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MtfTctynt tatbiTjirtfchaftkiche-n Betrieben auS den Jahren 1905 und 1906 bringt zlvar manches ganz iuteresstutte Material, könnte aber in der Oetfenttlcf> fei t doch leicht zu ärgerlick^n Mißverständnissen^ rühren, da es durchaus glicht ausgeschlossei: ist, daß mau diese« Zahl« auch für die deutsche Landioirtsäiaft zu vevallgemeiucrnr WM.

2. Der Ackerbau.

») Saatzucht

»oird al- Ackerbau und Saatzucht von O^eheimrvt Prof. Tr. Ed­ler Jena in muftrrgültiser Wc ise behandelt. Tie Klarheit des- Aufbaue», die Präzision der Tarstellunq macht das in markanter Kürze 0>ebotene ohne weiteres verständlich. Als Leitsatz kann man wohl über diese Ausführungen setzen:Tie Höl)e und Sicherl>eit der Erträge der Kulturpflanzen hängt nicht allein von der günstigen, Gestaltung aller Waclrötumslxdinguugen ab, sondern ist auch in erster Linie abhängig von der Leistung der angebauten Sorte." Als Saatzuclst bezeichnet Edler alle Vestrebmrgeu zur Schassung c-rtvagnucl-er Sorten und ihren Anbau, wo sie anderen Sorten über­leg»'» sind. Bei der Bespreclmug der Wirkung ftaatlid>er Saat- zuchranftalten und der Tätigkeit von einzelnen Züchtern kommt Edler zu dein Schluß, daß d:e freie Züchtung empfehlenswert sei, die als Sclmtz für nirndenvertige Naclxchmungen in Hocl^ucht- regiscc eingetragen werden müsse. Sein Hinweis ans die Bedeu­tung von Anbau versuchen zur Prüfung der Tauglichkeit von Sorten für verschiedene Gebiete, sein Hinweis aus die Bedeutung derf Beschaffung leistungsfähiger Saalzuchtinspektoren, die Bedeutung der Saal bau stellen zur Saatgutverinchrimg, die Schaffung von.' Sag bauvereinen- und Saaibauaeiwssensäiaften sind Maßnahmen, oic in klarer, Übersichtlicher Weise erläutert und von ihm eut> ipreüiend warm besürnwrtet werden.

b) Getreidebau.

In vorbildlicher Weise hinsichtlich Präzision der Darstellung und Klarheit der verschiedeiren Vorschläge behandelt Geheimrat Pros. Dr. W o hl l m a n n - Halle den Getreidebau. Die Dar­stellung des E^etleidebrnves als beherrscl-ende Kultur im deutsckieN landnnrtschastlicbei! Betriebe, di? klare Wiedergabe 'des Zieles der deutschen Landwirtschaft, möglichst große und sichere G?trride«utru i zu erzeugen, find lo meisterhaft, daß hier jede Zusatzbemerkung lunndlig ist. Aach die Ablehrmrrg von Rezepten besonders als Tüii^r-Nezeple für Hie Erreichung dieses Zieles ist vollständig >ichlig und verdient daher hier Hervorhebirng. Bon dem früher r'kennzeichneten Standpunkt mlsgeheird. daß die Ertragssiclier- !"' ' die Trägerin der Bedeutung des Getreidebaues ist. kommt W.stttmann zu deu» Schluß, daß der Rvggenbau in weiten beut- sa/eii Gebieten stets dem Weizenbau überlegen fein inrd bleiben wird Tre Vergrößerung der Weizenanbaufläü)e Deutschlands über - Millionen Hektar hinaus bann mit Rücksicht auf die mangelnde Ertragssicherheit nicht empfohlen werden. Vielleicht ist es mög­lich, besoriders auf den leichteren Böden, den Sommerweizmlun^ mehi als bisher zu bevorzugen, um so die Weizenerzeugung all­gemein und die Erzeugung eines kleberreichen Weizens bei uns zu heben. Ta Deuriüüand in der JnhreÄ>uräffch:uttrn 191113

Bedeutung der Kanvffel in der Kriegswirtschaft. An Hmrd der Feststellung, daß die Kartvssel^Trockwrprvdukte zur Streckung des

Brotgetreides geeignet sind und ebenso als Ersatz für fehlendes Kraftfutter dienen können, stellt er eine Reihe von Berechnungen aus. die beweisen sollen. daß Deutschand 20 Millionen Tonnen ^'sein über eure Normalernte von 45- Millionen Tonnen

Kartoffeln erzeugen muß. Dies bedeute eine Ertragssteigerung von 65 auf 94 Zentner pro 7 a Hektar. Die zu^eit in Deutschland bestehenden Trockenanlagen, Stärkefabriken urrd andere nümftrielle Kartoffeln verarbeitende Airlagen sollen mindestens verdoppelt werden, um die für die Brvtstreckung und die Kraftfuttergewin- nung nötigen Produkte zu erzeugen.

