** Amtliche Person alnachrichten. Ter Gwßherzog hat <rm 2. Cftofer 1918 den Uerichtsassessor Dr. Fritz Schrimpf <ms Butzbach. *11131 ir im Felde, zum Amtsrichter bei dem Amts-
Herichl Rein heim ernannt und den Hauptsttmeramtsasslstenten bei dem Hmlptsteneramt Mainz W.lh-Lm Lvtz zai Mamz in Fleich^r Tienstngrnichaft an das Hanp.skawramt Darmstadt versetzt.
** uszeichnu ng. Kraftmagenführer Phckipv Eisenhut erhielt am 19. September das Eiserne Kreuz 2. Kl., vorher erhielt er schon die Heffische Tapferkeitsmedaille.
** Aus dem Militär-Wochenblatt. Befördert: Ku Lts. der Res. mit einem Pat. vom 1. Okt. 1918: die Offizierafp des Beurlaubtenstandes: VIII. >Aj.-K.: Jvhn (Willi) (I Tarm- stadt', Spalt (Friedrich) (II Darmstadt'-: XXI. A.-K.: Geyer (Karl) (II Darmstadt): znm Lt. d. Ldiv.-Jns. 1. Aufg mit einem Daten! vom 1. Oktober 1918: der Offizieraspirant des Beurlaubten- ständes: VXI. A.-K.: Gromann (Fritz.) (Darmstadt): zu Leutnants der Reserve mit einem Patent vom 1. Oktober 1918: die Offizieraspiranten de ^Beurlaub enstau des: Gardekorps: S<l>eufele (Kart, (Mainz.), Flessa (Karl) (Mainz), V. A.-K.: Freber (Michael) (Main^st, Bode (Ernst) (Gi-eßen), Wit erstädter (Wilhelm) Mainz): zum Lt. d. Res. mit einem Patent vom 1. Oktober 1918 Sinter vorläufiger Belastung als Hilfslehrer bei den betreff. Lehrgängen für Offizieraspiranten:: .der Offizieraspirant des Be- urlaubtenstaudes: XVIII. A.-K.: (Schmitt (Andreas) (Mainz,); zum Ltu. der Laudm.-Jnf. 1. Aufg. mjit einem Patent vom 1 Ott. 1918 unter vorläufiger Belastung als Hilfslehrer bei den betreff. Lehrgängen für Offizieraspiranten: der Osfizieraspirant des Be- urlaubtenstandes: XVIII. A.-K.: ^Geil (Erich) (I Darmstadt) / für die lveitere Dauer des Krieges zu Kriegs-Asfistenzärzten auf Wi^rruf ernannt: die tcrndsturmpslich.igen. mit Kri^s stellen auf WDerruf behelf neu Aerzte: Dr. Goebel i Franz) (Worms), Tr. .Hachaesan-o (Julius) (Worms), Dr. Rosenbl.rdt (Ludwig) (Mainz), Dr. Kalkhvf (Josef) (Maiirz), Dr. Eoerte (Dionys) (I Darmstadt), Tr. Hcin-rich (Otto) ,(Worms), Hammersteiu (Arthur) (II Tarm- ftadt), Dr. Michael (Kvnrad) (Main-z), Dr. Schäfer (Joharures) Tr. Schnitter (Andreas!) (I Tarnistadt), Dr. Lehder (Max) (Worms), Dr. Scdarss (Friedr.) (ÄcainD. Kayser (Arnold) (Worms), Tr. Haas (Georg) (Gießen), Dr. Bredo'.o (Karl) (Friedberg).
** lieber die öffentliche Bewirtschaftung» de r Runkelrüben erfahren wir von zuständiger Seite: Tie öfsenL- Hefc Bewirtsck^aftmrg des Herbstgemüses ist nunmehr auf Grund einer Verordnung der Reichisstelle für Gemüse und Obst auch auf die Rmrkel rüden ausgedehnt worden. Tiefe Maßnahme ist vor allen Dingen notwendig geworden, um denr außerordentlich starken Bedarf des Heeres an getrockneten RimSelrüben zu decken und um der Kaffee-Ersatz-Industrie ein geeignetes Erzeugnis zur Verfügung Lu stellen. Es dürfen also auch Runkelrüben nunmehr nur an die Bezirkskommissionäre der Hestisck-en Landes-Geinüsestelle und ilrre mit der (grürren) ?tns'loeiskarte versehenen Aufkäufer abgesdtzt werden.
