UnbnruMgr ist imb erst durch eine weitere Ausmalung einen Wert erhalt. Tiese^ eitere Ausmalung kostet ober nochmals 20 Mark und nuhr. kommt meist noch der von der Finna gelieferte Vvahmen, ,o dal! eur Bild in der Regel 35 Mark testet. Darüber werden aber die Besteller im voraus nicht genügend aufgeklärt. Wayreild der der Rohn-rgrösierimg wenigstens etwas Aehnlich- wit mit dem Originalüilde best ht, wirkt das ausgemalte Bild btrcft entstellt. Wie wenig haltbar die Bilder sind, gehl schni daraus vervor, dal; Ne sich beim Ueberstrcickien nüt der rlariveii Land Sp t, L?*?• 9 f ' 4 v ^wd>en. Auch die #ir Einrahmung verwendeten J<atmalicn sind meist minderwertig und entsprachen aus keinen £ r den Unpretsungen der Reisenden. Für Verpackung werden sehr -oetragc «bis zu 6 Mart) in Ansatz gebracht. Tin weiterer Benachteiligung des Publikums jetzt oft angewandt wrrd, ist die Anpreisung besonders bog-ehrenstverter Artikel, die aber nur gegen Voreinsendung des Betrags oder unter Nachnahme verwandt werden. Bei derartigeit Angeboten kann nur zur Vorsicht geraten werden. G-eshadigte .vollen sich an die Landwerker- a tu" g Z ste l l e, Kirchstraße 16, (Geschäftsstunden: nachm. “ 0 uhr! wenden, wo auch jede lveitere Auskunft über Schwindel- Nrmcn kostenlos erteilt wird.
** ö c s s i s ch e s G e s ch l e ch t e r b u! ch. Ter Bau der deut- scheii Zukunft darf nicht bis nach dem Krieg verschoben werden, er mutz schou^jeyt in Angriff genommen werden. Tabei wird der Lmutz der Familie als der Keimzelle des Staates und die Bekämpfung alles dessen, was sie untergräbt, an erster Stelle stehen. Ge- ! und er, deutscher Familiensinn und seine bewußte Pflege ist die sicherste Gewähr für eine lebensstarke deutsche Zukunft. Tiefer wichtigen Erkenntnis will auch das' „Hessische Geschlechterbuch" dreucn, in dem die Familiengeschichten und Stammtafeln hessischer Geichlechter zur Zeit gesammelt werden, einerlei ob sie ged nickt oder handschriftlich vorliegcn. Tas „Hessische Geschlechterbuch" ist nne Tcilausgabe des bekannten voit Regiernngsrat Tr. Woerner herausgegebenen „Teutschcn Gcschlcchterbuchs" und wird von Ober- starrer K n o d t - Schlitz (Oberhessen) bearbeitet, an den alle An- nlgen betreffend Ausnahme zu richten sind. Tas „Hessische Ge- chlechterbuch", zu dem bereits über 40 Anmeldungen vorliegen, enthält außer den Personalien der Lebenden zahlreiche überaus wertvolle biographische Nachrichten aus der Vergangenheit, Bilder Lebender und Verstorbener, zum Teil hervorragender Persönlichkeiten auf allen Gebieten, Familienwaw>en in Schwarz- und Farbendruck, und gibt so einen trefflichen Ueberblick über einen großen Teil des geistigen Lebens beider Hessen.
