtzu- nehmen in den Kiosk in Domain Square, und einmal küßte er mich in der Gemäldegalerie im Saal der Frührenaissance hinter einem Wandschirm. Da wußte ich, daß er mich liebte. Bis dahin war ich noch nicht sicher gewesen. Aber ich hatte ihn wirklich geliebt von der Zeit ab, da er den Penny bezcchlte, obgleich ich es ihm natürlich nicht zeigen wollte, bis er mich geküßt hatte. Und da ich ahnte, daß Waler es nicht billigen würde, kamen wir überein, unsere Briefe aneinander in einen alten Baumstamm zu stecken, in der Straße hinter dem .Hospital. Es ist der
hure Barum vom lÄiibe ab qeoechnet. Da bekam tb jemand rs — irgendein Herumstveicher in Domain Square — und bocrntlvortete einen meiner Briefe. Und so nett 7wch dazu! Er schrieb beinahe ebenso nett wie Horace. Da mußten wir freilich aufhören. Dann bekam es Vater heraus und machte der Sackve ein Ende. Urrd wir zogen in dieses Haus, weil es einen so schönen, großen (Harten hat und weil hier ein so hübscher Balkon ist, auf dem ich im Freien schlafen kann. Sie glauben alle, ich sei sehr zart, sogar schwindsüchtig. Mutter starb daran, und das macht Vater so besorgt um mich Aber ich bin sehr kräftig."
Sie sagte das mit einer Bestimmtheit, die von einem ängstlichen Blick aus Galahad begleitet war.
„Sie meinen doch nicht, daß ick) krank aus sc hem nicht wahr'?'' fragte sie. Es schien Galahad, als ob sie sich wre verzweifelt an seine Antwort klamnnre. Diese erfolgte mit ritterlicher Bereitwilligkeit. „Nein. Sie sel)en ganz wvhl aus. Schwindsucht ist nid# erblich Ich bitte Sie, setzeu Sie sich nicht dergleichen törichte Gedanken, in den <Dpf, Fräulein Srbyl."
„O, ich weiß wohil. Aber Vater laß! immn einen Arzt kommen, irnd der witt, daß ich draußen auf bettt Balkon schlafe. 2lber er weiß nicht, daß eine Feuerleiter vom Balkon hinabführt — es ist nicht jener Balkon über der Sttaße, sondern ein anderer, der auf den Garten hinausgehr. Und es wird mir ziemlich leicht, zum Garten hinabzuschlüpfen, wenn man glaubt, ich sei zu Bett gegangen."
(Fortsetzung folgt.)
O Herr, du forderst viel.
Seinem lteben Barer und Schwesterchen folgte Sonntagnachl als drittes Opfer innerhalb einer Woche auch unser innigstgeliebteS unvergeßliches Söhnchen
Otto Stork -
nach schwerem Krankenlager im Alter von 8 Jahren.
I« tiefem Schmerz:
Elisabeth Stork Wtw. u. Kinder.
Gießen lKornblumengafse 8), den 1v. Nov. 1918.
Die Beerdigung findet Donnerstag den 81. November vormittags 11'/, Uhr auf dem neuen Friedhose statt. ^
Tieferschüttert erhielten auch wir noch die schmerzliche Nachricht, daß mein lieber, braver Soh i, mein treuer, herzensguter Bräutigam, unser guter, unvergeßlicher Bruder, Schwager, Sehwie/er-ohn u Onkel
Lehrer Ludwig Bopp | P
Leutnant d. R. Im Reserve.-Enf.-Rcct. 61, 5. Komp.. El Jl STO 1110II" jS^OlilZQY t
1
Leutnant d. R. Im Reserto.-Inf.-61, 6. Komp., Inh. de« E. K. II. Kl. n. d. lies«. Tapferkeltsmcdalile,
nach 4 Ähriger treuester Pflichter f üllung am 18. Okt an seiner am 14. erhaltenen schweren Verwundung im 26. Lebensjahr in einem Feldlazarett verstorben ist
In tiefstem Schmerz:
Familie ßopp n. Angehörige Mathilde Keiiz u. Angehörige Familie Wolf.
Cafe Amend
LOin
Surfimi!
Hausen, Inheiden, Bischofsheim, den 20. November 1918.
