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DdstiUllchr Vekaimtmachnngen der Arbeiter- und

Soldatenratz.

ist m bfT ^cfemntntöcfnmg vom ^lacmahmk und HmrSfucklmss-Verfügungen rm W'dcripruch enthalten. '

*ur ^ mnr l^che Legitimationen

»ut L ornahme von Beschlagnahme und Ha»rsfndnmgen GsUtigkeit

l wh*r fSfrift CI L*vEi?* Aktiv,»sausschufseS sowie

^ ^ Bürgers Kiel oder Schindlmeier auf-

ÜU \ §22^ ^.allgemeinen (Gesetzgebung den Gerichten, ltlchasten und Polneide Hörden zustehenden Befugnisse durch^n?cht^!'ührt^ vorläufigen Sicherstellung werden hier-

^ie diesl>ezüglich vom Militarmts schuß ergangene Bekannt­machung rst lomtt außer .Kraft gesetzt. ^nnr

Ul li arische Vorbildung der Zugend.

r w 5i c wüitärische Vorbildung der Jugetnd wird eingestellt

( e /Etlichen Zivilpersonen das Tragen von Waffen, in-

dieselben nicht cm BeNtze eines genügenden Ausweises sind, streng verboten. Zunnderlxmdelnde werden strengstens bestraft. Ter Aktionsausschuß.

I A.: Schindlmeier. 8824E

Soldaten!

Kt KLtastrvvhe stcht uns bamr, tim Lmngersn-t

rti mMbtocnbbar, twrat csi it.44 gelmgl. ein ZusamEtluten

^ , ^ OT1 ! M ruckkchrtnix-n SJinfiot in bcn 'tübten bcs

Weltens zu verhindern.

^».S-fäctetiift die Ernährung der Bevölkerung ohnehin

£hT£ . ^ umwlrg vintzukonimm.de lauft Ge­

fahr, die erforderliche Verpflegung dort nickst yu finden.

^ Kameraden' ^>rder vvn Euch Tfat an seinem Platze ^ine ge- wvUrse .Ausgab e zu erfüllen urrd auk keines einzelnen SLUitarbVit wjrn DcrjyicWet werden, wenn der völlig? Ausammenbrncb unserm Wrmchaft und die Vernichtung jeder Einzeteriften; verhinden werden lou

^ ^^^^verson«i. gltick^Ä iwt Aym Tiens-rwdts. ob mit der Bahn oder zu Fuß hier emtreffend, haben sich sofort beim

Garnisonkomman-o Gießen

3eughau§faserne.

*Ere ^Weisung über Gebührnifse, UErTunN' VervUegung oder Reit^legenheit in die -deimot er haltxm. In der Hmnal nxrrten Eurer große Ausgaben: Tie ^orye für Eure Fcrmckie, die Wiederbelebung der Wirtsck>aft

^ J 1 m Ä bicf T Defelste Unbedingt Folge geleistet wird ckt me ^.urclrruhrung der getroffenen uird mxb »u treffenden Maß nahmen grwahrlinstet.^ 5)ienwrc- muß ,eder für sich selbst durch vrung.'n i'nn Etwa ärgernde, unbeholfene oder gar widerstrebende

ftMeoaben wüsten rxm bat Ebr ftchts^L kv n «ei n v H nik, nnterftützt

Mid zuvkchtgewief-en werden.

G^m bk ytickstbesiolsung dieses BefMs miuß mit aller Strenge eingescyritten werden, da nichts Geringeres auf dem Spvele steht- als das Fortbestehen Teutsckstands!

Gießen, den 13. November 1918. 8813B

Ter Arbeiter- und Soldaterrrat.

Betr.: Kriegsgefangene in der Landwirtschaft.

An den Oberbürgermeister *u GtetzLn und die Büryev- meisterten der SandVemrinden des Kreises.

In^olse bc& durch den Waffenstillstand bedingten allgemeinen /lbschuls sämtlicher Kriegsgefangenen und der großen Transport- ichwierigkkeilen können Nciigestellangen sowie Ersatzgestellungenr für erkrankte und entwichene Kriegsgesangene unter keinen Um­standen mehr erfolgen. Es ist daher zwecklos, wenn Arbeitgebers sich mit solcl)en Gesuchen cm die Inspftum wenden. Da außer­dem die angekündigten Zurückziehimgen cnls der Landwirtschaft für Industrie und Forst nicht mehr zur Ausführung fommeu, sondern Me Getangemn bis zum endgültigen Abtransport bei ihren Arbeit­gebern verbleiben müssen, körrnen die einzelnen Wirtschaftsaus­schüsse durch Umstellungen innerhalb ihrer Gemeinde in den drin­gendsten Fällen helfen.

