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Ans nno LanÄ.

G ie ßen, den 6. September 1918. Tie Versorgung mit Obst.

Man schreibt uns:

Tie Spätobsternte ist in diesem Jahve außerordentlich gering. Gegenüber den BorjaHreir ist der Bedarf an Marmelade für Heer und Zivilbevölkerung (^stiegen. Die Heeresversorgrmg must selbst­verständlich vvr allen Dingen sichergestellt werderr. Deswegen kann die Versorgung der ZivilbeEkerrma durch dm Bezug von Obst im unmittelbaren Verkehr des Verbrauchers beim Erzeuger nur in mäßigen Grenzen gestattet werden. Es darf von dem gesunden §inn^ der Bevölkerung erwartet werden, dast jeder einzelne aus diele Verhältnisse Rücksicht nimmt. Keinesfalls kann geduldet wer­den. dast einzelne zum Schaden der allgemeinen Versorgung Obst in großen Mengen zusamiwuhamsiern.

T<n B'z'ug von Obst in Mengen bis zu 2 Pfund ist frei, es^ darf also ein Erzenger am selben Tage an den gleichen VerbrauckM bis Au 2 Pfund abgeben. Auch der Verkehr mit Obst innerhalb de^- gleichen Gemarkung unterliegt keiner Beschränkung. Mit Ge- ncktzmigung der Landes obstbelle ist es gestattet, pro Kovs der ver- sorgungsberecktigttn Hauchrltunasmitglieder 20 Pfund Kernobst und 10 Pfund Steinobst von Id'emienigen Obsterzeuger, der seine Ablieferungspsli-ckit der Landes obststelle gegenüber erfüllt hat, zu beziehen. Diese Genehmigung wird in Form von Fvackstb riesen oder von Beiörderungoscheinen durch die Bezirksgeschäftsstellen der Larr- desvbststelle erteilt. Tie Bürgernreistereien erteilen Auskunft über die zuständige Be st rksgssckss fts st'el le. Zuständig für die Erteillmg den:, Genehnrigung ist die Bezirksgeschäftsstelle. innerhalb deren Bezirk der betreffende Erzeuger, hon dem das Obst bezogen werben soU, wohnt. Da die Selbstversorgung «der Zivilbevölkerung mit Obft nur dann gestattet werden kann, wenn der .Heeres- und Niarinebedarf sichergestellt ist, ist die Erteilnng der ^Genehmigung znm Bezug von Obst von der Bedingung abhängig, daß der Obst- rrzeuger nicht mehr als 40o/y dessen, was er an die Landesobststelle zur Ablieferung gebrackst hat, im unmittelbaren Bezug gegen Be- sörderimgsschniu oder Frachtbrief abgeben darf. Tie 0>enehmigung zn dieser Selbstversvrenng kann bei der spärlichen Spätobsternte selbstverlländlich nur hsssischen Verbrauchern erteilt werden. Bei dem Antrag aus Erteilung -eines Beförderim g s schein es muß die Lebensrnittelkarte vorgelegt werden, durch die der Nachweis der versorgrmgsberackstigten Haushaltungsmitglieber geführt wird. Auf der Lebensmittelkarte wird vermerkt, wieviel Obst der betreffende Verbraucher bezogen hat.

, Tie Bahnverwaltimgei' laben sich mach Verhandlungen mit der ReiMstelle für Gemüse Und Obst in Berlin, bereit erklärt, über den Verkehr mit sogen. Kontrollobst sAepfel. Birnen urtb Ztvetschen) eine streng? Kontrolle auszuüben, d. h. die Beförderung von solchem Obst nur dann zuzulassen, wenn ein Frachtbrief der Landesobststclle vorliegt. Tie Landesobststelle hat Kontrollbeamte bestellt, die angewiesen sind, ohne Frachtbrief oder Beförderuirgs- schein befördertes Obst rücksichtslos zu beschlagnahmen.

