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Nach einer.Mitteilung derselben Zeitung von gutunterrich- Veter Seite närd dem Erschemen Kerenskis im Ausland VtiiKdei politische Bedeutung beigelgt. Dian verhält sich zu ihm, Pvamenllich in Frankreich, sehr ablehnend, ebenso iuie zn den «checcm ehemaligen Mitgliedern der Kevonskisclien Regierung. In Fvankrerch ist man geneigt, alle Schuld an der gegenwärtigen Lage in Rußland ihnen znMschieben. In England dagegen sieht man in denr Brcster Frieden auch eine Bedrohung des gesamten Europas uird befürnwrtet die WiDerherstellung Rußlands als eines einheitlichen und starken Staates.

Die finnisch-russischen Frieden-Verhandlungen.

Helsingfors, 24. Juli. Die Eröffnung der finnisch- russischen Friedens verhandlnn gen ist auf Wunsch der imssischen Delegierten bis zum 29. Juli verschoben worden. Tie finnischen Delegierten.reisten gestern von Helsingfors nach Berlin ab. Tie deutsche-finnische Kommission stellt die Demarka- ttcmÄlnie zwischen Finnland und Rußland an allen Punkten übereinstimmend mit der alten Grenze fest.

Die Ernte in Rußland.

Mo ska u, 22. Juli. (WTB.) Nazchoffiziellen Angaben Yt m 24 europäischen Gouvernements des jetzigen Groß- rußlands eine befriedigende, zum Teil eine gute Ernte zu erwarten. Nur das Gouvernement Olonetz ist von einer Miß­ernte bedroht. Dch amtlichen Angaben werden durch die Be richte von Reisenden bestätigt.

Die Politik Japan-.

^ Tokio. 24. Juli. Meldung des Reuterschen Bureaus. An eurer So n de r s i tz u n g nahm der Staatsrat unter dem .^orsitz des Kaisers die Maßnahmen der Regierung hinsicht­lich Sibiriens an. Die vorläufige Regierung in Wladi- lrvstvk überreichte an die Alliierten eine Note, in der sie um em gemeinsames militärisches Vorgehen ersucht. Die Hal­tung der Alliierten wird von der Lage in Ost-Sibirien ab­hängig sein.

. Tientsin, 19. Jüli. (Reuter.) In einer gestern im Kriegs-- Minijterium abgehaltenen Sitzung entschied das Kabinett, daß

fEylNL an der Intervention in Sibirien teilneh^

men wird.

Das Kabinett Huffarek.

Wien, 24. Juli. (Korr. Bureau.) Wie wir erfahren, wurde der Geheime Rat Minister a. D., Tr Max Frhr. Hussare- ü ° ^crrP- * n n JW Ministerpräsidenten ernannt.

Mi e n, 24 Juli. (WTB.) Tie Blätter schreiben über Ine Ausnahme des Kvbrnetts des Freiherrn v. H u s s a r e t bei den deutsch-nationalen Parteien-. Tie Dsurtschradckalen, die deutsck-eu. Agrarier, das deutsche Zentrum und ein Teil der deutsch-natio- nalen Partei treten -»für eur das Kabinett H u s s a r e £ nur öaiui zu mNeriLügen, nxnat bestimmte Garantten für die Beibe­haltung des deutschen Kurses geboten würden. Da­gegen emPfthliM die Mitglieder her deuts,cl>arationalen Vereinigung^ ein ^eil der deutsch-nationalen Partei und der deutschen Agrar- Z»rtei m der gvgenwarrigeu Kriegs-eit und mit Rücklicht aus das BÜAns mit dem Deutsch Reiche das Bndgetprov i j orium und die znieg^tredite bedingungslos zu votieren.

