Einzelbild herunterladen

Nr. 244

Erstes Blatt

168. Jahrgang

&icb«ucr Sitjdftc

«rtdxtni täglich. außer Sormtafl«. - Beilagen:

Hiche»er5a«iIieichUUttr;

XretrUan

fSr de, Hrcis Sletze«.

Besvatprelt: monati. Nlk. 1.35, oierlrl- jähriich Mt. 4.05. durch Adhole- u. Z»oeiqfteUen monali Mk. 1.25 durch die Post 4.05 otertel*

jähtt. auöschü Xtheilq,

^crulprerf) - Anschlüsse: für die bchEe,tungN2 Berlag.Gffchchtssleklebl

Anschriü surDralunach- - .... . . , ^ w . .

ti4 " n:S " id8 "^ 3»iIIlng*rnnöörucf u. v.elag: Sröhs-schr Un-v.-Such- u. Stetnöruderci 8. Lange.Schriftleltnng. Geschäfts,!e u.vrucker-i- Schulstr.7.

Donnerstag, 17. Oktober |018

Psffscheckfortt»:

Sionffsrt e.Ui. 11686

General-Anzeiger für Oberhefsen

vonkoettehr: Seurerbebank Siegen

..«nähme von Anzeigen

f. die laciesmnninet dis zum Nachmittag vorder ohne jedeBerbmdi tchkett Seilcnpretfe: für örtliche 'Anzeigen 25 sti.sür auswä rtige 30 Pi., für Rekln >ne:r Mk.l.-nebsl 20° 0 leue- runqszus i lug;Pla^vor- fcbrift 20 % Au'fchlag. Hauot'chri-tleiler: A»lg. Goeg. Vera»»tworNich kur Politik: Äug. Goetz: für den übrigen Teil: Dr. Rem hold Zenz; fui den Anzcrgenleü: v- '-öecf; sännllch iri Gießen.

GrvheS Haopt »uartfer. 16. Oftober.

(Amtlutz.)

Westlicher Kriegsschauplatz Heeresgruppe KronprinzSSuvvrrcht.

Io Flandern frtjtr &tr 5VfiiD feine angrirft fort. Der Cwiyiiftofe rid>tr» sutz auf loriwuf unö otwn die Bahn ~fo= gm unö .ffojmf. Auch gegen die übrige Kampf ftvn! führte der^FeinV.vielfach durch Ban-enrx'gm unterstützte heftige An- lte. An nirzelnen Stellen haben unere Trusten ihre minien dchlMAtet, an anderen Stellen wichen sie kämpfend '»ehrien den Feind an rückwärtigen Stilbvunktcn MrlfAch durch Gegen ft» he ab. Auf dem nördlicher, AngrUfs- NUgel blieb Torhout in unserer Hand. Perfuch« des Feindes, zwischen Werben rmd Torhsut in nördlickrer Richtung por- vneilren in erster Linie durch Truppen der 38. Land- wehi-Dirn.wn verhindert. Südlich von Torhaut haben wir die Linie LichterfeldeI'egrn geltalten. Südlich von Iscgcn gelang es lnin Gegner über die Bahn JsegcnKortrik hinaus iwkiudringen. O>st ich der Dahn brachen nnr ihn ;um Ste­hen. W st ich u d üduresttich v.m Li.le setz en wir unsere L nie etwas vom Feinde ab.

