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Nl. M Zweites Blatt

Giehener Anzeiger (General-Anzeiger für Vberhefjen)

Dienstag. ( 5 . Augu" M 8

51m# 5taö t nno Ca»?«».

Gießen, ben 13. August 1918.

Schweinehaltung und HauSschlachtnngeu

Am die heutige Bekannt»» ul>umi im KreiÄblatt sei besonders mrfmerkßnn gemattet Ta,»a l muß alsbald die Vora»nneldung> aller für die diesjährige H »usschlachtung bestimmten Schweine erfolgen Duvct» die Boranmeldung erlangt der Besitzer »wch nicht ine Genehmigung zur Bornah me seiner HausschlacyttlNg, vielmehr ist diese, »ric im i\ <gangenen Jahre. bei der zuständigen Bürger­meisterei tu Gießen bei den» Oberbürgermeister zu bean­tragen. lieber den Hausschlachtungsantrag entsd-eidet sodann das Kreisamt namen: de >wm munal verband es. Auf dem Lande tanchen in letzter Zeit allerlei Gerüchte über die diesjährig' Schweine- IfljEbuuj sowie Vor nah nie der diesjährigen HausschlachMntzen auf. welche jeder Grundlage entbehren.

Demgegenüber>; zur Beruhigung bemerkt, tafo bezüglich der int uergKnigatcit v Vi )vc erlassenen und noch gültigen Bestimmun­gen eine Iwäirdcrung biS jetzt nicht erfolgt ist.

Beteiligung, namentlich aus akademischen Kreisen, fand auf dem hiesigen Friedhof die Beisetzung des verstorbenen Kirchenhistori- kers Pros. D. Friedrich N »ppold ftxrtt.

Spielploti der vereinigte« Sranffurter Ztadtcheatu.

Gpernhaur.

Mittwoch 14. Aug., 7:Die Gezeidpreten". Donnerstag 15., 71/2 :Die Entführung aus dem Serail". Freitag 16., 7 1 / 2 :Dft: Rvse von Stambul". Samstag 17., 7:Marga«the^tz Sonntag 18., 6:Walküre". Montag 19., 71/2:Das Dveimäderlhans". Dienstag 20., 7:Die Gezeichneten" Mittwvch 21., 7Vs:

Martha".

Schauspielhaus

Mittwoch 14. Aug., 7i:Schneider Wibbel". Donnerstag 15., 7: ,Liliom". Freitag 16., 7:Romeo und Julia". Samstag 17.. 7y 2 : Zum 1. Mal.Zwischenspiel". Sonntag 18^ 37p: Vvlks- vorst. (kl. Pr.).Der Urfaust" 7y 2 :Schneider Wibbel". Mon­tag 19.. 7:Die Journalisten". Dienstag 20., 7 %:Zwischen­spiel". Mittwoch 21.. 71/2:Stella".

Der Kampf gegen öir Moskau, 10. Aug. (WTB*:' i 1 meldet 1 An ber w e stl i«che n - , c> beim Tvrfe Alexejewka geriet cst mit dem Feind. Ein Er^und!> , Tanrpser mit drei Zchomsteine.- ui- ichossen. Ter Feind mußte zurüi^b südlich C h w a l v n 6 k an der Wol Nevch^einem Kamps bei T e t i 11 i it i__ ( auf S» mbirsl Tie Balm Ufa L zwiülien Hurkait und Bugulma in un> Tschecho-Slowakcnfront besetzten Eich von Kupgur und hie Tori 01 s ch i z t v j c nördlich Kvoßnauftmsk besetzt.

Rach einem Bericht des soeben i KriegskomnTissars der fibrrischen Armeen die Arbeiter mit austerordentlich'r .Härte

.'.'cosnri den die

** Aus dem Militär-Wochenblatt. Befördert: Lauer (II Darinstad: . Schneller (Mainz), Bitzefeldw.. zu Lts. d. Res. d. Inf., Schütz Mainz. Bi-eseldw.. zum Lt. d. Ldlv.-Jnf.