Wien, 24 Juli. (WTB.) Tie Blätter berichten über die gestrigen Verhandlungen Hnssareks untren Partei- vettretem, die infolge der widerstrebenden Wünsche und "Forde­rungen der Parteien vorläufig aus Stttoierigkeiten stoßen. Nach den bisherigen Darlegungen HufsaoekZ gegenüber den Parteiführern ergebe sch svlgendes Programm für sein in Ai^siäst ge­nommenes Kabinett: Unbedingtes Festhalten an dem Parlament. Tas gt^enwärttge Kabinett soll beibehalten und im Herbst von einem Kabmett mit starken: parlamentarischen Einschlag abge­lost werden. Em sechsmonatiges )>udgetpro 0 'l>orrum. Später eine ^enimltungs- uns rtttuanz-reform, sowie Verfassungsref-ormen für Böhmen, Galizien und im Süden des Reiches. Tie Verhandlungen sollen heute füTtgcfeijit und morgen zum Abschluß gebracht nagten 29teil, 24. JlUi. (.Korr. Bureau.) Der Polenklub des Abgeordnetenhauses beschloß, das Präsidium des Klubs zu ermächtigen, dem Freihcrrn v. H-ussarek gegenüber zu erklären, der i^lenklub auf Grund der stattgehabten Besprechungen, bereu ja, für em sechsmonatiges BudgetpravisormM zu stimmen.

Amerikanische Zensur.

_ Washington, 23. Juli. (WTB.) Wilson ver­öffentlicht eine Proklamation, in der bekannt gegeben wird, daß am 31. Juli die Re g ie r u n g s au fsich t über die ^.Eleg r aphen- und Telep hon kabe l sowie die draht­losen Systeme für die Dauer des Krieges in Wirksamkeit treten wird.

Roosevelt.

Neu York, 23. Juli. (WTB.) Meldung des Reuter- ><^7, Bureaus. Roosevelt hat die Annahme der Kan­didatur für Die Stelle des Gouverneurs im Staats Neuyork >int der Begründung a b ge le hn t . daß alle seine Bemühun­gen den Problemen des Krieges und den internationalen Pwblemci, des Friedens, der dem Kriege entsprechen muß und «ußerdem den sozialen und wirtschaftlichen Problemen nach oem .Kriege gewidmet seien.

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Amerika und die Türkei.

.Washington, 23. Juli. (State.) Im Austraae der tür- .pchen Regierung benaäi-rlchtigte Schweden die Bereinigten, Zi c aten, daß die Türken wegen der Verhaftung des amerika- niscl-en Konsnlatsperfonals und der Zerstörung des amerikanischen Hospitals in Täbris Genugtuung gtSxa werden. Die Behörden in Täbris untersuchten die Auge- «genhett noch.

Sin Zentralrat für Leben-mittel in London.

Londvn^W Juli. (WTB.) Meldung des Reuterschen Bu c-ums. Tre Vorschläge, die der Konferenz über die Le- Elbe schuf fung vorgelogt worden sind, betreffen. d^Errcchtrmg eines Zen tralrates, der in London seinen, t - dle Mliierten werden darin vertreten sein Der Z weck ist, möglich!t enges Zusammenwirken zu. erreichen,

danrtt die Bundesgenossen ^icht schlechter versorgt werden und von den verfügbaren Vvi-räteik ihren vollen Nutzen haben können

Errate kommen daher unter Kontrolle. Der Rat wird den ?? verschiedenen Bundesgeilossen, die Frage des Vorranges Ab^ 5 ,Nm»rzfvage iintersudjpt. Mle Lebensmittetvettoalter haben o ausgenvmnum. Näan hofft, daß der zentrale

Lebennuttelrat. vor Hoovevs Abreise in Wirksamkeit treten tvirrd ^«^?^EeÜ)ett«ilter haben unbeschränkte Vollmacht, damit die Gitschlusse, die sie fassen, sofort durchgeführt werden können.

Errichtung einer österreichischen Genossen srhast-fasse.

