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Nr. 182

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Erster Blatt

168. Jahrgang

Dienstag, 6. August 1918

Annahme von Anzeigen

s. d>e TageSnummer dis >uin Noctuniuag vorher oynestdeVeibindlichkeit 3etUnprelfe: iiir örtliche 'Anzeigen 35Pi ,für ui: uni rlige 30 Pi., (: ; r Rrttamen Mk.1.-nebst 20 °/o Teu- ernngszuschlag. Haupt- jchriltleiter: 'Htug.Äoetz. Derai'.t>vortl:ch sür Po­litik u. Feuilleton: i. D. Vankverkehr: Vt- ßm\ .Stabt und

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General-Mzeiger für Gderhessen

Gertliche Aämpfe KR der vesle.

MM.) Trotzes Han-tquartirr. 5. August. (Amtluh.)

Westlicher Kriegsschauplatz.

Heeresgruppe Kronprinz Nu pp recht.

rUr der Front Mischen Aspern und südlich von Montdidier ,uchm die Fcuertätigkrit am Abend zu und blieb auch die Nacht hindurch leb­haft. In Flundern, nördlich von Albert, und bei-erstits der Somme :vutt»en Vorstöße des Feindes abgcwiesen. Nörd­lich von Montdidier nahmen wir unsere auf dem Wcstufer der Avre und des Dom-Baches stehenden >wmpminien ohne feindlich? Einnnrttrng hinter diese Abschnitte zurück. Bei klei­neren Unternehmungen südwestlich von Pronwidier machten wir Gefangne.

Heeresgruppe Deutscher Kronprinz.

An der Vesle hat dir Feirertätigkeit zugeiwmmen. Er­folgreiche Borst'ldkünwfe südlich von Eonde und westlich von Reims. Noch Avw.rhr feindlickrr Tcilvorstöße wichen unsere NlÄiümten stärkeren! Angriff des Gegners auf Fismes bc- fehlsgemätz aus das nördliche Vesle-Ufer ans. Heeresgruppe n Gallwitz und Herzog Albrecht.

Westlich der Akofel, in den nnttleren und oberen Vo­gesen. wurden Vorstoß des Feirwes ab gewiesen. Im Lund­gau machten wir bei eigener Unternehmung Gefangene.

*

Dizefeldwebel T^rm errang seinen 27. Lustsieg.

Der Erste Gencralyunrtiermeister Ludendorff.

*

Der Abendbericht.

Berlin, 5. Arrg.. abnÄs. (WTB. Amtlich.)

Oertliche Künchfe an der Vesle.

Während die russische Räteregierung, die ihre Macht­stellung dem Friedensschlüsse von Brest-Litowsk verdankt, sich nur noch uuühsam gegen die Wühlereien des Verbandes zu halten verruag, nehmen neue Friedensverhandlungen der Räterrgierung in Berlin ihren Anfang. Und zwar geht»es diesmal um einen Frieden zwischen Rustland und Finnland, an deren Verhandlungen Vertreter der kaiser­lichen Regierung 'teilnehmen. In der Hauptsache handelt es sich um dre Feststellung der Grenzen der fortab getrennten. Länder, des weiteren um die Regelung einer Anzahl recht­licher mtd ökonomischer Fragen, die durch die Losung der staatsrechtlichen und wirtschaftlichen Bande bedingt sind, die die beiden Völker bisher verknüpft haben. Von beiden Seiten scheint man mit gutem Willen an die Lösung der teilweise schwierigen Fragen heranzugehen. Der Vorsitzende'der russi- idKrt Delegation, W. Woronsky, hat wenigstens sein grund- sätzlick>eS Einverständnis zur staatlichen und wirtschaftlichen Loslösung Finnlands zu erkennen gegeben.

