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-HviMen ztwei vMr ÄÖC&nt, fontecrt btt zivilisier Welt

Ikiknpse, mn die (SmjwJrcr gegen die Grundsätze der Zivilisation zu 'bestrafen. Deshalb müsse bis zur Nieder cvernrng Deutschlands ^gekämpft werden. Niederwerfung sei aber nicht gleichbedeutend mit ^'Zerstörung. Man könne keine Niederwersuirg durch Unterband /lungen erreichen Lord Hugh Cecil bestand auch auf der Rückgabe 'Elsaß-Lothringens an Frankreich.

Der Krieg nach dem Frieden.

Bern , 26. Aug. Laut Daily Mail entwickelt Havelock Wilson 'eine fieberhafte Tätigkeit, um die Angehörigen des Heeres und «der Marine zu bewegen, dem tvou der Seemann sunion beschlos- 'senen seck)sjährigcn Boykott gegen Deutschland beizutreten. Ter Boß de-r Unvonistien sendet Hnndeittnuserche von Aornrnlaren für 'Beitrittserklärungen an die Truppen fti Frankreich, die gleich­zeitig zur Gründung einer von den Pazifisten uns defaitisftschen .Einflüssen einer politisckpn Gm«cksckiafter-Partei auffordert. Offen­bar denkt er aus diese Weise sich einen Anhang für die Jubiläums- : Konferenz der Gewerksck^aften unter Hinblick auf die geplante Gründung einer .uilitärfrommen Arbeiterpartei zu sammeln, die 'sirr den Knockout-Block gegen Deutschland .wirken und die für .den Vcrftändigungssrieden eintretende Labour-Partt) unter Hen- derson und den ähnlich gerichteten Vollzugsausschuß des Gewerk­schaftskongresses unter Bowermann bekänupfen soll. Um in dev erwähnten JNbiläumskonferenz in Derby die richtige Kuockout- .Stimmung zu erzielen, hat die Seemannsimron den australischen Premierminister Hughes als Festredner eingeladen. Laut Daily .Mail würden die Aussichten für die Bildung der neiwn Partei günstiger sein, wemr es Havelock Wilson gelänge, den Block der Bairmwollarbeiter, Bergleute und Eisenbahner zu sprengen.

Grenzkonflikt zwischen Honduras und Nicaragua.

Managua, 20. Llug. (WTB.) Agenoe Havas. Infolge eines zwischen Honduras und Nicaragua ausgebrochenen Grenz­streites willigte Honduras ein, die Frage dem Schiedsspruch des Königs von Spanien zu unterwerfen. Trotzdem sandte es einen Teil seiner Stteitkräfte an die Grenze von Nicaragua.

Aus Rußland.

Neuer Sieg der Sowzettruppcn.

Moskau, 24. Aug. (WTB.) Russischer Kriegsbericht. Ern bedeutender Sieg der Sowjetttuppen. An allen Punkten der öst­lichen Front die Kämpfe mit großen Erfolgen für uns vor sich. Hartnäckige Kämpfe finden um den Besitz beherrschender Stel- liiitgen statt, deren Ergebnis der Rückzug des Feindes aus der ganzen Linie ist. Alle Angriffe der Kosaken, die mit starken Kräften auf Nvlvousensk vorrückten, wurden mit großen Verlusten abge­wiesen und per Feind per Flucht gezwungen, nachdem er am dem Sästachtselde über 400 Tote und viel Kinegsmaterial, darunter Ma­schinengewehre, zurückgelassen hatte. Die Tschecho-Sloivalen wurden bei Nikol ajewsk geschlagen. Tie Stadt ist in unserer Gecvalt, Das Mamte seindliche Kriegsmaterial wurde erbeutet, darmrter Geschütze, Maschinengewehre und eine Unmenge von Geschossen. Die Verluste des Gegners sind groß. In Richtung Sysran rücken wir unter .Kämpfen vor. Tie Station Nowopaskaja tvnrde von uns besetzt. Im Bezirk von Kasan vertrieb unser Anillerieseuer den Gegner von dem Krasnyberg, dessen wir uns bemächtigten. Tie am dem Krasny- berg erbeuteten feindlicherr Geschütze wurden von uns sofort gegen den Feind verwendet. Tie Schlüsselstellung der Stadt ist somit tn unsere .Hände gefallen. In der Nähe txm Jelaterinburg wurden

u ns Stclb.rngcn besetzt, welck>e es ttns ermöglichen, den weiteren Vormarsch ans diem Stadt so rlzn setzen.

