Nr. 228
Der Stehener Anzeiger
erscheint täglich, außer Sonntags. — Beilagen:
6ietzener§amilienb1Stter;
Nreirblott
für den Kreis Giehen.
Bezugspreis: monatl. ÜJl t > .20, viertel« jährlich Mt. 3.60; durch Abhole- u. Zweigstellen monatl. Dik. 1.10; durch die Post Pik. 3.60 viertel« jährl. ausschl. Bestellg. flernjprech - Anschlüsse: sürdieSchristleitung!13 Verlaa.Geschäitsstelleol Anschrist sürDrabtnach« richten: Anzeiger Giehen.
Erstes Blatt
168. Jahrgang
Samstag, 28. September W8
Postscheckkonto: Frankfurt a.M. 1X686
Anzeige? ftir Oberyeffen
Vankverkehr: Gewerbedank Giehen
SwMmgrrllnLdruck ».Verlag: Brühl'sche Unio.-Vuch- u.Stcinörudcrci R.Lange.Schriftleitung. SeschSstrstelle ».Druckerei: Schulstr.7.
Annahme von Anzeigen
s. die Lagesnilinmer vis zum Nachinitiag vorher ohnejedePerbuidlichteit
Seilrnpreise:
für örtliche Anzeigen 25 lif. ,für auswärtige 30 Pi., für öieklamen Pik. 1.-nebst 20 °/, Teu« erungszusilag. tzauot- schriitleiter: Auq.Goetz. Verautlvortlich für Politik: Aug. Goetz; für den übrigen Teil: Dr. Reuihold Zenz; An- zelgenteü: v. Beck;
sämtlich in Gießen.
Q
Noch ungeklärte Lage in Bulgarien. Neue schwere Angriffe her Kinde.
wochenrilckdlick.
Das Sehim, des deutschen Volkes ist es zweifellos, aus den Nöten des Weltkrieges baldigst herauszukommen, sich selbst zu behaupten und die Ankündigung der Feinde, uns erst zu besiegen und uns dann den Frieden zu diktieren, ziv- nichte zu machen. Sind nun diese Wünsche und Ziele des deutschen Volkes in den letzten Tagen gefördert worden oder nicht? Es will uns scheinen, als seien unsere Heere an der Westfront es allein gewesen, die alle Kraft an diese hohe Aufgabe gesetzt haben. Sie haben ihre Stellungen vor der Siegsriedfront im wesentlichen behauptet und immer wieder neue starke Durrlchruchsversuche der Gegner vereitelt. Von den Schlachten des Reichstages, oder vielmehr seines Hauptausschusses, kairn man nicht sagen, daß viel Nützliches dabei herausgekvnnnen sei. Wir haben keine starke Regierung, so viel steht fest. Aber hat sich denn bei den Verhandlungen irgendwie ergeben, daß unter den Parteien ein Mann auf- betreten wäre, der uns als der geborene politische Führer in diesem großen Kampfe erscheinen könnte? Wir glauben nicht. Die Rede Hertlings hat manche enttäuscht; auch wir haben nicht viel Neues herausgehöjrt und nicht gefunden, daß er die Kräfte der drohenden Zersetzung' mit sicherer Hand zu bannen gewußt hätte. Aber haben denn nicht alle Reden der Krisenmacher, der Kritiker und Besserwisser, der einseitigen Partellämpen, noch grimmiger enttäuscht? Wo war denn unter diesen Männern der Volksvertretung einer, der ein wahrhaft erhebendes Wort gefunden hätte in dieser traurigen Zeit, wo war der sichere Bahnbrecher durch, die Gefahren ringsum? Wenn aus der „Klärung" nicht viel herausgekonrmen ist, so ist wahrhaftig der Kanzler und seine Negierung nicht allem schuld. Wo sind denn bei den Sprechern der Reichstagsmehrheit irgendwelche neue, große Gedanken aufgetaucht, die in der augenblicklichen Lage wur- rfiltcn und den Stempel eines staaLsmplvnischan Genies trügen? Noch