Daher towbot He noch dem, was ich sagte, hdTb zu hem £rteü Scnmneu, ixrfc es Beowt^c nicht zu gtotbot ist, bet? dieser Vorschlag rrgeMvelche Tmtzkche Folgen haben kann. Je mehr dieses Doku- maä tbt KrsanrÄenhang nrrt der Handlungsweise und den deutschen ®e*feenntgcjt bettachLet wird, desto mel/r ist ersichtlich, daß dieser Gcrn Sev« mckeve Wirkung haben kann, als Hoffnungen zu er- vogerk, deren BttwirMichung unmöglich ist. Und er bringt ims dem leidenschaftlich ersehnten Frieden nicht näher, der nicht Mir den.Leiden, die wir durchmachen, ein Ende bereitet, sondern Uns Bürgschaften bringen soll, daß unsere Kinder nicht dieselben Leiden dirrchnachen (Langer Beifall!.)
Die amerikanische Antwort.
Haag, 17. Sept. Reuter meldet aus Washington: Der Staatssekretär des Aeußern veröffentlicht folgende Erklärung. Der Präsident ermächtigt mich zu der Erklärung, daß unsere Regierung folgende Antwort auf die österreichischengarische s Ji*rte, die vors chlägt, eine nicht offizielle Konferenz der Krieg- führenden abzuhalten, erteilen wrrd:
,,Die Regierung der .Bereinigten Staaten l)at die Empfindung, daß sie lediglich eure Antwort auf den Vorschlag der öster- reichsch-ungarischen Regierung geben kann. Sie hat zu wiederholten Malen und durchaus offenherzig die Bedingungen mitgeteilt. ans Grund deren die Vereinigten Staaten einen Frieden zur Erwämmg ziehen wollen. Sie kann und will keinen Vorschlag chir Abhalttmg «einer Konferenz in einer Angelegenheit annch- men, in der sie ihre Haltung und ihre Absichten deutlich zu erkennen gegeben hat/'
Die gemeinsame Antwort der Alliierten.
Haag, 17. Sept. Eine halbamtliche Londoner Meldung besagt, die Antwort der Miierten sei innerhalb weniger Tage zu erwarten. Wahrscheinlich würden die Alliierten vorher von den Zentralmächken verlangen, daß sie sich mit gewissen Punkten, wie %. B. mrit enter Entschädigung an Belgien und Serbien, einverstanden erklären müßten.
Englische Stimmen.
London, 17. Sept. (WTB.) Die Abendblätter und die PvovinzZeitungen sehen die österreichische Friedens Note mit kritischer Vorsicht an.
„Westnrinster Gazette^ sagt: „Der erste Bestandteil der offenen Diplomatie ist, daß den Völkern nrrt deutlichen Worten gengt wird, was als allgemeine Berlxmdlungsgrundlage angenonrmen ist. Die österreichische Rote sagt uns darüber nichts: sic lädt die krieg- tührenden Mächte ein. nach der Grundlage fischen zu gehen. Die D«lutschen andeverseits haben Uns gesagt, was sie als geeignete Grundlage anfehen. Dies ist uns durch Payers Rede hinreichend klargcmacht."
„Manchester Guattüan" sagt: „Wir fürchten, daß der Tag des Friedens eher hmausgeschoben als nähergerückt werden würde, wenn ütrr uns bereit finden ließen, in vertucruliche Besprechungen ein- Wtreten, u»hne irgendein Anzeichen von der anderen Seite.für ihre Annäherung an 'Unsere klar umrifienen und wohlLekanrrten Bor- schlüge."
„Star" sagt: „Deutschland muß aus der müitaristischeir HMe berauskomrnen und offen sagen, ob cs auf den militärischen Ehrgeiz in Rußland, Rumänien, BÄgien oder sonstwo verzichtet. Es liegt kein Pewas irgendeiner Art vor, daß Deutschland bereit ist, als 6-rundlage die von Wilson in seinen vierzehn Punkten aufgestellten Grundsätze anzunehmen."
