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UWtet l*m <BTOtonriat Jan SStttfei foß m mrrgflVfie Itrftatfort geführt iwiwi Mm L)turz> der türkischem Bourgeoisie und des Kvpttals. Das vaupffeld der Tätigkeit soll sein, Klein-Asien, der

DiePrawda' die unteren

Kaukasus und Tnrkestan, Arabien und Aegyvten tzosit, daß der Geist der sozialen Revolulion bald Schichten der Türkei eindringen wird.

Ter türkische Bericht.

Kvnstantinopel, 24. Juli. Tagesbericht, ».-^d'ilastiuafrvnt: Im Küstengebiet wurden Bor­stoße starker fetndlicl-er Msflärungsabteilungen im Handgranaten- kantps von uns abgewiesen und Gefangene ein gebracht Das beiderseitige Ariillcrieseuer hielt mi der ganzen Front in nt ästigen GvenMi an. Die Fliegertätigkeit blieb rege. Am 21 .Jüli schei- terten wiederholte Angriffe der Aufständischen aus Maau «N tapferen Haltung der erprobten Besatzung der Stadt. Die Rebellenlager in der Gegend von Tasile waren das Ziel für die Bombenabwürfe. Auf den übrigen Fronten mchts Neues.

. L«echs feindliche Flugzeuge warfen aut 23. Juli nach­mittags B o m b e n aus K a n st a n t i n o p e l, ohne nennenswerten Schaden anzurichten. Fünf Personen wurden verwundet.

und die flämische Frage.

(WTB.) Meldung des Zentral Blaamsch

Der Kanzler

Brüssel, 25. Juli.

Preßbureau. Vor einigen Tagen weilte der Reichskanzler Graf von Hertling in Brüssel. Er hatte toährend seines Auf­enthalts Gelegeich eit genommen, mit dem Herrn Genera lgouver- neur auch über die flämische Frage eingehend zu sprechen, und hierbei sein Einverständnis damit erklärt, das; demRat von Flandern" eine Eröffnung des Inhalts zngehe, der Reichs kanzler stehe nach wie vor unverändert auf dem Standpunkt der Erklärungen seiner Vorgänger. Tie Eröffnung ist im Auftrag des Herrn Generalgouverneurs am 20. d. M. durch den Verwal tungschef von Flandern dem Bevollmächtigten des Rates von Flandern bekanutgegeben worden. Dem Wunsche des Reiä)s- kanzlers enffprechend werden sich in den nächsten Tagen einige sühnende Flamen zu ihn begeben, um! mit ihm das ganze slämisch- politische Programm in eingehender Aussprache zu erörtern.

Der Seekrieg.

bisherigen Ergebnisse des U-Boot-Krieges

Die

waren: 1916

1917

19181

Januar-Februar

238 OQO Brutto-Ma.-T.

M ärz-April . .

423 000

Mai-Juni . . .

219 500

Juli ....

103 000

August . . .

209 347

September . . .

254 000

Oktober . * .

393 500

November . . .

408 500

Dezember . . .

415 000

Januar ....

439 500

Februar . .

781 500

März . , . April . .

- -

885 000

1 091 000

Mai ....

869 000

Juni .... Juli ....

1 016 000

"

811 000

August . . .

808 800

September . . .

672 000

Oktober . . .

674 000

November . . .

607 000

r~

Tezentber . . .

702 000

Januar ....

632 000

Februar . .

680 000

März . * .

689 000

April . .

652 000

Niai ...

662000

England» Schiffsnot.

Bern, 23. Juli. Angesichts der für Donnerstag angesetzten untzerhausdebatte über die Schiffahrlslage warittD aily Tele­graph", ijkdi möge sich durch die Tatsache, daß der derzeitig^ Umfang der Neubauten in der ganzen Welt die Abnahme des Lochtffsraums durch Tauchüootkrieg und Seennfälle wettmache, nicht über die für England besonders wichtige Tatsache hinweg- täuschen lassen, dast der britische Schiffsraum noch immer abnehme. In dieser Hinsicht sei die Lage besorgniserregend. Am Ende des Vorjahres habe die britische Handelsflotte ein Defizit von drei^ einviertel Millionen Tonnen ausgewiesen. Im ersten Halbjahre 1918 hätten die Neubauten 763 000 Tonnen, die Verluste fast das Doppelte betragen, so dast jetzt annähernd vier Millionen zu ersetzen seien, wobei die ungünstige Bilanz noch fortwährend wachse. Wir haben, so schreibt die Zeitung, nie geglaubt, daß der Feind nnss aushungern kann, und glauben es heute weniger denn je. Lsber was wir zu gewärtigen haben, ist der allmähliche Verlust unserer Handelsbeziehungen in entfernten Wcltgegenden, weil wir die dort verkehrenden Schisse zurückziehen und auf den näher liegendes Handelsstraßen fahren lassen müssen. Unsere Handelsorganisation erschlafft, die Märkte tverden aufgegeben, alte Geschäftsverbindun­gen den Konkurrenten überlassen, die nur allzu bereittoillig die sich ihnen eröffnenden Gelegenheiten aussetzen.

