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)( MaipA l ar, 25. Juli. Das Eiserne Kreutz erhielt Gefreiter Liwwig P fei ffer.

Kreis Schotten.

e. Schotten, 25. Juli. Der Gesamt verein des Vogels- b e r g e r H ö h e n c l u b s (B. H. C.) ist dem hessischen Lan­desverein für Kriegerheimst ätten mit einem jähr­lichen Beitrage von 50 Mk. als körperschaftliches Mitglied bei- .Mreten und hat gleichzeitig seinen Ziveig vereinen warm emp­fohlen, die Mitgliedschaft des Vereins zu erwerben.

up. Vom vorderen Vogelsberg, 24. Juli. Das Wetter hat in letzterer Zeit seinen trockenen Charakter verloren, die Nie­derschläge werden häufiger. Allerdings hat es noch nicht durch­geweicht, und die kleinen Schlagmühlgraben haben noch einen kaum nennenslverten Wasserstand. Dafür stehen aber auch die ersten Kornhaufen ini Felde und die erste Gerste liegt auf dem Boden. Tie Grnmmetwiesen stehen in frischem Grün. Der Grünfutter­mangel ist indessen noch nicht behoben.

Kreis Friedberg.

£. Bad-Nauheim, 28. Juli. In der gestrigen Stadt­verordnetenversammlung wurden u. a. folgende Be­schlüsse gefaßt: Der Waldwirtschaftsplan für 1919 wird unter i>er Bedingung genehmigt, daß bei dem Verkauf von Nutz- oder Brennholz jede Rücksicht ans die einheimische Bevölkerung ge- nommen wird. - Ein Gesuch des Fußballklubs um Ueberlassung eines Spielplatzes wird abgelehnt, da die Stadt für derartige Zwecke zurzeit keine Plätze' zu vergeben hat. Es wird be­schlossen, den mit dem Badefiskus über die Benutzung des Usa-- Niers geschlossenen Pachtvertrag zum 1. November zu kündigen.

Starkenburg und Nheinhessen.

R. M. K. Darm stad t, 25. Juli. Ein mächtiges Warenlager im Werte von etwa 35 000 Mk. wurde bei Angehörigen einer in Kaiserslautern in Stellung befindlichen Geschäftsführerin hier ent­deckt, die die Woll- und Weißwaren usw. in ihrer dortigen Tätig­keit gestohlen hatte. , ,

W. V. Worms, 25^ Jüli. Mord Leute vormittag 7*9 Uhr erschien aus der Wachstube des 1. Polizei-Reviers der Land- sturnmmnn Heftrrich Schmidt, geboren am 5. Januar 1891 zu Worms, vm: Zivftberuf Taglöhner, der sich zur Zeit in Urlaub hier befindet rard meldete einein anwesenden Hllfsschutzimmn, daß er eben in seiner Wohnimg Fischmarkt 13 seiner Frau freu Hals ^rbgeschnftten habe. Als Grund gab er an, seine Frau führe schon lungere Zeit einen schlechten, unsittlichen Lebenswandel, insbe- londere ziehe sie fortgesetzt mit andere:: Mannspersonen umher. Auf diese Selbstantzeige hm nahm die Polizei sofort eine Besichti­gung der Wohnung vor und fand dort tatsächlich die Frau mit durchschnittener Halsschlagader tot in ihrem Bett vor. Das Bett toti* mit Blut durchtränkt, so daß das Blut am Fußende auf den 'hoben lief. Die Getütete ist die am 18. März 1891 zu Worms geborerie Maria geb. Selbert und seit dem 28. August 1914 mit dem Täter kriegsgetraut. Es sind drei Kinder im Alter von 1 3 und 4 Jahren vorhanden. Der Täter legt eine auffallende Ruhe an den Dag. Er rvurde dem Militärkommando übergeben.

Kreis Wetzlar.

Wetzlar, 25. Juli. Die durch die Stadt bewilligten Orts­zulagen für LehrperßZnen sind sowohl von der Regierung als auch vom Ntinisterium ab gelehnt 'worden. Jetzt suchen die Lehrer durch» eme wiederholte Eingabe eine Aenderung des ministerielleni Stantpunkles herberzunihren.

ra. Wetzlar, 25. Juli. Regierungsassessorvon Lettow- Borbeck, früher am hiesiger: Lairdratsamt beschäftigt, ist zum Ärnldrat des Kreises Cochem ernannt worden.

va. Bellersdorf (Kr. Wetzlar), 25. Juli. Die Wieder­wahl des GemeirckxDvrstehers Abel raff eine sechsjährige Amts- '-auer hat die behördliche Bestätigung gesunden.

ra. Ichwalbach, 25. Juli. PoliKÜsergsant Möglich über­raschte zwei entlaufene Russen, von denen er einen festnehmenj komtte. Er führte eine Dose Butter, Mehl und aridere Lebensmittel bei sich. Anschevrend handelt es ftch um die Mrle, die seit zwei Wochen unsere Gegend unsicher machen.