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** Amtliche Personalnachricht e n. Am 2. August d I. unirben der Lvkomotivfübrer Peter Link zu Bischoisheim mrd der Wagenmeister Frarrz Valentin zu Mainz, beide in der .Hessisch-P reußischen Eisenbahngemeinschaft, auf ihr Nachsnchen vom 1. September d. I. än in derr Ruhestand versetzt. Der Groß­herzog hat am 10. 9luguft nachstehenden Beamten in der Hessisch- Preußischen Eistnbahngemeinsch-aft: 1. dem Lolomolivfnhrer Pewr Link zu Bischossheim und 2. dem Wageumeister Frau. Valentin zu Mainz das Silberne > Kreuz des Verdienstordens Philipps des Großmütigen, 3. dem Weichensteller Johannes.Barmann zu Bür­stadt das Allgemeine Ehrenzeichen mit der InschriftFür treue Dienste" aus Anlaß ihrer Versetzung in den Ruhestand verliehen.

** Auszeichnung. Ter Ers.-Res. Karl Bo hli n g erhielt das Eiserne Kreuz 2. Klasse.

** Garnverte ilung. Es wird darauf hingelmesen, daß Bestellungen« uf Garn mir noch bis Samstag den 7. Sept. in den amtlichen Verkaufsstellen entgegen genommen 'werden, da das der Stadt Gießen zur Verfügung stehende Garn restlos verteilt wird.

** Käse-Verteilung. Von Samstag den 7. bis ein­schließlich Tonnerstag den 12. d. M. gelangt in 10 Geschästenl Käse zur Verteilung. Siehe Anzeigenteil.

** 2 0 0 0 M k. Belohnung sind für die Ermittlung des Täters des Tovpelmordes in Nidda ausgeschrieben worden. Näheres im Anzeigenteil.

*** Verhaftung eines Diebes. Gestern gelang es in hlesrger ntadt, einen Menschen feftzunehmenl, der am selben Tage von einer Bleiche in dem Riegelpfad Wäsche entwendet hat. Bei einer in seiner Wohnung alsbald vorgerrom menen Durchsuchung wurden auch die in letzter Zeit hier gestohlenen Wäschestücke vorge­funden, ebeiiso eine große Anzahl Zwiebeln, Aepfel rmd Kürbisse die von Felddiebstählen herriihren. Tie Eigentümer des Obstes usw werden ersucht, sich dieserhalb mit der Kriminalpolizei in Verbin­dung zu setzen.

** Eine Gefahr für das Zeitungsgewerbe. Wie der Verein Deutscher Zeitungsverleger in einem Um­schreiben mitteilt, droht der Tagespresse in nächster Zeit eine weitere Belastung durch einen bedeutenden Aufschlag auf den jetzt schon außerordentlich! hohen Papierpreis. Der Verein siordert zur Teilnahme an einer Versammlung auf, die am 11. September in Berlin stattsindet mit der Tagesordnung- ,,Papierpreis und Tagespresse". In dem Umschreiben finden sich folgende Bemerkungen:

Dia dem ZettimgsvecklagsgesMft bereits mfgebürdeten gewerblichen Lasten, die Teuerungszulagen und Lohnaufbesserun­gen für du Gehilfen und Hilfsarbeiterschäft, die Befricdichmg der Ansprücky der Angestellten, die neuen schvereu Steuerlasten, fallen schon so erheblich ins Gewicht, daß die Grenze der Gleichgewichts- Haltung erreid# ist.

Werden noch ivettere 'Lasten in die Wagschale geworfen, dann lieht das deutsche Zeitungsgewerbe Vvr der Existenzfrage."

Zu der Versammlung sind auch Vertreter des Reichs- whrtschaftsamtes geladen worden.