Tie Zeitung schliestt, es müsse etwas radikal falsch sein, lvenn ein Land. das ohne Seemacht nicht existieren könne, trotz der ent­schlossen fortgesetzten Angriffe des Feindes auf seine Sckiiftahrt viel weniger Schiffe baue als im Jahre vor dein Kriegsausbriich mrd nur wenig über die Hälfte mehr, als es verliere.

In der gleichen Zeitung erörtert Archibald Hurd den be­denklichen Arbeitermangel im britischen Schiffbau. Wir stehen^ schließt Hurd, zivei Problemen gegenüber: erstens das Kriegs­problem, Verluste zu ersetzen, damit wir ohne Sorge leben und unser Teil im Kriege tun können, zweitens das Problem für die Zeit nach dem Kriege, die Wiederl-erstellung unserer Handels- ' flotte, so dast wir, wenn möglich, unseren Austenhandel neu auf- -bauen können, der im Interesse der alliierten Sache geopfert wurde. Ter gegenwärtigen Knappheit des Schiffsraums wird in­nerhalb vierundzwanzig Monaten nach Friedensschluß ein Ueber- angebot folgen und dann wird ein Schifsskrach erfolgen, wie er; nie dagewesen ist.

*

London, 24. Juli. (WTB.) Reuter-Meldung. Der DampferJusticia" der White-Star-Linie (32 000 Ton­nen) wurde am Sonnabend früh an der nordirischen Küste von einem U-Boot torpediert und versankt. Das Schiff führte eine Besatzung von 600 bis 700 Mann. 11 Personen sind tot. Es heißt/daß 10 Torpedos .abgeschossen wurden, wo­bei vier durch das Geschützfeuer vom Schiff aus zur Ex­plosion gebracht wurden. Passagiere sind nicht umgekommen. Nach einer späteren Meldung dauerte der Kampf des Damp­fersJusticia" mit denr U-Boot 24 Stunden. Das erste Tor­pedo zerstörte den Maschincnraum und brachte das Schiff zum Stehen. Hierauf wurden die anderen Torpedos ab- geseuert, wobei nur zwei zur Wirkung gelangten.

Berlin,- 25. Juli. (WTB.) Aenßerungen der eng­lischen und französischen Presse zufolge soll der am 20. Juli von einem deutschen Unterseeboot nordwestlich Irland ver­senkte Dampfer nicht der DampferVaterland", sondern der 1917 in England fertig gestellte 32 120 Br.- R e g.-T. g ro ße T u r b i ne n d a m p fe rI u st i c i a" von der WhiteStarLinc gewesen sein. Ehe zu dieser Mel­dung von der amtlichen deutschen Seite Stellung genommen werden kann,, must erst die mündliche Berichterstattung des beteiligt gewesenen U-Boot-Kommandanten abgewartet wer­den. Der kürzlich über den DampferVaterland" erfolgten Veröffentlichung lagen funkentelegraphische Meldungen zu­grunde.

Aus

SLudt und

Gießen, den 26. Juli 1918.

** ß Perionalnachrichten. Ernannt wurden:

am 20. ^yitn 1918 der Kanzleigehilfe bei der Staatsanwaltschaft am Landgericht der Provinz Oberl-essen Otto N e u e r und der Kanzlei- gehufe bei der Staatsanwaltschaft am Landgericht der Proviirz Starkenburg Jak. Fink zu Registratoren bei diesen Behörden.

