«mlltcher «eil.
Nr. E. 1/9.18. ff. R. SC.,
betreffend Höchstpreise von feuerfesten Materialien (5i!ika- und Lhamottesteine sowie Mörtel), vom 14 . September 1(9)8.
Tie Twchstehende Bekanntmachung wird auf Grund des Gesetzes über den Belagerungszustand vom 4. Juni 1851 in Verbindung mit dem Gesetz vom 11. Tezember 1915 (Reichs-Gesetzbl. S. 813). sowie des Gesetzes, betreffend Höchstpreise. vom 4. August 1914 (Reichs-Gesetzbl. S. 339) in der Fassung vom 17. Tezember 1914 (Reichs-Gesetzbl. S. 516) in Verbindung mit den Bekanntmachungen über die Aendernng dieses Gesetzes vom 21. Januar 1915, 23. März 1916, 22. März 1917 und 8. Mai 1918 (Reichs- Gesetzbl. 1915 S. 25, 1916 S. 183, 1917 S. 253 und 1918 S. 395) mit dem Bemerken zur allgemeinen Kenntnis gebracht, daß Zuwiderhandlungen gemäß der Bekanntmachung gegen Preistreiberei vom 8. Mai 1916 (Reichs-Gesetzbl. S. 395) bestraft werden. Auch kann der Betrieb des HandelsHewerbes gemäß der Bekanntmachung zur Fernhaltung unzuvert ästiger Personen vom Kandel vom 23. September 1915 (Reichs-Gesetzbl. S. 603) untersagt werden.
§ L
Don der Bekanntmachung betroffene Gegenstände.
Von dieser Bekanntmachung werden betroffen:
a) Silikasteine sowie der zugehörige feuerfeste Mörtel,
b) ChamottLskäne sowie der zugehörige feuerfeste Mörtel.
8 2. %
Höchstpreise.
Für' Ke int § 1 bereicheren Gegenstände dürfen für .je 1000 kg keine höheren Preise gefordert oder bezahlt werden, als Ke nachstehenden:
A. Sili kamaterialien.
1. Silikasteine L Qualität.117,00 Mk.
2. Silikasteine II. Qualität. 95,00 „
3. Silikamörtel I. Qualität (ausfchl. Verpackung) 54,00 „
4. Silikamörtel II. Qualität (ausschl. Verpackung) 50,00 „
Die Preise zu 1 und 2 gelten nur für Normalsteine von 230—300 mm Länge und 50—75 mm Stärke; Ke Preise für Formfteine unter! regen freier Beveinbarung.
B. Chamottematerialien.
194.00 Mk
168.00 „
156.00 „
130.00 ,
104.00
1. Hochofen st eine.
a) Hochofen steine ‘über 40 v. H. AljO* .
Hochofen steine von 38—40 v. H. A.1,0,
Hoct-osensteine von 34—37 v. H A1*0|
Hoct>osonsteine von 30—33 v. H. A!,0,
Hochofensteine unter 30 v. H. AlZOz .
b) Cvmpersteine in denselben Qualitäten 10,00 Mk. weniger. 0 ) Mörtel in denselben Qualitäten (ausschließlich Berpackung)
20 v. H. weniger.
2. Kvksofensteine für den Oberbau. 130,00 Mk.
Koksofen steine für den Unterbau . . . . .. 104,00 „
3. Steine für Stahl- und Walzwerke sowie Eisengießereien:
a) Rekuperationssteme und Gittrrsterne,
I. Qualität. 130,00 Mk.
Reku ixt cttio-nsstnne und Gittersterne.
II. Qualität.- * . 104,00 .
b) Pfannen- und 58upolosMsteine j der Art. . . 117,00 „
4. Normal steine von 3—4 kg Stückgewicht (auch für Eisengießereien)
a) Hochbasisch 40 v. H. A1 2 0 3 und mehr . . .
b) Basisch von 36—39 v. H. Al,0z ....
c) Basisch von 32—35 v H. ALO* ....
d) Ton gebundene saure Steine. L>chweißofen-
gualuät I. .
e) Ton gebundene saure Steine, S-chweitzofew-
aualüät II. . .
f) Ton gebundene saure Steine, Puddelofen-
oder KesstlQualität. 77,00 „
g) Ton gebundene saure Steine, Raucl-kanal-
aualität. ... 52^00 ,
Tie vorslichenden Preise gelten für Lieserungm ab Weck und für Mengen von 10 000 kg an. Bei Lieferungen, die nicht ab Werk erfolgen, dürfen Ke tatsäcksich entstandenen, Mehrkosten (für Fracht, Lagerung ufiv.) den vorstehenden Preisen hi.nsugereckM.et werden.