Berlin, 26. Aug. Tie <ms Ostasien kommendeei Nachrichten über d,e kritische Lage der soeben unter viel künstlicher Begeisterung chs allrierte krieg: ührendc Armee anerkannten Tschccho-SlmvvSen m West,ibim.nl sowie über die Niederlage ant IKfuri, mit her die mlurrten die sogenannte Hilfsaktion eröffnet habnt, erregen an­scheinend m England einige Bestürzung.Daily Telegraph"" schreibt m ernenn Leitartikel i Der lftrieg wüst wenig crarci'endere Zwiscken- E Ms, als die cnt'chlossene Tapferst, mit der sich daS Volk ** .^lchmtnrontägig kleinen Landes Böhmen in den Krieg warf, crrtidtfo-iKn, lieber mrterzugeheu, als sich deittscher und österreichischer Herrschaft m unterwerfen. Jetzt ist die Lage der Tscheche-Slowaken von solch schweren Ge.ahven umgeben, daß ihre Lage beinahe hoff- tzmngslos erscheint. Daß sie wegen Ausbleibens angeme'sener Ver­stärkungen vom Feinde überwältigt werden, ist eine Möglichkeit, der kem cMuertec Staatsnrattn ruhig 'entgegensehen kann. Wie wutwe der Eindruck in Böhmen sein, wenn wir nicht jeden in unserer Macht stehendest Verstlch zur HilsÄeistung machten? Wir können umeve Operattonen unmöglich mrs das Ostende der sibirischen Bahn ^schranken, mrrssen vielmehr der: Tsch.cho^Slo waken westlich vom ^tmlsee H che bringen, womöglich ihre Wolga front verstärken.

lackst kann wirksam Hilfe leisten: Japan mutz freie Hans bekommen.

Auch der Zarewitsch ermordet?

Berlin, 27. Aug. Nach einer Meldung des L A aus den Haag berichtet Tarly Mail, datz ein russisckrer Fürst, der jüngs mlttetttt daß die Bolschttvisttm kurz nach bn i^ft^ung des Exzaren, auch dessen Lohn getötet hätten. Tie Mör oer begaben sich zu dem kleiner Prinzen und erklärten ihm: Wft hm-eit dernen Vater getötet. Es war der Tod eines Hundes ft» Dmw. Ter Zarewitsch brach in Tränen aus, woraus ihr eurer der Banditen erschoß.

Sibirien.

erliu, .27. Aug. Wie denn F A aus Petersburg berichte S 1** 171 ö ^J rielt eingesetzte Regier-im Gruppen wieder gestürzt lvorden. Zhv £*?£**. Begründung, datz die Regierung de-

loenevals Horvat in Librrren völlig genüge.

Amerikanische Truppen in Archangelsk.

Handelsblad"

Pt<aaet am, Lonom:. Diie ?ünerrkrner landeten Mt ebenso Une dit

Franzosen und Engländer in Archangel-sk Truppen. Nach Sibirien wird eine aus allen Waffen genrischte kanadische Brigade geschickt werden.

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Die Aalandsirrseln.

Stockholm, 25. Aug. (WTB.) Meldung des Svenska Tele- goambyran. Tie Verhandlung«! zsvischien Schweden, Finnland und Deutschland zur Schleifung der Aalandsbefestigungen finden seit dem 21. August in Mariahamn -urter den: Vorsitz des Landes­hauptmanns Trolle, eines Mitglieds der schwedischen Abordnung statt. Tie Unterhändler besichttge-r die befestigten Plätze und fahren am nächsten Montag nach Stockholm, wo die Verhandlungen fort­gesetzt werden.

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Die ukrainisch-russische Friedenskonferenz.

