ln großem Umton« cufot tourt. Die deutschen Soldaten werden enuaNeN' dre polnpchen zurückgehalten. damit die Polen auch die Mllitargewalt tn fänden falten können. Tie Lage ist um so be- als die Provinz Posen ein Sechstel der Kartoffelernte ^cnNchiandH liefert und eine seiner beiten Kornkammern ist. Tie '■ , ri * ra ^‘^ or ^ cn m ^Berlin sind entschlossen, diesen Gefahren enw- ffi }0 entgegenzutreten^ Im Kriegs Ministerium ist eine Abteilung E'""" »l chu tz O st" gegründel worden. Tiese neue Abteilima hat die Ausgabe die uns in dem Waffenstillstandsvertrag garantierten Grenzen des Tentschen Reiches im Osten zu schützen (I* Wien zu diesem Zweck Fr ei willigenverbände geschaffen werden zu deren Bildung von Seiten der l^eneralkommandos a us- *< T ^ n wird. Tie Soldaten sollen kontraktlich für diesen Zweck verpflichtet werden, und es soll den Freiwilligen eine höhere Löhnung aus WerbewndS gezahlt werdt-n Auch Offiziere sollen yerangezogen werden und zwar in möglichst ärgster Zahl Prinz Eitel Frievrich.
s.. i 7 ' Zov ?An den Litfaßsäulen in Potsdam ist
seit heute folgender Anschlag zu kewn: Ich bitte die Kameraden dev
« aS?” ,lc ^ ?r Cr ” cuen Reichs reaierung zur Verfügung
tu stellen. Wir alle wollen das Wobl unsere« Steelnnd-ä
, zj. <t \Trt 7 -7; ' 7 , , *iu ;oct uyumr
zu teilen. Wir alle wollen das Wohl unseres Vaterlandes und Volkes. Prrnz Eitel Friedrich.
v. Falkenhayn.
v ^ y?* ^0v. (WTB.) Die aus Holland gemel- ^
5f daß sich im Gefolge des früheren deutschen
Ach'Er_>Ger^ral v. Falkenhahn befindet, ist nicht richtig. Die beiden Bruder v. Falkenhayn sind als Armeeführer noch im r^eloe
Aus Stadt «nd Cdttd.
Gießen, den 18. November 1918.
Gültlze Lebensmittelmarken
für dre 47. Woche, vom 18. bis 24. November 1918.
Bro t i1850 Gramm Brot oder 1385 Gramm Mehl):
Brot pro Klg. 45 Pf
Weizenbrotmehl pro Klg. . . . ' '.56
Krmikenbrot pro Klg.64
Kvankenbrotbäcker: L. Müller, Bahnhofstraße K. Euler, Ludwigsplatz.
Butter: 30 Gramm zu 33 Pf.
Eier: Abschnitt 21: 2 Eier. 45 Pf. das Stück. r5lersck:(fleischlose Wochen Ersatz Mehl, Näheres Bekanntmachung vom 15. 11. 18. Wochenabschnitt der Fleischkarle: Erwachsene 185 Gramm, Kinder 90 Gramm.
Metzger für Kranke: Möhl, Bahnhofstraße 5. Kartoffeln: (Anteil 7 Pfund zum Preise von 56 Pf.). Nährmittel: Marke 11 (Nov. 18).
Aus die gelben Karten: 250 Gramni Suvpenfobrikate,
Auf die roten Karten: 500 Gramm Grieß,
Aus die blauen Karten: 200 Gramm Graupen, 100 Gramm Teigwaren und 100 Gramm Suppenfabrikate.
Grieß pro Pfund 48 Pf.
Graupen pro Pfund 44 Pf.
Teigwaren ans 80 % Mehl pro Pfund 66 Pf.
Teigwaren, Auszugsmehl, pro Pfund 88 Pf.
Urlauber: Tuill, Asterweq.
Zugezogem: Verkaufsstelle des Konsumvereins Bleich- straße 16a.
Seife: Marken für den Monat November.
(Anteil 125 Gramm Seifenpulver zum Preise von 15 Pf. und 50 Gramm K.-A.-Seife zum Preise von 20 Pf.) Zucker: Marke 11 (November 1918), Anreil 500 (Yramm Konsumzucker pro Pfund 50 Pf.