Wir stehen hier einer logischen Entwicklung gegenüber, die durch eines der Schlagworte der russischen Revolution vom Selbstbestimmungsrecht der Völker bedingt wurde. Als erste Folge davon sahen wir die Unabhängigkeitserklärung der Ukraine, gegen die sich die Räteregierung, als sie der Tat­sache ??genüberstmld, dennoch mit aller Gewalt zu wehren versuchte. Zumal da unser Friedcnsschluß mit der Ukraine die M'sicht der russischen Sozialrevolutionäre vereitelte, durch- Fenss': reden bei den öffentlichen Fricdensverhandlungcn den. . olsckMüsmus nach De-ukschland hinübergrejfen zu lassen. Der Unabhängigkeitserklärung der Ukraine folgte die Loslösung fast sämtlicher russischer Rand- und Frcmdvölker und als eines der ersten proklamierte Finnland feine Selb­ständigkeit. Auch hier versuchten die Bolschewisten die Un­abhängigkeit sbestrebungen zu durchkreuzen und schickten dem jungen Staatsgebilde die rote (tzarde zu, die den Bürgerkrieg in allen Teilen des Landes entfesselte. Firmland bat die ivuirfdv Regierung um eine militärische Intervention, und nritHllse dieser gelang es innerhalb kurzer Zeit, das neue Staatswesen zu geordneten Verhältnissen übcrzuleiten. Es ist nicht mehr wie billig, daß der finnländische Senat heute die Regelung seiner Verhältnisse unter den Augen des Bun­desgenossen vornimmt, der ihm im Kanrpsc um die Freiheit zur Sen gestanden hat, und es ist zu begrüßen, daß auch der russische Delegierte die gemeinsamen Interessen Finnlands, Rustland., und Deutschlands anerkennt und Deutschlands Teilnahine am Beratuugstische gutheißt. Gleichzeitig mit dem Beginn der Beratungen überreichte eine finnische Abordnung dem Kaiser das Grvßkreuz des finnischen Freiheitskrenzes. Der Kaiser begrüßte es als den symbolischen Ausdruck der­jenigen Gefühle, die das ftnrriscl)« Volk mit deur deutsch.en, Bott vcalbmden zu einem Bündnüs, das durch gerne infam ver- i-osj-eu^s Wut um hohe und edle Ziele zlnscrmmongettttet ist.

Wir haben/' so sagt der Kaiser,ohne viel Worte zu machen, durch unsere Daten das verwirklicht, was unsere Eigner zu verklüriden nicht müde wurden: den Schutz der kleinen Nationen." Dieses Verdienst nuferes Schwertes und bcc Fyde unserer Diplomaten soll keineswegs geschnälert werden 'irrr eure Frage sei gestellt: Warum haben wir von unseren staben keine Worte gemacht? Wir haben gehandelt und vielfach gut gehandelt. Ein Eindruck davon auf unsere Feinde und die ?teutralien ist iiberlMi.pr nicht zu erkennen. Unsere Feinde: /.Sie stellen wie voni Himmel sich gesandt 'tnd lispeln errglisch, wenn sie lügen", aber lvenn sie auch die.^er unter>En statt befreien, so stehen sie doch groß und erhaben da, als die Träger der wahren Zkultur, als die Beft-iec der kleinen Völker. Ja, es gelingt il-nen sogar, den Glauben an ihre Weltbegiuckurrgsaufgaoe gläubhren Ge- inüteru unseres eigenen Voltes plcrusivel zu macken. Der Offrnnd dieser eigenartigen Ersclieinung ist nicht lange zu

suchen. Unsere Diplomaten schweigen füll nach allen Regeln der Kunst aus, lvenn feindliche Staatsmänner nach, öcm Grundsätze:TlTib wärm f du ganz loas falsäipo pero-

rierr, dann glauben sie was vecists zu hören" ,i!)-re Reden zur Beeinflussung der deutschen Ooffentlichkeit zurechtstutzen, weil sie wohl, wissen, dast der Objektivitätsdrang der deut scheu Presse solche Reden ihrer Leserschast nicht vorenthält. Es wäre gewiß kein Verrat am eigenen Volke, wenn sie es fürderhin tnn wollte, besser wäre es jedoch, u-eini auf jeden feindlichen Redeausfall die Parade erues deutschen Staats- nmnnes erfolgte, damit die Abfuhr solcher Redeoffenstven nicht nur in deutscl-en Landen, sv^idern iruch im neutralen, unncutralen und feinolichen Auslande sichtbar würde, soweit dieses den Räut hätte, die objektive Berichterstattung der deutschen Presse nachzuahnren.

Dies wäre die rechte Art der Diplomaten, dem Schwerte unserer Feldherren zu sekundieren. Warum mußten Hinden- burg und Ludeudorff ihre Mastnachnen selbst verteidigen? Ein Diplornat hätte es zwar kaum besser gekonnt, aber den­noch hätte er sich diese Gelegenheit, deutsche Zuversicht bei einem scheinbaren Rückschläge knndzutun, nicht entgehen lassen dürfen. Wie haben die Berbandsführcr ihrenSieg" gefeiert! Stellen wir ihrem Jubel l)cutc nur noch das Urteil Hermann Stegemanns im BernerBund" vom 4. August entgegen:

