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*68. Jahrgang

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7.

: L ;1|f der EagUOrr zwhchW Allere Avre.

(DTB.) Groszes Hauptquartier, 8. August. (Amtlich.)

Westlicher Kriegsschauplatz.

HeeresgrnppeKronprinzNupprecht.

Beiderseits der Lys schlüget wir englische Teilvorstötze zurück. Nördlich der Sonnne führte der Feind heftige Ge­genangriffe gegen unsere neuen Linien beiderseits der Straße BrayeEorbie. Sie wurden abgewicsen. Während der Nacht zeitweilig auflcbende Artillerietätigkeit und.Erkuu- dungsgefechte. Westlich, von Moutdidirr scheiterte ein Teil- angriss der Franzosen.

Heeresgruppe Deutscher Kronprinz.

Zwischen Sois'ons und Reims lebte der Feuerkamps pur vorilbergel)end mif. Kleine Jnsanteriegrfechte an der Aisue und Beste und nördlich von Reims.

Heeresgruppe Herzog Alb recht.

In den Vogesen erfolgreicher Vorstoß in die feindlichen Linien am Schratzmünncle.

Leutnant Frhr. v. Vnrigk errang seinen 20. Luftsieg.

Der Erste Gcneralquartiermeister Ludendorff.

m

Der Abcudbericht.

Berlin, 8. Aug.. abends. (WTV. Amtlich.) Angriff derEnglünder zwischen Ancre und Avre. Der Feüw ist in unsere Stellungen eingedrun gen.

^Wenn man doch den Deutschen vom Pessimismus be freicn könnte!", so beginnt General der Infanteriez. D. von >Liebert seine Besprechung der militärischen Lage in derTag liehen RundsMu". Wie eine Seuche zehrt diese Krankheit an dem Gemüt unserer biederen Landsleute, wenn die Zeitungen nicht rauschende Siegesnachrchten bringen, sondern gelegen* lich ein Stillstand der Operationen Eintritt oder gar ein kur­zer Rückschlag gemeldet wird. Der Krieg ist der große Kraft messer zwichen den Nationen. Ist es ncht verständlich, daß da, wo wir Deutschen allein gegenüber den drei militärisch stärksten Nationen der Welt stehen, vorübergehend eine Ver­sammlung unserer Kräfte nach rückwärts Eintreten muß? Ist es nicht Lob nnü Anerkennmig genug, wenn von gegnerisck)er Seile (Hervs in seiner ,^8ictoire) dem Erstaunen darüber Ausdruck gegeben wird, daß die Deutschen beim Rückzug keine Gefangenen und keine Geschütze verlieren, und daß dieser Rückzug von der Marne ein militärisches Meisterstück ge­normt wird? Jedenfalls können wir beruhigt auf den Aus gang der heroisch-blutigen Kämpft zwischen Marne und Aisne in der zweiten Hälfte des Juli zurückblicken. Die deutsche jyvont ist ein wenig zurückgenommen, aber sie steht wieder fest, nachdem sie den Ansturm von 52 Divisionen der vier- verbündeten Nationen ausgehalten. Welcher Art der Wider­stand war, dafür sprechen die gewaltigen Verluste des Geg­ners, über die von allen Seiten berichtet wird.

Der gleiche Gedmrkengang ist an dieser Stelle bereits mehrfach ausgesprochen worden, und doch scheint uns heute besonders Anlaß gegeben, ihn nochmals zu wiederholen. Es war immer wieder darauf hingewiesen, daß Hindenburgs Gegenmaßnahmen noch ausstünden, und ein Vertrauens volles Abwarten dieser Gegenmaßnahmen gefordert woroen. Ungeduld ist ein ebenso großer Fehler wie Schwarzseherei Haben wir es doch bei den vorhergehenden Offensiven H'm- deftburgs erfahren, wie wenig der große Feldherr sich durch die ungeduldige Spannung des Heimatlandes beeinflussen läßt und mit imersschütterlichern Zuwarten den psychologi­schen Moment abpaßt? da die bis ins letzte durchgeführten Vorbereitungen den Gegner am überraschendsten und uner­wartetsten treffen muß.

Hat Hindenbirrg diesmal jenen Moment verfthlt, oder I*at er nicht mehr die Schlagfertigkett, im geeigneten Augen blicke dem Hieb die Parade folgen zu lassen? so werden sich auch heute wieder ängstliche Gemüter fragen, wenn sie im Abendberichte lesen:Ein Angriff der Engländer zwischen Arrcre und Avre. Der Feind ist in unsere Stellungen ein­gedrungen.'"'

