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U** Publikum lntb auch oer vöWkat in der Front in Stimmung ctViLitt werden Xn dies mit Angaben, die bcn Tatsachen ent* J4neü)2:i, nicht zu mad^it ist, greift man -irr Erfindung, Die von uit» mit d ^:Hinten übergangen loerden rannte, morn p» nicht

au . r^ n un V» Ul 8^' ölc die plumpsten Schwindeleien der (vegner als Wahrheit hmznuehmen geneigt sind.

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Die Gesamttoften de» Weltkrieg-.

Berlin, 6. Aug. (WTB.) Die Gcsamtkosten des -Le ltlrieges für die vergangenen vier Jahre sind auf 650 drs 7 00 Milliarden zu veranschlagen. Bon dieser Riesen- lumme ennälll noch nicht ein Drittel aus die Mittelmächte. Am Ende des vierten Kriegsjahres betrugen die monatlick^en Kriegs r nlv -Milliarden Mark gegen nur 5,8 Milliar- rr? rf "^baskofteu der Mitteln,ächte. Nach dem Ausscheiden Muttandv und Rumänien erreichen die monatlichen Kriegs kosten ?f r Emen-.' aliv fast das Dreifache der Bi erbundS kosten. Auch me Anleihepol ttik der Mittelmächte ist vielfach erfolgreicher als dir ^r Entente Bisher \ot> Entente von den 500 Milliarden Mark Kriegskottciii nur 125,6 Milliarden fundiert, die Mittelmächte von mm 1B6 Milliarden Kricgskoften aber .134,5 Milliarden Mark. Deutschland brachte nur acht .'»kriegsanleiheil 88 Milliarden oder - Dozent seiner .Kriegsanleihen langfristig auf, gegen 32 Prozent in En gland und 30 Prozent in Frankreich. Tie Mittelmächte otttten ihren Anlerheöedarf ausschließlich im eigenen Lande, rväh- rend Frankreich und England gewaltige Summen im Auslände ausgenommen haben.

Die Flugzeugverlufte de- Verbandes

Berlin, 5. ?lug. (WTB.) In den vier Kriegsfahren ver­lor der Verband nach den bisherigen Feststellungen 5915 e, während Deutschland bisher mir 1927 ein*

cf t u g S e u g e, J«

bußt e. Allein rin letzten Jahre sind von den Deutschen 3617 tenidliche Flugzeuge vernichtet worden, das heißt fast das Dop- pelte der in den gesamten ersten drei .Kriegsjahren abgeschossenen ,vlugmaschmen des Verbandes. Neben der rasch steigenden Bedeu- tung der Luftwaffe zeigen diese Abschlußzahlen, ^ver.in Wirklichkeit ite -Ast beherrscht 430 abgZchossenen Fesselballonen der Entente stehen 163 verm artete Ballone mif deutscher Seite gegenüber * * *

Der Wirtschaftskrieg des Verbandes.

Amsterdam, 4. Aug. (WTB.) TerStandard" schreibt: Ey M beachtenswert, daß in der letzten Zeit von feiten der Entente J32» j£ 'tarkfür dsi Wirtschaftskrieg Propaganda gemacht S' Es ist eine logische Folge des Krieg swahirsinns, der jetzt wilder Äs lemals aufflammt. Lord Derby, Hughes, Massey, Bor­den und Smuts haben frch fttt ihn ausgesprochen. Kein geringerer M Lloyd Gsorge ichiloß die Reihe seiner letzten Rede mit den, ^wt en: ^,T«ttsch.and soll es nicht nur militärisch, sondern auch tchrtschaftlich zu büßen l-aben. daß es sich dem Wille:, der Entente jg uirtttWirft.' ^ Amerika singt man jetzt dasselbe Lied. Tie werden me unabhängig von der überseeischen Wett lebor tonnen, öae müssen Handel treiben oder betteln gehen, viel­leicht iogar verhungern. England hat sich zwar früher gegen den B-oykott ausgesprochen, aber es verfügt nock- über andere' Mittel, ine vielleicht noch empfindlicher treffen. Es ist eine Leche aus dem cSüSft ^ Gedankengang, rarr mit befreundeten Nationen

