Aus Ruxlans.
Erfolge der Sowjets.
Moskau, 29. Aug. In Turkcstan cm der Front von Abcha bao heben wir wieder einen großen Sieg davongetragen. Bei Merni hat der Feind durch unsere Truppen bedeutende Verluste erlitten und über 2000 Mann verloren. Die desorganisierten Ueberresre der geschlafenen gegenrevolurionären Bande sind auf Aschabad. zurückgewichen. B.i der Verfolgung treffen unsere Truppen aur zahlreiche zurüäblcibendc Feinde. Nachdem unsere Truppen auf dreier Front die Stadt Tedsckun genommen haben, stoßen sie auf ihrem werteren Vormarsch auf keinerlei Widerstand von seiten des Feindes. Wir haben die Operationen zur Vereinigung mit Kuschke begonnen. Nach Meinung des Hauptquartiers wird dieser Tage die Einnahme Aschabads erwartet, was die Liquidierung des gegen-« revolutionären Aufstandes bedeuten würde. An der Front itt Transkaspien halten wir die von uns eingenommenen. Punkte besetzt und entwickelt: einen weiteren Vormarsch.
Moskau, 28. Aug. ,P. T.-V.) Neueste Meldung vom nordkaukasischen Kriegsschauplatz. Im Süden verbessert sich unsere Lage zusehends. Unsere Truppen haben die Stadt Ickaterürodar und die Station Tischorotzkaja besetzt.
Moskau, 29. Aug. (P. T.-B.) In Wladiwostock erhoben sich nvwkeir und Ozetinsk-Offiziere gegen die Sowjctregierrmg. Dia ganze Arbeiterüevötkerung erhob sich wie ein Mann, um den Kampf gegen die Gegenrevolutionäre aufzunchmen. Tie städtische Duma und die rechten Sozialrevolutionäre erwiesen sich als gegenrevo- lutionäre Organe. Im Augenblick ist der Aufstand niedergeschlagen. Tie überwältigten Rebellen sind entflohen.
Tic Lage der Tkchccho-S-owakerr.
Amsterdam, 29. Aug. (WTB.) Wie ein hiesiges Blatt «rus London erfährt, meldet die „Times" aus Tokio vom 23. Aug.: Die tschechische Kommission, die von Wladiwostok abgercist ift> linx sich nach Wach^igtmr zu begeben, Vettveitt j'ß*t aus der Turck)- reiie in Tokio. T^ce Mission, die aus Mitgliedern des.Nationalrats besteht, wird der japanischen Regierung am Montag offiziell ihren Dank- für die militärische Hilft in Sibirien aussprechen, um dann die Reste sortzusetzen. Spatschek wies darauf hin, das; es in erster Linie in der Absicht der Alliierte:! lag, die Tschecho-Slo- waken zu befreien. Cs sei jedoch deutlich, daß jetzt ein zweiter und größerer Plan veeoittlü'u werde, nämlich die Erhaltung imd Ausbreitung der von den Tsch-chen besetzten Stellung. Tic Laue
Archangelsk.
Archangelsk, 25. Aug. lWTB.) Meldung des Reuterschen Bureaus. Cs wurde eine vorläufige Regierung unter dem Namen „Oberste Verwaltung der nördlichen Gebiete" gebildet. Sie besteht u. a. aus Leuten der konstituierenden Versammlung, die im vergangenen Witter von den Bolschewiki auseinandergeti.neben wurden, ^ce Bauern bestehen darauf, daß die Freiheiten, die sie durch die Revolution voin Februar 1917 gewonnen haben, beibehalten werden. Sie fordern, daß über die endgültige Form der russisck-cn Regierung txm der konstituierenden Versammlung beschlossen wird, lobald diese zuasmmentret-en kann. Tie Bevölkerung ist gegen die aufgezwungene Mobilisation und gegen den Krieg, deshalb jind die Marine- und Landstreitkräste besa-ränkt. Die Oberste Verwaltung ist abhängig von der Unterstützung der Alliierten, bis die Bevölkerung eine endgültige Regierung mindestens für die nördlichen Gebiet« gebildet haben wird. Tie Alliierten, die euren Teil dieser Gebiete besetzt haben, können sich nicht zucückziechn, solange die Bolschewik! in der Lage sind, durch die Roten Garden und lettischen Pa- taillone eine Herrschaft ausüben zu lassen, wie vor kurzem in Jaroslau.
