•* yNr VNtschvik««- Wvk Stveitigketten aus
Lieferung von Marmelade. Di^ Kriegsgrs-ellschaft für Obstkouservm uno> Marntcklaben mi. b. H. (Koma) l-at am 21. Juni 1918 eine Mlveisuna über dcrs Verfahren bei ber EMnahme von Proben im Falle der Bemängelung von 'Marmel ade nliefe- -rungen erlassen und im Rei.ck>scMz>cigcr Nr. 167 veröffentlicht. ^ !Jm 8 3 Absatz 2 Satz 3 der SdstedsgerickwÄirdmmg fiir die Ent' scheDMlg von Streitigkeiten ans der Lieferung von Marmelade vom 24. Januar 1918 (ReichscmHeiger Nr. 29) tvar eine derartige Maveiftmg vorgesehen, deren grumw Beobachtung für den Gang eines etwaigen Scksteds-<i-criickstsv-crfa.h'.«ls von Bedeutung ist.
Landkreis Gießen.
e. Inheiden ,22. Juli. Lehrer Sommer wurde zum Vizefeldwebel und Offiz iersaspl-rmrtQr bej ordert und erhielt das Eiserne Kren- -weiter Klasse.
Kreis Büdingen.
4b Kohden, 21. Juli. Tas Eiseinc Kreuz, früher die Hessische Tapftackettsmüdaille, erhielt der Fah^r Heinrich Franz. — Bingenheim. Tie Hessische TapsetkeitsMedaille und das Eiserne Kreuz erhielt der Musketier Otto Bauer. — Blei chenba ch. Nach 2Vsjähriger treuer Pflichterfüllung fiel bei einem Sturmangriffe der Schütze August Naumann, Inhaber des Eisernen Kreuzes und der Hessischen TapferkeitsMedaille. — Schwickartshausen. Fürs Vaterlcrnd starb der M usketier Karl .Heinrich von der Heid. — Wol f. 97cvch 17nronatiger treuer Pflichterfüllung starb der Musketier Heinrich Reichert, Inhaber des Eisernen Kreuzes und der .Hessischen Tapferkeitsmedaille. — Düdelsheim. In einem Offen backen Lazarett starb nach schwerer .Krankheit Karl R e i ch a r d. — Dudenrod. In einem Lazarett narb nach 4jähriger treuer Pflicksterfüllimg der Wehrrnann Lud- m i g Jack, Inhaber der Hessischen Tapsetkeitsmedaille und des Bulgarischen Verdümstordcus am Bande.
Kreis Schotten.
e. Ruding-hain, 21. Juli. Nachdem Lehrer Braun von hier nahezu drei Jahre in russischer Gefangenschaft gewesen und dort vorübergehend and? nach Sibirien gebracht worden lvar, ist er jetzt wieder glücklich zu seiner Familie hierher zurückgekehrt. — Ulfa. Ter Wchrmcum Heinrich Schmidt starb den Heldentod fürS Vaterland.
Kreis Jriedberg.
•m. Aus der nördlichen Wette rau, 21. Juli. Das Abernten des Korns imd der Gerstr chrt seit einigen Tagen begonnen Ter Ertvag ist duvclIveg gut, no.meactt.ich das Kvrn ist vorzüglich geratnr Ter Halm hat ettte Höhe öan über 2 Meter erreich-, die Aehoe ist vollkormnen groß und sckstver. Auch der Weizen versprich- eine gute Ernte, nur der Hafer ist stelleirweise etwas kurz geblieben, dagegen ist der Kern ebenfalls gut. Trotz der schipn lvdxlienlang mchrldendeir Trockenheit lZnt sich das Getveil-c im allgen,einen gnt «chcnckelt, nur die Kartoffeln imb Futter- gewäcli'e kxmsprnchm jetzt er.rrn durchgreifenden Regen. Die alte Baiueruregel: „Tic Sonne schünt den Bainr nicht aus dem Land" hat sich auch in diesem Jahr wieder beuxrhrhniet.
