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** Zucker zur Ha u strunkbere i t u n c\. Das Gr-oßh. BKxniihfihim beä Innern lx»t soeben die neuen Bestimmungen für böe guterilimg von Zucke- zur Darstellung von Tresterwein (.Haus- ltrimt» für den Herbst 1918 erlassen. Aus das Hektar 5er im Ertrag Hebenden RebflLchc, und nicht der Gebauten Rebfläcke, wie im v«rigen Jahre entfallen 40 Kilo »Zucker, und zwar wird in diesem iJchhve Rohzucker siir die Tresterweinbereitung ausgegeben werden, dir Anmeldungen sind von den Weinbergsbesitzeru svätestend bis zum 10. September 1918 bei dem Wircschafts-Äusfchnß der ^Gemeinde, in deren (tzeinarkirng ihre Weinberge liegen, vorzuneh- wten. Nach diesem Zeitpunkt eingelxnde Anmeldungen bleibe'Z Lmberücksichtigt Tie WirtjchaftSausschüsse prüfen die Richtigkeit der von den Anmeldern über die Größe ihres Weinbergbesitzdsi gemachten Angaben. Wissentlich unrichtige Angaben über die Größe des Weinbergbesitzes haben den Verlust des Anspruchs auf Zucker »ur 'Folge und werden außerdem mit schweren Geld- oder Freiheits­strafen geahndet. Weiichandelsfirmen, die eigenen Weinbergsbcsitz lnicht haben und Haustrunk sür.ihre Küfer benötigen, haben ihren Bedarf unter Angabe der benötigten Menge Haustrunk ebenfalls bis zuni 10. September 1918 .unmittelbar bft der Einkaufs-« gesellsckiaft für das Großher-ogtum Hessen m. b. H. in Mainz mrzumelden: ob und in lwelchem Umfange Weinhandlungen Zucker rugewicsen werden kann, steht noch nicht fest.

Er zeugerhöch st preise für Gemüse. Die Reichs- fbeTTe für Okmüic und Obst l>at durch Veröffentlichung im Rejchs- vnz-eiger Nr. kW nunmehr di-e Preise für die in den Herbst­lieserring Sverträ gen ausgcsührten Gemüse arten festgesetzt, die ein­heitlich sür das ganze Reichsgebiet mit Wirkung vom 26. August 1918 gelten. Tie Preise halten sich für Vertragsware auf der gleichen Höhe, wie in den Normalverträgen vorgesehen ist. Für (Bare, die nicht ans Grund vjon Lieferungsverträgen gelrefert. wird, ist ein etwas niedrigerer Höchstpreis festgesetzt. Bei Zwiebeln gelten die mit Bekanntmachung vom 7., August 1918 festgesetzten Preise fort ^

** Zum Absatz von Kohlrabi. Die Reichsstelle sur jGemüse und Obst lat im Reichsanzeiqer Nr. 195 eine Bekannt­machung verössentlichi, nach »velcher künftighin der Bahnversand von Kohlrabi mit Kraut untersagt ist. Der Absatz von Kohlrabr mit Kraut ist jedrch auch ferner zulässig, wenn die Ware vom Er­zeuger mit Fuhrwerk m»d dergleichen aut kurze Entfernten ohne Beuukung der Bahn an die Wsatzstelle, besonders auf öffentliche Märkte gekrackt wird. Da das Kraut bei Kohlrabi in vorgeschrittener Jahreszeit siir die menschliche Ernährung zum größten Teil wertlos ist und bei der Hitze leicht ein Verderben! der Ware verursacht, hat sich die Reichsstelle zum Erlaß dreses Verbotes veranlaßt gesehen.

