Kreis Vüdingen.
---- Nidda, 2. Sept. Zu der Btttttat im Sägewerk Himmlffs- bach ist ferner Ml beridjfont: Als mutmaßlicher Mörder verl-alteW wem den Nachtwächter des Sägewerkes, Kühn aus Geiß-Nidda, einen zrvar ettvas beschränken!, aber als roh und gewalttätig be- rmmten NLensckien. Den Feslstellnngen zaisolge ist Kühn mit seinem Hunde mrr bis 5 Uhr morgens im ^>rkc ncnjefcu, obivohl er länger -rnt bleil>en nttlßta. Die Diebstähle VON Lebensmitteln in der Speiftanftalt wurden mtsfallenderlonse immer in der Nacht zum €J«rtrtfca® ausgesülwt. In d?r Kück)-e, in der der Mvrd vollbrackst n^rde, fand m,an übrigens auch einen dem Kühn gehörenden Taschenftnegel, der Fingerabdrücke tmig und Hundespuren, die aller Wialnsckn'inlickckeit nach von KüHks .Hund herrühren. .Heute Milte die StaatsanMiltschHt zur Feststellung des Tatbestandes hier.^Auch der Gerichtschemiker Tr. P op p-Frankfurt a. M. war im Sägewerk ancvcsend und nahm dir gerick-tschemischen UutersuäMNgen vor, die Mir Verhaftung deS Kühn führtknr. ^
. A Nidda, 2. Sept. Ter l>eutige Uerbstmarkt war nnt Ferkeln und Einleg escht reinen sehr gut befahren. Von Bullen und anderem Rindvieh dagegen waren nur wenige Tiere ange- tneben. Ferner standen etwa >60 Ziegenböcke und junge Ziegen >zum Verkauf. Von Muflustigen war der Markt sehr stark besucht. Tie Jerkclpreise waren gegm früher etivas niedriger. Ein Paar 6 Wockxm alte Ferkel kosteen 110 Mark, 12 Wochen alte 250 d^ark. Einlegeschweine warer recht gesucht urrd kosteten durchschnittlich ein Paar 500 bis 800 Mark. Für das größte Paar wurden 850 Mark gefordert. Sprimffähige junge Bullen kosteten das Stück NM Mark. Einjährige Rin er gingen für 300 bis 350 Mark das Stück ab Tie wenigen Kallinnen blieben unverkauft, weil für sie sehr 'hohe Preise verlangt mrttxm, B. für eine sichtbar tröffe tige iÖOO Mark. Die rneist'n Ziegenböcke gingen crn Gemeinden über uiid kosteten durchschnittlich >150 bis 250 Mark.
S\xm Fri- iwi'rg.
Q. Vad-N anheim. 2. Sept. Nach mehrivöchenllichem I^hifenthalt im Sanatonirm Grundel shat der König von Bulgarien heute die Heimreise mgetvettnr. Vor seiner Abreise verlieh der König zahlreiche Ordenc-anszeichnungen und ließ viele wertvolle Geschenke an das Badepersonal und sonstige Persmren verteilen. Me der König selbst betonte,, ist ihnl die hiesige .Kur sehr gut bekommen und ist sein Gesundheitszustand ein ausgezeichneter.
:: Pohl-Göns, 2. Lept. Die Kotonialkriegerspende ergab in unserer kleinen Gemeinde dlnr Ertrag von 405 Mark. — Gefreiter Otto Pommer, Solm des Konrad Ponrmcr, starb den Tod für das Vaterland. Er ist das 14. Opfer, das der Krieg von unserer Okmeinde forderte, noben 5 Vermißten. — Land- slurmmann Friedrich Laub er, bei einem ^ Fuß-Artillerie-, Bataillon, erhielt zur Tapfe^eitsmedaille das Eiserne Kreuz Starkenbur,! und Rhnnhesftn.