Starkenburg und Rheinhcssen.
ch. Aus dem Rheingau, 21. Juli .Unweit von Niederwalluf brach ein großer Waldbrand aus, den die Gerneindcseuerwehren aus der Nachbarschaft nicht zum Erlöscl-en zu bringet, vermochten. Die Wiesbadener Feuenvehr und die Mainzer Militär- seuerwehr eilten zu Hilfe und den ganzen Wehren vereint gelang les denn auch, des Feuers .Herr zu werden. Fünf Morgen jun-ger Fichtenbestand sind abgcbrarrnt. ,
Kreis Wetzlar.
-- Wetzlar, 21. Juli. Ten beiden verbrecherischen Ueber- fällen vor einer Woche bei Bonbaden ist bereits ein dritter Raubansall auf ein junges Mädchen in der Nähe von Gießen gefolgt. Das Mädchen hatte in einem Dorfe bei Gießen Lebensmittel gekauft. Auf dem Heimweg wurde es von einem zerlumpten Menschen überfallen und unter Bedrohung mit Totstechen seiner Habselig- keilen beraubst__
Hessen-Nassau.
----- Ebernhahn (Tamms), 21. Juli. Größere Teile der hiesigen Gemarklmg werden seit Wochen, fast allnäck-lich von Wildschweinen heimgesucht, die in den Kartoffelfeldern großen Schaden mrrickKen. Jagden auf die Tiere hatten bisher semen Erfolg.
--- Frankfurt a. M., 21. Julr. Die gecick-särztlick>e Untersuchung der von der Staatsanivultschaft beschlagnahmten Leick)e eines 4^2jährigen ^rben hat ergehn, daß das Kvrd an A7rßhmrd- langen gestorben ist. Ms Täterin kommt die Mutter, die 23jährige Schneide rsfrau Spiel mann in Betracht. TvS enttmnftchte Weib wurde veth-rftet. — Tie F-irmm Ba > . Sondheimer und Eo. über- lvies der Stadt 200 000 Mark ,mr Errichtimg einer gemeinnützigen! Stiftung für Fvcmckftrrtcr Arbeiter, .ixnidwerker, Geschäftsleute und Beamte, die durch ven 5Vrieg wirtsckMftlich sck-oer gelitten oder gar ihre Existenz verloren haben
X. Hanau, 21. Juli. Mit der in der Stadt .Hanau nnge- lttetenen Steigerung der Wobnrncgnnieten hatte sich in ihrer letzten Sitzung die städtische Pveisprüfturgsstelle zu befassen. Es wurde u. a. beschlossen, den in der Gründungs Versammlung des Mieterschi,tzvereins Mir Sprache gekommenen Fall der Steigerung einer Wohnung stiftete von 560 auf 1(X)0 Mar? der Staatsamvalt- schast zur weiteren Verfolgung zu überweisen.
X Hanau, 21. Juli. Der gesamte Aktienbesitz der Hofbier- bvauerei Hanau, vorm. G. Koch, ist von einigen rheinischen^ Großindustriellen enoorben worden, die beabsichtigen, das Unter- .ncklmren großzügig, unter Erhöhung des Aktienkapitals (jetzt £00 000 Mark) fort^usetzen. In den letzten Jahren hat die Gesellschaft keine Dividende Mr Berteilimg gebracht.
--Nied a. M., 21. Juli. Das dem Griesheimer Wasserwerk angesckjlossene hiesige Leitungsnetz führt seit einigen Tagen derartig geringe Wassermengen, daß die Leitung stundenlang abgestellt werden muß. Die Ursache des W-»ssermangrls formte mit Sicherhett kroch nicht fest gestellt werden: doch nimmt man an, daß sich im Griesheimer Kanalnctz ein größerer Rohrbruch zugetragen hat, hesser, Ort bisher nickst ermittelt werden kvmtte. Auch in Griesheim mackst sich die Wassernot in bedrohlick)er Weise bemerkbar.