öott-Dc. w treiben Niemand könne es den Verfechtern der modernen Zivtlnatwn übel d-mten, wenn sie sich diese Lehre zu Herzen nehmen. E.' n^rg man keuveii BM)kott nennen, doch das Ziel ist selbst­verständlich, alle Vorteile des überseeischen Handels den Alliierten Zu. Aber rdxzb dann unter ihnen keine Reibung und

2? L c D c n «uftommot? JIn Frankreich

Wirtschaftliche Anton täten »üneswegs darüber be- g- ?uch nt Jwkm fürchtet man, daß die wirtschafttick-en Pläne fcavx machttgen Freunde das Land unterdrücken werden. Freilich - SjS* reben - Man sprich schon davon, daß es 1920

Mtffähtteisiotte vvn 52 Millionen Tonnen in Verbindung nitt W^ttoilen unbechalttti lvrrd. ?lber wird diese Handelsflotte tcmai Allneilen ober nt erster Linie den Vereinigten Staaten zu-

flcHien, heißt schon sie beantworten. Wiü mdglich, daß TeittschHand, wenn kein Berstäiidigungsfrieden ^ ^«9« noch schwere Tage durchwachen SttX ^ den Vorsprung gegenüber seinen Konkurrenten iwebcr Mer^ England, dessiw Handelsflotte so schwer vom tt-Avod^neg mitgenommen ist, hol sicher nich weniger Gründe, über ^ ferne Zunknsl besorgt zu sein: denn es muß beinahe alles von Uebersee her beziehen. Wenn ihm sein Bruder Jonathan auch letzt, um dm Krreg zu gewinnen, die wertvollsten Dienste erweist, so wird er doch spater, wmn die wirtschaftliche Konkurrenz wieder JV jxrfatom geben, daß ihm das Hemd näher als der Rock. In der amerikaniscl-en Konkurrenz und außerdem wxh un Wettbewerb Japans liegt für dm Uebersee Handel ? 1 a A b Aunzweifelhaft eine Gefahr, die seine Weltmacht" steuung büwoht Davon kann auch eine Boykottierung Dmtschlands auf dem Werseerschm Markt vorausgesetzt, daß sie überhaupt mög­lich ist, Nichts andern. Es schineckt nach beißendem Spott, Wenn frte amer ikani sche. Presse «erklärt, England habe seit dem amerikanischen Ergerkneg so unerhört viel am Wettfrachtdienst verdient, daß es mm feinen Gewinn recht gut mit einer Schwesternation teilen könne.

dieTimes : ^ttow hat sich nmmrehr acht Monate lang auf portu­giesischem Gebiete befunden und hat über 500 Meilm zurückgelegt wöbe, er wrtwährend verfolgt wurde.

Aus Rußland.

Neue Erfolge der Tschecho-Slowaken.

a r Js* r 11 ^ c '^ - Aug (WTB.) DasBerner Intelligenz i. latt meldet aus Kopoiihageu: Hier eftigelaurene Telegramme, be- lap'-n. doll die Tßcheck-^Stmvakeii Orcnburg eiugenommai . Drenvurg > t enie wbftnge ^tadt im südlichen Ural an der Bahnlnne nach Afghanistan. t

Zentral JWöpS" melden, es sei dm Tschecho-Sloivakm ge­lungen, durch Uel*ervaichung .sich der grvßm Eisenbahn- urück c von 2 t) *ran zu Ivnuiffitigcn. Au' diese Weise hoben dw ^'äLüw-Ltowakeii Me Berbrndimg mit dem äußersten Osten wieder bergesl^lt.

Kriegszuftand zwischen England nnd den Bolschewiki'r

Wien, 4. Aug. (WTB.) TieNeue Freie Presse" fchreibt >zn dm letzten ^ngon .warm (Gerüchte verbreitet, daß zwischen England und den Aals ich, ewiki der Kriegszustand eingetretm sei In politischen Weisen i<l eine solck-e Nachrich nicht erng-ttroffm. (berückst ist daher mit starkem Borbehal aurzimeymm.^ Tas Verhältnis zwisärm der Sowjetregieruny un! der Entente ist naturgemäß sehr g?spamtt, da die tscheckio-sloma ^lM'M Bingadm NI Wirklichkeit Enientetruppen sind, Mid di' Regierung in Moskau sich) in vollen Konipfe mit diesm Aufständi schm beftudet. Beide Teile die Entente und die Bolschewiki - haben es kedoch bisher vermieden, diown tatsäck^ichm Zustoich aus wiickttch, und rechtlich hervortreten zu lassen.