2. Ausgel'.. Kouffmann (Mainz), Bizeseldw., znm Lt. d. Res. d Pion.. Müller. Hermann (Darmstadt), Bizewachtin.. zum Lt. d. Res. dt. Feldart, Nohl (Friedberg). Bizeseldw.. zum Lr. d. Res. d. Jrtt.: Mebldau. Offiz»erstell Vertreter, »m Friedei' im Inf.-Regt. Nr. 117, zum Feldivedcllt.: Peppler (Gießen). Bizeseldw., z. Lt. d. Res. d. Ins.. Günther (Mainz), Vizeseldw.. zun» Lt.' d. Ldw- Jirf. 1. Aufgeb.: Krönenderger (Mainz), Vizefeldw., zum Lt. d. Res. d. Sfraftf.

** Käse-Verteilung. Von Mittwoch den 14. bis ern- schlrestlirlr Montag den 19. d. M. gelangt in 8 Geschäften Käse zur Verteilung. (Näheres im Anzeigenteil.)

** Die Auszahlung der Fam il i enu n te rstüt zuug an die Angehörigen der zum Heeresdienst Eingerufenen, für 46 bis 31. August 1918 findet in den nächsten Tagen statt. Näheres siehe Vekaimtmachnng.

** Kolvnialkrie gerspende. Tie beiden Ooiertage. 17. und 18. Llngust. steben vor der Türe. Im ganzen Deutschen Reiche nflrrd an diese»» zwei Tagen die Opfersreudigkeit des deittschen Vol­kes in Anspruch geiwmmen werden, um die Mittel aui;»»bringen, damit den Kolonial ri 'gern, ihren Angehörige»» und Hinterbliebenen, sowie allen Kolonial deutschen, die in den Schutzgebiete»» durch den .Brietz Hob und Gut verloren haben, die Hilfe geleistet werden fl am», welche die Reichs versor gmrgsges etze nicht ermöglichen. Und wahrlich, unsere heldenmütigen Londsftmte da drausten n» den fer- tzven Lärchen haben den Tank des deutschen Volkes verdient. Es ist eine Ehrenpflicht für jeden Deutschen, zu der unter amtlicher Vcr Wallung stehenden Kolomalkriegerspende sein Sehers lein beizutra- geu. Wir oerweisen anst den im Anzeigenteil der heutigen Nummer veröffentlichten Aufruf.

** Eine amtUdie Warnung vv r Oel aus roten Holunderbeeren. Man hat oft dir Beeren des roten Hotuiv- ders, auch Berg oder .Hirsd-iholunder genannt, als eine der er­giebigsten Oelpuellen bezeichnet und zu ihrer Sammlung angeregt. Der Kriegsausschuß für Oclc und Fette sieht sich gezwungen vor dem Genust des aus den Beeren des roten Holunders durch Pressen oder Extraktion gewonnenen Qels zu warne»». Es haben »ich nämlich nach dem Genust dieses fetten Oeles llnzuträglich- keften gezeigt, die sidi besonders in heftigem Erbrechen und Wführ Wirkung bei verldxedeuLN Personen äußerten. 9luf Deranlafiümg des Kriegsausschusses bat daraufhin der Geheime Regierungsrat, Prof Dr Thoms, Direkt.'»' des PlwrinaAeutiscben Instituts der Berliner .Königlichen Untversftät, cl«misd)e und physrolog»sch' Untersuchun­gen DorgeTtOTTmum, um die Ursache dieser Erscheinungen zu er­mitteln. Die Beeren des roten .Holunders enthalte-.» zwei völlig verschüdene Odle: Dos eine ist in nur sehr gern» .7er Menge im Früchtsteisch enthalten, mährei»d das andere die Kerne der Beeren in ziemlfti» reichem Maste aufir»eisen. Das Frndftflesschöl »st dunkel-« gekb gefärbt, erstarrt znm Teil schon bei Zin»mcrten»peratur ur»d ist bei »»»inus 9 Grad vollkommen fest. Die physiologisch^» Unter­suchungen ergaben, daß es keine gesundheitssch ädlichen E»genschaf- ren besitzt Anders dagegen das Sairnmöl. Es gehört zu den trock- nenden Oelen und hat die hohe Jodzahl 177,4, Säurezahl 29.24 u»»d Verse»sungszahl 188,5. Daß in ihm ein Oel »wrliegt, dessen Genuß brechenerreMNde Eigenschaften und Absührwirkung besitzt, erwiesen im Pharmazeutischen Institute der Kgl. Universität an- gestellte U»»tersuchunqen einwandfrei. Sie wurden durch Füttc- rungsversnche, die nrft Preßrnckständen vm» roten .Holunderbeeren »m Tierphysiologischen Institut der Berliner La»»dnnrtschaftlidien Hochschule vorgenoinmen wurden, in vollem Unrfange bestätigt. Hierdurch erklärt sich bic Tatsache: das durch Auskochen der frischen Beeren geirwirneire Oel, Nwbei das Samenöl mcht mft- gewonnen wird, nxrr »nelen Personen durchaus zuträglich: ebenso die aus dem Fruchtfteisch hergestellte Marmelade, ^welche die Samen wohl kmin» enthält. Selbst wenn auch ganze Samen mxb in dieser Marmelade vorl^anden waren, so konnte d»e Oelwtrkung der Sarrren mcht zur Geltung komnren, da- das Oel beim Kochen »ftcht aus den Samen hcrausg?-ogen wird und daher auch iricht beim Pasfteren des Körpers zur Einnftrkmrg aus diesen kommen koirntc. Ist »run auch das Fruchtlleischöl genießbar, so muß doch seine Herstellung in Anbei rächt der geringen Ausbeute t0,16 bis 0,65 00m Hrmdert au» frische Beere»» berechnet) als nicht lohnend be­zeichnet werden, ganz abgesehen davon, daß es roegen seines wenig angenehmen Geschmacks ohne vorherige Raffination, kaum An- llang finden dürfte Dagegen muß vor dem Genuß des Oels, das durch Pressen und Extraktion aus den Same»» des roten Holun­ders gewounen wrrd, wegei» seiner gesrmdheitsschädlichen Eigen­schaften cnrs das t»achdrncklid»st'.' gewarirt werden.