..Pall Mall Gazette" schreibt: Unsere hauptsächlichen
Friedensbedingungen sind nicht zur Erörterung da. sondern einfach zur Annahme oder ztrr Ablehnung. Wasrn dieser Hinsicht unternommen wird, muß offen vor dem Angesicht der Demokratien der W-elt verhandelt tomden."
London, 17. Sept. Dir österreichisch-ungarische Friedens- n Hauptgeqenstand der Zeittmgsaufsätze, drs
note bildet weiter den _... . den gestern von Balfour ausgesprochenen Absichten durchaus zu^ stimmen. — Daily Telearaph (konservativ) sagt, wenn Graf Bu- rian und die österreichisch-ungarische Regierung mit ihrer Rote Sympathie und Billigung zu erringen erwartet hätten, )o müßten sie schwer enttäuscht sein. Je genauer man die Rote prüfe, um so weniger cmpfeUe sie sich als durchaus verständiger Schritt zuv Sicherung des Friedens. Alle unsere Bedenken, jagt das Blatt, bestehen weiter und unsere natürliche Zweifelsucht bleibt uner- sttäittert. — Daily Chronirle (liberal) meint: Eine barsche ab- lehnung dieser Einladung würde die Höhe der Unklugheit bedeuten; beim sie würde den feindlichen Regierungen Gelegenheit geben, ihren Völkern zu sagen: „Nichts wird unsere Feinde befriedigeni außer unserer Vernichttmg: also müssen wir weiter kämpfen bis zum bitteren Ende. — Morning Post (torhistifch schreibt: Wir alle wünschen Frieden, aber wir alle billigen auch Müfours Ablehnung. Es gibt etwas, was wir noch mehr wünschen als Frieden, das ilt Sicherheit und eine Welt für uns und unsere Kinder, die frei ist von der Bedrohung durch die Grausamkeit imb den Ehrgeiz dev Deutschen. Diese Bedrohnung muß ein Ende haben, bevor Friede werden kann, und diese Bedrohung kann nur enden, wenn die Macht des Feindes gebrochen ist. — Daily (Ä:preß lunionistisch) erklärt: Jeder Friedensvorschlag muß ernstlich in Betracht gezogen werden, aber es besteht nicht oie geringste Aussicht, daß die österreichisch-ungarische Note uns dem Frieden näherbringt. Die Frie- densbedingungen, die die Verbündeten jetzt als annehmbar anseheN, bewegen sich unter der Höhe derjenigen Bedingungen, die die Alliierten für lebensnotwendig halten. — Daily Mail Motthclifff schreibt: Balwur hat gestern die wirlliche Absicht des österreichischungarischen Friedenstricks auseinander gesetzt: es ist kein Versuch, Frieden zu bekommen, sondern die Alliierten zu entzweien. Darin! wird Deutschland sich täuschen. Wenn Deutschland Frieden wünschte, w würde es selbst und nicht durch seine Puppe Oesterreich-Ungarn! darum bitten und sich den Bedingungen anbeguemen, die die Alliierten als notwendige Voraussetzung jeder Friedensbedingung» sestgelegt haben. — Times schreiben: Je bälder Völker und Regierungen der Mittelmächte erkennen, daß es keinen Verständigungs- frieden gibt, wenn sie nicht nur in Worten, sondern durch die Tat anerkennen, daß die Weltanschauung der Demokratie über die Weltanschauung des Militarismus gesiegt habe, um so besser ist es für die Welt und für die Menschheit. Ein Vergleich ist, wie wir voft »nstmg an behauptet haben, unmöglich
Franzöfische Stimmen.
