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lb8. Jahrgang

Mittwoch, 7. August W8

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Vt..

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urmer

Hauptquartier, 6. August.

Westlicher Kriegsschauplatz. <§?/"^ruppe Kronprinz Nupprccht. tu»*« ? Eln:nduttgstätigkkit. namemlüli im Ancre- und

A^e-. luchurtt und südlül) von Adontdwier. Am Abend viel- !A/luflevender Feuerkamps. Würllemberger erstürmten veute n uy nördlich der Somme die vorderen englischen Linien dewerfelts der «kratze BraneCorbie und brachten etwa 100 Gefangene cm.

Heeresgruppc Deutscher Kronpriuz.

Aach erfolglosen Teilvorstötzen ging der Feind gestern mit stärkeren Graften zum Angriff gegen den Vesle-Ak» schnitt vcldersnts twn Braisne und nördlich von Ionchery vor. Aus rlemen Waldstücken auf dem Nordufer des Flusses, in denen er nch vorübergehend festsetzte, warfen wir ihn im Gegenstotz wieder zuruck. Einige 100 Gefangene blieben hierbei in un­serer Hand. Im übrigen brach der Angriff des Feindes schon twr Erreichung der Beste in unserem Artillerie- und Ma- schrnengewehrfeuer zusammen.

omie.

_ ^beutuant Udct errang seimn 44., Leutnant Dolle feinen 28. Luftsieg.

Der Erste Generalouartiermeister Ludendorff.

*

Der Abeuvbericht.

Berlin, 6. Aug., abends. (WTB. Amtlich.)

Bon der Front nichts Neues.

Der österreichisch-ungarische Tagesbericht.

Wien, 6. Aug. (WTB.) Amtlich wird verlautbart: Nichts 97cues.

Der Chef des Generalftabs.

Neben Lansdowne hat sich ein zweiter Vorkämpfer eines V?'ständrgungsfriedons gefunden, der da glaubt, der Augen­blick sei da, wo Europa bereit sein werde, sich an den grünen Tisch zu setzen und Verhandlungen auszunehmen. Es ist der niederländische Sozialdemokrat T r o e l st r a, der allerdings

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bei unseren Feinden ebensowenig wie Lansdowne politisch ernst genommen wird, weil man in ihrem Streben nach Ob­jektivität ein Hinneigen zu den Mittelmächten sieht. Trotz­dem seien Troelstras Grundlagen hier kurz angeführt, zu­mal, da auch die ^Norddeutsche Allgemeine Zeitung" in mnem längeren Artikel dazu Stellung nimmt.

Troelstra begründet seinen Glauben an die Gunst des Augenblicks mit der Kriegsmüdigkeit des deutschen Volkes, das infolge der gescheiterten Offensive seiner Regierung nur ous Notwendigkeit folge. Die Widerlegung dieses frommen Glaubens an Deutschlands militärischen Zusammenbruch und Kriegsmüdigkeit insoweit sie sich nicht mit Friedenssehn­sucht deckt wollen wir getrost kommenden 'Ereignissen überlassen.

Die eigentlichen Grundlagen des Verständigungsfrie­dens nach Troelstra sind folgende:

,.1. Die Deutschen werden sicherlich Belgien seine Unab­hängigkeit wiedergeben, aber unter der Bedingung, daß diesem Lande eine vollkommene und absolute Neutralität auferlegt wird. Sicher ist. daß man, wenn die Neutralität anferlegt ist, nicht mehr von vollständiger Unabhängigkeit sprechen kann.

2. Was den Frieden von Brest-Litowsk anbelangt, ho sind die Deutschen zu seiner Revision bereit. Was den Alldeut­schen erlaubt hat, diesen für die sozialistischen Prinzipien vernichten­den Frieden zu schließen, ist die Tatsache, das; die Russen von der 'Enki'nte sich selbst überlasten waren. Wenn die Alliierten einge^ willigt hätten, an den Verhandlungen teilzunehmen, wie Deutsch­land )i: dazu eingeladen hatte, so wäre es den Russen ganz anders Und zu ihrem Vorteil ergangen."