** Schriften dürfen nicht mit ins Ausland genommen werden. Turch Bersügpng des stellv. Generalkommandos 18. Armeekorps und des Owuvernements der Festung Mastix vom 18. Juni 1918 ist es verboten, daß Reisende Schriften vder Drucksachen mit über die Reichsgrenze nehmen. Ausnahmen in befondecen Falten sind nur gestattet, weirn die Schriften vor dem Antritt der Reise amtlich geprüft und eingesiegelt sind, wofür im Korpsbezirk urch fttt den Befehlsbereich der Festung Mainz die Militärische Postüberwachirngsstelle Frankftrrt a. M.. Weserstraße Nr 33. zuständig ist. Es wird darauf hingewiesen, daß in solchem Falle die mitzunehmenfom Schriften und Drucksachen mindestens fünf Tage vor der Abreise bei der Postüberwachungsstelle ein gegangen teilt müssen.
** Ter hessisch« Schutzverein für entlassene G e f a n g e n e hat seinen Rechenschastsbericht für das Jahr 1917/18 veröfterttliäjtt. An llndorstützungen wurden im Beriäftsjahre 9347,98 Mark verausgabt. Davon für die Provinz Oberheslen 551,35 Mark. Hiervon entfallen auf Büdingen 100 Mark, Friedberg 211 Marck, Gießen 240 Mark. Dem Wohnsitz nach entfallen aut Oberhcssen 10 Pfleglinge ---- 14,5 »o, gegen AI Pfleglinge - 19 °b im Jahre 1916. Tie Einnahmen für 1917 betragen 11912,16 Mark, die Ausgaben 11604.67 Mark, wodurch ein Kassen Vorrat Ende 1917 von 307,49 Mark verblieb.
** Höhere Preise für den Aufdruck des Freimarken st empels. Postkarten, Karlenbriefe, Umschläge usw. werden . bekanntlich auch für private Personen von der Reichsdruckerei mit denr Freimarksn-
stempel bedruckt. Die Gebühr dafür wird am 1. Oktober wiederum erhöbt. 10 000 Stück oL'ee weniger derselben Wertgattuna kosten formt 3,75 Matk das Taarstnd. bei mehr als 10 000 derselbcm Gattrntg 37.50 Mark für die ersten 10 000 Stück und 2,50 Mark für jedes weitere Tausend. Jedes angesangene Tausend wird für voll berechnet.
** ^'5 Silberhamster^ Im geschäftlichen Zahlungsverkehr macht sich nenewrngs kMiangel an Silbermünzen, ms- besondere an 50-Psennigstückeit. geltend. Von dieser Münzsorte haben fortgesetzt bedeutende Ausprägungen stattgefunden, so daß die gegenwärtige Küapphett nur mit der Zurückhaltung in Privalhänden erklärt werden kr n. Dieses Hamstern an Sitber- aeld bedeutet aber eine GefahH der nachdrücklich begegnet werden muß. Das Silbcrg-ld hat im Jnlairdverkehr keiften höheren Welt als das Papiera.ld: jede Zurückhaltung kleinerer Münzen trügt aber zur Erschioerung unseres nnrtschaftlichen Verkehrs und damit zur Verteuerung bei. Weiten Kreisen fehlt leider vielfach die Kenntnis der Zusammenhänge zwischen den Zahlungsmitteln und dem Warenverkehr, uui> diesem Umstand ist trescntlich das .Hamstern zuzuschreiben.
** Ti e kleinste Gemeinde Deutschlands? Unter dieser Spitzmarke gehen jetzt Notizen durch die Zeitungen, in denen sich immer wieder neue Orte um die Ehre, die kleinste Genreinde Teutschlands zu sein, mit echt deutscher Gründlichkeit und Gewissenhaftigkeit streiten. Gesten: sollte es. dem „Frankfurter General-Anzeiger" zufolge, Heiligenbont im Dillkreis mit 60 Einwohnenr sein. Das stimmt nicht. Im Regierungsbezirk gibt's drei Ortschaften, die noch „kleiner" und alle selbständige Gemeinwesen mit einem Bürgermeister sind. Da ist zunächst Wisper im UntertaunuSkreis mft 55 Einwohnern und 17 Haushaltungen: formt folgt Münchenroth im Kreise Sankt Goarshausen mit 10 Haushaltungen und 48 Einwohnern. Die kleinste Gemeinde aber ist Biebighausen im Kreise Biedenkopf diese zählt nur 6 Haushaltungen mit 34 Seelen. Uebrigens gibt es im Bezirk Wiesbaden noch zahlreiche Orte, deren Einwohnerzahl erheblich unter 100 Seelen betragt. Ob aber Biebighausen der kleinste Ort Deutschlands ist, möchten wir bezweifeln.