Hessen Nassau.

mr Frankfurt a. M., 24. Juli. Die neue Markthalle an rer Obermcrinstratze ist mrnmehr in der provisorischen Art soweit wrtiggestellt, daß sie in Benutzung genommen werde:: kann. In den letzten Tagen wurde die städtische Marrneladekocherei ^ dort­hin überführt, bis zum Herbst soll auch to Sauerkrautfabrik, die sich eben noch im Schlachthos befindet, dorthin verlegt werden. Die Eisenbahndirektion hat sich in eurem Schreiben an die '^stlhnvorstärrde gewandt, daß von einer Revision des Reisegepäcks nach Möglichkeit Abstand genonrmen werden soll, da die auf- gesundenen Lebensmittel zum größten Teil geringfügig in der terrae seien und die glatte Absertigrmg der Züge durch die Revisionen notleidet. Tie Bahnvorsteher sollten sich mit der zu- stlindigen Gendarmeriestation in Verbindung setzen, da diese ja lür die Revisionen veränttvortlich sind. Ter äßagiffrüt hat weitere weite Landstrecken für Lungenkranke zum Klerngartenbau zur Verfügung gestellt, da man mit dieser Art vorbeugender Be­handlung ausgezeichnete Erfolge erzielt hat.

--- Frankfurt, a. M., 25. Juli. Bisher wurde in fach­männischen Kreisen Allgemein arr-gArommen, daß der Erreger der spanischen Krankheit" identisch sei mit dem 1891 von Pfeifer entdeaten Bazillus Influenza. Dieser Ansicht gab auch die kürzlich im ^eickitsgesundheitsamt stattMhabte BespveckMrg noch Ausdruck. Jetzt konnte der Leiter des hiesigen Kgl. Instituts für experi­mentelle Therapie, P-rof. Dr. Kolle, bei überaus zahlreichen Untersuchungen von Auswurf den Pfeiserschen Influenza-Bazillus nicht Nachweisen. Dagegen fand .er einer: anderen Krankhefts-, erreger, dessen bakteriologisch^ Ergeüscchaften er wie folgt beschreibt: Es handelt sich nickst um einen Bazillus (ein Stückchengebilde), sondern um einen Kokk ns (ein Ringgebllde), das unter besonderen Züchtungsmaßnahmen in langen Ketten, teils isoliert, teils zu­sammen ruft dem Prrerrrnakokkus. den Erreger der Lungenent-i zündung, sich entwickelt. Pwf. Kolle hÄt die bisherige Ansicht, daß die augenblickliche Seuche eine Influenza-Epidemie sei, für wider­legt wrd erklärt, daß es sich hier vielmehr um sekundär infi­zierende Bakterien handelt. Eine weitere Klärung der Frage wird aus den den Kolleschen PeröfferrtlrckMNgeir wohl folgenden Mei­nungsäußerungen zu erwarten sein.

kp. Großauheim, 25. Juli. Durch ein grausames Geschick vOirde den Eheleuten Paul Hommel hier ein 14 Monate altes .Kind entrissen. Eine nahe Verwandte der Familie hatte zur Säube- «mng ihrer Hunde eine giftige Substanz verwandt und die Flüssig­keit dann in einer durch den Vorhang geschützter: Küchenanrichte niedergestellt. Hier rvurde sie von dem Kinde entdeckt, das davon trank und rmter gräßlichen Schmerzen gestorben ist.

lp. PP er n i. T., 25. Juli. IN dem Wohnwagen des zur­zeit hier weilenden Karussellbesihers Ernst aus Anspach ftel in der letzten Nacht die brennende Petroleunrlanrpe vom Tisch und explodierte^ Dabei geriet die Frau des Besitzers in Brand. Ehe Hilfe zur Stelle war, hatte die Unglückliche derart schwere Brand- wrrnden erlitten, daß sie nach ku rzer Zeit starb.

