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Aus dem Neiche.

Nlhetzermrffriff auf Karlsruhe und LudtmgShafen.

Karlsruhe, 31. Sept. Amtlich wird oienietbet: Verflossene RE wurde Karlsruhe zweimal von feindliche,: Fliegern crngegr^seu, welche, durch unser Flaffouer gezlowigen, ihre zahl­reichen Bomben lwahllios abwarfen. Vedanerlicherweise Wurden, vier Person eu, daninter eine schwer verletzt. Von bm Verleben hatte sich wiederum ein Teil trotz rcckiitzeitigen dllarms beim Mnverfen der Bomben ito^I auf der Straße befunden. Der ent- ft-andcne SachsckNden ist Urins,.

Winter wird amtlich belichtet: Verflossene Nacht wirrde Lud- miqshafen wiederimr zweimal von feiirdlülM Fliegern ange­griffen. wobei eine große Anzahl Bonlben abgrivorfen wurde. Durch den vorzüglichen Flatschuh wurden beide Angriffe vollkommen abgeschlagen. Es wurde loeder Personen- iwdj Sachschaden verursacht.

Beisetzung des Herzsgs Eduard von Anhalt.

Dessau, 21 .Sept. (WTB.) Heute mittag fand im herzog­lichen Mausoleum die feierliche Beisetzung des verstorbenen .Herzogs Eduard von Anhalt statt, an der als Vertreter des Kaisers Prinz Joachim ttmt Preußen und als Vertreter des .ikönigs von Bai-ern Prinz Alfons von Baden: teilnahm. Tie Trauerrede hielt Hofprediger Generalsuperintendent Hoffmann. Sämtliche Kirchenglocken der Stadt läuteten, eine Truppenabteiliing gab den Ehrensalut ab. Tie Feier vollzog sich des beschränkt,«, Raumes wegen im engen Kreise.

Aus Stadt und Land.

Gießen, den 23. September 1918.

Ucb' Vorsicht beim Einkau? von Ersatziebensmitteln!

Der Fmueubeirat des KriegscrnähnmgSamtez veröffentlicht lolgenden Llufruf:

Deuts che ^Hastsfr au ?

Im Kriege wurde der Markt mit Waren verschiedenster Art überscknoemmt, die fehlende oder knapp gewordene Nahrungs-- oder Genuß mittel in gewissen Eigenschaften oder Wirkungen er­setzen sollten. Viele derartige E r s a tz m i t t e l sind brauchbar und Dir grrte Helfer in dem jetzt so schweren Amt der Haus- haltssühruug getoorden: andere sind zwar unschädlich, aber über­mäßig verteuert. Andere haben keinen nennenswerten Nähr- oder Genu ßwert, sind zlveckwidrig zusammengesetzt oder mcht haltbar, vielfach gesundheitlich recht bedenk­lich selbst durch! Mittel, die Dir ,vert schienen, nnrrdest Du oft betrogen, wie die Untersuchung durch den Chemiker nach- träglich erwies.

Du kennst alle die Suppen- und Süßspeisenpulve r, die unter hochtrabenden Namen für teure Preise nichts boten als eme kleine Menge gesalzenes, gewürztes oder leicht aromatisiertes, off ganz minderwertiges Mehl oder aromatisierten Leim.

Du erinnerst Dich des sogenamtten Oelersatzes, der sich als gefärbtes, künstlich verdicktes Wasser ohne Spur von Fett entpuppte, des VanillenpulVers, das den Kuchen bitter machte, des TunkenpulVers, das nicht dicken wollte, weil es »u* aus aromatisierter Schlemmkreide beschick».

Kleister wurde Dir für Schmalz, Strohmehl für Ku- , chenmehl, Alaun für Weinstein (Cremor tartari) verkauft usw.

Dem Schwindel ist iruumehr ein Riegel vorgeschoben worden.

Deutsche V a u s f r a u, gib acht! Ein neues (besetz bietet Dir die Handhabe, Dich und die Deinen vor GesuMmts'- schädigung und Ausbeutimg zu schützen? Vom 1. Oktober 1318 ab dürfen nur noch amtlich von besonderen Ersatz­mittel stellen ge ne hm igle Ersatzlebensmittcl vertrieben werden Soweit nicht die Ersatzlebensmittel in Packungen oder Bv- lwltnissen einen Vermerk über die erfolgte Genehmigung seitens der zuständigen Ersatzmittelstelle tragen, muß der Händler durch eine besondere Bescheinigung oder durch eine Angabe aus der Rech - ,ung den Nachweis der erfolgten Genehmig,mg jederzeff erbringe,« können.