** Steuererklärung. Auf die Bekanntmachung der Großb Finanzämter Gießen, Butzbach, Grünberg und bringen 'vom 15. ^uli l. I. betr. die Abgabe der Einkommen- imd Ver­mögens-Steuererklärungen für das Steuerjahr 1919 wird noch­mals bef anders aufmerksam gemacht. Hiernach sind alle Personen mit einem steuerpflichtigen Jahreseinkommen von 2600 Mk und mehr deren Einkommen eine Verbesserung erfahren hat, welche me Versetzung ur eme hölrere Nasse bedingt, verpflichtet, bis Oktober l. I. eine neue Einkommenerklärung auf dem -Armular ab-zugeben. Zu diesen Personen ge- ^^sEt^rsiEch mrch alle Beamten und Bediensteten im ' Staats- .Kommunal- imd Privat dienst, d--ren Einkvm- Ei sich durch Gewährung vmr Teuerungszulogen erhöht bat ^^Jchtsprelhaus, Bahnhofstr. ~

letzten Male das FilmwerkEs werde Licht'

4. .Heute wird zum 3. Teil, aufge-

~ Ä j . . o. j^eu, aufge-

m rt ' -°2 nw ?lJP^£ fl15a J nm lwlmrgt ein Heimy-Porten-Lustspiel ,Müuk- ta rt % torij[freier" sow« das RImdranm tauchte Seelen" zur Vorführung. Siche Anzeige.

> Landkreis Gießen.

G ro ß eit * Duse ck, 5.Sept. Krankenträger Hch. H ieü- Negath erhielt das Eiserne Kreuz 2 Nasse ^ v

th. Heuchelheim, 6. Sept. Geswrii nackt Lwiicken 12 xtnh lUhrMrden Nlfs-Mdschütz,,, mis

Modch?:m drei Apfeldrebe auf frischer Tat überrascht Zwei der Burschen gabeii Fersengeld, der dritte Genosse mußte seinen Nameii ängeben. Er war aus Gießen, wollt? aber die Ä^n Diebe chM Untreu, ^ie Feldschützen begaben sich, nachdem d^r Fall erledigt 'nax, noch einmal an oen Tatort. Dort hörten sie in der Näbr Lchme^nsrufc b?mx Schall sie in das Kropachtalcheu an' b<£ ÄL5 fu-r». m s« EnMenschn, mit ««brochEni

antrafcn, der vl-ne lange Umschweife gestand, daß er einer der eritivifchten Mfeldiebe sei und in der Dunkell-eil auf der Flnäü gestüM. sei, wobei cr i>cu Fuß netn)otf>en Hütte.

gav auch ferne beiden Genossen an und versicherte, daß sie «Äs

dvn von Gieße,i gekonmvn seren, um Obst zu holen. Der Verletzte behauptete, daß einer seiner Genossen sogar ein Grchener Feld- mlsssamtz sei. Die Untersuchung wird- zeigen, ob diese Angabe auf Wahrhert beruht.

** Nonnenroth, 5. Sept. .Gefreiter August Koch erhielt das Erserne Kreuz 2. Nasse.

Kreis Büdingen.

** Bvrsdvrf, 5. Sept. Der Reservist Otto Döll ist In­haber von fünf Auszeichnungen. Bor längerer Zeit wuode ihm das Owenburgische Friedrich-August-KreuA, die Hessische Dapferkeits- Medarlle uird das Eiserne Kveus 2. Nasse verliehen. Kürzlich lwuvde er noch mit dem Krieg schrenzeichen in Eisen und dem schwarten Verwundeten-Ahzeichen -ausgezeichnet.

Nidda, 5. Sept. Der Mord an den beiden Frauen Lotz und Enders hält die Bevölkerung in unverminderter Spannimg, Mmcst >auch neue greifbare Momente zur EnllarvMg des Täters ckirch die Untersuchung bisher nicht zutage getreten sind. Der Nachtwächett Kühn befindet sich noch! in Untersuchungshaft. Neue Festnahmen lourden nicht vorgenom^men, da das ziemlich umfting- reiche Uuversuchungsmaterial noch nicht völlig bearleitet ist. Mn Mittwoch fand auf dem hiesigen Friedhofe die Bestattung der beiden Opfer statt.

