Kr. 258 Drittes Blatt Eichener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen)_Samstag, 2. November M8
A«» Stadt und Land.
Gießen, den 2. November 1918, Das Uutbewahre» des Bucheckernöle».
Das Oel der Buickjeckern hält, war Güte anbetrifft, etwa die mittlerenr und gutein Leinöl ES wird sehr schwer »wm tmt eä Wau® tote Fettsäuren entWt und gilt raffiniert IM Geschmack stck-er mib beäändig.
Ä r Nnseve Mütter, bie aUc noch biet Bucheckernbl verbrauchten, uttbcu es in fauberen ilni&st, Krücken, rjiirt verkorkt, im dunklen -Veiler anflrcwahrt, wo es seüve Qualität sick-er gehalten hat. Daraus folgt, daß mxnt Heb nicht übermäßig jjim das Nachlassen der QualUat betni .' rnbr>al)-ven. auch des nicht raffnrierten Oeles, innerhalb des WirOchaftsiahros %u sorgen hat.
Sipeisoöl soll unter möglichstem Licht- mtd Luftabschluß aufbewahrt werden, weil sowohl Lickst wie Luft zersetzend auf die Glytzerrne des Oeles einwirken. Geschieht das, so ist ein Verderben nur oann zu fürclittn, 'wenn das Oel Unreinigkeiten enthält, die bei ihrem längeren Mrsbeuxrhren durch ihre Zersetzungsprodukte aus das Oel Gräflich nehmen.
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** Perfonaluachrichion. Ter Gwßherzog
hat am SO. Oktober i>. I. den Hauptsteueramtsassistertten Conrad Müller, fcirr Zeit iut Homberg a d. Ohm, zum Bezirkskassierer der Bezirkslasse Homberg ernmrnt. — Ter Grob Herzog l>at am. 30. Oktober d. I. die Finanzaspiranten Jakob Frieausf aus Pseddersheirn uno Eberhard Schmitt aus Tarmüadt zu Haupt- sieueranttsassistenten ernannt. — Ter Großherzog hat am 25. d. M. dein Bezirkskasfi-erer Reck-nungsrat Friedrich Kröll zu Worms aus 'Anlaß.seines 50jährigen Tienstilubiläunts das Ritterkreuz 1. Klasse des Verdienstordens .Philipps des Großmütigen verlielien.
** Das Verordnungsblatt fürdie evangelische Landeskirche des Grvßherzogtums Hessen Nr. 16, ausgegeben den 12. Oktolrer 1918, enthalt: 1. Msschreiben Nr. 26 vom 12. Oktober 1918, Land-esbattag am 20. Oktober bettessend.
2. Ausschneiden Nr. 27 vom 8. Oktober 1918, Religiöse Vorträge des Tirektors des Predigersemrnars im Winter 1918/19 bettefseno.
3. Aufforderung zur Bewerbung. Zur Wiederbesehung ioird aus- geschrieben: die zweite evangelische Pfarrstelle zu Langen. Nr. 17, ausgegeben den 24. Oktober 1918, enthält: 1. Ausschireiben Nr. 17, vom 11. Oktober 1918, Feier zuin Gedächtnis an die Gefallenen betreffend. 2. Aussckureil^n Nr. 28 vom 11. Oktober 1918, die Erhebung einer Kirchenkollekte zugunsten der Natron alstiftuug für die Hinterbliebenen der jim iKriege Gefallenen betteffend. 3. Bekannt- machung vom 21. Oktober 1918: In den nächsten Tagen iverden an die evangelischen Geistlichen sowie an diejenigen pensionierten! Geistlichen und Pscrrrivitwen, tvelche solche angefordert haben, .ms dem evangelischen Zeuttalkirrhensortds Teuernngsbechilseu zur Auszahlung kommen, welche sch für das Rechnungsjahr 1918 in ihrer Hohe an die vom Staat für dieses Jahr bereits bewilligten Beihilfen auschtteßen, Hiernach erl-alten bei ixm Geistlichen die Empfänger von bKher 600 Mk. seht,1000 Mk., von 300 Mk. jetzt 500 Mk., von 150 Mk. setzt 250 Mk., bei den Pensionären 'von 300 Mk. setzt 500 Akk., bei den Pfarrwftwm von 200 Mk. jetzt!360 Mark. Außerdem erhöht sch die Kinderzulage von 125 Mk. auf 250 Mk. Äon den nach Vorstehemdenr verwrttigten Mehrbeträgen ioird die Rate stur *U Jühre sogleich in einem Posten zur Llus- Zahlung kommen Tie AjuszaMung der Mehrbettäge erfolgt in der Voraussetzung nachträglicher Zustimmung der Landes synode, Eine eidgültige Festsetzung der für 1918 zu gewährenden Teuerungs- beilfilfen ist in gegenwärtiger Maßmahnre nicht zn ffnQOr. 4. Aufforderung zur Bewerbung. Zur Wiederbesetzung Ioird aus-ge- schrieben: die evaugeLche Psarrstelle zu Arheilgen.
