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Die Verluste der britischen Armee.

^^Nvlterdam, 10 Mg. (WTB.) TomNieuwe Rottcrdain- - Mstn Mourant 5 'itfalg>e betrugen die V erl u st e der britischen A rmc / 071 ?TC cri Fronten im Juli dieses Jahres, soweit amtlich devrmrtgeilurcht nmche. 1976 Offiziere und 62 861 Manu. Tie Manru verlor in der gleichen Zeit 41 Offiziere und 229

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RsguithS Ziele.

London, 5. Ang. (WTB.) Anläßlich der vierten Jahres- des Kriegsausbruchs-gab Asguith den Vertretern der altoeurtcfc Prev aus Amerika eine Uebersicht über das vergangene Zayr und dre gegenTvärtige Lage, nwbei er sacche, die Alliierten, v cmcn sauberen Frieden. Unter den Streit trarten, die zu ihrer Versügnnq ständen, vermehrten sich die -uuarmschaften aus Amerika, das ritterlich geholfen habe, die Front wahrend krrtilcher Stunden zu halten, in wachsendem Mähe und versprachen ein vorherrschender Faktor zu werden. Tie öffentliche. Mernung m Europa und Amerika sei jetzt zum größten Teil davon uberzeugt, fcwfc die Alliierten umsonst gekämpft hätten, wenn sie nicht, bevor sie die Waffen nied-erlegcn, locnigstens die Anfänge der großen internationalen Gemeinschaft vollendet hätten, me lmfgebaiit werden müsse auf den Grundlinien einer praktischen Politik zur Aufrichtung einer zwingenden, über die ganze Eta verbrerieten Herrschaft des Rechts und znr Verdrängung des Krie­ges ans Cmde der Welt.

Bemerkung deS WTB.: In det'r Reden der alliierten Staats­männer hören tvir neuerdings viel von einem Bund der Völ­ker zur Aiprichtto cg der .Herrschaft des Rechts und sonstigen idea­len Zcveckcn. ^der wll hier getauscht rvcrden? Wir oder die Völker der Entente ? Ter von den Staats männern der Entente ange- prresenc Völkerbund ist ein Kriegsmutel der Entente, dazu be- lUmmt, ^eutsclstand zum Heloten unter den Völkern der Welt herabzudrücken imb du Aechtung Teuftck^ands in der ganzen Welt durw^ksb/len. Teshnlb soll er durchgesührt sein, bevor die Entente dre Waffen niederlegt. Mit der Herrschaft des Rechts und dem ewigen Frieden har dieses Kriegsnftttel unserer Feinde nichts gemein.

Mg.

Malvy.

(WTB.) Malvy

reisix nach Jrun bei

Paris, 11.

San Sebastian ab

Paris 11 .Aug. (WTB.) Agence Havas. Malvy richtete an DosaZrnel einen Pwtestbrief gegen das Urteil des obersten GQrchts, rn dem er sagt, das Urteil verletze bic Verfassung die und das heilige Recht der Verteidigung. In dem Wunsche rnder ernsten Stunde, in der sich das Schicksal des Landes arte scheide, eine Ablcnkuiig seiner Anstrengungen durch Agitation zu vermeiden, gelwrche er dem Urteil, das ihn zwar treffe aber er werde niemals das politische Urteil annehmen, das seine BÄrttk ttäse Malvy schließt, indem er an alle Gleichgesinnten ^n Aunmf näxet^ sre möchlbm auch ferne-, hin »nie bisher ihr Bestes und sich selbst der nationalen Verteidigung und dem Siege Frankreichs widmen, der ein Sieg des Rechts und der Unabhängig- «U Der Völker sein müsse, die ihre erste Sorge bleiben solle Mrt chm würde die Stunde der Vergeltung, der Gerechtigkeit und der Tomokvane schlagen

Die deutsche Gesandtschaft von Moskau nach Pskow

verlegt.

, Berlin 10. Aug. (WTB.) Staatssekretär Dr. He l f ferrch tft nt Berlin eingetro ffen.