I Darmstadt, 1. Sev^. Ein schwerer Unfall erügnete sich dieser Tage ans dem Truppen,lbnngsplatz auf einem Hant'grcmaten- .stand, auf dem sich ein 15>ähriger Knabe durch die Postenab-, Sperrung hindurch eingeschlichm und in einem Schützengraben versteckt halte. Es wurde ihm durch eine detonierende Handgranat«! das linke Auge ausgerissen. Auch sonst erlitt er schwere Kopfverletzungen.
ch. Vom Rhein, 1. Sevt. Die Frage der Persvnen-Dcnnihsi schiffahrt auf dem Rhein beschäftigte jetzt die Stadtverordneten^« Versammlung der Stadt Kolu. Es handelte sich um die Anfrage der Stadtverordrveten Rings, Dr. von Mallinkrvdt, Sollmann. Der Wgocwdmte Matzerath mache die Mitteilung, daß sich der Ober bürgcrmeister bereits an den Aeichskoh^nkommissar gewandt und darauf hmgeanesen habe, das infolge der Gerüchte über die Einschränkung sich der Bevölkerung große Bernrrnhigung lx'mächtigt habe. Tic Grürche der Ajufrehterhlltung des Schiffsverkehrs habe der Ol-erbürgermeister noch einmal in seiner Eingabe auseinander gelegt. Seitens des ReichskoIllenkommissars sei eine Einschränkung ^-es Verkehrs mm als unerläßlich bezeichnt worden, da die Eisen bahn steigerte Anforderungen stelle, Rückstände in der Beliefenmg mit Hausbrartd vorhanden seinen, .usw. Man hofft nun, da die Einsckrmrknng bis jetzt noü nicht erfolgt ist, dach, sich die Befürchtungen in dieser Richttvig inicht bewahrheiten. Die Verwalttmg wird aber an den Kommissw nochmals das Ersuchen richten, die Einschränkung, wenn sie niht ganz umgangen werden kann, bis zum Schluß der Herbstferien — 12. Sept. — hinauszuschieben oder doch zu mildern. Dabei wirb grundsätzlich betont, daß man Jift das kommende Jahr unbedingt jdie BeibcHalttrng des Verkehrs in seinem bisherigen llmsarg.verlangen müsse. Die Antragsteller erklärten sich mit diesem Vorgehen der Verroaltung einverstanden.
Hessen-Nassau.
--- Frankfurt a. M^, 2. Sept. Am 14. Dezember 1917 wurde in der Allerheiligenstraße kurz nach 11 Uhr abends bei} Schutzmann Julius Starr von Einbrechern, die er bei einem Einbruch überraschte, durch Revolverschüsse gelötet. Alle Nach Forschungen nach dem Mörder blieben bis jetzt ohne Erfolg. Nun mehr hat hierher gelangten Meldungen zufolge der im Strafge- sangnis Freiendiez eine län-iere Strafe verbüßende 18jährige Arbeiter Heinemann aus Dieburg anscheinend durch Gewissens- bisse getrieben zu gestanden, in der fraglichen Nacht ans Starr geschossen zu haben. Heinemann war bei dem Einbrüche beteiligt Ms die Gesellschaft von Stärr überrascht wurde, habe einre die Parole „drauf!" ausgegebcn, worauf er (Heinemann) geschossen habe. Ter jugendliche Täter verbüßt augenblicklich eine längere Freiheitsstrafe wegen zahlreicher in Frankfurt verübter Einbrüche. Auf die Ermittlung des Mörders sind seinerzeit 2000 Mk. Belohnung ausgesetzt worden.
X Fu l d a , 1. Sept. Im Monat Infi bs. Js. sind wieder ivie ui den beiden Vorjahren in sämtlichen Kreisen des Regierungs-, bezirks Kassel Ziegen! ämmerwärkte abgehalten tvorden. Ter 0^e- famtauftrieb aus den Märkten betrug 1935 Tiere gegenüber 1849 ttr 1917 und 1492 in 1916. Es erhielten 213 Bocklämmer 1846 Mk. Prämien und 1816 Ziegenlämmer 6661 Mk. Prämien. Im ganzen sind für 9976 Mk. Prämien gegenüber 8442 Mk. im Vorjahre vergeben worden.
K. P. Wiesbaden, 2 . Sept. Im hiesigen Gefängnis über-
fangem ihren Aufseher, streuten ihm Sand in die Augen und txtU flohen über die Gesangnismaner.
Bad-Ems, 2. Sept. Auf der 3. Kaninchen- und ProdukteN- Ausstellung „Lahn-Sä-au" erhielten nachfolgende Aussteller aus ieße nPpei.se: Ferd. Schmidt, &. Henke, H. Schneider. W. Rau.
verini?chtes.
Ein Eiftnbahnunglück in Mannheim.
