—irf den $ Zlenkv« Skrtoffidh. Itedermcmn Samt mit Be- «iürmHeit tuaauif vechns^ ba6 chm t>ie ki hiesigen Kartoffel fcürnöfern bestellten Kartoffeln nedw^eitin geliefert werden.
** Hausschlachtungem Ter Staatssekretär des Kriegs, «mährungs amles bat durch Vewrdnnng vom 20. Sepdeinber 1018 dnit Rücksicht auf die infolge des Rückgangs der Rind Viehbestände notwendig gewordene Herabsetzung der Wochenfleischmenge für die versorguugsberechtigte Zivilbevölleruug auch eine entsprcclxnl-dc Hevabmindermrg der- den Fl eis ckckelbst Vers ärgern zugebilligteu Wvr'.)?nfteiscknnenge für nötig befrrnden nnd diese durch Vevordiruug vom 20. September durchweg für jede Art Schlachtviehsleisch und Wildbret auf 400 Gramm festgesetzt. Im übrigen ist an den zur Zeit geltcndcrr Bestinlnmngen eine Blenderung nicht eingetreten. Da- < 7 Sgen ist drrrch die oben erwächrte Vewrdnung den Landes ^elckrab. beltörd^m noch die Befugnis eingeräumt, Fleisch, das aus einer ohne die erforderliche Genehmigung vorg-enommenen oder nickst vvr- scknistsmätzig an gezeigten Hausschlachtimg geioonnen ist, zugunsten des Kommunal Verbandes, der Gemeinde oder einer anderen Stelle »Iwce Zahlung einer Entschädigsimg für verfallen zu erklären.
** Steuererklärung abgcben! Es wird nochmals darauf hingewiesen, daß bis zum 1. Oktober d. I. die» Steuererklärungen für das Steuerjahr 19i 1 9 eingereicht sein müssen, icnd das; alle diejenigen Steuerpflichtigen der 1. Steuerabteilung (Einkommen von 2600 Mark und mehr), deren Einkommen sich erhöht hat, so daß sie in eine höhere Steuerstufe zu versetzen sind, gesetzlich verpflichtet sind, eine Crnkommenserklä- rung abzugeben. Kriegsteue'rungszulagen u. Kriegs- beibilfen sind steuerpflichtig.
Gießen er Hoch schul ge feilsch« ft. Den 7. Bor- :rag der Vortragsreihe über Auslandskunde hielt gestern abend im großen Hörsaale der Universität Geh. Reg.--Rat Dr. Georg Jacob, Professor an der Universität Kiel, der über die Literatur der osmanischen Türken sprach. Der Redner weikdete sich gleich zu An saug gegen die Zurücksetzung, die die osmanffche Kunst gegenüber der arabischen Kunst erfahren hat, der sie völlig gleichwertig ist. Auch für die Wissenschaft wies er nach, daß deren hervorragendste Vertreter Türken waren, obwohl die wissenschaftliche Spvack-c die arabische war. Sodann ging er in tiefschürfenden Darlegungen den ältesten Denllnalen türkischer Literatur nach, die Mrs dem 8. Jahrhundert stammen und in einer Art Runenschrift ausgezeichnet sind, die aber iNit der nordischen keine Verwandtschaft bat. Die ersten Denkmale osm an (scher Literatur hatten schon Lln- schiluß an die abendländische Kultur, wurzelten aber in bcn Ruinen-« städteu Mittelasiens, die Sven Hedin zuerst entdeckt hat. Hiermit wendete er sich den ^Märchenerzählern zu, die eine mimische Vortragskunst ausüben wo) heute rmr urehr selten aufzufinden sind. Drc Märchen selbst sind sehr verbreitet, obre meist Wander- märrfjcu, die nur wenig osmanischen Einschlag haben. Die Märchenerzählung trat mit dem Ueberhandnehmen der schriftlichen Aufzeichnung zurück. Trotzdem ist die Art dieser Erzählungskunst in der modernen osmmrischen Literatur, die andererseits unter französischem Einfluß steht, auch bei den modernsten türkischen Novellisten zu beobachten. Die moderne türkische Novelle ist ein echt Stambuler Produkt, das vor zwei Jahrzehirten in der Türkei selbst noch wenig geschätzt rourde, aber heute bedeutend größere Beackmngt ftndet. Ihre Kunst ist nicht allzu hoch einzuschätzen. Der Äauvtwert beruht meist in einer feinen Detail Malerei, die Vor- ivürfe sind oft verkümmert, doch bricht das eigne Erzählertalent der Orientalen immer, durchs. Kemrzeichnrnd ist iinmer eine trübselige Stimmung und die Hilflosigkeit der Menschen dem auf sie in stürmenden Leben gegenüber, ähnlich wie in der russischen Lwerattrr Tie Novelleu sind aber wichtig als indirekte Quelle 'ür das Leben und Denken des Türken, von dem wir immer noch keine genügende Vorstellung haben. Zum Schlüsse berührte der RÄuer die Lyrik, die vollständig unter dem Einfluß des persischen Dichters Hafts steht. Textproben belebten den Vortrag, der durch einige Lichtbilder abgeschlossen wurde.