'DasNeue Wiener Tagblatt" sch -erbt zu derselbm Meldung Die ZmtralmächVe habm bisher keine Ursache, anders als mi (v«vehr bei Friß die ebenso svirderbave wie beffagenswretc Eiit Wicklung der Truge in Grvßrnßiland yu betrachten.

.. ^ 1 ajt, 4. Aug. (WTB.) Tie hiesige Presse meldet: Di

Starke der Serben auf Murman wird mit 3000 Mam angegeben.

Wegm der Uebergabe von Simbirsk wurde von Trotzt erne llntersuchuidg anbefohlen.

Jil Wo logda wurde eine ge genrevolutionäre Der ^ *11? 1115t ? entdeckt ; 40 Offtziere wurden verhaftet.

Trotzki ist mit ExtraLug in Petersburg erngetroffm 15 0 0 0 Personen, die bei dem Vormarsch der Entente Truppen an der Murman-Bahn flüchteten, werden nach dei Gouvcrnemmts S^aratow und Worvnesch gebracht.

Volkskommissare genehmigte in einer Sitzmu 3 00 Millionen Rubel zum Kampf gegen die Tschecho-Slo wakcn und die Entente-Truppen aus Murman.

Russische Reichsange hörige, die eine andere 11 n! tert an schüft annehmen, müssen Rußland sofort derlaffm.

Tie Cholera in Moskau nimmt zusehends zu Nach einem Befehl des Mumansker Sowjets ist die Annahm und Weiterbeförderung aller Telegramme ins Ausland eingestellt.

Die Engländer bei Archangelsk.

Moskau, 5. Aug. Englische Truppm sollen Rjetscht uni G i l g a T a befebt fabm.

Bei .der Beschießuna von Archangelsk durch ein malische Kriegsschiff sind die russischen Batterim an der Sewemija Dwiu vernichtet worden.

Uebersührung der Zarin nach Spanien.

Gens, 4. August. (WTB.) Nach einer Meldung des Pariser Journal" sind die von Archangelsk in Kandolaschka emgetroffe- um Enberttebotschaftier unter dem Schutz englischer und amerika- mscher Truppen gebracht worden.

m -L. %%. lWTB.) DerTemps" meldet, daß du

Bolschewiki ihre Zustimmung zu der Uebersührung der Zarin nnd ihrer Töchter nach Spanien gegeben haben.

Der französische Sozialiftenkongreß.

erl in 6 Aug. LautL. IL" aus l^enf wurde der franzö- ftsche Soziattstenkongaeß zum 6. Oktober nach Paris einberusen! Nach Provmzmeldungen werden alle großen Verbände vorwiegend rwnguers Fnedenspvogramm geneigte Vertreter entsenden

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Das ettgtisch-französische Mititärabkommen.

TieNordd. Allgem. Ztg-." schveibt: Von leitenden Staats­männern Englands ist immer wieder die Behauptung ausgestellt werden, daß England den .Krieg erklärte habe, weil Deutschland die velgnche Neutralität verletzt hätte. Englands .Kriegserklärung sei nicht die Folge emes mit Frankreich bestehenden Militärap. ^mnieus g«ewesen und das Bestehen eines solchen Mikitärabkommens ist von engttscher Seite stets bestimntt geleugnet worden. Nun gibt aber m einer am 24. JuA dieses Jahres im Unterhiause ertsKep mündlichen Aittwint der Mockademinister Lord Robert Eecil zu daß ein Militärabkommeii zwischen England und Frankreich be^ Mwen hat. Er spricht ausdrücklich vonunserem militärischen Abkommen mtt Frankreich". Tiefes Militärabkommen war sogar m solcher Form abgeschlossen, daß es ohne Austausch von Ratisika- tvouen wncham wurde. Der Mockademinister Lord Robert Eecil hat offenbar mit so freiherziger Offeul>eit gesprochen, weil er nicht glauben Lunte, auf diese nebenher erwähnte Tatsache festgelegt zu Werden. Für chn ist bas militärische Abkommen zwischen England Und Frankreich eine völlig geläufige Selbstverständlichkeit und so vergaß er m entern nnbemachten Augenblick, daß ein englisch-t Staatsmann davon nicht sprechen darf, weil dieses Abkommen nicht m den Gründen paßt, unter denen das englisch? Volk in den .Krieg hinemgeführt wo-rden ist.