Raffinierter Zucker pro Pfund 52 Pf.
Hutzucker im Ganzen mit Papier vro Pfund 50 Pf. Hutzucker, ausgewogen ohne Papier vro Pfund 52 Pf Würfelzucker pro Pfund 54 Pf.
Urlauber: Hecker, Brandgasse 4.
Zugezogene: Kupp, Bismarckstraße 30.
Gemüse: Städt. Obst- imb Gemüseverkaufsstelle Turmhaus am Brand:
Rotkraut, Weißkraut, Wirsing und .Kohlraben zn den Tagespreisen.
* von Süßstoff (Saccharin). Im Monat No
vember 1918 wird gegen den Lieferungsabschnitt 22 der Süßstoffkarten H (blau) und gegen die Lieferungsabschnille 1 und 2 der neu ausbugebenden Sützstoffkarten 6 (gelb) von den Süßstoff- abgalzstellen Süß,toff abgegeben. Es gelangen auf Abschnitt 22 em Briefchen und auf dre Abschnitte 1 und 2 je eine Schachtel zur Ausgabe. Siehe Anzeige.
Fernsprech- und Telegrammverkehr.
* F ernspr e chve r k e h r fr sonder i auch derjenig- inner
halb des Ortes Greßen, hat einen jolchen umfang angenommen daß er nrcht mehr ordnungsmäßig zu bewältigen ist Tie Anfchlnst- krtungen s ind oft auf längere Zeit durch ganz belanglose ^spräche belastet, während unterdessen wichtige Mitteilungen verzögert werden oder auch ganz unterbleiben müssen, weil dre verlangten Ver- brnduna-en wegen „besetzter Leitung" nicht hergestellt werden kön- tom. Gerade letzt während der Zeit der Abrüstung und der Rückkehr der Truppe,! können hierdurch große Nachteile entstehen Tie Fernsprechteilnehmer und alle sonst am Fernsprechverkehr Betei *5^ ^beten, während dieser ernsten Zeit sich die äußerste Be,ckränttmg m der Benutzung des Fernsprechers auf- tzuerlegeu, damit der wichtige und meist recht dringende Spvech- verkeln der ^rcnstsEen, die für die heimkehrcnden Truppen zu sorgen haben, pch ungestört abwickAn kann ^^^sElegramm ver kehr hat sich seit längerer Zeit ttußerorventlich „gesteigert ,o daß der Betrieb bei dem durch die Krregsverbaltniffe eingeschränkten Bestand an Personal und Lei- Hingen sehr erschwert ist. Diese Sttmüerigleiten sind ,etzt noch weienttrch vermehrt, well da^, Betriebs personal allerorten in großem UmsÄnq «rn Gnppe ertrankt ist infolgedessen haben sich vielwch tze Telegrammapen nur dadurch bewältigen lassen, daß sie zum Lell nnt der Post versandt werden sind. Das Rnchspostamt gl,rubt auf allgenierne Zustimmung rechnen zu können, wenn es empieblt sich m der llegenwärligm Zeit des Telegraphen nur in nnnmgänc> 4rch» nottgen fallen zu bedienen und alle anderen Mitteilungen ^wzu rnsbesondere auch Glückwünsche und ähnliches g-hören brieflich zu erledigen.
Gießener Hochschnlgeseltschast.
