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Ar. 1l2

168 . Jahrgang

Donnerstag. 25. Zull 1913

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Eeneral-Mzeiger für Oberhesjen

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cknua^mr von Anzeige« i. die Lagesnumrner bis Zum Nachmittag vorher PM ohnejedeBeibmdlichkeit Leilenpreije: für örtliche Anzeigen 25Pf.,fur auswärNge 30 Pi.,'iir Reklamen Mk. 1. ; bet Platzvor­schrift 20/, dlufschlag. Hauptschristleiter: Au^. Goetz. Verantwortlich für Politik u. Feutüewn: Aug. lÄoetz; Stadt uno Lllktd, Beruttschtes u.Ge- richtssaal: W. Meyer; Anzetgenteil: H. Beck; säintltch in Gießen.

Ruhiger Tag" Mischen Soiffoits und Reims.

(WDV.) Grobes Hauptquartier. 24. Juli. (Amtlich.)

Westlicher Kriegsschauplatz.

Lebhafte Artillerittätigkeit nördlich der Lys. bei Arras mw bei Albert. Auf dem Wcstuftr der Avre fürs; der Fran­zose bei örtlichem Angriff bei und südliche von Mailltz vor­übergehend bis an die Avrc vor. Unser Gegenstoß stellte die Lage Mieder her und schlug am Abend aus Mailly und nördlük- davon vorbrechende Tri Angriffe des Gegners zurück.

Zwischen Aisne und Marne s tzte der Feind gestern früh nach Heranfüh.ung neuer Divisionen seine Massenangriffe fort. Die Armee des Generalobersten von Boehn brachte den utthrfach wiederl^tten Ansturnl des Feindes völlig zum Scheitern. Franzosen und Amerikaner erlitten wiederum schverste Verluste.

Zwisten Ntöyon und Harlennes stürmte der Feind fünfmal vergeblich an. Beiderftits von Viileuwntüirc ge­wann er uvrüdergchend etrvas Boden. Unser Gegenangriff warf ihn über seine Ausgangslinien hinaus zurück. Dcklc- nwntoire wurde dem in dichten Massen von unserer Artil­lerie bkfckxosscmm, zurückflu-enden Feinde wieder entrissen. Nördlich; des Ourcq zerschlug unser Verrichtung., euer feind­lich^ Angriffe in ihrer Bereitstellung und bei ihrem ersten Ansturm. Panzenrmgm, die unsere Linien durchstiegen, wur­den zusarmnengeschossen, Infanterie, die ihnen folgte, wurde im Gegr stost znrückgeworftn. Auch die zwischen Ourcg urrd Diarne künrpftnden Truppen wehrten starke feindliche An­griffe meist schsn vor ihren Linien ab. Von der Höhe nord­östlich) von Aocourt und aus dem Waide von Chalelet warfen wir den Feind im Gegenstost wieder zurück. Am dtachmittagc fanden nur noch Teilkümpft statt-, der Gegner wurde ab­gewiesen.

Südwestlich von Reims dauerten sthwere Kämpft tags­über an. Zwischen Manie und Ardre stich der Feind nwhr- fach) vergeblich) zu heftigen Teilangriffen vor. Nördlich der Ädve warf der Franzose neben weihen und schwarzen Trup­pen arvck) Italiener und Engländer in den Kampf. Der An­griff der in der Derieitfteltung wirkstnn getroffenen Italiener kam nur schwach zur Entwicklung und wurde schnell zu- ftm men ge schossen. Auch Franzosen und Engländer wurde n na f) vielfach erbittertem Kamps uud teilweise durch Gegen- WtzL zurüchgefchlaTen.

Der Erste Genernlguartienneister Ludendorff.

*

Der Abendbericht.

Berlin. 24. Juli, abends. (WTB. Amtlich.)

Auf dem Schlachtfelde zwischen Soissons und R e i m s rm ganzen r u h i g e r T a g. Teilkümpft südlich des Ourcg und südwestlich von AcimS.