Arbeiirziele der deutschen Landwirtschaft nach dem Kriege.

heraus gegeben von Edler von Braun, llnterstaats- drof. Dr. Tade, Hauptgeschäftsführer des deiitscksen L^nrwirtschaftsrates, unter Mit.cic für:g einer 9 ^ 1 :^ Reihe theoretischer und praktischer Land- und Volkswirte.

2 Tie wittschasklichen Grundlagen werden »j als lo7it.wi-rtschaftliche Statistik ,.f r - 0 5nci)rtd) 3 ^1)^ Präsident des Königl. Bohr. Statist. Landesamtes rn München behandelt. Ms Leitsatz stellt <>ahn auf:Mit der objektive!: Aufklärung über die quantitative und aualttatrve dynamische Bedeutung der Qandlvirtschaft erhebt i. re Statistik d:e zurucktretendim einzelnen Interessen der Latch- w,rt,ck»st und verschafft il/nen Grhär bei der BwölklTrung. Seme Beivrechnng gilt zunächst der tandwirtsck>astlichen Bevölkerung und nachinusbaren Zusammensetzuug. Der zweite Ab- chmitt ^ndelt von den lrardnurtschaftlichen Betriebsverhältnissen, der dritte umschließt die lartdrorrtschastlichen Erzeugnisse und deri

f1arrdloirtschaftlvchen Ertrag, der vierte will die ürndwirtschaftlichen Vorräte berücksichtigen, der fünfte die Verteilung und den Verbrauch der lairdwirtschafllichen Erzeugnisse, der sechste den Preis der land­wirtschaftlichen Epzeugiiisse. Mit dem, was Zahn über die Zusam­mensetzung und Entwicklung der landlvirtsckra st liehen Bevölkerung sagt, können wir ohne weiteres einverstanden sein. Ob die Hoffnung, die Zahn auf die Älüsgestaltung der landwirtschaftlichen Statistik als Mittel zur Hebung der Erzeugung setzt, berechtigt ist, muß dahingestellt blechen, düff jeden Fall wird ein.wirklich einwand- fteier Nachweis der Ajnbauweise und Anbauftäche in sehr viele ns Fällen auch bei der wetteren Ausgestaltung der wirtsckufftlichen Shttistik keine besonderen Erfolge versprechen, da sich die Verhält­nisse fast bis unmittelbar vor der Ernte dauernd ändern. Beachtens- svert erscheint der Vorschlag, einer: genauen Wirtschastsplan ziim Anfang des Wirtschaftsi Lines aufzustellen. Mlein praktisch wird dieser wohl nie inne gehalten werden können, !veil die Witterung, tierische und pflanzliche Schädlinge und sonstige Einflüsse höherer Vlacht in ganz kurzer Zeft und einfacher Weise den gesamten! Wirtschastsplan umrversen können. Auch den Satz, den Zahn auf Seite 92 ausstellt, dahin lautend, daß jcder Larrowirt am Ende des Wirtschaftsjahres den Ertrag seines Drusches ganz genau kennt, möchten wohl viele Praktiker nicht unterschreiben. Daher dürste auch die von Zahn so sehr empfohlene Vorrats-Stattstik nicht ohne schwere Enttäuschung verlausen. Was Zahn über die Gestaltung der Preise der landwärtschaftlichen Produkte sagt, trifft in manchen Fällen zu. Zu bedauern ist es, daß Zahn hierbei nicht näher dre Erz-eugungskosten als solche berücksichtigt hat.^ Die Gestaltung der Anbauflächen in den Jahren 1917/18 bringt für jede,: Sachverständigen den klaren Beweis, daß ohne Berück­sichtigung der Erzeugungskosten eine befriedigende Regelung der Preise ausgeschlossen ist.

b) Als die Ernährung des deutschen Volkes.

II. Vm: Prvf. Dr. Backhaus-Berlin

I. von Prof. Dr. Rubner-Berlin behandelt.

Es sei gestattet, diese beiden außevordentlich interessanten Arbeiten in der hier angegebenen Aufeinanderfolge zu besprecheil, da Back­haus, wenn wir so sagen dürfen, lediglich vom materiellen er-, inährungs-technischen Standpunkt aus das Problem behandelt wäh- vend Rubner als Physiologe urrd Mediziner mehr und meyr den individuiellen und theoretischen Bedarf in den Vordergrimd schittit.