ml. Volksbund für Freiheit und Vaterland. In der MilgliLderversammbcirg, die am 24. September im Hotel ..löroßherzog von Hessen" stattfand, sprach.Herr Professor Michel ^ver ..NEonalismus und Internationalismus". Anschließend an dm Vortrag, der einen Ausgleich zwischen den: nationalen und
ftUenrationalen &ebauCeu forderte, und in diesem Sinne wurde von der Versammlung folgende Entschließung angenommen: „Die Versammlung erblickt im gegenwärtigen stiationalismus eine maßlose
Ulcbertreibung des nationalen Gedankens, deren Bekämpfung sie im Interesse des wahrer; Patriotismus, einer gesunden kulturellen Enttvickluikg der Nationen und ihres friedliche Verkehrs untereinander fiir dringend geboten erachtet. Im Gegensatz zu den Bestrebungen dieses Nationalismus ist dem (Mmitfcn freie Bahn zu Machen, daß alle Natiarren eine große Weltkullnrg'emeinsckiast bilden, deren Glieder, alle gleicht wichtig für die Euttvicklung der Äöenschlieil, nicht nur Rechte, sondern auch Pflichten gegeneinander baden und, in voller Wahrung ihrer nationalen Selbständigkeit und Eigenart, sreuirdschaftlich miteinander und füreiirander arbeiten sollen, damit die Rreirschlstit als (Ganzes gefördert werde. In der Erziehung der Nationen zu gegenseitigem Vertrauen imi> gegen- sscktiger Wertschätzung, statt zu gegenseitigem Haß, erblickt deshalb die Versammlung eine der Hauptaufgaben der Zukunft."
** Preußisch-Süddeutsche Klassenlotterie. Tie Erneuerung der Lose zur 4. Klasse muß imier Vorlegung des Vor- klassenloses bis zum Mitttvock) den 2. Oktober, abends 6 Uhr, geschehen. Auch müssen bis zu diesem Termin die Fvellose gegep Rückgabe der Gewinnlose in Empfang genommen werden.
** Lichtspielhaus, Balprhofskr. 34. Herste spielt Bernd Llldor zum letzten Male in „Der Weltspiegel". Bis inkl. Montag bleibt auf dem Spielplan: Leonture Kühnberg tu il^m Drama in 4 Men „Die goldx'ne Mumie"; Hella Moja, in ikstem Liebesund Lebensdrama in 4 Men „Inge". Wegen des zu erwartendes großen Andrangs zu den Abendvorstellungen ersuchst die Direktion nach MvglichLeit die Nachmittagsvorstellungen besuchen zu wollen. Ab 4. OÄ. tvird das „Treimäderl1>aus" gegeben.
kreis Büdingen.
4 Ortenberg, 27. Sept. Am nächsten Sonntag firrdet zur Eröffnung der Werbetätigkit für die 9. .Kriegsanleihe eine V o l ks- versammlung statt, in der als Haupttedner Stadtverordneter Krumm- Gießen den Vortrag übernommen hat.
4 Usen b orn, 27. Sevt. Die Sammlung zum Besten des Säuglings- und Kleinkinderschutzes ergab in hiesiger Gemeinde 53 Mk., im benachbarten Hirzenhain gingen für den gleichest Zweck 121 Mk. ein.