Im Westen ist, wie der amtliche Abendbericht mit- feilt, eine Kampfpause eingetreten, von der wir mit Genug­tuung Kenntnis nehmen, denn es steht damit fest, daß Gene- ral Fach mit seiner Gegenoffensive nach furchtbaren Opfern, die nur auf einen Durchbruch berechnet sein konnten, er­mattet stecken geblieben ist. Nach unverbürgten Meldungen hat er in Aussicht gestellt, die strategische Zurückdrängung des Feindes habe erst begonnen, sie werde fortan noch er­giebiger in die Erscheinung treten. Warten wir ruhig ab? Bisher hat Hindenburg nur den Brückenkopf südlich der Marne räumen lassen, aber selbst wenn er den angegriffenen Abschnitt zwischen Aisne und Marne auf eine verkürzte Linie zurücknehnlen sollte, so brauchten wir darüber keine ernsten Gesichter zu machen, denn im Zusammenhang der großen Ereignisse und strategischen Pläne würde das keine Niederlage, sondern eher das Ausholen zu neuem, wirk­samem Schlage bedeuten. Hermann Stegemann hatte in der Dienstag-Nummer des BernerBundes" die Möglichkeit angedeut^t, es könnte Foch gelingen, die deutschen Feldheere zu veranlassen, ihre Front bis zur Beste zurückzulegen. Die Dinge sind inzwischen für uns günstiger verlaufen. Die mili­tärischen Sachverständigen lassen der geschickten kindlichen Gegenwirkung in ihrem Urteil alle Gerechtigkeit widerfahren/ aber keiner verstcigl sich dazu, zu behaupten, daß die Lage für die Franzosen vor Paris nun gerettet sei. Im Berner ,,Bund" wird im einzelnen dargelegt:

Foch hat das Gegenmanöver mit jener Rücksichtslosigkeit in Gang gesetzt, die in solchen Lagen einzig Erfolg verspricht, aber furchtbare Opfer kostet, imb dazu die sorglich gesparten Reserven und die zahlreich herübergäLominenen, im Masstn- angrrft wohl verwendbaren A nr e r i k a n e r aufgeboten. Nun wird G "Esm, die Deutschen in ben: Sack zwischen Marne

und Beste ab ^-.quetschen und ihren dabei tunlichst Verluste bei- Mvrrngeu, um zu einem runden operativen Ergebnis zu gelangen. M e D e n t scheu dagegen werden ihm entweder zuvorkommen, «wem sre stich chm entziehen und rasch auf die Beste zurück- gehert, :nn ryre Flanken zu sichern, oder den immerhin sehr gerauungen Briic^ukopf nur zum Teil abbauen und auf eine xjy\m$ von «rußen her sinnen, die vielleicht in der Champagne iyrr: rm icairme Comprögne ctefuitben werden komrte. Daß es chnert mcht gelang^ östlich Reims durchzubrechen, ist ^ ar"* Schlacht von Erttscheidung ^gesrnsen,

Athte mEicht zu wenig mit der strate-

grsaieN- Fatttative des Gegners gerechnet hat, ans die wir wieder- KÄt hn^esen haben. Auch heute lässt sich der letzte Aus-gmig oer Schlacht noch nicht bestimmen. Doch sei wiederholt, dag es >L. ^vg und Gegenzug zur Verwicklung «gediehene von dem ausgezeichneten Theoretiker Noch als Ba^ille-OpSrattvn" bezeickmetetr DMeerschlacht handelt.

r^ wnten hat und in eörzelnen Schlacftakten ^hl auch noch in Herbstschlachten «'r^ fr Bu.uu^dreses westerschütternden Krieges schreitet.

Jlac Ausdehnung der schlackst aus die britische Front, wo bis '^6stsa)e Terlangrtffe bei Mcteram in Flandern und bei Dvncl gmeiixt loecheir, liegt im Bereiche der strategischen Wahr-

sckieinlichkeü, und zwar hängt sie von bev Aktionssährgkett der wieder zwischen sperrt und Amiens massierten Arrneen Hai^s ab Tie Entwicklung bleibt abzutoarten. Sie ist nach der Ansrorrkuu, des fraitzösisclien Flankenstoßcs an die Gegenmaßnahmen der Deutsä^n gebmtden." .