4 Ortenberg, 6. Sept. Mterosfizier Robert Wendel erhielt zum Eisernen Kreuz 2. Nasse und der Hessischen Tapfer- kettsmcd-aille das Hessische Kriegsehrenzeichen in Eisen. Kriegs- froiivilliger Karl Pfeiffer wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Nasse ausgezeichnet, -nachdem er schon vorher die Hessische Tapserkeitsmed-aille und das Lwssische Kriegsehren^eichen in Eisen erhalten hatte. '

Kreis Alsfeld

4 Alsfeld, 6. Sept. 'Der Hessische Landesverband des allgem. -cvangelisch-protestantischon MissiMsvereins hält am Sonn­tag den 8. September hier seine diesjährige, die 6. Jahresversamm- lnng, ab. L>ie wird eiirgelmtet durch dmni Festgottesdienst am Vormittag, Prediger Pfarrer Zveundlieb-Vitbel, uns einen Jügend- go-ttesdienst mn Nachmittag, geleitet durch Pfarrer Reickxwt-Schaaf- beim, und geschlossen durch, eine Hauptversammlung, ebenfalls am Nackmrttag, in der Pfarrer. Dr. ZiMmermann-Sandbach einm zeitgemäßen Bortrag über die Frage hatten ivirdNationale oder internationale Mission".

** Homberg 5, Sept. Finanzamtsbureauvorsteher Karl Born wurde zum Offizier-Stellvertreter befördert.

Kreis Friedöerg.

= Aus der Wetterau, 5. Sept. Das Obst derStraßen-- pilanzungen wird gegenwärtig, besonders nachts, in solch unerhörter Weise von den Bäumen gestohleir, daß sich vielfach die Obstver- ste,gerungen Nicht mehr lohnen. Um den Rest der diesjährigen ohnehin recht kargen Ernte zu ernten, ordnete das Fnedberger Krersamt mrsgedehnte Feldschntzmaßnahmen durch Einrichtung emes ständigen Wachtdienstes an, zu dem außer dem Polizei- personal auch die vom Heeresdienst befteitcn Landwirte hinzu- zuzreheii sind.

Starkenburg und Nheinhessen.

^ ^Z-.Durmstadt' 6. Scp'. Der Großherzog hat sich nach tem Befinden der Karserm erkurldlgt -und daraus folgende Anttvvrt erhalten:Tu Besserung schreitet stetig zu vollster Zufriedenhett der Aerzte in ertteulict^ter Weise fort. Zeitungsnachürchlril über Berschlecksterung Fei erfaindeu."

Hessin-Nassau.

^ .^.K^damar, 5. Sevt. Aus Anlaß, seines 50jährigen Priester!ubilaums wurde dem Pfarre Geists .Rat Franz 'der Rote Asleroi'den 3. Nasse mit der Schleife nnd der Zahl 50" verliehen.

Gcrechts?<ral.

^ K. P Marburg, 5. Sept. Eine Bäuerin im nahen Dorfe Linterssrld macht feit längerer Zeit die Beobachtung, daß ihr mi) Ürnerllarliche Weise Lobemsmtttel, z. B. die schönsten Würste t^rs^vanden. Sie solvohl ivie ihre ertvachsene Tochtck waren fich fchließlich darüber einig, daß der Dieb nur die Kirchtzeit wenn sie beide nicht zn Hause waren, zu seinen Besiichen benutzte An -nächsten -Lunntag blieb die Mutter der Nrche fern, währmd di Tochter das .Haus verschloß. Bald darauf wurde die Türe jebod w«Der aufgeschlossen und auf der Schwelle erschien eine in näckOe Nähe wohnende Nichte der alten Frau, mit der sie seit lange: Zett auf ferndlick-em Fuß lebte, als die alle Frau vlötzlich zun Vorsck-ern kam, wußte fre vor Sch.recken erst nicht zu reden ent schuldigte ihren Besuch jedoch bald damit, daß sie nur etwas Sal borgen wollte. Tie Nichte, die jetzt vor dem Landgericht stand un! !ede ^chrld besttitt, kam iroch. gut davon, denn sie wurde mir wegei Hausfnedensbruchs zu zwei Wochen Gefängnis verurteilt.