Poris, 16. Seht. (WTB.) Havas. Der österreichische Fri dens Vorschlag, welcher am späten Nachmittag in Paris bekam
e- annt
wurde, verursarbr m politischen Kreisen, wo er als Ergebnis der durch die /Alliierten seit Zwei Näonaten erzielten militärischen Erfolge fcetra^^fcet wurde, keine große Ueberraschung. Die Lage habe sich in der Tat in der letzten Zeit sehr geändert, und es bestehe ein großer Abstand zwischen dem gegenwärtigen Vorschlag und der Rede des Kaisers über seine Auffassung des „Preußischen. Friedens". Ter allgemeine Erstdruck ist, daß die neue Friedensoffensive unter dem gegenwärtigen Umständen nicht zum Ziele sichren dürste. Im Palais Bourbon, wo trotz des Sonntags einige Abgeordnete erschienen waren, wurde ercklätt: Tie Kviegs- zitte FocmkveiM und die der Alliierten sind bekannt, nämlich Unversehrtheit des Vaterlandes, dos Gleichgewicht der Welt, Befreiung aller unterdrilckten. Völker und die Wiedergutmaichmg des VVerich!eten Schadens. Inmitten aller Wechselfälle des Krieges, so sagten die AbgemLntten. lZtt sicl> das Programm Frankveichs
nicht geändert. Unsere Feinde beginnen heute zu wanken und glauben Frieden durch den Sieg der Waffen.
den nicht mehr an Wir fötb anderer Meinung Frankreich und die Alliierten zweifeln nicht. daß ihre siegreichen Armeen die Verwirklichung des Pw- gvonrmes sichern .vecden, dessen Aenderung nicht in Frage kommt. Daß Msere Feinde diese Bedingungen annehmen. dazu ist die Anberaunrung einer internationalen Konferenz nrcht nötig. Das ..Gch> de Parts" schreibt: Voraussichtlich wird Spanien den Kabinetten \n London und Paris die österreichisch Friedens nute übermitteln. An ihrer Ablehnung durch Frankreich, die Bereinigten! Staaten. England imd tue librigen Alliierten ist nicht zu zweifeln. Aber es ist zwe iell/iß. ob diele Ablelmung formuliert werden wird. '/»nnencaan und Pi.chm, die von Paris alnvvend sind, wurden ofort von dem ösLernkchischen Schrttt versdändch. Nach „Petit Poris«" werden sich die Atü-erte» Regierungen über «ne vassende
Antwort verständigen, wobei sic sich mehr an die Doller des Verbundes als Mi chve Leiter wenden tverden.
Amerikanische Stimmen.
Neu York, 17. Sept. (WTB.) Reubermeldung. Die öff«tt- liche Meinung in den Zeitungen der Bereinigten Staaten vernnrft mit wenigen Ausnahmen unzweideutig den österreichischen Frie- densvorschlag. Sowohl die demokratischen wie die repubiikcmischen! Mitglieder des Kongresses stehen der Ännahnie des österreichischen Vorschlages unter den gegenwärtigen Verhältnissen in gleicher Weise ablehnend gegenüber. Senator Lodge, der darüber befrag? wurde, sagte, er sei nicht der Meinung, daß der Friedcnsbewegimg irgendwelche Aufmerksamkeit geschenkt werden solle. Der Vorsitzende des Ausschusses des Senates für die auswärtigen Angelegenheiten, Hitchcok, erklärte, das Friedensgerede sei lächerlich in der jetzigen Zeit, er wüttre raten, Amerika und die Mliierteiß solllen bis zum militärischen Triumph kämpfen, welcher die vollständige Niederlage des Feindes bedeute. Ter Vorsitzende des Ausschusses für die militärischen Angelegenheiten im Repräsentantenhause, der Abgeordnete Tont, sagte, das Anerbieten bedeute ohne Zweifel, daß Deutschland geschlagen sei; er sei gegen eine ZÄmferenz.