IT Wetter, 22. Juli. Während eines Gewitters wurden in der Nähe unserer Stadt fünf Schafe vom Mitz erschlagen.
--- Wiesbaden, 21. Juli. Mrs dem Wvck^mmarkte am Samstag suche ein j:m-ges MäidckMr bei einem SchutzmMvi Sckmtz vor einem Soidcttxm. Als der Beamte die Wohumrg des Soldaten, eines Teserteirrs HtcklernvnTd aus Erbcuch. betrat, sckwß dieser nmh ere Revolvcrkugeln avF ilw ab und verletzte ihn so schver, daß er kaum ntü dem .Leben davonkommerc dürfte. Ter Täter flüchtet^ dann dem nahen Amönckburg, Nw er sich selbst entleibte.
---- Aus der Rhön, 21.Juli. Der Warrdert>erkehr in der Rhön hat neuerdings solcheir Umfang angenommen, daß das.Kloster jaus dem Kreuzberg wegen Mangels an Speise und Trank seine PfortQr für Wanderer zeittveise geschlossm halten nruß.
©critiv
K. P. Mannheim, 21. Juli. Mit einem Stammkapital von 16 000 Mark gründete im Sommer 1916 der Ingenieur Rick-ard Kahn aus Böckum eine Gesellschaft mit besckräntter Haftting zur Erzeuginrg von Schmierseifencrsatz, die aber bald der großen Nachfrage halber zur Fabrikation von Bohröl überging, wozu als Rohmaterialien Sulfttlaugc und Natronlauge dienten. Kahn tvill dieses Bohröl zuerst in seiner Sckiraubensabrik ausprobicrt haben, ehe er es auf den Markt bringen ließ. Das Geschäft entwickelte sich so günstig, daß ein Umsatz von über 400 000 Mark erzielt und unter die Gesellschafter und Betriebsleiter ein Gewinn von 178 000 Mark verteilt werden koimte. Ter Erfinder des Bohröls, der Ingenieur Adolf Benz, erhielt davon allein 89 000 Mark zugeteilt. Als Bettiebsleiter fungierte der Magaziner Ludwig Pfeiffer, den Kalm bei der Gründung zum Geselllckmtter erhoben, aber in der gleichen Stunde durch den Kaufmann Koch ersetzt hatte. Der Antett Pfeissers an dem Reingewinn wird auf 40 000 Mark beziffert. Ein Teil der Abnehmer des Bohröls war mit diesem nicht zufrieden) und es kam zu Anzeigen bei der Staatsanwaltschaft. Ms verantwortlich wurden mm Kahn und P'ciffcr wegen Betrugs mrd über-
I rw > uBr/rmiK tmtm
müßiger Preissteigerung heute vvr dir Skrastcmrrner gestellt Der
Prozeß trug die Merkmale einer großen Affäre. Ackst Sachvcrstör»- dige marscksterten auf, unter den Zeugen befanden sich ein Geheimer Kommerzienrat und der Tirektor eftrer Maschinenfabrik von Weltruf, und von den beiden Verteidigern Kühns war der eine der bs- kamtte Berliner Neckstsanrvalt Tr. Alsberg. Die Anklage wegen! Betrugs wurde im Laufe der Verhandlung aufgegebcn, dagegen, wurden die Angeklagten der überinässtgen Preissteigerrmg schuldig befunden imd zu je 10 000 Mk. Otzeldjkrafe oder ein Jahr Gefängnis verurteilt und außerdem die Ettrzieinrng des Übermäßigen. QkttumB in Höhe von 140 000 Murrk ver-fügt.
Singeianvt.
(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik steherrdsn Artkkel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)
Zur letzten Stadlvcwrdnetenversarmnluug.