Holland) .Kabinettsbildung.
45^9, 29. August. Das Korvesiwutaizb-uroau meldet, daß c^le Königin den königlichen Kvrnmiissar in Limburg Ionkhev Ruys de Boerobreuck beauftragte, ein «Kabinett zu bilden. RuyS hat sich Bedenkzeit ausbedungen. ,
Deutschland und Bulgarien.
Sofia, 28. Aug. (WTB.) Sieben Vertreter bulgarischer Genossenschaften reisen heute nach Deutschland ab, wohin fte sich aus Einladung des Instituts jür Annäherung zwischen Deutschland und Bulgarien begeben, um das deulscl)e Genossenschaftswesen, namentlich die landwirtschaftlichen Vereine, eingehend zu studieren.
Unsere Wikischastsbezietzunaen mit der Schweiz.
Leipzig, 26. Aug. (WTB.) Als Vertreter des Rnck)swirt- icvattsanttes ttaieu heute zum Besuch' der Leini er Herbstmesse ein: Unteistaatssekrerär Tr. Gveppert, Ministerin Müller und
trat
voi
k schr-esterisch Kaufmaunschift l-atte zahlreiche Teil-
«N'ewir ausgerüstet. Das Gebitt zwischen den beiden Armeen wird ^ Wauen.
Scwijcttrnpvcn besetzt gehalten. Tie einzige Hoffnung der? stehmer entsandt. Nach Begrüßung der Schweizer Mest.esuchr durch Tia^cho-'Llowa.en und die aus der ?Nandsck-urtt Vvrrüaciidan ;' c1! Oberbü'.germeister der Statt L ipzig und durch den Vertreter Truprvn. ^ söch-gchn Negierung, fügrte der B.rlreter des Reichskanzlers,
Aug. (DTB.) Nmvvrnssi'k ist vorl den Truppen i Minrster.oid'rektor Aiüller. pttge r,es aus: der ^reiwikligen-Armee eingeiromnen Werder.
Blureau Nähe von legene feindliche chen wurden
msche Abteil.. ......-- ----.... w
^chendenaus, 'vorauf Kalmi^ v mit Hilw der Franzosen und» i wtt den 9öeutrast' mit sich bringt. Daß die schvache Betttlium".
Myagima einnahm Tie Japaner erlitten einige Verluste der der Deckung des Rückzuges.
Aus dem Lon^ebiet
Kiew, 28. Aug. Ein Heeresbefehl des Atamans aus Krasrw stellt die fast völlige Befreiung des Dongebietes fest und weist auf die Notwendigkeit hin, die Grenze des Don- gebretes vor neuen Ueberfällen zu sichern durch Besetzung ein- zelrrcr wichtiger benachbarter EiTnbahnknotenpunkte und Städte wie Zarizyn, Komyschin, Balaschow, Berissoglebsk, Nowochogersk und Bogtsck-er.
Vertagung der finnisch-russischen Frieden svcrhandlungcn.
B e r l i n, 29. Aug. (WTB. Amtlich.) Die finnisch-russischen Friedensverhandtun.zen sind für einige WvcL-en vertagt worden, damit die Unterhändler Gest'genl)eit erhalten, sich mit ihren Negierungen persönlich in Verbindung zu setzen.
Gerrcral Marrnerheim.