Obwohl auch von deutscher Seite verschiedenttich ans eine Revision des Bvest-LitowsZer Friedens hingearbeitet iwurde, -erscheint Troelstras Annahme, die deutsche Regie­rung sei dazu bereit, durchaus nicht glaubwürdig. Der Kommentar derNordd. Allgem. Ztg." lehnt wenigstens tiefe Annahme tveit ab und betont, wie richtig es gerade angesichts der letzten Ereignisse war, den Schauplatz der Verbandsumtrsebe in Rußland möglichst weit von der deut­schen Grenze fortMvertegen Andererseits gesteht der Kom­mentar zu, der Verband habe Iiußland einen Freundesdienst leisten können, wenn er am Verhandlungstische teilgenom- 7 n>'n habe, statt jedem Friedensschluß von vornherein feind- E) cntgeg-enKutveten und den Versuch, Rußland in neue Blutbäder zu stürzen, immer noch nicht cmföugctai.

Troelstra fährt fort:

i 3. Was Elsaß- Lothringen mckangt, so ist es klar, daß das ^deutsche Volk niemals in den Gedanken seiner Rückgabe Irm Frankreich einwilligen wird. Drs größte Zugeständnis, das irw Sozialisten machen könnten, Wäre die Zulassung eines

.Plebiszits, das drei Jahre nach der Unterzeichnung des Frie-

von Deutschland und unter seiner Kontrolle zn organisieret J|p rri- 7~L Wenn Frankreich und die Alliierten aus der Itückgabe Lotliringen eines ihrer wesentlichni .Kriegsziel« machen, ND d der Krieg noch zehn Jahre dauern, wenn das materiell! mög- Uch Nt. Deutschland könnte ans Elsaß-Lothringen nur verzichten, wen-! es militärisch vernichtet wäre.

Es ist sehr interessant, daß der niederländische Sozial- bcmo'rQi nun plötzlich eingesteht, Deutschland werde noch ze.)- Jahre um Elsaß-Lothringen kämpfen, nachdem er vorher Deutschlands militärische Erschöpfung verkündet har Seine klare Erkenntnis, wie wenig auch der letzte ^::Uchc jemals gewillt sein wird, unseren Vorfahren schnöde entrissenes und durch Blut wiedererkaustes deut­sch' ^ .amu'.lai'd preiszugeben, mögen sich die französischen EHauvunrteu besonders vor Augen halten und ihre Schlüsse darauf .Achen. Elsaß-Lothringer! ist für uns kein Gegenstand Vvn Verhandlungen. Selbst der Vorschlag eines Plebiszites

drei Jahre nach Friedensschluß muß als unannehmbar zurückgewiesen werden. Obgleich wir eine solche Abstimmung nicht zu fürchten haben, weil sich die Reichslande alten welschen Treibereien zum Trotz als deutsch erweisen wür­den, so besteht doch keine Veranlassung, der Würde unserer Volksgemeinschaft und Stcrmmeseinheit entgegen, gallischer Eitelkeit auch nur der Form nach entgegenzukommeu.

Troelstra kommt zu dem Schlüsse:

Das einzige Land, das in der Lage ist, den Krieg noch zu verlängern, ist Amerika, lind kann man sich einbilden, daß die Franzosen weiterkämpsen, um den Amerikanern ein Ver­gnügen zu machen? Der deutsche Militarismus ist eine Plage, aber der Militarismus, der ihn niederringen könnte, würde eine zlweite Plage sein uns ebenso unerträglich nach Kriegsende bleiben, und die militärischen Ausgaben der Völker würden verzehnfacht sein. Was soll -dann ans den kleinen Ländern werden, die imfähig sind, ihr Budget ähnlich -zu belasten? Was man unterdrücke muß, ist die geheime Diplomatie, sind die lächerlichen kleinen Machenschaften der gegenwärtigen Diplomatie, die Reden, die ein TiirLomiat beim Diner hält, in der ganzen Welt durch die Teleg-vaphenamnturen verbreiten läßt und so das Leben der Völker tzrschüttert. Das einzige Mittel, zu einem regulären friedlichen internationalen Leben zu gelangen, ist die Schaffung eines internationalen Organs, das über die Staaten gestellt .wird und in der Lage ist, einen bestimmenden Einfluß ansznüben, um bewaffnete Konflikte zu vermeiden."