Der „Neuyork Herald" weist darauf hin, daß die^Entente- StaatSmänner wiederholt und eingeliend ihre hauptsächlichsten Friedensbedingungcn darlegten und verlangt, daß die Mttelmächte vor der Friedenskonferenz die Waffen niederlegen, die besetzten Gebiete räumen und vom schmählichen Brest-Litowsker Verttag! zurücktreten müßten.
Tie „Neuyork Times" dagegen sieht Möglichkeiten in der österreichischen Anregung, weil der Vorschlag das Eingeständnis der Niederlage aufweise und keinen Waffenstillstand in sich schließe.
Der Vatikan.
und hie Benutzung vvn Häfen Die Donregierung begann! Verhandlungen mit Georgien über den Warenaustausch.
Die Eröffnung des ukrainischen Senates erfolgt Anfang Oktober.
l^aut Zeitungsmeldungen überreichte der ukrainitzise Außenminister auf emc Mitteilung des ukrainischen Generalkonsuls in Moskau über die Verhaftung und Erschießung von ukrainischen Bürgern der Atoskauer Negierung eine Protestnote. Tschitscherin erklärt in ferner Antwort, daß keinerlei Repressivmaßregeln gegen Ukrainer als solche, sondern nur die .Bestrafung von Verschwörern gegen die Sowjet reg ierung erfolgt seien.
Polen.
Warschau, 17. Sept. Kurier Polsst erfcchrt über d-ic Be- müh-ungien Kucharczewskis zur Kabinettsbildung: Allgemein ^vird erwartet, daß in den nächsten Tagen die Frage der Kabinettsbildung günstig erledigt sein wird. .Kuchrrczewski hält bereits offizielle Konferenzen mit dem Klub int Staatsrat ab. Wie verlautet, nahmen die Mitglieder des Präsidiums des interparterüchen Klubs gegenüber dem Programm des künftigen Premierministers die Haltung einer wohlwollenden Neutralität ein.
Der Zusammentritt des Abgeordnetenhauses.
Berlin, 16. Sept. Laut B. T. verlautet in parlamentarischen Kreisen, daß das Abgeordnetenlmus am 3. Oktober wieder zusammentreten dürfte. Die endgülttge Bestimmung des Zeitpunktes erfolgt aber erst am Freitag durch den Aeltestenrat.
Bern, 17. Sept. Laut Mailänder Blättern wurde Kardinal- ^ Staatssekretär Gasparri von seinem Urllcmb nach Rom zurück- i berufen. Die gleichen Blätter versichern aber in Meldungen aus«' Rom, daß der Vatikan die österreichische Note nicht beantworten werde.
Schweizer Hoffnung.
Bern, 17. Sept. (WTB.) Das „Berner Tagblatt" erklärt u. a.: „Es ist anzunehmen, daß Wilson nun den günstigen Augenblick ergreifen wird, um eine selbstgewählte Rolle als Weltfriedensbringer durchzuführen. Eine bessere Gelegenheit, beide Teile zu befriedigen, findet er wahrscheinlich nie mehr. Sotvohl die Völker der Entente, als auch die Mittelmächte werden ihm, tvenn er heute zugreist, die Palme des Friedensfürsten willig zuerkennen. Auf den amerikanischest Präsidenten wird es heute in erster Linie ankom- men, pb die Welt zum Frieden kommt, oder ob sie weiter dem Untergang zulreiben muß. Damit fällt aber auch vor Gott and der Geschichte die Verantwortung auf üju- Wenn er heute seinen Verbündeten erklärt, jetzt uruß verhandelt werden, hleibt diesen rein nichts anderes übrig, als Ja und Amen zu sagen, denn allein werden sie nicht mehr kämpfen wollen."
Das Befinden Lloyd Georges.
London, 16. Sept. (WTB.) Reuter. Lloyd George geht xs am Wend bedeutend besser, kwch kann -Sr das Bett noch nicht verlassen.
Die holländische Thronrede.
