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A,,schrill für Draytttach- nchien: Anzeiger Gießen.
Erster Blatt
168. Jahrgang
Montag. 29. Zn!l M8
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General-Anzeiger für Oberhesjen
Vantverfehr: Gewcrdedant Gießen
Zwillingrrunddrvck ».Verlag: vrühl'sche Univ.-Viich- u. Steindnukerei R.Lange. Schristleitung, Seschästrstelle u.vruckere>: Schulstr. 7.
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i. die Tage-mZnu,»er dis zum Nachmittag vorher ohnejedeVerbindlichkeit 5eileimeife: für örtliche ^Inieiaen 2 b lil., siir aus »o 2 rtlge 30 Pf., Hir Reklamen Mk. 1.— ; bet Playvor- schrift 20 •/# Ausschlag. HauptschnstleUer: Aug. Goe tz. Berantivortlich für Politik u. Feuilleton: Äug. l^oetz: Stadt und Land, Bernnschtes u.Ae- rtchtÄiaal: W. Meyer; Anze»genteil: p. Beck;
sämlltch in Gießen.
festige Kampfe am Gurcq.
(WTB.) lDrotzeS Hauptquartier, 27. Juli. (Amtlich.)
Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Nupprecht.
Die Kampstätigkeit lebte vielfach am Abend auf. Sie war während der Nacht besonders beiderseits der Scarpe in Verbindung mit erfolglosen Borstvtzen englisckier Infanterie gesteigert.
Heeresgruppe Deutscher Kronprinz.
An der Schlachtfront zwischen SoissonS und Reims flaute die Gefechtstütigkeit gestern weiterhin merklich ab.
In der Champagne wurden Teilangriffe der Franzosen beiderseits von Perthes abgeiviesen.
Heeresgruppe Herzog Albrecht. Erfolgreiche Erkundungsvorftohe in den Vogesen und im Sundgau. '
Der Erste Generalguartiermeifter Ludendorff.
<WTV.) Grobes Hauptquartier. 28. Juli. (Amtlich.)
W e st l i ch e r Kriegsschauplatz.
Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht.
Rege Erkundungstätigfei^ Stärkere Vorstöße des Feindes nördlich der Lys, beider.-, its der Somme und nord'^kst- lich von Dbon didier wurden abgewiesen. In einzelnen Abschnitten Artillerietätigücit.
Heeresgruppe Deutscher Kronprinz.
An der ^ampfftvnt verlief der Tag ruhig. Kleinere In- fianterie-Gefachte im Borgelände unserer Stellungen.
In der Chanwagne drang der Feind bei örtlichem Ansgriff in unsere vorderen Linien südlich vom Fichtelberge ein. Luser Gegenstoh warf ihn größten teils wieder zurück.
Der Erste Gerrernlauartlcrmeistcr Ludendorff.
Die «Sendberichte.
Berlin, 27. Juli, abends. (DTB. Amtlich) An der 5vanlpffwut auch heute ruhiger Tag.
B e r l i n, 28. Juli, abends. (WTB. Amtlich) Käurpfe am Ourcg. Im übrigen ruhiger Tag.
Wieder einmal "kommt ans dem Großem Hauptquartier das Dementi: .Hindenb'ury ist nicht erkrankt, es geht ihm ausyHeicl/net." Der alte Kampf gegen dumme Gerüchte, den Hirrdenburq auch schon vor seinen großen Entsck>erdungs- schlacl^ten in Polen geführt hatte! Vielleicht ist das Geschwätz nnrklicher Sorge geboren: Hindeuburg yat die Siebzig überschritten, und er hat sich Besuchern gegenüber, die für die OefsentlichAeit schrieben, so häufig, teils ernst, teils humoristisch, gegen das Kranksein, das ihm nachgesaqt werde, gewehrt. Aber wenn wir nach lästigen Fliegen schlagen, heften sie sich desto hartnäckiger an unsere Sohlen, »ttvas anderes, das doch wohl mehr sein muß als eine der Phantasie entsprungerte Anekdote, teils der Kriegsberichters: cttter des „Bert. Lok. Airz.", Rosner, mit, indem er aus dem .Hauptquartier erzählt:
„Lül Keiner, schmaler Fahnenjunker — bleich, knabenhaft mrd Mager, sitzt imt am Tische des Generalfeldmarschills, und Hindew- bürg achtet mit väterlich guten klugen darüber, daß sich der junge Soldat auch ordentlich was aus den Teller nimmt. Vor dein Kaiser und den Herren des kaiserlichen Gefolges tut Hindeirbtrrg, der groß, breit, wuchtig, gleichsam ein Niese neben dem zierlichen Junker steht, die Vorstellung mit großer Geste ab. „M e i n R e g i m e n t S-. kam er ad!" Unb voll sorgender Güte ruhen die grauen, tief- gebettelen Augen des Siebzigers dabei aus dem Achtzehnjährigen tat seiner Seite. —< In einem Lazarett, das er besuchte, hat er den jungen Balten aus dem 3. Garderegiment gesundem Spärlich und mitgenommen genug! Und der Arzt: „Reich lrche Kost soll der Junge haben, soviel nur 'reingeht — und dann wird er schon mieder werden." Nun muß doch ein Kamerad im Kriege für den andern einstrhen, wo es nur geht. Und .3. 0Zarde- regimatt ans dem ist der Genevalfeldmarschnll doch selbst hervor- segangea. »md heute noch steht er ä ta suite des Regiments.