** Persöulichikeitsausweise bei Ersenbahn­fahrten. Tie von tcn Militärbesehlsbabern seit längerer Zeit zum Schutze unseres gesamten Wirtschaftslebens und der militärr- sck-ien Maßnah n n gegen die Betätigung feindlicher Agenten ernge- richrteten Eisene beul 'irackangsreisen haben sich als mrßerordent sich zweckmäßig und für die Sicherheit des Reiches sörderlrch erwiesen Dieses günstig' Ergebnis ist u. a. dem Umstand zu ver­danken. daß die Mebepah! der Eisenbahnreisenden in zunehmender Erkenntnis der Notwendigkeit dieser Einrichltungen sich den be stehenden Vorschriften über bit Verpflichtung zum Ausiveis rhrer Persönlichkeit willig unterzogen hat. Die-mit der Einrichtung der Eiseubahnübenpacl'iingsreisen erstrebten Ziele würden sich ledoch noch in grösserem Umfange crrcidjiet lassen, wenn alle Reisenden sich ganz allgemein dessen bewußt würden, daß fte cie schwere nnb verantwvrUmgsreicke Tätigkeit der Eisenbahniibernachmgs reisenden wesentlich fördern könnten, indem sic selbst nach Mdg licküeit die Ich .llung ihrer Persö»»lichkeit erlercktern. ^»es kann dadurch geschehen, daß sich jeder Reiseiche für fede Rerse mit rhm gehörigen Paperen versieht, die über seine Person!» rflnt aus­reichendem 'l'ckschlust geben. Als solche kommeil Paprcre in Be tracht 'me si. jcdev. cnnn zu besitzen pflegt, z. B. Schulzeugnis,e, Steuergui tuug Radscchrkartm, Vormunds b?stallung?n, Urkun en über die Ernennung zum Beamten, stamd^amtl.ch Urkunden und and res; besonders wertvoll zu diesem Zweck smd mtt eurem Lichtbild des Z Habers versehene Papiere, wie Po,tauswel,e. Kraft

wog

Paß

führerscheine nOtr Tie Vorlegung eines Passes oder ernes gn.atz'es kann von deutschen Reisenden zwar »licht verlangt ^verdm:' wer jedoch im Besitze eines solchen Papieres nt, rnirb- sich lwtn-aemäß am besten durch dessen Vorlegung ausweiien Abgrsche- davon, daß die Reiseichen durch ern den vorgeickrrebenen Erfordernissen angeve.ßtes Verhalten zu ihrem Teile an der rest­losen Du ckeührung der zur lSicktznheit deS Reiches getroffenen Maß- 'ichrnm initwirsen kminen, handeln sie anch m ihrem eigenen ^zn- tcreke* nxmn ne die von den Militarbesehtshabern erlastenm Auswei Vorschriften nnllig erfüllen, da die Eisenbahnübcrnlachungs- reisenden bereck.ftqt sind, Reisende, die sich mckst ausreichend über ihre Person ausweisen, von der E»senbah»»fahrt so lange auszu- sch'.ießen, bis die Persönlichkeit einwandfrei festgestellt ist.

** Lichtspielhaus, Bahnhofstraße 34. Von heute ab treten Theodor Loos und Eva Speier in ihrem neuen Filmdrama Tie nugende Hand" aus. Außerdem spielen Bernd Albor und Olga Engl in dem CharaktcrschauspielTer lebende Leichnam

chw arz - Weiß - LichtsPiele lSeltersweg 81). Edith Meller spielt von heute ab bis einschließlichFreitag dre Titelrolle in den» FilmiverkTie Frau mit den Kanunkelstemeir (nach Aöarlitt). Außerdem wird das DramaBuckelhannes ge­geben. Siehe Anzeige.

Landkreis Gießen.

** Li ch 26 2lug. Zu der K olo nia l krie g e rspende hmrden in unserer Gemeinde 836.50 Ms. gezeichnet. Die Sam»n luug wurde vom hiesigen.Kriegerverein veranstaltet

# Stein heim, 26. Aug. Fürs Vaterland starben der Ge freite Wilhelm Kammer und der Fahrer Wilhelm Pilz. Unter ofsizier Otto Kammer. Inhaber des Eisernen Kreuzes wurde zum Sergeanten befördert. Leihgestern. Fürs Vaterland starb Lehrer Jok-ann Jung, Unteroffizier und Osftziersalprrmil, Inhaber des Eisernen Kreuzes.