Bei der Lieferung geringerer Mengen als 10000 kg im Einzelsalle, die nicht vom Erzeuger geliefert werden, dürfen dir vorstehenden Preise um 10 v. H. überschritten werden.
Tie .Höcl^eproise gelten für Zahlung bei Enrpfcmg. Wird der Preis gestundet, so dürfen bis zu 2 v. H. Jahreszinsen über Reichs bcrnkdis tont zugrstdckagen werden.
Tie Preise für besonders gervünschte Spezialqnalitäten und Formen unterliegen der freien Vereinbarung.
8 3.
Auslandspreise.
Tie im § 2 festgesetzten Höck/^p-.eise gelten nick>t für Materiil
das zur Äusftihr in das Ausland gelangt.
156.00 Mk.
136.00 ,.
110.00 ..
410,00 „ 97,00 „
8 4.
Ausnahmen.
Anträge auf Bewilligung von Ausnahinen strch au das Königlich Preußisch Kriec^münsterium, Kriegs-Rohftosf-AKeilung, Sektion K. Berlin W 50, Regensburger Str. 26, zu richten. Tie Entschuldung über die Anträge behält sich der Unterzeichnete zuständige Militärbesehls Haber vor.
8 5.
Inkrafttreten der Bekanntmachung.
Tiefe Bekannttnachung tritt'am 14. September 1918 in Sbsift
Frankfurt (Main), den 14. September 1918.
Ter stello. Kommandierende General:
Riedel, General der Infanterie.
Mainz, den 14. September 1918.
Der Gouverneur der Festung Mainz.
Bausch. Generalleutnant.
An den Oberbürgermeister zu Gießen. Großh. Polizeiamt Gießen und die Großh. Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises.
Indem wir auf vorstehende Bekanntmachung des stellver» treterchen Generalkommarchos von heute verweisen, beauftragen wir Sie, von dem Inhalt derselben den Interessenten alsbald Kenntnis zu geben, und die Bekanntmachung Lu Ihrem Amtszimmer zur etwaigen Einsich offen zu legen.
Gie ßen, den 14. September 1918.
GroßherzogUches ürersamr Gießen.
I V : Banner mann
'oaannuua< tng.
Tas 1. Ersatz-Bataillon Jnf.-Regts. 116 beabsichtigt am Mittwoch, den 18., Donners tag, den 19 cnck> Samstag, Kn 21. d. M. von vorm. 3 Uhr bis nachm. 5 Uhr P^aschLnmgc.oehr- scharfsckießen nördlich Gvoßen-Buseck von: Alte-Berg aus mit der Schußrichtung nach Norden abzuhalten.
Es ist verboten, das gesähcdete Gelände von nrocgens 8 bis nachm. 5 Uhr zu betreten. Als Gefal-rzoire komm: in Betracht:
Tas Gelände nördlich der Straße Grotzen-Buseck, Beuern und der Waldkomplex zwischen Bumern. Climbach, Tarrbringen, Alte-Berg, Alten-Busock und Hoh-Bevg. Tie Chaussee Altcn-Buiech Großen-Busock, ,Beuern bleibt für den Verkchr frei; ebenso das Feld südlich Treis und östlich ÄLainzlar und Daubrrngcn bis zum Wald, ferner das Feld östlich Alten-Buseck bis »um Hoh-Berg.
Tas Bataillon sorgt für Absperrung der Anfahrtswege.
Tic in Bett ach vommerrden Großh. Bürgermeistereien werden aufgefvrdert. vorstehende Bekanntmachung alsbald ortsüblich zu veröffentlichen.
Gießen, den 13. September 1918.
IS-tüsstierriNU^n -7 ultcür.L.
I. V.: Langermann.
Im heißen Kamp! im fremden Land ward dir die Todeswunde, Die Lieben dein im Heimatland traf schwer die bitire Kunde. Den Heldentod fürs Vaterland bist, Bester, du gestorben.
Mit deiner tapferen Hand hast du dir Hiznmelslohn erworben.