M ilitärdienstnachrichten. Befördert: zum über­zahl. >Ltabsarzt: Oberarzt Tr. Staudinger beim Leibg.-Inf-Regt Nr. 115. Ernmmt: zu Assistenzärzten d. Res.: die Feld hilfst ärzte- Mantz, Jos. (I Tarmstadt), Oberwittler, Wilhelm, (Gießen); für die weitere Dauer des Krieges zu Kriegs-Assistenz­ärzten ö. W.: die landsturmpfl. mit Kriegs stellen a. W. beliehenen Aerzte: Tr. Ball mann, Erich, (Gießest), Dr. Bach, Oskar, Mamz), Tr. Bantzmann, Gustav, (Gießen), Dr. Draudt, Em,t, (I varmstadt), Dr. Fraenkel, Ernst, Dr. Frank, Cle- mens. (Gießen), Dr. Ganß, Philipp, (I Darmstadt), Dr. Greif, Albert, (Worms), Dr. Hartleib, Heinrich, (Väamz-, Dr Hey­mann, Rudolf (Gießen), Tr. Isaak, Leo, (I Darnrftadt), Dr KvepPe, Karl, (1 Tarnt, ladt), Dr. Lovenz, Arch., (I Darmstadt), Tr. Me per ho ff, JuliuslGresten), Dr. Vkch, Emil, (Friedberg), Tr. Probst, Ferdinand, (Mainz), Dr. Rigler, Otto, (I Darm- hrdt), Tr. Sprenger, Gustav, (Mdainz), Dr. Schwerdtfeger, Fried­rich (Mainz), Tr. Steinhauer, Salomon, (I Darmstadt), Dr Stern, Paul, (Friedberg), Wöhrmann, Wilh. (Gießen), Dr' Wallau, Wilhelm, (Mainz), Ascher, Theodor, (I Tarm'tadt), Dr. Alsfeld, Hermann. (I Darinstadt), Dr. Brettel .Adolf, (Friedberg). Tr. Hüffell, Albert, (Friedbery), Dr. Stern, Robert, (I Darm-, 'Ijadt); für die Tauer ihrer Berroendimg im Kriegssanitätsdierrst zu rz-eldhilfsärzten ernannt: die mchtapprobirrten Unterärzte (Fell»- Unterärzte): Römer. Anton, (Vöainz>, Gerlmh, Friedrich, (V Ber­lin), dieser beinl Leibg-Inf.-Regt. Nr. 115, Heinzig, Beruh. (V Berlin), T o e t s ch, Rudolf, (Gießen), diese beiden däm Lrtb- Jnf.-Regt. jNr. 117, HeckLer, Rudolf, Stamnller, Gustav, (Gießen), Orth, Herrnann, (Friedberg), Schwabe, Ernst, (Gie­ßen), Megerle^ vLudwig, (Gießen), dieser beim Ers.-Pton.- Batl. 7. Befördert: zu Oberveüer.: die Veterinäre: Dr. Löffler, (Friedberg), Ulrich, (Gießen).

** Silberne Hochzeit. Gerichtsvollzieher Otto H e ß l e r, z. Zft. als .Fcldwebelleutnant beim Inf.-Ersatzbat. 116, feiert heitte mit seiner Gattin das Fest der silbernen Hochzeit.

** Obstmarfen. Am Samstag den 27. d. M. gelmigen in den Brotmarkenbezirken vormittags von 812 und nachnittags von 26 Uhr Obstmarken zur Ausgabe. Siel>e ?lnzeigeitteil.

** Freibank. 27. Juli 1918, 24 Ubr: Nr. 12111320.

*'* Diebstahl. In der Nacht vom 23. auf den 24. Juli wurde im Schisfenbei'ger Weg eilt Gartenhaus erbrochen uitb daraus eine weißleinene Hose, ein Stück Drahtgeflecht (6 Meter lang 1 M>et>er breit), ein Haminer und Nägel entwendet. Die Täter, zwei 1617jährige Burschen, wurden, nach der Stadt gehend, ge­sehen. Dias Drahtgesleckst trug der eine unter dem Arm. Sach­dienliche Mitteilmrgeu nimmt die Kriminalpolizcä entgegen.

** Gießener Stadttheater. In der Sonntag-Auf- führnng des bekannten und beliebten LustspielesC o m t e s s e

Lrntczeit vor fünf Jahrtausenden.