07172
Gehern nacht 2 Uhr entschlief nach langem, schwerem beiden meine liebe, treubesorgte Frau, unsere gute Mutter, Großmutter, Schwiegermutter und Tante
Frau Elisabeth Klinkel
geb. Schlcenbecker tm Alter von 73 Jahren.
In tiefer Trauer:
Pbilivv Klinkel Lorche« Klinkel
Ludwig Härtier «ud Frau Nuna
geb. Klinkel
Aamtlte Theodor Klinkel Aug. Krüger und Frau Elisabeth
geb. Klinkel
Pbilivv Klinkel.
Gießen tEtchweg 6) den 20. November 1918.
Die Beerdigung findet SamStag nachmittag 2 Uhr auf dem neuen Friedhof statt. mvi
I ^
m?
Danksagung.
Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme an dem schweren Verluste unseres lieben KindeS. für die vielen Kranz- und Blumen- fvenden sagen wir htrmit unseren tiefgefühlten Dank, insbesondere üir die trostreichen Worte des Herrn Pfarrers G r o t b aus Rödgen und allen denen, die unserem lieben Heimgegangenen die letzte Ehre erwiesen haben.
Die trauernden Hinterbliebenen:
Anna Stein Witwe • Familie Ludwig Stein Familie Philipp Kümmel. Wieseck de» 16. November 1918. 8872
Gestern nacht verschied nach kurzem Leiden mein lieber Mann, unser guter Vater, Großvater, Schwiegervater, Schwager und Onkel
Herr Eduard Lenninger
Telegr.-Sekretär i. R.
im 81. Lebensjahr.
Im Namen der trauernd Hinterbliebenen; Charlotte Lenninger geb. Schmidt
Gießen (Kaiser-Allee 7), den 20. November 1918.
Die Beerdigung findet Samstag nachmittag 2 1 /* Uhr von der Kapelle des neuen Friedhofs aus statt. ' 8m
Statt Karten.
Bekanntmachung
ES wird darauf aufmerksam gemacht, daß die Nnter- rrbebstelle in Laug-Möns ein Postscheckkonto bei dem Postscheckamt Frankfurt a. M. (Nr. 18550) und ein UeberweisungSkomo bei der Bczirksivarkasse in Gießen unterhält. Den Einwohnern von Laug Göns wird zur Verminderung des Bargeldumlaufs dringend emvsohlen, künftig ihre Steuern und sonstigen Schuldigkeuen an die Unlererbebestelle durch Ueberweisung zu entrichten.
8857l) BezirkSkasse Butzbach.
»FÜR PRIVATSCHLACHTUNGEN
offerieren: 8S72
»Därme und Gewürze*
»W. Thdsebach Söhne, Gießen E
S Wetzstemgasse 21 r-r Telephon 934 tu 983 9
Nach kurzer Krankheit entschlief sanft ln Gießen an seinem 81. Geburtstage unser lieber, guter Vater und Schwiegervater
der Geheime Medizinalrat
Dr.med.etphil.h. c. Ludwig Stieda
Professor em. der Albertus-Universität in Königsberg.
Professor Dr. med. Alfred Stieda Professor Dr. med. Alexander Htleda
nnd Frau Maria geb. v. Bodecker.
Königsberg L Pr. und Halle (Saale), den 19. November 1918
Die Beerdigung findet Freitag den 22. November nachm. 3 Uhr von der Kapelle des alten Friedhofes aus statt.
07191
in!»!»
I
in allen Größen ab Lager lieferbar
Gg. Schieferstein, Lieh,
Maschinenfabrik,
Telephon Nr. 17. ,m c
Gestern entschlief sanft meine liebe Frau, Schwester, Schwägerin und Tante
Frau Marie Heger
geb. Merkel.
In tiefer Trauer:
Otto Heger
8894 Familie Merkel.
Giessen (Marktstr. 16 ), Mannheim, Leipzig, Zittau, den 19 . November 1918 .
Die Beerdigung findet Donnerstag den 21 . November in aller Stille statt.
ttohlensparer
D. B. 6. lä. von der Hiesigen KoHlensteüe zur Ersparung
von FeuerungSmatertal dringend empfohlen
glänzen«! bewährt
ver Stück 15 bis 20 M. etnschl. Einbau. Alleinveririeb: «ans Mann. ^ond Anlage 20. Bestellungen nimmt auch A lb. HSb. Mäusburg 5. entgegen.