Kreis Büdingen.

# Hainchen, 26. Aug. Das Eiserne Kreuz, bereits früher di- Hessische Tapserkeitsr edaille, erhielt der Gefreite Wilhelm D i l l e m » t h - ^ Ober-Mockstadt. Der Militär-Kranken Wärter .Heinrich Kullmann erhielt das Hessische Kriegsehrew- H i(\, 'i ain rotweißen Bande. Lan genberghei m. Tie Hessisch' Tapferkeilsmedaille und das Kriegschrmzeichm in Eisen,

Hessisch^ Tapferkeitsmedmlle oereits früher das .Eiserne Kreuz, erhielt der Unteroffizier Aug Schmück. Glauberg. Tas Hessisch' Kriegsehrenzeichen itt Eisen erlstelt der Landsturmmann Wich Gries Haber. - N i d d a. Landsturmmain» Wich. Buch i »hie? t das Eiserne Kreuz. Unter-Schmitten. Gefreiter Friedrich Ullrick»2. erhielt die Hessische Tapferkeits Medaille. E ch ' e l l. Das Eiserne Kreuz, früher die Hessische Tapferkeits^ mcdaille, eihi tm t»er Okfreite Wilhelm Spengler nrrd der Kano nier Heinrich Lahm.

Kreis Schotten.

^ Breungeshain, 26. Aug. Nach 40monatiger treuer Pills lerfüilung starb der Landsturm mann Edmund Strauch. Her ch e u ha i n. Die Hessische Tapferkeitsmedaille, bereits früher bc: Eiserne Kreuz, erhielt Sebastian Nieß.

Kreis Friedberg.

- Bad-Nauheim, 26. Llug. In Badehäusern wird seit einiger Zeit derart gestohlen, daß die Polizei zu Haussuchungen bei Bad'güsteu sckTreiten mußte, und zwar mit dem Erfolge, daß bei einem Gaste »richt lveniger als 22 leinene Fußtücher, die vor den Baden?gifw'n lieg'», geiundei» rvurden. Auch die großen meter langen Badetücher werden vielfach gestohlen oder zerschnitten Die Dndeverwaltung will, wenn die Spitzbübereien seitens der Badegäste irickü aushören, die Abgabe von Wäsch? einstellen.

ch O b e r ' M ö rl en, 26. ?lug. Das Eiseime Kreuz 1. Klasse bereits früher das Eiserne Kreuz 2. Klasse, die Hessisch? Tapfer' keitsmedaiiie und dirs Hessische Kriegsehrenzeichen in Eisen er hielt der Unteroffizier' Josef lsZakob Heller. Rodheim v b. H Tas Eiserne Kreuz erhielt der Schütze Richard Enders.

Hessm-Nassau.

= Hoch st a. M., 26. Aug Während des Fliögerangrifss

m der letzten Nachlt traf der Blindgänger eines Abwehrgeschützes das Ha»ls des Hauptstraße 8 wohnenden Ingenieurs Rnppel. Er durchschlug das Tack), mehrere Decken, fuhr im ersten Stockwerl durch ein Bettchen, in dein ein kleines Kind 'chlief und blieb stlcheßlich im untwen Stockwerk liegen, oline zu explodieren. Das Kind erlitt nicht die geringsten Besci üpigungen, auch airdere Per sonen, die in dein Zimmer sich auf hielten, kamen uiwerletzt da von. Der Blirrdgänger hat lediglich Sachschaden verursacht.

