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Erstes Blatt
168 . Jahrgang
Dienstag, tf. September 1918
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Zwillmgsrunddruck ».Verlag: Briihl'sche Univ.-Buch- u. Steindrockerei R. Lange. Schristleitung, Seschäfttitelle ».Druckerei: Schulftr.7.
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sämtlich in Gießen.
ES
Das Echo der österreichisch - mganschLK K iedensnoie.
(WTB.) Großes Hauptquartier. 16. Deptemb. (Amtlich.)
Westlicher Kriegsschauplatz.
Heeresgruppen Kronprinz Rupprecht und Boehn.
In der Lhsniedernng und Südlich vom La Bassee- Kanal führten wir erfolgreiche Nnternchmungen durch
Zwischen Havrincourt mid Epchy am frühen Morgen heftiger Artilleriekmupf, dem südlich von Havrineourt feindliche Teilangriffe folgten. Der Feind wurde abgewiefen. Tagsüber blieb die Gefechltstätigkcit in mäßigen Grenzen. Nordwestlich von Dernand am Holnon-Walde und bei Essigny—Le Grand Infanterie ge fechte.
Heeresgruppe Deutscher Kronprinz.
Heftige Tcilkömpse zwischen Ailette und Aisne. Nach vergeblichen Vorstößen äm frühen Morgen brach der Feind am Abend erneut zum Angriff vor. Im Allgemeinen wurde er cibgewiesen. Er hat die Einbruchstelle aus den Kämpfen der Vortage etwas erweitert und faßte im Südteil von Vailly Futz. Zwischen Aisne und VeSle blieb die feindliche Infanterie untätig. Wir säuberten die aus den Kämpfen vom 14. September zurückgebliebenen kleinen Franzosennester.
Heeresgruppe von Gallwitz.
Von der Cotes Lorraine bis Mr Mosel lebte der Ar- ,'tillerrckampf am Abend zeitweilig auf. Vor unserer neuen ^Stellung entwickelten sich mehrfach heftige Lnfanteriegefechte. litt denen wir Gefangene machten. Am Abend stand der Feind etwa in Linie: Fresnes—St. Hilaire—Haumont—Äember- evurt und nn Walde von Rappe s.
Heeresgruppe Herzog Albrecht.
Vorstöße des Feindes an der lothringischen Front wur- den ab gewiesen.
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Iw^e deutsche Regierungserklärung in Betracht zieht, die das Berliner Tageblatt diesmal nicht ganz mit Unrecht, einen Eiertanz nennt: „Einmal erklärt
man, dem . von unserem Bundesgenossen unternommenen Schutt volles Verständnis entgegenz-ubringen, dann äußert man Zweifel an dem Erfolge, und schließlich erklärt man die Bereitwilligkeit der deutschen Regierung zu. einer Beteiligung an den Friedensverhandlungen." Noch verschrobener erscheint aber die Sachlage, wenn man die undurchdringlichen Privatnachrichten der Blätter über die Stellung des Hanptausschusses und Reichstages der Frieüensfrage gegenüber betrachtet und Widerspruchsvolles über die Besprechungen der Fraktionsführer mtt dem Reichskanzler liest.
Burians Friedensnote ist von deutscher Seite unterstützt oder wenigstens anerkannt worden. Diese deutsche Stellungnahme wird bestehen bleiben müssen, obgleich das zu erwartende Ergebnis des Friedensvorstoßes sich schon in den feindlichen Blättern als der gewohnte Mißerfolg spiegelt. Eine Havasnote lehnte bereits vor der Veröffentlichung der Note ab und das Judelgeschrei der Feinde über den Zusammenbruch und das Friedeuswin.seln schwillt an und zieht ein Anschwellen maßloser Forderungen nach sich. Wir geben die betreffenden Blättersttmmen wieder und überlassen es dem Leser, die Friedensbereitschaft der Gegenseite aus den feindlichen Blättersttmmen herausznsuchen, deren Gipfelpunkt die Aeußerung amtlicher amerikanischer Regierungskreise bildet, daß gegenüber der in der Presse erschienenen Fassung des österreichisch-ungarischen Angebotes nur eine Antwort möglich sei und das sei der Schlußsatz aus Wilsons Rede in Baltimore im April: „Gewalt! Gewalt bis zum äußersten! Gewalt ohne Begrenzung uund Beschränkung!"