Haag, 17. Sept. (Meldung des Dorvespondenzburvaius.) Die Königin eröffnte heute die Sitzungsperiode der Generalstaaten mit nachstehender Anspvackre:
Es ist mir ein Bedürfnis, vor den General staaten öffentlich der Sorg^ und dem Schmerz Ausdruck zu geben, welche die außergewöhnliche Notlage meines Volkes, mit dem ich ohne Unterlaß lebe und fühle, in mir erweckt. Um so größer ist die Dankbarkeit, mit der ich gegieu Gott erfüllt bin, jetzt wo der Friede rmserem! Lande bewahrt bleibt. Der noch stets sorttoütende Weltkrieg fordert auch vvn unserem Volle auch tveiterhin schwere Opfer, die. wie ich fest vertraue, auch seuwerhin bereitwillig gebracht werden. Trotz ernster SckKnerigkeit, infolge deren die wirtsäLifiliche Lage einen immer ernsteren EharMer amrinrntt, bleiben rmsere Beziehungen zu allen Mächten fvLuR>sckM.ftticher Natur. Den Verpflichtungen, die meinem neutralen Staate guferl-egt sind, tverde ich mit unveränderter Genauigkeit und Entschlossenheit Nachkommen. Tie erprobte Einmüttgkeit der Nation hilft mit bei meiner unerschütterlichen Absicht, imfete Unabhängigkeit gegen jeden Angriff bis zum Asußer- ften zu verteidigen. Das hindett nicht, daß danach getrachtet werden wird, die Lasten der Mobilisierung ohne Verminderung der Wel-r macht zu erleickftern. Die Behebung des in den Zeitverhältnissen begründeten Mangels an notwendigen Lebensmitteln bleibt der Gegenstand meiner dauernden Sorge. Ich bin darauf bedacht, die dahingehenden Maßregeln so wenig drückend wie möglich zu machen und nach Sicherung der Rechte des Volves zu streben. Bereits jetzt wird den Maßvegeln, die nach dem Kriege sowohl hierzu-. lande wie in den Kolonien getroffen werden müssen, um dem so sehr gestörten Handel und der Industrie, die alsdann nötige ErleichteiTung irnd Hckf-e zu gewahren, volle Aufmerksamkeit geschenkt. Der Zustand der Staatskasse und lMidere rein holländische Angelegenhnten bildeten den werteren Gegenstand der Ausführungen der Königin.
Die erste alliierte Arbeiterkonferenz.
London, 17. Sept. sReitter.) Die erste alliierte Arbeitern fonfrnnj zur Besprechung der Fragen, die sich aus dem Krieg« ergeben, wurde b«tte eröffnet. Es waren zahlreiche Teilnehmer eingetrosfen, u. cr. Albert Tlw.mas' mrd Renaudel aus Frankreich, Gompers aus Amerika, Bandtrvelbe und de Brvuquere aus Bel-' gien. Rossetti und Bercelleni aus Jttüien. Auch Anderson und Ramsap ?Nardonald aus England waren anwesend.
Der Sultan in Wien erwartet.
W ien, 17. Sept. (W.TB.) Wie die „Neue FreiePr-ffe" erfährt, wird für Ende September der Besuch des türkb- schien Sultans erwartet.
Eine sranzvfische Berwaltuna für Elsaß - Lothringen eingerichtet.
Berlin, 18. Sept. Laut L. A. wird der „Fvankf. Ztg." aus Genf gemeldet: Die frcmzösisckie Regienmg hat es für an- gezeigt gehalten, schon jetzt eine besondere Berwaltlmg für Wsaß- Lothringen nnzurichben. In Envattung der Eroberung der ehemaligen französischen Provinzen. Dieses Llmt tvird unter die Leitung eines Unterstaatssekretärs gestellt und dieser Posten dem ehemaligen Botschafter in Berlin. Jules Cambon, übertragen.
Abgeschoffen.
