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für btn Kreis Gießen.

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l63. Jahrgang Montag. \S.

Ebener Mjeige,

Montag, \$. November sys8

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General-Anzeiger für Oberhessen

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Scwtrdeban, Sieben Md«n,ibriqcnTk,I^ I>r.

Remholo Zenz; jui den

Zwillingsrunddruck u. Verlag: Srühl'sche Univ.-Such- u. Steindruckerei R. Lange. Schristleitung. Geschäftsstelle u.vrnckerei: Schulstr. 7. ^!inuch°n, Gi-An'.

Die Vorgeschichte des wassenstillsiaudes.

, Jwue Sfcgtmntg hat Wort gehalten und ist trotz des l.mtgeg^nstrebens radikaler Elemente, insbesondere der Spar- talusgrappe, daber den Entwurf über die Wahlordnung für me wnfttturerendc Nationalversammlung vorzubciei en Als J£ T b, v der Wahllisten gilt der 2. Januar,

Zahltag der 2. Februar 1919. Wie cs scheint, werden dre^üahwn eine völlige Umgruppierung der Parteien vor- fmven. ^zn Berlin snrd Einigungsverhandlungen zwischen der Fortschrittlichen Votkspartei und den Nationalliberalen im Gange. Wie es heißt, herrscht weitgehende Uebcreinstim- mung über dw Grundsätze des Zusammenschlusses der beiden bisheingen Ubcocfen Parteien, undes ist selbstverständlich, daß die daraus entstehende neue Partei sich auf den Boden der gegebenen Tatsack-en und damit auch auf den Boden der repub ltkan ischen Staatsform stellen wird". Anderer­seits schließt sich die Sozialdemokratie, nachdem die beiden Gruppen sich geeinigt haben und die ganz radikalen Spar- tarusleute eine neue Partei bilden wollen, immer enger zu­sammen, und ein demokratischer Volksbund willalle die­jenigen sainmeln, die den Wandel der Zeit anerkennen, an einer Neuordnung auf demokratischer Grundlage mil­arbeiten wollen uiid die unverzügliche Einberufung einer Nationalversammlung fordern". Der Einfluß der Sozial­demokratie wird demnach bei den Lommenoen Wahlen sehr gestäiTkt sein, und es ist überaus wichtig, daß die bürger­lichen Parteien jetzt ihrerseits die Kräfte nicht zersplittern, sondern machtvoll Msämmen fassen, damit sie bei den Wahl­kämpfen ebenfalls in geschlossener Front austreten können.

DieWln. geht auf die Verhältniswahl, die sie für die einzig mögliche Art der kommenden Wahl hält, näher ein und führt u. a. aus:

Die Verhältniswahl dagegen verlangt, wie ihr Name sagt, daß die Abgeordneten nach Verhältnis der im ganzen Land ab- »tegebmen Stimmen gewählt werden. Die einfachste Form der An- Nindun-g dieses Goundsatzes wäre rum die: Jeder Wählar hat nicht einen oder mehrere Abgeordnete für einen bestimmten Bezirk, son­dern sänrtliche Abgoordneten für das ganze Land zu benennen: er schreibt nach seinem freien persönliche Ermessen die 9tom.cn der Männer Dis. die er im Abgeordnetensessel sehen will. Die Folge dieses Verfahrens würde folgende sein: einzelne allgemein bekannte, hervorragende Politiker erhalten eine große Masse Stimmen, der Rest zersplittert sich auf eine Unzahl von Persönlich­keiten, so daß die Abgeordnetenwahl das reine Lotteriespiel würde, besprochenen Nack>t>eile verineidet die sr^enannte

m xm

L, stenwahl. Der Wähler ist hier an eine Liste

bestimmter Persönlichkeiten gebunden Diese Listen aus- zusdellen, ist Sache der einzelnen Parteien. Die Listen werden von der Regierung bekanntgegeben, und der Wähler entsckxstdet' icb am Wahltage für eine dieser Listen. Bon der Liste jeder Partei ,ind dann so viele Abgeottmete gewählt, ioie nach dem Verhältnis der im ganzen Land abgegebenen Stftnnren ans die Partei entfallen; auf der einzelnen Parteiliste, die ja ans Vofticht ,mmer meh Kandidaten aufweisen wird, als zum Schluß dlbgcordnete auf Partei entfallen, entscheidet die Reihenfolge der Aufführung.