Kristiania, 29. Äug. (WTB.) Sämtlick^ Morgenblätter vom 2 * August verösstml.älxn Jnti-rvicws mit (tz-meval Mannerheim. die sich inhaltlich im weserttlichen decken. .Ans tat Aeuße nun gen Manuerh-^ms verdienet folgende eine Hervorhebung- Wir verdanken tat Teutschm viel. Kvar bin ich persönlich davon überzeugt. daß wtr auch ohne Hilft unsere Aufgabe gelöst hätten durch eigene Kraft und eigene Aufopferung; aber das würde längere Zeit ^dauert hoben. Durch ilw Eingreifen rettetm die Teutschen viele Menschenleben und große wirtschaftliche und kulturelle Wert" Trc Tten,ie, dte Deitt!chand Fimland damals geleitet hat. als es sch für das finnische Volk um .Sem oder Nichtsftn handelte werden die Finnländer niemals vergesset. Ter General tanentiertt b<inn^alle Gerüchte über angebliche Unstinnnigkefterr zwischen ihm und der deutschen Heeresleitung und fügte hinzu, er habe seinen AvMed nur deshalb genommen, tveil er von den vieljährigen Krtcgsslrap^en ermüdet sei. Er hob auch die Hilfe, die die skandi- navtchm.Fretzmll'.sen geleistet hätten, hervor, insbesondere die nutz!che Mitarbeit von schvedischen Offizieren. Er betmtte die große Gefahr die.die bolchEische Welle, tmrre ste nickst ein- gcdammt worden, auch für ganz Skandinavien bedeutet' hätte Ueber die chwebentat pr.litisck-en Fragen in Finnland lehrtte der General rede Näemmrgsäutzerung ab.
Ein Kronrat in Warschau.
3? x l$ <lu ' 20-Aug. (WTB.) Ter Direktor des polnischen Staat-ta-artements Pnnz Jxrnus Rodziwill ist gestern znrückge- üehrü Auch der Berliner Vertreter der polnischen Regierung Gras Rout icr ist rn Warschau eingetro'gen.
Nach dem „Kurzer PolsÄ" fand nachmittags im Warschauer Wmgsschloß etn Kwnrac statt, an dem der polnische Regentschafts- rat, Erzbl,chvf v. Kakowski, Fürst Lubomirski, Retter v. Osttowski sowie sämtliche Minister außer dem Ministerpräsidenten Stecz- vowskt. welcher noch in Krakau weilt, teilnahmen. Prtnz Radzi- wtll erstattete ausführlichen Bericht über seine Reise nach Wien. LH-dapest und Krattau, auf welcher er namens der Regierung die faa tzgetaiden _ Steilen des öiterreichisch-ungarischen Staates über die Berhaltnilft und Sttinmungen im Königreich Polen unter- richtete, Wie „Kurftr Polski" hört, ist Prinz Radziwitl mit be» Crgebmisen -.einer Reise nach Wien im höchsten"Grade zufrieden denn er erreichte das Ziel seiner Bestrebungen in vollem Umsann der längeren Audienz bei Kaiser Karl vermockste Prinz Radzi- will dem DMarchm nicht nur die Hchftrungen der Polen darzu- IMN, sondern er erhielt hierauf auch die Versicherung, daß die Loumg der polnuchm ^-rage au^ tan besten Weae ei. Prinz Radzi- wul konferierte mehrmals mit dem Graftn Buriau, dessen Som- für die polnische Sach keine Aenderung eruhren hätten. L0w>hl MiNisterprasitaiL v. Hussarek hnc der ungarisch
0**°% .v^nchtttten oe.t Prinzen Radqiwill üftti ELohlwillens für die polnisch ^ache. In Krakau hielt dieser längere Kvnfrvenzeil mit den Futtern aller Mlitischn 'Parteien Gallzrensab Nach tai „.Kurier Barszawski" würde der Staats- kat Mitte Leptentber nickst wieder ^zusammentreten.