General v. Lieb er t entwickelt bei seiner Krrtrk in der Tägl. Rundschau" ebenfalls eine große Objektivität, indem er mit folgenden Sätzen in die letzten Utrternehmungen unserer Obersten Heeresleitung hineinleuchtet:

Seit dem 21: März loar die Initiative ganz ausschließlich auf die deutsche Heeresleitung übcrgegangen, jederrnanu war er­staunt, wie die Niasscn des Gegners sich überall mrd dauernd das Gesetz des Handelns vorschreiben ließen und nur oie deutschen Artgriffe abzmoehren bestrebt waren. Diese erfolgten, mnstcrl-aft vorbereitet, mit gläuzrndem Schwung und 'höchster Tatkraft, sie hatten demzufolge rnrmer von neuem besten Erfolg. Dreimal hatte das beiitfcl^e Programm sich bpwähct, dem Gegirer sclsten das Tlerckoerttrögen zu versagen, er verhielt sich dauernd passiv. Aber er hatte ian stillen, scharf be- oöaästet mtd dent deutscl-ett Lehcnreister seine Methode abgelauscht. Als die vierte Ossotrsive emferste, enoaclste er aus seiner Starr­heit und griff aktiv in den Dampf ein. Zunäck/st loar er genau berrachrichtigt worden über Tag und Stirnde des deutsctien An­griffs mrd über 'die jür diesen gewählte Frontstrecke. Auf diese Kenntnis der deutsch:u Führcrabsiästeu baute General Foch seüreiv Plaw"

Auch v. Liebcrt' stellt das Nichtgelingen des großen, opftrvolten Foch'scheu Llngrisses als das wichtigste Ergebnis hin: /Die Großzügigkeit dieses Planes zwingt auch dem Gegner eine gewisse Bewunderung ab, indessen tritt mit dem Mißlingen desselben auch sofort die hilflose Lage wieder her­vor, in der.die große verbündete Armee mit dem Rücken ge­gen Paris sich befindet." strclbst lvcntr, so urteilt er weiter, die Oberste Heeresleitung es nicht mehr für angezeigt lyaitcn sollte, weitere große Offttlsivunternehmungen in Szene zu setzen, so bleibt ihr ein anderes Mittel zur Vernichtung des Gegners in dem Ausnutzen der mächtigen, überlegenen Artillerie. Da uns täglich die Vernich­tung gepredigt wird, so haben wir wohl auch vollauf Recht, die Vernichtung drüben zur Ausführung zu bringen. In Verbindurrg damit darf nvem auch aus den Pariser Är- beiterkongveß verweisen, wo zuni ersten Male ein pazisisti- scher Antrag mit 908 gegen 253 Stimmen dnrchgegangeir ist. Wir verweisen auf die Meldung im Nachrichtenteil. Die Stimnrung in Frankreich ist trotz des Fachscheu Be­mühens durchaus nicht glättend, urtd wir müsserr durch urrser Verhalteir in der .Heiurat dafür sorgen, daß dein Feinde nickst ünmer neue Hoffnungen auf unseren inner­licher Zusammenbruck) errvachserr tömum.

Der östcrreichFch-ungarlsche Tagesbericht.

Wien, 24. Juli. (WTB.) Amtlich wird verlautbart:

An der i t a l i e n i sch e n F ro n t keine nenitcnswcrwn Kampfhandlungen.

Auf dem albanischen Kriegsschauplatz haben unsere braven Truppm die getvaltigen Ansft-engungen des Feindes, unsere Linie im Dewli-Abschuitt zu durchbrechen, durch zähen Widerstand ver itelt.

Der Chef des Grrreralstabes.

* * *

Die Angriffe gegen die Armee v. Boehn.