Ter Zwang der Umstände lastet h?ute noch sichtbarer auf den Miiertcn als anr 31. Fuli. SK wervcn ihres Erfolges nicht mehr recht froh. Eine ttzgecnnvastncchnve der deutsche:« Heeresleitung an ste.hu lb tx's ährest ten 9stchmens ist noch irldxt zu erkennen. Osfcnlar hridelt ^es fuu für sie zunächst darum, .in die renoirrteu Verhüt nässe zwischen .Acabne uuo Vesle Ordnung zu bringen und das Gelänge, sowie die rückwärtige:^ Verb in dünge: S zu organisieren. Die Einbuße au Gelände ist Deutschen an- Aitemmd weniger schnrerzlich als der Verücst an lebendigen Kräften und angehäufren Strcitnritwln, die bei der "Mwehr des Gegenstoßes goovfett nvrcen narstten. Zlveifellos stnd indes auch auf seiten der ?llliierten lehr große Opier .irvtig -cnwrdcn und nian gcwimrt dm Eindruck, als sei die Kanipflraft der beiden Gegner ernstlich gäpttift worden."

Und wenn auch inzwischen Soissons von unseren Truppen zeitweise und kanrpflos geräumt worden ist, so kön­nen wir doch bald mit einer Aenderung der Lage rechnen, und auch Stegemann faßt seine Bettachtung dahin zu­sammen:

'Die Zeit drängt. Bttd? ^gner müssen mit Fristen rechnen die sicb operativ bestimnren lassen, wenn sic noch vor Einbruch der Herbstrelnm zu entscku'idknd gedachten Schlägen schreiten .vollen. Die Vermehrung der Artilleriewaffe bedingt sorgfältige Vorbe­reitungen, bindet aber aucl> an gewisse Wlitterrmgs- rmd besonders an gewisse Bodenverhältnisse. Vielleicht ist dieser Uni stand Hinden- !burg mrd Foch uuangenehincr als d.w Misgang der grosteinl Remispartie an sich, die sich vom 15. Juli bis 31. Juli zwisä>en Villers Eotterets uw) VLoronvillerS abgespielt hat und geeignet ist, beide zu neuen großen Mrstrengungcn zu veran­lassen. Wie die Dinge liegen, ist mit baldiger Boendigung der Notwendig gewordenen Umgruppierung rechnen. Hindeu - bürg hat heute noch .Handlungsfreiheit. Wie er sre nützt, ob aktiv oder passiv, steht bei ihm."

Der vsterreichisch'ttngarische Tagesbericht.

Wien, 5. Aug. (WTB.) Amtlich wird verlautdart: Nirgends größere Kampfhandlungen.

Der Ehef des Genera lstabs.

von der VeWont.

Die LoSlösung vom Feinde.

Berlin, 5. Aug. (WTB.) Die Ansführung unserer Bewegungen in der Nacht zum 2. August erfolgte wie an der Hauptfrout auch südn>estlich Reims, nachdem alles, was dem Feind hätte ztoecLüenlich sein können, zurückgeschafst oder zer­stört worden war. Alle vorhandenen Bestände und Ädunitionsdepots waren beizeiten zurückgeführt: auch die Erute war zum grvßeni Teil eiugebracht. Ter Abmarsch der Truppen, die in der vordersimc Linie gestanden hatten, geschah ohne einen Mann Verlust in der Nacht. Am Morgen beschoß der Feind noch mit seiner Ar­tillerie mlsgiebig die Höhe 240 östlich von Brigny :md die Tal­mulden unstres alten Kampsgeländes, die läncht von uns geräumt :varen, ein Beweis, daß er nichts gemerkt hatte. Am Nachnlittagj des 2. August suhlte er vorsichtig mit Patrouillen an unsere zuruck­gelassenen Postierungeu heran :md folgte da:rn in Marschkolonnen i'iber Merry in der- Richtung O^ermiguy und Jatwry imd auf Gueux. Dies war der willkommene Augenblick sür imsere Artillerie, dem (Gegner durch zusam mm gefaßtes Vernichtungsfeuer schwere Ver­luste zuzufuqen. Er uncrde zur Entwickellmg:cud zum Dcgriff gegen unsere Nachhrttstelllmg gezwurugen. westlich Gueur vorgchcnde Ka­vallerie wurde in alle Winde verstreut. Auf dem linken Flügel kam ' ein feindlicl>er Angriff auf die Höhen bei 0>ermigny zum Stellen. Durch das tapfere Auslialten des deutschen At'tilleriebeoback)ters bei der Rosnay Ferme, ivelcher das deutsche Feuer auf tm* nach­folgende ftanzösisck'e Infanterie l)ervorragend leitete, wurde der Feind gegm Abenld von den Höhen bei (Mcmigm) nneder zur Um­kehr gezwumwu. Evenso flutete die bei Moizon vorgehendc Infante- rtc zurück. Unsere diachhitten bei Tliillois vettoebrteu deui (Gegner dorr das Ueberschreiten der Reimser Straße. Es endete der Ver­such des Feindes, die Zurücknahnre unserer Nachliuteu zu stören, am 2. August abends rcnter schlversten Verlusten für ihn selbst. Cr ivagtc nicht weiter vorzudringen. Auch unsere ^Nachhuten lö,trn sich nach vollständiger, gelungener Durchs'ühnmg ihrer Ülusgabc in der Nacht zum 3. Au-mst unbehelligt vom Feinde lo§. Un­sere nock) vor denselben ausbarrendcn Patrouillen und Maschineir- geioeche fügten heute vornnttag dem Feinde bei seineiu Vorfühlen weitere Verluste zu. So trug auch diese Opcratton weserrttich dazu bei. d»m Feind in seiner Kaiupfkrast zu schwächen.