bevor der Hauptausschuß zusannnentrat, wußten wir aus der Rede des Vizekanzlers v. Payer, daß in der Frage der großen Kriegsziele, der der Entwicklung folgend, nach vielen verfrühten und darum unnützen und schädlichen Kundgebungen, eine große, allgemeine Richtschnur gefunden worden war, bei welcher sich die bisher noch getrennt marschierenden politischen Grrtppen im Reiche zu sammeln hatten. Es war, wie der Zentrumssprecher, der Abg. Gröber, bemerkte, das Verdient des Grasen Hertling, daß eine solche Einigung zustande gekommen war. Eine große Volksmehrheit, darmiter auch die Nationalliberalen, hat sich diesen ^Festlegungen angeschlossen. Hat nun die Kritik des Haupv- ausschusses an diesem von Payer dargelegten Programm irgend etwas hervorgebracht, was schon wieder einen Wechsel des Systenls und des Kanzlers erheischen könnte? Einige Redner haben an der östlichen Regelung, die nach Payer . auch über den endgültigen, großen Frieden hinaus im allgemeinen Bestand haben soll, kritisch gezupft, haben Vorbehalte gemacht. die bevorstehende finnische Köniaswahl getadelt, und Herr Scheidemann hat die Friedensschlüsse als ein Hindernis für den Weltfrieden bezeichnet. Allein die neuen Entgegnungen des Vizekanzlers im Harrptausschuß haben doch durchschlagend gewirkt. Herr v. Payer hat nachdrücklich und treffend bewiesen, daß es das Vaterland in Gefahr bringen heißt, wenn man unseren Feinden die Freude macht, an diesen Regelungen, denen übrigens Bundesrat und Reichstag zu- geftimmt haben, zu rütteln.
Was die Volksvertretung sonst noch an Kritik u:id B< schwerden vorbrachte, war zum Teil, wie der Reichskanzle m seiner Schlußrede zugab, berechtigt, betraf aber doch nick Vorkommnisse und Dinge, die den Friedensschluß erschwere: Die militärische Zensur ist zu hart, so sagte man, und de Kriegsminister hat eigenmächtig in die Rede- und Versamw mngsfrciheit einbegriffen. Gewiß, es war unrecht, pazifistisch Propaganda, die audy wir freilich für verkehrt halten, wei jie bt£ durchweg anders gerichteten Feinde gerade in den gc geuwärtigen Zeitläuften nicht bekehren wird, durc Zwangsmittel zu unterdrücken. Es war das gute Recht de Volksvertretung, hier Abhilfe zu fordern, und der Reichskanz ter yat sie auch zugesagt und die Berechtigung der Beschwer . bedeuteten diese kritischen Ausstellungen
pw.o SS un ? Hoher diplomatischer oder ftaatsmännische ^.ei.heu? Man blicke bei dieser Frage nur einmal hinübe naQ) Frankreuh, nach England oder Amerika! Wir dürfe; un. erinnern, daß wir, der verschrieene Militärstaat, di m p k " e ^wur haben, daß die gelobten Demokratien uv uns dagegen mit Diktatur und Zuchthaus arbeiten. Da! Amerika des Herrn..Wilson, der zuerst so viel von Mensch heit, Freiheit und Volkerbund redete, steckt nicht nur die Sol
j v-S??? 1 au *s ) ' ^ IC Meinungen in ein und denselbe: rmperralMschen Zwangskittel. Wir aber haben wir! «lh nrchts davon zu hoffen, wenn wir Wege; der ^schweruna her Tätigkeit einiger Theoretiker b ; l L bas (Mot des Augenblicks nickst recht ins Aug w. sen, den Rachegeist alle sonstige politische Arbeit zertrete.