Fassen wir seine Grundlagen zusammen, so kann ihnen nicht abgesprochen werden, daß sie unter verschiedenen Ab­änderungen geeignet sind, das zu ergeben, was Lansdowne in seinem Briefe Vorbedingungen nennt.

Und nochmals sei die Frage erhoben, wie wird sich das feindliche Ausland zu solchen Vorschlägen stellen?

Ein lehrreicher Fall diene zur Antwort. Der englische Schatzkanzler Bonar Law hat kürzlich aus eine Anfrage des friedenssreundlicheu Abgeordneten King den Satz hingewor- sen, die englische Negierung sei immer bereit, Vorschläge zur Herbeiführung eines befriedigenden Friedens zu er­wägen. Auch hierzu nahm dieNordd. Allg. Ztg." Stellung. Sie wies daraus hin, wie wenig die letzten Rede;: Balsours) Lloyd Georges und Bonar Laws (der vor kurzem in einer öffentlichen Rede Deutschland mit einem Ungebrochenen wil­den Tier verglichen har, das die Menschheit in ihrem Inter­esse Niederschlagen müsse) von einer Gewaltfriedenspolitik ab- wichen. Dennoch fühlte sich das Blatt veranlaßt, die Frage zu stellen, welche Bedingungen Bonar Law als befriedigend ansehen werde. Der Eifer, mit dem diese Frage- ftellung erfolgte, veranlußte den ,,Vorwärts", den Artikel unter dem TitelEin deutsch-er Friedenssuhler" abzudrucken. War eine Wirkung auf die gemäßigten Kreise unserer Gegner beabsichtigt, so ist diese Absicht wieder einmul glänzend vorbei gelungert. Wir haben keine Veranlassung, gerade heute, wo die militärischen Vorgänge im Westen als deutscher Mißerfolg ausgedeutet werden, den Glauben Unserer Gegner durch den Anschein eines treuen Friedens-

augebotes zu bestärken. Unsere Friedensbereitfchcrft soll

immer und immer wieder letont werden, aber wir sollen nicht solchen RattenfänaerweisLN nachlaufen, damit uns neue Zeichen der Schwäche argedeuiet werden können. Ehr

lich ausgesprochene Vorschläge sollen geprüft werden/aber solche vage Versprechungendie englische Regierung ist

rmmer oereit, Vorschläge Kw Herbeiführung eines befriedig genden Friedens zu erwäget", Versprechungen, die nur zu neuen Friedensangebotes- verlocken sollen, müssen mit dem Schweigen der Verachtung gestraft werden. Wir haben genug Friedensangebote ganacht und schallenden Hohn dafür geerntet.

Noch ein Beispiel, wie nan bei unseren Feinden über deutsche Friedensangebote denkt:

DuMvriring Post" läßt sch aus Washington melden: Den vomVorwärts" ausgestellteiFriedensbeoingiMEn" (Schei- demcnrnfrieden) wird nicht die gevlgste Beachtung geschenkt: denn pe irgendwie in Erwägurrg zn zehen, hieße die Intelligenz der Amerikaner beleidigen und Eg auf die Grundsätze verzich­ten, ans denen Amerikas Rech zur Beteiligung am .Kriege beruht. Es ist unverständlich, ivarum Deutschland sich die Zeit nimmt, so lächerliche Bedingungen in Umlauf zu bringen oder warum gerad: ansgerechinet der .Vorwärts" als Organ zu ihrer Verbreitung benutzt ivird; aber die Sache ver­lohnt kein weiteres Nachderven. Deutschland mag alle Woche ein neues Frie>ensangebvt herausbrin­gen; es wird verächtlih beiseite gelegt iverden. bis Deutschland um solche Bedingrngen bittet, die ein Einge­ständnis seiner Nieder age sind, und sich zu der Buße versteht, die sein Verbrechen (!) fordern. Bis dahin wikd Amerika keine Zeit haben, sich int F-rredenSgvdanken zu besoffen "

vie Lage an der Westfront.