- r ^igr Presse v7rüffentlicht heute
ame Mi tteilun g, da»; der Zickammeittatt deS StaattrateS, derauf .Vr,.^eptem..n festgFetzt war, vorläufig aufgeschttet ist. Ferner enthmt me Prr,e den .Haushaltsvman'chlag d?s pttuischn Staates ^r die Zeit vom 1. Juli bis 31. Dezember 1918, der von de- Myenm rn der nachten Sitzungsperiode im Staatsrat erngebracht
4 742131 Mark Einnahmen und auf. -- Nach „Kurjer Polski" wird ^ "'onsler des Innern in der erlten Macttsrais'itzung auf die Jntervellationeri betreu^ dm Waloverlauf in Ostrow sowie die Vlehreiunitimienfür Rückwanderer, worunter sich zuur Teil deutsch Kolonisten bcsmden, antworten.
lediglich chic vorübergepeiide Kri -g-7<rschinutig ist. stutz »mr nchr. Lat doch die Leipziger Musteruresse seit ihrem Be- jteheii dazu tagettagea, den WarcnauAausch zwischn Teutjckstand und der Schweiz, nrckst mrr in der Richtung nach der SckMeiz, son- dern auch von der Schweiz zu tms und daniber hinaus übet Deutsch- . ÄF ru fördern. Wenn derzeit in dieser Hinsicht uner'üll- tr ^bfnbcrt imb taechigte Ho'smmgen nicht eintteten,
'o.ftub daran ausschließlich die besonderen Verhältnisse der Kriegs- zeit i chuld.
geschwsftne^i^^e" ^^chland -und der Schvüz im Jahre 1916 ab-
.. . Hantalsvertraa
it durch ta Knogsvechälttrisse nicht auftft Wirksamkeit getreten.
duvch Mn garantertte yegm eckige Warenaustausch hat im Handelsverlchr zwlwpn Deuttchlawd und der Schrveiz für Deutschland wie für die ^ck/.veiz eine gejstnde Entwicklung alteingesessener ^ ^ntas ausgebildetcr Jntercssm gezeitigt und gewöchrleisret. Diese wchrend des Krieges und über den Krieg hinaus nach Möglichst durchzuhalten und zu kräftigen, ist nufer eifrigstes Be- muten, soweit konkurr'ttvende Jitteressen vorhanden sind müsstm )k m gegenseitigem Meinungsaustausch geklärt und nach Verve ndigung gesuckst werden. Die-em Grundsai>e, der uns zu Frie- 0^'^.taten geleitet hat, sind ivir aunh während des Krieges treu geoneben. -Zu unserem lebhaften Bedauern gestaltet aber die Kriegsnottoeiwig.eit nrcht, die volle Freiheit und' ganze gegen- Icitige Untersckitznng etntreteii zu lassen. n»ebhe die Grimdtendenz misems Ha^delsvntMgcs bildet. Wir tun ober. Ims in unseren ttraften.stetst <zch erinnere an die Belieferung der Schweiz mit Kohle m Hohe von monatlich 200009 Donnen, mit Eilen und ttim und einigen anderer notwendigen T-rngen, die wir nur schwer entbehren konnew Wir haben davon der Schftazer Jndusl-rie'und tan Lchvmzer Volke selbst unter eigener Einschränkung und Ent- beyrung zur Verfügung gestellt, soweit es die sbriegsnotwendige < ^rg^dwie zuläßt. So beweisen wir nicht nur durch Reden!
of' fi ? a ten <[ e BegPolungen, sondern durch die Tat dem Schlvei- c§ Volke, daß rmr auch in den sch---wm Zeiten des Krieges die Gigenhei. und Existenzberulttgung der Schnta^rJittcressen an- Existenzberechtigung der Schweizer Jitteressen mt-
gewult frno.
Tie Schweiz hat durch neuttale Hingabe in der Vertretung taut deutschsten Volke Dienste geleistet, die wi'r dankbar w^digeti. Mtt besonderer Herzlichkett l^irf ich hier den Tank der ReuMettung und des gesamten deutsck-en Volkes ein- »chalten für die gastfremidlichn Aufnahme, welche die Schweiz unferen Kftiegsgefmsgenen angcdeiheir läßt.