Deutsch-afrikanisches Heldentum.

H a a g, 5. Aug. HolLmdsch Meuwsbnwmr meldet aus London: Das Irnttfd>e KriegSantt veröffentlicht folgenden Bericht über die Vmgange in Ostafrika: Die fesiidlick>en Straftkräfte unter Gcne- r n l v o n ^ e r t o w - Vo r b e ck bewegten sich, obwohl sie unter Verlusten mid Rankheiten schwer zu leiden hatten, Ende Juni und Anfang Juli rn südwestlicher Richtung durch M o z a m b i g u e und zwar durch die Baraga- und Licungotäler. Sie zerstörten oder erbeuteten große Vorräte an Gummi, Hanf und anderen Grzeuginsftir aus Portugiesischen Plantagen. Am 1. Juli erreichte der Kommandant Nyamacura, wo er eine kleine Grupp.' Portugiesen und Briten auf seinem Wege fand. Es entspann sich ein drei­tägig e r K a m p f. Schließlich gelang es aber dem deutschen Kvm- mwidanten, im waldreichen Gölände Deckung zu finden und in ößlicher und später in nördlickZer Richtung abzumarschie' -n bei Ociva Tibe and NaMrrws versuchte eine britische Ab-' taßeng die Teutsch.-n am 21. und 23. Juli sestzulmltkm, aber leider ohne Erfolg. Laut Hvllandsch Nicuwsbuveau schreiben hierzu

v. Eichhorns Mörder.

M o s k a u, 5. Aug. Wie juns mitgeterlt wird, .ist die vo kurzem durch die deutschen Zeitungen gegangene Meldung, tu bie an der Ermordung des Grafen Mirbach beteiligten Führer de linken Sozialrevottttionäre Kamkow und Sprridowowa erschiffe worden seien, nicht zutreffend. Die Untersuchung gegen die Ge nannten und midere Personen ist nach Erklärung der russische Regierung noch nicht zum Abschluß gekommen.

-Lus der Ukraine.

Kiew. 5. Aug. (WTB.) Ter Ei len bahnerstreik nimm rn vielen Bezirken ab. Besonders im Norden der Ukraine ist de Verkehr bereits fast normal. Die Zahl der Arbeitswilligem wächst ständig. Auf den Eisenbahnen aus der rechten Seite dei Tnjepr hat sich die Lage gleichfalls erheblich gebessert; von .Neri jänd gestern 54 Züge abgegangen. Die Arbeit ist aus Grund de Men Bedingungen wieder anfg«Donrmen worden.

^iew, 5. Äug. (WTB.) Eine Reihe ilkrainischer Stadtver wslltungen nnd ländlicher Selbstverwaltungskörper haben anläß lich der Ermordung Eichhorns ihrer Enrpörung und ihrem Ab scheu Ausdruck verliehen und diese Gefühle den örtlichen deutsche! Vertretern ausgesprochen.

Die Zeitungen veröffentlichen ein vom Mini st er rat an genommenes und vom Hetmann sanktioniertes Gesetz übe die Einsetzung eines Regentschaftsrares für den Fal des^ Ablebens oder schwerer Erkrankung des Hetmans oder seine; Aufenthaltes außerlxrlb der Landes grenzen. In einem solchen Fal ft>ll die oberste Leitung des Staates bis zjur ('Genesung oder Rück kehr des Hetmans oder bis zur Regierungsüb.mnahsme durch ein« neuen Hetman auf einen ans drei Personen gebildedcn Regentschafts rat übergehen, von dem der Vorsitzende durch den Hetman ernannt das zweite Vbttglied von der obersten Gerichtsbehörde und den Senat und das dritte von dem Ministerrat gewählt werden soll