. Der Gedanke, bei langer Dauer eines so schwierige Krieges rm Volke nach Kräften Umschau zu halten, die ai ^itenden Posten Nützliches leisten und das Vertrauen weitt nebms,^u beleben konnten ist su-eclich einleuchtend und a, 1°ltte ruahdie grundsätzliche" Parlamentär
ST v^rs l r d) - * U J eI)r 4 n b . en Vordergrund schieben, denn di mu wird kerne Gewahr einer geschickteren und feiner arbe renoen rrrregführung geboten. In der gegenwärtigen Lar
wäre es diskutabel, auch einem Vertreter der Sozialdemokratie einen Posten in der Regierung einzuräumen. Der Gedanke hatte denn auch Raum gewonnen, indessen, die sozialdemokratische Partei stellte Bedingungen und Forderungen auf, die nicht erfüllt wurden^ de,rn sie bedeuteten parteipolitische Meinherrschaft. Der „Vorwärts" ver
öffentlichte die „Punkte", von denen die Annahme eines Regierungsposteiis abhängig gemacht
wurde. Zunächst sollte alles noch einmal auf die alte Friedensentschließung vom 19. Juli v. I. schwören. Nicht nur der Verzicht auf Belgien sollte „einwandfrei" ausgesprochen werden, sondern wir sollten auch eine Verständigung über die Entschädigung Belgiens nachsuchen! Kurz zusammeugefaßt lauten die übrigen „Punkte": Bereitwilligkeit zum Aufgeben unserer Friedensschlüsse im Osten, Autonomie Elsaß-Lothringens, allgemeines gleiches Wahlrecht für alle Bmrdesstaaten, völlige Parlamentarisierung und Unterordnung der Militärgcwalt unter die dem Volke verantwortliche Zivilgewalt. Dannt würde auch der bekannte Cohnsche Ueberwachungsausschuß wieder kommen, der Hin- denburg und Ludendorff bei der Kriegführung auf die Finger gucken soll. Was würde für unseren Friedensschluß woh hcrauskommen? Bis jetzt hat die Sozialdemokratie einem Frieden um jeden Preis noch nicht zugestimmt; daß wir unter ihrer Führung in absehbarer Zeit mit heiler H aut zum Frieden kommen könnten, ist schwer anzunehmew Neue politische Erfordernisse ergeben sich auch aus den Ereignissen in Bulgarien. Noch wissen wir nicht, ob der fatale Schritt des Ministerpräsidenten Malinow mit allen maßgebenden und einflußreichen Stellen Bulgariens verabredet war. Vielleicht lagen hier unter dem Eindruck der allerdings sehr traurigen Frontnachrichten übereilte Entschlüsse vor. Es wird uns gemeldet, der bulgarische Oberkommandierende handle noch im Einvernehmen mit der deutschen Heeresleitung, und die Hilfe der Verbündeten könne vielleicht Bulgarien wieder auf die Beine ftellen. Das alles wird uns die nächsten Tage in große Spannung setzen. Der Ruf nach einer Eiirigung der Geister ist jetzt dringlicher geworden, und er muß ssch durchsetzen. Wir sehen dre Regierung in enger Zusamckenarbeit mit dem Hauptausschuß des Reichstags stehen, und es heißt, die Not der Zeit werde zu einem neuen Programm der nationalen Einigung führen. Es wäre zu wünschen, daß die neue parlamentarische Mehrheit, unter Zurückstellung aller Parteisonderwünsche, eine noch breitere Basis im Volke gewinnt als der bisherige Block. Jetzt ist wieder die Stiinde gekommen, wo es nur noch Deutsche bei uns geben darf Das Vertrauen in unsere Volkskraft, in die Fähigkeit unserer erprobten Heeressüh- rung darf nicht Nachlassen und muß andere Mittel finden als etwa die Methoden eines Erzberger, der mit einer Zusammenstellung von Paragraphen ftir die künftige Völlcrgesell- schaft sich wohl auch außerhalb unserer Grenzen genehm und beliebt zu machen suchte Unser Weg geht nicht mit der Schlauheit unserer Feinde zusammen, sondern mit der Würde und dem Mut des deutschen Volles, das nach Hertlings Worten in der Zukunft eine noch größere Mission zu erfiillen haben wird, als in der Vergangenheit
/cw MTB.) Großes Hauptquartier. 27. Septtmb. (Amtlich.)
Westlicher Kriegsschauplatz.