X. Kassel, 26. Aug. Nachdem schon vor einiger Zeit im Regierungsbezirk Wiesbaden entscheidende Schritte zur Begrün^ biuig einer Nassamschen Siedelungsgesellschaft mit dem Ziele, den Kriegsbeschädigten eine möglichst weitgehende Ausnutzung der ver­bliebenen Arbeitsfähigkeit und zugleich eine gesunde Lebensfüh­rung im eigvnen Heim zu ermöglichen, getan worden sind, haben nunmehr nach einem vom Oberpräsidentcn der Provinz Hessen- Nassau an die Städte und Kreise des Regiermrgsbezirks .Kassel ergangenen Rundschreiben auch die Bestrebungen zur Errichtung einer gleichartigen Gesellschaft für den Mgierungsbezirk Kasse«' festere Gestalt gewonrie^r. In Anerkennung der hohen wirtschaft­lichen und sozialen Bedeutung, die einer solchen Veranstaltung zu- kommt, haben der Staat und der Bezirksverband des Regierungs­bezirks Kassel ihre Beteiligung an dem als Gesellschaft mit be­schränkter Haftung zu errichtenden Unternehmen mit Stammein­lagen von je 250 000 Mk. und die Landesvcrsicherungsanstalt Hessen-Nassau mit einer solchen von 50 000 Mk. zugesichert, wäh­rend von Kommunalverbänden des Bezirks, sowie aus industriellen und Handelskreisen und von privater Seite die Zeichnung von. Stammeinlagen in einer Gesamthöhe von etwa 250 000 Mk. in Aussicht gestellt ist. Fehlen auch größere zusammenhängende Sied­lungsflächen in der Provinz Hessen-Nassau »md wird insbesondere die Aufteilung größerer Güter zum Zwecke der Besiedlung hier, nicht ins Auge zu fassen sein, so sind doch Flächen genug vorhanden, die sich zur Einrichturrg kleinerer und kleinster Ä»»siedlerstellen im Anschluß an die bestehenden Gemciudeöezirke recht wohl eignen. Auch kann der im Regierungsbezirk Kassel reichlich vorhandene fiskalische Streuparzellei'.besitz, zumal der Herr Minister für Land­wirtschaft, Tomänen und Forsten bereits eine dahingehende Zu­sage erteilt hat, diesem Zweck dienstbar gemacht werden. Nach dem Entwürfe einer Satzung, welche von der vom Landesausschusse nicdergesetzten Kommission gutgeheißen worden ist, soll für den Umsang des Regierungsbezirks Kassel eine G. m. b. H. unter dem NamenHessische Heimat", Siedelungsgesellschaft m. b. H., mit dem Sitze in Kassel ins Leben gerufen werden.

--- Usingen, 26. Aug. Das Hamstern der Kursremden in ben Luftkurorten des Kreises Usingen hat nach einer Dekcrimtma- chung des Landrats einen derartigen Umfang angeirommen, daß, 'wenn nicht sofort eine Wandlung eintritt, die Kurbetriebe ge-« schlossen werden. Tie Bürgermeister der betreffenden Luftknr- orte wurden angewiesen, sofort Anzeige beim Landratsamt zu erstatten, »venu das Hamstern fortgesetzt,wird. In Betracht kom­men vor allem die vielbesuchten.Luftkuryrbe Altwcllnau, Arnolds­hain, BraN'doberudorf, Emurers hausen Grävenwiesbach,^euweil- nau, NicHerreifeirberg. Oberreifenberg. Niederems, Rov^ a. W., Schmitten, Reichenbach usiv.

Spielplan der vereinigten §rankiurter Siadtthea-er

Gpernhaur.

Mittwoch 28. Ang., 71/2:Die Rose von Stambul". Donners­tag 29., 7:Der Prophet". Freitag 30., 71/ 2 :Valetta". Sams­tag 31.,Die toten Augen '. Sonntag I.Sept., 7:Der Prophet". Montag 2., 7:Die Gezeichneten". Dienstag 3., 7,1/2: Mignon". Mittwoch 4., l 1 /»:Der Zigeimerbaron".

rchausplelhaur.