Empfehle mein großes Lager in:
Dezimalwagen :: Lmaillewarcn :: Nesseln' Herden :: Gefen
sowie alle Haus- und landwirtschaftl. Artikel
Wilhelm Dürbeck, Kaehf.,
Diezfiraße «. _ Telephon 283. _ MSuSbnrg^k .
Transport-Versiüerung
Generalagentur Kugelmann. Gießen.
Holzverkauf
auS fiandeSberrlichen und Gemeindeforfte«.
Der für Montag, den 25. November 191b angeseyt gewesene Bei kauf ist der Retseschwiertgkeiten halber verschoben worden. Wann er nunmehr stattfindet. wird erneut bekannt gemacht werden. 8871B
Weihnachtsbescherung der Kteinkinderbewahranftalt.
Auch in diesem Jahre soll unseren Kindern eine Weih- nachtSfreude bereitet werden. Wir bitten deshalb die Freunde unserer Anstalt um freundliche Gaben an Geld, Kleidungsstücken und Spielsachen. Die Unterzeichneten Borstandomitglleder, sowie die Lehrerinnen der höheren und erweiterten Müdchenschule und die Anftalrsschwestern sind bereit, solche Gaben emgegenzunebmen. Sonst ist niemand berechtigt. Gaben für unsere Anstalt zu sammeln, auch wird keine besondere Sammlerin be au »tragt. 86730
Der Vorstand der Kleinkiaderbewabranstalt: Frau Anna Georgi, Weserstr.2,- Frau Professor Graßmaun, Frankfurter Str.'-Z; Frau Iuuizrat Grünewald, iqeblgstr.21. Frau Johanna Haas, Ost-Anlage 31: Frau RechnungSra, Kalbfi^isch, Vudwigstr. 7; Frau Geheimrat Martin, Kepler« strafte Ü; Frau Marie Schwan, Seltersweg 64: Frar Apotheker Schwieder, Schulstr. 1: Frau Karola Walther Gieüen Baue 29: Schwester beuchen Welsch. Diezstr. 1^.- Pfarrer Auöfeld, Rektor Jann, Medizinalrat Or. Walger Kaufmann ^ouiö Wolff, Pfarrer Schwabe. Borfitzender.
Bekanntmachung.
Sicherheitswehr.
Mwmer im Mter von 20 bis 45 Jahren, bke bereit sind, in eine Sicherheitswehr einzutteten, »nerden gebeten, sich bei dem Stavthmiamt, Ltsivrweq 9 1. Stock in den Stunden vcm 8—12 intb 2—6 Uhr unter Vorlage vcm Auswäsvapieren sofort zu mrideri. Gediente oder aus dem Heeresdienst Entlassen^ sind be seirders nnMknnmen. Für Uebernalime eines ständigen Wach)ienstes wird. Vergütung und Vervslegnrrg gewähtt unter den bei der Meldestelle zu erfahrenden Bedingungen.
Ich hoffe, daß der Bitte zur Gründung tvncr Sicberheitswehr im Idtteresse des Schutze-' unserer Stadt zahlreich entsprochen wird.
Gießen, den 18. November 1918. 8861B
_ Der Oberbürgermeister: Keller
19 0!
dann kaufen Sie »ich sofort
Emser Pastillen oder Sodener ,, Hombarger Pastillen Baden-Badener „ Siran-Pastillen Salmiak- ..
Wybert-Tabletten ülngol- „
Amol- „
dtv. Elnstens&fte
in der 8879a
Medizinal-Orogerie „Zum Kreuzplatz“
Krenzplats 0.
Hausierer
erhalten lohnende, leicht ver- käufiiche Artikel in Gieften. diäheres durch die Geschäfts, stelle d. Gteft. Anzeigers. w
illlllilllllllilllllüllllllliliülllHiiiüfillin
Särge
fertig lackiert und beschlagen, sowie in ein- seinen Teilen feriigzum Zusammenbau liefert ab Lager
Emil H. Mütter
SolrvArevkMor llr. 0l,L,o
8615