„Und da habe ich ihn: wie er erst so weit war, daß erl.ms«y dnmte besohlen, daß er — es trifft sich doch so gut: die esse:: in dem Lazarett um zwölf, Und ich esse um eins — daß er nach semer ersten Mahlzeit dort zu mir herübetckonrmt und bei 7 inr noch J^nnal rmtfuttert Wir kriegen Um aber aurh rtrtrfrn: in Ordnung ** lbei er sucht schon viel besser mts! Nicht wahr, Herr Kamerad?" _ « J*** Geschühtchen Msners, der den Originalton in
Sn r etwas verzuckert hat, im übrigen auf
^ufgebaut ist, spiegelt es einen eigentümlichen, echt ^"Eufchllchen Zug im Charakterbild des Feldmarschalls. Der m seinem Auftreten nicht ängstlich, er fragt rSr o^ >cn t Auffassungen von Würde, die in dieser väterlichen Teilna^ne für einen Regimentskameraden bei einem Mann von Eisen viclleülst eine unsachlichst Weichheit wittern. Man darf aber an Wallenstein und seinen Max ^lken, den man im Prag'schen Winterlager dem Feldlstrrn nnb ^ dessen Sätze: „Ich selbst war deine ^ ^binen Dienste mich." Also Masuren noch lebendig urrd rege in seiner Arbeit und bei jemer Erholung.
*
rr^ f// ' ^ ec Qm brausenden Web- 8 * IHoffen und Bangen des Volkes in
pch vereinigt, beruhtet ein Mitarbeiter der „Köln. Ztg.":
der ra M* mix von
lletwoffekl hat und gcm.de damals fast
MlkUt fewn: UM Scholz der ?^rbron und der
RerchtiMisquelle des Landes, die schwersten und unersetzlichsten
Vnlüste an Schiffsraum und Ntenschiileben kostete, war es vor oll»nn der Bombenjehmuggel des Fmuläuders mrd deutscl-ar Dericr,.. Baron v. Gerich'Na»»tensels, der die rvoavegisclien Geinüter aus-: ttefste erregte. Das tmtxlji nne tckaninäßige, geschulte Propaganda unserer Fxnude scljpn ohnedies verhetzte nonvegische Volk wrrde hierdurch, lu-ie auch gleichzeitig durch eine gviviss«ilose, teilweise verbuch, t verbarldssrelmdlulr: LaiideSpresse zu förmlich smiatiscl-ein Haß, wildenr Zorn und blürder W»rt gegen alles Teutsck^e crufgepeitscht. Und Deutschland konnte tvotz bestein Dillen dem l-ungernden Norwegen in seiner Not iveder mit Brotgetreide iroch anoern Lebensmitteln, deren das <m eignen Hikssiruellm so arnte Laird bitter be- tnrrfte, nicht Mlshclsen, so daß cs sä-ließlich wohl oder Übel ge- rwunaen war, sich den Mlnerte 7 i, die die 3tot des Landes und Volles für ihre selbstsüchtigen jkdüegszwecke auszunutzen verstairden, auf Gn.ade uno Ungnade auszulieierir, um nicht zu verhungern. Trotz dieser ungünstigen Lage, varch die Herr v. Hintze verhürdert war, den» Verband in 3chrwegen auS dem Felde »l schngen und Nonvegen t<n an sich für das Laub natürl.ä>en Weg y<'ä clopolitisch und imrt chaft- lich nach Süden zu öffnen, hat er dock) Großes erreicht. Ol-nc Ueder- tteibuim kmul man sagen, daß er sich auch hier nicht imr als g<chm»ü.- diger Divlmnat, sond»'rn auch als ein Politiln-von Rang, der mit dein Möglick^en rechnet, enniesen hat. Tenn tatsächlich ist es ihm ge^ lungeu, „eii.en Modus vivendi zwi'chm Dutschand und Norwegen wichc-end des Krieges zu schaffen," wie er es selbst in einer Uitter- redmrg in Morgenbladet ausgedcückt hat, der bestimmt l>offen läßt, daß das frühere ungetrübte freundsck-aftlick-e nachbarlich Verhältnis zwischerr den beiden Völkern nach dem Kriege wieder hergestellt werde.» wird. Aber was bei den norwegischen Vci- hältnissen fast noch »»ehr ist, Herr v. Hintze hat sogar erreicht, daß er U*i sei: in ?Lbsch«d >urs Norwegen eine durchgehend gute norwegisch Presse hatte, dieselbe Press.', die ihn noch vor knapp einem Jahr vetletzend kühl und arg:oöh:nsch l>egrüßte als Scharf- macher und Kriegbringer."