Bern. 6. August. (WTB.) Der Kriegsberichterstatter des Giornale d?Jtalia" in Frankreich sagt zur Kriegslage u. a.: Man stehe vor einem überlegten und vorbedachten Rückzug des Feindes. Die Initiative Uum Rückzug liege bei den Deutschen. Unter diesen Umständen sei es schwierig voranszusehen, wo die Rückwärtsbewegimg zum Stehen kommen werde. Wahrscheinlich ,vür- den die Deutschen sich auch an .der Aisne nur vorübergehend stellen, um sich aus Linien znrückzuzie'hen, die für die Verteidigung vorzüglich geeignet seien. >

Bern, 6. August. (WTB? DerTemps" äußert sich zur militärischen Lage zwar sehr zuversichtlich, macht aber den Sicgestaumel der anderen Tagesblätter nicht mit. Er führt u. a. aus: Unsere Erfolge wären größer gewesen, wenn wir am 18. Juli die deutsche Front südlich Soissons hätten durchbrechen können. Wir dürfen nicht vergessen, daß -Mangin auf zwei deutsche Armeen stieß und üicht über genügende Kräfte versiigle, sie zurückzuwerfen. Information" stellt fest daß der deutsche Rückzug in guter Ordnung vor sich gehe.Journal des Dsbats" schreibt Nioichl flachlicher: Der Feind gibt jetzt nur daS auf, was die Er­folge seines Programms vom 27. Mai überschritt, wo Luderidorss >nur den Damenweg einnehwen wollte. Ter schnell« Fortschritt der deutschen Kolonnen gestattete ihm dann den Stoß bis au die Marne. Man kann sagen, daß die ganze deutsche Strate­gie seit zwei Monaten auf dem Resultate vom 27. Mai gestützt war. In dem Interview Ludendorffs W nicht alles falsch. Es ist durchaus wahr, daß die Deutschen, wenn sie einsehen daß die Operationen sich nicht befahlt machen, sie abzukürzen suchen. Tat­sächlich zieht sich der Femd jetzt zurück, um Menschen zu sparen! flmd seine Verproviantierung, die in dem Marnesacke äußerst schwierig war, zn erleichtern.

Basel, 6. August. In dem Pariser HavaSkommentar vom 5. August heißt es:Der deutsche Widerstand nördlich der Vesle verstärkt sich. Wie wir gestern voraussagten, hat der Feind iri seinem Rückzug eine Etappe eingeschaltet, da er einige Tage Zeit gewinnen muß, um! die Aisne zu erreichen und sein ganzes Material über die Aisne znrückznbringen. Der Widerstand war erwartet. Er hält uns auf. Immerhin sind unsere leichten Skveit- kräfte in Fühlung mit den deutschen Nachhuten nördlich der BeÄe, deren Uebergänge der Feind verteidigen will.

Die Beschießung von Paris.

Berlin, 6. Aug. Die Melttmgen über die starken Wirknn- sgen des Bombardements aus Ferngeschützen werde, demLok.- Anz." \c6uS &>rtf zufolge, durch eine Havasnote bestätigt. Der

Luxembourg-Palast, in dem das Staatsgericht tagt, zählt zu iatot

~ ... ' m I ßnah-

Pcrriser Gebäuden, für deren Bedachung besondere Schutzma men angeordnet wurden.

Da» Urteil im Malvp-Prozeß.

Paris, 7. Aug. (WTB. Nichtamtlich; Havasmeldrmg.) Ter Staatsgerichtshvf hat M a l v y zu 5 Jahren Verbannung unter Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte verurteilt.

Aus Rußland.

Zur Abreise der Berbandödiplomaten aus Moskau.