** Erfassungszuschläge für Gemüse und Obst. Bei der Bewirtschaftung des Herbstgemüses und Herbstobstes ist auch in diesem Jahre wieder die Erhebung von Gebühren vorgesehen. Nach der maßgebenden Verordnung vom 19. Juli 1918 und einer 'ergänzeirden Be nuntmachung der Rnchsstelle für Gemüse und Obst vom 17. August 1918 (Reichsanzeiger Nr. 195) wird einmal eine Gebühr für die Ausfertigung der Absatzgenehmignng erhoben, die, je nachdem es sich um Bahn- bziv. Schiffversand oder eine Midere Form des Absatzes hanx'lt, 50 oder 10 Pfennig beträgt. Daneben wird im allgemeinen für die von den Landes-, Provinzial- und BezirkSftellen vorzunehmende Kontrolle und Zwangserfassung eine Gebül-r erhoben, die bei Obst einheitlich geregelt ist und zwischen 3 und 5 Mark für den Zentner beträgt. Bei Gemüse wird stets eine Ko nt roll gebühr von 20 Pfennig je jangesangenen Zentner erhoben. Daneben ist eine Provision zwischen 30 Pfennig und 1 Mark zu entrichten, und zwar immer, wenn es sich um Erfassung des von der Absatzbeschränkung betroffenen) jGeniüses handelt, während diese Provision wegfüllt, wenn solches Gemüse zum Absatz fveigegeben wird oder wenn ein Li ferungs-- vertrag vorliegt, bei dessen Erfüllung die erfassende Stelle nickst tätig wird. Ebenso wird die Gebühr beim Absatz von Obst nicht erhoben, wenn dieses von der bewirtschaftenden Stelle nicht erfaßt, sondern zum Absatz freigegeben ivird. Tie Höhe ocr Provision bei Gemüse und der Erfassungsgebühr bei Obst schwankt nach den örtlickvn Verhältnissen und wird mit Genehmigung der Reichsstelle von den bewirtschaftenden Stellen für ihren Bezirk festgesetzt und ortsüblich bekanntgcmacht.
** Eine notwendige Arbeit. Tie städtischer Pachtfelder vor dein Trieb, die zum größten Test mit Kartvfßeln bepflanzt sind, stehen zur Zeit derart voll Unkraut, daß rnanj vielfach die Kartofselstengel nickst mehr irrrterscheideir kann. Tas Unkraut eptzicht den Kulturpflanzen alle Nahrung, und darin klagt man über Mißwuchs und schlechte Ernte. Fällt aber der mim bald reife Samen ans, so« vtermehrt sich das Unkraut im nächsten Jahre noch mehr, so daß es aus dem Felde gar keinen Ertrag mehr gcbei kann. Deshalb ist es HSckchte Zeit, daß das Unkraut heiausgerissen .oder wenigstens abgeschnitten wird. Tie meisten Pächter haben ja Kinder, die nach einer kurzen Anleitung und Unterweisung diese notwendige Arbeit zu verrichten in der Lage sind; zudem sind auch die einzelnen Felder nicht allzu groß, so daß das Unkraut in kurzer Zeit ansgcrvdct sein kann.
** T e chni s che Hochschule. Unsere Leier machen wir auf die im Anzeigenteil unseres Blattes enthaltene Bekanntmachung der Technischen Hochschule zu Darmstadt aufmerksam.
Kreis Schotten.
§. Aus dem Vogelsberg, 28. August. Die Flachsernte lst jetzt im Gange. Sie zeigt, daß durch den Weltkrieg ein unterge- gangener Hauptkulturzweig des Bogelsberges wieder auferstanden und zu Ehren gekoinmen ist. <Sistd auch die Flachsstreifen noch schmal, so zeigt doch ihre.Häufigkeit die Wiederkehr des Flachsbaues. Zwar ist die Hausindustrie zur Bereitung des Leinen nicht wieder in Erscheinung getreten. Das ist auch gar nicht nötig, vorerst rvenigstens, der RvMachs wird zu Preisen aufgekauft, die seinen Anbau schon allein rechtfertigen. Ein großer Gewinn liegt in der jetzigen Art des Flachses; er braucht gegen früher kaum die halbe Arbeit. Tas lästige Dörren der Flachsknoten, das Reiset der Svengel in dem Flachswasser imd sein Rösten fällt weg. Ein Umstand herrscht noch bei chm, daß man hier nicht die Art und Meise kennt, wie aus dem Lein ein vorzügliches Speiseöl gewonnen wird. So wie das Leinöl hier gewonnen wird, ist es zuck Speise ungenießbar. Wird es aber in richtigem Verfahren durch Erhitzen des gequetschten Leins bis zu 80 Grad geschlagen, dann übertrsick es d>as Samen- oder Rapsöl. In einer Zeit, in der die Fettve -sorgimg eine so wichtige Rolle .spielt, sollte die Kenntnis? dieser Oelgewmnung den kleinen Schlagmüllern vermittelt werden im Interesse unserer Volksernährung.
Starkenburg und Rheinhessen.