97 0 . ^ ber Sttakkammer hatte sich bei

27 ^ahre alte Taglohner M>ax P fa rr aus Hanau zu veran«wrteN der eine benagte Vergangenheit hinter sich hat. Iw Kriege wa er zum Gefreiten befördert und mit dem Eisernen Kreriz 2 Klass bedacht worden Kriegs beschädigt kam er in die HeiMat und nmrde ii Mmnz, fahnenflüchtig. Nun beging er in Gesellschaft einer weib ttchen Person eine große ^Merrge von Einbruch-Änebstählen Ir Hanau wilvde er festgenommen. Die Strafkammer bedachte sin mit 4 Jahren Gcfäirgnis und 5 Jahren Ehrverlust.

Nunst und rVisseuschatt.

. als Olpiarettenkomponist. Der Gemr

mInuFryin^kwr der Kgl. dafoper m Berlin, Lcv Blech, vollende zur Zeit die Partitur einer dreiaktigen Operette, zu welhei August Nerdhart. der TcxtdichLer desSckilwarrwvldmädel^" da- Libretto verfaßt hat.

Mrchttche Aachviehtene

Israelitische Religionrgemeinde. Gottesdienst in der Synagoge l^üd-Anlage. Samstag 7. und Sonntag 8. Lept. Nenjabrsfest 1-Tag. Vorabd.: 7.30 Predigt; morg.: 7.30; 9: Predigt; nachm : 4.00. 2. Tag. .Vorabd.: 8.40; morg.: 7.30; abds.: 8.00 u 8 40 Während der Predigt ist der Eintritt nicht gestattet. ' Israelltlsche Reliaionrgesellschast. Samstag 7. und Smurtag 8 Sept Neujahrsfest. 1. Tag. Vorabd.: 7.00 Predigt; morg.: 6.45; Predigt: nachm.: 4.30. 2. Tag. Vorabd.: 8.40; morg.: 6 45; nachm.: 4 30; Festesausgang: 8.40. Wochengottesdienst; morg. 6.15- abds. 7.00.

vernrisehies.

Ein entflohener Raubmörder.

* Oppeln, 5. Sept. (WTB.) Gestern früh gelang es dem Raubmörder Chlebjerz, der n>egen zweifachen Mordes zum Tode und zu 15 Jahren Zuchthaus verurteilt worden war mit zlvei MitgesanglNieu aus dem Gefängnis zu entfliehen. Ans Wlederergreisung ist »eine hohe Belohnung ausgesetzt.

tehte Nachnchttn.

Dcv neueste öerieb* dev üeereslertunc

(WTB.) G ro tzes Hauptquartier, 6. Septembe (Amtlich.)

Westlicher K1Aegsschauplatz.

Heeresgruppen Kronprinz Rupprecht und B o e h n.

Erkundnngsabteitungen des Feindes, die znnschen Bper mid La Bassee wrstie^n und nördlich non Lrns unter stai kem Femrschlag vorbrachen, wussten abnewiesen. Am Aben wiesen hessische Trilppen zwischen Ploegsteert und Armer ttöres Angriffe des Gegners zurück. Wir mMften hierin mehr als 100 Gefangei;e. Erstiljireicher Borstoß in die ens lischni 0>räben bn Hulluch. Im Borfelde unserer neuen Ste lungen kain es zu heftigm Jnfanteriegefechten an der Straß BupaumeEambmi. am Löalde von Havrinrvurt und mi den Höben östlich des LLrlille-AbktÄnittes. Starke Angrifft

die der Feind auf der Linie NeuvilleMananeourtMoiK- lams führte, wurden abaewiefen. Aus Peronne und über die >romnle ist der Feind erst gestern zligernd unseren Wcm:, buten ßkfolgt. Zwisitssn Somme und Oise drängte er stärker nach und stand am Abend westlich der Linie HamEhauny. Auch fischen Oise und Aisne hak sich die Loslösung vom Gegner Plangemäß vollzogen, unsere Posten stehen mit ilM in Ge° fmitsfiihlung in der Linie AmignpBarisisLa Faux Eonde.

Heeresgruppe Deutscher Kronprinz.

Oestlich von Soissons ist der Feind über die Besle ge­folgt. Unsere Jnfanterioabteiluwfen und Artillerie haben ihn lange aufgchalten und ihm Verluste zugefügt; auf den Höhen nordöstlich von Fismes wurden starke Angriffe der Ameri­kaner abgewiesen.