Heeresgruppe Deutscher Kronprinz

Zunschen Bah-in und der Oise griff der Feind erneut nach starker Nriillcrie - Wirkung a». Nördlich der Straffe BohaiaAisonville hielten wir ihn durch unser Feuer nicdcr. Aijonville wurde nach heftigem Kampfe gegen den bciderseiis des Orte- and gegen den Ort selbst mit starken Kräfte» mehrsach anstürmenden Gegner gehalten. Auch der nördlich der Oise vordrechcudc scindlichc Angriff scheiterte vor unseren Linien. Die seil Wochen fast uinnttcrd rochen im Kampfe stehende 6. bayrische Infanterie-Division zeichnete sich wiederum besonders ans. Kämpfe vor «nserrn neuen Sicklungen nördlich und nordöstlich von Lao« und westlich der Aisne, in denen wlr dem Gegner vielsach schwere Bcelnste ,»sägte«. Der Feind steht hier südlich Segre und etwa ist Linie Licffc-Sissonne-Le- Thonr-Sl. Gcrmainmont. An der Alsne-Fronl Erkundungs- gejechtc. Der zwischrn Olizy und Grandpre aus Monron ent­lang der Aisne vorspringende kleine StellongSdoaen wurde geranml. Die dort kämpfende Truppe hat den Feind auch gestern wieder zn mchrsachen für ihn verlnstrrichrn Angriffra verenlaßl, damit den mi! dc« vorLdeigchcudcn Hnklen des Bogens deadsichligtrn Zweit »oll erreicht.

Heeresgruppe Gollwitz.

Zwischen den Argon neu und der Maas fittb erneute hrf fig« Angriffe der Amerikaner tn unserem Feuer und an un­seren Gcgenstvdcn gescheitert. Der Feind hat auch gestern trotz weit überlegener Kräfte, starker Artillerie und trotz Unterftutznng durch Pomz-erwagen nur wenig Gelände gewon- new Nördlich von Juvin. im Wald« von Banthevill« und nordöstlich von Cwrel runden di« Kämpfe bei C-inbruch der Dunkelheit ihren Abschluß Auf dem östlichen Maasufer zcr- wlitterten sich die zwischen der Maas und iwrdwestlich von Bammont gerichteten Angriffe in dem unübersichtlichen Waldgelände in sehe heftigen Teilürmpfen. die zu unseren Gunsten endigten. Der Amerikaner erlitt auch gestern wieder um autzervrüenliich schioerr Verluste.

Der Erste Generalauartiermeister Ludcnöorf s.

Erfolgreiche Abwehr neuer Angriffe.

Staatssekretär Gröber über die Kriegsanleihe:

Keine Regierung, kein Reichstag wird es jemals rvagen dürfen, die Sicherlzeü der 5rriegsanLeche auzu lösten.

Der Abendbericht.

Berlin, 16. Ott., abends. (WTB. Amtlich.)

NarÄNkrstlich von Nosfetare, am Srlle-Abchnitt bei HlMsty, zwischen Aire und Maas und auf dem Oftnfer der Maas smd feindliche Angriffe gescheitert.

Dir twn französischen FlLrchtlingen angeflillte Stadt ZEnain lregt unter dauerndem Feuer schrverer englischer ^rnilerie. Der Feind beschütz gestern die von uns während ^ ^cNeges horgsam geschonte WaLlfaLn-tsstätte von Liesse.

*

Der Asierreichisch-nttgarrsche Tagesbericht.

D r e n. i6^OkÄb7r. (WTB.) Amtlich wird verlautbart:

Aur dem sa<fv Nosso vereitelten unsere Sicherungs- ttuppen cmrn italienischen Borftoh.

In ^'bren und Albmücn vollziehen sich unsere Bclve- gungen und Matznahmen ohne Einrvirkung des Gegners.

Der Chef des Generalstabs.

Der Torr Ditsorrs hat in der gesanrten deutschen Presse hbrvorgernfen, dre sich mehr oder weniger leb- hast-äußert. Biele Zeitungen fegen sich nur darum eiuiqe auf, wert fte wisseu, wieviel \ebt auf die mr.rtarische Wid^r-stlyrdSkra.t Druffchlarrds ankommt, deren Maß von Unemgeweihten nicht berechnet werdm kann. Es hergt, daß Hnrdmrburg zu den geaenwärtigen Beratungen rn Berlin wieder zugezogen werde; die Antwort werde wieder sehr schuett nach Washington abgefertigt werden. ^ 2 ^ ^^W^Ich'Westsäl. Ztg." finden wrr die Aeußerung 2u^t bie recht zuversichtlich

tttafcOT Etarische Lage ist ganz unb gar nicht der.

* ix L^r Entmutigung hätten.