-et m 4 ' (WTB.) DieWiener Zeitung" ver­

öffentlicht die Regierungsverordnung betreffend die E r r ich- lung einer österreichischen Ge no sse n sch a ft s- kasse zur Forderung des Geldausgleich^s und des .Kredit-

Die cjserwssmschaftskass« steht unter staatlrchcr Aufsicht und Leitung und erhält vom Staate eine unkündbare Einlage von 35 Millionen Kronen.

Der Seekrieg.

Neue U-Boot-Erfolge.

Berlin, 24. Juli. (WTB. Amtlicht) Auf dem rd- lichen Kriegsschauplätze vernichteten unsere Unter­seeboote 13 000 Bruttoregistcrtonnen.

Der Chef des Admiralstabs der Marine.

Neuyork,' 23. Juli. (WTB.) Meldung des Reuter- scheu Bureaus. Sonntag hat ein Unterseeboot bei Kap Cvd einen Schlepper und drei Kohlenkähne be­schoss e n u n d v e r sc n k t. Ein Wasserflugzeug ist aufgestie- gen^ um das U-Boot zu vertreiben. Es wurde niemand ver­letzt.

Deutsche Marinrjagdfliegererfolge in Flandern.

. Berlin. 24 Juli. Amtlich. Unsere in Flandern initer dem rdeehl von Leutnant zur See Sochenberg sp-hcnden Ma- >^Ü^?bdfI,eger sMsscn in den letzten WoäMl 24 fatai» lche Flu.gz.euM ab imi> errangen damit seit dieses Flie-

gerverb^mves, dem 30. April 1917. chrm hundertsten Lustsug

Leutnant zur«« ««Ewberg schoß .seinen 16. «ch 17.. pEna.nl Oilerkamp scmon 16. GLgncr ab. Hervorragend sind a^c bau Erfolg noch bettilrgt der Vizeflugmeister Heinrich und der Flugmaat Zenzes.

m , Ter Chef des AdmjraLstiLbs der Marine.

Nachdem letzter Zett un WmiralslabsberichL der Leutnant AEnckerg imb Leutnant d. Res. Osteckamp anläßlich 'VT* }? *r u W F* lobend erwähnt wunden, Vvante der vorsbeheirde Stelle Bericht bm 100. Luftsieg einer Mca-rrnajagdtrilppe melden Ent, prccheiud den Jagdfliegern per Armee an der Luft front sind wiarine) agdflieger über Sce ,md in dem Gebiete der h.pmisp»m ELste .me^Evch <m der Arbeit, die feindlickMi, Luftstrettkrafte zu bekämpfen und an der Ausführung beabsichtigtet.' Bombenfluge zu verhindern.

/Besonders bei dem vergeblichen Angriff der Engländer auf Zoebrügge und Ostende hat sich bozt eine starke Tätigkeit feind­licher Fl «-per gezeigt, um das Ziel: LZerniästung mrserer An- lagen in Flandern durch Angriffe ans der Luft zu erreichen. Unsere Marinekampfflieger haben bei der Abwehr der starken, gut gesrchetten, Bombengeschwader emen schweren Kampf. Trotz- suchnr sse stäiidig den Gegner im eigenen Gebiet aus. om MasänEgewehrfeuer wurde der letzthin gemeldete ersolg- veiche Untxriff aus die englischen U-Boote in Flandern auÄfesührt. Es bot sich >eben gerade kein anderes geeignetes Angrisfsobjekt, nachdem ermge Tag evorher der Abschuß englischer Großflng- boote m englischen Gewässern von einer Marineslugzeugstaffel unter Führung des durch andere Heldentaten sckZmi bekannten Oereuttrantslb der Reserve Ehnstianseii gemeldet war.

Die Leistunglm der Marinekampsslieger bei der Oeselunter- nehmung und :m Kampfe um die Dardanellen bleiben ebensv unvergeßlich, Nne die jetzigen großen Erfolge in Flandern An- erkennuiia finden.