Mannheim, 2. Sept. (WTB.) Im Hauptbahnhof hier stieß gestern abend 10V« Uhr der einsahrende Sonntagszng Nr. 3901' aus eine leere Ausrüsttcng. Ter Packwagen des Zuges 390? entgleiste und schob sich auf den nachfahrendem Personenwagen, wobei fünf Reisen.de schwer und zehn leichter verletzt wurdm. Tie erste Hilfe leisteten Aerzte und das Rote Kreuz. Dre Schwerverletzten wurden ins Allgemeine Krankmhans verbracht. Tie Untersuchung ist eingeleitct. ^
K. P. Au.s der Pfalz, 2. September. Etwa hundert junge Türkm sind seit einiger Zeit als Lehrlinge auf vcwschiedeneil Gruben des Saargcbiets untergebracht, um den Kohlenbergbau kennen zu lcrnnl, so -ans den Gruben dNlaybach urrd Eamphausen'. Es sind meist Anatolim, die sich freilvillig nach Deutschland, ge^ meldet habeu. Ihre Ausbildung ist genau geregelt., In einrgm Jahren kann dem zukünftigm türkischen Bergbau ern geschultes Personal vmr Steigern, Grubmbeamtcn und Dorarbertern zur Verfügimg gestellt werden, das seinerseits die dortige .Arbetter -1 schaft wieder faä>gemäß anlerrren kann. _
fielen Samstag vormittag
5 edanfeier! 9 ! 8 .
-m. Gießen, 3. September 1918.
Zu einer öffentlick-m Scdanfeier hatte die „Dmffche Bater- landspartei Gießm" gestern abend in den großm Saal des Gast- Hofs Fürstenhos ein geladen. Tie Veranstaltung war stark besucht und. verlief durchaics stimmungsvoll. Ter Vorsitzmde Geh. Hoftat Professor Tr. Sievers richtete zunächst einige Worte zur Begrüßung an die Versammlung imb wies auf die Bedmtung des Sedantages hin. Die folgenden musikalischen Darbietungm wurden mit starkem Beifall aufgeirommm. Frl. Leutert spielte die ewig sclipne Frühlingssonate von Beethoven, Frl. Emmerich sang mit angenehmem Mezzo-Sopran Volksweisen urrd Lieder von Schubert. Vereint brachten die beiden Damen 9Nvzarts,.Koni.gl. Schäfer" zu Gehär. Die Festrede hielt Reichstagsabgeordncter «Prof. Tr. Werner-Butzl^ach Ter Redner entwarf ern 'großes Bild des politisä-eu iZeithinrmels und unterzog alle Fragen, die Denffchlmd, Krieg und Frieden berührte.:, einer genaum Betrachtung. Wir möchten einige Punkte der dliusführnngen des stvedners sinngemäß hier Festhalten:
Der Geist, der heute vor 48 Jahreri daS deutsche Bolk ^erfüllte, ist verschvMldm. Die Zeitverhältnsi sse habm ein gegriffen ncrd mau hat wiederholt versucht, die Seoanfcier, die gleichsam die Gründungsfeier des Deutschen Reick-es ist, herabzusetzm. Das ist falsch. Der Dmtsche sollte anhänglicher, dankbarer sein und seinem Nationalsdolz mehr Pslcge zuwmmen,lassen. Man^sehe nur den Engländer an, der auch heule u.och die Trafalgar-Feier begeht, oder man denke an den Bülgareir, der an Entschlossenheit und nattonalenr Stolz ein Vorbild gibt. .