^V°rtr°g in der Vorttagsceche über Auslandskunde hielt Herr Professor D. M. Sch, an am 14. November über das ^hennr.' „Reliaion ulnd Politik im europäischen Osten . Er schilderte dre Faktoren, die für das Verhältnis von Relrmon und Politik in Osteuropa in Frage kommen: die Türkei als Vormacht be3 Islam, die orthodoxe morgenländi'che .Kirche me römisch-katholische Kirche. Sodann besprach er die Beziebunaen zwischen Religion und Politik. wie sie sich in der letzten ^eit be- Puders im Weltkrieg, in dem einzelnen Ländern gestaltet haben- tn der Türkei besonders interessant Armenien und Palästina, aus dem Balkan, in Oesterreich-Ungarn, endlich in Rußland Ueberall yaben die religiös-kirchlichen Beziehungen die politischen beein- ftußt: rn manchen Fällen hcchen sie sogar sehr stark eingewirkt Er zeigte auch die Linien aus, die aus den gegenwärtigen Wirren zur Neugestaltung hinüber führen. Auch in ihnen ist der religiöse Einschlag deutlich spürbar. Vorauszusehen ist eine völlig neua Abgrenzung der einzelnen .Kirchen im Osten; mit ihr- werden dann auch innere Wanolungen kommen. /
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. ^ichc Persvnalnachrichlcn. Am 13. Novem
ber 1918 wurden ernamrt: Ter Buchdruckereibesitzer .Kvrl Ulrich Hi Otfenbach a. M mit Wirkung vom 11. fremder 1918 ab zum Ministerpräsidenten (Staatsminister) und Minister des A^iißeril sur tzmm Ler Rechisrnuvatt Tr Heinrich Fulda in Darmstadt mit Wirk.mg vom 12. November 1918 ab *itm Direktor stsrmlatteilung M Innern Ter Geheime Iustizrat uJ&üZ 01 ' n J* no , b i Tr emezzoin Lsfenbach a. M
mrt Wirkung vom 14. November 1918 ab zum Tirektor der Mini
sterralabteilnng der Justiz. Der Beigeordnete Konrad Wilhelm Henri ch in Tarmstadt mit Wirkung vom 14. November 1918 ab Mm Direktor der Ministerialabreilung der Finanzen. Der M^rtelsetretär Georg Raab in Pfungstadt mit Wirkung vom 12 November 1918 ab zum Tirektor der Ministerialabtcilung für das ll r b e itß amt. Ter Landes -Parteisekretär Hermann N e u - mann rn Oßenbach a. M. mit Wirttrng vom 12 November 1918 ab Mm Direktor der Ministcrialabr<'l1uug für das Ernähr ungs- ÜÜ^EN. Ter Professor Otto Urstadt in Metzen mit Wirkung vom 14. November 1918 ab Mm Tirektor der Ministerialabteilung rur das Bz l dun gswesen. — Uebertragen trurbe am 6 No^ vember dem Lehrer Theodor Mandel, zuletzt an der deutschen schule in Phllipoopel, vom 1 Septenilvr 1918 ab eine Lehrer- stelle an der Volksschule zn Schornsheim, Kreis Oppenheim. — ?c Ruhestand ver».tzt w.rrden am 13. November 1918 Seine Exzellenz der Herr Staatsminister, Minister des Großh. Hanfes re r, Putzern und Minister der Justiz Tr. v Ewald ,Snne Exzellenz^der Herr Minister des Innern Tr. v. Hombergk zu >.ach, jynwz Exzellenz der Herr Minister der Finanzen -i/r. Becker.
** A m tliche M itteilungen der Handelskammer <Gie Pe n. Mil Rücklicht auf drohende Gefahr großer Kohlen- tnapptz-eit loird hiermit den Industriellen äußerste Sparsamkeit im Kehjevvcrbrauch dringend empfohlen.
... **. D e m obilmachun g. Der bessisch-e Staatskom mtssar für Demobilmachung hat gemäß der Reichskanzler Verordnung vom 7. November 1918 über die wirtschaftliche Demobilmachung Herrn Oberbürgermeister Keller zum Vorsitzenden des Demobitmachungsausschusses für den Kom munawerband (Kreis) Gießen bestellt.
^ Alle Militär Personen, die v-errrTizelt hier von ^r «nn'-refsen, hal»m sich beim G^rnisonkvmmando Gießen üt'd p us as ne, öa mel. n Siehe Beka rntmachuna.
, oer Kriegsgefangene in der Landwirt ,chaft befindet sich im amttichen Teil mrseres Blattes eine -^Mmtmachung^ auf die wir besonders Hinweisen.
Das städtische Kriegsgesangenen-Arbeits [ ?,$ e ttt heute geschlossen worben. Tie rückstäiidigen Arbeits- .cusoald bei der Geschäftsstelle einzuzahl«i. o - militärische Vorbildung der Jugend
Nt eingestellt. T-as Tragen vvir Uniformen, Abzeichen und Waffen oex Iungrnannen ist verboten.