Snt Mn M'chilÄtm sstzen die Feinde an der W^stfrmrt alle ihre Lruy^en bis au, den letzten M<rim ein, uin die mi.i arische Ent scherdung durch einen Durchbruch unserer Front zu suchc-n. Divi fron auf Tivlsion wird in das Strichfeuer unserer Maschinenl g^'wehre ymeingetrieben. Kavalleriemanen reiten Attacken. Und was >var^ der Erfolg? Kein Durchbruch! Gewiß, unsere Linien Jtrtö zurnckgedrängt worden an vielen Stellen. Aber bedeutet das eine Gefa.hr? Nein! Mit dem alten starren Kiimvfsystem, wie es 1016/17 Anwendung fand, ist es vorbei. Der betoegliche lelenfiotamvs ist <m seiiie Stesle getreten. Unsere Oberste Heeres- leitung weicht den feindlichen Siötzen aus, um sie aufzuscmgen und somit nnichckdlich zu machen. Drs ist unsere KamvMethode, und man rann heute, iiach-xun schon viele Wochen die feindliche Offeu- uuerhörter Kraft geführt wird, sagen, daß ihr ein voller Erfolg beschiedeii ist. Das ist die reine Wahrheit, denn die Zeit j],J u /ruft, als daß es jemarw auf sich nehmen könnte, dort licht einzuz-eichnen. wo Schaw.m ist. Wer Augen hat zu sehen. <-2 konnte ichou aus unseren Tagesderich.eii und aus den seind- ichen Berichttn entnehmen, daß die Amerikaner, die tuest- tich von Berdun ihre gesamte Truchrennracht eingesetzt lxtl«i, mn nack) Nordeii durchz-kstiotzen, einen volleri Mitzrrfolg erlitten, ^re amerrkcmisck^n Divisionen haben sich hier buchstäbiüh verblutet. An anderen Stellen der Front hat der Feind ztwar mehr Erfolg gehai>t. d. h. er hat etwas mehr Gelände getoinnen können. Aber Vomntt es in crlter Lnrie darauf an? Nein. Wenn dem Feiirde teme größeren Erfolge besck-icden sein werden, dmm werdeti wir drefen Karnpf unbegren^e Zeit werter mrshalden können, sicher so lange, wie der Feind, für den sich die Sckstoierigkeiten (Kohlen- "vt, Schrffsraumnot usw.) auch bedenklich mehren und der vor allem den Winter m Rechnung zu stellen hat. Wir stehen in Feindesland unb ungeheure Strecken liegen noch zwischen der Front und Unserer Grenze. Auch für die ^Nachtnrittel des Feindes ivird es lunmöglich sein, alle diese Gebiete Schritt für Schritt wie bisher zurnckzuevobcrn. Wies Gelände, was er heute unter schweren. Opfern zurlickgewinnt, gehört zu seinem eigenen Land, alle Gra­naten, die er auf Lille, Cambrai. St. Onentin, Touai ufw. nieder-» Pvasfetn läßt, zerschTnettern seine eigenen Werte."

Das amnaßliche Drängen des Presidenten Wilson auf erneuten Umsttrrz des Bestehendeii in Deutschland, wobei er mrt mchestimmten Gebärden dunkle Andeutungen macht, geht selbst demVorwärts gegen den Strich, der nachweift, daß es rn Deutschland ein persönliches Regiment nicht mehr gebe. Inzwischen sind im Reichsanzeiger die kaiserlichen Er­lasse über dre Einschränkungen der militärischen Befebls- gewalren und über dre erhölfte Zuständigkeit des Reichs­kanzlers erschienen. DerVorwär.'s" stellt in Aussicht, es werde noch ein weiterer Schritt folgen, wodurch die Erneir- nung der Offtziere einem dem Renl)stag verantwortlichen Krregsmrni ster ander traut würde.