Die Insp.k.ion der Kriegsgefangenenlager des XVIII. A.-K. bringt ans^rdem noch folgende Anordnungen des Arbeiter- und ^roldatenrats zur Knmtnis:

Verbot vorzeitiger Entlassung von Kriegsgefangenen!

r rr':®? ^ vorgekommen, daß Arbeitgeber von ihnen bis jetzt beschäftigte Kriegsgefangene ohne weiteres in die Gefan«renen- lager ^urückgebvacht haben, trotzdem sie von zuständiger Stelle mrgewrescn waren, diese unter allen Umständen lsts zum Abruf durcb^ die Lager weiter zu behalten.

kann wegen der bei einem solchen Verfahren unaus- blerbltchen Ernährungs- u?rd Transportschwierigkeiten sowie we­gen Uebcrsüllung der Lager nicht geduldet werden.

Alle Arbeitgeber von Kriegsgefangenen haben daher diese selbst wenn sie mrgenblicklich unbeschäftigt sind bis jum Abruf durch die Jnsp-ckckon der Kriegsgefangenenlager oder die Lager in der seitherigen Weise weiter zu halten, zu bewachen und M verpflegen, vorbel-attlich m,ch!räglicher Regelung etwaiger Erscchanspcüche für getvährte Verpflegung usw. durch die Inspek­tion der Kriegsgesmrgenenlager. Zuwiderharrdelnde werden von denr Arbeiter- und Soldatenrat zur Verantwortung gezogen werden."

Nachrichtenamt des Arbeiter- urrd Soldaterrrats.

.Die Inspektion ersucht, über Vorstehendes die Arbeitgeber in geeigneter Weise auszuklären. _

Bekanntmachung.

Tos Betreten desM>iegsg»chrngene»7lagerS ohne Ausweis der Lagerbommairdantur fft Militär- und Zivilpersonen aufs strrmgste verboten. .Ferner jeder Verkehr mit Krie-^eürnyenen im Ärger sonne auf der Straße.

Ten Kriegsgefangenen ist der Zutritt M Wirtschiften nicht gestattet. Zunstderhandlungen werden durch die sofortige ^Schließung der Wrrtsckosten geahndet.

Ter Militänrusschuß.

_Schulz. Simon. Wegiener. .88058

yekannkmachnng.

Sänrttiche Wofsenhondlungen werden hiermit angewiesen, fti* norlci Waffen und Munition an Militär und ZivÜpersonen abzu- c?eben. Eine Abgabe ist nur daim gestattet, wem, der Käufer eine Beicheimguna mit vollen Urrterschristen deS geschäftsfährenden Murtärausschusses einbrinat. Tie Bescheinigung ist vom Ver­käufer dem Militärausschuß unter Vermerk der verkauften Waste:! eirrzu senden.

Gießen, den 14. November 1918. 8768b

Militärausschuß.

Schulz. Simon. Wegen er.

Bekanntmachung.

Tw Grnquarli^cung von UnLnoffizieren und Mmrnschiptsu des I. Ers.-Batl. 116 in Bürgerguartiere ist vor e r st bis auf wei­teres aufgehoben. Ern Anspruch auf ein Quartier besteht nicht.

Bleibt eine Militärperson auf eigene Kvsten in seinem bis­herigen Quartier wohinnr, so ist der Quartievgeber verpflichtet, dieses sofort dem Militcrrausschiuh zu melden.

Ter Mckitär-Ausschuß. 87741.

Schultz. Simon. Degener.

Landwirte! Bauern!

Bon der Lerbeischaffmig der nvtioen LebenSncküel für nächste Zeit hängt die Zukunft des deutschen Volkes ab. Är ober hessische Landwirtschaft hat bisher bei der Ablieferung von Viel) ihre Pflicht getan. Wir erwarten, daß sie es auch künftig tut u^it- den Mforderungen unserer Vertrauensleute wie bisher Folae leistet.

Gerüchte, daß das ViÄ) nicht mehr befahlt werden rvürde. srnd unwahr. Tie Bezahlunig des an uns gelieferten ViebeS wird in der bisherigen Weise erfolgen und ist gesichert.

Gießen, den 15. November 1918.

Cberhesfischer Viehhandelrverband.

Ter Borsitzerrde:

Prof. Rosenberg.