** I m Licht spielhaus, Bahnhofstraßc 34, wird von Freitag bis einschließlich Montag „Das Dreimaderlhaus", Schuberts Liebesroman mit giuofcm O nchyler und Gesangeinlaaen gegeben. Als Gast ist Frau M. Rottmann, Konzert- und Opern- sängerrn von L^tadltheater Mainz gevwnnen. Alle Vergünstigungen sind aufgehoben.
Landkreis Gießen.
-m. Hungen. 4. Okt. Ms ein »oeiteres Opfer aus unserer blemeinde siel bei den letzten schweren Kämpfen im Westen der in einem Jnsanterie-Regimertt stel-ende Unteroffizier Karl Spieß. Sohn des Bahnmeisters Spieß von hier, nach nahezu vierjähriger Pflichterfüllung.
ga. Lauter. 4. Okt. Die am Donnerstag abgehaltene Aepftl- verst-eigcrung hatte trotz des ungünstigen Wetters ein befriedigendes ^Ergebnis. D^er Erlös betrug ungefähr 5000 Mark. — Otto Rock von hier wurde zum Unteroffizier befördert; er fbefyt fett März 1916 im Felde. Für tapferes Verhalten vor dem Feinde wurde ihm das Ciserne Kreuz und die HessisM T<U"serk!eitsmedaille verliehen.
** Londorf, 3. Okt. Der seit dem 16. August vermißte Georg Hilkgärlnerhat dieser Tage aus französischer Gesanoen- schaft geschrieben.
'** W iese ck, 3. Okt. Ter Sohn unseres Hauptlehrers H. Toll. Dr. Heinrich Doll, Oberlehrer an der Oberreaffchule zu Mülheim a. d. R., wurde zum kgl. preuß, Stttdiertrat mit dem Range der Räte vierter Klasse befördert. Tr. Döll ist seit 12 Jahren h» Preußischen Schuldienst tätig tmd stand vorher im Dienste der hessische n SchickbeHörden in der engeren Heimat.
Kreis Büdingen.
^ Nidda, 2. Okt. Gestern waren 50 Jahre verflossen, seitdem Oberst Weimer von hier beim Militär eintrar. Obgleich der Jubilar diesett Tag in aller Stille begehen wollte, wurden ihm doch von nah und fern zahlreiche Glückwünsckie zu seinem gfodenctt Jubiläum entgegengebrächt. Der Kriegerverein, dessen verdienstvoller, ungemein eifrtger Vorsitzender Oberst Weimer ist, ließ ihn durch eine Abordnung von drei Vorstandsmitgliedern! beglückwünschen. — Den Heldentod fürs Vaterlaitd starb Metzgermeister und Gastwirt August Zoll von hier. Eine Granate traf dte Feldküche, in der er beschäftigt war.
Kreis Schotten.
ga. La u b a ch , 4. Ott. Die st ä d t i sche O b ft ve rst ei ge rung brackiite dein Gemeindesäckel einen hochwillkommenen Zuschuß. Infolge des tttappen Obsterkragcs Ivurden Preise angelegt, die öfters die Höchstpreise erreicht mrd mcnrchmal in der Hitze des Gefecksts überschritten haben dürsten, so daß der Ge.'atnterlös auf fefor 8000 Mark kam, eine Summe, die hier noch nie auch nur annähernd erzielt worden ist. — Fahrer Friedrich Franz, Solm der Otto Franz Witfve, bei.ciitem Fußartillerie-Regiment im Westen, erhielt das Eiserne Kreuz zweiter Klassr.
Starkenburg und Rheinhessen.