1 Tarmstadt, 29. Aug. Das Generalkommando in Frankfurt hat auch für Tarmstadt die Einführung des Fliegeralarms zur Nachtzeit bewilligt. Er erfolgt in derselben Weise^ wie am Tage; ber Beginn ivird durch 7 Signalbomben, der Schluß durch .Glockenläuten bekannt gemacht.
I T ar m sta d t, 29. Aug. Die He i l st ä t te für Al ko hol- kranke „Haus Burgwald" bei Nieder-Ramstadt vcröfsent- lickst ihren Jahresbericht für 1916 und 1917. Infolge des Krieges hcu die Arbeit an den Alkol-olkrauken. die meistenteils zum Heeresdienst ciugezogen sind, fast gänzlich eingestellt werden müssen. 1916 beherbergte die.Heilstätte 2. 1917 7 Kranke, von denen 5 Hessen, je einer aus Baden und Preußen waren. Sie stairden im Alter von 30 bis 40 Jahren, 2 waren ledig, 4 verheiratet, edier verwitwet: -> .waren Selbstzahler, bei je einein Kranken kam die Mrlrtärbehorde, die staatliche Betriebskrankenkasse und die Eisenbahnbehörde auf. Einer kann als gebessert, zwei als voraussl-ckstlich gcheilt betrachtet werden. Zur besseren Ausnützung der Anstalt wurde cm Abkommen mit dem vaterländischen Fraueiwerein in Frai'llurt getroffen, wonach für Krieger srau an und .Krieger,vitlven eine Erholungsstätte erngerrchtet wurde: von Mai bis Oktober waren durch chmttlich 15 bis 20 Frauen je 4 Wochen lang mit gutem Erfolge in Burgwall) untergebracht. Sie erzielten Ge- ? cm 11 ^on 5 bis 16 Pfund. Tie Eimmhmen schließen mit 28 500 Mark und die Ausgaben mit 25 600 Mark ab. so daß 2900 Mark bacec Kasenbestand übsiablcibt. Die Mitgliederversammlung findet (Hin ittwoch. den 4. Sevtember, nachmittags 3 l U Uhr, im Hause Burgwald statt.
Hess.n-Nassau.
mr. Frankfurt a M 29. «ug. In der Mainscknfstrhrt tst eut außerordentlicher Sttllstand emgetrelen, bedingt durch den
«vrderen Wasser stand. Die bayrischcai Häfen Würzburg und Bamberg
sind für^ Mittelschiffe vielfach schon nicht mehr erreichbar. Hier zeigt sich deutlich, ivie notwendig die Kanalisierung wenigstens bis Würzburg gefordert werden muß. Talfahrten fehlen, wie schon seit Wochen, nahezu gänzlich. Die.Fahrten zu Berg bringen nur Brennstoffe, in der Hauptsache Zecken ko ks. Die Flößerei hat schon seit Wvcl>en gänzlich aufgehörtMDre Frachtsätze sind infolge der Schwierigkeiten recht hoch. d
F r a n k f u r t a. M., 29. Aug. Ter seit Mai infolge des bekannten Unfalles in der llmformerstation am Sckstllerplotz unter- brock-ene direkte Straßeubahnbetrieb nach Homburg und Oberursel wurde heute wieder ausgenommen. Auch eine Anzahl Nebenlinien in Groß-Fronkfurt wurde wi.'der in Betrieb gesetzt.
= Kassel, 29. Aug. Ein hiesiger Bürger lmt ein „Albert- Wefterburg-Stipcndium" für Rechtswissenschaft Studierende mit 20000 Mk. errichtet. Privatmann Herzog, der erst kürzlich der Stadt 49 000 Mk. zueignete, errichtete mit 62 000 Mk. eine ,,Elisabeth-Benz-Herzog--Sti lnng", deren Zinsen Ferienkolonien und lungen- und krebs kranken Personen zugute kommen sollen. — ** e Stadt -erhöhte ihren Beitrag zur Siedluugsgesellschalt „Hessische Heimat" von 50000 auf 100 000 Mk.
Fc. Weilbu rg. 28. Llug. Beim Rangieren aus dem hiesigen Bay Ax>s sprang ein EisenbahNvagen aus dem Geleise. Teni Balm- schalfner Hirsckihäuser aus Eubach wurden dabei die beiden Beine gequetscht. Schtoerverletzi tourte er nach Gießen in die Klinik überführt.