Sieht dies nach Abkehr vom Vernichtungsgedanken aus?
Als Vergeltung für bas fiirtgesetzte Bewerfen deutscher Städte mit Bomben wurden auf Paris in der vergangenen Nacht durch die Bombengeschwader 22 OOö Kilogramm Bomben abgeworfen.
Mr schossen gestern 24 feindlche Flugzeuge und 15 Fesselballone ab.
Der Erste Generalpunrtierm elfter Ludendorfs.
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Der «bendbericht.
Berlin. 16. Sept., abends. (WTB. Amtlich.)
Erneute Angriffe des Feindes zwischen Ailette und Aisne sind im Großen gescheitert.
Von den anderen .Kampffronten nichts Neues.
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Der öfterreichisch.ungarische Tagesbericht
Wien, 16. Sept. (WTB.) Amtliche wird verlautbart:
Bei Mori und auf dem Monte Cimone wurden feindliche Patrouillen abgewiesen. An den Sieben Gemeinden scheiterten mehrere italienische Vorstöße. Im Brenta-Tal drückte der Feind unsere Feldwachen liniert etwas zurück.
Fm albanischen Küstengebiet versuchten die Italiener vergeblich, uns den Raumgewinn der letzten Tage wieder zu entreißen.
Der Chef des Generalftabs.
, , Dte Ereignisse im Westen nehmen ihren norrnalen Ve lauf. Dem amerikanischen Ansturm auf die deutsche Keilstc lung bet St. Mihiel folgte die Zurücknahme auf dk Saltenten. Der Zurücknahme folgte ein vorsichtig vorgehendi Nachsühlen des Feindes, um die neuen deutschen Stellung^ zu erkunden. Die geplante Abschnürung des Keiles ist d< Feinden nicht geglückt und so muß ihre Operation als mil tärischer Mißerfolg eingewertet werden. Daß die Amerikaw diesen Fehlschlag durchs täglich gesteigerte, maßlos übertri Vene Gefangenen- und Beuteziffern zu vertuschen suchen, i toett€t nicht verwunderlich und wird keinen einsichtigen Den {fr® 1 machen. Die Auflösung der vvrspringenden St. M mel'Ltellung beurteilt Hermann Stegemann im „Bern, Bund" wte folgt:
An sich ist die Beseitigung des Kttls, den die Deutschen vo *>• 1914 ^ 12. September 1918 g halten habe
mr Oie Entwicklung bedeutungslos, sofern die Tentschen gesonw pno, wer in der Defensive zu verharvcn und sich dattn b yaupten. Offenbar verkürzen sie unter dem Truck des Gegners, d ferne Reserven noch mcht aufgebrauckst hat, planmäßig die Fro m allen Teilen und nachm alle Winkel ab, um neue Knmpfbedi gungen zu saiaffen Tie Entwicklung bleibt abzuworten und M beiden Lagern starrer als xe an das Beharrungs oer mögen d Völker un uberteif gewordenen Kttege gekuüpft, zu dessen Beend gung auf dem Verhmrdlungswege auf der euren Seite die Kl rung der politischen Vechalttusse. auf der anderen die Wkehr vo Vernrchtungswtllen und auf allen Seiten die Hingabe an ne: völkerrechtliche Ideale nötig sind.
Es sind zwei wesentliche Punkte, die der Militärkritik zur Beurteilung der Friedensmöglichkeit berührt' Klärun der politischen Verhältnisse und Abkehr vom Vernichtung- Een Dlo Forderung nach Klärung der politischen Bei haltmsse bezieht sich auf die Mittelmächte, vornel-mlich ar Deutschland, und hat in gewissem Sinne seine Berechtigunc wenn man die ratlose Ungewißheit betrachtet, mit der di ^rchsdeutlchen politischen Kreise der öfterreietiisch-ungarische Friedensnote gegenüberstehen, ja selbst wenn man die antt
von der Westfront.