Wien, 16. Sept. (WTB.) Vom Kriegsministerimn. Marine sektion, wird verlautbatt:
Am 15. September mittags versuchte ein amerikanisches Land- kampffluMug die Anlagen von Fiume zu erkunden. Es wurde in großer Höhe von einer der V^arineabwehrbatterien getroffen und stürzte brennend ab. Ter Rest des Flugzeuges wurde geborgen.
Au» der Nkraine.
Kiew, 17. Sept. (WTB.) Die ukrainische Telegraphen- agentur bringt folgende Mitteilungen: 'Zum diplomatischen Vertreter Rumäniens in Kiew ist Kvpzesku ernannt.
Zwischen dem Don- und Kuban-Gebiet ist eine Eini^ amrg erzielt wv xm über die Vereinheitlichung der Haiv- delSgesetzgebung, über La-rdMahgsben, über die Schiffahrt
Der Seekrieg.
Neue U-Boot-Erfolge. G Berlin, 17. Sept. (Amtlich.) Unsere Mittelmeer-Un- tersee-Boote versenkten 9000 Brutw-Reg.-Tonnen Schiffsraum. Der Chef des Admiralstabs der Marine.
Aus dem Reiche.
Neue Teuerungszulagen im Daugavrrbe.
Nach längeren vom Reichswittschaftsamt geleiteten Verhandlungen haben sich der Deutsche Arbeitgeberbuud füi das Baugewerbe und die Zentralverbände der Bauarbeiter und Zimmerer am 11. September über eine vierte Kttegsteuerungszulage geeinigt. Die Zulage beginnt am
1. Oktober, mrd zwar in Orten bis zu 10000 Einwohnern mit 8 Pfennig, in Orten bis zu 50 000 Anwohnern mit 10 Pfennig, in noch größeren Orten mit 15 Pfennig und in 5>amburg mit 20 Pfennig für die Arbeitsstunde. Am 1. Januar 1919 erhöht sich die Zulage in.der niedersten Ortsgruppe um 7, in der zweiten und dtttten um 10 und in Hamburg um 9 Pfennig. Das Rheinisch- Westfälisck-e und das Oberschlesische Industriegebiet sowie Neubauten und größere Erweiterungsbauten der Kriegsindustrie und der Heeresverwalttmg zählen stets zur dritten Grupve mit einer Zulage von zuniächst 15 und im ganzen 25 Pfennig. Etwa schon gewährte örtliche Sonderzulagen kommen auf die neue Zulage nur dann in Anrechnung, wenn der Arbeitgeber sich dies bei Vereinbarung der Sonderzulage ausdrücklich Vorbehalten hat, oder Wenn die Sonderzulage nach dcnr 1. dluguft 1918 bewilliat worden ist. Nebenvergütungen für Mittagessen, Fahr gelber uno Auslösung bis zu drei Mark für den Kalendettag werden jedoch überhaupt nicht abgerechnet. Me Vereinbarung vom 11 September bedarf noch der Zustimnnmg der Berbandsversammlungen, die bis zum 25. September erfolgen soll.
B e r I i n, 16. Sept. (WTB.) Der,Meichscmzeiger^' gibt folgende OrdensauszeickMungen bekannt: Verleihung des 1 Sterns zum Kwnenorden zweiter Klasse an Fürstbischof Dr. ^ Bertram in Breslau, die Verleihung des Eichenlaubs des Plour ,le me rite an Oberst Krähe ,ferner die Verleihung des Piour le merite an die Oberstleutnants Rothenbücher, d'Al- ton und Rauch sowie an die Majore Freiherr von Wedekind, von Harder, Mütter (L.-R. 135), von Kdch, Otto und Müller (Res.-Feldartilt.-Regt. 3) und an den Leutnant der Reserve Beltjens.
Berlin, 16. Sept. (WTB.) Der „Rerchsanzeiger" veröffentlicht die Bekanntmachung betreffend Meldepflicht für gewerbliche Verbraucher von mindestens 10 Tonnen Kohle, Koks oder Briketts monatlich im Okwber.