** Schwa r z - Wei ß- L i chtspiele, Sellersweg 81,. Don heute ab bis einsdü»eßlid)i Frbitag tritt Pvldi Müller vom Deutschen Volkstcheat er in Wie»» in ihrem neuesten FilmDas Glück der ''chSivdn Kvefzlenz" m»f. Außerdem gelangt das LustspielHoben Sie 50 000 Ä^irk" undMädi »nächlt Krieg" zur Ausführung. Siehe Anzeige.

** Lichtspielhaus, Bahn hofftr. 34. Die beiden Filmwerke nrft Henrry Porten u»»d Biggo Larsen werden heute zum letzten Male ausgefühn. Von fNittwoch bis eiirschlicstlich Freitag gelangt der FilmDas Rätsel der Stahlkammer" zur Vorführung. Außerdem tritt Ilse Bois ft» ihrem neuesten LustspielDer Binder der Schwester" aui Siehe Anzeige.

Hessen-Nassau.

K P Frankfurt a. M., 12. Aug. Ein Frankmrter Blatt n»eldet: Da^ auch bei uns St. Bureaukvatius nock lebt, bewnstt der Vorfall, der sich kürzlich beim Brande des Wasserhoses hinter der Gerbernrühle bei Obcwrad Mg^kruaen. Hierbei wurde F^vl'r der Fronkftrrter Feuerwehr gmneldet, aber diese gab die Meldung an d»e Oberräder Wehr weiter, da. diese ft» Betracht kän»r. Letztere war de»rn alsbald a»n Bc>a»»dorte, doch sie durfte »»»cht mit deft Löscharbeiten bcg»»rnen. da der Wasjerhof dod» Eigentum dev Stadt Frankfurt ist m»d somit die Fraukfi»rter Feuenvehr zuständig war. Also wurde diese abermals angeruscn. Doch bis sie nun ein- llas, standen die vorderen Volieren, die das Geflügel der 3 Ber­einigten Geslügelzuchpereine eitthiclten, in vollen Flammen. Auch »»rar das Feuer schon a»»f die angrenzende große, lange Scheime, welckie ganz ft» Geflügelkäfigen eingeteilt ist, übergesprnnge»». Ueber 70 wertvolle Rassehütprer, ebenso viele Tauben usw. Ware»» schm» in den Mammen unrgekontmen. Nur mit gro^r Mül>e können die hft»1ere.»i Volieren n»»d d»2 zweite große Scheune, die meist »vertvolle Ausstellungskäsige bir^t, gerettet werden. Bei un- günstigem Wir« wäre auch diese sowie d»e angrenze»»den Wohn­gebäude verloren ge»vesen. Ja, selbst die 30 hier urrberaebrachten Kriegsgesangenr»' dursten nicht eingreifei», obwohl sie sonst stets im Hofe lferrrmlauien Hätten dieselben an den Dotieren nur einen Turchschkag, d h eine Abgrenzung machen dürfen, so wäre ein! Wefterlaufen des Feuers vermieden und die Sckieune. Tier«, Vo­lieren gerettet worden