Bekannrmamunq.

Betr.. Wohnung ans Anlaß der Wiedeveogwiftars geflüchteter Kriegsgef«nge,rer.

T«r nachstehend genaiutten Kreisangehörig«: ist aus Anlaß, der Festnahme von ennvicherren Kriegsaefang-en«: wegen der dab« von ihnen bewiesenen Umsicht und Energie und der durch du WiederergreißiNg dem Vaterland geleisteten Tierrstt eine Geld­belohnung bzw. Ehre-.rurDcTrde iwm svellvertrrtenden Genevatvon». mnndo zuerkannt worden.

1. Nikolaus Pfeil, Manrrr. in Treis a. v Lvnwa,

2. Ludwig Vvlk IV., Straßenwürter, Mendorf a. d. i^rmba,

3. Ludwig Annacker, Bahnarbeiter, in Mendorf a. d. Ärmda.

4. Karl Viehmann. AushUfsschrffner, Mendorf. Obengasse 18.

5. Landwirt Lirdwig Tamer in Röthges Gießen, den 13. November 1918.

Iss ronnönjanif Abkiliksn dks Herrn Fslshad Jones.

Nommr vom A. H. Adams.

(Nachdruck verboten.) ^8

(Fortsetzung.)

Sie wifpen rricht/' sagte das Mädchen in leisen, eiligen Wonten,tote sehr ich auf Sie gerechnet habe, wie viel kxmon abhängt, daß Sie gekommen sind. Ich brauche Sie. Auf der ganzen Wett habe ich nnr Sie, an den ich mich um Hilfe rvenden kann. Sie müssen mir das Versprechen, Ihr Wart müssen Sie mir geben ich weiß, daß ich auf Jl>r Wart bauen kann, rnrr M helfen. Wollen Sie das tun^

Fortgerissen wnr diesem leidenschaftlichen Anruf, wäh­rend doch seine neugetoachsenen Schwingen kaum stark genug waren, sein eigenes Gewicht Au tragen, erwiderte Gaüchad: Ja, ja, alles, was ich tun karrn natürlich solange es nicht urmesetzlich ist."

T-refe Klausel bewies, daß die Puppenhülle nvch nicht ganz atbgestreift war.

Des LäadclMns leichter Seufzer der Erleichterung brachte (palahad zum Luaenblick zurück.Aber was soll ich nm^ fvagte er und suchte ihre Gesichtszüge zu enträtseln. Doch sie stand noch immer vor ihn:, den Rücken dem Eingang Hngekehrt, und drinnen waren nur Schatten und die blassen Näondlichwrerecke auf dein Boderr. Er konnte weder ihr Gesicht, noch selbst die Farbe ihrer Augen erkennen. Sie

war in irgendei-nen -lveißen, sanft schimmernden Stoff ge­kleidet: er sah, daß sie sehr sck<ank U7id noch veinabe ein Kind war. So ätherisch erschien sie ihm, daß es ihrer Stimme bedurfte uird des Erinnerns daran, daß er ihre Hand in der seinen gehalten hatte, um ihm die Gewißheit zu geben, daß sie ein sterbliches Wesen sei. In seürer Phan­tasie stellte er sie sich beinahe als einen Karte,: Monolicht­geist, als ein Blumemvesen, als die Seele des Gartens vor.

Lassen Sie mich Ihnen erachten," begann sie und sank voll seltsamer Müdigkeit auf einen niedrigen Sitz neben der Tür.

Galcchad stand vor ihr, ein schwarzer Klscks, besprenkelt mit toerßen Flecken Mvndlichts, ein geflecktes Gesck)äpf, E beinahe wie ein Narr in seinem grotesken Kleide aus­sah. Und ^dennoch erblickte das SNädchen nichts Närrisck>es an chm. Sie schaute flehend in das wohlgenährte Gesicht enrpor, als sei es oie Maske irgendeines guten Engels.