Hindenbnrgs Kriegsführung verträgt vollkommenen Freimut. Sie bedarf nicht ängstlicher Verschleierung, wenn sie einmal einen der Wechftlsälle erlebt, wie sie in jedem Kriege unvermeidlich sind. So hctt Ludendorff jüngst offen ausgesprochen, daß dem letzten Vorgehen ein ähnliches Schick­sal beschicden war, wie der letzten österreichischen Offensive am Jsonzo. Nur daß die deutsche Front bereits einen 'Tag nach dem Uccherraschungserfolge der Franzosen wieder fest stand und planmäßig Schrttt für Schritt zurückverlegt wurde, so daß nicht einmal ein Geschütz verloren ging und selbst die Ernte in dem ausgegebenen Gebiete fast vollständig geborgen werden konnte. Der strategische Rückzug hat unser Heer so uncrschüttrrt und schlagfertig gelassen wie je zuvor. Und da­mit wurde Fochs Gegenoffensive zu einem Luftstoße, der einem Mißerfolge glcichzusetzen ist. Denn um Lauderoberung geht es nicht bei den Kämpfen im Westen, sondern um die Zermürbung feindlicher Kräfte.

Was Ach an der Marne und Aisne nicht gelang, versucht Haig nunmehr an Aneve und Avre. Es ist ein stra­tegischer Zwang, der diesen Angriff forderte. Ludendorsf als erster Quartiernreister kennt auch hier kein Vertuschen und gesteht den üblichen Überraschung serrolg des ersten Kamps tages tu vollem Umfange ein. Gerade dies Eingeständnis ist die sicherste Gewähr der Zuversicht unserer Heerführer, dem Stoße rechtzeitig zu begegnen und die eigene Offerrsive doch fvrtFusetzeu, wann und wo es ihnen belieben wird.

Zum Beweise dafür sei nochmals ein Urteil desVerner Bundes" angeführt, das eine Ge.'umalossensive mrserer Feinde im jetzigen Augenblick als zwingende Nottvendiglett: Kr diese erweist:

Als Gegenoffensive ivar Fochs Manöver von vornherein aussichtsvoll, als strategische Handlung gipfelte es m einer Rcmispartte, da es ihm so wenig Nne einst Iofsre gelungen ist, die Gunst der strategisckxm Lage voll auozukmtzen und der im Ddarnesack stockenden deutsctM, Arince eine Kata>ttop!>e zu bereiten. Die Kampfkraft der deutschen Truppen und die Entschlußfähigkeit der Führung haben den auf Durchbruch und Rückenangriff angelegten Flaukcmstoß in einen Einbruch und ein opferreiches frontales Nachftürmen^ verwandelt, und du de^ctsche Heeresleitung in den Stand gesetzt, allmählich an die Beste und auf und über die Aisne zurückzugehen. Nun t)t der Moment gekom men, in de maus Fochs Gegen­offensive eine Generalofsensive der Alliier­ten herauHs pringen kann, eigentlich sogar eraus springen muß. Geschieht das nicht, ruwer sich die Ällliierten aus den wiedergowonncnen Linien ein. so stehe:: Linden bürg und Ludendorsf vor nennen Entschlüssen, die vielleicht zu ein.-r völligen Umwarrdtnug des Feldzuges sichren. Diellercht ge­langt sogar eine ganz neiae strategisch' Gedankenttchtrmg zur Herr- fro,f. Dipu kann sich nicht tmlschen: die kriegerische Verstrickung ist retzt töotz des scheinbaren Umschwunges so groß wie noch nie. Beide Feldlager rnüsssr sottan die Methoden und die Psychologie des Gegners (h inehr zu ihrem Studchm machen als bisher, und sich zugleich vor Lhugen halten, daß der Weltkrieg als ltpvlitische Auseinandersetzung grösrten Sills nacl» mancherlei Evoluttorcen der militärischen Entsä^eidung im Jahre 1918 weniger bedarf als im Jah-e 1914. Ueberdies wirkt die Erhalttmg möglichst viel lebendiger Kräfte imter Umsumden entscheidender, als die rascho Turchkämpftmg ,des Entscheidungsseldznges, der jetzt die Krise, in die Hindenbnrgs Initiative die Alliierten gestürzt hat, behoben sieht. Daß daraus ohne weiteres eine dewsche Krise geworden sei. wird nur Liet schlankweg bejahen, der aus Hinden­bnrgs Itückzügen nichts gelernt hat."

Der österreichisch-ungarische Tagesbericht.

Wien, 8. Anq. (WTV.) Amtlich wird verlautbart: An der italienischen Front keine größeren Karmffhandlungen.