Mittwoch 28. Aug.. 6V2: Zn Goethes Geburtstag.Egmont". Donnerstag 29., I 1 /*: Sondervorst. r. d. Frkft. Verein f. Jugendpfl. (Kein Kartenverk.)Die Journalisten". sHceitag 30., 1%Zrvi- sckvuspiel". Samstag 31., 7r,>:Siella". Somrtag 1. Sept., W-U: Volksvorst, b. kl. Pr.Traumulus". 71/2:Im »veißenE Rößl". Mrontag 2., 7}/&\Die Laune des Verliebten". Hierauf:Die Mitschuldigen". Dienstag 3., 7:Hamlet". Mittwoch 4., 71/ 3 :

Zwischenspiel".

v^rmNchtr».

Berlin, 26. Aug. Das Familienbad in Zoppot ist behördlich geschlossen lvorden, well das Badeleben -derart ungehörige Formen «angenommen hat, daß ein Einschreiten notwendig war.

*

* IvHannislaucb. Jetzt ist die Zeit, wo der Johannis- lanch (eine Zwiebelart) gepflanzt wird. Zehen (kl. Zwiebelnd werdeil eingepflanzt in Reil-en und Mstände?» von etwa'ÄO25 Zentimeter. Die Erde muß gut gedüngt sein. Sie bleiben dann ruhig den Winter über sitzen, werden im Frühling gehackt und von Unkraut Mieinigt. Um jedes Znnebelchen setzen 1214 neue an, dre man im Mai Und Juni zu Gemüse bereitet. Ende Juli werden die übrigen Zwiebeln aus der Erde genommen, <ruf dem Speicher ausgebreiteS zum Trocknen, um dann Ende Auguch bis Anfang September wieder gepflanzt zu werden.

* Ans der guten alten Zeit. Vor 22 Jahren war's, da konnte man zum Jngelheimer Kirchpveihsest im dortigen Lokal­blatt folgende Anz-eige lesen:Jakob Müller, der Rothe, rmterer Zweigwcg, verpslickLet sich hiermit, im Abonneinent zu 3 Mark jedem seiner Gäste während der Markttage täglich soviel Naturwein zu verabfolger». als er vertragen kann. Meine Freunde und Gönuer zu zahlreichem Besuch einladend, zeichnet . . ." Wie hoch müßte Herr Müller wohl 1918 dasAbvnnementt' cmsetzen?

Hundert Jahre D 0 naudampfschiffahrt. Ge- nau ein Jahrhundert ist verflossen, seitdem zum ersten Male ein Dampfschiff die Donau befuhi'. Ein unternehmungslustiger F-ünf- kircheuer Schiffer, Anton Bernhard, war es, der mit seinem Damp­fer ,,'Earolina" das Wagnis unternahm. TieCarolina" hatte eine Ladung von 20 Tonnen: hei der Bergfahrt legte sie 3,5 Kilometer, bei der Talfahrt 15 Kilometer die Stunde zurück, und ihre erfolgreich? Fahrt erregte nicht geringes Auffehen. Einen nennenstverten Gewinn aber hatte Bernhard nicht zu verzeichnen: wohl gelang cs ihm, ein Schiffahrlsprivilegium für die Donau und ihre Nebenflüsse M erlangen, allein mit der Gründung einer Slchiffahrts-Atttengesellschaft kam er nicht Mn Ziele. Ter Fran­zose Lacm, der gleichzeitig ein Tampfschisf dieDuna", hatte bauen lassen, das auch 1818 seine Fahrten begann, hatte den gleichen Mißerfolg, nvd erst 10 Jahre'später so berichtet Fr. 36. Ragl imPrometheus" (Deutsch? Verlagsanstatt, Stuttgart) erzielten zwei Engländer, Andrews U7»d Prichard, einen durch­schlagenden wirtschasttichen Erfolg. Sie erhielten ein neues aus- schließlichies Privckeg zur Befahrung der Donau und ihrer Neben­flüsse in Oesterreich-Wrgarir. gründetoir 1829 die »roch heute be­stehende .Erste f. k. priv. Tonau-Dainpfschiffahrtsgesellschaft und erwarben sich mit dieser Grüirdung sofort allseitiges Vertrauen: selbst Mitglieder der kaiserlichen Familie beteiligten sich an dem Unternehmen, »md spätorhirl leistete der Staat namhafte Zu- schcksse. 1830 schwamm der erste Dampfer der GesellschaftFranz Joseph I." aus der Donau: er fuhr vor» Wien nach B»»dapest in 15 Stunden, zurück in 49 Stunden. Dieser Erfolg gab der Donau­schisfahrt in anderen Ländern eirren Tlnstoß: Bayern und Württem­berg gründeten im Jahre 1837 gemeinsam die Bayriflch-Württenr- bergisch? Dvnai»-DampsschckffahrtSgescltschaft, die die Strecke Ulm- Lrnz befahren sollte, sich aber toegen des Fahrwassers auf den Verkehr zwischen Regensbnvg .und Linz beschränkte. Ein Erfolg war ihr nicht beschießen. 1846 wiederholte die bayrische Regierung den Versuch der Tampfschiffahrt, nackidem durch den Ludwigskaual eine Verbindung zwischien Main und Torrm» hergestellt ivvr. Die bayrisch^ Gesellschaft gab ihren ganzen Schiffsbestmw an die bayri­sche Regierung ab, die sich mit großen Erweiterungspläneir trug, aber nach Inkrafttreten de»' Tonauschiffahrtsakte, die die Frei­heit der Dvnwuschiffahrt biaäM, herzlich froh war, als sie 1862 das Unternehmen, das ihr »roch keinen Pfennig ei»rgttragerr hatte, an die Erste k. k. priv. Tonauschissahrtsgesellschaft abstoßen koimle. Diese österreichische Gesellschaft^ hatte sich ganz gut eutwickell Die