Aus dem Nsiche.

Der Reichskanzler und die Durchführung des preußischen Wahlrechts.

Berlin, 24. Juli. (WTB.) Zu der Mitteilung des Abgeord­neten Scheidemann, der Reichskanzler habe in einer Sonderbesprechung mit chm und dem Abgeordneten Ebert über dre Durchsühruiig des preußischen Wahlrechts ausdrück, Uch l^rvorgehoben, daß der preußische Landtag noch in diesem ^ahre aufgelöst werden würde, bemerkt dieNordd. Mg Ztg " redaktionell: Die Worte, die hier dem RoiäManzler in den Mund

gelegt werben sind entweder mißverständlich oder bern-en «mf

erner mißverstanixmen Aeußerung des Kanzlers. Wir glauben nicht, daß Graf Hettling gesagt htt, der preußische Landtag werde noch in dreiem Jchre aufgelöst werden. Der Ministerp.äiident hat vielmehr wiederholt kundgetan, daß die Auflösung des Ab­geordnetenhauses erst erfolgen werde, wenn alle versassungs- magigen Msttcl zur Durcl)jührung der königlichen Botschaft und einer entsprcck-endeil Wahlrechtsreform erschöpft worden feien Da d-as Herrenhaus aber sich erst demnächst der Aufgabe zuwenden wird und die Hosffrung besteht, daß dieses Haus zu einem Ergebnis kommen wird, .dem Mich die preußische Staatsregierung zumstimmen in der Lage sein wird, kairn von der drotwcndigkeit oder Gewißheit der Auflösung des Landtags noch in diesem Jahre vorläuffg keine Rede sein.

Staatssekretär v. Hintze an die Deutsch-iristk-e Gefellfchaft.

Berlin, 24. Julü Anläßlich der Ernennung des Ad- mrrals v. Hintze zum Staatssekretär des Auswärtigen hat die Deutsch-irische Gesellschaft ein Glückwunstl>- telegramm cm den neuen Staatssekretär gerichtet, in dem es u. a. heißt: Das irische Volk, ebenso wie die Völker Aegyp­tens und Indiens, erblickt in dein endgültigen deutsck)en Siege die Gewähr für senre so lange ersehnte Befreiung vom grau­samen unerträglick-en Joch Englands. Auf dieses Tele­gramm hat der Staatssekretär erwidert:Der Deutich-irischen Gesellschaft danke ich für die fteundlichen , nur telegraphisch ausgesprochenen Glückwünsche. Während sich unsere Gegner nur mit Worten über den Schutz der Natio- nalttäten ergehen, hat Deutschland durch die Tat bewiesen, daß fern Daseinskampf und seine Siege der Freiest der Welt dienen und den unterdrückten Völkern zum Heile gereichen Deutschland ist sich bewußt, wieviel für die künftige Siche­rung und Erhaltung des Weltfriedens von dem Freiheits- kampf des tapferen Irlands und den iiaLiormlen Bestrebun- gen Indiens und Aegyptens abhängt." v. Hintze.

Eine Novelle zur Reform der militärischen Bersorgungs-

gefttze.

^ r li n, 25. Juli. Wie dieTägl. Rundschau" er- slchrt, ist die Novelle zur Reform der militäri- ^^.^?^5^rgungsgesetze fertiggestellt und dürfte demnächst dem Reichstag und Bundesrat zugehen. Dem gleichen Blatt zufolge ist dem preußischen Abgeordnetenhause der Entwurf emes Gesetzes über den Unterstützungs- wo hns ttz zugegangerr.

Der Khedive von Mgyptrn in Berlin.