Abhängig ist unser Kartosseldau außerordentlich von recht­zeitig niedergehenden Niederschlagsmengen im Frühling. Daraus ergibt sich für Stürme: die Folgerung, daß zur Siä^rstellung des deutsä-en Kartoffellxrues überall die künstliclie Mregnung des Bodens durchgesührt werden soll. Gcn Hindernis hinsichtlich der Teä-nrk gegen die Vorschläge liegt nach Stürmer nickst vor. Nackidenc St. noch die Bedeutung des Saatgutwechsels her ver­geh oben und Kartossellagerhäuser statt Mieten zur Einführung empfohlen l)at, kam er zu der Ueüerzeugung, daß damit die Sicl-eruna des Karwsselbaues für die nächste Zeit unbedingt gegeben sei.

Besonders kritische Ausführungen zu diesen auf sehr breiter Grundlage wiedergegebenen Vorschlägen St.'s scheinen nickst ani Platze, da die Landwirte gegen drese AuSführtucgen wohl von Fall zu Fall Stellung nehmen werden.

Dr. Kleeberg«.

Aldansiche SchlangenjaMi.

Von Edmund Reimer.

Er ist ziemlich selbstLerftmrdlich, daß in einem Lande, in

ftt-rrr fvr»« ,'SVfvlrrhrriiim fitlh. frr flTTfwwiirtt ifaicn .fn

pro 7 a Hektar 11,1 Zentner Weizen erntete urrd ca. 30 Prozent seines Gesamt verbrau ckis einführte, so würde eine Ertragssteige­rung um 3 Zentner pro 7 a Hektar frfjon hiirreickien, um die Ein­fuhr entbehrlich zu machen. Tiefe Ertragssteigerung ist möglich, nenn sorgfältige Kultur und Züchtung Zusammenarbeiten. Tie Ausführungen über die vvraussichrlick-e Entwicklung des Gersten-- baueS und die erwünschte Einschränkung der Haserairbaufläche :mrd vmr allen Praktikern ohne weiteres nrtterschrieben werden. Auch die klare Ablehnung des Maisüanes, des .Hirsebaues und schließ­lich des Anbaues der Melte ist vollständig berechtigt und er- ipi', nscht. Die Hervorhebung der B Ären tun g des Gemengebaues im rauhen Klima> auf geringen Böden wird ohne weiteres den Bei,'-all der^ meisten Lmcdwirte finden.

Das Schlußwort Wohltmanns sei auch hier zur allgemeinen "eachttmg angesügt: es lautet:9ttir die Hebung der Bodenkultur, der Technik und be» Kürulens unserer Laudwine kann eine Hebung der Gervadoerntie sichern."

c) Der Kartoffelbau.

non Dr. St Armer, Stettin bearbeitet. Stürm« gibt zunächst die ziemlich allgemein bekannten Zahlen Johanusens über die

/Nachdruck verboten)

welchem die Schbairgen so häufig firib, wie in Albanien, Üjnm in den V olkser zech, uu gen, im Myt-oS, in ältester tine neuerer Zeit eine besondere und große Rolle zickomnrt.

Sck)pn drei Art, wie man Sckstangeirbisse zu heilen versucht, ertb- hält ein unentwirrbares Stück Legende und nahezu ein Stückchen Serumthercrpie in der Urform. Die Dcdes, die heilig Mönche, bewahren zürn, Zwecke der Kirr in einer mit Wasser gefüllten FlclfckZ: eimge Schlangen auf, welche bereits jemanden gebissen haben. j Ter Arm des Gebissenen wild oberl>rtb der Wunde fest tusanrnren- geschpcürt und mit dem venvesearden Wasier -eivastchen

iL^ie die Rumänen, von dcmen^eine Ä,r.z<chl in Albanien leben, sind cnch die Albaner aus das Sck»u>gvabc'n versessen, besorwerS im Süden. Als Hüter der Stütze spiel«: natürlich die Schlangen eine große Rolle. Schatze und Schlangen lieb«: h.ümliche, unge-, störte L>rte. Ta her der Zusalnnumhang smvohl in Albanien wie in der gesamten indogernratn'Llr'n Literatur.

Ein Mann fand eine Slstange.^ Er tvar guten SinneS, tötete sie nickzt und gab ihr Milch zu trinken. Am pächsden Tag ging er dsteder in dan WtrÜd. die SchrQ' zu hobm, und fand sie mit) Qtofo gefüllt. Er nahin hocherfreut das Gold der dankbaren Schlange und setzte ihr täglich neue Milch «m^btp Stelle. Das ging so eiire Zcitlang fort. Ta edranktc der Schlangenfterclü) und sarrdetti seinen einzigen Sohn, sagte ihm aber weiter nichts von der ganzen) Sache. T« Sohn ging aber nickst sogleich wieder nach Hause, sondern versteckte sich rnn zu schm, für wen er die Milch in den Wald getragen habe Nach einer Weise kroch eine Schlange auf die Schrie zu. Ter Sohn seuerte und schoß ihr den Sck-wanz ab. Das abgeschosserre Stück flog chm aber mit solcher Kraft an den Kops, daß er tot niederftel. Der Vater erfuhr den Tod des Sohnes, wußte aber keine slrsach?. Ms er genesen war, wollte er der Schlange wieder Futter bringen. Ms er die Stelle betrat, sprach ihn zu seinem Schrecken die Schlange an icnd forderte ihu Hns, das Fc'rttern zu unterlassen. Tabei erzählte sie ihm die ganze Sache. Zuletzt meinte sie:Du olme Sohn, ich ohne Schwanz, wir beü>e haben auf dieser Welt nichts cnehr zu schäften."