^ SlL 1 !*' l 9- l.WDB. RichtMEich.) Mit Rüch'icht ans d« GeMrdung der Mitglieder der Gesandtschaft durch die Dnt- der Verhältnisse in Moskau und besonders die Partei offi H ellen ProÄamaticmen der Svzialrevvlnftonäre über die "civ- als Kvnftffmitte! ist besckstchsen worden, die bQäftf*- (^pmdftchast »m Mv^an nach Pakow zu verlegen Es soll Äwffchenfällen vvrgrbeugt werden, die unter den ob- Ee nden Unrstwtan beim besten Wüten säst unvermeidlich er- ujü die^ geeignet sein könnten, die Bestchcurgen zwischen dem Teuftchen Reiche und der Sowjet-Republik zu gefährden.

. ^ 10. Mg. (WTB. Ämllich.) Staatsminrster Dr

?E^ 5 .rich hat der Negierung der Sowjets mitgeteilt, daß d«EnttvicNuny der Berhaltnffse in Moskau und besonders die varmoffrzielle Proklamation der Sozialrevolutionäre über die Anwendung des Terrors als Kampftnittel die persönliche Sicher- helt der Mirglitar der Gesandtschaft außerotarttlich gefährdet erscheinen ließen.

i, n?. etwaigen Zwischenfällen vorzubcngen, die unter diesen Umstanden beim besten Willen fast unvermeLlich erscheinen und dre geeignet sein würden, die Beziehungen zwischen hem Deut­schen Reiche und der Sowietrepublik ernsthaft zu gefährden, habe ? Ueberswdlung der Gesandtschaft, zusammen mit

dm Mitgliedern der Gesandtschaft, an einen weniger gefähr- lichcn Ort angsordnet.

. Desatiousrat Dr. Riezler reffte seither mit den Mitglie- oern der Ge,andftchaft und eftiem Test der in Moskau weilenden Komnnssion zunächst nach Petersburg ab. Mft Rücksicht auf n? derjenigen in Moskau ähnelt,

kafferkiche Gesandtschaft sodann angewiesen worden, zu- näo^t Pskow als Aufenthaltsort zu wählen. Die Reise dorthin SEE^. der .Störmrg der direkten Verbindung zwischen

Pskvw und Petersburg über Helsingfors und Reval statt.

Finnland Königreich?

Helsingfors, 10. Mg. (WTB.) Ein monarchistischer An­trag aut Vornahme der Königswahl nach §38 der alten Verfassung wurde von dem Berfassungsausschuß mit 9 gegen 8 Stimmen angenommen. Man nimmt an, daß der Landtag dre Frage im heutigen Äbendplenum, en 1 s che id e t, da er morgen in Urlaub geht und Mfang Septein-

5 er i S l ^ ex a Jl^ er . a>r ^ cntti ^ |cn zwer^ Bornalpne

der Königswahl einberufen wird.

Helsingfors, 10. Mg MDB.) Die heutige Plermr- ftyung begann abends 6 Uhr. Zur Erörterung stand der vom Aus­schuß gutgeheißene monarchistische Anprag, die Regierung M ersuck)en. jur Vornahme der Königswahl auf Grund des Para­graph^ 38 der alten Verfassung die erforderlichen Maßnahmen taffen. Rach vierstündiger Debatte wirrde ein republikanisches Petttan, den monarchistischen Antrag schlechthin zu verwerfe mit 68 gegen 33 Stimmen abgelehnt, was eine runde Zwei- vnmmcbrteü für die Sache der Monarchie bedeutet. Ter monarchi- stffche Antrag sitae schließlich mit 58 gegen 44 Stimmen, die emern Kompromiß fielen, das die Einbringung einer neuen Regierungsporlage vorsah. Auf Grund des gefaßten Beschlusses Nnrd der Landtag voraiissichtlich Anfang September zu einer autzerord^itlichen Tagung zroecks Vornahme der Königs- wahl ernberufen weffX'n. Tie ordentliche Tagung schließt morgen m oer herkömmlichen Weise mit einem Gottesdienst ab.