Kiew, 25. Aug. (WTB. Nichtamtlich.) Tie gestrige Voll­versammlung der ukrainisch-russischien Friedenskonferenz verhan­delte über die ukrainische Erklärung, daß nach der Selbständigkeits- erklärung des Tongebietes und iiach deren Anerkennung durch die Ukraine nur noch über die Nordgrenze mit Rußland ver­handelt werden solle. Tie russischje Abordnung verlangte eine Verhandlung auch über die Grenzen im Tongebiet, weil die T-onbevölkerung sich noch nicht selbst für die Loslösung ansge- sprock)«en und die Ukraine zu Beginn der Friedenskonferenz die russische Abordnung als Vertreterin des gesamten Grotzrußlands anerkannt habe. Eine Einigung wurde nicht erzielt, aber der Ab­bruch der Vmhandlungeu zunäckA vermieden. Beide Parteien sollen eine schriftlicke Festlegung ihres Sdandpunftes einreickien.

Am 2. September.findet in Rostow eine Beratung von Ver­tretern der Elnzftgebiete Südostrutzlaiws statt, um .die für die Föde- ratton des Südostens gemeinsamen Fragen von Handel, Wirt­schaft, Finanzen, Valuta sowie einheitlicher Verwattung und der Berkrhrsivege zu rs^eln.

In NonTvtscherkask langte der Ukrainischen Delegraphenagentur zufolge eine ukrainische dlbordnung an, um dem Ataman Krasznow' ein Handschreiben des Hetman zu überreichen, und um guttrachbar- liche Bezi-ehungeu 'anzubcchnen.

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Polen.

Wien, 26. Aug. Die N. Fr. Pr. erfährt über die mehr- sttindigen in Krakau geführten Beratungen des Prin^n Radziwill mit den ft'lhrenden polnischeu Persönlichkeiten. Tie Besprechirngen «erössnete Fürst Lubvmar Lubonürski mit einer Ansprache, in der er t-en Prinzen Radziwill herzlich begrüßte. Sodanu ergriff der Prinz das Wort und erstatte e aussührlichcn Bericht über die Er­gebnisse der Bespreckmngen in Berlin, Wien und im Teuttche-i, Hauptguartier. Der Prinz sagte, daß er mft den Ergebnissen seiner Reise sehr Mfrieden sei. Dieser A-rschauung sttmmten nach länge­rer Aussprack^, in der an den Prinzen eine Reihe Anftagen gerichtet u-id seine AusführiMgen anerkanirt wurden, alle Mirwesenden zu. Die galizische Frage wurde dabcr ausführlich erörtert und man konnte mit Beruhigung feststellen, daß sie von ter Warschauer Regierung entsprvck>end ihrer Wichtigkeit beurteilt lsvird. Als Ergebnis der Beratungen ist anzuuehnreu, daß die Aus­sprache zur Vereinhcitlichung der A.nschauunge-i aller Anwesenden sowohl über ine jetzige Lage als auch über die nächsten Ausgaben, die die polnische Regierung m Warschau und der Polenklub m Dien erwarten, geführt hat. .Wie weiter verlautet, sollen di-ö Ausführungen des Prinzen die Befürchtungen betreffs einiger Fragen beseitigt haben. Tie Beratungen sollen heute fortgesetzt werden.

Der Scefrieg.

Versenkt.

Amsterdam 26. Aug. (WTB.) Aus Pmuiden wird den ,^.üEirdag Ochtenblad berichtet, daß außer den hier berefts ge meldeten holländischen Fischersahrzeugen wxh die Fischersalwzaug .Merlanvra 2" undstdeerlaMa Z" aus Katwyk undStella" au- Pmuiden von einem U-Boot aus der Höhe des Haaks-Leuchtschiffe! versenkt wurden. Die Schisse befanden sich im Sperrgebiet.

Königin RegenteS.

Haag, 25. Aug. (WTB. Nichtamtlich.) Korrespvndenzbureau L-as holländische Ministerium des Aeußern gibt bekanift, daß « auf Grund der Zeugenaussagen vor dem Schifstthrtsvat zu den Schluß gekommen sei, daß der lttttergang derKönigin Regenles" durch ein Torpedo verursacht wurde. Tie holländische Regierung ha ihren Gesandten in Berlin beauftragt, die deutsche Regierung vor der Schlußfolgerung der holländischen zu beuachrichttgen imd ih mitzutcilen, daß sie es hoch einschätzen würde, wenn die deutsch TrjK ^ c ^ Ttmfl I eine ernste Untersuchimg vornehmen würd zur Bean.w rt ing der Frage, ob ein deutsches ll-Boot dieKv ülj.,-.'- . ->cutes" torpediert habe.