Sehen Sie, ich bin hier eingeschlossen. O nein, ich brn nicht wrrk.rch eingesperrt, aber es kommt auf dasselbe heraus. Mein Vater ist sehr besopft um mich und will mich nrchi ausgehen lassen. Ich bin zu zart, wissen Sie, und nruß o so sorgfältig behütet Werder:.' So war dies der endige Weg, auf dem ich Hilfe erlangen konnte. Sie wissen nicht, wie sehr ich nnch erleichtert fühlte, als ich auf dem Balkon wartete, und Sie un: die Ecke schlendern sah Die meisten Leute, die vvrübergehen, sind immer in solcher E,te; ich wu ßte, daß es zwecklos sei, es mit ihnen zu ver­

suchen. Bei Ihnen aber witßte ich sofort, das; Sie mir vor­der Vorsehung geschickt waren. Sie sind eigens gu meiner Rettnng gekommen. So ließ ub meinen kleinen Brief Ihnen vor die Füße fallen. Und dann wartete und wartete ich im Balko,: auf Sie, daß Sie zurückkonrnron möchten: ich hatte die Hoffnung gerade aufgeaebe,:, da kamen Sie uitö Dann ba-rm nieste,: Ste, und Sie machten es so natürlich! Irb bin sicher, wenn jemand gehorcht hatte, würde er keinen Argwohn geschöpft haben. Ich dachte im Augenblick beinahe Sie hätten einfach gerade Triefen müssen. Ein Mann, der so prächttg tun kann, als ob er niese, ist genau der Her- schwerer, den ich brauche.^

Aber warum haben Sie gerade mich erwählt?" fragte Galahad, wahrend ihn das niederdrüctende Gefühl de schlich, wie fern er diesem zierlichen, feinen, sanften, weihen Wesen stand, das da Besitz von ihm ergriff.

,/O, Ste waren meine letzte Zuflucht," sagte cxvS Mäd­chen mit einer Unbefangenheit, von deren Grausamkeit sie keine Borstellung hatte.

Galahad' war zumilte, als sei er unerbittlich ans sen m Paradi f: cMsge/vßen )lber er überlegte sich schnell oaß er den Zuttitt eigenttich auch nur durch ein liebersehen, werden an der Billettkasse erlangt habe

^Ich versuchte es erst mit drei andern," fuhr das Mäd chen heiter fort

Der letzte von Galahads rosigen Träumer: verblaßte _ (Fortsetzung folgt.)

Wer bereit ist, an Studenten Zimmer zu vermieten, möge untenstehenden Abschnitt ausgefüllt an das Universitäts-Sekretariat Bismarckstratze 22 oder den haU5befitzer- verein Bahnhofstraste 46 lenden.

Nr.

Straße.---

Name des Vermieters: - ---

Zahl der zur Verfügung gestellten Räume: Zur Vermietung bereit ab.

Preis des Zimmers:

Preis der Heizung: Beleuchtung:

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Preis etwaiger voller Verpflegung: Bemerkungen:

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Vorstehende Erklärung begründet keine bindende Verpflichtung. 88,#fc

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Ausgabe vonSüßstoff(Saccharin).

Im Mnnat November 1918 wird gegen den Liefe- runasabichnitt SL der SüßstoffkarienH (blau) und aegen die rrieferungdabschnitte 1 und 2 der neu aus.zu- gebcnden Sünsrotskarken (gelb) von den Sußnofs.

abgabestellen L-üw'toffabgegeben. gelangen aufAbschniti L ein Briefchen und auf die Abschnltte 1 und 2 je eine Schachtel zur Ausgabe.

Mit dem 30. November 1918 verlieren die Absächitre 22 bzw. 1 und 2 Ihre Gültigkeit. 3iach diesem Zeitpunkt nicht abgernsene Süßftoffmengen dürfen von den Abgabe- stellen frei verkauft werden.

Die Ausgabe der neuen Sühstofskarten6" lgelbl für Wirtichaftsbeirrebe usw. erfolgt aus dem Stadt. Lebens- mtktelanu, Zimmer Nr. 11 unter Rückgabe der bisberigen Stammkarte.

Giegen, den 16. November 1918. 88158

Der Oberbürgermeister (LebenSmittelamt).

Bekanntmachung.

Zufolge der Vereinbarung zwischen den Stadtver- waltungen Wetzlar und Gieyen wird das umlaufende ^lri eg Sno t ge l d beiderseits auch zum Umlauf in der eigenen Stadt für gültig erklärt. Demgemätz werden die Stodtkanen Wetzlar und Giegen das Kriegsnotgcld beider Städre einlösen.

Gießen, den 16. November 1918. 88168

Ter Oberbürgermeister: Keller.

Bekanntmachung.

Das städtische Kriegsgefangcnen-Arbeitslager ist heute geschlossen worden. Die rückitändigen Arbeit-'löhne sind alsbald bei der Geschäfststelle einzuzahlen.

Gietzen, den 16. November 1918 8814 ^

Ter Oberbürgermeister. I. V.: .EvenKien, Beis«,rdneter.

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