Berlin, 16. Sept. (WTB. Nichtamtl.) An der Lambrai- der Engländer seine Angchffe fort. Werdings hat e^ den Anschein, als ob di« Stoßkraft seiner Truppen dwvch die acht Tage hindurch fast ununterbftxhen fortgesetzten Anstürme bereits c ** m kurdj ^ täglichen Granat Hagel zerrt sseiren^
durch Regengüsse ausgewttchten versumpften Gelände gleiten seine Tanks cms und werden im verwendbar, wahrend seine Infanterie, kniettef im Schlamm versinkend, sich gegen die deutschen Stellungen vorzuarbeiten sucht. Die Angriffe, die der Engländer am 15. ansetzte, zersplitterten zwischen Havttncoutt und Gouzeaucourt im deutichen Vernichtungsfeuer zu Teilstötzen und brachen trotz dem Einsatz zahlreicher tief fliegender Schlachtflieger zusammen. Indem nach Süden anschließenden Abschnitt von Gouzeaucoutt bis Epehy kamen sie im deutschen Abwehrfeuer nicht zur Entwicklung.
Mit gleicher Zähigkeit gttffen die Franzosen zwischen Ailette und Aisne weiter an. Am Vormittag des 1 6. versuchten sie südlich der Straße Soissons—Laon vergeblich vorzugehen. Am Aderte folgte dann nach mehrstündigem heftigsten Artillettefeuer ein ge- lmlosiener Angriff. In dem zerttüfteten waldigen Hügelgelände wurde erbittett gerungen und die Franzosen von der Höhe Mich Vauxcnllon wieder herurttergeworfen. Rücksichtslos setzt Fvch hier an dem Angelpunkt des Cliemin des Tames seine Divisionen ein, um m den Aüette-Grund einzubrechen. Die französischen Verluste sind demgemäß schwer. Das lsteiche trifft laut übereinstimmenden Truppenmeldungen und Gefaiigenenaussagen auf die französischen Angriffe zwischen Aisne und Vesle zu. Hier wurden außerdem 200 Gefangene von drei verschiedenen französischeii Divisionen gemacht imb 24 Maschinengewehre eingebracht. Das Dorf Glennes. das dre Senegalesen am 12. hatten erobern können, wurde ihnen am 15. wieder entrissen. *
Zwischen der Cote Lorraine und der Mosel fühlen Franzosen und Amettkaner gegen die neue deutsche Stellung vorsichttg vor.
Ten Mißerfolg, den die geplante Abschnürung der deutschen Divisionen im St. Mihiel-Bogen erlitten hat, snchen die Amettkaner durch täglich sich stttgernde, maßlos überttiebene Gefangenen- und Bmtteziffern zu verwischen.
Der österreichische KricgSminister über die Kriegslage.
Wien, 15. Sept. (WTB.) Meldung des l l Wiener Korre- spNideiiz-Bureaus: Im Larrft der dem Vertreter der „Neuen Frtten Presse" gewährten Unterredung erklärte der Kttegsminister lxm L-töger-Stttner m a.: Durch den Fttcdensschluß mit Rußland fanden wohl die Kampfhandlungen im großen an dieser Front ein Ende, aber die auch heute noch ungeklärten Verhäkttrisse und fvrt- dcniernden Wirren im Innern Rußlands zwingen uns, wachsam zu sein und ansehnliche Kräfte an dieser Front werter zu erhalten. Tie trotzdem an der Ostgrenze sreig-ewordenen Formationen mußten aber der Südwestfront zugefühtt werden, irm das dort bis dalsiu Hehr zu funseven Ung^nstm vorhandene Kräfteverhältnis auszu- gleichen. Eine tatsächliche Reduzienmg der Armee im Felde Dörmte «also nickst eintreten, wolst aber wurde die Kampffront kürzer. .Die stets izunehmende Intensität der 5k>ampffühOmq ließ aber kttne Matettalersparnis zu. Auf die Frage, welches Urtttl der Kriegs- Minister über die nrilitättsche Lage im Westen habe, erwiderte er: „Der französische Anattff zwischen der Anere und der Avre tvvr zwtt ellos sehr geschickt vorbereitet worden und bat die deutschen Truppen