Wieder naht die Zeit der Ernte. Bald rverden Sichel und Serrse im Korn klingen, wie sie es seit Jahrhunderten zur Ernte­zeit getan lyaben. Wie in grauer Vorzeit, vor rund fünf Jahrtausend den, bei einem der ältesten Kulturvölker, den Aegypbern, das Korn geerntet wurde, darüber sind wir gut unterrich:er aus den künsllerisck-en Darstellungen^ .die ans iener fernen Zeit ans uns gekommen sind. Tas gesamte Mltagsleben desalten RoichÄ" 2960 bis 2475 vor unserer Zeitrechnung) hat unlängst Luise Klebe zum Gegenstände eirier fesselrrden Darstellung in Bild und Wort unter dem TitelTie Reliefs des alten Reiches" gemacht, die als Abhandlung der Heidelberger Akademie der Wissenschaften erschien>.en ist. Tie bis jetzt ausgegrxrbenen Reliefs, die Nen- ausarabmrgen von Gise 1913 nnd tue von Harnamije 1914 ein- geschlossen, ans den Gräbern her Bornehnren, den Mastabas, der 3. bis 6. Tynastie, darunter auch manche unveröffentlichte, hat sie gruppenweise geordnet und mit Beschreib trugen v-er^hen. Wie es damals bei der Getreideernte zuchng, davon bekommt man hieraus eine gute Vorstellung: verschiedene Arten des Getteides, niederes und übcrmairnshvhes, werden etioa 40 Zentimeter über dem Boden von Schnittern mit der Sichel abgeschnitten. Erst werden die Halme abge sch litten, dann ^halten die Schnitter sie in der Hand, und schließlich legen sie sie auf den Boderr. Für ihre Unterhaltung sorgt nvanchrnal ein Flötenbläser, der zwischen ihrien! steht, und einer der Schnitter nimmt gewöhnlich eine Sichel unter den Arm und schlägt .den Takt dazu; andere singen. Ist ein Schnitter durstig, so triM er ans der Flasche: ein hungriger Schnitter ißl ein.e Zwiebel oder Lauch nnd hat einen Korb voll Brote neben sch stehen. Der Herr oder der Anffeher mit einem Riemen (oder Strick) in der Hand ist anwesend: mamhmal bringt er auch seinen Hnnd mit <mf£ Feld; dennoch sind die Schnitter- guter Tinge. Das Essen wird jhnerr aufs Feld gebracht. Schon beim Schneiden legen sie die ttlrzabgesckmittenen ,Aehrerl kreuze weiic aus d-.n Boden, damit sie spater in Doppelgarben gebündelt werden; diese werden dann (wie es noch heute in Aegypten geschlieht) btrfi-C nebeneinander in entern Viereck aufs Feld gelegt, und von hier aus werden die Garben mit lZseln zur Miete und Tenne geschafft. Eine besonders sckMe (tzarbe wird gelegentlich dem Hernr oder Auffeher gezeigt. Zur Befürderilng -müssen die (darben verpackt vnrden: da-u die:'.an hauptsächlich Säcke oder TasäM, gitterartig aus groben Stricken gebunden, vielleicht mch Taschen aus tarrier' ttvx oder gestreiftem Gewebe. Beim Beladeir sind die Esel oft Wrrijch; sie müssen am Ohr oder gm Bein.herbeigezerrt werden.