Amtlich. Als ErgänZarng zium heutigen Heeresbericht ist nach­stehende Meldung der 7. Arnree zu vervssentlichen:

«Bon der Artm^e des Generalobersten von Boehn ging im Gwßen Haugüguartier am Nachmittag des 23. Juli folgende Mel­dung über die e r f ol g r e i ch e Abwehr des f e i nd 1 i ch e ck Großangriffs am Vormittage ein:

Nack) etwa eiustündiger Feuervorbereitung in höchster K'ampf- ieuerstärke gi'.tg der Fcürd auf der ganzen Westfront der Armee zu treuem einheitliche Angriff über. Von starker, ^um Teil neu grup­pierter Artillerie -unterstützt, griffen Franzosen, Schwarze und Amerikaner, von zahlveichert Kcrmpfieirchnten begleitet, am

Auf k'der ganzen Front wtcrden die mehrfach wiederhvktetr Stürme des Feindes teils vor, teils in den Stellungen, zwn Deck itn Gegenangriffen ab gewiesen. Der einheitliche Großangriff des Vormittags ist zu !ungnnsten des Feindes entschieden. Teil- «angriffe sind rnoch im Gange.

Im Einzelnen.

Dan gegen den Wschnitt General von Matter an- stürmenden weißen und schwarzen Massen gelang es beim erstcm Ansturm ünter Begleitung von bis zu vierzig Tanks zwischen Bu- zstrtey \mb Digny zunächst Boden ya. gewinnen. Bald hinter ihrer vordersten Linie fingen die Divisionen den Angriff auf und schlu­gen den Feind im Gegenangriff zurück. Vilremon-- 'torue Wurde dem in dichten Mtz?:gen von irrchrer Artillerie be­schossenen, Mrückilutenden Feinde nckeder entrissen

Bis zu vier Malcnr holte der Feind zu netten Angriffen vergeb­lich Mts. Das Korps ^hat mehr als seine alte Linie wiedergcmontren. Gin erneuter Feindangriff ist zumert Wieder' nördlich Trgny im E1arl,ge. Zahlreiche zerstörte Tanks läegen hinter der Front.

Mit sichtbar grrt liegenden: Vernichtungsfeuer nahm 9lb- llchntcktt General von Etzel gegen 6 Uhr vornnttags den gleickifalls von zahlreiche: TanL be^leitÄen Feindangriff an. Ge- 'MN 8 Uhr vormittags drairgen weife Jnsante>ne- und TankweLett -i>r. Mr Hanptdrt:ck richtete sich gegen die Linien beiderseits Le Plessrer>Huleu. Der Feckrd wurde abgewiesen. Tanks, die über die große Chaussee hinter der Front' durchgebrochen waren, wurden znsammenges chossen.

Auch in Absckmitt General von Winckker entwickelten stch sjchchme Kämpfe. Seine DivisiMven schlugen alle Angriffe ab. Höhe t41 mng Vorübevirehend verlöret: utrd wurde durch Gegen­angriff wi^er genommen. Int Dorf Armentiöres an der Straße SoiffonsChüteau-Thierry gelang es dem Feinde, Fuß zu fassen. Gegenangrifft sütd im Gange.

Die Divisionen der 2lbschnitte - General von Sch oeler äntd General von Kathen schlugen den gleichfalls in großer StäwLe mßt Tanks cmgreifettden Feind ab. Nur im Nordteil de« Chatelod-Lvaldes, in den der Feritd eittdvatrg, sirvd Gegenkänvpfe «noch iw Gange. Sortst hat die ^Kmnr.fftätigkeit hier nachgelassen.

, Jagd- und Schlachtflieger wiwden mck Erfolg in den Wnpsen omgesetzt. Die Truppenzugel-örigkest zahlreicher Gefan- jgener wird in her ALMÜMÄdung KMyeDot.

Der große Tankangriff zwischen Al-ne und Marne.