IDarmstadt, 29^ Aug. Ter Mühlenbefitzer Michael Huber von Groß-Gerau setzte seiner Veranlagung zur hessischen Staats- steuer ständig tri ärgsten Wi • r and e tgegen, was ihm nach, mrd rund 127 000 Mark Geldstrafen eintrug. Bei der Reichs- kriegsstever gab er fefar Vermögen — damals ettva 24 000 Mark — wieder bedeutend zu niedrig an, worauf ih n das Finanzamt Groß- Gerau einen Strafbef hl ülec 16 000 Mark aufbrummte. Ta sich Huber gegen diesen _ Entscheid weh Ae, übergab das Finanzamt die Sache dem Gericht Tie. Ferienstrafkammer kam nach ein- gchmder Prüfung des Falles zu einer Verurteilung des Huber zu drei Monaten Gefängni s und 75000 Mark Geldstrafe. Außerdem muß er die Reichs steuern in Höhe von 60 000 Mark bezahlen.
H. L. Marburg, 29. Aug. Mit Ende dieses Sommerhald- jahves tritt eines der verdienstvollsten Mitglieder des Leh ckörperZ der Technischen Hochschule zu Braunschveig. der o. Professor der Chemie, GA). Hofrat Prof. Tr. Tr.-Jng. Richard Metzer, nachdem er 29 . Jahre an der Herzoglichen Technischen Hockrschule gewirkt hat in den Ruhestand. Als sein Nachfolger in seinem ' .Hauptlehramde mrd in der Leitung des Instituts wurde der a. o. j Professor und Abtrilungsvorstel-er am chemischen Institut dev Universität Marburg, Tr. Karl Fries, zum 1. Oktober 1918 berufen.
TCrrutt und rvgscnfchakt.
* Die E<0 seler Bilder in der Peie isburger Eremitage. Eine hocherfreuli.be Nachricht ist es. daß nach den neuen Vereinbarungen zum BrestLnowsker Frieden die der Easseler Galerie entstammenden, nach Petersburg verbrach en Gemälde dem ursprünglichen Eigentümer zurückgegeben werden sollen. Mit mehreren hundert kostbaren Kunstsclmyen teilten diese Bilder das Schicksal, voi^ Baron Tenon und seinen Kommisar n im Austrage Napoleons nach Paris enisührt zu werden. Napoleon mackste von der Easseler Bilderbeute 38 der besten Stücke der Kaiserin Josephine zum Geschenk, die sie in ihrem Schloße zu Malmaison aufstellce. 1314 kaufte dann Alerander I von Rußland dies? sämtlichen Bilder Josephinen ab. angeblich aus Ritterlichkeit, weil die Kaiserin in bedrängter finanzieller Lage war, indes kann man ivohl sagen, daß er dabei kein schlechtes Geschäft machte, denn der Preis von .«40 000 Francs, be,i er der Kaiserin zahlte, ivar für das, was er erhielt, wie man zu sagen pflegt, ein bloßer Pappenstiel. Tie Glanzstücke der ganzen Gruppe, die nun in die Eremitage wunderte, bilden die berühmten vier Tageszeiten von Claude Lorram, Bilder von stattlichen Abweisungen ans denen die Lothringer Meister Morgen,
Mittag, Albend und Nacht in seiner majestätischen Formengebung und im vollen Reize seiner Lichlbehandlung mit unvergleichlichem Stimmnngszauber geschildert hat. Roch ein weiteres Bild von Elaude, einen Gang nach Emmaus, hat Alexander I. damals von Josephinen erstanden. Ein weiteres Prachtstück ist die leidenschast- lich beleuchtete Kreuzabnahme von Rembrandt, die nun sich zu den vielen berühmten Rembrandts der Easseler Galerie zurückfinden ivird. Andrea del Sarto ist mit einer schönen, großsinnigen heil Familie vertreten, aber zumeist sind es die Meister der Niederlande, die diese Gruppe der Easseler Bilder bestreiten. Da ist die stattliche Antwerpener Schützengilde von Teniers, drei kräftige Werke von Paulus Potter, das elegante „Glas Limonade" von Terborchund dieminiainrhastseiil dnrchgeführte „Heringsverkäuierin" von Gerard Ton. Aus diesen Andeutungen >nag man entnehmen, welch außerordentliche Bereicherung d.e Easseler Galerie zu erwarten hat. Alexander I. hatte seinerzeit dem Kurfürsten von Hessen die Rückgabe der Bilder gegen Erstattung des Kaufpreises ai,geboten; das Rechtsgesühl des Kurfürsten aber sträubte sich dagegen, einen Preis für die Bilder zu zahlen, die aus seiner Galerie gestohlen ivaren. Sollte heut ivirklicy nach den deutsch-russischen Vereinbarungen etwa die von Alexander I. gezahlten 940 000 Francs zurückerstattet werden, so würde allein der Wert des Reinbrandtbildes diesen Betrag decken oder vielmehr erheblich übersteigen.