Berlin, 25. Juli. Gestern abend hat der StaatssekretLP des ^luswättigen Amtes Herr v. Hintze den Khediven von) Aegypten zu einem BegrüßmlgsMahl geladen. Neben dem Ge- Kbediven nahmen tdi: der türkische Finanzministev T^avid Bey, der Botschaftsrat Edem Bey in Vertretung des leicht erkrankt«: türttia-en Bvt,chafters, ferner Generalmajor Bwfe nebst ermgen höheren ^Offizieren, die BanD>irekboren H. Gutmann ,m8 AlexMider, UrrterftiaatssePretär im Auswärtigen Amt, Frhr. v d BussläfD-Haddenhairsen, die Direktoren im Auswärtigen Sunt Dr Kncge. Dr. Johmnes rmd Dr. Teutelmoser nebst auex Anzahl van anderen Beamten des Ausloärtigen Amtes.

Staatssekretär v. Hintze "begrüßte seinen hohen Gast mit herzlick-en, Wort«: und betonte, daß/ es in Teutsä>land Nwhl mfannt lei, mit wclch-r Treue der Khedive vom ersten Augen- blia an zur Lache des Vierbundes gehalten l-aben. Deutschland vertrauern um-rschntterlicher Zuversicht auf sein Reckp, dem das. Deutsche Lchwcwt zum Siege werhelftn werde. In seiner Erwidirum, dautte der Khedive für den herzlichen Wilttomnven. Zwnchenf den Hernchern und Böttern von Deutschland und Aegypten hatten vvn ycher nur die besten Beziehungen bestanden. Tas stgYPtischp Volk b-ue fest auf der verbildeten Waffen Sieg, von dem es d» lFlßbr^Mte Befreiung vom Joch Englands erhofft. Tie Rede klang m cm Hoch auf den Deutschen Kaiser aus.

Fliegerangriffe.

or X A ^.s.u h e, 23. Juli. Gestern nachmittag griff eine größere Anzahl feindlicher Flugzeuge abermals L)fsenburg an. Durch me abgeworfenen Bomben wurden vier Persorien leicht verletzt. Ein Mann wird verniißt. Mehrere Gebäude wurden beschädigt, davon

^w Monwg vormittag griffen feindliche Fliegev die Stadt Rottweil mit ^>mbon an. Sie verursachten nnr ge- rmgen Sach- und Häuserschaden. Personen wurden nicht verletzt.

Haussuckmngen auf drm Landt'.

Ter konservative Reichstagsabgeordnete Dr. R o e s i ck e hat im Reichstage folgende kleine Anfrage eingebracht: ,^Jst dem Herr^ Reichskanzler bekcnrnt, daß aus dem Lande heute in rücksichtslose­ster Mid schroffster Weise Haussuchungen und Durck/suck-angell von Wohnungen teils durch Organe der Behörden, teils durch Militär­personen, teils durch besonders von den Behörden bemifttagt- KvMlnissionen erfolgen, deren Vorgehen im Widerspruch zu der gesetzlich feftgelegten Unverletzlichkeit der Wohrrnng und Sici^rnn^ der persönlichen Freiheit steht? Ist der Herr Reichskanzler bereis die weitere Vornahme derarttger Haussuchiingen und Tiirchsuck/un-' gen zu verhindern, bis eine gesetzliche Grnudlage geschaffen durch Ivel che Sicherheiten gewährleistet werden, die mindestens dev Beliimmnngen der S ttafprozdßordnung gleichkommen?

«unst nnd wisscnschatt.

Dsrmstaöt, 24. Juli. Das Großhe-^ogliche Hoftheater tz Dvrmstlüit verSiftntkicht soeben sein Programm für die neue Spielzeit. Di« Oper wird am 6. September mit einer Neuein­studierung vonssr^aws Httch-Mp' cwfffwt, mid bereits am 17 September folgt die erste Novität:Beitrioe und Benedict" von Berlwz. Dann sollen u. a. folgende Wepke .zur Mffühvung ge- lMr<Mi:Lonrrenflammen" von Siegfried Wagimw (Uraufführung),