Düsseldorf, 17. Sept. (WTB. NickKmnttich.) Wie den Düsseldorfer ^tachttchlbm aus Bodenreformkieislen mftgeteitt wird, wird im ersten Berliner Rei^hötagswahlkreife, der durch den Todi des Tr. Kämpf fiei wurde, dem von der fottschcittlichen Volks- Partei ausgestellten Geheimen Justizrat Kenrpner Adolf D amaschke als bürgerlicher Kandidat entgegengestellt.
Die Nachsteuer für wein, Traubenmost und weinhaltige Ketrünte.
Gemäß § 45 des WemsteuergesetzeZ vom 1. August 1918 untere liegen der Nachsteuer.
1. Wein lmü Traubenmost:
2. dem Weftl ähnliche GetrLicke:
3. Gettänke, die Wein oder^ dem Wein ähnlick^e Getränke enthalten :
4. entgeistfeter Wein und entaeistete, dem Wein ähnliche Getränke, sofern sie sich am 1. September 1918 im Besitze eines' Verbrauchers befinden, oder sofern sie vor diesem Zeitpunkte bereits an einen Verbraucher abgesendet, aber noch nicht in dessen Hand gelangt sind.
Als Verbraucher gilt, wer nicht als Hersteller oder Händler steueramtlick^ angemeldtt ist. Vorräte von Wirten oder Kleürver- tauscrn, die ledig>lich inländisch^ Getränke vom Faß verf«.häuten und deshalb gemäß § 2 Abs. 2 des Gesetzes als Berbrauckrter gelten, unterliegen demnvL^ der Nackisteuer. imgoachttt des gewerbs" mäßigen Vettttebs der Gettänke.
Tie 9ftichsteuier beträgt 50 Pf. für das Liter oder die Flasche, für halbe und kleinere als halbe Flaschen 25 Pf. Kann ber Verbrauchter Nachweisen, daß die Weinsttuer pach dent Wert der O^ettänke auf einen geringeren Betrag zu berockmeu wäre, so wird dieser Betrag als Nachsteuer erhoben.
Ti'ecubeiüveine und Traubenuwste der Jahrgänge 1915, 1916 und 1917 sind von der Anwendruig der Bestimmimg in Abs. 1 ausgeschlossen^ und unterliegen der Nachsteuer in den Bettägen,
die sich llir sie auf Grund des Gesetzes l>evechnen lvürden.
NaMteueripflichttg sind u. a. von den einem Verboaucher ge
hörigen Gettänken, dw nicht zu den Traubenweinen oder Trauben- ,
mosten der Jahrgänge 1915, 1916 und 1917 gehören, eine Gesamtmenge von 24 Litern oder 30 ganze Flaschen 60 hüben oder! kleineverr als lfalben). Me Jahrgänge 1915 -1917 find in lwllemi Umfange nachsdwerpflichitig.
- Wer als Verbraucher am 1. Septernber 1918 ihni gehörstie Gettänke in Gervahrsam chtt oder durch andere veruUrhren läßt, muß sie spätestens am 7. September 1918 bei der Hebestellc seines Beritts unter Angabe der Att, Bezeichnung, bin Traubenwein der Jahrgänge 1915, 1916, 1917 mich des J»ilirgangs, der Menge imb des Wertes für das Liter oder die Flasche anmelden.
Zur Anmeldung sind besondere Vordrucke zu l«nutzen, die Verbrauchern mit 5000 Mark und mehr steuerbarem Einkommen unentt^ltlich zugestrllt werden, vvn den übrigen Bettwauckistwn vvn den H-miptsteuecämtern und den zur Erhebung von Reichwer- bralrchsabgnbrvi befugten ^ teuerstttlen kSdeu.erünitei- und Orts> etnnehmercien) zu beziehen sind.
Tie .Hörber^dchimg der Nachsteuer wird nach Mntzggbe Meinfleueraesetes geahndet.