Tie holländische Regierung wandte sich in dieser Frage cm di deutsche Recherung, weil die deutsche Marine Instruktion hat, i> gewissen Gebieten der See die deii Hospital schissen im allgemein« zugesicherte Immunität nicht anzuerkennen. Tie Möglichkeit dürft deshalb nicht ausgeschlossen sein, daß ein unerfahrener deutsche U-Boots-KomMandant entweder infolge falscher Auffassung de ihm gegebenen Befehle oder infolge icurichttger Ortsbestimmung oder mfolge eines anderen Irrtums urteilte, daß das Hospitalschis Komchn Regentes" nicht zu schonen sei und so den verderben bringenden ^Torpedo abfeuerte. Aus der Untersuchung vor den Schiffahrtsrat ergaben sich ferner verschiedene Punkte, über welch du holländische Regierung von der englischen Regierung Aufklä rung wünschte, nämlich: 1. In Boston wurden die Kapitäne de drei Hospitalschiffe um Auskunft ersucht über die Jnstrukttvnen, di sie über Reiseroute mcd Zeft erhielten. 2. SoU der Plan bestände! haben, 160 Deutsche auf derKönigin Regentes"" einzuschiffen doch ist dieser Plan später nicht ausgesührt worden. 3. Ist imge' fahr IV 2 Stunden vor der Torpedürurlg ein britisches U-Boot ü der Nähe des Hospitalschiffes wahrgenommen wordim. Die brittsch Regierung antwortete: 1. Am 2. Juni, einige Stunden nach de

Aunst und Wissen,chatt.

im. T ^.nftlergru^^en im München

Glas Pa laste. Aus München wird uns geschrieben: 1 Münchner Künsilergrupven, die im Glaspalaste, dem alten u ergenttichen Münchner Ansstellungsgebäude, daheim sind, nenn sich ^Münchner .Künstlergenossenschaft"^Bund"",Bayern"" u ^Luftpoldgrupp?"". Es sind dies die Bünde, die in München l Vonservattve akademische Malerei verirrten. Immerhin ftrrden s l c !^ cr bbn Malern, die hievzu gehören, genug Künstler der bildneriickfe Aufsaffung ihre Zugehörigkeit zur Sezession roct ^ewgen würde.. Aber gerade das ist vielleicht mit schuld darr datz dvest ?bus,tellung den Eindruck des Bunten, Willkürlich macht. Fanden sich hier dock) neben wirklich guten, aus modern -Geiste geborenen Kunstwerken Stücke, die sich brrefi als Kit kennzerchnen und neben guten Nachbildungen unselbständige 5 Veiten peinlicher Art. Wieder sind einige Säle Gedächtni ausstellungen gewidmet toorden. So sehen wir einige M6 des ^verstorbenen Rob. R v s e n t h a l, eines Spitzweq-Nachfahre 'andere Stucke von ,elfr mrständiger künstlerischer Arbeit, ak ohne die lyrische Tiefe des Bi<chermeieEDMMrtikers. Wir empfi ten diese Art Kunst nur historisch. Auch der Larchschafts-Jdylli Splitgerber erscheint uns so. Georg Pa'pperitz, ein Jüru ver unter dm Alten, hat viel malerisches Können, aber sei Mottve werden versüßlicht, alles ist lächelnd bei ihm, selbst I jLouwmf llüvei.SAe, als Sabm srnit Möbeln ausgestattet, zeig Ermckw 'mbeitca Franz Simms: löenrebilder, Kosttmilich Ättwienköpfc und ein vaar größere Oftbilder. Simm liebt d um. Gesellschaftsbild, wie wir es von den Franzosen l 1800-Wend" imb später von Menzel her kemven. Er gibt sein «eganten versamn-lungen durchaus nur den pomphaften A^ amck. K'ö'.rnen und viele Mühe steckt in diesen so sorgst ausgefülrrten Gnnält^n, die in ihrer Art zeitlos sind. Em^ stanz früt,i Jahvcn starb, ist Christiau Wild. Er hat d völlig ^geneu Weg noch nicht gesunden. Gws-e Vorbilder ,ourtz dem Betrachter ferner Bilder denktich. L?ber Mkds W»g