Hausfrau, kaust nur noch amtlich genehmigte Ersatzlebensmittel!

Latz Dir beim Einkauf die amtliche Genehmigung Nachweisen. Glaubst Tu, daß etwas nicht mit rechten Dingen zngeht. wende Sich an die Polizei! Belehre solche, die tveniger gewandt sind als Lu! Hausfrau, werde ebenso rücksichtslos gegen Ersatzmittel- ichwindler, wie diese zuvor gegen Dich waren!

Zur Milderung der Fettnot!

In welcher Weise unsere Volksernährung durch die Fettknapp- heit leidet, ist allgemein bekannt. Jede Möglichkeit, sie zu mildern, wird deshalb von der gesamten Bevölkerung begrüßt werden.

Daß diese, MöglickMt besteht, zeigt ein Blick aus unsere Buchenwälder, aus deren Früchten (Bucheckern oder Buckeln^ sich bekanntlich ein vorzügliches Speiseöl gewinnen läßt. Die zu er- ' wartende Ernte verspricht so reich zu werden, wie sie kaum alle 100 Jahre einmal vorkommt. Ls gibt Buchen, die gegenwärtig 810 Zentner Eckern tragen. 9Nan kann also ermesse,:, welche Mengen Oel bei unserem Mlchenbestand von 650 000 ha gewonnen werden können.

Die Bu!ch?.ckeri:sammlung, die jetzt alsbald begttmt, wird durch d,e Kriege wittschafts ämter mit Hilfe der Schulen in ähnlicher Weise durchgesührt werden, wie die Lmrdheusannnlirng. Für diese öfseitt- liche Sammlung sind die Staats- und Privatwälder fveigegeben. Aber auch eine jede Privatperson ist in der Lage, Bucheckern zu sammeln, und es ist in Aussicht genommen, auch für diese Privat- sammlungen die Staatswaldungsn ohne weiteres zu öffnen. Für da^ Kilogramm Bucheckern wird 1,65 Mark bezahlt. Eine weitere Vergütung erkält der Sammler noch dadurch!, daß ihm entweder ein Oelbezugschein in Höhe von 6 % des Gewichtes der von ihin ge­sammelten Buchecker:m,enge ausgestellt ivird, oder daß er einen SMagschein erhält, aus Grund dessen er die gleiche Menge Buch- ' ckern, wie er sie an die öffentliche Sammelstelle abliesert, für seinen Bedarf schlagen lassen darf.

Auf Grund dieser Bestinrmrmgen ist dringend zu wünschen, . die Bucheckernsammlung von den weitesten Kreisen mit Eifer betrieb«: wird. Eine möglichst vollständige Erfüllung der dies- ähriqen reichen Bucheckernernte wird auf diese Weise sowohl die -ffttversorguwg des einzelnen Sammlers, wie diejenige der All- gcmeinheit ganz außerordentlich verbesserin

.. ** Tie Bucheckern nicht zu früh sammeln. Die

ackern werden, wie verschiedentlich wahrgenommen wurde, schon M zum Teil abgerissen und gesammelt. Es rtnrb von berufener lt * dcrraus aufmerksam' gttnaicK. Lmß bvt Bucheckern noch nicht aus- prellt und. Tie Reife ist in einigen Wochen zu erwarten. ES l-'tt daher ^allgemeinen Interesse, daß mit der Bucheckrrnernte, zu wllchw noch weitere Be'timmurigm erlassen werden, noch ge- wartet w:rd. Tie Kinder sollen zumal unter Hinweis aus den Schulden, w tcker der Allgemeinheit entsteht, von der vorzeitigen Srnt.' abg, hasten werden. T:e Bucheckerueritte d-ginnt ,mchi sach- verilandmem Gutack'iten erst ckm November. Tie vorher abfal­lenden Nüsle sind in der Regel taub. ES wird davor gewarnt, die Nässt jetzt schon von den Bäumen abzuschlagen, da dadurch di? spätere Ernte sehr beeinträchtigt wird.