Anzahl ihrer Flnßdampsm war von 1850 -1870 von 51 auf 200. die der Lostschisse von 200 aui 710 angestiegen, 1850 hatte sie

216 000 to., 1870: 1 188 000 to. befördert. An der Donaudamps- schiffahrt der Zukunft wird Bayern einen rülpnlichercm Anteil nehme»: als bisher, wofür di«? (Grüirdung des Ba»)erische»r Ltttz-c in Regensburg als*Bürgschaft angesehen Norden kann.

Br-refkasten ver RedakNon«

Mnouyme Attfragen bleiben uuberSckstchtiOH»»

vedauerlicher Vorfall. Sie sind im Irrtum? Wohl lassen toir anonyme Anfrage»» und (Einsendungen sür gewöhnlich unberück­sichtigt, ivenn aber .ein Anonymus bie Schristleitung sei bst in l^eleidigmden Aeußerungen angreift, wie Sie, dann ist es zum mindesten unser gutes Rl< . gegerr solches Vorgehen Ver- »»myrmig ei»»zulegen. Leute Ihrer Gesinnung zu belehre»» liegt uns gänzlich fern, denn ein Mann, der Behauptungen aussrelll und zum Angriff vorgeht, dabei aber nick-t eimrral dm Mut und das Anstandsgefühl besitzt, für seine Aeußer»mgen mit seinem Namen einzutreten, der ist und bleibt doch für jeben anständig senkenden Menschen weiter nichts als einettaurige Kreatur". Wenn Sie nock» einen Frmken Ehrgefühl in sich haben, so tretm Sie endlich mit Ihrem Namen Ervor »rnd offenbaren uns wenigstens, »nit »l>em wir dieEhre" haben. A»idernfalls können wir »ms aus Auseinandersetzungen mit Jhum wicht mehr eiulassm.