^E ssingfors, 9. Mg. Wie verlautet, wird, der außer- ordenftiche Landtag zur Vornahme der Kön-igswahl berefts .auf den 27. August einberufen tticrben.

Rußland und die Ukraine.

Kiew, 9. Aug. «WTB.) Die russischen Vertreter forderten auf der Sitzung der ukrainisch-russischen Friedenskonfe­renz die Lieferung von zwei Mülionen Pud Getreide, zwei Mülio­nen Pud Zucker und einer Million Pud Fleisch im Laufe des August gegen die Lieferimg von Stoffen, Garn. Tee, Kaffee, Wäa>. Raphta und Schmi^isöl an die Ukraine. Bei Ablehnhnnng des Voftchlages umrden sie die Auslöftmg der Immission für den Warenaustausch und die Verlegung der Verhandlungen nach Mos­kau beantragen.

^ Kie w, 7. Aug. WTB. Richtamtl. i Die Schweizer Zeitung xct Bunt" meldete am 2. ?lugust die Msd.'hnung des Eiscn- balm"ffp'!'-' in b'.T Ukraine und gab die .Fahl der ausständigest v£\)F.\y:A:r \aur 200 )00 an. Tie Meldung ist vollkommen un- zurrl" eno Berftts seit dem 1. Amplst irahm der Streik, an dem «temais die oben aitgcgebene Zahl Streikender beteiligt war.

wesentlich ab, und kann nunmehr als bcaibet betrachtet werden. Am d. August wurde auch der Schnellzugsverkehr mit Goluby wieder

ausgenommen.

f ^0. Aug. (WTB.) Zeivmigsmüdungen zufolge unter- Vertreter der^ Regiermig der Ukraine und des Don- gänets cmi August einen Vertrag, ivonach R o sto w und Taganrog mit Landkreis dem Don-Gebiet zu­fallen.

v. Eichhorns Mörder.

11. Aug. Gestern wurde der Mörder des GeneralfeD- v. Eichhern und seines Adiutanten, des Hauptmanns ^sßler, in der Nähe das Lvkianowka-Gefängnisses um 5 Uhr nachmittags o s s e n t l i ch e r h ä n g t. Das Urteil war von einem deuticl^i ö-eldgericht gesprochen und wurde sofort nach der Bestäft- (gung durch den zuständigen Gerichtsherrn vollstreckt.

Deutsch-ukrainische Beratung.

?. Aug. (WTB.) ZeitungsMeldungen zufolge fand gfttern nnc ändern wichtige Beratung zwischen der ukraini- ch e n Regierung niid dem Chef der Telegafton der D e u t - JI Rcgierung statt, die für beide Teile äußerst günstige Rftultatc ergab, ^.er Inhalt der Verhandlungen wird zunächst ge­heim gehaven.

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Die VerbandSkricgsziele in Rußland.

Bern, 10. Aug. (WTB.) Ms eine Anftage des Abgeord­neten King im englilchen Unterhaus am 5. August, ob die Erl'- öer englisckMi Regierimg über die Operationen der A.luerten m Rußland gleichzeitig namens Frankreichs, Japans und wer Vevkneiigten Ltaalrn erfolgt sei, erwi>nte Baffour:

t, .^'öen keine Erklärung für unsere Verbündeten abzu-

geven^. Was wir im eigenen Namen erklärt haben, lautet: Tas Ziel feiner Maiestät Regierimg ist die Herbeisülirung der Po l i t i- schen und wirtschaftlichen Wiederherstellung Ruß­lands ohne innere EinmisichlMtg rrgondwelchw Art und die Ver­treibung der feindlichen Staitkräfte vom riffsischen Boden. Seche Marestar Regierung erklärt kategorisch, daß sie keinerlei Absicht hat im geringsten Maße die territoriale J/Ntegritäti Rußlands zu verletzen. Ich hege kftnen Zweifel, daß dieses im ^^uang mit der Ansicht aller vereinigten Regierungen