5Zn einer anderen Sage lockt ein Schäfer durch AufstMen vor: Milch eine Schlange von dem Schatze, den sie hütete, fort, und erbeutete so das Gold.

In Saw in® Plan: glaubt man, me Doxa«« rrage ev*en

Zauber ring um den Hals und dcwjenige, welcher sich des RingeÜ

bemäckstige. loerde reich und mächtig.

Im Wilajet Skutari schließen die Albaner mit Schlangen einen Vertrag ab. Begegucst nian im Frühjahr der ersten Schlange, gibt man ihr das Versprechen, wührerw des ganzen Sommers kettle Schlange zu tüten. Tagegen ist sie verpflichtet, dem Betreffen^ den und seiner Sippschaft sowie seimm Herden keinen. Schaden z:>> Hufügen. Tie entgegengesetzte Sitte herrscht unbcr dkrr DioHamme- dauern Vosnieic. Tie erste Sckstange, welche einer trifft, wird getötet, sonst geht die Kraft verlvoen.

In Malja erfreut sich die braune Mauerridechse desselben Sckfutzes, wie die SchLangen. Eine Sage erzählt, daß sie der: Mund mit Wasser stille und zum Lösihen herbeieile, tvenn sie bemec . die grüne Eidechse ettven im Freien lisgenden Toben durch d:. ihr innewcchnend.' Glut verbrennei: will. Das erinnert an die allgcmei-i neu Sr !a man der sagen. Bei diesen wie bei jenen spielen wohl urzcit«, liche Vorstellungsrcsü' mit.

Um einen von Schlangen gehüteten Schatz »u heben, muß mast an Ort und Stelle einen schvarzen Hahn oder ^inen schvarzen Hammel opfern. So erzähl^der Stamm' der Mahzorvn. Tie Mertnri sagen: Abends muß die Stelle mit Asch,' bestweirt werden. Sieht man am Morgen, welches Tier eine Fählte in der Asche hinter-, ließ, muß man danach trachten dieses Tier zu erlegen. Demi nur dieses ist der .Hüterin des Schatzes als Opfertier angei-ehm. Würde aber eine Menfck^fpur gefunden, fo dürfe man selbst vor einem solchm Opfer nicht zurückschrecken, wolle man den Schatz heben.

Fn dem abgeschlossenen OTxmten haben sich gewisse Vm>

stellungen natürlich reiner und länger erhalten, als in verkelxrs-, reicheren Gc-genden. So klingt auch mch das Menscheiuipfer ans Zeiten herauf, die für das übrige Europa und den allergrö^m Teil der anderen bewohnten Erde tiefe VerMnigenbeit sind. Men­schenopfer waren bei jedem Volke einst Sitte, und wenn mast de:: Gedastken mrt vorvussetzomgsloser Strenge zu Ende denkt, sich im bestimmten Sinne Menschenopfier auch heute noch sogar ber den kultiviertesten Völkern etwas MtLglichcs, Selbstverstächliches m:d Nötiges. In diesem strengsten Sinne sich auf der Seite des Verbr^Mms die Morde und schüveocn Beschädigungen, auf dev Seite der Gesetzgebung die Todesstrafen uch Zweikarnpfe, welche früher toleriert wurden, sowie die Kriege genau so Menschenopfer, wie bei der: alten Kelten, Germanen nsw. die Otseermg der gefangnen Feii^de und andere Sitten, Hi« wir dort sollte dcrrch cm Preisgabe des Lebens eines Menschpn ettr mehr oder minder sakraler Zrveck erreicht werden. Bei geivissen Insulanerstümmen ist sckMN das Anfüllen des allzupersönlichen Magens sakral, bei Kulturvölkern beginnt die Sakralität ein paar Stufen höh«. Im Wese:: bleibt die Sache dieselbe. Es ist obrgcs Opfer für Vege­tarianer und andere d^ickstmenschirfress« durchaus kein Grund, dein betreffenden Albanerstamm wegen der Sage ans dem Wege zu ge hen.

In der Volksnredizin ist die gedörrte Haut ein« Schlange als Fiebermfttel /um deck Arm gewunden) sehr geschätzt.

Meteorologische Beobachtungen der Station Sietzrn.

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