viorwärts. Seeberger, Stuck sind die Meister, an denen er sich bil­dete. Sammelausste-llungen Lebender: Louis G r u b e r tzeigt eine Reihe seiner als Fresken momrmentag aufgebautenc Gemälde, jimrnft klassische, antik-Nisionäre Stticke von großem iGestchmacke in der .Komposftion. aber matt ^'Koloristischen Ter Maler des Seekriegs und seiner Kanrpfmiltel, Claus Ber­gen, ist mit einer großen Menge photographisch getreuer Stücke vertreten: sehr instruktive Sachen, die interessieren, aber keinen! künstlerischen Eindruck geben. Suchen wir unter den mehr als 2600 iGemälden Werke moderrren Geistes, so finden wir vornehmlich Stto lls treffliche Tierstticke, kühn in der Erfassung der Bewegung, koloristisch glänzend aus breit hiwetzendeni Pinsel Wir sehen gute impvessionisttsche Laudschafteii.von Düchtger, Karthaus imd Hager; von Stagura kraftvoll Gemaltes, dunkel rn der Sttmmung. Gute Ausschnitte in straffer Zusammen- fassung gibt Graf mit seinen Städtebildcrn. Metzgers Land­schaften, ur Tempera gemalt, sind dameUhafte Lprik. JUteressanl rn fernem Motiv und in der trefflichen Malerischen Ausgrstalttuig ist Poppes özenischer AusschiittVariante"", überlegen aufgr- faßt mit seiner inürionettenhasten PatlZos-Jronisierung. Schrau- dvlph, ein Landschafter von der Art Karl Reisers. die kunstge- ioerblich reizvollen Stücke des Berliners Albitz, und ein sehr plasttsches! Hundebild vmi E. Wl. Herz fallen gleichfalls aus. Vorzüglich gelang dem Führer der Genossenschaft, Herrn v. M a r r das Bildnis seiner Gattin, das in seiner psychologischen Feinheit durckiaus den Anforderungen eutfpricbt, die nur bnrt? \m die Blldniskunst stellen. JU derLuitpold-^ftuvw"" sthen wir Pippels prächttge Landschaften, kernig hingesetzte Stücke von starker koloristischer Kftast und Stinnnun gsgewalt. Meisterhaft sind auch H. Heiders Naturschilderungen. Peter Steinmetz malte em gutes ^ägerbild. Schnakenberg §ergt in feinerPanto- niime ^die Vvrzügr' des raffinierten Plakatmalers. IMBund" ">l c st l aus, ein Nomaittiker nach Vorumrs inch Tech inf, -^vhaun Hol zens impressionistische LandschaftAm Niedcr- rhern . Küsters ticfcrfaßteMckd^Linunwig"" ui^> Bohuen- b e«r g e r s mi todbmnmm WmmW «cvnmfec }<km

Ankunft der Hospital schiffe in Boston, hat die britische Marine aus 53 Grad 1 Minute nördlicher Breite und 1 Grad 25 Minuten 5 Sekunden östlicher Länge verankerte deutsch Minen^ gefunden. ' Ta dieser Puntt ungefähr in der üblichen Route der Hospitalschisfe' liegt, sind diese augenscheinlich glücklich davongekommen, und aus' diesem Grunde wünscht man zu wissen, ob die Hospitalschiffe von der üblichen Route abgewichen sind und welche Route sie einge * schlagen haben. 2. Es wurden keine Anordnungen getroffen, deut­sche Kriegsgefangene auf derSiimigm Regentes"" einzuschiffen, da auf den beiden anderen Schissen genug Platz !var. 3. Das betref­fende britische U-Boot hat ain 6. Juni keinen Torpedo abgeschos'en. Es befand sich im Augenblick der Torpedierung derKönigin Re­gendes"" westlich vom Leuchtschiff Leman, also mindestens 24 Meilen von dem Platz des Unheils entfernt.

Ter dcuffchen Regierung wurde die Antwort der b-rittschcn mit­geteilt.

Aus dem Reiche.

Kaiser foul in Süddeutschland.

Dresden, 26. Aug. (WTB.) 5kaiscr Karl und Kaiserin Zita werden morgen zu einem eintägigen Besuche des königlichen Hofes in Trcsden eintreffen.

München, 26. Aua. (WTB.) Tie Korrespondenz Hoffmann meldet amtlich: Kaiser Karl, der sich morgen zum Besuch beim königlich sächsischen Hofe in Tresden anfhält, wird aus der Rück­reise nach Oesterreich am Mittwoch München berühren und sich mit den Herren seiner Begleitung einige Stunden hier aufhalten, um den König und die Wnigin zu sehen.