King fragte'mit offenkundiger Ironie weiter: Wäre es nicht ebenso gut wenn diese bewunderimgswürdige Kriegszielerklärüng, mit der bestimmten ausdrücklichen Z u st i m m u n g är Bundes- genossen durchgesührt würde? Balfour erwiderte: Unsere Bundesgenossen mögen es für weise halten, eine gememsame Er­klärung abzugeben oder nicht, es genügt, daß die vereinigten Re­gie rini gen eine eigene Erklärung abgeben. Snowden fragte Herbeiftchrimg der poliftschen und wirtschafte lichen Wiederherstellung Rußlands" zu verstel-en sei. (Thor ne ruft ihm zu: Alle Deutschen herauszuwersen!) Balfour ant­wortete: Es bedeutet, daß wir hoffen, Rußland in einer geord­neteren Lage zu sehen als jetzt.

Kriegszustand zwischen Rußland und dem Verbände.

Amsterdam, 10. Mg. (WTB. Nichtamtlich.) Das Reu- nreldet ans Washington, der mnerikanische Konsul m Moskau habe das Staatsdeparrement darüber unterrichtet, daß Lenrn in der letzten Bersaminlung der Sowjets in Moskau er­klärte, daß ein offizieller Krieg zwischen der russischen Regierung und der Emtente bestehe. Tscküftcherm sagte in Erwiderung auf eine Fragenach t«i alliierten Konsuln, daß die Feststellung nickt als eme Kriegserklärung betrachtet zu werden brauche, sondern als eine Erklärung des Kriegs'z'ustandes, ähnlich wie er eine zeitlang in bezug auf Deutschland bestand.

c- < Wien, 10. Mg. (WTB. Nichtmnüich.) Das Wiener K. K ^iegrarü^-Kori^ndenzbureml meldet Mis Moskau vom 9.

,August: Lenin, Tsckstticherin und Trvtzki vei'ösfentlichen einen langen Aufruf, in dem die englische und die französische Regie­rung als Banditen bezeicksinxt werden und erklärt wird, daß kein diplomatischer Bruch gewünscht werde, daß aber der Schlag mft doppelter Wucht beanLvvrtet werden werde.

Eine Rede Trotzkij».

r % ctexübuT$, 3. Aug. (WTB.) Mellnmg der Petersburger Megraphen-Agentur. Auf dem zweiten Kongreß des Sow- lets des Nordgebietes, der vom Vorfitzenden des Svw- r et s> der Volkskommissare des Nordgebiets, Sinowjew er­öffnet wurde, hiplt Trvtzki, der mft großer Begeisterung emp- s an gen wurde, eine Rede, in der er den augenblicklichen Zu­stand der Sowjet-Republik schllderte. Wir müssen uns klar werden, daß der Aufstand der Tsck)eck)>v-Slvwaken keine Em­pörung einiger Tschechv-Slowaten fft. sondern ein Feldzug der f r a n z ösischen und englischen Imperialisten^ gegen die Sowset-Republik. Trvtzki wies auf den zweifellosen Zu­sammenhang des Aufstandes der TschechoSlowaken mit der Lan­dung der Engländer und Fi'anzosen am Mnrman hin. Unsere Roten Gardisten ahnen nicht die große Gefahr des ftchecho- slowakischen Aufftandes, der von den allftertetr Imperialisten geleitet wird. Deshalb haben wir beschlossen, nach dem Ural unsere besten Genossen zu schicken, die mft den Roten Gardisten das Elend des Kampffebens teilen und sie leften sollen. Wir hegen große Hoffnungen aus die Rote Garde von Petersburg und des Nordgebietes. Am Schlüsse sagte Trvtzki: Ich zweifle gar nicht daran, daß wir siegen werden; aber wir haben nicht das' Recht dctzu, .den Sieg zu verschieben und unsere Frauen, Mütter und Schwestern hungern zu lassen, da das Brot, dos im Ural vor­handen ist, wegen des tschecho-flowakischn Aufftandes nicht trans­portiert werden kann. Ich hm nicht des feierlichen Kongresses wegen hierhergekommen, sondern um Alarm zsu schlagen Alle nach dem Osten! Das Vaterland ist in Gefahr! Wir schwören es bis zum letzten Blutstropfen zu schützen. (Allgemeiner Beifall) Nach der Rede Trotzkis mache Sorrn den Vorschlag, die Resolufton, die der fünfte Sochetkongveß in Moskau beschlossen hatte, debattelos anzunehmen. Daraus gab Grekow. ein Mitglied der linken sozi-alrevolutionären Partei, begannt, daß die linken Sozialrevolutionäre sich der Revolution der Kommunisten an- schließen.