Allgemeiner Abweisung begegnet Wilsons Vorhaltung, ) dre deutsche Kriegführung sich neue Grausairtteiten zu- chulden kommen ließe. Dabei hören wir alte Tage, wie eng- Ufches Feuer französische Städte verwüstet! DieKölnische Zeitung gibt einige interessante Tatsachen aus der ameri- ramschen Kriegsgeschichte wieder und zeigt, wie man dort m dem großen Kampf, des Nordens mit dem Süden verfah- ren ist, um den Widerstand der Konföderierten zu brechen, die eine völlig unerwartete Widerstandskraft, höhere kriegerische Rattert Ct * bessere Führung als ihre Gegner gezeigt

1864 war unter diesen Umständen bei d-m Unirarstaaten Nei­gung varhmrden. sich mit dein Süden durch! DerHleick zu verstän- orgen Temgekpmül>er vettml vor allem General Sl^erman die Ansicht es müfse eine Eirtscheidmrg mit der Waffe gesucht werden, und erbat und erhielt dazu die Erlaubnis, von Attawa einen Zug. Mwct) Georgia zu unternehnren und so den Sichen ins §>erz -u treffen. Er.befahl, daß die sämtlichen Einwobnec von Atlanta d^-ren.Dlkmste dre Militärvevoakkung. nich,t nötig habe, die Stadt verlaßen sollten, und^ blieb trotz aller Einsprüch.' bzt Bevölkerung, De*, ludstaatluhen Befehlslnber und auch mancher Kreise der eige­nen Regierung bei seinem Entschluß.

Von Atlanta rückte Sherman durch Georgia an die See, besetzte Havanna unv mng gegen Südkavolina vor. Das Laich wurde zur Wutte gemacht, mch als eiunral der südstaakliche General Wheeler an Sherman schrieb, er würde in einem Ott die Baumwollbatlen tnimt verbrennen, falls die llniomjtMi die Häuser verschonten anttvortete Sherman kurzweg: Ich hoffe. Sie werden alle Baum- wotte verbrennen unv ims die Miche sparen. Wir brauchen sie tnmu. Sie tft cm Fluch für unser Land gewesen. ?llles. was Sie nrcht verbrennen, ax'rde ich anzünden lassen.

Nach denselben Grmch'ätzen hrndelte 1865 der (^Zeneral Sheri- bstrn beim Zug durch das Shenantwahtal. Zu Tausenden gingen die ^ctzeiuien in Flammeii mff, alles Bich, das nicht 'oerzebrt werden wnnte. wurde getötet, und später hieß es, eine Krähe, die das Tal entlang fliege, ,nusse sich ihr Futter mitbriugeii, denn dott finde Daß General Lee am 9. April mit dem Vauvthcer der tonömraien am Apvomator sich ergeberr mußte, war wesentlich durch den Mangel an Lebens afft !eln hetteiaefühtt."

So verftihren twrdamerikanische, von ibren Mitbür- gern auch als Menschen, nicht nur als Soldaten hochverehrte Veersuhrer. Weiter läßt sich die kriegerische Rücksichtslosigr- leit kaum treiben.

Die Antwort wttsonr.

rfiriSjl h VJ*ur 16 LJ?P: (VrivE.) In seinemNein" über- üttrkel erklärt dasHamburger Fremden- ;H l t ^l^ens^'tlrches empörtes Nein muß die Antworck iedes Teuffchen aus Wilsons letzte fliote sein, die cm Deutschland BunnMmgm stellt, über dre kein elsrliebendes Volk mit sich reden tagt, Schriftstück verrät nach Forin unö Iichalt eine Gesüc- nung. dw mit den vrogranunatischen Bvtschastm Wil^ unver­einbar erschentt. Auf Gerade oder Urrgnade sich dem amerikanisckwn brasidenteir zu wttcrwcrfm, ist nickst die Meirmng des deutsckscn gewesen. Wilson man angeöen. tvelche Att Itürgschcfficn er sordett. Vertragen fie sich mtt Deutschlands Ehre und Sicherheit so loerden ste geboten werden, sonst nicht. Wer Deutschlands Heere der Grausamkeit beschuldigt, dein kommt es davauf an. i^iffchlmrds Ehre in den Staub zu ziehen. Der Schluß c>er ^tote bildet eine empörende Einmischung in Deutschlmids innere Angelegercheiten. Bisher ist es nicht Brauch gewesen, daß u« dir DLaEoberhcuuüer drrrL an andere Völker wendeten, um

fie zum Kampfe gegen die einheckmischen Gewalten «rnszurufent Mit dem Bruch dieses Brauches wird das deutsche Volk nicht bei sich den Anfang machen wollen. Seine Würde und Ehre zu vetteidigen, ist Dcuffchland stark genug und entschlcrssen."