In Albanien griff ein aus Land- und Seefliegern zusammer-gcsTtztes Bombengeschwader den italienrschen Flug­platz östlich tim Valona an. Reiche Feuer- und Mruch- entVicklung zeugte für den Erfolg des Unternehniens.

Der Chef des Generalstabs.

Der deutsche Rückzug hinter die Aisne.

Stockholtn^ Mig. i.WTD^ Ter deutsche Rückzug hinter tzic Aisne ^rrnrd von den schwedischen Militär- krftiftrn rüähaltslos bcwundett. So schreibtSvenska Dagbladet":

-eitdcm die Teulsäpn die Linie La Fere-Wille-em-Tardenois er- rci-ckict haben, ist es ganz klar, daß sie wieder Herren der Lage ind. Seitdem war es nrchit mehr ein deutscher Rückzug, sondern ein strategisches Zuruckmarschieven, das frenvillig in einem von den Teutschm bestimmten Tempo bis zur VeSlekknie fortgesetzt wurde. Tas gcht aus dem Umstand hervor, daß den Alliietten iv-eder Ge­gangene noch Kanonen in die Hände ftelen. Dieser Rückzug der Teutschmi dürste in der Geschichte des Krieges als ein nmhres M e i ste r st ü ck dastehen. In den Kampffä, lderungen der Alliierten wurde auch die eine oder andere Stimme laut, die zug-ab, daß der Rückmarsch in bester Ordnung gcsck)ehm ist.Stockholms Tag blad" sagt:Tie Schnelligtest und Entschlossenheit, mit der die deutsch^ Heeresleitung eine so umfassende Nückwättsöewcgung be­werkstelligen ließ, läßt vermuten, daß der Rückzug bie Frucht eines genau durchdachten Planes ist öer den Zweck verfolgt dem Feinde' die Initiative wieder zu entreißen und ihm einen ' chlag an einem Pimkt zuzufügen, der den deutschen Truppen besser paßt. .Hindenburg und Lud^ckorff haben in ihren russischn und polnis.chien FeK»zügen gezeigt, daß sie den Rüc^irg beherrschen und in einen Sieg verwandeln können. Es ist aber rächt ausgeschlossen, daß sie sich auch diesmal ihren GeMern in bezug auf die strategische Berechnung überlogen zeigen.

Rn der BeSle.

Berlin, 8. Aug. Nachdein die Ententefunksprüche in den letztm Tagen mehrfach triumphierend ein siegreiches Ueber- schr>n1en der Beste gemeldet hatten, sieht sich die Eltentepropa-! gauda nunmehr ge^oungen, selbst von einer Pause in den Ope- ratimten zn sprechen, allerdings mit dem Zusatz, daß diese Pause keineswegs ein Aufhören der Offensive bedeute. Diese Pause ist eine Pause der Erschöpfrmg, denn bei ihrem Llrrgriff von der Marne bis zur V-^sle gegen bis sich Jo außerorderttlicy zäh imd geschickt verteidigenden deutschen Nachhuten haben die Franzosen limd Amerikmrer außervvdentlich viel Blut verloren. Nach dem Zusamw.Qibruch der letzten größeren Angriffe an der Beste am . Ajuaust fanden am 7. August mr der Besle-Linie bei wechselnden Feuertäinpfen nur unbedeutmde Teilkämpst statt. Deutsche Ab­teilungen stteßen nrehrfach über den Flußgrund hinüber und brach­ten GeffangeTie zurück. Zwei ftanzösische Gegenangriffe brachen im' Deutschen Feuer zriisanrmen. Jv gleicher Wxise scheiterten eng­lische und fran-zösische Angriffe gegen die neuen deutschen Linien beiderseits der Straße Brey Erröte sowie westlich Montdidicr.

Meldungen des Feindes.

Französischer Bericht vom 8. Lbrgust, 2 Uhr nachm. Heute morgen um 5 Uhr griffen die französischen Truppen vereint mit den britischen Truppen in der Gegend südöstlich von Amiens an. Der Angriff entwickelte sich unter günstigen Verhältnissen.

Englischer Bericht vom 8. August vormittags. Die bri Lö­sche vierte und die französische erste Armee unter dein Befthl des Marschalls Haig sind beim Morgengrauen au einer breiten Front Mich und südöstlich von Amiens zum Angriff übergegangen. .Der Mgrisf entwickclt sich befriedigend.

Die Beschießung von Paris.