Slmkeuburq und Rbeinhessen.
I Darmstadt, 26. Sept. Die Ausgrabung von Björn- svns Schauspiel -,Paul Lange und Tora Parsberg" (1898), das gestern seine Erstaufführung im Hoftheater erlebte, war ein verlorener Mnd. Das Stück hat schon vor zwanzig Jahren sich als völlig bühnenunwirksam erwiesen.
Hessen-Nassau.
= Frankfurt scr. M., 26. Sept. Einer Verordnung des Mtagistrats zufolge darf mit der allgemeinen Zimmerherzimrg in den Häusern der Stadt erst am 17. Oktober begonnen werden. Wenn sich nur das Wettbrr nach dem löblichen Magistrat von Frankfurt richten würde!
X Hanau, 26. Sept. Eine Rundfrage der Landwirtschaftskammer Kassel über die Erfalirungen beim Bezüge von Saatkar- tofseln aus dem Osten im Frühjahr 1918 hat ergeben, daß die gelieferten Pflanzkartoffeln vielfach recht minderwertiger Qualität! waren und in nicht wenigen Fällen die Lieferung mst sehr geringer- Sorgfalt ausgeführt war.. Ter Vorstand der Landwirtschaftskammer Kassel hat daher beschlossen, beim Ausschuß für Pflanzkar- tofseln Beschtverde hierüber zu erheben. Ferner wurde beschlossen- sich am Saatkartoffelgeschäft für 1919 nur nach Bedarf zu be- telligen und sich gegebenen 'Falls kur die Abwicklung der Geschäfte der genossenschaftlichen Einrichtungen zu bedienen.
Eine kaiserliche Entscheidung. v
--- Bad Homburg v. d. H., 25. Sept. Die Bitte des Magistrats an den Kaiser um Erhaltung des für die BescUagnahwung bestimmten Landgrafen- und Kaiser-Wilhelm-Darkmales ist von dem Monarchen dahin beschiedei; worden, daß dieser „bedauert, Schritte znr Aufhebung der Osteignungsverfügung nicht mtternehuren zu können". Tie Denkmäler sind Geschenke des Kaisers an die Stadt Homburg gewesen.
haupwersammlnng des Verbandes hessischer Veriehrrvereine.
I Darmstadt, 26. Sap-t.
Der Verband hessischer Verkehrsvereine huckt heute vormsttag im Fürstensaal seine 12. Hauptversammlung ab. VerbandSvor sitzender Sieben-Auerbach begrüßte die Erschiermnen. Geheim^- rat F e y lversicherte den Bestrebungen pes fl^erbanües die Förderung durch die ProvinzialverUxcktung. Der Präsldent der Zweiten Kam mer, Oberbürgermeister Köhler-WvrmS, überbrachte die Grüße dos Landtags, Bürgermeister Mueller die 6>rüße der Star Tar;nstadt. Im Minen des südwestdeuttchen Ausschusses für Hotel gewerbe und Fremdenverkehr betonte HandelSöarnmerfyndikus T)
K r i e n e n - Karlsruhe die Gemeinsam keck des Arbeitsgebietes Geh. RegierungSvat Schmidt von der Eisenbahndircktioil Mainz und Postdirektor Geyer -Tcrrmsladt bezeugten das rege Interesse der Verkehrsmrstalten an der Arbeit der VerEehrsvckveine. Shn dikus Tr. Hu mann begrüßte die Versammlung im Namen der Handelskammer Darmstadt, worauf her Vorsitzende des Danm- städter Verkehrs'vereins allen Rednern den Dank des Verband zum Ausdruck brachte. Die hessischen Behörden haben den Besttr burigen der Verkehrsdweine htets volles Aerständrris erstgegei- gebracht.