** Beschlagnahme und Bestmndserhebun g von Cocoblättern und Cocain. Am 2. November 1918 ist eine Bekanntmachung (Nr. IM. 18. 8. 2), betreffend Beschlagnahme unb Bestandserhebmig von Eooablättern und Cocain, ersästenen, vurch welche Coeablätter (Fiolra Cocae), Cocain und seine Salze als Roh-, HalbsertiU und Fertigware beschagnähwt werden, iofrot die Vorräte ein^ Eigentümers nicht weniger als 500 Gramw tttvgen Trotz der Beftybagnahme bkeibt die Verarbeitung von . > -eablättern zu Cocain hrchrochL. Und Cocain nitt. allgemein Ustattet. Im übrigen ist die Verarbeitung nur mit vorheriger Afflicher Einwilligung des Sanitäts-Departements des Königen KriegSministeriums in Berlin erlaubt. Die Beränßm.ing und Li-ttrnng der beschlagnahmten Gegenstände ist mir gestattet .in oie .Haupt-Saniläts-Depots und die Samtäts-Depots des leeres und der 5/öarine, sowie mit vorheriger schriftlicher Einwilligung des Smritäts-Departements des Königlichen Kriegsministeriums. Die beschlagnahmten Gegenstände unterliegen auch einer einmaligen Meldepflicht. Tie Meldungen sind über die am 2. Noveinlur 1918 vorhandenen Mengen bis zum 15. November 1918 an das Sani- täts-Tepartement des Königlichen KriegsministerinUrs $ai erstttten. Gleichzeitig ist eine Bekanntmachung (Nr. 2/11. 18. 8. 2), betteffend Beschlagnahme und Bestandsechebmig von Ptcffcrminz- koaut., -tee, -blättern erschienen. Durch sic werden Pftfftrmrnzkraut Pfefferminztee, Psefferminzblätter (Fol. Menth, pipl ganz und 'geschnitten beschlagnahmt, sofern nicht die Vorräte eines Eigentümers weniger als 25 Kilogramm bettagen. Tas Ernten, Trocknen, Sortieren und Schneiden des Krautes ,bleibt erlaubt. Ver-
äußett und geliefert werden dürfen die beschlagnahmten Gegenstände nur an d-Sanitäts-Depot des Gardekorps in Berlin. Im übrigen ist eine Veräußerung, Lieferung,md Berarbeitimg nur mit vorheriger schriftlicher Einwilligung des Sanitäts-Departements des Königlichen Kriegsministeriums zulässig. Tie beslchlagnahmten ^Gegenstände imlerliegen ebenfalls einer Meldepflicht. Die Meldungen siiid über die am 2. November 1918 vorhandenen Mengen bis zuin 15. November 1918 an das Sanitäts-Departeinen t des Königlichen Kriegsministeriums zu .erstatten. Ter Wortlaut der beiden Bekanntmachungen ist in der heutigen Nummer unseres Blattes cinzusehen.