Ter gegenwärtige Krieg ist ein Kampf des cmglü-merikanffchen Kapitalismus gegen Deutschland, das seit Sedan eine bedeuteildd Entwickttmg dnrchgcmacht hat, das ans dem Agrar- zum Industriestaat wurde. So konnte es geschehen, daß zwei Industrie- mrd Wclt- handelsstaateu gegenüber treten konnten, Deutscklmrd und Englands daß sie aireiirander geraten mußten, weil Deutschland emporblühke und der Geginr das nicht dulden durfte. Tie heute vielerseits süv möglich gehaltene Verstäudigimg erscheint unmöglich, so lange sich zwei Weltcmschaumngen schroff gegenüber stelieir: das ist hier der Fall. Deutschland sollte ßich nicht entfalten, sollte eingedämmt bleiben. Heute ist nur der Bernichtungswille beim Gegner die Hauptsache. Arnerika steht ans Seiten mrserer Gegner, gebunden' durch Blutbcmde und dieselben Interessen wie England. Der U- Boorkrieg dieitte nur als Vorwand znm Eingreifen. Amerika steht bei unseren Feinden bis zum „knock oitt blow". Kvnseguent verfolgt es seine Ziele, drängt auf die Loslösung Elsaß-iLothringens^ üm Tentschland die industrielle Versorgung immöglich zu machen, und geht im eigenen Lande rücksichtslos gegen die Tesaitisten vor. Blätter wie das „Berliner Tageblatt" oder die „Frankfurter Zeitung könnten dort gar nicht erscheinen. Der Kampf djkr Feinde gegen die Alldeutschen dient mich nur dazu, um eine Kläfft cmf- zureißen zwischen denen, die sich nicht einig sind über den Frieden und den Weg zu ihm. Aus dieser Spalttmg basiert die Hoffnung der Entente. Sollte die Hoffnung täuschen, würde man versuchen, mit Hilfe des Völkerbundes, hinter dem England steht, den Wirtschaftskrieg durchzusühren. Tie Entente wlll vernichten, will aber keinen Frieden. >W>W>>W
Im Osten haben die Tinge bis jetzt firr uns erneu nicht nrr- günstigen Verlauf genommen. Jirr Polen allerdings hat die anstro polnische Äsung der Zukunstsftage des polnisck-en Staates eine Trübung des Verhältnisses mit Oesterreich l-erbeigesührt. Tas Teutscl^tum im Osten «nuß gehalten werden, > bietet es doch vor allem am Schwarzen Meer eine wichtige _ Etappe.^
In Oeslerreiä)t-Ungarn ist das vordring^mde Slaroentmn eine schwere Gefahr. Tie Slawen. Tschechen, .die heute die Errichttmg das altslawischen Staates fordern, die gleickffam einen Korridor rorl der Mria bis nach Triefst haben wollen, siard geborene Feinde des Tcutsckfitnms. Die Deutsckp-Oesterreicher haben dieselben Blutopfer wie die ReickMeutschen gebrackst.
AnsMießend legte der Rcdner die Notwendigkett deS U° Boot-Krieges dar, seine Bedeutung und Wirkung, imd ging dann zu einer hrtfifen Betrachtung der Politik des Staatssekretärs Tr. Sols über, der gleichsam das letzte Ueberbleibsel des Bethanann'- selben Systems sei. Zum Scl-laffse führte Tr. Werner ungefähr aus: Wir wollen die Welt nicht erobern, wir wollen nur leben, das be- haltm, was wir haben imt> uns entwickeln können. Wir müssen den Tatsachen ins .Auge sehen. Kein Haus ist von den Wirkungen des Kisteges verschont geblieben. Auch die
Teil getragen und alle jene ungerechöen Angriffe müssen wir zurückweisen. Wir sino roeder Ann'-^ronisten noch Knegsver- längerer. Wir müssen mehr ^^ationalstolz haben mrd tonnen m dieser Beziehung vmr unseren (begüern nur lernen. Deutschland ist heute leider politisch nock) unreii. Ein jeder müßte wissen, das; es tate um Kovs und Kragen geht, um den Bestand dessen, was Sedan geschaffen hat. Wenn wir hntte mit dem Kampfe aujhö.en. dauert es keine vierzehn Tage und wir haben den F^ind im Lande. Zum Zweifel oder zum Mißtrauen cm unseren Heerführern haben wir keinen Grund.
In einem Schlußwort dankte S-tadtv. Krumm dem Redner für seine kernigen Worte sonne den Dame".: für die musikalische Darbietungen, und betonte u. a.: Wenn ich an die Leute draußen im Felde denke, die sett 4 Jahren alles ertragen und denke dann an die Mutlosen hier im Lande, dann kann ich nicht anders ,als sagen: Das ist größte Undaukbarkeit. Am schlimmsten sind die sogenannten gutmüttgen Schwätzer, die von irgendeinem Vetter usw. etwas gehört haben nrrd natürlich sofort brül)warm weiter- berichen. Erft dann zeigt sich der ganze Atann, wenn es wirtlich einmal schef geht. Wenn ich mir gar all das Zeitungsgeschreibsel ansehe und den Kampf gegen die Vaterlands-Partei, dann muß ich an Geibel denken:
— — und über'm Hader der Parteien vergessen sie das Vaterland.