DerSchwäbische Merkur" schreibt: Die erste Gr- fühlsrcgamg auf solche Zumutungen ist di<^ eines unbcdingters Niemals". Ob dieser Regung gefolgt imb dasNienials" chas wir hf^r. gern hören würden, gesprochen werden kann, das ist die Schick) a ls frage, die an uns gerichtet worden fft. Es ist in erster Itnic eine militärische Frage. Die Anttvott daraus muß aus dem Grotzen Hauptquartier kommen."

Eine konservative Kundgebung.

Der Vorstand per konservativ e n Partei hat urt Einverständnis mit der deuffch-konservativen Frak.ivn des Reichs- tages an die Vertrrtimgen der Partei im Lande eine Mitteilmig, ergehen lassen, worin es heißt:

Tie Bedrngitngen, die der Präsident stellt, lasten in Ver­bindung mit seinem ganzen Verhalten nur folgende Auslegicng zn; Er will seine Forderungen bis zur vollen Kapitulation^, ms zirr Lbusliefernng tmserer U-Boote und imserer Rüstung zu Lande tmd bis zur Vernickxtung der deutschen Kaiserniacht roeiter emporschrauben, um uns dann den Frieden der vollen Unter- werfirng mit Abtren.inng von Elsaß-Lothringen und von Teilen der Ostmark uiid Uebernahme verinchtcider Krieg^entschä?igilngea auf- zuerleg?n. Freiheit wird cs in deutschen Landen nicht mehr geben. Noch aber i>t es nicht an der Zeit, einen solchen Frieden ohng Widerstaird anzuniehiiien. Noch steht unsere Westfront in Feindes- land. noch Leisten unrsere Truppen Tag für Tag Ungeheures. Auch die Krä ' des Feindes sind nicht unbegrenzt. Eine Wahl aber bleibt uns nickst. Der Kamps muß crusgefochten werden^

*

Aus dem englischen Unterhaus.

London, 15. Okt. (WTB.) Reuter meldtt: Das earglischk Unterhaus ist nach den Ferien wieder zusammen gerrttcn^ Der Besuch war gut und es herrschte allgemein fr. Stim­mung. Es nmrdan viele Fragen über schlechte Behandlung der britischen Kriegsgefangenen durch die Deutschen und über Vergtttungsmaßregeln gestellt. Cave erklätte. was die Tüi> m bcl-reffe, so sei die bedingungslose Auslieferung der britisch-» Kriegsgrfangenen .Voraussetzimg für jeden WaffetiMsland. Was Me Niittelniäck)!« betreffe, so sei es nicht erwünscht, di« Bedingungen, unter denen allein einem Waffen^ ftillstand tzugestimmt werden könne, einzeln zur L pro che zu bringen. Man hibe die Angttegenheü windig nn Auge gehabt und werde es mich in Zuktrnft Oci. Bonar ürw faate m Beantworttlng anderer Fragen, es sei nicht ernnpische. im letzig^i^ Augenblick irgendeme Erklärung über dre milttärffcher Operationen oder über Frittxmsmitter!imgen abNirgeberr. '

Eine -leußerung Churchills.

London, 15. Okt. ^WTBl Reubermeldung. Fir Man-chürr fagftt Churchill: Wistons fest« und kraftvolle Antwott an L.euti>ckLand wird in den atlivetten Ländern eine ernmüttae und herzliche Zustimnrung finden. Ihr eri'ter und wichtigster" Pirnll i,t daß ims der Feind angemessene Sicherheiten und Ga rannen! geben ^ muß, bevor wir uns daraus einlassen, den Truck unserer stegreichen Armeen einzusbelleii. Wir p.rüssen unbedingt wirksam« Garantten haben, die den Deutschen die Wiederaufnahrne des Kam wes nnniögl ich machm. Ueber die Frage der Garantien die vor Bewilligung des .Waffenstillsbcrndes zu leisten sind, muß an erster Ltelle tfoch^zu Rate gezogen werden. Wir muffen auch Garantien für die -s-ee haben und hierüber wäre das Urteil der britttckien ?ldmirali1ät einzuholen. Ein weiterer Punkt ist der daf; die Deutschmi aufhören müssen, Gransamkeiteii zu begehen! bevor nur mrt ihnen verlstnrdeln können. Wir haben nicht l>en Wunsch, Deutschland zu vernichten, aber die Deutschen müssen ihren Traum cmer Weltherrschaft aufgeben. Es ist möglich, daß wir noch einen schveren, monatelang^ Kanrpf vor utis brben der ri^-sige Mengen Blut und Geld kostet. Sollte dies ver Fall sein so nb es besser, der Konflikt wird ausgetragen, als daß wir einen Kompromiß annelnnen oder uns uni die Fttichte unserer Aw slrmgung brächten.