** Ungültigkeit der 500-Gramm-Rei seb rot- ni a r k e n. Wie soebm bekannt toird, sollen die über 500 Olramm (1 Pfimd) lautenden Neichs-Reisebrotmarspr Wegfällen. Sie haben Wider Erwarten lvenig Eingang iir den Verbrauck-erkreisen gefunden, auch liegen sonstige Grürlde gegeir ihre Weiterverwendiurg vor. Die ^500-GrammMeistbxotinarken werden mit dem dlblaiif des 15. Tezember ungültig und sind alsdcuiu zu verniäMi. Die Verbraucher dürfen bis zunr 15. Dezeniber die 500-(ittamm-Marken in 50-Gramm-Markeii mntauschen. Nach dein 15. Tezember ist ein Umtausch nicht nvalu zulässig, es siatz denir, daß der Verbraucher eiueir LebensmittelkartenabineldesckLiir oder sonstigen Ausweis vorlegt, wonach er über den 15. Tezember hinaüs mit Reisebrotmarken, anstatt mit ärtlicfien Brotmarken zu seiner Brotversorgimg versehen ist. Ten KommuiralverbcvndM. -wird die für die unverwendet gebliebenen 500-Grai,luc-Niatken verfügbare Mehl- oder Getr^ae- nren.g 2 an gerechnet.
** Zahlt mit Kriegsanleihe zinsscheinen. Seit 23. Oktober sind die am 2. Januar 1919 sättig rverdendeit Zins- scheüie der fünfprozentigen Reichskriegsa!n1eil>eu zu ihrenr Nennwert gesetzliches Zahlinigsmittel. Uin der in Erscheinung gettevmen Geldnot zu steuern, werdm hie Besitzer solck>er Zinsscheine aiif- gefordert, sie sofort in Umlauf zu bringen bezw. als Zahlungsmittel zu vettvenden.
** Allgemeine Volkszählung am 4. Dezember 1918. Für die praktische Turchfülirung der Versorgimgsregelunl ist eine regelmäßige einwandfreie Feststettung der Bevölkerungs- zahl des Reick-s, der Bundesstaaten, der kleinen Verwaltungsbezirke imd der (Gemeinden unerläßlich. Es sind für diesen Zweck bereits am 1. Dezember 1916 irnd ain 5. Dezember 1917 attgo- meine Volkszählungen vorgmommerr worden. Tie iin Laufe eines Jahres eintretenderi Berschiebuntien und Veränderimgen im Be- völkei'lmgsstand der einzelneii Gebietsteile sind aber so erheblich, daß die im Dezember 1917 crmtttelten <'^ahlen nicht mehr als zuverlässige Unterlage!: für die Vetteittingsmaßnahmen des nächsten Jahres angesehen iverden können. Daher ist auch in diesem Jalwe d:e Vornahme einer Volkszählung wieder notioendig. Ter Bmrdcs- rat hat demen1spreck)end angeordnet, daß am Mitttooch den 4. Tezember 1918 eine solche Zählung vorgeiwmlneu iverden sott. Tie Zähluirg sott in gleicher Weise wie im vorigen Jahre dnrchgefflhrt werden. Sie dient nur statistischen und wirtsck-astlichen^ Zwecken. Für die Turchffihrung der Zählung wird wieder aus die freiwillige Beteiligung geeigneter Perioneu äls Zähler zurückgegriffen werden n^ilssen. Bei. der hohen Bedeutung der Zählung liegt es im Interesse jedes einzelnen, daß die Zählung ein möglichst zuverlässiges Ergebnis liefert, so daß wohl erivalrtet werden darf, daß alle Bevölkerungskreise bemüht sein werden, die Durchführung dev Zählung nach Krusten zu inckerstz'itzen und zu erleichtern. (RGBl. Nr. 143.)
Landkreis Gießen.
ga. Lumda, 1. Nov. Untenoffizier Rudolf Keller, Sohn des hiesigen Lehrers, der seit 7. September d. I. vermißt war, befindet sich verwundet »in französischer .Gefangenschaft. — Au der Grippe liegen hier ganze Familien ttank. ^
** S1 c i n b a ch, 2. Nov. Vizewachtmeister Jakob S e r 15, Inhaber des Eisernen Kreuzes erster Und zweiter Klasse, der Hessischen TapferkeitsMedaille und des Kriegsehresrzeichens in Eisen, wurde zum Offiziersstettvertteter befördert.
Kreis Alsfeld
o*. Storu dvrf, 1. Nov. Dem Musketier Albert Jäger, S>olsti des Landwirts Karl Jäger, wurde das Eiserne Kreuz verliehen. Er ist im Besitze der Hessischen Tapferkeitsmedaitte — Vorige Woche wurden dem Schuhirvachernwisber David Karl vier feiste Kaninchen aus dem Statte geshoUen. Bon dem Tater fehlt j ede Spur.