Im einzelnen können nun noch viele Bestiinnurngen ü,. Verrechnung von Stimmen, über Bevorzugung bestimniter Abge^ atmeten aus den einzelnen Parteilisten usw. lnnzutreten: auch önnen zur technischen Durchführung der Wahl Wahlbezirke in .ndevem Sinne als bei dein ftül-eren Wahlsystem eingerichtet werden. Da die Verhak tlrisNxrhl zunächst nur für die V'rtossnng- gcbende Versammlung in Betracht kommt, geben wir nicht nälier aus die Einwände ein. die man /regen sie erheben tonn. Am fchwensten wiegt der Einwand, daß sie den lebendigen per­sönlichen Zusammenhang zwischen Al>geordneten und Wallkreis aufhebt und dadurch ein Besufspvrlamenrtariertum heran- zickht, das in einem gefintben Slaatsivesen möglichst ein uschränken ist. Dem stünde dar Vorteil gegenüber, daß die einzelnen Mge- ordneten sick, nicht mehr in dem Maße an 5bircht»rminteressen gebrochen fühlen würden, lvie es jetzt zuweilen der Fall ist.

Prinz Max über die letzten Ereignisse.

Einen interessanten Beitrag zur Vorgeschichte der Revo­lution bietet eine Veröffentlichung des früheren Reichskanz­lers Phinz Max von Baden, die von der Redaktion der Preußischen Jahrbücher" als Sonderdruck herausgegebeu wird. Darin heißt es u. a.:

Maine Friedenspolitik wurde entscheidend ge- st ö r t durch, das Wa ffeu st i l l ftan ds a n ge bo t, das mit fertig vocgelegl wurde, als ich in Berlin etutraf. Ick) habe es aus Gründen der praktischen Politik bekämpft. Es schien mir ein schwerer Feister, den ersten Friedensschritt der neuen Regienmg durch ein so überrascheildes Emgesräud-nis deutscher <&dtvädyc zu begleiten. Weder das echm^ Volk uochs das feindliche Ausland sckiätzte unsere mili­tärische Lage damals so ein. daß ein derartiger Verzlveiflungsschritt notwendig erschien. Ich machte den Gegenvorschlag, die Regierung sollte als ihre erste Handluiv^ ein d e t a l l i e r t e s Krieys^ielprogramm aufstellen, das vor- aller Welt unsere Uebereinsttmmuug> mit den Gruirdsirtzen des Präsidenten Wilson deutlich machte und unsere Bereittoililigkeit zeigte, diesen Grund­sätzen auch schwere nationale Opfer zu bringen. Die militärischen > stlutofttätc-n erwiderten mir daraus, auf die Wirkung einer solchen Kundg.bnng könne nicht mehr gewartet werden: die Lage an der Front erfrnd-.re biniren 24 Stunden ein Wanenstillstands- m'.gebot. Wenn. ick. es nickst abgäbe, so müßte es die alte Regierung herausbringen. Darauf entschloß ich mich, die neue Regierukkg zu bilde:: und das wrmnehr unvermeidlich giiwrd-ne Waffeiiftill- standsangrbot mit tem Namen der unbelasteten neuen Mchcrung zu unterstützen. Nach einer Woche eröffneten mir die militärischen Autoritäten, daß sic sich in der Einschätzung der Lage an der Front am 1. Oktober getäuscht lstitten.