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Englische Kundgebung an Rußland

Amsterdam, 10. Mg. ftWTB.) ReutermelÄmm. Nach­stehende Kundgebung der britischen Regierung an das russische Volk ist von den brftffchen Vertretern in Wladi-- wost'ok, Murmansk inte Archangelsk veröffentlich worden:

Eure Alliierteu. haben euch nickst vergessen. Wir erinnern uns an alle Dienste, die eure heldenhaften Armeen uns' in den ersten Kriegsfahren geleistet haben. Wir kommen als Freunde, um euch M heften, damft.ihr euch vor der Zerstückelung und Zerstörung durch' Teuftchland rettet, welches eum Volk unterjochen und die großen Hiftsmittel eures Landes für seine eigenen Zwecke be- nntzeii will. Aber toir erklären euch feierlichst, daß nnr, während unsere Truppen russischen Boden betreten, nm eilck im Kampfe gegen Deutschland ^u unterstützen, nicht einen Fuß breit eures Landes ^nrückbe halten iverden. Wir bedauern den Bürgerkrieg, der Uneinigkeit und inneren Zwiespalt unter euch gebrach hat : denn pr erleichitert die denftchen Eroberungspläne. Wir lwben jedoch -nicht die M'icht, Rußland irgendein poliftschös L-Ystem aufzuzwing-en. Tas (beschick Rußlands ruch in der .Hand des rnsslscheii Volkes. Allein das russische Volk soll über seine Regiernngsform und die endgiilft-ge Lösung seiner sozialen Pro­bleme enftcheiden. Völker Rußlands! Es gech um Euer Bestehen als unabhängige Nation. Tie Freiheiten, die ihr durch die Re- volufton gewonnen habt, werdet von Teutschlands eiserner Hand mft Vernichtung bedroht. Schart euch um die Fahne der Frei- ^ll .wnd Unabhängigkeit, rvelch wir,^ die wir noch immer eiirq .lllnerfcen sind, in eurer ORftte aufgerichtet haben und sichert de n Trr umph lener beiden großen Grundsätze, ohire die es keinen! danernden Fri^eii und keine wahre Freiheft für die Welt geben mnn. Völker Rußlands! Wir wollen nickst allein die deutsche p/urcksdringimg zum Stellen bringen, sondern eurem r.iiuierten und leidenden Lande wftftchoftliche Erl eicht cwungen scksaffen. Eini­ges von dem, was ihr brEch. hoben nnr bereits gesandt, aber noch mehr soll folgen. Mir wünschen die Entwicklungen der ftr-

dustanellen und natürltzchm Hilfsguellen eures Landes zu fördern,

ohne sie für uns auszunü^i. Wir wümchm den Güteraustausch wiederher>uirellcn. den s?lckerbau auzuregen und euch in den Stand zu setzen, euren rechtmäßigen Platz unter den freien Nationen der (irbe ernzunehmen. Völker Rußlands! Vereint euch mit uns zur Verteidigung eurer Frech Uten. Unser einziger Wunsch ist. Ruß­land storl und frei zu sehen und uns dann zurückzuziehm, um zu versvlgen, wie das rtffftsck-e Volk seine Geschicke entsprechend seinen eigenen, oft ausgesprochenen Wünschen gestaltet.

Russische Vergeltungsmaßnahme«.