_ . In der Champagne zwischen den Höhen westlich der ZUlppe und der Aisne sowie nordwestlich von Verdun, zwi- chen den Argonnen und der Maas hwen Franzosen und Amerikaner gestern mit starken Angriffen begonnen.
Der Artilleriekampf dehnte sich über die Höhen westlich der Smppc nach Westen bis Reims über die Maas, nach Dften bis zur Mosel ans. Dort folgten nur Teilangriffe-, :e wurden nach heftigen Kämpfen abgewicsen. Bei ihrer Abwehr östlich der Maas zeichneten sich auch östcrreichisch^ ungansche Truppen aus.
An den Hauptangriffsfronten leitete gewaltiges Ar- t,ller,eftuer die Jnfanterieschlacht ein. Westlich der Aisne
der Franzose. östlich von den Argonnen der Amerikaner unter Einsatz zahlreicher Panzerwagen gegen unsere Stellungen vor. Befehlsgemäß wichen unsere Vorposten kamp- end auf die ihren zugewiesenen Verteidigungslinien aus. Be: Tahure und Ripont gelang es dem Gegner in seinen bis zum Abend fortgesetzten Angriffen über unsere vordere Kampfun,e hinaus bis auf die Höhen nordwestlich von Ta- Uure und bis Fontaine-en-Dormois vorzudringen. Hier riefelten Reserven den örtlickien Einbruch des Feindes ab. Mit besonderer Stärke führte er seine Angriffe gegen unsere Stellungen zwischen Aubcrive und südöstlich von Somme-Py ^,e brachen vor unfern, Kampflinien und unter schweren Verlusten für den Feind zusammen. Auch nördlich von Cerlay scheuerten die bis zum Abelch mehrfach wiederholten ftnrdUchen Angriffe. In den ArMnnen schlugen wir Tcil- angrfffe des Gegners ab.
Zwischen den Argonnen und der Maas stieß der Feind aber unsere vorderen Kampflinien hinaus bis Montblain- mlle—Montfaueon und bis an den Maasbogen nordöstlich von Montfaucon vor. Hier brachten ihn unsere Reserven zum Stehen.
Der Feind konnte somit an einzelnen Stellen unsere Infanterie- und vorderen Artillerie-Limen erreichen. Der nnt weltgesteckten Zielen unternommene große französisch amcruanliche Durchbrilchsvcrsuch ist am ersten Schlachttoge
an der Zähigkeit unserer Truppen gescheitert. Reue Kämpft stehen bevor.
Der Erste Generalquartiermeifftr Ludendorsf.
esinnungen sind wohlfeil — Morte erschüttern nur die Luft; Erft die T a t zeigt den Mert!
Deine Tat sei die „Neunte"!
Der -lbendbericht.
B e r l i n, 27. Sept., abends. (WTB. Amtlich.)
Zwischen den von ArraS und Peronue auf Cambrai führenden Straßen und gegen die S ie g fr i cd - Fro n t westlich Le Chatelet haben Angrifft der Engländer und Amerikaner unter gewaltigem Einsatz an Truppen und Mater,al beMnnen. Der Angriff in Richtung auf Ealnbra, gewann Gelände. In der Champagne sowie Wischen Argonnen und Maas sind erneute schvere Angrifft der Fmn- zosen und Amerikaner gescheitert.
Der österreichisch-ungarische Tagesbericht.
Wien, 27. Sept. (WTB.) Amtlich wird vrrlautbartt
An der Tiwler mtö venetianifchen Gebirgsfrvnt Artiv- terrekampft und Pattouillengeftchte.
dem westlichen Kriegsschauplatz uahmm öster- rerchijch-ungarische Truppen an den Kämpftn östlich der Maas rühmenÄverten Anteil.
Der Chef des Generalstabs.
nt Bulgarien.
Var bulgarische waffenstivftandrangebol.