Der Erste Generalguartiermeister Ludendorff.

Neue U-Voot-Erfolge.

Berlin, 6. Sept. (Amtlich.) Unsere Mittelmeer-U-- Boote versenkten 13 000 Br.-Reg.-Tonnen Schiffsraum.

Der Chef des Admiralstabs der Marine.

Die Urheber der Verschwörung in Rußland.

H -a a g, 5. Seht. (WTB. Nichtamtlich.)Het V-aderland" schreibt: Di? Aufsehen erregenden Emhütlmrgen in Rußland lassen keilen Zweifel, haß die diplomatischen Vertreter Englands nnd Frankreichs die Hauptanstifter der großen Verschwörung gewesen sind, deren Ziel es war, die S-owjet- truppen zu beßechm nick den Rat der Vlükskommissare zu stürzen, die Militärdiktatur in Moskau mrszurick^m und Rußland von ileuem aus die Seite der Lllliietten in den Krieg gegerr Tentschland zu zichm. Der M-vrdanschlag g-egM Lenin wird auch mit diesen Plänen zusamm-enhängierr. Es wird irttevessant sein zn.hören, aus welch? Weise die Kabinetts in London und Paris sich dieser Ver- schvörnng gegenüber verantworten werden» Vorläufig sind aus der englischen Botschaft 40 ^Hauptschu.ldigc verhaftet, darunter der Ehtt 'der englischen Mission Lock hart, der wohl der Haupt- anstister dieser Verschwörung größere Stils An s-ein scheint.

8 Verhaftung aller Engländer in Nußürnd.

Haag, 5. Sept. Tie Sowsetregierung hat nach eitgli)djeit Meldungen die Verhaftung aller englischen S-taats- a^nge hörigen zwischen 15 und 45 Jahren angeordnet.> Ter^ Petersburger ,,Times"-KvrrespondenL wurde verhaftet. Ter britisch? Konftck Wvodhouse ist nach auf seinem Posten. Heber das Schicksal der 200 Engländer verlautet nichts.

Der Brester Zusatz-Friedensvertrag.

Moskau, 5. Sept. (MLB. Nichtamtlich) Nach der ,,JK» westtja" äußerte sich Krassin über den Z usatzvertrag zu m Brester Friedensvertrag folgendermaßen: Die nächste Aufgabe Rußlands muß die 'Entwickelung des Warenaus-. itauscheswit Deutschland sein. Geschieht dieses nicht, wenn auch nur in mrmmt'atem! Umfange, so besteht die Möglichkeit ein?s neuen Kriegsüberfallics Deutschlands.

Aus geführt sollen die Waren werden, welche wir nicht imb& dingt notwendig haben, oder wir nicht ausnützen können, so Me t al labfälle , Hanf, Flachs. Leder, Felle, Bor­sten, Haar, Holzmaterial nnd. wr?nn die sibirischen Wege frei werden, vielleicht mrch Butter und Talg. Wenn Rußlaicki ^wirtschaftlich Deutschland boykottieren wütt>e, wird die deutsche htviegspartei dieses für ihre aggressive Zivecke ausNützen. Die über-viegende Majorität des deutschen Volkes, auch der Handels- nnd Jndustriewelt, ist für ein volles Uebereinkommtm mit Rußland. Deutschland' wird zweifellos auch einen fünften Winterfeldzug/ aushalt-en können. Die Entkräftung Deutschlands darf nun nicht in dem Sinne verstandeii werden, daß es den Krieg nicht weiter bestehen könrrte. Tank seiner ivundervollen Orgarrisatton und der Disziplin des ganzen Volkes, seiner Geduld und Ausdauer, itritfo Deu t s chland lvahrs-cheinlich imstande sein, die Laster des Krieges noch einige Jahre zu ertragen.

Die firvamerikanischen Staaten.