K. P. O b e r u r s e l, 12. Aug. Unter ungewöhnlich starker

Eetztc Nacyvichten.

Dev ncticfic ^Zevickt dev Heeresleitung.

(WTB.) Großes Hauptquartier. 13. August. (Amllich.)

W e st l i ch e r Kriegsschauplatz. Heeresgruppe KronprinzNupprecht. Südwestlich von Ypern am frühen Adorgen heftiger Ar- tillcriekampf. Feindliche Angriffe kamen in urfierem Feuer nicht zur Euftvicklung. Südlich von MerriS wurden mehrfach wiederholte englische Teilar»grifft abgcwiesen. Vorfeldkämpfe beiderseits des La Bassse-Kanals und zwischen Scarpe und Ancrc. Au der Sd,lad?.tfront ruhiger Vormittag zwischen Aurrc und Avre. Südlich der Somme griff der Feind am Nachmittag zu beiden Seiten der Römer Str lße Faucau- courtVillerS-Brewneur an. Er wurde abgennefen. Nörd­lich der Straße AmiensRohr «lugen wir am Abend starte feindliche Angriffe ab. Zwischen Avre und Oise tagsüber hef­tiger Kampf mit teilweise neu eingesetzten französischen Divi­sionen.

Starke Kräfte griffen im Atorgennebel dift.t südlich der Avre sowie zwischen Llolop und nördlich von Elineourt an. Sie brachen vor unseren Linien zusammen. An cinz-lnen Stellen warfen wir sic im Gegenstoß zurück. Zwischen Tilloh und (Sannt) westlich und südwestlich von Lässignn setzte Der Feind seine Angriffe bis zum späten Abend südlich van Tilloh bis zu fünf Malen fort. Aus dem Matzgrunde heraus stießen schwache Kräfte vor. Wir schlugen sie teils zurück, vielfach blieben seine Atrgriffc schon in unserem zusammengefaßreu Arttllcriefeuer liegen.

Heeresgruppe Deutscher Kronprinz.

Nördlich und östlich Fismes hatten örtliche Angriffs unternehnmngen Erfolg utrd brachten Gefangene ein.

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Gestern wurden 29 feindliche Flugzeuge abqeschofsen. Leutnant lldet errang seinen 53 . Leutnant Bcr»how seinen 43. und 44.. Leuti-ant Freiherr von Richthofen seinen 39. und 40., Leutnant Kvennecke feinen 29., Vizefeldwebel Thom sei­nen 28.. Leutnant Laumann seinen 24.. Oberleutnant Frei­herr von Bönigk seinen 21., die Vizefeld-ttebel Dörr und Mai ihren 20. Luftsieg.

Der Erste ȟeneralgimrrrermeister

Ludendorff.

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Neue U-Boot Erfolge.

Berlin, 13. Aug. (WTB Amtlich.) Im Westausgang des Kanals wurden trotz regster feindlicher Gegewoirkung zu­meist aus Geleitzügeu mehrere Dampfer von zusammen 16000 Brutto-Register-TonTten versenkt. Ferner wurden im Angriff auf zwei von mehreren Zerstörern begleiteten kleirren Kreu zern, sowie an anderer Stelle auf eine U-Boots-Falle Tor- pedotresfer erzielt, deren endgültige Wirkung infolge lebhafter Gegenwehr u»td unsichtiger Witterung nicht beobaclitet werden konnte. Der Chef des Admiralstabs der Marine. Fliegerangriff auf Frankfurt.