** Bucheckern öl. Das Schottener Kreisblatt gibt die Tat­sache at,, daß zu Lckwtten :m verwichenen Jahre eine Hausfrau in ihrer Fettnot dre von der Hülse befreiten Buchr'lnkerne in der Pfanne erwärmte, um etwas Oel zum Kartosstlrösten zu erlangen und daß der Versuch gelungen ist. Allerdings biieb noch ein Teil Oel in de,: gerösteten Eckern zurück und das herausgeiuollene Oel schmeckte, weil zu heiß gewönne,:, etwas stteng. Tie beste Art der Eckernölgewi-mmng wird tvohl das Schlage,: in der Oeln,üble sein und bleiben, allein unsere Schlagmühlen sind so mit Säme­reien überladen, daß sie die reiche Buchelernte nicht zum zehnten Teil und erst, Wenns zu spät ist. bewältige:, können. Deshalb ver­suchten sckwn 1017 und in trüberen Jahren viele Familien der Provinz das Eckernöl daheim im eigenen Haushalt zu gewinnen. In Büdingen kelterte vor et,va 10 Jahren ein Ap'll-t'ker die ge­mahlenen Bucheckern, nachdem sie erwärmt und mit 710 Prozent Wasser vermengt raarerr, in einer Obstkelter. Es gab reichlich Oel

und hartt Kuchen. In der Wettevau haben Landtvirte schon in: vorigen Jal/r :hr Glück mit kleineren Pressen versucht und wurden E betrogen. Ans Maschinen verschiedener Form (Keffeemühle, S)vst-Frucht,aftmascknnen, Fleischl-ackmaschinen) mahlte ,nan ent- huljte oder, auch nicht enthüllte Bucheln, machte mit Wasser einen tepen Bre,, erwär-mtc diesen soweit, daß man mit der Hand noch h:ne,ngre,ten konnte, tat Ut in einem Preßtuch in die Obstpresse ilttd «erlebte die Freude, daß Mtzblankes Oel l>erausgnoll. Auch Wer erzielte mm: harte Kuchen und eine reichliche Ausbeute. Är Ze,t hat, siebe die Eckern, wobei sich die leicküen und tauben oben hrnsetzen, u:tb werfe diese iveq. Je voller die Fruckff und ic besser sie getrocknet w:rd (aber nur nicht zu heiß, sondern all-- mahl:ch an, luftige,: Ort oder überm Ofen, bis sie hellgelbe und ivnßlcche Sck-alen t-aben), je n^hr iwch die holzige Sck-ale entfernt wird, desto größer und besser wird die Ausbeute. Ueber diese gehen dre Ansichten sehr m^einander. Der eine sagt, ein Zentner Eckern g:bt 4 Maß Oel, ein anderer behauptet, 5 Maß Oel, manche geben noch weniger und manche :wch mehr an. Diese haben alle Recht. Tenn die Ergiebigkeit hängt von der Güte der Eckern ab und weil diese mrßerordentlich nnterscküedlich ist, ist es selbstver- stäMich auch die Ausbeute.

*

** Auszeichnung. Ter Königliche Steuerftchernumerar lni der Veraulagungskommission des ü^reises Niederbcmnm in Berlin-Panww. Adolf Donaü, ein geborener Gießener, ist mit demKöniglich Preußischen Verdienstkreuz für Kriegshilfe" aus­gezeichnet worden.

** Freibank. Dienstag beit 24. September 1918, von 24 Ubr, iverden die Nr. 1241-1320 beliefert.

** Ausgabe von Brenn stv ffbezugsscheinen. Die Ausgabe von Brennstofsbezugsscheinen für Einzelpersonei: erfolgt: Tienstag den 24. Septenrber 1918 an die Einpsangsberechtigtei: mit den Anfangsbuchstaben AK und Mittwoch den 25. September 1918 an diejenigen mit den Anfangsbuchstaben &$. Die Lebens- mittelansweiskarte ist vorzulegen.

** Keine Zwangseingriffe in den privaten W ä schabe st and. Neuechings ivird 'wieder ein Gerücht ver­breitet, daß die Enteignung der Tisch- und Bettwäsche in den Privathaushaltnngen bevorstehe. Dies entspricht nicht den Tat­sachen. Tie Reichsdelleidungsstelle beabsichtigt kernen zwangs­weisen Eingriff in die Wäschebestände der Privathnushaltunglen.

** Elektrische Hausauschlüsse. Ter Pettoleum- mangel veranlaßt die elekttisck^ Uebe,^tand-Mlaxfe ,roch Neuanmel­dungen auf HausausMüsse für elektrisckM Beleuckitungsanlagen ent- gegenzunehn,eu. und zioar bis spätestens Röontag den 7. Oktober d. I. Siehe Betannttnachung.

** Ueber die deutsche Kulturarbeit im besetz­ten Be l g i e n wird Siegfried Moltke, Bibliothekar an der Hm:- delskamnnr Leipzig, aus Leipzig in einem Lichtbildcrvorttag am, 25. September 1918 in der neuen Aula der pniversität auf Grund feiiier Studienreise in Belgien sprechen. Als Gast des Deutschen Ofeneralgouvernements hat er Gelegenheit gehabt, von den maß^- gebendsten Persönlichkeiten, die an leitenden Stellen der einzelnen weitverzweigten Mteilungen des Gouvernemeirts stehen, unter­richtet zu werden. Es war ihm somit vergönnt, an den Quellen unmittelbar zu schöpfen, und dann ans Grund eigener Anschauung das gewonnene Bild sich in den Einzelheiten zu ergänzen. Tie ivunderbare orgmrisatorische Tättgkeit des Derttschm Generalgou- verm^ments auf alle,: Gebieten der Verwaltung (Finanzwesen, soziale Fürsorge, Versichermrgslvcsen, Schulwesen, wirtschaftlick)er Wiederauchau m:d Entwicklung u. a. m.) weiß der Redner lebens­wahr zu schildern.

B e s'ch l a g n a h m e der W e i b e u c r u t e. Auch die dies­jährige We:de,:ernte ist auf6)r:md der Bekanntmachrmg des Stellv. Generalkommandos des 18. Armeekorps vom 10. Okto^r 1917 be­schlagnahmt. Eine Veräußerung vder Lieferung von Weiden ist nur an den und von dem amttich bestellten Aufkäufer erlaubt: ein freihändiger Verkehr ist verboten. Zum Aufkäufer im qanM Be­reiche des 18. Armeekorps ist der Weidenhändler Joh. Hofmann I. in Hamm (Rheinhessen) bestellt. Bedarfsanmeldungen der Ver­arbeiter fmb bei der zuständigen Kriegsamtsstelle Frankfurt a. M., Abteilung IX, Holz, Mainzer Landsttaße 16, zur Prüfung eirrzu- reichen, unter Beisügrmg der Auftragschreiben, dllles Nähere er­gibt sich aus der demnächst zur Veröffentlichung gelangendes neuen Heschlagnahmebekanntmachung. Jede Weidenrute, die sich zur Herstellung von Geschoßkörben und anderen für den Heeres­bedarf unentbehrlichen Geflechtwaren eignet, muß der Geschoßkorb- ftrdusttie zugeführt werden.

** Wie gelangt der Verbraucher zu HeLbstge- müse? Bon zuständiger Seite erfahren wir: Seit der Dekannt- mactmng der Hessischen Laiü>es--<^emüsestelle vom 20. August 1918 hat die Bewirtschaft,mg des Herbstgenrüses (Weißkohl. Rotkohl, Wirsingkohl, Gn'mkohl, Möhren aller Art und Zwiebeln) im Groscherzog'tum Hessen eingesetzt, .b. h. diese Gemüsearteu dürfen von den Erzeugen, nur an die Bezirkskommiffionäre der Hessischen Landes-Gem üsestelle bzw. deren mit der grüiwi: Ausweiskarte ver- ehenen Aufkäufer abgesetzt werden. Tie nur mit der braunen 9lusweiskarte der Landes-Gemüsestelle versehenen Gemüsehändler oder Bedarfsstelleu dürfen die genannten Gemüsearten nicht nrehr eintaufe::. Bon diesen Vorschriften bestieheu aber, was nicht all­gemein genügend bekannt -zu sein scheint, wichtige Ausnahmen: es ist nicht nur die Erfüllung von genehmigten Lieftrungsverttägen über die genannten Gemüsearten nach wie vor zulässig, sondern es bleibt auch der Berkchr aus ö f f e n t l i ch e n Märkten ftei. Zum Versand des Gemüses ist aber tuttürlich auch in diesen. Fällen das vorgesckMebene Versandpapier ^erforderlich. Endlich bleibt der Absatz der genamrten Gemüssarten durch den Erzeuger un­mittelbar an den Berbraucher ganz frei, wenn an einem und demselben Tage an den gleichen Verbraucher nicht mehr als 5 Kilogramm der obengenanntei: Gemütsarten von Zioiebekn jedoch nur 1 Kilogmmm abgesetzt werden. Für den Versand dieser Mengen sind auch Versand scheine nicht erforder­lich. .Witt ein Verbraucher in Ausnahmefällen. z. B. von einem Angchörrgen, eine größere Gemüsemenge beziehen, so hat er sich mit genauen und amtlich beglaubigten Angaben an die Landes- Gemüsestelle zu wende:,. Das hier Gesagte gilt nur für Weiß, kohl. Rotkohl, Wirsingkohl. Grünkohl, NÄHr«: aller Art und Zwiebeln. Bei allen übrigen Gemüsearten ist der Aufkauf für den Verbraucher ohne Begrenzung auf eine bestinrmte Menge frei: mir ist bei Mengen von mehr als 10 Kilogramm ein Versands Hein er- orderlich, den di-e örtlickM Vertrauensmänner der Landes-Oüunüse- ieUe aus stellen.

Landkreis Gießen.

** Hungen, 21. Sept. Dem SanitätShundeführer Heinrich Pfannkuchen ist das Eiserne Kreuz 2. Klasse ,md das Fried­rich-August-Kreuz 2. Masse von Oldenburg verliehen worden.

Kreis Büdingen.

& Büdingen, 21. Sept. Nock, vierjähriger treuer MichL- erfüllung starb bcn Heldentod der Gardesüsilier August Klein. O r t e n b e r g. Das Eisente Kreuz erhielten Hermann Fahren- bruch und Gustav Schaffen. Düdelsheim. Nack> 44^ mouatiger treuer Pflichterfüllung starb den Heldentod der Unter- offmer Otto Nanz, Inhaber des Eisernen Kreuzes und der Hessischen Tapserkeitsmedaille, zum Leutnant der Res. befördert wurde der Vi^efeldwebel Adolf Schnierle. Aulendie- bach. Das Eiserne Kreuz erhielt der Musketier Konrad Knaus ?l l t e n st a d t. Nach vierjähriger trerter Pflichterfüllung starb aus den: Felde der Ehre der Sergemtt Karl M ü l l e r, Jnhtber des Eisernen Kveuzes intb der Hessischen Tapferkeitsmadaille. Nidda. Tie Heffisck^ .TapfeEtsmedaille, früher das Eiserne Krntt, erhielt Lonis Lehr. das.Kriegsehvenzeickxen in Eisen erhielt der Bizefeldioebel Sei dert. Fauerbach. Tie Hessi- che Tapferkeitsnwdaille, früher das Eiserne Kreu^, erhielt E. W e i ß e I. Bingenheim. Das Eiserne Kreuz erljiett der Musketier Wilhelm Schwab.

* Bvrsdorf, 23. Sept. Der Pionier Karl Möbus wurde 'wegen hervvrrage,^er Tapferkeit zimn Gefreiten befördert Er ist Inhaber des Eisernen Kveuzes 2. Klasse und der Hessischen/ Dapserkei tsde, i km ihisc.

# Düdelsheim, 33. Sept. Nach 49monatigcr treuer Pflichterfüllung starb den Heldentod der Sergeoitt Emil Knaus, Inhaber des Eisernen K re, p«tz. ^Ranstadt. Das Eisern»

Kreuz, den L)sma:rischen Eisernen Halbmond imb bic Hessische Tapferkeftsmedaille erhielt der Gefreite B e ch t o l b. - Orles - I )a«f en. Das Eiserne Kreuz und die Hessische TapferkeitsMedaille erhielt der Pwnier Karl Dürr, das Eiserne Kceuz der Musketier Loos. Michelnau. Das Eiserne Kreuz, jcfifyv Hes-

S e ,^^rkeitsmedaille, erhielt bet Jäger Friedrich Albus. ^ ch z e I l. ^as Eiserne Krckuz erhielten der Falwer Hermcmff ^o:nd:ug und der Kanonier Otto Michel, früher Hessische Tapferkettsmedaille.

** Ober-Widdersheim, 21. Sept. Der Gefteitt Johs. z. Zt. bei einer Eisenba1w-Bau--Wmp. im Westen, er- h:ett bas Efferne Kreuz 2. Klasse. Die gleiche Aiuszeichnru ng wurde >auch den: Mtlsketter Heinrich Kirchner zuteil.

^ Kreis AtSscW

Oz. G r o ß - F e l d a, 21. Sept. Unterofsizier Jakob E i ß - Teller, icnser Polizeidiener, wurde zum Sergeanten befördert. Kreis Schotten.

r Abbenhausen II,, 23. Sept. Tie Gemeinderatsmft- A^soder Georg F e t t, Konrad H o f m a n n IV., Heinrich H v r st> Wilhelm Jung, Kaspar L i n g e l b a ch, Johannes Merz und Karl Nepp wurde,: zu Ehren fcld schützen ernannt und verpsftchtet.

. Burkhards, 20. Sept Aus dem Felde der Ehr^' starb

Führer Ludivig L-tock, Sohn von Ludtoig Stock dahier

Oz. Rain r o d, 21. Sept. Gefreiter Otto Lang von hier erhwlt wegen tapferen Verhaltens vor dem Feinde das Eiserm* F r 5 u I ? Klasse. Im Besitze der Hessischen^ Tapserkeitsmedaille und des .KrregsehrenZeichens ist der Genannte bereffs.

Kreis Friedverg.

4t Ilbenstadt, 23. Sept. Fürs Vaterland starb der Lehrer ^.awb R:eger, Inhaber des Eisernen .Kreuzes.

^ Florstadt, 19. Sept. Tem Landslurrmnuum

onchard L cha uba ch, z. Z. im L-andst.-Bataillo:: Friedberg, wurde die Hessische Tapferkeitsnredaille verliehen.

.^ W o h u ba ch, 21. Sept. Nach 19monatlger treuer Pflicht­erfüllung starb auf dem Felde der Ehre der MiGketier Adolf G r a f.

o£r-E schba ch. Das Eiserne Ktteuz 1. .Klaffe, früher das Eiserne ^ Kreuz, Hepffche Tapserkeitsmedaille und Kriegsehren- zemsen :n Eisen, erhielt der seit Kriegsbegüm iw Felde stelsendr L-ergeant Heftrich.

Starkenburg und Nheinhessen.

U J* DLrwsLadt. 23. Sept. Die Süddeutsche Eisenbahngesell- ^Ä der Hes,ischen National,tiftung eine SsÄmde von 2.) 000 Mk., im Gerverkschaft Messel eine solche von 15 000 Mk. uberwiesen.

. . 23 Sept. Von heute ab darf von uach-

mtttags 2 Uhr ab bis aberws 6 Uhr keinerlei Gas loeder zu Heiz- noch zu ^euckftzwecken gebrannt werden. Die Maßnahnw ist not­wendig, um die Abendbeleuchtung sicherzustellen.

Desftn-Nsssau.

a ' 22 - 3 n der städtischen Hafen-

vahnverwaltung ist mau umsangveickW: Kohlenschiebungen cms die Lpur gekommen. BersMcdene Waggons mit Köhlen ver- sck-wanden, ohne daß man ihnen Verbleib entdecken konnte. Iettt v at baß diese Wagen hiesige,: Firmen zu geschoben

wurden. Ein Beamter tourde bereits verhaftet

~ 7r a. M., 22. Sept. Von München nach

Franks,,rt fand dieser Tage eure große Probefahrt mit Per- ,m,e»:!raftwag7N statt, die der Prüfung einer neuen Ersatzbereisung drei:en lollte. An, der Fahrt, die einer: ausgezeichneten Verlauf nahm, beteiligten sich 12 Mr,onen- und 5 Lastautos.

vin-iZ ^ V 1 ^ ^ 1L r 22 ' ^vt. Ter Nassau:schc Raiffeisen- Verband, beffou (^eMZaftsleitung bisher in M,etsräun,en -unter- gedrarht war,^ erwarb am Uurenrtaurftu 12 eine eigenes Besitztum, dasRa:sfe,sen-Haus". Wie gewaltig sich die 3iaiffe:sen-Organi- latum in Nassau ausgchchnt hat. da-n nur folgende Zahlen-

^.Beamten :m Jahre 1895 i\t bk ZaU der Angestellten aus Z^.hl der angeschlosskmen Vereine hat sich von i i ^»dt. Dw Umsätze stiegen bei der Geldabteilung von

^ , ^00 MillwE Mar5, bei der Warenabteilunq vm: 400 000 Mark aus 21 Millionen Mark.