** H«ussu chungen. Die BeDanntinachung vom Samstag 23ir verweis n auf den ainll.chen Teil.
^ re Heimfahrt der Krieger. Tie Eisenbahnver- walluug wird dura» die Räumung der besetzten Gebiete imd die -iemobllmachung vor besonders schwere Aufgaben gestellt. D'? He'M'besö-derung d.r Krieger geschieht vorläufig nrir den bis letzt zur Verfügung stehenden Zügen. Sobald diese nicht mehr aus reichen werden Mililärurlanberzüg«: nach den dafür vorgesehenen Fahrplanen eingestellt Es bestehen dafür besonders ausgearbeitete Kurs- düct?er nach dem Stande vom 1. Okoober. Wgesehm von Mitär- frontrügen und Sarmnelzügen sind es die Urlauberzüge oder Muz. Sre fü streik nicht nur eine Nu immer, sondern auch ein Kennwort nachher Gägend, in die sie fahren. Sie heißen z. B Franken.Hessen, Holstein. Lber-Bayerii, Ostpreußen. Pomürern. Saale. Saaten, Schcheiien, Schwaben. Spree, Berlin, Leipzig. Machen, Branden- ^usg. Dresden. Hannover Havel usw. Die Züge befördern natürlich auch Fe.dgraue nach den Zwischen- und A :sckstußstationen. Loie fahren verhältnismäßig langsam und haben von Zeit zu Zeit lcmgeren Aufenthalt zur warnten oder Patten Verpflegung an be- sOtmnkten Orten. Bei einem lebhaften Verkehr solck>er Züge iv-ird cs imter Umstanden notwendig fein, den Schnell- oder auch Personen- zngverkehr ernzuschränken oder ganz einzustellen. Auch der bürger- lrct'e Verkehr nrüßte dann auf diese Urlaubwzüge verwiesen werten Der Güterverkehr wird durch die Mstzzüge kaum behindert, da er langsamer vor sich geht und sich besser dem Fahrplane der Urlauber- züge aTttxifsen kann.
^ ^"?^m.^t??ts"iinifteristm. Zur Bekämpfung ^ J hat das Staatsministerium gestern ^schlossen, ausreichende Mittel zur Verfügung zu stellen Ver den Notttandsarbeiten sollen die den li-enttgen Verhältnissen an- yemessenen Löhne bezahlt werdet. Bei der erhöhten Arbütstvsen- unterstütznng sollen gewerkschaftliche oder sonstige Unterstützungen Nicht ml gerechnet werden. Tie Weiterzahlung der .Kricgsnnter- stittzung soll sich noch ans weitere drei Monate erstrecken. Das L-taatsnirnisterium hat gestern die Ern'ührung des A ch t st u n d e n - arbertstages für sämtliche staatlichenBetri^ebeschlossen. Natürlich sollen trotz der verkürzten Arbeitszeit die Löhne in der gleichen Höhe bleiben. — Oberregierungsrat Matthias „bisher her der hessischen Gesandtschaft in Berlin, tvurde zum Landes- kommissar für die Temobilmachnng in Hessen ernawtt — !nm Direktor beim Staat
oder das Universitütssekrelariat (Bismarcksrrahe 22, m.ithclsen. -i,ort knerden Wohnungs'isten angelegt wcroen. Zur An, Nuinmer ^ besten der Ausschnitt im Anzeigenteil dieser
Ä !?"b Vi eh zä hln n g. Tie für den 4. Dc^ewba geplante Volkszählung ;xnbrt vorerü nicht statt. Soweit J'.r“ 1 k.numitni Z äh lm Piere den Gemeinden durch die Zentral, ltt-lle kur die Landesuatiitik bereits zugegange.i sind, müssen sv ausbewahrt werden, um bi späterer Zählung noch verwendet wer.
^ b 5 ählung am 4. Tezember statt, bckannt^geben ^ unbcittmmt. Hierüber wird noch Näheres
Landkreis Gießen.
Gustm» 18 ‘ &ier ftaTb der Beigeordnete
Kreis Friedberg.