Rotterdam, 6. Aug. Ter russische Korrespondent der Daily News, Ransome, meldet, wie derN. Rott. Cour." aus London erfährt, aus Moskau vom 30. Juli: Tie Abreise der diplo­matischen Vertreter der Alliierten nach Wologda sei sowohl vom Standpunkte der Alliierten wie auch von dem Rußlands selbst zu bedauern. Ihre Anivesenheit in Wologda werde vor allem wegen der Umtriebe einer bestimmten Gesandtschaft gegen die zentrale! Sowjetregierung für schädlich -gehalten. Tie Anwesenheit einfluß« reicher Vertreter der Alliierten in Moskau würde die russischere Diplomaten in ihrer Haltung gegenüber den Finnen und den Deut- schen verstärkt haben. Ihre Abreise sei nur von den Deutschen ge­wünscht worden, die aus dem Umstande, daß sie nicht länger durch ein offenes oder geheimes Abkommen bedroht werden, Vorteil zögen. In dem Augenblick, wo die Alliierten keinen verantwort­lichen Vertreter in Rußland besitzen, schicke Teutschlarrd Helfferich, einen seiner besten Männer, der außerdem den Vorteil haben werde, an Ort und Stelle selbst über Fragen entscheiden zu können, die die Alliierten erst nach viertägigem Telegraphieren von Wo- logda erledigen könnten.

Maßnahmen der Sowjet».

Moskau, 6. Aug. Gestern sind hier lautJslvestija" einige hervorragende Vertreter der englischen und .französischen Bour­geoisie verhaftet worden. In Verbindung mit dem Vormarsch der Engländer und Franzosen im Murmangebiet wurden gestern in Moskau französische und serbische Offiziere verhaftet, deren Tätigkeit der Sowjetregierung Verdacht ernflößte.

Ern Befehl Trotzkis weift daraus 'hin, daß an die tschechisch- slowakisch^ Front abgehende Abteilungen äußerst langsam vor­rückten infolge Untätigkeit cmd vielfach, sogar Böslvillrgkeit des gegenrevolutionären Teiles der Eisenbahirer. Der Sabotage wird mit der ganzen Strenge oes Munitionsgesetzes begegnet.

Eine Verfügung. des Rates der Volkskommissare sieht für Freiwillige, die an die Front gehen, und ebenso für Freiwillige, die in Verpflegungsabteiümgen eintreten, Beibel-altung ihrer durch- sjchnittlich-en Löhnung und Ossenhaltung ihrer stellen vor.

Der Pressekommissar des Nordgebietes hat den französischen Abteilungen mitgeteilt, daß sofort in allen Städten die bürgertiöie Presse zu schließen sei. Gestern sind schon in Petersburg keine bürgerlichen Zeitungen erschienen, mit Ausnahme der Petrograds- Kaja Gaseta, die das politische Programm der Sowjets angenommen hat.

IN Omsk versammelten sich lautSarja" hervorragende Parteiführer Rußlands. Omsk soll zeitweilig das politische Zentrum für ganz Rußland loerden. Daher sollen dorthin die Zentralkomitees' aller- großen Parteien verlegt werden. Awksenticw, Argunow, Eure- witsch und andere sind schon eingebrvffen; Sawinkow wird er­wartet.

Zur Besetzung von Archangelsk.

Moskau, 5. Aug. (WTB.) Wie amtlich bekannt gegeben wird, wurde Archangelsk von den Engländern besetzt. Ter Kriegskommissar Trotzki verösfenllicht mrs diesem Anlaß einen Befehl, in dem es heißt:

Die Umstände, unter denen zeitweilig Archangelsk geräumt wurde, beweisen, daß einzelne Vertreter der örüicßen Sowjet- gcwalten bei weitem micht nnnver die Eigenschaften beweisen, die für jeden Revolutionär auf verantttwrllichem Posten unerläßlich sind: Haltung, Energie und Tapferkeit. Es hat sich wiederuin be­tätigt, daß Songetvertretcc vorhanden sind» die bei dem erfta*