F r a n k f 1» r t a. M., 13. Aug. (WTB. Nichta»»ttlich.) Der gestrige A»»g»üfi au» die orfene Stadt Frankfurt eftolgte durch etwa 12 feindliche Flieger Der Gegner war rechtzeitig gemeldet und berefts aus dem Anfluge durch Kamcheftrsitzerstaffeln der Hei­mat-Lustschützer ft» Kampf verwickelt worden Er wirrde durch die bei Frankfurt angestelllen Abrvehr-Formationen beschossen imh warf etwa 26 Bomben ab. Neben Sachschaden »'ft»d trotz recht- zeittgen Alarnw leider 12 Tote, 5 schtver Verletzte »md eine An zahl leicht Verletzter zu beklagen. Es steht fest, daß diesmal jeder der die bereits so oft und so eindringlich gegebe»»en Borfichts- »»»aßregeln beobachtet l)ätte, fich vechtzeftig Härte in Sicherheft bringen köirnen. Leider mußte von »»euem die Bevbachnmg gemacht werde»», daß ein großer Teil der Bevölkerung den verüftentlichtenl Verhaltungsmaßregeln immer noch nicht Rechnung wägt. Ja das Publiftim beobachtete vielfach, teils auf der Straße, teils von Türen n»»d Fenstern <nrS, den Arrgriff. Die verrnrglückten Personen sind, soweit bisher scstgestelll werden koirntc, ausnahmsl os ge - rroffen »»wrden. »rnnl sie trotz der rechtzeitig erfolgten Marnrio- rung geschlitzte Keller in Häusern nicht aüfgesucht hatten. Luftflotte gegen Seeflotte.

London. 12. Ava. -.Reuter.) Tie Adnnralftät teilt mit Englische beichte Seestreftkräste und Flugzeuge unternahmen am 11 August eine Erkundungsstreift a»» die weittreesft'che Küste. Von deutschen Luftstreitkräften heftig M^egriffen. gelang es sechs Motor­boote,» nicht. zwTÜckzukehren. EitglftÄe JLugze»»ge ver»nchteten nörd-, lid) Ameliand ein Lufftchisf. Ties fiel ans großer Höhe m Flam­men gehüllt ins Meer.

Amsterdam. 13. Ang. - MeSmnA der N»Lderlanü»bchen Tele graphenagentur.) Nach Berichts»» von de»' Insel Anretand sind wahrsd-einlich i»ur zwei englftche Motorboote versenkt »vorder». Mm» glaubt daß zwei »»och aus See treiben. Zwe» sind bei der Insel 'S chel l in g gelandet. Einige ©bttibät nach Beendigung des Ge »echt» kreuzte ein großes deutsches Schlachtschiff und zehn Torpedoboote forftmihrend vor der ?ln»eländer .Küste. Möglicherweise hat eins de»- bcun'dn» Tmchedoboote aud? eft» beschädigtes deuftcheS Flngzeirg auf der Sec aufqeno»mn-en. Später passierten noch ver- schisdsne Flugzeuge die Insel in östlicher und »v<Ntl»cher Richtung. G«MN abend hörte man wieder einige Explosionen mtb sah dann, wie die deutsche»» FlugzcrWc Lichtsigtvale gaben. Die ganze Be­satzung des Zepveli»»s ist ums Leben gekomnren Fliegerlentnant PipparD r.

Mannheim, 13. Am?. (WTB. Nichtamllich.) Wie d»e Ba­dische Landesz-eitnng nreldet, ist der Ftiegerloutnant Pippart, ge- bürttg m»s Wkannheun, Sieger tn 21 Larftkauipfen, ge»allen Zum Brestcr Fricdensvertrag.