Tie mit Garben gefüllten Säcke oder Taschen werden ihnen über die mit Franzen verzierte Satteldecke gelMrgt; wonrüglich werden nock, ein oder ^roei Garbenbündel obendrauf geschnürt. Mmichmal werden die Garben den Eseln arah unverpackt auf den Rücken gtbimbcn. Zwei bis vier beladene Esel gehen hintereinander,! von den Treibern gefolgt, zur Dtiete; rittscht die Last Ijenmtei-, so greifen die Mämrer zu, l-cklten sie und sch.rüvvn sie fest; will eini Esel nicht laufen, so \vivb er mit einer Handvvll Futter gelockt oder bekommt von hinten «neu Tritt. Tie bei den Garben strh^rdcch M änner tlatßlMi hinter den Eseln her, Mr sie zum Üanstvr anzw- feuern. Manchnral tragen Mrch die Männer rnehvere Garben cmf dom Kops. Da, tvv die Miete errichtet ;verden soll, werden die Säcke ausgeleert imd ziffammengefallet und die Garben ausgebunden; zwei bis drei Ndchmer werfen die Garben ans den lMerwereEndcz,; Hansen hinauf. Die ledigen Esel werden fnzroischen von Treibern Mit Stöcken zurückgetrieberr, um neue Qkccben zu holen. Das Treflchen besorgen Esel und Rinder. Die Owrcben werden dazu in einem Rund cmsgebveitet; ein Mann stzeht in der Mitte und leitet mit a:^ffebreiteben.Arrrveu. die Tiere, die von zwei Treibern im Kreise > " imgetrieben und, wenn sie aus der Bahn laufen wollen, zurückgestoßen.n»erden. 2lb nnd zu bückt sich, eins der Tiere, um zu fressen, derm das Maul ist il*netl nicht verbuirden. Ist. das Getreide ans gedroschen, so wird das leere Stroh mit dreizinkigen, breiten (Nabeln ans einen der GarbOinriete ähnlichen; Hansel: gepackt, nnd die StrolMiete, die dem Wetter, besonders dem Winde, standhaltcn soll, wird se,tgebmtden. Tie Kornbchälter, wahrscheinlich aus Nilschlanrm. .aufgeführt, stehen nreistenü neben der Strvhmiete. Wenn das Stroh entfentt ist, Reiben Getreide- körner und Spreu auf denr Boden liegen nird werden mit Hand­besen ans eilren Haustm gefegt; dann wird das Korn qeioorfelt nnd gesiebt, eine Arl^eit, die von Frauen ausixesschrt nstrd. Noch heute überläßt man in Llegypden beim Worfeln die Arbeit denr Wind, der die schweren Körner rasch wieder.zu Boden fallen läßt, während kr Spreu nnd Mdhlstanb weiterträgt, so daß zivei Hans«! entstehen. Zuletzt lverden die Körner gesiebt, imr hrngengebliebeli-e Spreu zu entfernen, dann wird den Schreibeur des Herrn eilte Kornprobe gezeigt nlld nun kanir das Getreide in die Kovn^ speicher gebracht werden, obeir abgerw'.dete, auf einem Unterbau stehende Behälter, in die das Korn obeir hiuentges^chüttet wird, während es untoil durch eine Srhiebetür wieder herausgenonrmen lverdeil kann.

D i e G e f a h r e lt .d e r S t u b e n f l ie g e. Es ist noch imnrer viel zu wenig &dßaÄ> jüjfe grp&c Gesa-osn Stubenfliege

Gnckerwirken neben Fräulein Emmy Abendroth vom Elbev«

selber Stadttheater, die die Titelrolle gibt, in Hauptrollen mit die Herren Teleky, Volck, Feigel, Robert, sowie die Damen Kallmar ulid Frenzel. Die flotte Vorstellung l>at in Nauheim ganz besonders gefallen.

** Gießener Waldbühne. Nochmals sei ausdrücklich^ auf die zweite diesjährige Ausführung der Waldbühne hingewiesen^ die durch die Wahl der Stücke GoethesLaune des Ver­liebten" und BlumerttlwlsTer schlechte Ruf" sich als Dar-, stellung aus der Welt des Rokoko ck-arakwrisüct. In den graziösen! Werken, £ie sich besonders für eine Aufführmtg nn Freien chpren- wirken unter Spielleittmg des Herrn Karl Volck eine Reil)e erster Kräfte des Naüheimer Kurtheaters mit. Wir nennen uebcin dem Spielleiter die Herren Teleky, Koch, Jelikosf, Schaum und die Damen Kallmar, Abend roth und Delosea.

^ Bon der Post. In letzter Zeit wird gelegentlich über die Klebfähigkeit der Briefmarken und die Beschaffe n- heit des Papiers der amtlichen Postkarten geklagt.. Die (Liostverivaltung stellt nicht in ?lbrede, daß sich in beiderlei Hinsicht die Verhältnisse gegen früher etwas verschleck)terl haben. Di ,2 Ursache davon ist in gewissen Schwierigkeiten zu suchen, die sich neuerdings bei der.Herstellung des Klebstoffs und des Papiers ergeben und die sich vor der Hand nicht beseitigen lassen. Sie müssen als eine Beglei terfcheurun g des z?ri eges hin genommen werten. Um M erreichen, daß die Marken möglichst gut hasten, empfteM es firf> lehr, wenn die Verbraucher sie vorsichtig und nur mäßig ansenchen.

der K lebsdossschicht zuviel fortgenommen, so daß die Marken dann unter Umständcm abfallen.