Moskau, 5. Aug. (Priv.-Tel) Die Petersburger Telegra-« phen a gen tu r meldet: Ta die Engländer, ohne den Krieg zu er­klären. ruffische L-Uidte besetzen und russische Bürger erschießen, besonders Svlojet-^Ofttglieder, wurden englische und franzö­sische Bourgeois verhaftet, um als Geiseln interniert zu werden. Ausgesickstossen sind alte Leute und Männer, die eine zahlreickst Familie haben, sowie alle Arbefter ohne Ausnahme.

Verhaftung des englischen Generalkonsuls in Moskau.

, 9. Wng. (WTB.) Die englische Regierung erhielt

Nachriclst über die Ver bastnn g des englischen General­konsul si nM o s k a u, Lockhardt, durch die oolschewistisckien Be­hörden ü« Verhaftung wird mit der Erschießung von Sowjet- 7NitgIi.edern .in Arckwngelsk begrürcdet.. Tie englische Regiening hat um die lymlaffimg Lockhardts ersucht. Wie verlmttet, ist das Per- 1 >onal der englischen und französischen Konsulate in Moskau eben­falls verhaftet worden.

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Die sibirische Intervention.

. 10. Aug. (WTB. Nichtamtlich.) Kriegs

minister Völker teilte die Ernennung des Generalmajors Graves zum (vuhrer der amerikanischen (Uoedftivn in Sibirien mit ^ 9 if r ul) . orr ' 10 - Aug. (WTB. Nichtamtlich.) Nach Meldungen derAssociated Preß" aus Washington toftd General Kftutt» Otani, einer der hervorragendsten japanisck-en Heerführer, dar älteste Ospzier der Expediftou der Alliierten in Sibirien sein

Amsterdam, 10. Ang. (WTB. Nichtamttich.) Nach einer Reutemachricht aus Washington wird amtlich mitgeteilt, daß der Kern der anierikanischen Staftkräfte in Sibirien von Aon Regi­mentern gebildet wird, die jetzt auf den Phftippinen Dienst Lun. L>re werden durch frische Truppen aus Amerika verstärkt werden.

Berlin, 11-Ang. LautLok.-Anz."-Meldung aus Basel meldet Haoas aus Tvfto: Ter japanische Ministerpräsident Terccuchi äußerte sich, es sei nicht unmöglich, daß die Umstände sich derart gestatten, daß die Alliiertlm weitere Truppen entsenden müssten, -as nuftle sich daraus gefaßt machen, einer dringenden Lage gegenuberzusteheir.

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Die Haltung Polen»

Warschau, 11.. Aug. (Priv.-Tel.) Tie Rede des wirtlckMftsmr.rffters Dzierzbicki in der letzten Staatsrats^ litzuug gibt der polnischen SÄmtszectungRdonftor Polski" Anlatz rns'5^ Leitartikel, rn dem diese als deuttiche Erklärung der polnrschm Bereitschaft zur Annäherung an die Zentrale machte bczeickmet wird. Der Wille dazu, führt das Blatt aus, mangelt den Polen nickst. Kein real denkender Pole wi'irde eine Bersta-norgung auf Grund des Prinstpesdo ut des" aussckstagen.^ üoch dazu gehört ein kategorischer, vernünftiger und oertrauener- weckender Enffchilnß. Minister Dzierzbicki wendet sich in seiner Jtebe nicht nur an die Poleir, sondern an die äußeren Fattoveni ünd entrcnßt den Polen sernd-lichen Elementen die Waffe, welche das immer noch gern vorgeschobene Argument einer angeblich inw Horen Haltung der Polen liefert. Tic Haltung der Polen ist klar, nur. mug das polnische Volk wissen, daß alles, was es zu! tun htt. ihm Freiheit bringen wird. Ter Weg zur Berständi- cping mit den Polen und zur Gelvinnung ihres Vertrauens stehL offen doch mutz man berücksichltigen, daß es sich hier darum ^ überzeugen. Dazu genügen weder halb, Mittel, noch drpliomattsche Züge.