Zur Abdimkungsfrage schreibt der Prinz:

Ick, habe es füss meine Pflicht gel-alten, den Kiriser über die Nationalc und internationale Bedeutung der 9lbtwnkungsfrage dDl- enid zu orientieren. Nur ein freiwilliger Eittsckstuß tonnte nach meiner Meinung das Reich vor schveren Erschütterun en l'c- r^al/ren. Man darf tas Zögen,c de? Kaisers nicht falsch versetzen. Es narren glvichtige Einflüsse am Werk, tste ll/n davon überzeugten, Y')\ HTnc Alstanknng das Signal zur Auflösung oer Fnvmt ge^jeben hätte. W üt^ nach den Kieler Aorgäikigen dcc Gefahr des Bürger­

krieges immer näherrücken sah. suchte ich am Donnerstag eine Unterredung' mit Dem Abgaordnebnr Ebert unb teilte ihm mit,

ich '.roch am gleichen Abend irrs Hauptguarticr reisen wolle. Er versprach mir, das Seimige dazu zu tun, damit seine Partei und die Maiseri das Ergebnis meines Gesuches ablvarletcn. Am Nachknrttag desselben Tages aber überbraclsten mir Scl-echainDin mid Ebert noch das Ultimatum der Sozialdemokratie, das mich zwing, Entlassung einzureichm; baut es l-cdutete den Zu­

sammenbruch n-ewar Polittk, nickst zu vargCnxilttgan, sondc-cn zu überz,eugni. Sie werden es mir ersp-ireu, über die Sck/ritte zu spveck-en, die ich ji«ch meinem Entlassungsgesuch unt-cnVrumen habe. Sie hatten nur dar einen Zweck, den rwt- toendig gavordenen Um stürz sich ohne Bruderkamps vollziehen zu lassen. Ich toerde mir denen, die den Umsturz herbeiführtai und ihn unterstützten, nicht rechten. Ich glaube noch heute, daß sich der Bolkswille ohne Gewalt hätte durchsetzen können auf dem Wege der ge'etz^ebeuden Vcrsammlnng, die nach dem Abfall Oesterveick-s eine El/r^e w'lickst geworden nxrr. >^>ch kann den Gc^anton nickst loswerden, daß vielleickst doch unsere Arbeiter irnd Soldaten noch 24 Stunden Geduld g'habt hätten, wenn Führer aus ihrer Mitte ihren die Nollvendigtoit der Aus- rcchterl-altung der Deimatfront so deutlich genrackst hätten, wie den Lvldaten an der Froitt es deutlich war, daß die Sck>lackstfrvnt halten mußte. Dann wäre nicht der Zusammeirbruch gekommen einen Tag vor der Waffenruhe.

Ter Umsturz I«al sich uwviderruflich vollzogen. In die Lände der neuen Regienu'kg ist eine ungeheure Vcranttvorttmg gelegt; sce rann uns als Nation erl-allen und sie tonn uns als Nation zerstören. Ich habe den R^nckstonzler Ebert als einen Mann N'lernt, der veinen Willis i>t und die Ucberzeugung I-eto, daß Deutschland ^ seinen internationalen Pflickstcn nur gorügen tonn, wenn es sich als Volkseinheit erhalt. Die Regerunc; kaim uns vor dein Bürgerkrieg nur bewahren, wenn sie demokratisch regi^ert und ihre erste nicht anfznschiebeirde Pflicht ist, sich durch eine versa ) smigsgcbende 9iativnalve rsammLurg die Rechlsg rundlage für ihre Mackst geben zu lassen. Usurpierte Macht erträgt das neue befixrte deutsche Volk nicht. Es hat sich durch die Bildung der Vollsregurllng am 3. Oktober von der Diktatur Ludendorsfs be­speit, es wird keine andere Diktatur, keine Diktatur rrner Minder- heitsgruppe ertragen. Aber eine Schrnde wäre es für Dentsckstand, wenn uns die Feinde, die nur mit einer reckstmäßigen deutsck-en Regierung unterl«ndeln wollen, erst die Einberufung einer kon- Uitmercnden Versammlung anbefcblen mästen. Hier darf die Re- glerung sich die Initiative nicht nehmen lassen. Wenn sie demo- nattsch handelt, dann kann sie sick-er sein, daß ihr die toeüvilligni Kräfte aus allen Lagern Zuströmen werden, um ihr bei der über­men sack üben Aufgabe zu dienen."