Ein Seemann bestimmt oder steuert den Kurs des Reiches: da erwarten wir zum miirdcstcn, daß es kein Schwanken mehr gibt.
Die ösierreichifch-nugarlschen Tagesberichte.
Wien, 27. Juli. (WTB.) Amtlich wird verlautbart:
An der Tiroler Front haben Sturmtrur.p'untrr- mchmen im Conosi-Talc und in der Vallarsa dem Feinde blutige Verluste zugefügt.
In Albanien fth'ugen unsere Truppr-n bei Arveniea sieden ßeirchliche Ge-enstöße ab und erkätnpften sich bei Kalmt den Uebergang über den Semeni. Im Raume nördlich Bern t hielt die (Gefechtstütigkeit an.
Der El-ef des GenrralswbeS.
Wien, 28. Juli. (WTV.) Amttick) wird vcrlautdart:
In Italien keine gr, s^ren Kampshatrdlunsten.
In Albanien wurden bei Ardenica abermals mehrere italienische Vorsts ft? abgewieftn.
Der Chef des Generalftabes.
Wien, 26. Juli. (WTB.) Amtlich wird verlautdart:
Ereignisse zur See.
In der Nacht kvm 24. zum 25. Juli hr)den unsere Seeflugzeuse die englischen Fluganlagen am See Almini Piecolo bei Otranto erfolgreich mit Bomben angegriffen. Die Flughallen gingen in Flammen cuif. Der Brand war bis zu unserer Küste zu sehen. Die Fluganlagen, von deinen aus die wiederholten Angriffe auf Durazzo und den (^olf von Cattaro unternommen wurden, können als größtenteils vernichtet brtracfrlct werden. Unsere Flugzeuge sind alle unvcrschrt edlgerückt.
Flottenkommando.
Der feindliche Einsatz.
Berlin, 28. I»cki. lWTB.) Mit welckien ungeheuren Kräften der lÄitentcgenettüiisimus Foch unter allen Umständen die Entscheidung erzwingen wosttt, geht ans der Zahl von 7 0 feindlichen Divisionen hervor, Me er seit dem 16. Juli zwischen SoffsoirS unp Dahrire eingesetzt hat. Unter diesen Divisionen befinden sich 6 MnerikanrsckL, 4 ercglische 2 italienische u,rd eine polnische Divisioir. Der ganze übrige Teil besteht auS französv- sä?en Verbänden, die auch.hier wiederum in der Hcnlptfache die schweren Blutopfer tragen mussten. Mit Hinzureckrmng der beteiligten feindl».»hen Artilleriesormationen imb Heeresgrupperr hat Fock) rund lj 2 Millionen Meorn in dieser kurzen Zeit in die verlustreiche Schlacht getrieben», ohne sein erstrebtes Ziel auch mrr im entsierntestxn zu erveichen. Turrch den schweren Aderlaß so starker Verbänix' hat die» Haupt kraft der Entente aufs neue eine außerordentlich starke Schlväckvmg erfahren.
Bern, 27. Juli. sMTB.) Ter Berichterstatter des „Gior- vale d'Italia" an der fran-ösischen Frmtt meldet, daß die abgekämpften italienischen Divisionen von dom srarv- zösischen^ Sektor zurückgezogen und durch englische Divisionen ersetzt werden müssen.