Die ukrainische Telegrapheu-Agentur gibt bekannt, daß zun Präsidenten des Senats, der höchsten ukrcrinisck-en Gericküs behörde, der bisherige Minister für Bokksauftülarung, W a s s i len ko, ernannt Worden ist. Ferner sind zum Vorsitzenden de; Harüptstrafgerichts des Senats der bislierige JustiFminilter, Tsckm dinski, zum Vorsitzenden des Hcruptzivilgerichts des Senats dei Senator Guffakowski Und zum Vorsitzenden des Hauptverwattungs gerichts des Snrats der Senator Riosienko ernannt worden.

Kiew, 5. Ang. (WTB.) Die Presse meldet, daß der Sonder, ausschuß des Berpftegnugsininisteriums nach Oesterreick abgereis ist, nm die Fabriken für landwirtschaftlichen Mas.chf. nenblau zu besichtigen, landwirtschaftliche Maschinen anzukaufer ünd die Einkajllfsbedingnngen für die Zukunft klarzustellen.

Goloß KiÄva" meldet daß die Regiernng in der Krim mit der Ausbeutung von N.a P h t a g u e 11 c n bei Kert sch beginnt.

Tie Aöeldung der ZeitungGoloß Newa" von der Ermordune des ukrainischen Kommissars für das Cholmer Land, Skoropiß. entbehrt jeder Begründung.

Kiew, 5. Arg. Newskaja Mvsl meldet: Ein Erlaß de-: deutschen Kommandanten und ukrainisck'^ Goiwemementsstaros!«, in Petkewa fordere die Bauern auf, im Vertrauen auf die Regierune und den deutschen .Bundesgenossen die Hetzer zu vertreiben uni an der Wiederherstellung der Regierung mitzuarbeiten.

Der Zeetrieq.

Neue Versenkungen.

Merlin, 5. Aug. (WTB. Amtlich.) An der Ostkü Englands und im Gebiet westlich des Kanals wurden teilwe aus stark gesicherten 'Gelcitzügen heraus 16 000Brutt regi st er tonnen versenkt.

Der Chef des Admiralstabs der Marine. Wie klar es einsichtigen Engländern vor Augen steht, di chnen bei längerer Dauer des U-Boot-Krieges die Handel Herrschaft aus dem Meere verloren gehen könnte, gehl a: eurem Aufsatz des ReederblattesFairplay" vom 4. Ir 1918 hervor. Dieses Blatt empfiehlt darin engstes Zusar

menarbeiten der Alliierten auch nach dem Krieg in Bezug auf den Schiffsraum. Weswegen wohl? Doch aus keinem an­deren Grunde, als weil es fürchtet,: daß nach dem Kriege A m c r i f a und Japan die S e e b e r r » ch a f t im Han­delsschiffraum unter sich teilen könnten nnd Albwn dann mit seiner dezimierten Flotte oas Nachsehen hätte.

Aus Stadt und (and.

Gießen, den 6. August 1918.

** Auszeichnung eines verdienten Gieße- ners. Dem Präsidenten der Handelskammer, Herrn Geh. Kommerzienrat Heichelheim, wurde vom Großherzog das Komturkrcuz II. Klasse des OrdensStern von Brabant" verliehen.

** Auszeichnungen. Dem Wägermeister, Unteroffizier Franz Veit b, Inhaber der Hessischen TaoierkeusmedaUle. iorirde das Hessisch) KriegsehrMMchlli in Eisen verliehen. Tem Rcuske- tier Heinrich Rosenbecker von hier wirrde das Essenie Kreuz 2. Klasse verliel-en.

* Amtliche Person alnachrichten. Der Großherzog hat dem Oberbriefträger Karl Münch in Klein-Umstadt das All­gemeine Ehrenzeichen mit der JnschiftFür langjährige tteue Dienste" verliehen.