einigermaßen überrascht, dementsprech.md auch ttnen Arr- fangserfolg gezeittgt, den auch mein preußischer Kollege gelegend, sich als „Schlappe" bezttcharet hat. Diese Aufttchtigkett rerlstfertigt lchon die größte Zuversicht. Die Deutschen zogen radiDal aus der ein getretenen Lage die günstigste Konsequenz. Btt steter Und intensivster Abnutzung per fortgesetzt schwer arrgrttfenden fttndlick)en Massen nahmen sie ihre Hauptkräfte auf die starke tiefg^lliederte Winbettteklung van 1917/18 zurück, wodurch nicht nur erhebliche Kräfte durch die kürzere Linie frtt wurden, sondern auch dem Feirrde «in Kampfgebiet aufgezivungen wurde, in dein das vorarissichtliä^ Ueberwintern um so mehr Schwiettgkttten bereiten wird, als es' den Deutschen mttsterhaft glückte, btt dem planmäßigen Zurück- Weichen sämtliches Material zu ttgenenr Nutzen zu bergen. Btt
diesem Ääanöver gelang es der deutschen Zähigkttt, dieselbe Strecke durch die Nachhuten viermal solange zu behaupten, als die .Haupt- häfre des Fttndes im Frühjahr dies iinsern Verbündeten Legend <'üer rernrochten. Aus dieser kurzen Darlegung der letzten großen Ereignisse kann wohl jeder sehen, daß die Initiative nach wie vor bei den Teutschien verblieb, und zwar m taktisch vorteilhafter Art, da die^ empfindlichen Ausbauchungen der ganzen Front wegfallen. Nun jtehen beide .Parteien vor neueii Entschlüssen. Ich glaisb; 2! an kttrr Stratege zlu sttn, um mit einem Blick auf du:
Kärte zu erkenn.en, daß unsere Bimdesgenossen hierbei den Hofs mmgsvolleren Einsatz haben.
Der Fliegerangriff aus Paris.
Paris, 16. Sept. (Havas. Amtl. Meldung.) Heute nacht üb-erflvgen ntehrere feindliche Flngzeuggefchwader die Bannüieite von Paris. Sie wurden bei ihrer Ankunft gemeldet xmb von unseren Wachtposten verfolgt. Sie waren has -Ziel eines besonders heftigen Sperrfeuers. Andere Ver- teidigmigsmittel sind gleichfalls in Tätigkeit getreten. Vcehr- fache Bombenabwürfe wurden gemeldet. Es gadviNige Opfer und Sachschaden. Um 1 Uhr 25 Min. wurde Alarm geschlagen, der um 3 Uhr morgens sein Ende erreichte. Der zweite Alarm war 4.15 Uhr.
Stimmen zur Sjterreichjsch-Mgarischeii grieöensnote.
Gewalt bis zum Aeußersten.
N c u n o r f, 15 Sept. ^WTB.) Meldmrg des Reuterschen Bureaus. Der Vertreter der Associated Preß itz Washington tele - graphiett: Tie amtliche Ansicht der amtlichen Kreise in Washington von dem österreichisch-ungarischen Vorschläge aus eine Se* sprechung des Fttedens ist folgende: Oesterrttch- Ungarn ist im Zusammenbrechen. Anstatt die Zeit mit einem Friedensgeschwätz zu vergeuden, das schlimmer als nutzlos sein würde, ist es jetzt die ttchttge Zeit, es aufs härteste zu tresfen. Solange eine förmliche Besprechung des österrttchisch-ungattschen Vvttchlages nicht möglich ist, da der amtliche Wvttlaut noch mcht ttngegangen ist, soll doch von befugter Seite festgestellt werden, daß ieder Schtttt, de? von den Bereinigten Staaten getan werden könnte, im Einverständnis mit den Alliictten geschehen wird. Amttiche Regierungs- kreise lassen bekamrt werderu daß gegeirüber der in der Päess« er^ schicnenen Fassung des österrttchisch-ungattschen Angebots nun ttne Antwort möglich ist und das stt der Schlußsatz aus Wilsonsf Rede in Baltimore im Apttl: „Deshalb ist für uns nur einet Antwort hierauf möglich: GewaÜ! Gewalt bis zum Aeußersten! Gewalt ohne Begrenzung und Beschränkung!"
Dauernde Neutralisierung Deutschlands.