Ucber Anmeldung von Versorgungsansprüchen erfährt Reichsbagsabgeordncter Tr. Werner auf eine Eingabe an den Kriegsmimsttr hin das Folgende:Bach den Besttni- nrungen in Ziffer 40, 3 der Pwtsionierungsckorschrist für das preußische Heer ist eine Vertretung durch dritte Per­sonen bei Anmeldung von Versvrgungsaiisprüchen, Einsprüchvi usw. nur bei Minderjährigen und bei Personen zulässig, die durch ,außerhalb ihres Willens liegende Verhältnisse an der persönlichen

mündlichen oder schrifÜickien Anmeldung ihres Anspruchs oder Einspruchs verlstndert find. I st fstr jemanden ein Pfleger oder Vormund bestellt, so darf nur dieser den Apttag stellen. Im übrigen dürfen schriftliche Anträge Uvar von dritten Personen

auch Fürsvrgestellen abgefaßt, müssen aber von dem Mi­ttag steller selbst unterzeichnet sein.

Gesten die Pferderennen.

Die ffeisinnigen Abgeordneten Tr. Heckschier und Dr. Blunck haben an den Reickskanzler die folgende Ansvage gestellt: Tie mit den öffentlichen Pferderennen unzertrennlich verbundenen üblen Drgleitcrsck-einungen, vor allem das iNatzlose Wetten, erweck^ während der Kttiegszeit in der Bevölkerung Unioillen und Er- ibittenmg. Ist ^der Herr Michskanzler bereft, Matznali-men zu ergreifen, um die öffenlticheu Pferderennen bis zum Friedens­schluß in T-eutschlaaw zu untersagen?

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Berlin, 26. Aug. (WTB.) Wie derReichsanzeiger"" mel­det, ist dem Generalleutnant Grasen v. Schmettow das Eichenlaub zum Orden Pour le merite, sowie dem Major Schwindt, Haupt- mann Trenk und Leutturnt der Reserve Jacobs btx Orden Pour le merfte verliehen worden.

Au- Stndt unv Canft.

* Amtliche Personalnachrichten. In den Ruhe­stand versetzt wurde am 21. August der Lehrer an der Volksschule M Gießen Philipp Hessin ge r aus sein Nachsuchen vom 1. September 1918 an.

** Aus dem Militarwochenblatt. Befördert: Zu Lts. d. Res.: die Vizeseldwebel Die hl (Gießen), Jourdan ll Tarmstadt), der Inf., Zoller (II Tarmstadt) der Fußart.; zu Oberlts.: Lübbert, Lt. d. Res. d. Jnf.-Regts. 116 (II Berlin . Boellrng Lt. d. Res. d. Trvg.-Regts. 24 (IIKöln): zmn Haupt­mann: T-ernen, Oberst, d. Res. a. T. iBo?rn), zul. Lt. d. Res d Feldart.-Regts. 25 (Stettin), jetzt bei der 2. Ers.-Abt. des Feld­art-Regts. 51.; zum Fähnrich: Unteroff. Reitz im Ins.-Regt. 118; Mac Lean, Major, im Frieden im Jns.-Regt. 117, jur«i Oberstlt. mit Patent vom 22. März 1918: zu Hauptleuteu: Oberlt. d. Res. Bartmann d. Leibg.-Jns.-Regts. 115 (I Han­nover), jetzt im 1. Ers.-Batl. des Jns.-Regts, 116, Hirtes, Oberst, d. Landw.-Jnf. 1. Ausgeb. (Worms). Ten Charakter als Leutnanl erhalten: die Vizcfeldw. Selzer (Gießen), zul. beim Trs.-Ball des <znf.-Leib-Regts. 117, mtt der Erlaubnis zum Tragen der Unift der Res.-Offfzieve des gen. Rogts., Schulze, Bernhard (Greßen), zul. beim Pion.-Ers.-Batl. 18. mit der Erlaubnis % Tragen der Uniform der Res.-Off. des Pion.-Batls. 18: Werner Feldw. (Tarmstadt), zum Lt. d. Landw.-Pion. 1. Aufgeb.