^ ** Aus dem Militärwochenblatt. Für die '.oeitere

Tauer des Krieges zur Niegs-Ass istenzärzten auf Widerruf er­nannt: die laridsturmpflichtigen, mit Kriegs stellen auf Widerruf beliehenen Aerzte: Tr. Schaumberqer, Sally (Gießen), Dr Lewinstt, Johann (Mainz). Guntrum. Gustav (I Tarmsradl!: für die Sailer seiner Verwendung iin .Kriegssanftätsdienst zum Feld- hUisarzt ernannt: der nick^approbierte Unterarzt sFeldimteraro Berger, Karl (Tarmstadtl

** Zuckerausgabe Der bei ben .Kleinhändlern der Stadt Gießen bestellte Zucker für August 1918 kann von Mitt-ooch den i. d. M ab gegen Vorlage des Bestellauscoeises zur Zuckerkarle und Ablieferung der Znckermark« Nr. 8 in Ernpfang genommen werten. Näheres im Anzeigenteil

Käse-Verteilung. Von Mittwoch den 7. bis ein­schließlich Montag den 12. d. M gelangt in fünf Geschäften Käse zur Verteilung. Siel-e Anzeigenteü.

** Verteilu n g vo n t o nbc nfier te r Milch und P udd in gpulver. Bon 'Donnerstag den 8. bis einschließlich Montag den 12. d. M. gelangt in 20 Geschäften kondensierte Milch und Puddingpulver zur Verteilung. Siehe Anzeigenteil.

** Der Verkauf von Wurst aus unterwertigeii! Rindern fällt diese Woche lvegen mangelhafter Anliefermtg von Vieh aus.

** Bei der ftädt. Verkaufftelle für Obst und G e m ü s e kommen von heute mittag an außer Gemüse auch Himbeeren zum Verkauf. Himbeeren werden ohne Obstmarken verabfolgt.

** Freibank. 7. August von 24 Uhr: Nr. 1120.

** Gebrauchsmusterschutz. Herrn Wilhelm Noll, ^.lezstraße 7, wurde unter Nr. 684 865 Gebrauchsmusterschutz auf einen Konserven g lasö ff ne r erteilt.

** O e sf e ntl i ch, e Bücherhalle. Im Juli wurden 2232 Bände ausgeliehen. Davon kominen auf: Erziählende Literatur 1328, Zeitschriften 183, Ingen dschcisden 226, Literaturgeschichte 6, Gedichte imd Trmnen .49, Länder- und Völkerkunde 54,. Kul­turgeschichte 20, Geschichte und Biographien 102, Nlnstgesckickte 16, Natunvissenschaft und Deck.nologie 105, Heer- und Seewesen: 15, Haus- und Luudwirtsckxisl 13, Gesundhieitslehre 23, Reli­gion nmd Philosoplne 52, >Ltaatswiffcnschift 13, Spracl^mffen- schast 6. Fremdsprachliches I1 Bände. Nach auswärts kamen 34 Bande.

'^* Gießener Hansfrauenverein. Der Unterricht im Mrferttgen von Schuhmerk wird demnächst wieder beginnen. Die beiden Kurse, der für Anfänger und der für Fortgeschrittene, sind zusammen gelegt, so daß in einem Kursus beides, das Anfertigen: von Haus- imd von Straßen schuhen gelehrt ivird. Um auch den bc- ruistättgen Frauen die Teilnahme zu ermöglichen, findet zunücht ein Abendkursus statt. Anmeldungen hierzu iverden Donners­tag, deii 8. August in der Geschäftsstelle. Plockstt. 5. nachmittags von 4 5 Uhr entgegengenommen.

** Gicßen e r Waldbühne. Man schreibt uns: Nächsten Donnerstag, den 8. August 1918, findet dieRokoko"-Aufführung bei jedem Deller statt: bei gute nr natürlich draußen im Walde, .bei schlechtem im Stadttheater, das in diesem Fall Herr Hofrat Steingoetter im Einvernehmen mit dem Vorstand des Theaterbauvercins in dankenslverter Weise bereithalten wird. Diese Neuerung werden mit ganz besonderer Freude die Besucher von auswärts, deren Zahl von Ich: zu Jahr gestiegen ist begrüßen, wenn sie iviffen, daß unter all n Umständen gespielt wird und sie ihre Reise nicht ev. vergeblich machen. Eiri Anshang an der Bürgernieisterei (Süd-Anlage), der wenigstens eine Stunde vor dem angesetzten Anfang dort angeheftct wird, gibt im Zlveisel- falle Ausschluß, wo und wenn im Stadttheater ' um' w i e - viel Uhr die Stücke in Szene gehen sollen. Es sei ausdrücklich bemerft, daß nur im Ausnahme soll etwa bei Regen. Schnee. Hagel usw. das Stadttheater in Anspruch genommen werden soll. (Siehe Anycige.)