Französischer Bericht

vorn 4 August, rmchpnüürgs 2 Uhr: Auf der Sckstachtsront ist die Lage unvnünvcrt. Kein EvcigniS m mekden im Laufe der NarlK.

Mmds 11 Uhr: Im Laufe des Tages erveichibar wir dve Vesle an mehrere:: Picnktcn. Im Osten von Fism^Z setzten uns die frindli-ckien Nachihuteu .hchhasteri Wipersdarrd entgegen, beson­ders zwisck)en M'uizon und Ehanipigny. Uirseren leichten Truppest gelang cs trotzdein. auf dein nördlichen Ufer an mel-rerrn Orten Fuß zu fassen. Fismes befindet sich in unseren: Besitz. Im Nordwesten von Reims gewannen wir Boden bis zum^ Dvrfe Neu- vittette, das der Feärd mit ^Lacksoruck verteidigt. Auf den: linksr User der A v r c zwssckteu (Sajid Mid A!esnil-St. GwvgcS wurden die Deutschen gczwunge::, einen Teil ihrer Stellungen im Sttch zu lassen, die infolge rniseres Borrückens vom 23. Juli unhaltbar geworden waren. Wir besetzten Braches, drangen in Hargicoutt ein und trugen rmsere Linien bis mi den westlichen R<> von Eouttc:nmühe vor. Wir machten Gefangene.

Die Beschiestung von Pari».

Genf, 5. Aug. Wie Havas rneldet, ist Paris heute wid der aus weittragenden Kanonen beschossen worden.

Neue Beschießung von ChalonS.

Zürich, 5. Aug. Der Schweizerische Prcsttelegraph meldet aus Paris: Die Beschießung der Stadt Chalvns mit weittragenden Geschützen ist nach einer Meldung des ,^Temps" wieder ausgenommen worden.

Die deutschen Maschinengewehre.

Haag, 4. Aug. Der Berichterstatter derDaily beim amerikanischen Heere drahtet: Die Amerikaner kämpfen in erster Linie der französischen Verbände, die die deutschen Truppen auf den Vesle-Flust hindrängeti. Die Deutschen ver­teidigen sich mit größter Hartnäckigkeit, offenbar deÄvegen^ weil sic kein Aiaterial iln Stich lassen lvollen. Die Franzosen, und Amerikaner kommen deshalb nur sehr langsam vor­wärts. Das Gelände ist hügelig und busch- urrd roaldreich, so daß es sür die Verteidigung geradezu wie geschaffen ist. Besonders die deusickien MaschnrengewehrabteiluTUMt, deren Bedienung aus intelligenten, hervorragenden Soldaten be>» steht, halten den Vormarsch der Verbüirdeten am meisten aus, so daß die Sckrlacht fast nur tioch aus Kämpfen gegen die feindlichen ^.sdaschiirengenZehr nester bestehi. Die Deutschen haben sie nicht nur im Gebüsch r>ersteckt, sondern auch ans Iwhen Bäumen angebracht. Sobald die nachrückenden Trup pen der Verbündeten von den Maschinengewehren gefaßt werden, gehen sie sofort in Deckung. Mit Jnsanteriegewehv- feuer ist nicht viel gegen die Maschinengewehrnester zu machen. Man muß immer die heran rückende Arttllerie ab- warten, aber darm sind die Vögel vielfach schon ausgeflogen und haben inzwischen ihre Maschinengewehre anderswo ver- steckt. Bis zum Äufspüren der neuen Stellungen vergeht viel Zeit und außerdem verursacht es schwere Verluste. Die Dent- schen, die diese Nachhutgefechtc liefen, sind tapfere Soldaten. Wenige von ihnen fallen lebend in unsere Hände. Die meisteit wissen sich noch im letzten Augenblick der Gesangennahnre zv entziehen. ^

Wilson an der Westfront.