Tre Frage ta ^
^ ^ ^ Tmrchfnhr Schweizer Erzeugnisse durch Deutschland wird derzeit eingel-end geprüft und läßt ein<n» baldigen besnedigenden Abschluß erwarten, lieber Uhren tmd Tex- tilten i!t ein für beide Teile befriedigendes Ziel erreicht. Unserer^ ftits wird bei weiteren Verhandlungen nicht verkamtt, daß es dem Geftte und der Abflcht unseres Handel-Vertrages entspricht, tat: Erzengnilsen schweizerischen ErwerbHfleißes die freie Turchsubr Ker die Grenzen des Deutschen Reiches zu gestiatten, soweit die Krtegsverhaltnisfe es trgend zulasse^i. Wenn die von der schweize- rrschen Jnduittne benötigten Rohstoffe und die für die Ernährung des neuttalen schweizer Volkes wichtigen Nahrungsmittel nicht deii gewohnten Weg durch' Deutschland nehmen können, so ist es wahrlicy nicht unsere Schuld. Wir sind scherzeugt, daß auch in der Schweiz Re Aufsaftung vorherrschend ist, daß der deutschen Industrie imd dem deutschen Handel für die Zeit nach dem Kriege die rete Bewegung innerhalb des vor dem Kriege innegehabten Be- lattgungsgebietes gewahrt bleiben muß. Data müssen die EinzeO inleressen dm Gefamttntercssen selbstverständlich nachstehen Bei den durch die Kriegsverhältnisse bedingten beschränkenden Bestim- mungen insbejondere für den gegenseitigen Warenaustausch, sind nur stets von dem Gedanken geleitet worden, daß die in der Sache liegenden Härten für den Einzelsall, soweit es die Allgemein- mteressen vertragen, zu mildern sind. Wir haben das gleiche Verständnis für diese Frage auf der Schweizer Seite stets feststellm können. Dasselbe ^gilt für die Devisen frage. Gerne werden wir das Zahlungsmittel für den beiderseitigen W-aren aus tausch auch ferner zur Verfügimg stellen, soweit es die Attgemeininteressen gestatten k- w l ln G A 7tfÖ w € L b - r ^listermesse klaacn mit Recht darüber, daß die Aussteller Sluftrage wett über das Maß dessen annehmen, was w in absehbarer Zeit zu leisten vermögen. Vom Standpimkt der Allgemeininteresfen aus muß ich dies bedauern. Tie Reichsleitung kann dieses Verhalten der Aussteller ftineswegS billigen. Ich furchte aber, daß hier die Einzelinteressen, insbesondere die ^e- frredigung einer allzu ungestümen Nachfrage, ausschlaggebend wer- den. Alle diese anderen Beschränkungen werden sich mildern oder ganz so rtfallen, wenn Deutschland den ihm aufgezwungenen Kampf zu ernem ehrenvollen Ende geführt haben wird und zu einen! Siege, der den Vernichtungswillen unserer Feinde bricht und un- Mcm LMdel dre vlfenen B-hnse wieder emräumt. die er vor dem
Kriege hatte. Dann wird auch die Zeit kommen, in der der der rwutrccken Staaten die gewohnten freien Wege, die ei dem Kriege ungestört ging, wieder gehen kann."
An die Ausftlhrungen des Herrn Ministerialdirektors M schbiß sich ein Vortrag des Bankdirekwrs Dr. Friedrichs ^ Reichsbankdirektormm über den Einfluß des Krieges mis die inte nattonale Zahlungsbilanz.
Ein Hindenburgworr.