Ui^chliche Lrachr'Schten.
Israelitische Religionsgemeinde. Gottesdimst in der Synagoge (Süd-Anlage). Samstag 31. Aug. Vorabd.: 7.45; morg.: 8 30- abds. i 8.20 u. 9.00. — Israelitische NcligionsgcfeLschsft. Sabbats feier am 31. Mg. Freitag abd.: 7.10; Samstag vorm.; 8.30;» nachm.; 4.30; Sabbatausg.: 9.00. Wochengottesd.: Mora. 6.15' abds. 7.30; Scmntag morg. 6.00.
Vermischtes.
Berlin, 30. Mg. Einem Pripattclegram«m des B. T. ans -Frankfutt a. M. zufolge meldet der Schweizer Pressetelegraptz >aus Rio de Janeiro: Auf der Station St. Tome gelang es, eine drahtlose Verbindung mit den iudisck)gn .Kolonien aus eine Entfernung von 40 000 Meilen mittels brasilianischer Apparate herzu stellen.
* Nach emer Meldung des „Berk. Lok.-Anz." aus Halle a. d. S wirrde der mit 31 500 Mark flüchtige Bankbote der Düsseldorfer Filiale der Deutschen Bank, der Kriegsrnvalide Zimmermann, in Quedlinburg verhaftet. Er hatte iwch 12 000 Mark im Besitz.
Bern. 29. Aug. Matin meldet aus Saint Pol sur Terncisc: Auf dem Bahnhof St. Pol stießen ztoei Personenzüge zusammen. Mehrere Tote und vierzig Verwundete wurden festgesleltt. außer- d.mi bedeutender Saicki'ck'/.rde'i.
Letzte ^achrichtcu.
Dev neueste Bevscht dev Äeevesleitnng.
(WTB.) Großes Hauptquartier, 30. August. (Amtlich.)
Westlicher Kriegsschauplatz. HeerrSgruppr'n Kronprinz Nupprechtund Generaloberst v. Boehn.
Börseldkcinrpfe beiderseits der LyS und nördlich der Searpe. Südöstlich von Arms wurden Infanterie und Panzerwagen des Feiirdes beim Anmarsch auf das Schlachtfeld von Artillerie ulid Sll)lmlrtfliegern wirksam gefaßt, lieber Mittag nahm der Feind seine Angriffe wieder auf. Der Schwerpunkt seit gestern südlich der Straße Arras— Cambrai. Den aus Cheri-y und Fontaine heraus und gegen Hardeoourt mehrfach anstürmenden Feind schlugen wir in hartem Kampfe zurück. Weiter südlich drang der Engländer in Bullecourt und Niencourt ein. In dem Grabengewirr
und Trichterfeld von früheren Schlachten spielten sich hier erbitterte Kämpfe ab. Nienmurt wurde dein Feinde wieder entrissen, auch der Osttril von. Bullecourt wieder genoninren. Am Nachmittage dehnte der Feind seine Angriffe bis nordöstlich von Bapaume aus. Sie brachen meist scholl in un- erem Feuer zusammen. Aus St. Leger und Mary heraus grlff er fünfmal vergeblüß an. Zahlreiche Pau.zenvageu wurden vernichtet.
Nördlich der Somme haben wir in Verbindung mit den südlich des Flusses durch gef hrtcn ewegungen die Verteidigung in die Linie östlich van Bapaume—nordwestlich von Peronne verlegt. Der Feind ist gestern über B^mlme— Combles—Maurepas gefolgt.