Es würde nicht sckiwer sein, zwischen diesen beiden Arbeiten einen G^ensatz zu ^onsttuieven, der um so ''ckKrfer hervortretenj müsste, \t mehr man sich der einen oder anderen Richtung ai:- schließen will. Trotzdem sind beide Ausführungen außerordentlich tvertvoll, da sie uns den Beweis bringen, daß wir im Zwange .der Verhältnisse iricht zu verzager: bixruchsm, uns aber zu gleicher Zeit vor die große Aufgabe stellen, mit uachlassendem Zwange alles auszubieten, um die Erncllynng so Au gestalten, wie sie den Be­dürfnissen des Individuums, den Bedürfnissen ber sozialen und! Bevöllerungsgrichpen ihrer ganzen Natur nach entz pricht.

Backhaus stellt als Leitsatz über seine Ausführungen die fol­genden Worte:Ms Vorbedftrgung für zukünftige Maßnahmen der Volks ernährung braucht nicht das angenommen zu werden, was vom einzelnen gewünscht wird, sondern das, was für ihn für das Mgemeinwvhl zweckmäßig ist."

'Backhaus zeigt betrat, wie bei den Massenverpslegungen, Trup- penverpflegimgen, Eriftchriingen der Kriegsgefangenen, Massen- speisungen in den Großstädten und ft: Fabrckbetrieben sowie in landwrrtschastlicheni lBetrieben eftte geradezu ideale Ausnutzung der Rährstsoffe Platz g eisen ba^nn, mrd wie wir mit Hilfe dieser Massm- speifuiigen an Hand unserer Vorräte.jederzeit in der Lage sind, den Abschluß vom Auslände zu . rtragen. Sehr interessant ist es, daß hierbei der Nachweis erbracht ist, daß als Ration */3 Brot, Vs Kartoffel und V 3 Genrüse oder sonstige Nahrung vollständig ausreicht. Backhaus weist s-odrav: auf die Bedeutmrg der ^Schäl- müllerei, der Teigwarensabriken, der Trockenindustrie, der Kon- ftrvenbereitung, Zuckerinduftrie, OelinMerei und Margarinefabri- tation als bedeiftsame eittwicklungsfähige Gewerbe für die Sicherung! unserer Vvlksernährinig hin.

Es ist gut, daß diese Mrsfühnutgan in die OeffentttckWeit gekommen sind, denn sie wett>en und können zur Beruhigung weiter Kreise der Bevölkerung unbedingt beitragen. Es wird zwar niemand behcntpten, daß die Massenspeisung vom familiären Staiidpunkt aus besonders empfehlenswert erscheint, als Ultima ratio muß sie im Llluge behalten werden.

Nur zu leicht könnte man vom materialistischen Standpunkt aus die Ausführungen zu. .Vorschläge,: bertutzen, .die auf eine all­gemeine Einführung där Masfensyeifungen als allein wirksame Maßnahme hinzielen könnten. Tiefen Bestrebungen tritt Rubner entgegen, indem er Mer seine Llüsführungen den Leitsatz setzt: Es gibt keine eigenllichc Ein heftsnorm ftir die Ernährung des Menschen, sondern je nach Mter, Geschlecht, Lebensweise, Tätig­keit usw. gibt es pmiz verscknedene Ernährungsbedürfnisse, die sogar mit der Art dm Nahrungsmittel wechseln können und müssen. Eine Kopfguote ist daher streng durchgeführt eine Hungerration für den einen, eine Ueberschnßration für den andern. Sehr interessant bringt Rubner dann den Nachweis, daß der Nährstosfbedarf des Deutschen etwa dem Mittel der europäischen Völkerschaften entspricht. Ter hier festgestellte Bedarf an Nährstoffen kam: im großen und ganzen für dauernd ohne Schaden an der Bevölkerung nicht herabgesetzt werdentz daher biete,: die Mrzeft bestehenden Minderungen des Nahrungskonsums nicht die geringste Aussicht, auch nach dem Zbriege ausrechter hatten zu werden. Rubner verwirft hierbei soivohl die Voll-Kornbrot-Ernährung wie das sogenanute Fletscheri: und die Vorschläge von Hinhede voll­ständig. Sein Wunsch geht dahin, daß möglichst bald nach dem Kriege alle Vcwwaltungsmaßregeln hinsichtlich der Volksernährnng aufgehoben tverden, daß die Fleischerzeugung wieder gehoben unrd, daß eilte bessere Verwertung der Magermilch angestrebt wird, um möglichst viel Eiweiß i:r die Tagesration zu schassen, daß mrai den Weizen bau gegenüber dem Roagenbau bevorzugen möge, um ein Mehl von größerer Berdaulichkeft zür geivinnen und daß man eine eiweißreichere Kartoffel züchten möge. Es sind sehr schwerwiegende imb bedeutsame Aussül-rungen, die Rubner hier macht. Ihre große Bedeiillmg wird dadurch nicht verringert, daß vielleicht in allernächster Zeft noch Keine Aussicht für ihre Ver- wrrllichung besteht. Ms Ziel müssen sie im Auge behalten werden. _ Dr. Kleeverger.