R. v. Sroß Lichen. Auf jeder Karte werdm Sie Auffchttiß finden. /

§anitet;-§ergt. 5chm. Das Hessisch? KriegsehrmZeichen in Eisen H. K. E." kann verlflhen Werder, weim der Nachoeis erbracht ist, daß nachstehende vier Vorbedingungen alle erfültt sind: 1. Besitz der hessischen Staatsangehörigleit urirrdcstms seit 1. Au- gnft 1914. 2. Mehr als 2jäl)rige Zugehörigkeit zu Verbänden, deren Tätigkeit, abgesehen von zeittoeiligern Aufmthalt in Nnhe- vder Reservestellung, sick) dauernd im wirffamen Bereich des leind- lick!.'.»» Feuers abspielt. In bi" 2 Jahre vom Tage des Ausrückens ab ist die Zeit des Aufenthalts fl» Lazaretten »md ft» der Heimat nicht eiiiMirtdRten, w l : 2 Monate übersteigt. 3. Ein- oder »nehr- malige Verwmrdu»»g. 4. Tapferkeit u»»d gute Führung. Tas Kriegs- chrenzeichm in Eisen kann M jeder anderen hessischen ?luszeuh- »»ung verliehen werdm.

ii&t Nachnchren.

Gegerl riittm Verständigungsfrieden.

Bern, 26. Aug. (WDB. dttchitamtlich.) Dm Parlamerlts- sekretär des Munitionsn»»nisten.u»ns Kellaway führte bei der E.ösfllnng der Kantine für die Dockarbeit r ft» Hüll am 22. August aus: Es gäbe ; t England in hfl-m wie in niedecm Kreisen eine Anzahl sehr lauter, r.isfjt einflußloser Männer, die nach einem V e r ha »l d l u n g s sr i e d c:» sch. i..r. Sie meinten, daß der Krieg eia.it durch Waffen, sondern durch Phrasen beendet tverom n'.üsse. §ie verlangte!-, daß man alle deutschen Verbrechen vergeffm, und mit Deren Urheber verhandeln solle, als ob sie aus dem Fuß der Gleichheit in die Gesellschaft der Völker eiuz»itrctm berechtigt seien. Aber England könne nimmermehr vergessm. Die^Fricvxms- Ticimbc, bie ein solches wünschten, lebten in einer 2dydnmdt ui cd sürcküeten sich vor der Wirtlichkeit. Sie seien e»ttsetzt geivesm, als der PremiermiTnster er klärt chabe, daß England den Dcuff-cher, den Knock oul blmv geben muffe. Aber seines Era.chtms sei der Knock out blow eine wesentliche Vorbedingung für.eine»» dauernden Frieden und die Verwirk- lichung des Völkerbundgedankens. Wmn die frcim Demokratien der Wett nicht dem deutt'chen Militarismus dm flwock o> t blow beiz»lbri»»gen vemröchten, >vürde kein Friede dauerhaft, würde der Völi'trbund ein Trug, eine Parcflie fern. Wer wünscht? nickt den baldige»» Frieden? ?r"ber wch? England, wenn es »n dem Wunsche nach baldigem Frieden dm künftiam Gmerationm die Ketten eines unsichwen Fffchens anlege! Deutschland müsse so geschlagen »ver'oen, daß seiu iriezesührtes Volk es selbst eins ehe daß die Götzen Militarismus und Absolutismus,, die es augebctet habe, tönerne Füße hätten. Das aber sei ohne dm Knock out blow un­möglich. Wmn Deutschland iw.strnoe sei, srlauge es bedeutend? Teile Frankreichs. Belgiens, grof Provinzen R»'-»nds und Rumäniens in der Faust halte, in Fri-ebrnsv^chandlunge-- eiuzutretm, »vcrde die Milirärkaste -ft» den Augen des Bvlle> -ereckifl^rtfttt da stehen.

Der Boykott gegen Deutschlanö.