Bern, 16. Sept. (WTB,) Tie dauernde Neutralisielu Deutfcklands ist das Neueste, was sich ein amerikanisches Blatt, die schon vor dem Einttttt Amerikas in den Ktteg änßeifft d^utsch - fttEche „New Bork Tribüne" zur Bestrafung der deuffcheft Missetaten ausgedacht hat. Dem Washingtoner Bettchterstatter der „Morning Post" Zufolge schreibt die Zeitung: Ein Deutschland
semffchließender Völkerbund wutt^e bedeuten, daß Deuffchland ebenso wie Belgien und Fvankrttch btt der Verteilung der Hilfscprell-en! der Tertttorien und der HandelsangetegOihttten der Welt erne 'Sttmme hätte. Dagegen sträubt sich unsere Seele. Ein Deutschland sausschließender Völkerbund ioürdcr zivei große bewaffnete LageL bedeuten. Mit Deuffchländ kann es weder Frieden noch Kttcg geben. . Man kann ihm nicht trauen, daß es den Ftteden hält. Es besitzt kein Wort, das es halten, kein Vertrauen das es verlieren könnte. Man kann ihm aber auch nicht die Mittel belassen, einen Ktteg zu führen. Deutschland muß auf feinem) eigenen Boden besiegt und entwaffnet werden. Tann sind die verbündeten Völker als Vöbterbund konstituiert, um es anszusprechen. unter welchen Bedingungen Deutschland wttterleben soll. Die Militärmacht Deutschlands muß für immer gebvocherr werden. Die alliierten Nationen 'würden ihm den Status ttnes dauernden Neutralen garantieren, der unbewaffnet wäre. Das ü'mige lpängt d.w- n ab, wie weit mcm sich auf das moralffche Gefühl ber Welt verlassen kann, ihm! eine iendgülttge Strafe aufzuerlegen. Man kamt die 65 Millionen Deutscher nicht ttnfchließen, aber ausfchließen. Wenn die Bevölkerung der alliierten Länder spontan beschloss. Deutschland von jedem Verkehr au^uschließen, das httßt. es fite ttne Rtthe von tzahren au^uschalten, so würde kein wirffchaftlrcher Boykott notwendig sein."
Englische Stimmen.
London, 16. Sept. (Reuter.) „Daily Chronicle" sieht in der österrttchisch-ungattschen Note die e r st e wirkliche Annäherung ttnes Krieglührenden, die seit Kttegsbeginn unternommen wurde Nnd der als solcher besondere Bedeuttmg zukomme. Das Blatt steht aber auch in der Note das Eingestärrdnis, daß die Mittel- mäckste den Krieg unmöglich gewinnen körrnten und an einein baldigen Fttedensschluß das größte Interesse hätten. Die Zeitturg schließt ihre Besprechung des österreichischarngattschm Schtttts mit den Motten: Wir vttckassen uns einfach ans die Logik des militärischen Erfolges, um unsere Feinde zur Veruumst zu bttngen, in der Sprack-e Wilsons: „Wonach mir streun, ist ttne neue tttternationale Ordnung, die sich auf die umfassenden! aK gementen Grundsätze des Rechts und der Gerechtigkeit gründet "
Berlin, .16. Sept. Daily Telegraph schrttbt: Von der östervttchisch-ungarcsckien Rogterutrg wurde ein endgültiger Schritt unternommen, der bewttst, daß sie nichts gelernt und alles vergessen hat. Ter Vorschlag ist völlig absurd und unausttchttg Wir fvagen natürlich, warum dieser ?lugenblick für ttnen derartiges Appell gewählt worden ist und woran) er sich ^stndtt. Ter nm-flicle Zweck ist zwttfellos, Zeit für dte Reorganisation ihrer ettltttter- ten Truppen zu gcwimrerc. Ter Borstchmr der Mittelmächte an Belgien ist zytnsch und unversckKmt. Werm die Fttude Belgien nur das anbteten, was mögen sie dann sonst bcabsickHtigeu ')-nr fordern zum Bttspiel, daß die ganze elsaß-lotlwingisckpe Frage vom L-tondpnukte des beleidigten und verstzlmnrelten Frankreichs angesehen ioird.
Morning Dost schreibt: .Wir sind bevttt anzmrehmen. daß dte Note von Deuts,chland diktiert ist. Wir chiben es mit btn\ ettten endgültigen FttÄteirsangebot DeutsMands zu tun Es Ist rm wesentltchen der BochchLag eines WaffensttUsdandes.