Kreis Friedberg.
oa. Fried borg, 31 .Okt. Ter „Oberst. Anz." veröffentlicht folgende bclurzigensloerte Warnung: Tic Diebstähle, namentlich iir Hotels hinsichtlich der Hotelwäsche und des lebenden Viehs der Viehhalter aller Art haben in letzter Zeit in ganz erschreckender Weise zugenommen. Irr der Regel erhält die Polizei von solck>err Tiebstählen erst nach Ablauf einiger Zeit Kennttris, und es gelingt dadurch den Dieben, die sich arrs allerlei Sttaßerrgesrndel, insbesondere auch Frauenspersonen mrd Männern in Militärrurisorm' zusammensetzen, mrerkannt zu cittkommierr nnd der Strafe zu errtgehen. Ten Vichhaltern aller Tiergatturrgen, denerr wohl die fortgesetzterr Tiebereren bekannt sind, ist zu enrpfehlen, daß sie dcrN Treiben des Tiebsgesindels irrehr Aufmerksamkeit schenken wie bisher und ihre Tiere so ausbewahrM, daß sie nicht ifcn Treben direkt ohne jedes Zutun irr die Härrde fallen können. Tie Polizei ist beim besterr Witterr nicht atterrr in der Lgge, den TreberereN Einhalt gebieten zu können. Sic bedars der Hilfe der gesamten
Einwohnerschaft. Es ergeht daher an die gesamte Bürgerschaft bre dringende Mahnung, hinsichtlich der nun einmal durch Die Zen- umstände bedingter! Lage selbst derartigen Gesetzwrdrrgkerten mehr Boachttmg zu schenken wie bisher, nnd die Polizei, die allem zur Verhütung solcher Vergel)en und Verbreclien machtlos ist, zu unter- stützeu. Es eurpsrehlt sich auch, nachts sämtliche Eingänge zu den Hofreiten abzuschließen, um nicht der: Treben ihr Handwerk aucy iwch dadurch zu erleichtern. . ^ „
nt. Friedberg. 2. Nov. Wegen Erttmrkungen bei beni Personal der lftesigerr Fernsprechvermittlungsstelle rverden vom 1. No- vnnber ab die Tienststnnden für Orts- und Fernverkchr werktaglml bis mlf werteres auf 8—12 Uhr vormittags und 2—6 Uhr nau>- mittags festgesetzt. Während der Tienstbereiffchast von 7—8 Uljr vormittags und von 12—2 Uhr und 6—9 Uhr nachmittags werden nur Militär-Ticnstgestnäckie entgegcngerwmnreu und ansgefiihrt. Ter Telegrapstcndierrst wird von dieser Einschränkung nicht berührt.
Q. B a d - N a u h ei rn , 1. Nov. Am kommenden Dienstag - dem 5. ds. Mts., fann das Ehepaar Heinrich Bernhard das seltene Fest der Goldenen 5^)ochzeit feiern. Tie Ehegatten stehen fast in gleichern Alter —, 75 bezw. 76 Jahr — und erfreuen sich des besten Wohlbefindens. Ter Jubelgatte steht seit 37 Jahren ununterbrochen als Arbeiter in städtischen Diensten.
Kreis Wetzlar.
wa. Wetzlar, 1. Nov. Mit dem Eisernen Kreitz zweiter Klasse ivurderr nusgezerämet: Muskefier Heinrich Daniel mrs Wetzlar: Fahrer Heinrich Jun g aus Aßlar: Schütze August Fischer aus Drskircheu. -Mtt der Hessischen Tapferkettsmedartte wtrrde ausgezeichnet: Leutnartt d. Res. Paul Dörr aus Wetzlär.
Hessen-Nassau.
Frankfurt a. M., 31. Okt. In der Person des fahnen> flüchtigen Wilhelm Mülleuhoff verhaftete die Kriminalpolizei den Einbrecher-, der seit langem mit großen! Erfolge lfiesige Leder-, Pelzwaren-, Schneider- Manufaktur» und Stickerer- jGeschäfte ansgeraubt hatte. Ms Hehler, die sofort für den Weiterverkauf des umfangreichen Tiebsgntes Sorge trugen, nahm man die Ehefrau Josefine H a r 1 m a n n und den >Metzgermeister Mfons L ippnrann fest. — Ter erheblich vorbestrafte .Schneider Max ,'Grajkowski wurde bei einem Einbruch in ein Tuchgeschäft auf der Kaiscrsttaße überrascht und festgenvmmen.