Ter Regierung, die sich in der Marokko-Affäre so nachgiebig zeigte, die Kriegsschrld Mizuscheben, ist unsinnig. Entweder nur siegen, oder wir werden englisch Trabanten. Deutschland kann für seine Opfer an Gut und Blut etwas verlangen. England besetzt andauernd. Das sindet man in der Welt ganz in Ordnung. Wenn aber Deutschland einmal etwas will, dann erhebt sich das Geschei von Annexionismu^ usw. Wir wollen zu unsevenr Volke sichen und das nach Bismarckschm Vorbild.
Amtlicher Teil.
vaterländischer hilsrdienft.
Aufforderung deS KriegSamtS zur freiwilligen Meldung gemäß tz 7, Absatz 2 des Gesetzes über dcu vaterländischen Hilfsdienst.
Untersuchungs- und Strafge-An gehörigen der Vetterlandspartei haben ihr redlich
yelftrK'hiel ’ii ppe!
In dem gewaltigen, von nnsercm Heere
besetzten seindüchen Gebiet
werden zur Verwendung bei Militärbehörden in erhöhtem
Zahlreiche hilfskräfts benötigt.
TaS Jntcreffe des Vaterlandes verlangt, daß taugliche und entbehrliche Kräfte der Heimat sich zu diesem Etappeu- dicnst zur Verfügung stellen Zahlreiche kriegsverweudungtz- fähige Militärpersonen muffen im besetzten Gebiet noch für den Dienst an der Front frei gemacht werden.
Tie Lebensbedrngungcn im besetzten feindlichen Gebiet sind durchaus günstig. Reben reichlicher freier Verpflegung und freier Unterknuft wird gute Entlohnung gewährt. Auch ist Gelegenheit zur Beschaffung billiger Llleidung gegeben. !!ud was bedeutet die Notwendigkeit, sich in fremde Ver- hältniffc einzugewöbneu, gegenüber dem Matz von Opfern und Entbehrungen, das nufere Krieger seit Jahren freudig ertragen?
Männliche Hilfskräfte jeden Alters, besonders auch Jugendliche, können, wenn sie geeignet befunden werden, Beschäsigimg im besetzten Gebiet im Westen rinden, und zwar für Arbettsdienst jcglid>cr Art, Voten- und Ordonncundienst, sowie als Schreiber, Buchhalter, Kaufleute, Verkäufer, Lagerverwulter, Aufsichtsleute, Hand- werker jeder Art.
Personen mit französischen und slämffchen Sprachkenntnissen werden besonders berücksichtigt.
Wehrpflichtige könneir nicht angenommen werden, mit Aufnahme der 50o/o oder mehr eNverbsbeschränkten Kriegsbeschädigten und der Jugendlichen bis zum Beginn der Einberufung ihres Jahrgangs in der Heimat.
Als Entgelt wird gewährt:
Freie Verpflegung oder Geldentschädigimg für Selbstvervslegung, freie Unterkunft, freie Eisenbahnfahrt zum Bestimmungsort und zurück, freie Benutzung der Feldpost, freie ärztliche und Lazarettbehandlung, sowie angemessene BarentloYuung.
Vis zur endgültigen Ueberweisung an eine bestimmte Bedarfsstelle wird ein „vorläufiger Dienstvertrag" geschlossen. Die end- gülüge Höhe des Lohnes oder Gehaltes kann erst im Anstellungsvertrag selbst festgesetzt iverden. Sie richtet sich nach Art und Dauer der Arbeit sowie der LeistungSsähigkeir des Betreffenden. Eine miskönimliche Bezahlung wird zngesichert. Falls Bedürftigkeit vorliegt, werden außerdem Zulagen für die in der Hemmt zu versorgenden Familienangehörigen gttvührt.
Tie Versorgung derjenigen, die eine Kriegsdienstbeschädignng erleiden, ist besonders geregelt.
Meldungen nehmen entgegen für KrerH Gießen, Als- teld, Lauterbach und Schotten: Bezirkskommando
und 5) i l f s d i e n st m e l d e st e l l e Gießen; dal>ei sino ror- zulegen: Etwaige Militärpapiere, Besü.äfffgtmgsausweis oder Arbeitspapiere, erford^.lichenfalls Abkehrschem. Es ist anmgeben, wann der Bewerber die Beschäftiglmg antreten kann. Eine vor- läunge ärztliäie Untersucknmg en'o.gt kostenlos bei dem Bezirks» lommando. Jeder Bewerber hat sich den erforderlichen Schutz» impfungen zu unterziehen.
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