Verbandsvorsitzender Sieben erstattete den Tätigkeitsbcrich. Seit 1915 (Wonns) hat keine Hauptversammlung stattgeftmden. Rechnungsablage wurde jährlich schriftlich erstattet. Von dar Arbeiten des Verbandes seiar hervorgehoben die Veröffentlichung ferner hessischen Eisenbahnkarle in der Zeitschrift „Deutschland^, ferner in der Verbveiturrg einer Lichtbilderserie des ganzen Landes, die in zwei Teile zerfällt, in Rhein-Oberhessen, bearbeitet von Schriftsteller Linkenbach-Mainz, und Bergstraße uird Odenwald, bearbeitet von Pwf. Henkel mann- Bensheirn. Eine Lichtbilderserie Mamrheim-HeidÄbera-Neckartal-Bc-rgstraße und Odenwald in Naturfarben nach dcrn Uvachronwcrfahren ist ^erch falls in Vorbereitung. Der Mitglirderstand hat sich auf seiner bisherigen Höhe gchÄten. Bedauerlicherweise halten sich noch immer tnele Körperschaften und Vereine ferrr. In Zukunft soll jedes Mitglied des Verbandes das Recht haben, ein Mitglied für den Arbeitsausschuß zu bencnnair.
Es erfolgte hierauf die RcchnungSablagv, welche genehmigt wurde. Die VerbandÄeitung nmrde entlastet. Ebenso wurde der Haushalttrngsplan gutgeheißen und eine Satzungsänderung über die Abstimmung im Arbeitsausschuß genehnftgt.
Aus der Versmmnlung l-eraus wurde dem ungemein rührig ar Verbands Vorsitzenden Sieben-Auerbach wärmster Dank ausge- spvochen. Der Vorort und der Arbeitsausschuß wurden durch Zuruf beibelMlten.
Handelskcmwrersyachikus Stahl- Bad-Nckstheim er st attete hie-, - auf einen eingehenden .Bericht über die Gründung des südrv^t- dcutschen Handelskcmrmerausschussts für Hotelgewerbe und Fremdenverkehr. Hotelbesitzer Höllischer-BadeiEaderr berickKett über die geplartte Schaffung eines FuemdenperichrsvVttes und. Fremdeuverkehrsuates in Badem
Daran schlossen sick- kurze TätigSeitsberichte der dem Berbmvd angel)örenden Vereine (Bergstraße, Gießen, Bad-Nauheim, Mainz, Mngen, Oftienbach, Strecke Darmstadt—Frankfurt). Während in den meisten Vereinen die Werbetätigkeit durch de-n Ariog stark eingeschränkt war, an deren Stelle vielfach andere Aufgaben traten, konnte der Verkckhrsverband an der Bergstraße von einem starken Zuzug von mrswärts nach der Bergstraße berichten. Groß ist die Nackffvage nach .Häusern, die das Angebot weit übersteigt. Der Verband hat seit zwei Jahren eine Jmnvobilien-Bermitllun gs- stelle ins Leben gerufen, die fleißig benutzt wird.
Nock) Tisch scmd im Neftdenzthoater am weißen Turm die Vorführung von Werbelichtbftdssrn statt. Es wurden sehr naturgetreue Farbenaufnahmen Track, dem UDachvombersalwen. und sodamr Lrndschafts- und Städteftlmä der Deutschen Lichtspiel-Gesellschast gr^eipt. Das Upachvomverfahvai verspricht ein ausgeAeichnetts Werbemittel tztu liefeon. Aber auch dev Film ewWnet gwße ZuLrnfts- mvglichbüten.
Den Schluß der Tagung bildete ein gemeinsamer Ausflug nach dem Oberwaldhaus.
Zeichnungen nehmen wir an allen Wochentagen und zwar
vormittags von 8 bis J Uhr nachmittags von 3 bis 5 Uhr an Samstagen nur bis 1 Uhr
entgegen.
Schlich der Zeichnung 23. Oktober
Bar Alle bei uns stehenden Gelder können ohne -<m •£m~ llnndigung zur Zeichnung verwendet werden. -VE
Ls ist Pflicht einer Zeden, der zeichnen kann, es zu tun!
Eichen, im September M.
Sank für Handel und Industrie Mederlasiung Siesten Sezirkrsparkasie Siesten Sewerbebank zu Siesten e. G. m. b. h.
hessischer Bankverein Aet.-Ses. §iliale Siesten Mitteldeutsche Lreditbank Ziliale Siesten
vankgeschäst varuch Strauh Uachf.
7213V