Genf, 9. Lttrg. (L.A.) Präsident Poinearä durchfuhr aber mclls jene Pariser Sttaßen, in denen daS Bombardemeitt die stärksten Wirkuncwu ausgeübt hat. Nach demPettt Parisien ist die Zahl der Oüftr -im Montag besonders erheblich gewesen.

Malvys Strafe.

Bern, '8. Aug Die Strafverb arm ung Malvys, eine Strafart, die seit den Verhandlungen gegen die Anhänger der Kommune nicht mehr verhängt wurde, zieht den Verlust der Dcputiertenwürde Kr Malvp nach sich. Die Kammer hat kein Einspruchsrecht.

Line Rede Lloyd Georges.

Haag. 8 . Mg. Lloyd George gab im Nntechaus Usi von Bcmar Law angekündigten .Ueberblick über dce Lage. Er führte ans: Vor vier Jahren beschoß das Brittsche Reich, alle seine Kräfte cinzusttzcn m dem größllnc Krieg, den die WÄt jemals erleben Mir, nicht weil ein Einsall in das brttpche Gebitt stattgefunden h.rtte oder drohte, sondern weil das nttev- nativnale Rockt rerletzt worden wir. Als der Krieg ausbrach, be­saßen wir eure Flotte, die so mächtig war wie die drei unS an Stärke chlg^iden Flotten Msanmum. Wir hatta.c e rn Abkom men mit Frankreich, wonach wir d iesem Lande.zu H 1 1 fe kommen mußten, wenn es mcckwillig angvgnffen würde. (In; einem Interview nach seiner Rede erklärte Lloyd 9>wrge, daß cher LlusdruckMommen" vielleicht zn stark gewähll sei.) Eine Bestimmung über die Größe der Tmippeninacht. die lvir aufzm- bringen hatten, bestand niä*t, und niemals wurde der Gcoanke ansgcsprockM, daß ^vir mehr als sechs Tivisionen ins Feld sdellen

Lloyd George ;v>cmdte sch dann der Aufgabe der Flotte zu und erklättr, wenn die Verbündeten guf dein Moeve g<.jchlag»nr wurden, so wäre der Krieg aus. Aber solange dies nicket geschehe, könne Deutschland niemals triumphieren. Der euffcheidende Kampf wird in der Harrptsackp von der britischen Kriegsflotte mrs- gefochftn. Wäh lend des letzten Jahres haben die Darts chm zwerinal mit Entschlossenh.nl vernrcht, eine Entsll>eidllng herbeiz-uführen, und zwar eine auf denr Meere mit den Unterseebooten und ein« andere ans denr Lande. Sie versuchten die Offensive auf dem Lande, da die Offensive auf dem Meere mißglückt war. Wär^ letztere gelungen, so wäre dies entscheidend gewesen. Wenn dir U-Boote Erfolg gehabt l-ätten, ft wären unsere Heere m,Frank- rercli hinweggesckwwlzcn. Die Amerikaner hatten nickst herüber kommen können, tgirmiticm hätte nicht versandt werden können^ und wir hätten Frcmkreick) und Italien nicht mit den nötigen! Kehlen' anb den Rohmaterialien zur Berserttgung von Mumtionl versorgen können. Wann Frankreich Italien und England mit der ')lush.mgerung bedroht worden wären, so wäre ebenfalls de» Krieg zu Ende gkwescn.

Die Kansfahrteiflotte stand einer gkeich großen Gefahr gegenüber und zeigte denselben Mut wie die Marine.^ Sie ttanK- portierte die groß; Zahl der amerikanischen Truppen, die im retzigen Kampf so viel Mut gezeigt haben. Tie Zalst der Mannschaften, die zur Instandhaltung der britischen Flotte und der britischen! lKaussahrckcischiffe dienten, betrug mindestens IV» Millionen, von denen wahrscheftllich 8 bis 900000 Mann im militärffchst Alter waren. Alles wurde getan, um Männer für das Heer frei- Krmachen. Aber cs zeigte sich daß dies unmöglich war, ohne der britische Flotte Schaden Ayufügen.

Lloyd George sprach daun über das Machskum des Hee-> res mck sagte: Trotz der hohen Anforderungen, die an unsere! Hllfsguellen zur Jnstcordhaltung der Flotte urrd für die Kohlenv«> iorgung feit August 1914 gestellt wurden, haben wir allein trt Großbritannien für Heer und Flotte 61/4 Millionen auf die Beine gebracht, und tzwcrr zum größten Teil drrrch freiwillig^ Anwerbung, was ohne Beispiel Ln der Geschichlte aller Länder der Welt steht.