Rumänien.

Bukarest, 10. Mg. (WTB.) Im Senat verlas Mie­les cu nachftlgendkm von zahlreichen Senatoren Unterzeichneten Antrag:Der Senat verurteilt in Uebereinftimmung mit der Deputtertenkammer und mft den Gefühlen des Landes die unbesonnene, schlecht geleitete und den guten Ruf des Lan­des schädigende Politik der früheren Regierung und will an dein begonnenen Werk der Gerechtigkeft teilnehmen. Äußer großen poliftschen Fehlern hat die Regierung Bratianus noch eine Reihe von Uebertatungen begaben, welche, wie das Straf­gesetz und das Gesetz über die Ministerverantwortlichkett vorsehen, bestraft werden müssen. Ter Senat billigt vollständig das Vorgehen der Deputiertenkammer und ist der An- stcist, daß Braftanu sowie alle, welche sein Ministeri um bildeten insgesamt verantwortlich sind und unter Mllage und vor Gericht gestellt werden müssen.

Dieser Antrag, durch welchen der Senat sich rückhaltlos dem Anllageantrag gegen die frühere Regierung anschließt, wurde zur namentlickien Abstimmung gebracht und mft 57 gegen 1 Stimme bei 6 SftmmenthalLungen angenommen.

d'Annunzio über Wien.

- . Nichtamtl.i Meldung der Agenzia Sie-

tani. Ein Geschwader von acht italienischen Flugzeugen, befehligt von Gabriele d.Anminzio, hat Freftag vormittag Wien über- flogen und Flugblätter herabgesoorfen. Es kehrte über Wiene-S Neustadft Graz, Laibach und Trieft zurück.

Italienische Flugzeuge über Laibach.

Laibach. 9. Aug. (WTB. Nichtamtl.) Heute kurz nach 11 Uhe vormittags erschien über Laibach ein Geschwader von sieben italie- nffchen Flugzeugen und flog, von den Mwehrbatterien beschossen, alsbald nach Südwesten.

ver Seekrieg.

Neue U-Boot-Erfolge.

Berlin. 10. Aug. (WTB. Amtlich.) Westlnk, des Ka- «als und cm der Ostküfte Englands versenkten unsere Unter­seeboote, zjnm Teil aus stcrrc gesicherten Geleitzügen 15 000 Brutto-Register-Tonnen.

Der Chef des Admiralstabs der Marine.

B e r l i n, 11. Aug. (WTB. Amtlich.) Neue U-Bvot-Er- folge im Mittelmeer: vier bewaffnete Dampfer von zusam­men etwa 17 000 Brt. *

Der Admiralstab der Marine.

Unter den kürzlich gemeldeten Versenkungen bei deck Azoren befand sich auck) der englische DampferPort Hardy" mit 10 000 T. (200 000 Ztr. oder 10000000 Kiloar) Gefrierfleisch stir Genua besftmmr. Hierzu bringt ein Telegramm derKolnftcheu Zeitung" aus Bern Auffläruuq über dre Bedeutung eines solchen Verlustes. Es heißt dort u. a., daß sich der Bevölkerung von M a i l a n d und C o mo und wohl auch nochl von anderen lombardischen Städten große Erregung bemächtigt habe, weil die Vorräte an Gefrier­fleisch zufällig ausgegangen seien. Als Grund hierfür wird mlgegeben, daß die Dampfer, welche das OKftierfleisch aus Amerika transportieren sollten,wegen verschiedener Um­stande große Verspätuilg erlitten hätten. Auch ein Äbgeord- neter verlangt m einer Anfrage an den Verproviantierungs-

- r wlortige Maßnahnien gegen den Fl ei schm an- g e l in Mailand Es ist bezeichnend, daß in demselben Augen- bftck, wo die italienischen Blätter die Londoner und Pariser Lugenmeldungen über den angeblick)en Fehlschlag unseres U-Boot-.Krieges wiedergeben, die lombardischen Städte die Wirkungen des U-Boot-Krieges zu spüren bekommenr.