Berlin, 29. Aug. (WTB.) Generalfekdmarschall Hrndenburg antwortete auf das durch die Zeilungen bekanr Telegramm des auf der Reise in Ostpreußen befindlich .Hauptausicyusses des Abgeordnetenhauses: „L>erzlick)en Da den Herren des Staatshaushaltsauschustes für freundlich Gedenken. Wie der Wiederaufbau des vern üöe.en Ostpreußen duich den Ansturm der Feinde nicht gehindert werden könnt« w wird auch Deutschlands wirtschaftliches Leben nach ta Kriege allen Gegnern zum Trotz neu erblü!)en. Generalfe! marjck>üll v. Hütdeltüurg."
Aus dem Reiche.
Der Kaiser in Bad-Nauheirn.
Berlin, 29. Aug. (WTB. Amtlich).) Der Kaiser heute in Nauheim zum Besuch beim König Ferdinand Butgarren ein.
Ter NeichSkan'ler in Berlin.
B e r l i n , A. Aug. (WTB. Amtlich.) Der Neilhskanz. ler Graf .Hertlmg kehrte mit dem Unterstaatssekretär vom Radowrtz und seiner Begleitung heute frül) aus dem Gro^n! Hauptquartier nach Berlin zurück.
Berlin, 29. Aug. (WTB.) Wie die „Norddeutsche Al!^ gemeine Zeitung" meldet, empfing Graf Hertting im Lause« oes heutigen Vormittags den Stellvertreter des Reichskanzlers v. Payer und den Staatssekretär des Auswärtigen Ai les v. Hintze.
Die Oftfragen.
- ^J y n , 30. Aug. Nach cilrem Telegramm des B. T. au-,. Pcunchen werden in der am Montag stattfindenden Sitzung des Bundesratsausschusses für auswärtige Angclc- genheiten vor altem die Oftsragen und die deutsch-russischen Zuiatzverträge den Gegenstand der Beratung bilden.
Das Bcfittden des Grostherzogs von Oldenburg. Oldenburg i. Gr., 29. Aug. (WTB.) In Rastede ist heute morgen folgender Bericht ausgegeben worden: Das Be-^ finden des Großherzogs ist heute morgen verhältnismäßig ’ gut. Die Nacht brachste wenigstens einen kürzet! Schlaf.
Oberniedizinalrat Dr. Barnstedt.
Erhöhung der ober'ch/ .s'Hn Koh enpreift.
Beuthen, ,29. Aug. '(WTB.) Die Ober schlesische Koh- tt.nwnven.tton beschloß in ihrer heutigen Sitzung die Er- huhung der Mindeftkonventionsprei e um 2 Atark pro Tonne nnt Wirkung vom 1. September ab. Die Handelspreise er^ fahren demnach cinschließiich Kohlen- und Umsatzsteuer am 1. September eine Erhöhung um 2.50 DLark pro Tonne.
*
Berlin. 29. Aug. (WTB.) Der „Staatsanzeiger" meldet die Verleihung des Roten Adlerordens zweiter Klasse mit Stern und Eichenlaub an den Staatssekretär des Auswärtigen Amtes v. Hintze.
Ler Scefrieg.
Neue U-Boot-Erfolge.
Berlin, 29. «tug. (WTB. Amtlich.» Auf den DE^ettnenL zwnchen Pott ^xnd und tan Uvstlichm Mi t ckmeer verkitten un-
U-Boote neuerdings über 17 000 Brutto-Reaister-Tonnea neam englischen Dampfer von über 8000 Brutto-Regisder-Tonnen, der Reis und andere Landes Produkte aus andren für England geladen hatte.
Ter Chef des Lldmiralstabs der Marine. Bersenknttg eines amerikanischen Trnppentransporti
Bern, 29. Mg. (WTB.) „Journal" meldet aus Pott Btt dres: Durch ein U-Boot wurde auf der Höhe von Port Vendres ei ungenannter französischer Trnppenttanspottdampser versenkt. B fatzuug und Truppen seien gerettet; nur Sachschaden sei anqettckt worden.