, Prinz schließt, daß der uns zugedachte Frieden viel

1 ck)!rnrmer sei, als -erwahrlich nicht nachahmenswerte Friede von Breft-Litwosk". Würden die Wafsenstillstands- lieomgungen bleiben, wie sie sind, so sei der Völkerbund tot vor seiner Geburt. Kein Volk dürfe in Kelten an den Ver- handlungstrch ge uhrt werdr/n.

Die

^ndrverbaudlmi en.

Uiion

^ der?wmnn,,wn erzielten Zugeständnisse. In dem Be richt l-eißt es u. a.:

Marsck-all Fach hatte zunächst jede Verhandlung abgelehnt. Es gelang aber, ichi umzustimmen und zu erreick-cii, daß Verhandlun­gen in nmst offizieller uorm ltattfanden. Tie Grniidlage bildetet ein von der deurfck-en Delegation ausgearbciteter Gegenvorschlags der auf sämtliche Punkte einging. Nachdem Foch das Sch'nststück erhalten l-atte, wurde es in weiteren vertranlichai Besprechungeirj ausgiebig erörtert, wobci der Marschall auf sämtlick-e Gegenvor- lch.age einging und anttoortete. Die Zugeständnisse sind in ihrer Mehrzahl ichon bctonnt. Einen wickstigan Erfolg erzielte dtz Manen sttllstonds?ommr> sion in der, elsaß-lothringischest Frage. >c>ie setzte es durch, daß die in den französischen Bedin­gungen MlgewMidte Bezeichnung pays envahi für die Reichslande ansgemcrzt wurde, diese also nicht mel/x, als besetztes Gebiet' bezeichnet wurden. Dadurch wurde für die Friedensverlxnrdlungml die Anwendung der Wilsonschen Grundsätze auf die elsaß-lothringische Frage in vollem Umfange ge­wahrt. Erreicht wurde ferner-, daß Verwalttmg, (^esetzgebmig und Rechtsprechung in den linksrheinischen Oiebieten unverän- oert, also deutsch bleiben. Ein weiteres Zugeständnis ist es, daß die Nichteinhaltung der N ä u m u n g s f r i ft kein Grund zur Za'mdigirng sein soll. Aus die deutschen Vorstellungeii gegen die verlangte Besetzung der rcchtsrhemischen Brückenkövfe beftef sich ..Larsckmll uock) immer wieder aus das Telegramm Betbmanns an den Pariser Botsck)<rster Baron Schön von Eide Juli 1914, worin als (^avantte der Neutralität Frankreichs die Besctmug von Tont. Epinal imd Verdun gefordert worden ivar. Neu ist cmdlick, die Mitteilung, das) die deutschen Truppen in O st a f r i k a nicht bedingungslos kapitulieren müssen. Es wiirde viel­mehr für sie ehrenvoller Abzug erzielt und sie tverden bis zur An­kunft deutsck-er Sckstfse in Sansibar von der Entente verpflegt wer­den. Endlich bleibt es auch Deutschland vorbehaltcm, seine! K r i e g s s ch ä d e n auzu melden.

Tie Nebel gäbe der oftafrikarrifcheu Truppe.

Haag, 17. 9tov. Reuter ineldet aus London: Ter bmtickte Besthlsl-aber in Ostafrito v. Lcttow-Vo rbeck liat sich er­geben.

Die Oberste Heeresleitung all Foch.