Sofia 26. Sept. (WB.) Meldung der Bulgarischen TÄs- grapyenagerrtur In Enoägung des Zusammentreffens der iüngft ein getretenen Umstände und nachdem dre Lage gemeinsam st allen zuständigen Stellen erörtert worden ist, ym dre bulgarrsche Regierung in dem Wunsche, dem Blutver- gletzen cm Ende zu setzen, den Generalissimus des Feldheeres er- machttgt dem Oberbefehlshaber, Ententeheere in Saloniki die ^t!,****^ Feindseligkeiten vorzu schlagen, um Verhandlungen mrt dein Ziele des Wschlusses eines Waffen- strlljtandcs uird des Friedens einzuleiten. Die Mitglieder der bulgarrschen Abordnung fiitb gestern abend abgereist, um sich mrt den Bevollmächtigten der kriegführenden Ententestaaten in Verbindung zv setzen.
Das WTB. bemerkt dazu: Die Nachricht von der Abreise der ^LeUgatron für derr Wassenstrllstarch erwerst sich nach neuerer, Nachrrchten als unrichtig.
Kundgebung des bulgarischen Regierungsblocks.
Sofia, 26. Sept. (WTB.) Meldung der Bulgarischen Tel'- graphcnagentur. Parteien des Reglernngs bil o ck si veröffentlichen folgende Note:
In lieberemstimmung mit den Parteien des Blocks hat die Regierung gestern, am 25. September, nachinittags 5 Uhr dem Gegner em amtliches Waffenstillstandsangebot gemacht.
Parteien des Blocks richten an Heer und Bevöllerung dia Mahnung, die militärische und öffentliche Disziplin zu wahren, die so nottg ist für die glückliche Durchführung imserer Absichten! m d^sen Zeiten, die für das soeben^ingeleitete Friedenswerc enycherdend sind. Die Nationalversammlung ist auf den 50. September einberufen.
Der bulgarische Oberbeseblshaber rm Einvernehmen mit der obersten Heeresleitung der Verbündeten.
Köln, 27. Sept. (WTB. Nichtamtlich.) Ein Berliner Telegramm der „Köln. Ztg." meldet: Die Festigung der militärischen und politischen Lage Bulgariens macht Fort- chritte. Der bulgarische Oberbefehlshaber General T o d o - r o w handelt in UebereinstimmungmitderOber- ten Heeresleitung der Verbündeten, von der er Weisungen erbeten hat.
Die Beratungen im hauptanrschutz. hintze über die Lage in Bulgarien.
, Berlin, 27. Sept. (WTB.) Im Hau v tausschuß des Reichstags führte Staatssekretär v. Hintze über die Lage in Bulgarien folgendes aus:
Aus deu militarisclien Nachrichten der letzten Tage ist Ihnen bekannt, daß die Bulgaren znüschen Wardar und Cer na in erliste Schw'iermkeiten geraten sind. Im wetteren Verlauf der Ereignisse sind auch die bulgarischen Nachbararmeen in Mitteidenschast ge- z!)geu werden. Tie Meldungen von der Front sind von der lnck- Mrisck-eu Regienmg imb den: Ministerfwäsideitten Malinow oifenbar zu imgünstig mrsgeletst worden. Gestern vormittag ist in Sos:a eine Pressenotiz erschienen, wonach Birlaarieu dem Ober- kommaudierenden der Ententekräfte in Salo-nik die sofortige Einstellung der Feindseligkeiten mtb die Aufnahme von Friedensverhandlungen vorschlägt. Eine bulgar:sck)e Delegation, besteheird aus dem Fimmnninister Liaptschew, dem Geiieralmaior Lukow :md dem Gsaudlcn R a de w, sollte mißlich bereits Mittwoch abeird nach S a I o - n,i k abgcreist sein. Aus dm bisl>er vorliegenden unvollstMi- dtgen Nachnästen läßt sich noch mäst mit Siä^lxnt erkmnm. ob dre bulgarische Regierung tatsäckstich, wie sie zu behaavte-r schstnt. im Eiu Verständnis mit der bulgarischm Heeresleitimg, dem bulgarischai Parlament und dem Könige gehandelt btt oder ob sie wehr oder weniger auf eigene Faust vorgegaugeu ist. Die Sobranie soll erst an: 30. Selstember zusanimerclrcteii, Per.