Lloyd George erllärte dann zur jetzigen militärischen Lage: Am 21. Mär^ war der Feind infolge des Friedens von! Brest-Litowsk jeder Befürchtung in bezug auf seine Ostfront ent­hoben. Er brachte seine besten Divisionen aus dem Osten nach dem Westen, während unsere Truppen durch eine langwälnende Offen- ive ermÄiet waren. Außerdem befand sich am 21. März, nur eine amerikanische Division an der Front. Das Wetter war für den Feind günstig und verhinderte die vollkommene Wirkung unseres Sperrfeuers. Tas Ziel des Feindes war, in diesem Jahre noch vor der Ankunft der Amerikaner eine Entsck-eidung zu erringest und vor allen Dingen eine Trerucuug der französischen und briti­schen .Heere herbeiznführen. Dann sollten zunächst die brilisch-en .Heere überwältigt werden, uns ft hätten die Teutfck>en mit den Franzasen leichtes Spiel gchabt. Im Anfang erzielten die Deutschen einen be­deutenden Erfolg. Unseve Berttffte an Mannschaften, namcmtlich mr Gefangenen, und an Material warn: groß. Mer innerhall) 14 Tagen wurden 268 000 Mann über den Kanal geworfen und in einem Monat 355 000 Mann. Jedes verlorene Geschütz wurde ersetzt, dir Anzahl der Maschinengewehre sogar vermehrt. In sechs Wochen wurden die Deutschen durch das britische Heer geworien und ihr Vordringen zum Sttllstand gebracht. Nach dem 1. Mai ivandten sich die Deutschen gegen die Franzosen rrnd ekelten einen vorlÄrfi- Ifftn Erfolg in großem Maßstab. Llber sie wurden durch Marschall Fioch nicht nur aufgehalten, sondern auch durch einen glanzenden Gegenaug-riff zurückgetrieben. Die Gefahr ist indessen noch nicht geschwunden; denn offenbar i)t vom deutschen Gerrera!- stab die Absicht näht aufgegeben, nach dem Plane Liftendorffs -noch in diesem Jahre eine militärisch' Entscheidung herbeizusührD:. Lloyd George unterftrchte dann die Gründe, die zu dem Erfolg dm Alliierten geführt lalnm: Plu erster Linie ist es die Sckmelligkciv ftckweien, mit der die Verluste wieder ausgeglichm wurden und mit der fe amerikanischen Truppen herangeführt wurden. Eftr ianderer Grund liegt inderEinheitdesOberbefehls. Von dem Augenblick an, da Fvch das Oberkommando erhielt, neigte püch dcM (Mick auf die Seite der verbündeten Heere. Der Feind Nibrd feilte günstige Lage vom 21. März niemals wieder zuriäL- eahalten. Denn jetzt besitzen die Amerikaner ein starkes mrd sieg­reiches Heer in Frankreich, das mit den besten Trippen zu ver­gleichen ist. Die Vermehrung dieses Heeres wird unuTtterbrochjenf vor fick) igehen, bis es allein beinahe ebenft stark ist wie das deutsche Heer.

Die wirtschaftliche Lage der DMekmächte ist verzweffelt. Mr hegen nicht den geringsten .Wunsch, ugs in die Angelegenheiten dos russischen Volkes zu nüschm, aber lvir dürfen nick« ckögern, dir.'cm Volve jck-e 5)Wc zu leihen, die uns nur uröglich ist, damit das ruffische Volk sich nneder frei inachen kann. Der einzige Wunsch der Tschecho-Slowakm ist der, Rußland ^u verlassen und nach dem Westen zu kommen, und rrnserc Llufgabe cst es, chnsr

Friedensfrage r , ft führ

die Erfüllung dieses Wunsck^es M ermöglickMi Darau i wandte sich Lloyd George dev zu. Er erllärte, er- gbnrbe an einen Völkerbund. ?lber. er fort, ein solcher Bund hängt von den Bringungen ab, unter detwr er geschlossen wird. Hutter dem Völkerbund muß eine Macht stehen, d« in der Lage ist, seine gerechten Beschlüsse durckMftchr-m. Wenn wir dem Feinde zeigen können, daß eine solche Macht besteht, so wrrd der Friede mcht mel/r fern sein. Die Personen aber, die den Krieg herbeigeführt haben, sürd raxft immer vorhanden, und wir köwcen keinen Frieden haben, solange sie die bedeutendsten Ratgeber in den Ents-Missen des Feindes, sind. Jeder tvill den Fried«rn, aber e3 iraiQ ein gerechter und« dauerhafter Friede sein, hinter dem eine.MaM Mt, ^ 1 *