** Kolonialkrieger spende. Am 17. und 18. August Miden zum Besten der unter amtlicher Verwaltung stehenden Kvlo- nialkrieGn-Spende zwei Opferlage statt. Hofseittlich wird auch un­sere Stadt, wie schon so oft bei ähnlichen Gelegenheiten, ihre altei Opfersreudigkeit wieder beweisen und mcht hinter anderen dcuffchep Orten zurück;teheii. Gilt diese Sammlung doch einer Heldenschar, welclie brsher allzuwerng genannt wurde, obwohl sie nahezu Ueber- menschliches geleiltet hat. In misern Kolonien haben deutsche Män­ner die deutsche Ehre bis zuletzt verteidigt; aus verlorenen Posten haben sie ausgeharrt, bis die gewaltige Ueberzahl der Feinde ledep weiteren Widerstand unuröglich machte. Noch aber sind von Lettow- Vorbeck und seine Truppen unbesiegt. Im fertten Afrika kämpfen) sie unter Schwierigkeiten, die wir uns kaum twrskellen können. Fast ganz auf sich selbst angewiesen, haben sie ein tropisches Larü» von der doppelten Größe Deutschlands verteidigt; weder die Ent- behrungeii der Wildnis, noch die Krankheiten des Wmas haben ffe mutlos gemacht. Zusammen mit ihren treuen Eingeborenen haben sie nicht nur glänzende Siege gewonnen, sorrdern auch in hatt-^ nackigem Buschkrieg um jeden Zoll Boden gerungen, wid' heute noch kämpfen sie als Sieger aus portugiesischer Erde. Selbst die Fernde senkeii ihr Schwert achtungsvoll vor so viel Heldeiittim. und detz Name des deutschen Führers gehört zu den Mseiertstcn des ganzen Krieges. Sollten wir solchen Männern wffere Dankbarkeit weigern- die wir den Heldeii im Flugzeug, im Luftschiff und im Unterseeboot so gern uiid reichlich ge;peiidet haben? Es ist an der Zeit, die FÄv< sorge auch mrsern Kämpfern in den Kolonien ziizuwenden, Armut lind sttot unter ihren Angehörigen oder Hinterbliebenen zu liiidern, und so zu einem flauen Teil den Dank abzutragen, ben mir innert alle schulden.

I»unwfR.'ßii jgrjwwwi

Eingesandt.

(Für Form nnd Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantmortuiig.)

Unfug niust man das Verhalten des Publikums beim Ausladen der Verwundeten an der Bahn am letzten Mitttvvch nennen. In geradezu ausfallender Weise drängte sich groß nnd klein an die Wagen und Tragen heran und erschwerte so dem Smrftätspersonal seine gewiß nid# leichte Aufgabe. Mitunter liegen Verio-uiidete dazu fast unbe­kleidet nur mit einer Decke bedeckt, ans den Trageii, und in manchem von ihnen dürfte die Begrüßung durch neugierige Augen in einem chlchen Zustande wemg angenehme (tzesühle erwec fett, um so mehr es hcarftg gerade die WeibliäKeft ist, die sich in schanr- lvser Weise hera.idrängt. Man sollte doch meinen, daß nach nahezu 4 Jahren Krieg V er wu n det c n t ra n s Po r t e die Neugierde vieler nicht mehr befriedigen könnten und daß die Oeffentlichkeft endlich wüßte, wie sie sich bei der Ankunft von Lazarettzügen zu verl-alteii hat. Bedauertick-erweise waren auch viele Eisenbahner, auch weibliche Bedienstete, die ftch besonders bemerkbar machten, unter den neugia-igeni Störern. Hier könnte die Vorgesetzte Behörde Abhilfe^fsen. Gegeri das Verhalten des Publikums mu& entschieden Protest erhoben werden, und es kann nur immer wieder die drin­gende Bitte ausgesprock)en >verden, beim Ausladen von Ver» wmikEten nicht h i n z u z u l a u f e n, zu gaffai, die Verwundeten zu belästigen und das Sanitätspersonal zu behindern .sondern rrrhig seiner Wege zu gehen. Jeder Beteiligte wird dem Ver- nlinsttgen Dank wissen. X.

Landkreis Gießen.