** Sckwarz-Weiß-Lichtspiele, Selterswcg 81. Bon heute ab tritt Hans Mierendorf in feinem neuesten Detektiv- und i Gesel lscha ftsdra inaUm 1000 Dollar" auf. Außerdem nürd das /SchauspielEine alte Schuld" mit Thea Sonden in der Haupt­rolle gegeben. Bon Samstag ab gelangt das große Filmwerk In dir Wolken verfolgt" zur Aufführung. Siehe Anzeige.

** Lichtspielhaus, Bahnhofstr. 34. Egede Nissen tritt von heute ab in dem FilmwerkDer Rosenkranz" aus. Außerdem steht das FilmdramaFür die Ehre des Vaters" auf dem Spielplan.

Starktnburg und Nheinhesscn.

--- Rüssel sh e im, 5. August. Tr. Ludwig Opel, der Mit­inhaber der Opelwerke, hat der Stadt Rüsselsheim eine Sttstung von 500 000 Mark zugeeignet.

tzessm Nassau.

D. Z. Dillen bürg, 6. Llug. Ein folgenschwerer Unfall ereignete sich am Samstag abend um 7 Uhr am Eisenbahnüber­gang in der Nähe des alten Friedhofs. Tort gerieten mehrere. von der Weide beimgettiebene Tiere 2 Kübe und 4 Ziegen aus die Bcchngeleise, zur selben Zeit, als der Personenzug diese Strecke berühne. Cs gelang leider nicht mehr, die Tiere zu retten, denn sie wurden so schwer verletzt daß ihre Notschlachtung er­forderlich war.

Frankfurt a. M., 6. Aug. (WDB.) Die Vernnigung der deutschen Mietseinigungsämter ist in Frankfurt a. M. zujammcn- getrelen, um zu einer Abänderung der MietschutzordiMing Stellung zu nehmen. Tie Regierlmgen der Bundesstaaten und über 160 1 Städte iKitten Vertreter entsandt. Es wurde eine Einigung dahin 'erzielt, daß die Landeszentralbehörden berechtigt fein sollen, den 'Gemeindebehörden das Reckt einzuräumen., alle Mietspreise» Höhungen von der vorl)erigen Genehmigung der Mietseinigungs- ämver abhängig yu machen. Ten Hausbesitzern sei der Schutz gegen die Hiipothekengläubiger z.u gewähren. Die von Ernigungs- änttern herMstellendm Vergleiche sind vollstreckbar.

Fc. Vom Main, 5. Aug. Kapitänl-eutnant Georg, Konr- Mandant eines 11-Bootes, der Söhn des Kommerzienrats Georg in Schweinsirrt, wurde zum Ritter <»es Milftär-Max^Joses-Ordons ernannt. Ter Dekorierte hat bereits eine Vierselmilli-on Tonnen Schiffsraum versenkt, und ist der erste Bayer aus der Ittttersee- bootwaffe, der mft dem höchsten bayrischen Kriegsorden ausgezeich­net wurde.

^ Obc rursel, 5. Aug. Im Atter von 79 Jahren verstarb hier Pros. v. Friedrich Nipp old. der bedeutende protestantischL Kirchen Historiker. Ter Verstiorb<me iwrrkte jahrzehntelang an den Unrversftäten Bern, .Heidelberg Und Jana, bis er sich vor etwa 12 Jahren hier zur Ruhe setzte. Nippvlds Hauptwerk ist das .Handbuch der neuesten Nrchengeschichte". Er tnärr einer der Grüw der und Führer des Evangelischen Bundes wid des Allgememenj evangelisck-en protestgntischeil Missionsvereins. Aus dem Gebiet der neueren Nrrckxengeschichtie galt Nippold als Autorität.