Ist der Stadwerordnetensitzung am 20. Juli, in der 13 S4a^- verordnete mrwesend lvaren (nach der StädtavrLmung soll dttl Versamnttirng aus 36 bestellen), wurde laut Bericht des Gieß. A-nz. am Schluß der Sitzung von einem Mitglied die UnNvandluuA der lwiderruflicheir Beamten stellen in feste für die nächste Stadt- verockcmetensitzung gefördert. Ich stel>e auch auf dcnr Standpunkt, daß diese Frage einer erneuten Beratung und grütidlichen Prüfung bedarf, 1-alte sie aber für so nstchttg, daß sie von unserer jetzigen. Stadtverordneteuversamurttmg, die rmr einen Brutcksteil der Boll> versamüilung aus mackst, nickst entfdytfbr.i werden sollte. (Äegeu eiA solches Drängen muß, un> das gilt linch für andere wiHlige lyca&pct, seitens der Wähler Ettrsprilich erhoben werden. Ta unsere Stacro-er- ovdneteuversa mrnlrmg währ.md d.r laugen Kriegszait aus die Hälfto ihres Sollbestarrdes (in Wirklichkeit kann sich nur ein noch kleinevev Teil an den Berattnrgen beteiligen) gesunken ist, und die zu ent- scheidenden Fragen gegenüber der Friedanszert irich-t einfacher geworden sind, sollten seitens der Stadtverwaltung alle Schritto getan werden, n,indestens ErgürrznugÄvahlen wie m Preußen vornehmen sit lassen. Die Länge der Kriegsdauer macht eine Aeirdermrg oder Aufhebung des Gesetzes, durch das in Hessen Neuwahlen während der Dauer des Krieges verboten wurden, dringend notwendig. Tavo-n ist die Ltegierung shcher leicht $u überzeugen.
verrniichtes.
K. P. Neustadt a. H., 21. Juli. Int Staatswalde zwischen Teiderhrim und Waichmherm brach ein großer Waldbrand aus, der. durch die Feuerwehr beider Gemeinden und durch das Forstparsonal nicht gelöscht ivelckxn konnte. Tos Forstaint ries milttärische Hilfe an, svorauf 260 Pioniere aus Speyer durch Extrazug herbeieilten. Durch das Eirrgveisen des Milttärs kam der Brand pn Stehen und wurde auch bald darauf gelöscht.
Müllers che Badeanstalt Wasserwärme der Lahn am
19. Juli 22° R.
tftctTörciogifdK veobachtMgen der' Station GietztL
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Wechselnd bew. mehrt Gewitter iReg. nachts Reg.
Höchste Temperatur am 21. bi, 22. Juli 1918 = 4- a IW* Niedrigste . . . . 1918 »+ 0. 8,5'
9ttcder>chlaq 4,1 mm.
Bekanntmachung.
Der vom Gcmeindcrat beratene Boranichlag der Gemeinde liegt vom 24. d. M. an eine Woche auf dem Geschäftszimmer der Bürgerincisterei zur Einsicht der Beteiligten aus. Einwendungen können mündlich oder schriftlich dort vorgebracht werden. Es wird Umlage erhoben, zu der auch die Ausmärker herangezogen werden.
Alten-Buseck, den 22. Juli 1918.
Gr. Vürgcrmeifterei Alten-Vuseck.
Na u, Beigeordneter. 5481
Eninbrrger Pferdevrrsichkrungsverkin zu Grünberg.
Die ordentliche Mitgliederversammlung findet Lonntag den 28. Juli, nachmittags 3 Uhr- im Gasthaus zur Pinn statt.
Tagesordnung:
Rechenschaftsbericht
RechnungSablage
Verschiedenes.
Grünberg, den 22. Juli 1918.
5478D Schäfer, Direktor.
Verkaufe TienStaa morgen auf dem Markt'am Eingang »'im Botanischen Garten eine Sendung
Eimnach- und Salatgurken.
Mittags treffen tm Hofe Neustadt 19 Gurken und Bohnen ein. Mittwoch am Felsenkcltcr von 8 Uhr ab: Verkauf von Gemüse, Bobncn und Gurken.
Iran Frosch, Neustadt 191.
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