Berlin >12 ÄuA Wie dieFrkf. Nachr." erfahr», hatte Herr Josse vor seiner ?lbreise nrft dem Staatssekretär des Dis- ?ttgen Herim von Hftrtze. eine Bffprechimg über d»e Ber^ Handlungen, die aus eine Abänderung bezw. Erganzring gewcß^ Punkte des Brester Friedens h»w;»elen. lieber de,» 5t<mb der

» iigetroffenrn Tschechen gegen 1 Tomsk nnnten Arbeitet verhaftet »md viele c > Pro;e7»tsatz dar

Tschechen inn-erhalb der feindlichen Armee betreo» jetzt etwa 30 Pro- Mft gegen 80 Pwzent früher. Der Rest besteht haupitsächlich aus Offizieven und Weißgardisten

Ehemuliffe Bundesgenossen?

Die .^Zossft'ckre Zeitung"' berickitet über eine unerhört jrcufümc Behandlung, die die Franzosen in Naredonien den Russen zuteil wer den lassen, die sich seit dem Frieden von Brest-Litbwsk weigerten, werter zu kcftnpfe»! Es handell sick mn in Mazedonien stehende Russen des 7. Jnfanterrereegrments. Wie ans einen» von zwei russischen Ueber- läufern oorgefimdencn Protest hervorqetzt, nxrren die Russen, im ganzen 1200 Mann, in einem Gebäude »rntergebracht, das kaum iir 400 »^eichte. Sie erhielten täglich m»r einige Z»viebacks und! 150250 Gra»nm Fleischkonferven. waren ohne medizinische Hilfe n»»d der Drohmrg ausgesetzt, daß sie zur Znxrngsarbeft nach Nvrdafrika geschickt würden. Sie wurden dann mit der Bahn nach Saloniki befördert, »vv in ihrem Lager Maschinengervehoe ausge-^ stellt »vare»». »»ftt denen die Franzosen in die Lusl^ schossen, um die schutzlosen Russen zu ängstigen. Der Protest schließ»: Völker und Regierungen! H e l f t unrund teilt der ganzen Wel »mit, was wir unter der französische Thrannc» leiden. Unterzeichne! »st der 'Protest von bevollmächtigten Soldaten des 1. Bataillons, insgesamt 1200 Mann.

Der päpstliche Nuntius für China.

Rom. 11. Aug Privattelegramm.) Reuter-Meldung Wie versichert nnrd, ist ftlfolge des E»»rspruchs Frankreichs die Ernerv- nung des värchtlichen ''iftrntftls Petrcll» für China aufge­hoben worden

werden Das gilt besonders »n. der Frage der Ab änderuna der Damo-rkütionSlin^c.

»»»»»»»fl » ! h enge Prene

rl> S l v wn k sn » r 0 n t Flottille in eine»» .üampf vser »vurde versenkt. En» am Geschützen wurde zer- 1 Das Dorf N e r 0 w k a wurde von Ms besetzt, mnnen wir den Vormarsch dir i ist teiltveise, nämlich er^ Hand. An der westlichen vir di" Station Midiopskaja Neikowskoje u»»d ) r b »t fft vom Feind

Amtlicher Teil.

Bekanntmachung

üoer das Verbot der Herstellung von Branntwein aus Obst.

Aus Gr»utd des 8 1 der Verordnung über die Verarbeitung vott Obst vom 5. August 1916 sReickrs-Geietzbl. S. 911) nnrd besttmmt:

I 1 .

Obst. ObsterzeuMisse aller Art und Rückitände von Obst dürfen gewerbsmäßig zur Branntweinbevstellung nicht verwendet werden.

Lftisgenomneen sind sold»c Kirschen, die sich zum Genüsse in rohen» Zustande nicht eignen und b weöinmlich ft» ihrem Erzeugungs- gebiet ausschließlich zur Bronntweinherstelllorg verwendet werden ^Breirnkftschen).

Weintrauben gelten nicht als Obst im Sinne dieser Verord­nung. Die Verarbeitung von Weintrestern zu Bramrtwein regell sich nach der Verordnung über Weintrester und Traubenkerne vom 3. August 1916 1 Reichs.Gesetzbl. S. 687 u»w den dazu ergangenen Ausführungsbesttmmungen vom 21. Dezember 1916 (Reichs- Gesetzbl. S. 1073V

§ 2 .