Amsterdam, 5. Sept. (WTB. Nichtamtlich.)Standart" berichtet in einem Artikel, die Rche des früheren Präsidenten von Columbia, in der dieser auf die Notwendigkett hinwies, daß sich die süduTnerikanischen Staaten jetzt in ebensolchem Maße rüsten müssen, wie die Nordstiaaten, damtt sich das Gleichgewicht dev Macht nicht allzusehr zugunsten des Nordens verschiche, da erst dann die Gefahr ernster Zusammenstöße vermindert sei. Diese Mahnung ist um so bedeutsamer, wenn man bedenkt, woher sie kommt. Columbia Hut beretts die Macht Bruder Jonathans am eigmeir Leibe gefühlt. 1846 Verpflichteten sich die Bereinigten Staaten durch besonderen Vertrag, die Souveränttät von Pwrckma zu respektieren und zu geivährleisten. 1905 raubten sie kaltblütig einen Teil des eolrmbischm Staatsgebietes, um ihre KanaftLäne dinch^u führen. Späterhin wurde zwar eine Entschädigung von 25 Millionen Dollars zugesagt, aber per mnerikanische Senat hat diese Vorlage noch nickst angenommen, Columbia kennt daher fernen mächtigen.Beschützer im Norden zur Genüge. Auch die anderen süd- anrcrikanischen Republiken verheMen ihre Besorgthett nicht ange­sichts der wachsenden Macht der Union, die auf jede Weise ihre Dvgtei über den ganzen Konttnent ausbreiden will. Man mißtraut Wilson.»intb seiner Politik. Ter Idealismus Bruder Iouathrns uird von ihnen auf dieselbe Stufe gestellt, wie eine gewisse Sorte Imperialismus, von der jeder das Schlimmste befürchten nruß. Daß es daft'ir Grund gibt, das hat jetzt wieder der frühere Präsident von Colurnbia deutlich avscinarrdergesetzt.

Amtlicher Teil.

Bet r.: Sammelwesen.

An die Herren Leiter der Ortssmnmrlftellen.

Es wird nochmals darauf anfmerssam gemacht, daß die Laub- Heusammlung bis zum 15. September l. I. fortgesetzt werden soll Das gesammelte Frauenhaar bitten wir hei Herrn Kaufnrann Wilke-Gießen (Seltersweg 79) bim«n 8 Tagen abzulieferm

Ferner wird gebeten, genmle Mtttettungen über die gesammel­ten Mengen an Teekräutern und Arzneipftanzeir hierher qdam&n zu lassen.

Gießen, den 4. September 1918.

Für den .Kreissanimelausschuß:

Tr. Alles.

Bekanntmachung.

Betr.: Der Verkehr mtt Heu aus der Ernte 1918.

Unter Bezugnahme auf die Bekanittmochung vom 22 Mar 1918 (Kreisblatt Nr. 58) weisen wir zur Behebung von Zweifeln darauf hin, daß die dort mitgeteüten Bestimmungen über die Heu- ausftlhr aus dem Kreise Gießen auch auf Grummet Anwendung ftnden.

Dem Oberbürgermeister zu Gießen und den Großh Bürger­meistereien der Landgemeinden wird empfohlen, Vorsteheirdeä in geeigneter Weife zur Kenntnis der Beteiligten zu brin.wn mich darmif zu achten, daß fragliche Besttmmunqen bei Berspsigenrngen besonders den auswättigear Ssteigerern. bekanntgegeben werden und keine Ausftchr ohne unsere Genebmigimg stattfindet die auch nur erteilt werden wird, wenn es der Bedarf her ernbeimischen Be- vülkcrmlg gestattet rind der Ausftihrende den Nachnvi^ erbr-ackn I>at daß er die ihn, von der Gemeinde auferlogw Wlieserm, >->s'icht erfüllt bat. Die Polizeiorgarv werden mrgewiesen, die Dirrcksührung dreser Bejtimnnmg zu übernwchen: wir haben zu t>canstanderl daß dle Ueberwachung ber der Heuernte tettweise nicht genügend ev. folgt rst.

Gießen, den 5. Septenrber 1918.

Gwßber^rgliches Neisamt Greven.

I. K.: LarEermann.

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