Berlin, 16. Nov. lWTB.) Auf ein Telegramm ocs Mar- sckall Foch an die -deutsck^ Oberste Heewslettung. irwttn über Zerstörunge.n und Plünderungen Klage geführt und mit be­sonderen Rtoßnahmai g»-droht tvicd, anttcvrttte die deittscke Obrrste Veereslc-itmrg:Tie d^mtschen Bevollrnäckstirrten bekamen bei den B^svpechw'gen schriftlich und rnündlirh immer wieder aus das erndrrnglickistr, daß die Äusführukig der rmerhürten und technisch undurck.sührbaren Bedingungen ?lusschrcitungen unausbleiblich zur Folge l-abeu werde. Tie Schuld ß'rr diese Ausschrei tr,u gen fällt somit jetzt und auch in Zukunft ausschließlich der alliönten sxere-- lei lim g zu. tzlegen die zu Uureckst erhobeneu Boovürse "erlebt die deutsch? Oberste Heeresleittnrg Protest und betont erneut daß di? Westerverfolginrg bu bisl^erigen Mekhodeu jeiterrs bu'alli­ierten Heeresleitung ihre wirksamen MasttolMren zu Schlitz der eiglmcn, Nüe femdticheu VevölLruus iewie für den Schutz und die

Verpflegung der eigenen Truppen unmöglich! mache. Sie regt erneut an, daß der von allen ^Völkern ersehnte Waffenstill­stand in dem Geiste durchg?ß'chrt wird, der die Wahrung der Menschlichkeit bei Freund urrd Feind nicht ausschließt. Zur Sackie selbst bemerkt die deutsche Oberste L>eeresl..ckung, daß es sich nach den hier eingetroffenen Nachrichten meistens um Aus- schreilungen der Bevölkerung gegen die wvhll)abendsr Klassen, ebenso wie gegen deutsch« Soldctten hcmdett.

Die Heimkehr der Truppen.

Köln, 17. Nov. Zu Ehren der hümkehrenden Krieger pran­gen die rheinischen Städte in reichem Flaggenschmuck. Die Krieger rücken in immer stärkeren Kolonnen an. Tie Durch'uhrung oer Vervslegmigsmaß-.iahmen ist in vollem Gange. In Köln werden außer anderen Räumen zur Unterkunft der Truppen 109 Schulen in Anspruch genommen. An den Zufahrtsstraßen w-rden städtischer- ,>eits Verpftegmigsstationen errichtet. 600 Mann Bürg erwehr haben iljtv Tätigkeit begonnen. Bisher vollzog sich der Durchzug durch die rkieinischen Großstädte in vollster Ordnung und Ruhe. Die Stimmung der Truppen ist gefaßt und zuversichtlich. Von der bel­gischen Grenze wird gemeldet, daß die 6. Armee sich in vollster Ordnung auf dem Rückmarsch beftndet. Sie wird am Mftnvoch Herbesthal erreichm. Tie durch .Holland durchmarsckncrenden Trup- t>ar mußten ihre Waffen zurücktossen. In den Militärzügen sind rrichlich Lebensmittel vorhanden. Zur Entlastung des Eisenbahn­verkehrs wurde ein Dampserverkehr KölnBe.rrath eingerichtet.. Boir dort gehen Verbindungen der Kleinbahnen in das Becgische Land sowie nach Düsseldorf.

Bern. 16. Nov (WTB.) Bei den derzeitigen Rückzugsbcwe- gnngen werden, wie derP-tit Parisien" he. vorh?bt, von den deut­sche Truppen nicht die geringstai Repressalien odr Beschädiignngen vorgawmmen. Tie ftanzösische Presse bestreittt, daß an der Front m Frankreich deutsche und Ententettuppen sraterinsieren.

Die AuLwort Lansingö an Sols.

Haag, 17. Nov. Reuter meldet aus Washington: Lan­sing antwortete auf die Note S o l f s, worin er auf einen! raschen Fr jede ns schl u ß drängt, daß Sols sein Ersuchen nicht allein an die Vereinigten Staaten, janbem an alle Alli­ierten richten rnüsse.

Die konstituierende Nationalversammlung.

Berlin, 16 .Nov. Der im Reichsantt des Innern cmSgd*. arbeitete Entwurf iibcr die Wahlordnung für die konstitu­ierende Nationalversa mmlung sieht für die Auflegung der Wählerlisten den 2. Januar 1919. als Wahltag den! 2. Februar 1919 vor.

Ein demokratischer DolkSbund in Berlin.