^ ^ b ^N a uhcim , 16. Nov. In einer gestern vom Arbeiter- und <ooldarenrat m das Konzerthaus einberujenen Volks- veriammlnng. zu der sich etwa 1000 Tcllkielpner deiderlei Geschlechts eingemnd.n hatten, fmach als Hauptredner Pvof. Dr. S t r e cke r dex den Mahnruf an die Versammlung riclüete, das Vergangene zu begraben und ,ich ganz der Zukunft zu widmen. Pflicht aller Volks- genossen sn es, mitzuhelfen, daß ans dem zusammengebrochenen nn neuer Bau entstehe, an dem alle .^eise micge- arbeitet hatten. — Ter polittkche Hirotur* vollzog sich in Bad- Rauheim ohne iedc Störung des Badelebens. Ter Badebelrieh Teilen Mifrechterhalten und die anwesenden Kur> gaste sind in keiner Wm,c rn ihrer Bewegungsfreiheit beschränkt. Starkenburg und Rheinhesjen.
UyrniihJfJSf Tarmstadt, 17. Nov. Ern furchtbarer
u ^uEag rrüh aus dem Truppenübnngsvlatz
an 3imffrn l-aute auf dem Ftu-g lande den Arbeiten
^ § explodierte. Turch die
umherfl.egnidm Ltucü lvnrdeii drei Kinder auf der Stelle getötet, eui vierter Fb^nge starb unter den Händen der AMte
Dkiftn-Nnssau.
11 Samstag früh brach in
enrom Mm Bau von Knegsgeräten dienenden Gebäude der Urma
Bocken heim ein Grvß- ba^ Me gesamte Imienemrichtung des mehrstöckigen Bau. we^ zerM»rte^ ^er schaden wird auf mehr als 300000 Mark geschätzt Menschenleben kamen nicht M Schaden.
n< l- Ur ^ 17 ' %ot> - ^ ur ungehemmten Durch.
. Truppentransporte in das Landesinnere hat se von Zivilpersonen Jrt ^ sveiteres verboten. Nur in dringenden Qä ^n <Nbt das Prchidium ernen Ausweis für die Verabfolgung von Fahrkarten rn den Bahnhöfen J y
f.ch u ß ist am Mittwoch in Tarmstadt ins Leben getreten .U die Gleichberechttgung des Bürger- nsto Bauernstandes bei allen ltzaatlicl-en Maßnahmen wahren und in wich igen Fragen mit den llirständiqen Stellen verhandeln. Der Ausschuß richtet an alle Mitbürger in Stadt und Land die Anffovderung, schlcurngst überall me Gründung von örtlichen Bürger- und Bauernausschüssen zu ■beitcrfRellitfen. Nachrichten werden an den Hessischen Bürger- ,md Banernansschuß, Tarmstadt, Mathildenstraße 25. erbeten.
Kriegsnotg eld. Zufolge der Vereiiibcrrung zwischen den Stadtverwaltungen Wetzlar und Gießen wird das umlausende Krieigsnotgeld beiderseits auch zum Umlauf in der eigenen Stadt für gültig erUärt. Demgemäß werden die Stadtkassen Wetzlar und Gießen das Kriegsnotgeld beider Städte eiillösen.
** Aus dem S t adttheaterchurca u. Nochmals sei ans dw morgige Wiederholung von Schillers ,.Räubern" hingcwiesen, m der Herr Evarth vätt Wiesbaden wiederum den .Karl Moor spielen wird.