.Frauenlist" von Röhr,Engen Onv- An ,Der Torreotdott' von Adam undAriadne ans Naxos" Aft veeu errtfiictienmgL v it und Neuinszenierungen fiitbDie Bautet* io",(Soi fau tntte" undDer Ring" vorgeschen. Am Lchckuß der Spreszmt ,oll ein Mo-art- irnd Wagner-Zyttus folgen. LckUiu,piel eröfftiet am 10. mit StzikespearesSturm" mtt der Mnsck von Weingartner (Uvaufführurig). Außer SäMer, Goethe, Lesftng ^HMLpaam, Hebbel und Ibsen werden Wildgans mitArmutt . Tftiino Fvcrwk mttTie Schtl>e.:erii und der Frenide", Btörnchn mttPaul Lange und Thora ParsbeN)", Stücklen mit &txa\yc nach Stvmayck>", Sternheiin mitBürger Schip­pt , Hauptmarm mttRose Bernds und Strirrdberg mitKame- vadeii genau'!!.

MünchnerSezession". MS München wird uns geschrieben: Ta imter der rauhrm Herr- 'LlM der Knegszett die MünchnerS e z e s s i o n", die seit dem ist, noch keine neue Stätte gefuriden hat, hat der Künstlerbund auch in diesem Sommer die Gastfreundschaft des ^ l n Spruch nehmen müsseii. Nun sind demi

die Bilder, Plastiken der Sezessionskünstler im reisten Flügel des Lau! . zu sel>en, das in seinem linken Teile mid im Mittelbau die Künstlergenossenschaft" mrd die Gruppen behc-rbergt Ter Eitt- dar wir erhaltei^ist nicht der beste Wir vermissen das MSeudliche Feuer, das früher von der in der Sezession gepflegtest

morgentlichen Kunst aiiszngehen pflegte. Bewälirte Künstler sehen wir mit guten und reisen Werken vertreten. Auch ein paar Jüngere zeigen sich mit begabteii Leistungen. Aber der Akademisinus, den die Sezessionisten von dereinst bekämpft Habens hat sich nun aiich ^ wre Reihen eingeschlick-cn. Was cliedem als usterhört gegoftnl pat, ist heute Alltag geivordcn. Formel und eine Formclhäufung rst nun das, ivas uns als Sezessionsausstrllnng geboten wird. Im einzelnen sei erwähnt, daß diesmal treue Anhänger serngeblieben sind. Wann vennißte man Stnck, Tier, Hengeler in diesen ^preisen? Aoer mich Corinth, Jäckel habeil diesmal nichts gi'sandt. Aus Wien l>at filst imeder Egon Schiele eingestellt. ?)ttt manckien sehr bun- teii, aber durchaus kunstgeiverblichenHäuser"-Bilderii mi-d einem iounocrvoll erfaßten Herrenbildnis von letzter Diskretion der Farbe, wohl eiiiem der besten Bilder der Ausstellung überhaupt. Scharf charakterisierte Eber den Schauspieler Beneckeiidorf, mrd Bau in- ga rtu er, sonst als Negermaler hervorragend, hob sein Maler­portrat mit sicherer Kontrastwirklmg aus hellem Hintergrmide. Daß Samberger, der Altmeister der Kiiuft des Herrenbildnisse-', rn nngebrockiener Klm st Reifes schafft, beweisen eine Reil)« seiner psyclwlogisch sickier erfassenden, ausdrucksstarken Arbeiten. Da^ -oilh Bethmann-Hollwegs, das fürs Reick-stagsgebäude bestimmt K sei besonders envälyit. H a-b e r m a n n s Kunst der körperlichen Plastik und die starkeil Reize seiner fasziniereniden kolorrstisck-en Er- fniduiigen zeigen sich in einigen Attest, Halbaffen und F-rauenbild- mssen. Ter gleiche, Stoff ist F e hrs Spezialgebiet. Aber: er, Zanks Schmer rmd Nachsahre Trübiiers, zeigt die Frau von der mondänen Seite. A. v. Kellers Arbeiten bleiben im Niedlichen steckeil Hier wirb Kunst nicht zu hohem Gleichnis. Leo Putz, ein Meister im Frnlrck)ltPorträt, suchte in einer sresfenhaften ZVomposition .Pa- mff'ohne rechtes Glück moiiumentale Wirkung. Aber: das Bild zerfallt, mag eS auch tnt einzelneii sehr gute Aialerei sein. Auch ^ S ger-Lreri z ist in seinem Streben nach Moriu-ineittalität nicht immer glücklich. Ein riesiges Kriegsbild scheint mrgeschlossen