Französischcr Abeudbcricht.
bvm 27. Juli: Der Truck, den französische und alliierte Truppen seit mehreven Tagen gegen die d<nttschen Stveitkrafte .rusübten, Wt an. Sie zogen sich heute aufdcrganzen Front nördlich der Marne zurück und irw'ere Truppen drängten der pcachhut hart noch und haben die altgemeine Lime Vrot-eres- Villencuve— Sur Fer -Courmont— Pasth—Grigny — CuiselleS (?) — la Neuvikle— mig Lorris—El-amiizp erreicht. Dos rechte Marneufer ist vollständig vom Feinde ge s ändert. Unsere Truppen ver- folGcm den von ihnen auf einer Front von »über 15 Kilometer gemachchen Fortschritt nocki ü st l i ch v o n C h a t c a u— T h i e r r t). Ans der Ehampagnefront überschreitet die Zahl der- von uns in der Gegend südlich des Mioitt smvS uom gemachten Gefangenen .300. darunter 9 Offiziere.
B^schießuug vov Lalaitz.
Bern, 27. Juli. (WTB. Nichlamtlichi.) „Progres dc Lyom" meldet auS Paris: DaS Bo m bar oc ment von
£,<iULa in txx LaÄit vom Ssnntag Lum MonMa war
außergewöhnlich schwer. Sehr großer Sachschaden. 87 Zivilisten wurden getötet. Es war das schivcrste Bombardement, oas Calais bisher erlebte.
Ta- Befinden Hindenburgs.
Berlin, 28. Juli. (WTB. Amtlich.) Aus dem Großen Hauptquartier wird gemeldet:
Aus zahlreichen Anfragen gehl hervor, daß in der Heimat unbegrültdete Nachrichten übet das Befinden des Genera l s e l d n ^rschalls v. Hindenburg verbreitet sind. Der Generalstldmarschall läßt bitten, solchen völlig unbegründeten Gerüchten keinen Glauben zu schenken. Es gebt ihm ausgezeichrlet.
England und der künftige Friede.
Rotterdam, 27. Juli. (WTB.) Der parlamentarische Mitarbeiter der „Daily Netv^" bec-ichdet, daß gestern im Unterhause unter dem Vorsitz des liberalen ?Lbgoord»ccten Chancel- t o r eine Versammlung abigel-alt-m wordcm ist. L e e S m i t h (libeval) legte der Versammlung ein Manifest über die Politik lvät/rend pes Krieges und nach dem Kriege vor, welches angenmnme» tvurde. In diesem Manifest wird erklärt, daß kn einem zukünftige« F-riedcnsaugebot die bedingungslose Rückgabe Belgiens und die Einhaltung der ursprünglichTN Estenoilicksten, mit denen England in den Krieg gezogen sei, verlangt werden müsse. Das Manifest appelliert an die Alliierten, die Geheim verträgt und Abmack/mrgen über die Reick» v^c^ngszölle zu revidümen, und nmrnL «die Radikalen davor, daß alle ©mxrvtim ttt bezüglich des Dölker- bu'^es durch das Schu'd llsystem, zu denk di? R g erung sich ent- schlossert i?abc, von vornherein zunichte ge»itachc werden. Hierauf witrde auf Antrag der Lady H o rs l e y , der von Lee Smith urrter- stützt wurde, eine Eutschlioßuitg angetwminiert, in der die Dersanrm- knng gegen den Beschluß der Regierung aus EinÄhttma von Reichs- Vorzugszöllen nach dein Kriege, die ein tödlicher Schlag für d« Dölkerbmrd fern raiirbe, pr<Nestiert und an die RadikaLm des garrzen Landes appelliert, sich diesem Protest anzuschließen. Das Maui'eft v^rlairgt außerdem, daß beglaubige Vertreter der christlichen Kirchen, der Arbeiterpartei, der Sozialisten, der Frnuenvereini- gilngen imd anderer 5t-orperschasten die Erlaulmis erhalten sollten, mit ebensolchen Dertrtterkl aus feindlichen Lärrdern zufamtnenzn- kommen, um. ohne ihve Regierungen dadurch zu bürden, allmählich genteinsaTne Bcdrngreitgen für die Regelung auszuarbeiten, tar dann als Grundlage für die Konferenz dierren könnten. BezLtzlich der Politik noch dem jkriege ivi rd erklärt, daß der soziale Wüde»aull>a, von der Bereilwilliaveit, für diesen Zweck (Mb zu aricu. ab>htg& Das Manifest erklärt sich mit Nachdruck für dre Abgabe von Kapital nach dem Entwurf, den der Liberale Sydney Arnold dem Unterbau e vorqelegt hat. 3»ach diesem Programm würde der größte Teil der Kri>> 7 sschuL> ahp.nahlt ^cnd di? Einkom^new' steuer aack 2 Shilling 6 Pence für da? Pfund Sterlürg verciitgerl werden köuren. Das Marrisest enthalt 40 ^rdeiglng'.'n für die mich dein Kickege einzuschlagende Politik, u. a die Forderung nach Mschaffung der Adelst? el. Abschaffung der Die strislickst, die Forderung nach Gleichberechtigung für beide Geschwister und die all. gemeine Einführu'ig von Home Rule