Zwischen Peronne und der Oise Infanterie Gefeckste. Auf dem Südufer der Somme und des Kanals starke Angriffe, die der Feind südöstlich von Neste und aus Noyon heraus gegen Unsere neuen Linien nordöstlich der Stadt führte und die abgewiesen wurden.
Au der Ailette süßte der Franzose westlich von Folem öroy in geringer T>ese aus dem südlichen Ufer Fuß. Zwischen Allette'llnd Aisne nahm er im Verein mit Amerikanern s ine Angriffe wieder ans. Zwischen Pont Saint Mard nnd Cha- vrgny stürmte er seit frühem Morgen gegen unsere Linien an Panzerwagen führten immer wieder von neuem dre dichten Aag'iffswcllcn der Znsanterie vor. Magdebnrgische, hannoversche, thüringische und Gnrde-Negimentcr brachten die mit dovpeltcr Uebermacht geführten schweren Angriffe des Feindes völlig znm Scheitern.
72Panzerwagen wurden zer'chrs'en. Unteroffizier Crop- meier. Gefreiter Manspe und Sck lottau der 1. Lü. s.siinen- gewchr-Komvagme d.s 1. Garde-Regiments zu Fuß haben gerne m-am fünf Panzerwagen vernichtet. Vom Jnfanterie- 'Regiment Nr. 165 wurden 20 Panzerwagen zerstört. Der Franzose hat hier gestern eine schwere Niederlage erlitten. Seine Verluste sind ungewöhnlich hoch. Wir machten Gefangene von zehn verschiedenen Divisionen.
Der Erste Geueralguarttermeister Ludendorsf.
Neue U°Voot-Erfolge.
Berlin, 30. Aug. (WTB. Amtlich.) Aul dem nördlichen Scckricgsschauplatz wurden durch unsere U-Boote rund 16 500 Brutto-Register-Tonnen versenkt, darunter im Artilleriegefecht eine U-Boot-Falle in Gestalt eines Seglers.
Ter Chef des Admiralstabs der Marine.
Die deutschen Manöver.
H a a g, 29. Aug. Ter „Nicuwe Rotterdamfchje Eouvani" mel- d.'t: Tie Deutschen haben die Somme überschritten. Gestern, am 28., schien es nur i'.vchrscheinlich, daß die Räumuug von E'haulnes und Rotze die Anküirdigung zu dieser Bewegung sei. Heute ist sie bereits Tatsache Tie rerplüsfende Schnelligkeit der .Durchführung ,dieser gefährlicher Bewegung beweist, daß die Deutschen die Kunst, schnell zn ma-.ü-vriererr, nicht verlernt haben, wenn es sich and) hier um seinen Rückzug handelt. Arr der Südseite, wo es am gefährlichsten ivar, ist die Rückzugsbewegung am ersten durchgeführt worden. Im Norden, wo dre Deutschen eine gnte Deckung in dem alten Trichterfeld des Domäne,'ckckachtgebietes hatten, stehen die Truppen vermutlich bei Peroirne und Brie. Hierdurch wurde den ^Alliierten die Aussicht verdorben, der deutschen Armee vor der Somme eine Kalascrophe zu verschaffen. Tic Deutschen gingen langsam^ zurück, solange sie unter feindlichem Truck standen und sckmell, sobald dieser Truck abnahm. Sie haben sonach einen Erfolg mit der Rückzugsbewegnng erzielt.
Mexiko.
Washington, 28. Aug. -WTB.) Reuter-Meldung. Das Grenzpotzengescchtt bei Nogale ist abgeflaut. Generalmajor Holbroet wurde mit dem Grenzschutz betraut und erhielt ausreichende In- struktionen. Wie verlautet, wird der amerikanische Milirärgouver- neur aus Auordnung Caranzas kommen, um das Bedauern der mexikanischen Regierung auszusprechen.
Amtlicher Teil.
VekanntnraÄung.
Betr.; Vollzug der Tarisnummer 10 des Reichs stempele esetzes vom 3. 7. 13/26. 7. 18. lReichsstenrpel von Geldumsätzen.)