D. T RuderklubH a s s i a". Auf der zweiten diesjäh­rigen Regatta des Süddeutschen Ruderverbands am vergangenen. Soimtag in Fechenheim a. M. errang die Maimsckiaft Rupp, Balser, Zutt, Wisker: St.: Frenzel, in 4: 08^/5 den Ehren prei s-i Vierer, gestiftet von den Damen raid Mitglieder:: der Fechen- 1910, nach hartem Kampf gegen F-echenheimer R.-G. 1910. Außer diesem Reirnen starteteHassia" mit fast derselben Mannschaft im Gesellschafts-Vierer, den der Offenl^ckrer R -Kl Germaraa" in 5:30 gewann. Tie Anfänger-Mannschaft versagte :m Anfänger-Vierer, den ebenfalls Offcubach getvann, und im Abschieds-Vrerer, den der <zranfturter R.-Kl.Alemannia" be­hauptete.

Kunst und wrssenscbcrft-

*^in neues Verfahren,Kalisalze herzustellen. TasDaily Chronicle^' von: 19. Juli enthält einen Artikel, wonach in Eligland ein praktisches Verfahren eiftdeckt worden ist, dre be: der Eisenverhüttung in den Hochöfen entstehende Pottasche, die bisher an die Schlacke gebmiden und unverwert- bar war, cm Kochsalz oder andere Chl 0 rate, welche den Hochöfen beigegeben roerden, zu binden, und so verwertbare, lös­liche Kalisalze herzustellen. Angeblich rvurde eine Zenttalorga-- Nisattvn unter der Firma British Potash Company ggeründat, deren Aktienkapital zur Hälfte von der englischen Regierung, zur anderen Hälfte von den Eiitdeckern des Verfahrens übernommen wurde. Tie neue Gesellschaft, die über ein größeres Personal von Chemikern verfügt, wird Fabriken eröffnen, wo immer die Anlage eine lährliche Auslüute von 25 000 Tonnen erhoffen läßt. Bisher ist eine Fabrik in Oldbury in Betrieb, die Ende dieses dNvriats me ersten Kalisalze abliesern wird. Nach der Ansicht des Artikel- schreibers wird die Gesellschaft in ein bis zwei Jahren Englands Bedarf decken können.

Ukrcbliche Nachrichten

Israelitische Religionsgemeinde. Gottesdienst in der Sy:mgoge

(Süd-Anlage). Somstag 27. Juli. Vorabd.: 8.30; morg.: 8.30; abds.: 9.30 u. 10.10. Israelitische Religionsgesellscheft. Sabbat ffeier am 27.Juli. Freftag abd.: 8.10: Samstag vorm.: 8.39; nachm.: 4.30: Sabbatausg.: 10.10. Wochengottesd.: morg. 7 00, abds. 8 . 00 .

Meteorologische Beobachtungen der Station SietzeT

Juli

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nachts Regen

Höchste Temperatur am 25. bi» 26. Juli 1918 ---- -f- e 14, * Niedrigste . . . . 1918 = + C. 11,0*

Niederschlag 1,1 mm.

vermischtes»

* Hindenburgs Fordern rrg an die Heimarmee. Auf das vom Deutschen Gastlvirtoverband aus Anlaß sein-er Haupt­versammlung in Hannover an GenerallÄdmarschall vvu Hinden- bürg gesandte Telegramm ist folgende Antwort eingetrofsen:

Den Abgeordneten des Deutschen Gastwirteverbandes danke ich herzlich für i^r freundliches Gedenken. Wir verlassen uns fest darauf, daß die Heimatbis zuletzt standhaftundtreu hinter uns steht, dann siegen toir!

_ General feldmarschall v. Hindert borg"

Letzte Nachrichie»

Vev neueste Beriet der HeereslettnnH

(WTB.) Großes Hauptauartier, 26. Juli. (Amtlich.)

Westlicher Kriegsschauplatz.

Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht.

Südlich von Albert schlugen wir einen englischen TeU- angriff zuriick und machten im Nachstoß Gefangene. Erfolg­reiche Vorstöße unserer Erknndungsabteilungen an tmkn Stellen der Front.