Berlin, 24. Juli. (WTB.) Die Tanks sollten es, machen. Ungeachtet des Zusammenbruchs der englischen Tcutkwasfe im März und April an der Somme, loo englische Panzerwagen zu Hunderten von den Deutschen zusammen^schossen und erbeutel wurden, setz­ten auch die Franzosen ck/re hattptsachliche Hosfirung für den ge^ vlartten Durchbruch zwische:: Aisne und Mart:e auf den Röassen- einsatz von Tanks. Tie Franzosen brachten einen ne^uen Typ, einen neuen, schnellausetwen und besonders rvendigen Tank heraus. Am Morget: des 18. Jul: brachen auf der ganzen, Front gwße Tankgeschwader unmittelbar gegen die deutschen Linien vor. Zwi­schen je zwei Tanks ging eine Gruppe von Lewen mck Flaggen als Tankführer. Sie erzielten zwar am ersten Angrifsslage einen Ein­bruch in die deutschen Linien, es blieb jedoch trotzdem bei diesem ersten Angriff eine große At:zahl von Tanks auf dem Schlachlfelde liegen. Tie Verluste häuften sich am folgenden Tage. Einen großen Teil von ihnen erledigten bereüs die T a n k a b w e h r g e s ch ü tz e. Eine weitere nicht unerhebliche Zahl setzte die Jnfartterie mir ihren eigenen Waffen außer Gefecht. Aber auch dort, ido den Tan^ der Einbruch in die deutschen Lütien gelang, verlor die deutsch^ Jnfmtterie nicht den 'copf, roedor die alten erfahrenen Tankkämpiar! ans der Cambrai-Sm.acht, noch der inzwischen eingefteltte Ersatz, der zum ersten Male diesen feuerspeiende:: Kantpflvagen gegenüber- stand. Tie Infanterie wich dm: anrollenden Mrnzernxtgen geschickt aus und ließ sie geget: die Infanterie stell ungen mr aitfen, lvo sie dann einer nach dem änderet: erledigt wurden. Auch die Schlacht­flieger zeichnetet: sich im Kampfe mck den Tanks aus und warfen, auf 20 bis 30 Meter herabstoßend, wohlgezieckc Bonrben, die mehr als einen Tank atcher Gesechr setzten. Von Soissons bis lstnunter nach Chateau Thicrry liegen Dutzende verbrannter Tanks, zwischen ihnen in dunklen Massen schwarze und weiße Franzose:: und an einzelnen Stellen weiße und auch schwarze Amerikaner, wie sie das deutsche Maschinengervehrfener reihet:weise umlegte.

Französischer Bericht

vom 23. Juli, 11 Uhr abetrds.

Auf beiden Seiten des Ourcg erzielten unsere Truppen im Laufe des Tages befriedigende Ergebnisse, obwohl der Feind, dev neue Reserve:: herangeführt hatte, zähen Widerstand entgegensetzte^ Im Norden des Flusses eroberten> überschritten toir Plessier- Hnlleu, erreichten die westlichen Zugänge von Oulchy-la-Ville imt» nahmen das Dorf Montgrn ein. (Die genanttten Punkte lieANll westlich der Straße SoissonsChateau-Thierry. D. Red.) Im Süden des Omrcq überschritten die frat^ösisch-amerikanischen Trup­pen die Landstraße von Ehateau-Thierry und schoben ihre Linie inehr als cinet: Kilometer Wecker ösckich vor. Das Dorf Rocourtj gehört im£, ebenso der größere Tcck des Chatelet-Waldes. Arch dem rechten Ufer der Marne verwirklichten wir neue Fortschrnttrj im Norden vom Dcont St. Pörr und von Churtöve, das sud in unserer Hand beftndet. Wir ertoeiterlcn eben falls mtsercn Brückew- kvpf von Jaulgvtrne. An der Front zroisch'n der Manu :md Reims wurden heftige 51'ämpse geliefert hauptsächlich zwischen der Ardvg und VrigtrY. Tie verbündeten Truppen griffen die Stelllmgett des Feindes an und rückten mehr als einen jtzilometer nxüt vor, indem sie dem Feind schtvere Verluste zusügten. Tie brcktlchen Truppen machten 300 Gefangene und nahmen fünf $aru)i:en. Im Norden von Montdidier gestattete uns der örtliche Angriff heute früh MacklyNaineval, Sauvillers und Aubvillers zu nehnren. 1500 Gefangene wurden eingebracht, darunter 30 Offiziere.