** Weber „die Verhältniswa hl" wird von der r "ßener Hochschulgesellschaft ein Dortrag veransstrltet Herr Universitätsprofefsor Dr. Gmelin wird Montag den 25' Novenller. abends 87 2 Uhr. im Höstal 44 des Borlesungsgebändes ßber ^stu Gegenstand svreckM, der jetzt von so großer Bedenttmq nt: Mis Grund der Verhälttriswahl sollen die Nationalversammlung des Reiä>s und der Einzel,taaten und auch der Provrnz-alausschuß, der Kreisausschuß uich die Gemeindevertretung gewählt werden An^oae Hörer wird ein Blatt verteilt, das die Ausrechnung ver- oeurttcht Ter Vortrag ist jedermann zugänglich. Siehe Anzeige Studentenwohnungen. Tie Wohnungsfrage ward uns m der nächsten Zert viel zu schassen machen. Für Gießen ist ern Nicht unwichtiger Teil davon die Frage derUnterbrin-- gung der Studierenden. Es kommen jetzt täglich Stu- denteii neu zu uns, und wir müssen schon in diesen! Winter mit einer steigenden Zahl von HeiM-hrenden rechnen. Sie unterzu- bringen. ist nicht nur eine Ehrensache der alten Universitätsstadt, sondern eure Notwendigüst. Andere Universitäten lwben schon ausreichmd für Studentenwvhnungen gesorgt. Nehmen wir die jungen Akadermker nicht aus, dann kehren sie Gießen den Rucken und Stadt und Hochschule haben den Schaden davon Sickier werden dw rctzt ankommenden Studenten auch länger blei- ben nxnn wir sie sofort hier halten können. Freilich wird uns vielleicht die Emgnartternng etwas Not machen, aber doch wohl nicht fiir längere Tauer. Und auch Wäsche- nud BcdienungSfrage find mcht ernsach zu losen. Aber es mutz eben aehen! Mit einige guteii Willen können viele noch em Zimmer für Studenten hergeben. auch solche, die sonst den Gedanken eines Vermietens weit von sich gewiesen hätten' Tie Studeillen werden auch gern ihre Wäsche (elbst mitbringen und dürfen an Bedienung setzt nicht besonders hohe Ansprüche stellen Tw L-tadt gibt auch für jeden Untermieter K'ohlenscheiue so daß toe Heizirng geHchcrt erscheint. Jetzt muß jeder für die Allgemeinheit ein Opfer bringen, und das hier verlangte ist sicher eines der am wemgsten schwere. Daher sollte jeder dem Tm Aufblühen von Stast und Hochschule gelegen ist. wenn er cs ngeiid ermöglichen kann, durch kirrzc, baldige Meldung seiner Wohnung an den Hausbesitzerveretn (Bahnhofstmße 46)
Letzte 21flcbrici)1cn.
Ebert über die deutsche Republik.
Berlin, 17. Nov. Reichskanzler Eberl gewährte dem Hev ausgeber der Amerikanischen Korrespondenz, William Borsodt cme Unterredung, rn der er u. a. sagte: Man wird m Amerika ^..überall mehr durch unsere Handlungen, als durch meine orte erkennen, das; itur die ernst begonnene Arbeit ernst und energisch fortsetzen wollen. Das deutsche Volk, soweit es noch nicht demokratisch ist, wird es nach und nach werden. Wir sind ern langsavi denkendes Volk. Was sozusagen über Nacht geschah, ist das Ergebnis von systematischem, jahrelangem Denken und Arbeiten. Schnell sind wir nicht, dagegen aber sind »vir ein Gesetz respektierendes und Gerechtigkeit liebendes Volk. Tie Männer
bilden die Regierung des gan-en deuttchen Volkes Wir haben weiter unsere Mandate der foul* democratisckMi Partei und haben alle Gelegenheit, für unsere Bnnzrpien und unfern politffchen Glauben ernzutreten, und gerade, well wrr an die Rechte des Volkes glauben, werden wir fort* fahren,^ bisher, ohne die Rechte AnderÄ>enkender zu verletzen, sur unsere Prinzipien und unfern politischen Glauben einznttvtcn, und bemüht fern, an dem Aufbau einer Weltordnung mitzuarbeiten. } n . ber die ibohlstand produzierende Klasse nicht eine enterbte iVf 1 Gerechtigkeit wird überall triumphieven, wo wirk
ttcu oemokrattsch regiert wird, und nirgends rvird dieser gerechte tvrunoiLtz mehr und allgemeine Anerkennung ffndcn, als geraöl beim deulsck^n Volke, und deshalb wird die deutsche Republik auch ihver Einwohnerzahl nach nächst Amerika die größte Re publik der Wett werden. Jetzt aber handelt ^es sich für uns, in gewissem^ Grade auch für ünsere früheren Gegner um die Brotsrage. Ihr Präsident scheint auch in dieser Hinsicht richtig M denken, Hunger kann uns nicht stävLn, ;bie sch:oer erkämpfte, ^enwfrarie ausMbanen- und, wann nöttg, für ibr Fvrtbcffteheu M kamp.en. Tie junge deutsche Republik hat ein besonders -mtereffe daran, von dem amerikanischen Volke und seinem Prä- sidenten völlig verstanden zu werden. Wir twffen, daß da- um so leichter geschehen tmrd, als viele Jdeengänge,des PräsidemeS Wilson nnL damit des ameriürnisä-en Bottes ganz den, (ök- danken Nitsprechen, die die deutsche Mpublik und ihre Regierung, die Volksbeaustragien, geschasjen haben und weiterhin beherrschen.