Berlin, 16. Nov. In Berlin vereinigte sich eine größere Anzahl Männer und Frauen verschiedener Beruse und errichtete

necke, D. Naumann, Walter Rathcnau, Pros. C. L. Sckstciäi» C. F. v. Siemens, ?ldam Stcgerwald, Pros. Ernst Troeltsch, Prof. Mbert

Weber. Der demokratische Bolksbimd will alle diejenigen sammeln, die den Wan bst der Zeit mierkemven, an einer Neuordnung auj deinokratischer Grundlage Mitarbeiten wollen und die unverzügliche Einberufung einer Natioiralversammlung fordern.

Tie Wiederherstcüung Rußlands al- Föderativstaat.

Kiew, 15. Nov. (WTB.) Eine Botschaft des Het- mans au das ukrainische Volk weist auf die bevorstehende Wiederherstellung Rußlands als Föderativ­st aat hin und erklärt, daß die Ukraine als ein Glied in diesen Föderativstaat eintreten werde. Zugleich ernannte der Hetinan ein neues Ministerkabinett mit dem bisherigen Vcr- pslegungsminister Gcrbel als Ministerpräsidctiien. '

Aus dem lleiche.

Aus dem vl"eußisck)en Ministerium.

Berlin, 17. Nov. Nach Berliner Blättern ist die Stellun.

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dem Bolksbcauftragten Paul Hirsch gleigeordnet. Tie Funktion eines Untcrstaatssekretärs I-at bn Demokrat Helmut v. Ger lack

Kontrollinstan.zen bki der Vcnvaktung in Preußen.

Berlin 15. Nov. (WTB.) Das Minisderinm bei Innen tollt mit: ^airrf) den soeben veröstentlichten Runderlaß an all Ober- und Regiorungspräsideuten ist bestimm! langen, daß Bcr trclcr des Arbeiter- und Soldaten- bczw. Bauernrats als Kon t roll in ftciiis den einzelnen Derwiltungs bereden zur Seite z, kveten haben und, vorbst-altlich der Vereinbariuigen im einzelnen lrei allen wichtigeren Verlimrdlungen zuznziehen sind. Soloei die Verwaltungsliehörden sich der Turchtührung dieser Anvrdnnn, Nicht Widersetzeu, lirgt kein Anlaß vor, sie in Wer Amtstätigtoi 5u b-?lindern oder gar ihrer Aemter zu entsetzen. Gb'ickyv.stst lau « Uwtgesetzt Nteldungcu über eine derartige ^Behinderung oeer Amts enttehrmg ein. Hier 'ordern wir gründlich? und hal i :c st^nedur Wir können nur wiederholen, daß durch eine solche Behindrung nn abiehbaver Schaden für die Gesamtl^it, insbeson?e?r für i dickier stellung der Volks ernähr: mg entsteb.m kann. An alle önlist-e, Ar b-ito- und S.stdatenräte ergebt hiernach unsere düngende Mah lnnng, den von ihrem Amte entfernten Beamten di'' sich der'an geordneten Kontrolle nicht widersetzen, sofort die Ansü'i inq ihre Oxstckw'te nüeder zu ermöglichm. Glaubt der Arbeit -r und Sol batnirot beim. Bauern rat dringende Opstinde iür e ne Ver'onal Veränderung geltend machm zu müssen, so muß er die dnn stEini sterrnm des Innern lwrtragen. Nur dieses Ministerium tonn di notwmdige Entsch.idnng treffen oder v^m der pre nisch n Rnnenm. ernnriim. während solche Verirnderungen um deu ört'ichm i rr xinb Soldaten- bezw Bauernräten selbständig aus keinen Fall vor genommen werden duften.

Die Bedrohung Posens

Berlin. 17 9tov Nach einer Meldung derSchlesisch« ^bereiten die Polen systematisch die Proklamauon Po stns als Besmndterl Polens vor. In Posen habm sie die Gc ^ in ben ^ >- s r - und S o l da t en r ä l c n an sie genpen, Staatsgelder düften ohne ilirc E^nehmigimg nicht meh auvgc-Lhlt oder überwiesen lvcrden. Waffen und Prumtion werde: