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Nr. 220

Der Stehener Anzeiger

erscheint täglich, außer Sonntag-'. - Beilagen:

GiehenerFamilienblatler;

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168 . Jahrgang

Donnerstag, *9. September \9\S

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sämtlich in Gießen.

Die Kont westlich der alten Siegsriedstellung.

<DTB.> Trohes Sauptyuartirr. 18. Srptrmb. (Amtlich.-

Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht.

Der Ypern wurden BorBtze. beiderseits des La Bassee- Kanals mehrfach wiederholte Deilangriffe des Gegners ab gewiesen.

Heeresgruppe Generaloberst von Boehn. Bersuckje des Feindes, sich nördlich twm Holnon-Walde an unsere Linven heranzuarbciteu, sowie Teilangriffe gegen Halnon und Gssigny-Le-Grand scheiterten.

Heeresgruppe Deutscher Kronprinz

S Zwischen Ailette und Aisne setzte der Frmlzose seine Än­dert. Am Vormittage ftieh, er zwischen Dmixaillon und raut, am Nachmittage nach stärkstem Feuer auf der gmizen Front mit starken Kräften vor. Der Feind, der .ar- nörffit auf Pi non und südlich der Straße Laf^uxChavig- noit in unsere Linien eindrang, wurde im Gegenstoß wieder zurückgeworfen. Die gegen die übrige Front gerichteten An­griffe scheiterten vor unseren Linien.

Heeresgruppe Gallwitz.

. Keine besondere GefechlstLttgkeit.

Heeresgruppe Herzog Albrecht.

Kleinere Erkundungsgefechte an der lothringischen Front und tn den Vogesen.

Mazedonischer Kriegsschauplatz.

Oeftlich der Tschserna stchen die Bulgaren seit dem 15. September im Kampf mit Franzosen. Serben und Griechen Zur Abwehr Feindes sind auch deutsche Ba- talllsme eingesetzt worden.

Der Erste Generalguartiermeister Ludendorff.

Der «bendbericht.

Berlin. 18. Sept., abends. (WTD. Amtlich.)

_ E ugl Nch-französische Angriffe auf breiter

mmtt vom Walde von Havrincourt bis zur Somme. G^cu den auf Mitte des Schlachtfeldes zwischen Hargicourt , Onianoichach eingedrungenen Feind sirÄ Gegenan- gr l f fe im Gange. Au der übrigen Front sind Angriffe des Kindes gescheitert. Wir kämpfen Werall westlich un­serer alten Siegfriedftellung.

*

Der österreichisch.ungarische Tagesbericht.

W^n 18. Sept. (WTB.) Amtlich wird verlautbart' ^Italienischer Kriegsschauplatz.

^ D er Nalrener setzte seine Anstrengungen zur Besitz- mchmr unserer- Stellungen im Gebiete des Monte Pertica seiner gestrigen, von heftigem Artilleriefcuer und Minenwerferfener begleiteten Angriffe bildet der Tasson- Rucken. gegen den er fünfmal Sturrn lief. Ter Feind wurde NMämpfen zurückgeschlagen. Am D^nte Tomba Monte Solorolo wurden feindliche An- ^^uugsversuche vereitelt. Auf der Hochfläche von Asiago zeitweise schwere Arlrlleriekäm.pfc.

ZMreiche Flieger haben auf mehrere Orte hinter der Pmvc-Front und dem Etsch-Tal Bomben abgeworftn ohne nennenswerten Schien anzurichten.

Albanien.

, Ein Teilangriff der Italiener an der Küste wurde ab- gewMen. Auf den Höherücken südwestlich von Berat, wo wir unsere Linien südwärts vorgeschoben haben wurden feind liche Gegenangriffe zurückgefchlagen.

. Westlicher Kriegsschauplatz.

Bei den K. u. K. Truppen nichts von Belang.

Der Chef des Generalstabs.

Durch viele Aeußerungen deutscher Zeitungen und auch Kutscher amtlicher Stellen ging in den letzten Wochen die Feststellung, Haß wir in einerernsten Lage" lebten. Das war n ich t so aufzufassen, daß eine ernste militärische Gefahr twr ^ Toren stünde, und trotzdem haben auch Dündenburg cnnd der Kaiser das Volk zu neuer Tatkraft, zu Kampsesmut und zur Abweisung feindlicher Ränke aufgeru- sen. ^-rst heute erfahren wir so recht, daß die Wetteransage fttmmte. Die Wolken, die gegen uns im Anzug waren, sind zum Teil nredergegungen. Diemoralische" Offensive des Feinde? hat erngesetzt msan darf das Wortmoralisch" merbei «ncht falsch verstehen! , das heißt, er sucht unser Volk durch Kun^ebungen und Ankündigungen zu ängstigen

irre zu mack>en. Die Wiener Politik suchte der feindlichen Offensive durch einen eigenen mplomatii-chen Vorstoß zuvorzukommen, und welche Gedan- vmi iie dabeä leiteten, sinden unsere Leser heute in den nach- ftel/end abgedruckten Darlegungen der von der leitenden Stelle inipinerlen Wiener Blätter. Der ganze Hexensabbath der -Lttmmungsmache ist über uns hereingebrochen. Wilson hat sehr schnell ferne Anlwvrtbombe aus uns niederfallen lanen, .me uns chrecken und unsere Bundesgeirossen mutlos machen soll. Die ganze Presse der Entente mit ganz weni- L"- lch vorschtiger äußernden Ausnahmen liefert die .Begleitmusik. Wir sehen wieder einmal, daß das^moralische" Tchmmelseuer der Gegner unserer Friedenskanonade ber wertem überlegen ist. Theoretisch sind die von Wien ^tzt angedcuteten Löschten wohl verständlch, aber praktisch fehlt dabei eine Hauptsache: die

Deutung des Wiener Wunsches als neues Eingeständnis der Schwäche, als Niedergang der Kampftust und Kampf­kraft. Das erweckt im Gegrrerlager lebhafte Hoffnungen, und damit arbeiten die führenden Politiker in London, Washing­ton und Paris, so daß die von den Wiener Stellen erhofften guten Wirkungen größtenteils verkümmern und hinfällig werden. Es bleibt uns das gute Gewissen, die wirkliche moralische Ueberlegenheit, und jetzt muß sich's zeigen, daß wir, unsere deutschen Völker zumal, aus einer höheren Stufe des Geistes stehen, als das buntfarbige Gewimmel, das gegen uns anrennt. Wir muffen uns fest verschanzen gegen das Massen- und Vernichtungsfeuer der papierenen Kano­nen von drüben! Das ist die ernste Lage, in der wir uns be- ftnden. Ueber all dem über uns hinrauschenden Lärm dür- °en wir die einfachen Tatsachen nicht vergeffen. Augenblick ich steht alles in einem Nebels wenn die Regengüsse nieder- gegangen sind, weiwen auch die soliden Berge der Tatsachen wieder sichtbar werden. Die Hauptsachen, die in Frage kom­men, zeigt uns ein Hindeuburgischer Erlaß an das Feldheer. Die Gegner sind noch nicht so weit, daß sie einer Verständigung zugänglich sind, wir aber haben auch weiter­hin die Kraft, ihnen zu zeigen, daß wir unüberwindlich sind. Hrndenburg erweckt also kerne Illusionen, er verspricht nicht Dinge, die in einer höheren Hand liegen., er greift den Er­eignissen (nicht vor. Wie anders die R e d e C l e m e n c e a u s, des französischen Ministerpräsidenten, die er bei der Eröfs nung des französischen Senats gehalten hat! Alles Schwulst, Hetze, Pharckasie, Nebel! Wir begreifen die Freude des Franzosen über seine letzten rnttitärischen Erfolge, aber wir sind sprachlos über diesen mwerbesserlichen 'Diegesphan^ tasten! Er will sagen, daß Deutschland die Schuld'an dem Ausbruch dieses furchtbaren Krieges trage. Und er be­weist gerade das Gegenteil! Denn seine Sprache ist die des größenwahnsinnigen Frankreichs, das seinen Nach­bar immer als einen ihm unebenbürtigen Bar­baren ansah, über ihn um jeden Preis hinaus will und darum auch die schrecklichsten Folgen nicht scheut! Clemenceau ist heute noch der Vertreter des ftanzösischen Volkes. Und wenn nur sehen müssen, daß fein Einfluß gestärkt, seine Stel­lung gefestigt wird, so müsseir wir Hindenöurg vollständig berpflrchten und uns an seine Tatsachen hatten. Auch wir wollen taut die Zukunft denken und glauben rmd uns durch Nebettage den Durchgang zum Lichte nicht verleüxm oder ver­wehren lassen.

hkndenburg an das drutsche Zeldheer.

Jerltn, 18. Sept. Geirenüfeldmarschall Hindenburg hat cm das Feldheer den nachsl-ehendeit Erlaß gerichtet:

Tie österveichischss-ungarische Regierung hat allen Kriegführen­den vor^eschlagen, zur Herbeiführung des Friedens zu urwer- brndlichen Besprechungen in einem neutralen Lande Vertreter zu entsenden. Tie Kriegshandlung soll dadurch nicht unterbrochen werden. Die Bereitschaft zum Frieden widerspricht nüht dem Gerste, in dem wie den Kampf für unsere Heimat führen. Schon im Dezember 1916 hat der Kaiser, unser oberster Kriegsherr, mit seinen Verbündeten den Feinden den Frieden an geboten. Mehr- wch hat seitdem die deutsche Regierung ihre Friedensbereitschüft bekundet. Die Antwort aus dem feindlichen Lager war Spott und Hohn. Die feindlichen Regierimgen peitschen ihre Völker und Heere weiter auf zum Vernichtungskanrpf gegen Deutschland. 'So führten wir unseren Verteidigrmgskamps weiter. Unser Verbün­deter hat nun den neuen Vorschlag gemacht, in Besprechungen einzutreten. Der Käinpf soll dadurch aber nicht unterbrochen wer­den. Für das Heer gilt es also, weiter zu kämpfen. Dis deutsche Heer, das nach vier siegreichen Kriegssahren prachtvoll die Heinrat schirmt, muß unsere Unbesiegbarkeit dem Feind beweisen. Nur hierdurch tragen wir dazu bei, daß der feindliche VernichtungÄville gebrochert wird. Kämpsend haben wir abzuwarten, ob der Feind es ehrlich meint, und er diesmal zu Friedensverhcntdlungen bereit ist oder ob er wieder den FriedenI mit uns zurückweift und wir ihn mit Bedingungen erkaufen sollen die unseres Volkes Zukunft vernichten

Die wiener Meinung über ben Vorschlag Durians.

Wien, 17. Sept. iWTB.) Die Blätter betonen gegenüber derNoiDd.- Mgem. Ztg." daß in mancherlei Aeußerungen Zw^fel über den Erfolg des Schrittes des Außenministers Grafen Burian zeigen, daß nwm auch auf unserer Seite zu einer durch eine nüchterne Beurteilung der Verhältnisse geboteuenZurück- halürng übergegMrgen ist, und daß wir keine überschwänglicl)en Hosfnunaen näüren. Die Blätter drücken iedorb die M^inuno ans

2?EkÜer daoauf hm, daß die Entente gerade früher mit Rücksicht auf rhre mrlrtarischeti Rüch'chläge behauptete, sich nicht aus Verhandlungen etnlassen zu könneir. Der jetzige Ntomcnt lchlreß. nun eme derartige Argumentation aus, da die Entente myauptet, einen großen Lieg errungen ziu haben. Sie müßte daher den letzlgen Moment als richtig zicgestehen für eventnelle Verhand- lungen. Hierzu kommt noch, daß der feindliche Angriff zum Still­stand gebracht lrwrden ist. Es wird bald der Moment gekommen Urn wo dce Entente keine großen Worte mehr über den Erfolg wrrd gebrauckien können. Der gegenwärtige Zeitpunkt muß daher werten 5Um ^ Vorschlages durchaus günstiger bezeichnet

L .r- i*.vyTjyiu4fcyviL i; l, uiü. ivu, | u/Jumi-yiLUjicl

Hoffnungen nähcen. Die Blätter drücken jedoch die Meinung aus, daß ja der Erfolg nicht gerade darin bestehen sollte, daß die feind­lichen Regierrmgen ohne weiteres auf den Vorschlag Burians eingehen. Dieser Vorschlag hat, wie aus der Note zu erkennen ist, die politische Bedeutung, daß er die En tentereg ierungen dazu zwingt, vor ihren Völkern darüber zu entscheiden, ob sie den von uns vor geschlagenen Weg oder ob sie das Risiko der Ablehimng cmf sich nehmen wollen. Der Erfolg ist denrnach auf jeden Fall sicher. Entweder, daß die vorgeschlagene Aussprache zustande kommt, .oder daß die ferridlicheii Regierungen vor ihren Völkern die Berantlvortung für Ziirückweisung der gebotenen Möglichkeiten übernehmen müssen. Die Blätter stellen sodcmn übereinstimmend gegenüber dem Einwand der deutscheti Presse fest, daß die öster- reichisch-uiigarffche Denrarcl-e kaum auf ein politisches Ergebnis rechnen könne, fest daß der Schritt des Grafen Burian Fein Frie­densangebot, sondern eine Aufforderung zu einer unverbindlichen Vorbespreämng ist, welche Klarheit darüber schaffen soll, ob und auf welcher Basis überhaupt Verharidlungen aufgenonimen werden können. Deshalb auch wurde dieser Vorschlag von Oesterreich- Ungarn allein gemacht als ein Änttag der nicht im mindesten mit einer Pacteistellung der von uns zu vettretenden merftorischen Fragen zusammenhängt. Wv unsere Trupven im Westen, wie so oft schon an allen Fonrten des Wettkrieges, Lchulter an .Schulter mit der verbündeten, deutschen Armee käncpfen, karm wobl am allerletzten davon die Rede sein, daß durch diesen formalen Antrag unser Bundesverhältnis berührt werden körmte. Gegenüber dem ferneren Umstand, daß der Zeitpunkt nicht günstig gewählt sti.

Line Siegesreöe Nemencean.

f . 3 ^ 05 *3' 18. Sept. (WTB.) Havas. Dec Senat hat feine Sitzungen wieder ausgenommen. Duboft und Cle­menceau hielten Eröffnungsreden.

- i 8 Havas meldet: Clemenc eau, der mit

außerordentlichem Beifall begrüßt wurde, führte aus: Reaie^ rung verlangt ihrerseits die Ehre, soweit als Worte dies tun tonnen, die ungel-eure Dankbarkeit der freien Volker gegenüber den wunderbaren <2©ftxrteit der Entente auszudrücken, 'durch die sie Eich von der BeänFttguny in diesem großen Sturm befreit worden rst. Wcchrend eines halben Jahrhunderts wurden dem friedlichen Frankreich von dem Feinde unwürdige Wunden fr* 1 « ^^h, das Rechtsbewußtsein vom

Scknsfbruch gerettet zu haben. Es verging kein Tag ohne Kriegs- und ohne thrannenmäßige Brutalität. Wir haben diese schrecklichen Lebensstunden imter den . schlimmsten Be-

letdagungen durchlebt, sowie unter dern ' mydy demüti­genderen Entgegenkommen einer niederen Hnrchesei, die Ueberuahrne eine) freiwilligen wllte, das uw' allent von der ali enieinen Kata- ^9^} koiritte. Schlleßlich kam bcx Augenblick, wo der an, d^Wett den Beschluß faßte, mit dem ruhigen Stolz nch Ende zu machen, die es wagten, dem nach Vorher». m*itt -LEvebEn «ttgegenzutreten. Ohne auch nur den Anschein emes Bmwan^s stürme sich der Angreifer mck unser Gebiet, um öve großen Erpressungen wieder auftunehmen. Unsere So^ daden rückten rns Füll), um die Opfer zu bringen, die das SBoijJ der Hennat^fordevte. Was ste find und was sie noch sind, das wird dL Geschia)te ernst sagen. Wir wissen es zum vorous, aber erst seit geitetm bvgimtt Deutschland zu begreifen, wÄche Männer sich vor D lvffgeltellt haben. Dummerwcife hatte es geglaubt, daß der sEren werde, nämlich für unsere vcr- ^i?arLDänchaften, für unsere verschütteten Städte und Dörfer, Mr d«e BvandsttftwAg, die methodischen Plünderungen, für die Män- ner, Frauen Und Kinder, die in die Sklaverei gescbkepot wurden Das ist es, was die Wett gesehen hat und das wird die 2B*£t auch nve vergessen.

Es wurde eirre sch reckliche Rechnung von Völkern z^u^Vo l ke rn ervtftrtt. Sie wird bezahlt werden, denn nach vier magren undenkbaren Kummers hat ein für uns allerdings nicht erwarteter llmschwung des Glücks zu einem großes .Rückzug der Armeen des Kaisers geführt. Ja der Tag, der seit mehr als emem Jahrhundert von unseren Vorfahren angekündiqt wurde, ist wirklich erngetroffen. Unsere .Kinder sind im' Begriff, das ungeheure Werk zu vollenden, das von ihren Vätern be- gonneu wurde, tfrcmfcei# steht nicht mehr allein da, wenn es sich mit den Waffen, rechtferttgen will. Alle Völker sind verbündet, um den schönsten Sreg der höchsten Menschlichkeit zu vollenden Wer konnte 1 e geträumt haben, e<5tc schönere ®c- schrcht.e erlebt zu haben? Die Bürger rmd die Soldaten. die Regrernngen und die Versammlungen der Entente, alle stehen hrnter chrer Aufgabe und werden auch dahinter bleiben, bis sie voll­endet tft. Mle sind des Sieges würdig, weil sie ihn zu ehren wissett werden, und twch wurden wrr ims etwas zuschulden kommen lassen m diesem Krersc, wo dre Alten der Republik sitzen werden Wir der-- sehen, datz der reinste Sieg unseren prächtigen Soldaten zukommt, lvelche sehen werden, wie iich ihre WeObriese durch die GesMchtr ve statt gen, die Adelsbriefe, die sie sich in dieser Stunde ver-i dverren, in der tre weiter mchts verlaiigen, als baä grwchw'e Wett M volleren, das sie der Unsterblichkett weihen. Was wollet %}*]! Siegreich weiterkämpsen jetzt und immer, bis dis stunde sckstagt, wo der Feind begreifet: wird, daß es -wischen dem Verbrechen und dem^ Rocht keinen Vertrag gibt Ich hörte sogar, daß der Friede nicht durch cftre miliiärische Ent-, schetdung herbei geführt werden kann. Dies sagte der Deutsche nicht, als er -den, Krieg eröffnete und seine Saweckcn auf uns los ließ 'und als sinne Mhrer gestern noch die Völker vertttlten wie Vieh >re mllttärrsche Entsa>eidung Teutschlairds zwang icns, den Krieg lortzusühren. Nun sei es so, tvie DeutschlMid es gewollt hat. Wrr suchen den Frieden jnicht, wir wollen nur! erneu, gerechten und festen Frieden für diejenr-i g e n, die nach uns kommen, damit sie vor den Schrecken der Ver­gangenheit bewahrt werden. Geht affo, Ihr Söhne des Vater-- landes. geht und befreit die Völker von den letzten Sckwecken tmsi- rer remen Kraft. Geht u nd siegt! Ganz- Frankreich, tue ganze deuleirde Menschheit fft mit Euch!

Die Antwort Amerikas.

Washington, 17. Sept. (WTB.) Meldung des Reu- terschen Bureaus. Die Antwort der Vereinigten Staaten an Oesterreick)-Ungarn wurde heute nachmittag der schwedischen Gesandtschaft zur Uebermittelung nach Wien ausgehändigt.

Washington, 17. Sept. (WTB.) Reuter. Lansings Erklärungen wurden innerhalb einer halber! Stunde nach Enrpfang des österreichischen Vorschlages abgegelxm. Dic Schnellig- Veit, mit der die Rückäußerung erfolgte, zeigt, daß nicht der ltt-cste Zweiwl darüber bestehen kann, was man für eine Antwort zu er­warten hat. Amtliche Kreise beschäftigen sich nrit der Frage, wttcku's der nächste Schritt in dem, was man allgemftn als deutsche Friedensoffensive auffaßt, sein wrrd Allgemein glaubt man, daß die deutschen und österreichischen Militärbehötte:' die Antwort als Beweis dafür erklären werden, daß alles Menschen- möglick-e zur .Herbelftchmmg des Friedens gescheh.nl sei, und daß sic lauf diese Weise das Volk für den neuen Wintmeldzug moralisch

kräftigen wollen. Andere spvechcm von der

--- h^ wynAx,ueit des Ver­falles des Vrerbundes. Indem Oesterreich so wett gegmimm sei einen Friedensvorschlag m machen, habe cs den We.g für c^en nächsten Sck/ritt, nämlich die vorbchattlose Untrww-eriung unter Mlsous Bedutgungen, gaebnet.