Berlin, 6. Aug. Jnsormatvre della Sta:npa meldet dem B. T." aus Ehiasso, Wilson werde in absehbarer Zctt die Front der Alliietten in Becsteittulg mehrerer Mitglieder der amerikani­schen Regierung imd des amerikanischen Senats behlchen.

Falsche Berlustnachrichten.

Berlin, 5. A.ug. Berlmer Blätter melderr: In der letzten Zeit hat es sich mit iedenr Tage iwtwendigrr erwiesen, Ent^ stellnngcn der Wahrheit in den französischen Heeres­berichten entgegeiMttrrtmr. Ein deoarttgcr Fall liegt wiederum im französischen .Heeresbericht vrnn 1. August vor. Dis französische Oberkommando behauptet nämlich darin, daß seit Beginn der Offensive am 15. Juli von der M'arne Ins zur Champagne 33 400 ^Deutsche in Gefangenschaft geraten seien, und verbreitet damit eine wohlbereänrete Unwihrhett. 'Am ersten Angriffs tage ivollte der Gcgtvcr dmrk seinem übervas-b.mden Tanrian.rriff 17 000 Clescnrgene gemackst l-aben, aber seitdem hat er bei der Wachsainkcit .uirsrrer Tnttwen nnd 'ivcil er bei allen Angriffen semerscitS. blnrig al>qe:oiesen wurde, die Zahl nur um ein weniges erhöhen kmnum. Selbstverständlich rverdcor bei imseren mmenblickt: eu ltroir- gisck>en Bctveguiuien, deren fDeckuirg gegen Störung durch den .Feind günstig ausgestellten T-eckungStrupps und Aüchintten obliegt, Verluste cr.i Gefangene:: in dem stark durchschnittciien und de- 7»aldetmc Gelände unausbleiblich sein. Die Aufgabe dieser dtach- Hatten inag es sogar nran-chmal gebieterisch vorschreiben, einrnj wichtigen und das fcnrbliche Nachdrängen stark behttchenldnr Druckt mrf eine gewisse Zeitdauer zu halten, selbst aus die Gefahr hin. nach erfüllter Ansgabe sich abgcschnilten zn sehen; aber es ixnchclt sich dabei natrrrgemüst imimr nur um sch.väctrerr Trupr^uv, körper. deren Gefangen nähme die Kriegsbeute des C^egners nich t erheblich zu e r höh «' vermag. Inder Tat ist so viel ststgestellt, daß unsere g a n z c <0'iöuße in den Känrtssen gegen mnrir

1 1 / 0 Riillionen Mann ein setzenden' Feind, der dabei rnindestens 150000 «mm verlor, ungefähr der .. '

Feiitd al» Geflmgeneamhk angibt; > !' miier Gesamtverkust in diesem für den Feind so verlustreich»:',: Ringen an Toten. Befangenen nnd Vermißten errttcht ungefähr die Höhe von > Manu, so daß natur^näst die Zahl der Gefangenen eine beträchtlich geringere sem muß.

Iln allgemeinen neigst men der .Laie daM. Bcr.n:sttc kurznvg als Gefangene oder Gefallcue zv: bettxutUen. Ta nur ixauk

dock, iwch eininal auf den 0>eländecharakter ausnnnTanr machen, der ganzen Tntt'ps. im: von vereinzelten Mmrnschifte:: gar m spvochen. beste Gelegei:heit Inetct, sich verboraeir yi Ixiltm und «Mm Truppntteil nmttvneilen. Also and, auf die V.-rn::su.n brauchen wir !P best»w«S bei diesen Stampen zwiscd? mW .liftoc

kmreslvcgs zu verzichten.

Was mm dir fiMJösisckiie Oberlertmug dazu vermckaßt, der­artige Falschnackanchten M verbreiten, lieert .ms der Hairb. Der Dnrchbruchsvlar. ist gescheiter: und dm Opfer der rücksickMosan Offensive füllen die Pari st r Lazarett:' in b -n * ruhigen der Menge, llnter dies«: Uinslwlden. :va> oa uuxn ßindlicl^setts selbst beträckistlick)e G:-fangencnzahleu :rnbüsttr. soff'