Gicßener Straskammer.
^ Gießen, den 30. Oktober 1918.
Ter 18 Jahre alte Bahnarberter Johannes D. von Niederjossa hat dem Landwirt iBaleittru T. in Hutzdorf, bei dem er 1917 als Knecht bedienstet war. am 24. August l. I. 200 Mavk in bar und 7 ZinSscheinbogen der deutschen Reiä>san leihe nebst Erneuerungs- scheinen entwendet und begab sich von hier aus über Schlitz, Fulda nach, Kassel, wo er die 200 Mark mrd 75 Marck von denZrns- scheinen verausgabte. Ter geständige Angeklagte erhielt 3 Monate Gefängnis.
Ter wegen Trebstcchls mehrfach, n. a. nnt 3 Jahren Zuchthaus vorbestrafte Schlosser Emtt I. zu Honrburg v. d. H. ist angeklagt, zu Nfeder-Eschbach irnd ttmgiebuug in der Zeit vom 18. bis 23. Aug-nst 1918 fortgesetzt große Mengen Aepfel entwendet zu haben. Trotz Leugncns wurde ec aus Grund der Zeugenaus-- sage für überftihrt erachtet und zu einem Jahre und 6 Monaten Zuchthaus verurteilt. Auch wurden ihm die bürgerlichen Ehrenrechte^ für die Tauer von 5 Jahren aberkannt.
.Der 16 Jahre alte Fürsorgezögling Franz Josef M. von Weitmar ist seinem früheren Lehrherrn in Lübbecke erttlanfen und kam aus seinen Wanderungen nach, Gießen. Hier trat er als Lehrling bei dem Schuhmacher R. ein, eutserrtte sich aber nach 8 Tagen heimlich nachdem -er ans einer verschlossenen Holzkassette, die er Zerbrach, 120 ?Nark sich angeeignet hatte. Er erhielt wegen Diebstahls eine Gefängnisstrafe von 3 Nlorrattn.
. Die bereits wvc,en Diebstahls vorbestraften Karl W. von Gießen (und &eutrtd;i R. von Anröneburg bei 9N«rnz haben gemeinschaftlich am 9. September l. I. zn Hoch-Weisel^ dem LaMvirt D. aus einem Gebäude 3 Würste 1 Pfimd Speck, 10 Eier und 1 Paar Schaftensfiefel im Gesamtwert von ca. 60 Mark entwendet. Ferner Tjat der Angeklagte W. noch^ in Klein-Linden und Heuchelheim je einen Trebstahl begangen, bei denen er sich ebenfalls Lebensmittel aneiginete. Tie beiden Angeklagten sind geständig und erhielt W. eine CKsamtgesängnisstrafe von einem Jahr und 8 Däonaten, 'R. 2 Monate Gefängnis
SM^ Sä r rrwurr, »nn -ff nrn 9 Das altbe"vt ährte Nervenpul ver
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Das deutsche Volk hat sein Schicksal in der Hand!
Noch nie ist unser Dvik vor folgenschwerere Entschlüsse und Entscheidungen gestellt worden als in diesen lagen. Noch nie hat dem Daterlande die Hilfe jedes einrelnen mit allem, was er ist und hat, so bitter not getan. Die Macht über unser aller wohl und wehe ist in Wahrheit jedem einzelnen von uns anvettraut.
Nacht verpflichtet -
letzt ist die Zeit de,- osterländischen ist! vie Y. ^l-ieg5snleihe mutz eine voiks- gnieihe im m;>r\Hn Sinne des Wortes weiten. Sonntag, der 3. Nouemder, sei der
Dolksreichnungstag.
Nile Zeichnungsstellen werden nach der Kirdjzeit geöffnet fein, wer fein Vaterland und sich feldst erhalten rvill, der reichne fo viel er irgend kann.
wer schon gezeichnet hat, der reichne mehr. ^
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