Englische Hetzerei.

, Bern, 15. Ott. (WTB.) Sir Aucl<urd Geddes rühtte m

Rede rn Portsmouth am 11. Oktober ans, Deutschland' Mtie letzt, daß es den Krieg nickst gewinnen kömre, habe aber ic-xh Lroße Hosftrung, einer Niederlage zu entgehen Er empeh^ ieder- msmm der wissen wolle, was noch zu tun bleibe, bei jeder Sieges- Nachricht die Karte »i studieren, dann werde er befchffdener deiiken. Da^ sei Nötig, weil die Gefahr vottiege, daß wart sich mit emen, Ta (? ^£ T l^ r i eben bluffen lasse. Deich'chland wi>se genau, waS ern wirkliches Verlieren des 5ltteges bedeuten würde imb versuche daher jetzt, dem Gegner glauben zu machen, daß es den .Krieg ver­loren habe, da es ihrn lediglich daraus an komme, die Niacht über ferne Fremdvölker zu behauen, die ihm als Soldaten nnb billige ?hrbetter wichtig seien. Ein Teck des deutsck>en Bluffs sei das Er-.

rnu Wassenstillüand der neum Regierung des Prinzen Mar von Baden, in die einige zahnt« Sozialisten, sogar mit dem Prado u-t.(ttzelleirz, etngetreten seien. Vielleicht sei Dciitschlands Lag« rrrtffcher als die vorliegenden Beweise erkennen liefzen, mrderer. srnts aber lägen Büveise dafür vor, daß Deutschlaa^ selbst nicht av sffrnen r>-all glaube. Es bereite eine kolossalere Tauchboot-Katw- pagne denn je vor, und seine Arnveen seieit bischer nur atv frenrdem Boden geschlagen. Daran, daß die Deutschst wirklich ihn Gesinmtng geändert hättet, sei nicht zu denken. Sie würden ledig­lich vftrsmhen, den Frieden zu erhalleit, um einet: neuen .Krieg vvrzubereitett und einen surchtbarett Schlag gegen Englarrd zu füh­ren. (^Ä>des schloß: Lv groß die Erfolge unserer Heere und so vor. zLgltch unsere Ltussichten sind, haben wir doch nickst,

VVn könn-en noch durch -lange schwere M-Mate hück?itrck>znglchri haben.

Die Stimmung in England.

Amsterdam, 15. Okt. ,WDB.) Wie dasWlgemcen Haw delsblad" aus' London ersähtt. kann setzt bereit-:' gesagt werden, daß die ?(nttwtt d.^ Präsidenten Wilson der allgeineinen Er­wartung der engliichen Prx'ste eittspricht rmo der Andruck der vorherrfchenden Aroinmrg aller Stärrde in Großbritannien inti Amerika ist. WieAlgemeen HaudeiSblad" ans Lmtdon en'ähtt. erhielt der Prenrmrnrinisber gestern Hnndette von Telegrrunme« von Privatleuten, Perernen, Geschäftsleuten und Gastlichen in Men die Rcg:ermlg nachdrücklich .rusgefordert wird, standlmft zu bleibett und auf der Fmdwm'.g bebrnguttgsloser Uebergabe zu verharren. Nach einem hres g i Matt« werden in Ho lland vorläufig 100000 Flüchüinge aus Belgien! crwarE