Indem wir aus den nachstehend abgedruckten J 76 des Reichsstempelgesetzes vom 3. 7. 13/26. 7. 18 und.§ 160 Abs. 1 der dazu erlassenen Aussührungsbestimnrungen Hinweisen, fordern wir die hierdurch SteueNpflichittgen ans, die im § 76 Abs. 1 des Gesetzes vorgeichriebene Anzeige bis s p ä t e st e n s 1. Oktober l. I. a?i uns zu erstatten. Auf die demnächst im Großh. Hess. Regierungsblatt erscheinende Bekanntmachung obigen Bäreffs wird eben, falls hingewiesen.
Gießen, den 19. Augiust 1918. 6452V
Großherzoglichies Hauptsteucrantt,
P u l l m a n n.
(Reichsswmpelgcsetz) § 76.
Wer im Inland Geschicke betreibt, die der Anschaffung und der Tarleihung von Geld dienen, hat sein Geschäcksunternehmen nebst den sämtlichen Zweigstellen bis zu einem von der obersten Landesfinanzbelwrde oder der von ihr bezcichneten Behörde zu bestimmenden Zeitpunkt oder wenn das Unternehmen oder eine Zweigsälle am 1. August 1918 noch nicht bestanden hat, binnen zwei Wochen nach Eröffnung des Betriebs der Steuerstelle schriftlich an zu zeigen.
Er hat demnächst der Steuerstelle jeweilig binnen vier Monaten nach Ablauf des Geschäftsjahres oder nach Auflösung des Geschäfts den Gesamtbetrag derjenigen Zinseir anzumelden die er bei den ^Geldumsätzen im Laufe des Geschäftsjahres oder bis zur Auflösung des Geschäfts für Einlagen, für Guthaben m lausender Rechnung, für sonstige als tägliches Geld oder aus feste Termine, oder aus Kündigung, oder auf andere Weise im Geschäftsbetriebe hereingenommene Geldbeträge berechnet hat. (Habenzinsm' Zursen für Geldbettäge, die durckz Begobuntz eigener Wertpapiere (Schuldverschreibungen, Pfands,riese, Htzvothekenpfandbriese Kvnimunalobliaationen), gegen Begründung von Sckmldstuch'orde^ rungen durch Berlulberung verzüislrch.-r odcr unverzinslicher Sck-atz- anweisungcn des Reichs und der Bundesstaaten, sowie durch Veräußerung von Wechseln hercingenommen werden, unterliegen d<-r Anmeldung nicht.
Ter, StcmerpfliMige hat über die berechneten Soll- und Haben zinsen ul der 'Art Buch zu führen, daß aus ihm der Betrag der stewapilichitigen Habenzinseri errechnet werden kann Laßt iulj aus der Art der gewählten Buchführung der Betrag der steuerpilichttgen Hab-mzim'en nur mit einer unverhältnis- mäßigen Mühewaltimg für den Stencrpflichtigen feststellen' so kann die Trpcktivbchorde aus Antrag die Entrichtung 5er gabe im Wege einer jährlichen Abfindung gestatten
Für die ^Meldungen kann ein besonderes Muster vorae- schneben werden. *
§ 160.
der Ausführüngsbestimmungen zum R. St. Ges (1.) Tie im 8 76 Abs. 1 des Gesetzes vorgesck/riebenc' Anzeige hat den Namen -die Finna) und den Wohnort ^in der 3-irma des Anzciqep.llchtigcn. ^die von ihm betriebenen Zweigstellen und den GeschaftsUtz dieser stellen, die Art des Gcschästsunterv-ehnienS und die Angabe de^Geschutsiahrs zu enthalten Sparkasse i und
Steuerbefreiung
^'chn'tsiin dieser Em, die Art des Gesäräslsunternchnien die Angabe de-- Geschattsiahrs zu enthalten Sparkassen un ssensclZaften, für die nach der Art ihres O^schLftt'bc'triebs ein ^ n-befreiung besteht haben dies unter Einreichung 'ilrrcx Satzungen und GeschaUsbedmgungen bei der cknstattung der ' n sine i'achyuweisen. Zweigstellen sind unter Angabe der Hauvinieder- lanung und ihres Li des amck der Sdeuerstelle Lnzuzeigen m deren Bezirk die Zweigstellen ihren Geschästssitz haben