Lr. T ^^kfurt w M. 22. Sept. Ist der Nacht zum Samstag wurde m btc Kteiderfabrik von Westheimer S Hirsch m der Kwnbnnzcnstraße eingebwchen und für 40 000 Mark Futter- swffc gestohlen. Bon den Dieben fehlt jede Spur ^"c^arburg 21. Sept Nacktem die hiesige Sttaßeiibach: nach ihrem Anschluß an den Guterbahnhof mittelst Anhängewagen ' Clt .längerer Zeit Gitter in die entfernteren Stadtteile vefowert, ,smo letzt auch Anhängewagen für den sonst kaum noch zu bewalttgeuden Personenverkehr eingestellt worden.

Stadtverwaltung bat eine neue Reibe.oO-Pt.-Schniie als Krregsnotteld heraus-^egelien Tiefe neuen L-chnne zeigen, wenigstens im Gegerrsatz zu der ersten Ans- wn aus dre ^tadt Marburg bezügliches Aeußere. Auf der Vor^rseate ist der Marv^latz mit dem alte,: Rathaus mit seiirew Staffelgiebel und den NachbarhLffcr:: links und rechts, ganz wlber dargestellt, :m Bordergnmide der Marktbrmmen mit 'dem Rittet Georg zu Pferde, ,me er im Begriff ist, den. Drache,: (Lindwurm) zu toten, ,ow:e zweimal die Zahl 50 Pf. Die Rück- ,e:te zeigt das D^rburger Stadtwappen, einen gehannschten Ritter auf tvetßem Pferd nnt Fal)ne und Sck)lld. ferner als Hintergrund eme Silhouette der Stadt. Schloß und Türme von St. Eli?abwb otme zive: Löwen (kurhessi,ches Wappen) und die lmisende Num­mer. g,er Entwurf rührt von dem hier geborenen, zur,eit in Eisen wohnenden .Kunstmaler Kätelhön ber.

-- Willmenrod, 22. Sept? Der Ehefrau eines hiesigen Einwohners gerieten beim Kmuttock>en die K l e i d e r i n B r a n d In ihrer Angst lief die Frau, einer lodernden Fackel gleich aus die Ztraße, wo Straszenpasstmtei: ihr die Kleider vom Leibe rissen. ±\e Unglückliche wurde sterbend ins Limburger Krankenhaus ein^ gettesert.

Landwirtschaft.

^ Zur Versütterung von Mais und Luvinen ^ur eherne Verordnung des Staatssekretärs des Kttegsernährunqs- amts vom 31. August 1918 nn R.-G.-Bl. N,-. 118 über vi' Versütteruwg vou Mais und Lupinen ist bestimmt, daß Unter­nehmer landwirtschaftlicher Betriebe in der Zeit vom 16. August 1918 bis 15. August 1919 einschließlich an Stelle'von Hafer. bW menge aus Hafer und Gerste oder von Gerste selbstgebautex Mais in dem durch § 1 der Verordnung über die Verftitterung von Hafer und Gerste vom 30. Juli 1918 (R.-G.-Bl. S. 984) bestimmten' UmflNige an das im Betriebe gehaltene Vieh verfüttern dürfen - An selbstgebauten Lupinen soll den Unternehmern laiidwirlsilm't- sicher Betriebe im gleichen Zeüraum bis zur Hälfte der geernteten Früchte zur Versüttenmg an das in ihrem Betriebe gehaltene Vieh verbleiben.

Briefkasten der AeSaktion.

Mnouyme Anfragen bleiben nuberüasichttgL.»

Lt. v. Tie hessische Tapserkeitsmedaille kommt am Knegs^ bande zur Verleihrmg an Krieasteilnehmer, welche die ltz'siischo Staatsangehörigkeit besitzen, in hessischen Fornrottonen stelwn oder früher längere Zeit gestanden haben und einer Auszeichnuni würdig erachtzt werde::. Ausnahmen von diesen (tzrundsäßeu be­halten Seine Königliche Hoheit der Gvoßher^g sich vor. moünc aber seine Kriegsans 4 <nchnungen nickü gleichzeitig mit dein Eisernen Krem, sondern erst nach erneuten Verdiensten verliemn. 'bezüglich des Kriegsehren^eick,ens in Eisen venochsen wir mif unsere Bries- kastenauskimft in Nr. 220 unseres Blattes.

Zeichnet 9.

Bank für Handel .und Industrio

Niederlassung Gienen ;

in Gießen, Jchanne$$1r. 1 -|Tcke Neuenw e'g*