Ausnahmen von dem Verbot des § 1 können von den Landes- zentralhLhörden oder den von diesen bestinrmten Behörden für Obst ^gelassen merbeit, das zum menschlichen Genüsse untauglich ist und wegen seiner Beschassenheit oder aus anderen Gründen zur Herstellung von Marnreladc nicht verwendet^ »verden kann, unter den gleichen Voraussetzungen aud) für Obsterzeugnffse »md Rück­stände von Obst.

8 3.

Die Landeszentralbel)örden können die gewerbsmäßige Ver. »vendung von Brenn kirschch» (§ 1 Abs. 2) zur Branntweftrherstellüna beschränkenden Vorschriften »mtern»ersen.

8 4.

Ter Absatz von Obstbran»»tw>'in regelt sich nach der Verordnung über den Verkehr »nft Branntwein aus Klein- und Obstbrennereien vom 24. Dezember 1917 (Reichs-Gesetzbl. S. 179 und den auf Ginnd des 5 i dieser Verordnung von dem Vorsitzenden der Reichs- branntweinstelle »estgesetzten Höchsrvreisen. der Wsatz abgebrarrnter Obsttrester nach der Verordnung über Futtermittel vom 5. Oktober 1916 (Reichs-Gesetzbl. S. 1108)

8 5.

Mit Ge»'ängnis bis zu einem Jahr mrd mit Geldstrafe bis ztu 10 000 M'ark oder nrit einer diese»' Strafen »mrd bestraft, »ver dem Verbot des § 1 entgegen Obst. ObflerzeuMisse und Rückstände ton» Obst zur Branntweinherstelluug »»ertvendct oder den aus Grund des 8 3 dieser Verordnung von den Landeszentralbehörden er­lassenen Vorschriften zrrwLerhandelt.

8 6 .

Diese Verordnung tritt mit dem Tage ihrer Verkündigung ft» Kraft.

Die Bekanntmachung der Reichs »'teile für Gemüse und Obst vom 2. September 1916 (Reichsanz. 208 vom 4 September 1916)/ vom 9. Sevtember 1916 (Reichsa»»z 214 vom 11 September 1916), vom 9 November 1916 Reichsanz. 26<! vom 10 s'ft>vember 1916), vom 2. ^ebr»»ar 1917 «Reichsanz. 34 vom 8 Februar 1917), vom 20. Februar 1917 (ReichsMz. 48 vom 24. Februar 1917) treten gleichzcittg außer Kraft.

Berlin, den 5. Juli 1917. 6039V

Tie Reichsstelle firr Gümüi'e und Obst.

Ter Vorsitzende: von T i l l y.

Bekannttnachi'.ng über Lrzeugerhöchtzvreise für Zwiebeln.

Aui Grund des Z 4 der Vcrordrmng über Gemüse, Obst und Südftüchte vom 3 .April 1917 Rcnchsgesetzbl. S. 307) wird bestimmt:

8 1 .

Der Preis für inländffche Z»niebell» dar» beim Verkauf durch den Erzeuger die nachstehenden Sätze je Zentner »ncht übersteigen:

Bei Lieferung aufgrund eine» von der Reichsstelle für G«. m se und Obst abgeschlossen» oder von ihr genehmigter Lieferungsvertrages.

Für Znneveln. lose vis 31. Oktober 1915

14.50 Mk.

vom 1 November 1918 ab 15. Mk vom 1. Dezember 1918 ab 15.50 Mk. vom 1. Januar 1919 ab 16.50 Mk. vom 1. Februar 1919 ab 18.50 Mk. atnii 1. März 1919 ab 20.50 Mk

15. Mk. 15.50 Mk.

16. Mk.

17. Mk. 19 - Mk. 21. Mk.

Diese Preise gelten für gesunde,^ marktfähige .H,rnd. i4ware. frei verladen in Bahnwagen oder in Schiff.

§ 2 .

Für Saab- und Steckzwiebeln bleiben die besonderen Bestim- mungen der Bekam»tmachrrng der Reichsstelle für 6>enrüse und Obst vom 15. November 1917 (Reichsanzeiger 373 vo»n 16. No-

venrber ) aufrechter halten.

8 3.

Diese Verordnung ttitt am 11. A»»gust 1918 m Kraft. Berlin, den 7. August 1918. 6008D

Reifte stelle für Ge»»e und Obst.

Der Borfttzende: I. B.: Wilhelm.