Bern, 26. Aug. <WTB. Nich.amtl'ch Leu!Daily Mail" entwickelt Havelock Wilson eine i.berhafte Täligkeit, um die Angehörigen des HeereS u»ld der Ntcrrine zu beioegm, den«, »an de»- Seemarms-Unior» beschlossenen s e ch s i ä h r i g e n Boy­kott gegen Deutschla»»d beizutretm. Der Boß der Univ- »»istm seichet hu»»derttausmde von Formularen für Beittsttserflä- rungm an die Trupoen in ^Frankreich, die gleichzeitig zur (Mün­dung einer vvu bolschmnsttsckn'n uud desaitistischm Einflüssen freien politisck'M Gewerksckiastherpattei ausforoern. ^Offenbar ver­sucht er aus diese Weise sich Anha»»g für die von ihm für die J»»bilä»»mskonferenz der Gewerkschaften fl» Derby am 2. September geplante (Gründung einer Militärs rammen Arbeiterpartei zu san»- meln, welche ftir ^en sflnock out blow gegen Deutschland wir km und die für einen Verstärivigungsfriedm eftrrretcnde Laboitt Party unter Hendersou und dm» ähnlich gerichteten Vckllzu gsausschuß d- Gewerkschaftskongresses unrer Bow?r»n<MN bekämpfen soll. Um in Derby die »ftchtige Knock-out-Slimrrung z»» erziele»», hat die Seeinannsunim» de»» Premierminister Hughes als Festredner ein geladen. La»»tDaily Mail" wurden die Airssichtm für di? Bil­dung her neuen Partei günsttger .sein, »oeun es Harn lock Wilso»» gelänge, dm Block: Dergmanns-B'rumwol'arbeit?» Ensmbahner- Union zu sprmgm.

Orlandos Begrüßungsrede ?>u Ehren des Lordintrjors in

Rom.

Lugano, 28. Aug. Im Fesffaal des Kapitols fa»?d en» Bankett für den Lord»nayor von London statt. Orlando hielt die Begrüßungsrede und feierte die »oahre, unersckütter-' l»ch c Liebe zwischen England und Italien, das dm Cnalä»»dern ewig Dank schuld sei nnd dieser n:vn Seelen freund-« schaff niemals »mtreu '.vei'den»rne. Orla»»do schloß mit dem Hin­weis <nif ben n 2 hen Sieg. Sckwn sei der sttahlende Gftstel beinalv erklommen. Tie FestDersanrmlung nahm bie viede mit stürmischen Hochrufen aus (Ärgland aus. Ter Lordunayor erwiderte, indem er Italiens Siege pries. Es lxrrschte nach seine», Worte»» großer Jut^l.

2lmtlrcher Teil

Beranntmachnng.

Jv der Zeit von» 1. bis 15. August wursten in hiesiger 3tnb4 Gesunde»»: 1 Brosche, 1 Anleiheschein des Deutschen Riickes von '1917, 1 Portm»onnale mit Inhalt, 1 Ta»»»knhnt. zwei Pferde fliegen llappen, 1 Tuchhrnotasck-e, 1 Dan» en regen ich» rin, 1 Handtäs-chchen mit Inhalt.

Verloren: 1 goldene Damermhr mit golde»»e- Kette. 1 Zn^n- zigmarkschchn, 1 goldme Tammuhr »mt Tula-Sil-erkttte. eine silberne Brosck^e mit .Datum 22. 5. 17. versehen, l -stvern ledernes Portemonnaie mit 12 Mark Inhalt, 1 braun!etmnes Porte»nonnaie mit 78 Mark Inhalt, 1 schtwarzled.'rne^ Portemormaie »nit 1 Fünfzigmarkfftein, 1 Kohleirreckeniag >- >77 der Bäh»» u. s. Plchiere. 1 Portemminaie m»t 18 Mark Inlett, 1 seidener Damen sch rm, 1 Bund (31 Schlüssel. I Perflnnd- lasch' mit Ockstüssel »rnd Portemonnaie 2', Mark Inhalt 1 gelbleder»»es Porten»onnaie mit K) Mark Inhalt, l »crdmer Da mm sch rm mit silbernen» Gnft Tie Empfangsberechtigten der oefunbenen Gegenstände be­liebe»» ihre Ansprüche alsbald bei uns iTettenb zu nrvchm.

Die Abholung der gesundmm Gegenständc' kann an Wock:entag von.1112 Uhr vormittags und 1 '« llbr n '

bei der Unterzeichneten Behörde. Zimmer 1. erfolam Gießen, dm 15. August 1918.

Großherzogliches Polizerantt bsteßen.

I. A.: Pfeffer