P. K. T a r m sta d t, 4. Okt. In der fontigen S t a d t v c 1 ordnetensitzung, die unter Vorsitz des Oberbürgertneis^e« stattfand, entstand auch die übliche Aussprache über die uuzu reichmde Lebens mittel Verteilung. Tie Beschwerde über die Eierverteilung wird^ als unberechtigt bezückjlnet. Ter Wegsall der B u t ter in dieser (fleischfreien) Woche bezeichnet Bürger in eich-r Müller als einen sehr zu verurteilenden Organisationsselsler der Landes-Butter- und Fettstelle. Es wird gefordert, daß den Sammlern von Bucheckern Mich die Gelegenheit zum Schlagen von Orl gegeben iverde. Es nnrd ferner beschlossen, den Beamt et t der Stadt eine iveitere Teueritngsznlage zu gewähren, welche der Stadt ein Opier von etwa 650,000 Mark auferlegt. Cs wird tveiter gut geheißen, daß die Hälfte des Betrages sofort zur Auszahlutm kommt. Auf dringlichen Arttrag des Stadtv. Hammamr unrd d»c Ansüxtffung einer 180 Stück starken Sckpfherde lteschlossen mck> der Betrag von 65,000 Mark hierfür bewilligt.
Tie Abättderrmg der VerbrMichsabgabe für Mer mit 30 Mk. pro Hekto ftrtdet Genehmigung. Ebenso wird die Uebernahme der Molkerei der Landesfutter- und Fettstelle in städtischen Betriel» gutgeheißen und die erforderliche Organisation im Kwewesen uüq. genehmigt. Sie wird dem Lebensmittelamt unterstellt. Endliri, wird beschlossen, einer zu bildenden Gesellschaft für den Klein Wohnungsbau beizutreten, der jetzt schon der Landesverband für Kriegerheimstätten, die hiesige Bereinigung Industrieller, die Allg OrtÄkvanrenkasse u. a. mit einem Bmtkapital von etwa 350000 Mark angehören. Uttb wird die Bewilligung eines ebettsohohen Betrages gutgeheißen, sodaß das Gesamtkapital 700000 Mark bettägt.
Hessen-Nassau.
ha. B jeden köpf, 4. Ott. Das Derdienstjkreuz für Klügshilse wurde verliehen: Kaufmann und Beigeordneten Franz Mi l chsa ck nil Biedenkopf, B-uchdritckereibesitzer Karl Heinzerling in Btedenkopf, KreiSvi c hkassen-Nenbernfett Karl Pfitt m Met^ukopf. KaufmMtn 5barl Bill IX. in Naunheim und Gastwirt und Fleis.0 b fcmuer Georg Briehin Wallau, ferner dem GerickKsvollziel?''.' Gerhardt in Langenselbold. —. Wachtmeister Böbet aus Eiiä wurde zum Offizier-Stellvertreter befördert.
r^ermi?chtes.
Cholrrafülle in B-erttn.
^ Berlin, 3. Okt. (WTB.) Uebcr deit Stand der Cholera machte hertte der Ministerialdirektor im Ministerium des Innern Professor Tr. Kircher den Vertretern der Presse ausführliche Ta^ legungen mit der ausdrücklichen Versicherung, daß ein Grund Mick, nur zur geringsten Beunrnhignn-g der Bevölkerung nicht vorlie^p Insgesamt sind bis zum heutigen Tage 15 Fälle gemeldet, von deneit aber einige noch nicht nrit Sicherheit als Cholera festgestttlt werden formten. Alle Fälle gruppieren sich um die (Äcgeud der, Lintenstraße int Nordosten Berlins. Man hat nunntehr ermittelt, daß die Cholera durch einen Gesellert der Pferdeschlächlcrei in fo-r Linienstraße, der als sogenmrnter Bazillenträger festgestellt wurde, verbreitet worden ist. Tie Cholera nimmt nur dann erneu bösartigen epidemischen Charakter an. wenn Wasserlättfe und Wasserleitungen verseucht sind, was in Berlin rftcht der Fall ist. Für die Einwohnerschaft von Berlin liegt nicht der geringste Grund vor, ihre Lebensgewohnheiten zu ändern.
*
** Stockholm, 3.Ott. (WTB.) Bisher ist festgestellt um« den, daß bei dent sckKoeren Eisenbahnunglück in der Nllihe von Norrköping 2 4 Personen .getötet mtö etwa 50 verletzt wurden. Mehrere Personen werden noch vermißt, aber es ist schvi-erig, die. Identität der Leichen festAusbelleTr, da die M ehrzahl völlig verkohlt ist. Wahrscheinllch haben sich keine Ausländer ini Zuge befunden.
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