* * * *

Von den französischen Sozialisten.

Bern, 24. Juli (WTB.) Der föderativ: Rat des sozia listischen Seine-Verbandes ist am Sonntag zu einem Kongreß zusammet:getreten und hat zunächst die Frage derHu- m-anits" erörtert: Er beschloß die Gewährung eines Zuschuffes von 10000 Franken, damit das Blatt nicht verschlvinden müsse. Ferner wurde die Frage der Kontrattierung von Albett Thomas besprochen und auf Ansuchen von Thomcts selber zur Beschluß­fassung an den National rat der Parte:, der atn näck^den S-nnvag stattfrnde.n wird, veriviesen. Sodann wurde zur Abstunmung über die r ^liegenden Anträge, die auch dem National rat vorgelegt wer­den,' cpeschritten. Der Antrag der Kienthaler .der die Kriegs- kredite verweigert utrü einen sofortigen Friedensschluß Ver­lar:^. sowie den revolutionären Klassenkampf predigt, erhielt 885 Stimme:: und einet: Delegierten für den Parteitag. Ter Antrag der Minderheck, der gleichfalls die Knegskredite verweigert, falls die Kriegsziele tricht bekat:ntgegeben mtb die Pässe für die inter- natiotrale Sozialistenkonferenz verweigert werden, verlangt die Formnlienntg der Kriegs; icle ans der Grundlage der russi- scheu und Wcksonschen Grundsätze und nach deren Am:ahme durch die Mittelmääste die Auftahme sofortiger Friedensverhatchlun- gen. Der Antrag leh::t jede Intervention in Rttßlartd ab, sofern sie nicht vm: den Bolscheloiki verlmt/st wird. Er erhielt 6049 Stim­men und 10 Delegierte. Der Antrag der Mehrheit heißt die Beteiligung der Sozialisten air der Landesverteidigring gtü urch fordert die sofortige Znsanmrenkunft der Jnlerivationale zur Durck>- führung eines Friedens auf der Grt:ndlage der Wilsonsck-Qt pd-lmdlätze. Er erhielt 2091 Stimn^n und drei Delegierte. Die An- gec ie. Richttm: Vr en.s b.ach?n ^stren Zn'atzanttag eck: uub verlangten, daß eine Jncervenlion in Zdußlatw erfolge, da das bolsckFpTil'tische Regime zu verurtecken sei. Dieser Antrag erzielte 1077 Stimmet: und ztvei Delecherte.

LLus Ge::f wird dem L. A. berichtet, daß der gestrige Erfolg der Friedensp^artei der französische« Sozialisten enrs! den: Pariser Parteitag eine starke Wirktlng in den Departetnents ausübi Das Bevorstehen d-er allgemeinen SozialistenkvnferenA verspricht« eine dem Pariser Parteitage entsprechende Mehrheit gegeit die Fortsetzung des Krieges.

Die KriegSausgaben in Italien.

Lugano, 25. Jüli. Laut Agencia Voll« betragen die italienische:: K r i e g s a n s g a b e n , d. h. bie von den Mini­sterien >des Krieges, der Märine und der Munition in der Zeck vom 1. August 1914 bis 31. RÜai 1918 40 200 Millwuei: gegen­über 3900 Million et: in der letzten gleich langen Perrt>de der Friedenszeit. Die Mehrausgabert bettage:: michin 36 280 Mill.

Die Verwickelungen im Osten.

K i e tu, 24. Juli. (WTB.) Grusinische Truitpen rücken an idev Mste des S ch tv a r » c n Mi e e r e 5 nach Norden vor. Gudoimt : Ga-gct sind geu-vtmnen.

Moskau, 22. Juli. (MTB.)Nass) Wftk" retfÄg« meldet ein Telegranrm' des Borsitzendet: des Jekaterinburger Gediets- rates, daß am 18. Juli eine u n b e k a n n t c Band e den Wohnort der ehemaligen Großfürsten Igor Kvnstanttnoaütsch Konstantit: Klonshapäcklvtpckjch, Jlvan Kvtffdsnlinomckjch und Serval