Heeresgruppe Deutscher Kronprinz.

Auf dem Schlachtfeld zwischen Aisne und Marne umr- den heftige Teilangriffe des Feindes teils vor teils in un­serem Kampfgelände abgewiesen. Beiderseits des Ourcg dau­erten die Kämpfe bis zum Abend an. Hier warfen wir nörd­lich von OulchyLa Chkteau den Feind aus seinen vorderen Linien. Oestlnb des Ortes mW südlich des Ourcg schlugen wir im Gegenstoß die feindlichen Angriffe ab. Westlich von Vinoelles (an der Marne) wurde der Feind im Walde Ris nach heftigen Kämpfen vor unseren Linien abgewiesen. Süd­westlich von Reims säuberten wir das Waldgelände westlich von Vrigny und schlugen heftige Gegenangriffe weißer und schwarzer Franzosen zurück. In der Champagne griff der Feind zwischen Suippes-Tal und Souain am frühen Mor­gen an. Er wurde im Gegenstoß abgewiefen.

Im Lufttampf verlor der Feind gestern 28 Flugzeuge und einen Fesselballon. Leutnant Freiherr von Richthoftn errang seinen 30., Jagdgeschwader Rickthafen damit seinen 500. Luftsieg. Leutnant Loemenbardt schoß seinen 44., Leut­nant Biltik seinen 27., Leutnant Böller seinen 26. und Vize­feldwebel Thom seinen 23. Gegner ab.

Der Erste Generalguartiermeister Ludendorff.

Die Regierung und die preußische Wahlrrforiu.

Berlin, 26. Juli. TieNordd. Alla. Z tg." skw-eibt unter der Ueberschrift: ?gcrhlrechtsreform und Landtagsauflösun^ am Ende des Arttkels: lieber den augeMIicklichen Stand der Wahl­reformsragen besteht u. E. völlige Klarheit. Die Regierunq dvfft zunächst noch darauf, daß die vorhandenen Schwierigkeiten sich auf dem Weg der Verständigung lösen lassen. Sie wird darin durch die Erwägung bestärkt, daß wohl keine Partei, auch die sozialde-.nokra- tische nicht, den Wunsch hegt, es zu der Landtagsauflösung kommen zu lassen, wenn es möglich sein sollte, die zugesicherte Wahlreform ttuf eine Weise zustande zu bringe::, die dem von außen bedrohten Vaterland ernste politische Kämpfe in der Heimat erspart. Dar­über, ob diese Möglichkeit vorliegt, kann man natürlich verschiedener Ansichtr sein. Es hat Mer um so weniger Zweck, jetzt öffenllijche Meinungs verschieden heften dieser Art zu erörtern, als der Reichs- llanzler klar urrd deutlich bekundet hat, er iverde, falls seine Zn-- verficht m:f Verständigung sich als trügerisch erweisen sollte, un-. bedingt zu der Landragsauflösung schreiten.

Botschafter Dr. Helfferich.

Berlin, 26. Juli. Wie derBerl. Lok.-Anz." dort, :vicd der neu ernannte Gffandte in Vhoskau Dr. Helfferich heuhü früh V& llhr die Reise nach M>oskau antteteu. Er wird begleitet von dein Llotschaftsrat bei der Moskauer Gesandtschaft Grasen Bassewitz, der seinerzeit die Leiche des Grafen Mirbach irackf Deutsch­land übergesührt hat.

Professor Hermann Schneider f.

München, 26. Juli. Professor Herntann Schuei der, Ch'f-, redakteur derFliegende:: Blätter", ist heute in München inv 72. Lebensjahre gestorben.

Der freie Handel in Estland.

Königsberg i. Pr., 26. Juli. Aus Reval w:rv Durch mllitäramtliche BeLmntmackwng rverö«: innerhalb Estlands^ bis aus weiteres, jedoch nur bis spätestens 15. Llugust Höchstpreis oder Preisbeschränkungen ftir Lebensmittel aller Art ftip den freien Hraidel aufgehoben. Für Milck:llefenmq au Siäbt^ sowie für Fische, bleiben die festgesetzten Preise in .Kraft

Düs Kabinett Husfarek.

B e r l i n, 26. Juli. TerBerliner Loklllanzerger" ineidet ausii Wien: Im Abgeordnetenhaus beurteilt man die Aussichten des Barons Husßrrek ungünstig. Verschiedene Kombinationen ere gaben, daß er ivemger Anhänger besitzt, als Dr. 0 . Seidler get-aütz hat.