London, 27. Juli. (WTB.) Re:r1ermeldu'ig. Der König empfing heute im Buckingham-Palast die Mügtredn der Reichs- konferen z, bevor sie l-eimkelwteu. Sie überreichten dc-n König eine Loyalitätsadresse und erklärten, daß das englische Dcckk in qilrn Ländern einmütig für das Reich gegen den Feind einste!-e und ehre eugere Verbindung der Teile mit dem Ganzen anstiebe. Der König arrttvottete, er» habe das Vertrauen, daß die Beratungen der Konferenz darluif abzielten, das Reich in eine lebensvollere, stlbstver- sorgerrde Einl^it umzargestalten. Die Anwesenheit dec Vertreter der ül>erseeischen Besitzungen sei ein Vlweis. daß die Dominions ohcce Rücksick« auf die Oper »cnd Kr>sten der Srch' des Reiches und der GcrerhtigSeit treu geblieben seien. Das Reich sei aus einem Fels von Einigkeit ge gründet, den Dan Sturm ersckzättrrn oder uur- stürzeal könne. Der König fügte hinzu, daß der Prinz von Wales ini Frieden die überseeischen Dominions besuchen würde Er ßlKoß: „Jcki bitte zu ckiott, daß schon vor der nächsten Konferenz der Triumph der groben Sack^ der Freiheit, Gere»chtigkeü und des friedlichen Fortschrittes, wofür rvir und unsere Alliierten kümpstn. ervcickst fein möge "
London, 27. Jull (WTB.) Reitterineldwrg Da.^ Unterhaus nahm in dritter Leffruq einen Gesetzen min über den Handel mit dem Feinde nnt der Zusatzbestimrnung m, daß die Beschlagnahme der feindlichen Banken nicht für fünf Jalyre nach den» Kriege, so-nder, noch länger blfftehim leiben wird, bis das Parlament Mlders ent'ck i^e.
Das Oberhaus nahm i.i zweiter Lesung den Gesctz<- 7 Mu«rf über die Stellung der feindlichen Ausländer an.
Der Au-stand der englischen Munitionsarbeiter.
Amsterdam.^27. Juli. (WTB.) Rach eurer Reuterm ldimg aus London hat der Streik in der MunitionSindustric
folgende Ursache:
sllm eine l^esfere Verteilung der getarnten Arbeiter auf die Fabriken ^beizusüliren und die Mivlitic»nSerzeugu 7 l.g so ergiebig wie möglich zu wachen, ortntete das Munitionsminiftertum vor einiger Zeit an, das; bestimmte Firmen, dst bereits eine gewiffe Zahl in- lernter Arbeiter in Drei,st hoben, öine Arbeiter dreier Kategorie mel-r eckl>alten sollen. Dagegen protestierten einige Kategorien gelernter Arbeiter imb drohten gegen den Rat ihrer FüiTrer mit dem Adrsftmvd. (Kue große Zahl legte die Arbeit tats»ühlich nieder. Lloyd George wies die Streikenden im Namen der sti«, icrung ausdrücklich darcnck hin, daß sie. ivähvmd Millionen ihrer Landsleute dem Tode trotzten, m»r dr-slwlb von den Gefahren de .Kriegs perschont blieben, tveil ihre Dienste in den Fabriken sü> Sbml wertvollier seien als in der Arm«. Diese 7lnönähme »verde aber sklr die Arbeiter, die nach^ Sonntag die Arbeit nicht wieder aufnehmen, außer Kraft treten.-
Stockholm, 87. Juli. <WTB.) Laitt einem Telegramm an „Stockholms Titmingen" greift der Streik der englischen Munitionsarbeiter immer mehr um sich. Di» Konferenz in LeedS, »velckst' 300000 Arbeiter vertritt, faßte d<n» Beschluß, (tut DienSdag den allgem»nnen Streik zu Proliant irrten, falls die Regierung nickst von Zivmtgs<inftellungen ablafte Im Tistritt von Birmingham frieni gegenwättig über 100000 Arbiter.
Ein Antrag irischer Nationalisten im englischen Nnterhan».
Bern, 23. Juli, lieber 30 irische Na tion alistcq
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