^ ** M e hrV 0 rsicht! Tie Diebstähle von Lebensmitteln',

Bellcidung, Wasck-e, lebendein Vieh und Fahrrädern nehmen kein Ende. In vielen Fällen sind die Diebstähle lediglich aus die allzugvoße Unvorsichttgkeit und Leichtgläubigkeit der Eigentümer zurückzuführen. Größere Aufmerksamkeit und fester Verschluß der Wohnimgen, Keller, Tachkammettn. Trockenböden und Stallun­gen ist unbedingt iwtivendig. Fahrräder müssen außer Benutzung stets mit einem Verschlußring oder einer Sicherheitskette versehen werden.

** Ausgabe von Kaffee-Ersatz. Vom 28. August bis 4. September 1918 erfolgt in den KleniHandelsgeschäften der Stadt Gießen die Ausgabe des Kaffee-Ersatzes gegeir Vortage des Bestellausweises zur Lebensmittelkarte und Ablieferung des Bezugs- abschnitts Nr. 9. Einzelne abgettennte Marken Nr. 9 sind un- glllttg und bereckstigen mcht zum Empfang von Kaffee-Ersatz. Näheres im Anzeigeweil.

^oblenversorgung. Die meldepflichtigen gewerb­lichen Betriebe können die Ko hl en me l de k a r t en für Sep­tember wie bisher bei der L'ohlenausgleichftelle der Handels- kaimner, Loriystraße 7, bis spätestens 5. Septem ber abholen.

gleichfalls gencmnt. Bei denBayern"" schließlich ffnden wir ein selrr hübsch^ Naturbild von Raoul Frank und Ernst Lieber­manns lichtreiche Interieurs.

®i« n 5 Wolzogen-Uraufführung. Man schreibt uns aus München: Am Münchener Schauspielhaus ge^ langte Ernst von Wolzogens vierakttges ÄchauspielDie P e i t sch e"" zur U r a u f f ü h 7 u n g. Das Stück behandelt die .Gegensätze in der Bankdirektorsamilie Silvester. Wahreird dc r Vater aus Willen zur Macht eine unbeugsame Strebernatur ist, der den Blick nur nach der Höhe richtet, ist die Mutter tveich. pietätvoll und der Sohn eine ideal gesinnte, immaterialistisch.' dtattrr. Nur ?Idelheid, die. Tochter, ist nach dein V-tter geraten, und so heiratet sie denn auch derc alten Geheimrat. dessen Einfluß deni Vater im­poniert. Der Sohn aber verliebt sich in eiite ftrnge Theaterschüle- rin, die er für die Geliebte seines Vaters hält. Es ergibt sich,' daß Hannelore des Bankherrn natürliche Tockster ist. Frau Gerttud wird durch diesen Beiveis der Uittreue ihres Nionnes völlig er­schüttert, Hans Georg geht in den Krieg und fällt. Gebrochen bleibt der Bankherr zurück. Er spürt nicht mehr diePeitsch^-"" über sich, den Antrieb zum Schaffen, in dem er das Geheimnis alles Werdens sieht. Die illegitime Tockster adoptiert er, und sckstießlich findet sich auch Gerttud zu ihm zurück, und er cr- kermt, daß die Liebe ein heißerer Ansporn ist als der Wille zur Macht- Das Stück ist undarmattsch. Wolzogen zerlegte den Stofs für einen Familienroman in Akte. Auf Nebenfiguren ,oie aus den Freier Adelheides ivrrd ein ganzer Mt aufgebaut, andere nächtige Gestalten erscheinen erst spät. Dem Ganzen fehlt der große Zu­sammenhalt. Ihm fehlt auch der einl-eitlickie Stil. Aus ironisch betontem Lu stsplelgeplauder wird ethische Auseinander setz uiig Schlagworte iverden pathettsch geschleudert. Der .Krieg bietet die äußerliche Faffade. Die Darstellung unter des Autors Leitung milderte nicht, sondern unterstrich. Gute Leistungen sahen nur von Frau Glümer, besonders aber voik Fräulein Diel- mv n n, aus der sich lunter geeigneter Leftuiig ^ine tüchtige Schauspielerin machen ließe. Herr- Gucnther, Herr Schar- wenke standen gleicd»alLs gut auf ihrem Poftvn. Das Publikmn sendete freund lichvr Beifall und rief den Autor. R. U.

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