Großen-Buseck, 25. Juli. Ers>atzreservrst Willxlm Schmidt X im Besitze des Eiseriien Kreuz-es imd der Hessischen TapserSeitsniedaille, wurde Lum llnterofftzier befördert.

tt. Treis a. d. Lda., 25, Juli. Das Eiserne Kreuz! 2. Klaffe erhietten die Musketiere Georg Leitu er imd Phil. Schick und d-ec Matrosenartillerist Heinrich S chi ck, das Hessisck>e Kric(zsehren- zeich^m in Eisen der Sergoaitt Liidwig Benner, die Heffische Tapferkeitsmedaille Feldivedel E u l c r.

in sich bergen können; xs gibt eilte ganze Rech^ von Jnftktions- koanlcheften, die sie übertragen könnest, und sie sind auch imflnnbe, EingeiveideSchmarotzer zu versästeppen. Im neuesten Hefte der Natuttvissens-chttftlichen Wochenschrift" macht Kathariucr hierüber wertvolle Mitteilung, wobei a sich auf die sickeren Er­gebnisse bedeutender Fachgelehrter stützt. Fliegen schleppen ntit ihrem Körper, mft ihvem Kot und mit dem Rüssel^duvch Uiieder- holles Heraichvürgen des Inhalts des KwpseS ihrer SpeiserölMe ii. a. krankheitserregende Bakterien und Bandivnrnieier überall hin. Graham-Smfth lZat bei Lkbtritts- und .^tzehrichlfliegen bis zn 155 Millionten von Kleinlebeweseit ant Einzellier gezählt^ während die geringstie Menge von Mikwbeit, 650 Stück an der Fliege, auf Fliegen ans einem b,rkteriologis-clDen Jnstftute gesunder wurde. Ms Mittetwert aus 414 Fliegamnterfuch-mgal ergab sich firr die Einzelfliege ein Gchtlt von rund 1»/> "'u!lwm-n, v Itofttcienfcimcn an der Körpewbeifläche! Tie spmenbild.nden Bak­terien erweisen sich bemt Aufenthalt auf und tu Fltegenlni»am als besonders widerstandsfähig. An Fliegen, die tnnxn ?en vltegenmltz (Empnsa rmtscae) gesnorl>en wärest und dann ist einer verschlosieneU Flafthe aufbeivahrt Ivurden, fand Gval-aiwSmith mutz nack, drei. Jahren ^ Mllzbvcmdbcvz-illen hebend und tnMwltsfähig. Der Lckiweizer Forscher Professor Tr. Göldt lagt tu semrr Arbeft; Darnckanal und Rüssel der Stub.-nfltege vom sanitä .wchut rtand-, punkte aus":Ties Resultat lehrt sür stch allein nxthrhafttg )dm mehr als lange theoretische Auseinandersepungen und vermag uusj einen handg reift ich.m Beweis zu liefern für die unbestreitbare Wich­tigkeit des Problems der Fliegenbekänrpftmg." Reinkulturen ans tuirierteit Fliegen wurden im V^rsuckp von folgenden krau',hctts- erregenden Mkteri-en erhalten: Bazfflns pyocyanieus, L-chphylocoo- cus, beides typische Bewohner von virnlenter Eiterfttbstanz, und Bazillus typhi abdominalis, dem Begleiter des llnberleibstyphus, dessen .Berschteppimg durch Fliegen von Eurschmann eimrand- frei festgestellt wurde. Tie Llnuahme normaler VersMwpung durch die Flieg en drängt sich mehr und imehr auf für folgende Kvaukl-eften: Typhus abdominalio, Cholera, Dysenterra, epidennsch: oder reiiv merdiarrlwe, TuberLnlosis, ^Anthrax (Milzbrand), Franrboesia tro­pica. Ophtalnria, Tiphtherttis, Pocken, Pest, Bouton de Biskra mtd verschiedene Haudansschlage. Unter den Eingeweide-Sckim'a- rotzern, die durch Fliegen übertragest werdtnr, kvnmtt besonders dev S'chweinebandwurrn rn..Frage, der sich muh rnt Menscheit ent­wickeln kann, wo seine Finine tvvchtigr Organe, wie Herz, Gehirty stiud Auge befallest farr.t. Die Gier dieses Bandwirrms haben arvml Tlurchmesser von 0,031 Millimeter; die Fliege kann sie also seho wohl durch ihren Rüssel auftrehnten.