*
^ 29. Aug. (Havas.) Nach einem auf einen Bene
des Manne- und des Blockatauinistecs sowie des Ministers d, ^unern hin gepebeuen Erlaß wird jedes neutrale Fahrzeug, daÄ sich unter feindliche Kvn trolle stellt, indem es freies Geleit Feinde annimmt, das von beu Alliietten nicht anerkannt wird m im Gegensatz zur Ausübung der Rechte als Knegiührende stehJ Vvrl>chaltlick, des Beweises des Ottgenteils als im Interesse eii leindlichen Staates fahrend angesehm und unterliegt der Wegnal und Be,chlaguahme ebenso wie Waren feindlicher Herkimft oder Itimmung, die feine Ladimg bilden.
Aus Stabt und Land.
G ie ße n , den 30. August 1918.
** Aus dem MilitärWvchenblatL. Be'fördett zu Leutnants, vorläufig ohne Patent: Melchers, Mettenl-eimer, Fähn- riche im Feldart.-Regt. 63; der Xitel Ober-Zahlmeister wurde am 12. AngNft dem Zahlmeister Menger vom Feldatt.-Regt 61, letzt bet einem Landst.-Jnf.-Ers.-Batl., verliehen.
** Die Auszahlung der F a m i l i e n u n t e r st ü tz u.. gen att die Angehörigen der zum Heeresdienst Erngerufenen für 1.—15. September 1918 bzw. für August 1918 findet in den nächsten Tagen statt. Siehe Anzeigenteil.
** Garn-Verteilung. Auf die Bekanntmachung im Anzeigenteil sei ganz besonders hingewiesen.
** D ie bsta hl. Am Montag den 26. d. M. wurde aus ,, Vorgatten eines Hauses in der Ost-Anlage ein Fahrrad, Mar „Opel Nr. 10" und Fabttknummer 506 508, entlvendet. Sac dienliche Mitteilungen nimmt die hiesige Kriminalpolizei entqeae
** Musikalische Äbcnduntcrhaltung. Im HotI Fürstenhof, Öftesten, findet am Samstag den 31. August abendG 8 Uhr, im großen Saale, eine musikalische Wendunterl)«attnn- unter Mitivittung des Mtmannschen Soloquartetts, sowie Mil gliedern des Frankfutter Opernchaus-Orchesters, statt. Näheres im Anzeigenteil.
** Eine Sedanfeier. Tie Vaterlaudspattei veranstaltt am Montag, den 2 Sepleniber, abends 8V2 Uhr, im „Fürstenhoff, eine Sedanfeier. Tie Festordnung wird am Montag veröfsentlicht.j Näheres im Anzeigenteil.
** Bekämpfung der Schwindelfirmen. Seit U fccr Zeit hat das Unwesen der Schwindel firmen und i! Agenten derart zug-enommen, daß alles aufgeboten werden muß, Schwindlern ihr Handwerk zu legen. Tie Handwerker-Be- r a tungs stelle des Orts ge werbeve re ins Gieße nM sich bereits sett längerer Zett mit dieser Ausgabe beschäftigt iuU) durck) Unterstützung der Ze ckralstelle zur Bekämpfung des SchwÄ^ deluniveftns in Lübeck gute Erfolge erzielt. Besonders bei Tai lchensinseraten wurde .uack^ewiesen, daß es sich um SckmftndeW Unternehmungen bandelte und vor ^Inanspruchnahme dieser II lstttute in der Presse gewarnt. (Mir haben derarttge Jn'emte, so nM die bettügerische Absicht erkennbar war, von jeher abgellhnt.i — . Die R):di. des <Kelß. An^.) Nlünerdings treiben auch wtt B i l d e r s chw i n d l e r besonders aus tan Lande ihr Unwesen, wurden taspielsweise in Mendorf a./üahu mehrere Persc dnrck'« diesen Bitterschnftndel geschädigt. Die Reisenden spie, in ein vor, für 2 Mark werde eine gute Photovergrvßerung gelüst Nachher stellt es sich heraus, daß es sich bei dem .geliesetten ^ lediglich um eine Rohoergrößenung hcmdett, hie M solche