Die deutsche Zaserstofsindustrie.

Gießen, 24. Juli.

Gestern abend hatte man Gelegenheit, einen Vortrag über ein sehr aktuelles Thema zu hören: Herr Lcutn. Tr. Krümmer vom Kriegsamt in Frankfurt a. M. sprach über die Entwicffimg der deutschen'Fase rin du strie. Bekanntlich war die Abhängigkeit der deutschen Textilindustrie von ausländisckien Rohstoffen vor dem Kriege eine ganz erwrme. Mit Ausbruch des Krieges fiel natürlich die Einfuh r dieser Stoffe fort. Notgedrungen mußte man

und willkürlich, ein anderes: Greise, die dem Tode entgegen sinnen,' zeigt starke Beeinflussmrg durch Hodler. Sehr gereift erscheütt Julius Hüther, der auSgesprock-cner Hodler-Sckn'ller ist. Seine neuen Werke: Figürliche Stimmmigssymboliken sind groß im Aus­druck und edel im harmonischen Auflmu. Zwei Altmeister der Landschastsutalcrei sind mit Sonde raus stell ungen vertreten) Toni v. Stadler, der vor kurzem verstorbene Maler, und Bernhard Butt er sack, dessen 60. Geburtstag man ehren wollte Zahl- reiche Bilder beider (in ihrer .Kunst verwandten) Meister spreäwni von reichem Können. Beide sind Landschafter im Sinne Hans Tho­mas. Ihre Arbeiten zeigen den Karten, vorsiaisttgön Pinsel der Malerei Atmo 70 und 80. Jmpoessi-onistisch aufgefasste NaturbiloeL sehen mir von Pietz s ch, Bürg e r s, Philipp F r a n k, der be- ionders durch ein frisches, koloristisch starkes Hasenbild aussällt, von Bürkj Bauriedc, dem sehr dekorativen. scl>as senden Vir­tuosen im Gebrauch' voll Weiß mid Blau, von Bracke! u. a, Reis e r zeigt wieder seine Schneebilder und Bauerithäuser, die guter Wandschmuc. sind. Tie Wc'rkc von Wolff-Filseck mid W i n t e r n i tz sind wieder gut geglückte Versuche starker Sonnen- malcrei.

* Aufbruch der^ireuen Spitzbergen-ForsckM ng. Vor kurzem wurde aus, Stockholm berichtet, daß eine neue wisseiu. schrftliche Erforschung Spitzbergens geplant sei, die lMiptsächlich den Phosphorlagern Spitzbergens gelten solltt'. Schneller, als zu ver- umteii war, such die Vorarbeiten dieser Forschingsirise bewältigt worden: noch m diesem Aüonat wird die neue Spiobergeii-For-, schungsreise begonnen werden. Ter DanrpftrSionnnaen", dev den Bergingenieur Brraer Jvhmrsson imd eine Akeihe writnx-ö Forscher, im ganzen zwischen 10 und 20. nach Spitzbecgeii brin.nmj soll, liegt schon bereit mid wird gegenwärtig beladen. Nur di-e Beschaffwig der nottgen Lebensmittel scheint gewisse doch nickt allzu erhebliche ^Mierigteiten $u