besonderen sind die Forderungen eines Friedens des Rechtes und der Gerechttgkeit, das Selbstbestimmungsrecki>r der Völker, me Herrschaft der Völker über ihr eigenes Land urrd die Organi- sativu eines Völkerbundes wesentliche Bettandtüle des Programms der gegenwärttgen Regierung, um unser holitisck>es Programm und dre ^mnokratie in Deutschland durch.ühren M können. Tie Frage der Volksernährung, das Krndainent eines jeden staallici:e:i Lebens, ist eine unbedingte Voraussetzung des Weit-erbestel^ns der deutschen Volksrepublik. Wir haben es deshalb mir ftrernten emp. muben, wie sehr dei' Präsident der Vereinigten Staaten diese Voraussetzung durch das Versprechen einer tatkräftigen Hilfe an- .erkannt hat. Uebermllteln Sie Ihrem Herrn Präsidenten und dem amerikanisckien Volke unseren Tm?k und lassen Sie uns hoffen, daß nach einem gerechten Frieden gemeinsame Ideen auch gemeint smnes Arbeiten ermöglichen werden, zum .Helle des amerikanischen mrd des deutschen Volkes, aber Mich zum Segen der ganzen Mkensch- heit.
«Alte und neue Regierung.
Berlin, 16. ylov. (WTB.) Bekaimtmachnng. Nach ein gegangenen Meldungen sind die reaktionären Regierungsgewaltest vielerorts bestrebt, ihre Tätigkeit nach altem System fortzusetzeni
Durch einen Erlaß der preußischen Regierung sind alle Re- ,gierungspräsideuten und Landräte ermiächtigt, ihr Amt weiters zusühren. Dieses ist jedoch nur so M verstehen, daß ihre Amtsführung unter Kontrolle durich die örtlicher! Arbellcr- und Soldattmräte erfolgt. Alle Landräte und sonstigen Beamten, die ihre Amtstätigkeit nach dem alten Systeni fortsetzen oder gegen revolutionäre Be- strebimgen bezeigen oder unterstützen, sind durch die zuständigen Arbeiter- rmd Soldatenräte unverzüglich abzusetzm.
Unbedingt sirid allen aLndraisämtern Beauftragte der Arbeiter- und Soldatenräte beizuordnen, denen die selbständige Uebcrwachung aller Maßnahmen obliegt.
Offener Widerstand ist gegebenenfalls mit Waffengewalt zu brechen.
Ter Vollzugsrat des Arbeiter- und Soldatenratts.
Molkenbnhr. Rich. Müller.
Ein Aufruf an die Svtd-aten.
Berlin, 17. Nov. Amt ich. Ter Kommandant von Bei', lin, Wels, veröffentlicht folgeuden Aufruf an die Soldaten:
Soldaten! Zuchtlosigkeit und Uneinigkeit sind die größten Gefaliren für unsere junge Republik! Kameraden! Mit Euoer Hilfe wurde an Stelle des alten Regiinos die Nenord- nnng des Volksstaotes ins Leben gerufen. Laßt diese Gcrumien-> schäften nicht niedertreten! Die Demobilmachung bat begonnen Bildet aus Eureil Reihen eine republikauisck-e Soldatenwehr, die Ordnung, Freiheit und Ruhe ausrechterhätt. Eure Soldaten- rate haben Listen mffgelegt, in die sich alle einzeichnen können, die sich dieser l-oh-w und dringend nottvendigen Mp gäbe lvidnmr wollen. Toch müßt Ihr Euch für längere Zeit verpflichten.
Ihr erhaltet ausreickZende Löhimng und Berplcgung. Wien voran Ihr Berliner .Kameraden, laßt Eure Vaterstadt nicht der Plmidmmna und dem Bruderkrieg anheimfallcn. Ihr müßt an erster Stelle in diese Wehr cintreten.