Plötzlich und unerwartet erhielten wir die erschütternde, schmerzlichste Nachricht, daß mein unvergeßlicher, innigst- geliebter Mann, unser herzensguter Vater, lieber, guter Sohn, teurer Bruder, Schwiegersohn, Onkel, Pate und Neffe
Gefreiter August Petry
bei einem Maschinengewehr der 1. Komp. Inf.-Regt. 461
bei einem Sturmangriff am 31. August im Alter von 35 Jahren nach 4 jähriger treuer Pflichterfüllung den Tod fürs Vaterland erlitten hat.
Die tiefgebeugten Hinterbliebenen: Margarethe Petry Ww. und Kinder Frieda, Heinrich und Rudolf Heinrich Petry I. und Frau als Eltern Heinrich Petry II., z. Z. in Urlaub, und Familie Ludwig Wagner, z. Z. im Felde, und Familie Heinri h Beding and Familie Heinrich Reitz, z. Z. im Felde, und Familie
Geilshausen, im Felde, Eschollbrücken, Rüddingshausen, Hattenrod, Lumda und Saasen, den 14. September 1918.
Danksagung.
Für die vielen Beweise aufrichtiger Teilnahme während des Krankseins und beim Heimgänge meines liehen, herzensguten Mannes, unseres treusorgenden Vaters sagen innigsten Dank
Emma Poppe und Kinder.
Gießen, den J2. September 1918.
6861D
Ich habe sie mit Freuden auferzogen, mit Weinen aber und Herzeleid habe ich eie sehen wegführen. Ich habe sie ziehen lassen mit Trauer und Weinen; Gott aber wird sie mir wiedergeben mit Wonne und Freuden ewiglich. 6
Warum? ruft tausendmal die Mutter.
Warum die drei? der alte Vater.
Aus der Ferne, meine Lieben. Send’ Ich euch den letzten Blick. 'Ich bin in dem Kampf geblieben, Kehr’ nicht mehr zu euch zurück. In dem schönen Hi mm eisgarten, Will ich euch dereinst erwarten.
Der Schmerz ist schwerer als das Blei,
Das euer Leben riß entwei.
So schlaft denn wohl, ihr treuen _ .. _ Kinder,
Ihr edlen Söhne, geliebte Brüder.
Allen Verwandten und Bekannten die schmerzliche Nachricht, daß nach Gottes Willen unser liebes, gutes, unvergeßliches Kind, Schwesterchen und Enkelchen
Frieda
im Alter von bereits 3 Jahren durch den Tod von seiner schweren Krankheit erlöst wurde.
In tiefem Schmerz:
WehrmannTheodorBeckd u.Frau Lollar, 14. September 1918. Margarete geb. Deibel
Else Beckel
Karl Deibel, Großvater
06079 «nd alle Angehörigen.
Die Beerdigung findet Sonntag nachmittag 4 Uhr statt.
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Schlaft wohl, ruht sanft! Auf Wiedersehen!
Plötzlich und unerwartet erhielten wir die schmerzliche Nachricht, daß unser lieber, treuer Sohn, unser heißgeliebter Bruder Bräutigam, Schwager und Onkel
Krankenträger Karl Launspach
Infantcrle-Rcglmcnt 369. 8. Kompagnie Inh. des U*. Kreases II. Kl. u. d. Ilesu, Tnpferkeitsmed.
als drittes Opfer nach 4jähriger treuer Pflichterfüllung am 31. Jul* an seiner schweren Verwundung im Alter von 28 Jahren sein junges Leben Imsen mußte. In tle fer Trauer:
Ceorf Launspach n. Fran geb. Fabel Ladwlg Damm a. Fran geb. Launspach, nebst Familie
Heinrich Launspach, z. Z. vermißt, n. Fran geb. Dechert, nebst Familie Wilhelm Launspach, z. Z. in engl. Gefangenschaft, u. ££ind üargarele Launspach Lorchen launspach Emilie Spohr als Braut, nebst Familie. Hattenrod, Gießen, Geilshausen, den 12. September 1918.
Die Gedächtnisfeier findet Sonntag den 15. September, nachmittags
2 Uhr, in der Kirche zu Hattenrod statt
6851
Danksagung.
Allen denen, die uns bei der Pflege unserer teueren Entschlafenen so liebreich unterstützten und uns bei unserem Verluste ihre Teilnahme bewiesen, sagen wir unseren herzlichsten Dank.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Paul Bell und Kinder.
Gießen (Schiffenberger Weg 65), den 14. Sept. 1918.
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