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«e6roFse*t DBfer def Angrrifers ist geiwitw. ^
I “W W nrtt den Verlusten keiner Schlacht dieses Krie- M * e r ,<*JE lche3t Tie Franzosen haben wieder die .Hauptlast -»«verlustreichen Angriffe getragen.
« . ^ r l i n , 21 Juli. Der Angriff beiderseits des Clignon-
oehntc sich dresmal l is fast an CHLteau-Thierry heran ans. ^n barten weckyelvollen Kämpfen, bei denen verschiedene Dorier den Besitzer wechselten, jedoch schließlich in unseren Hän- Den blieben, wurden sämtliche Angriffe verlustcelch für den Gegner Mgelvleien. H«r waren es neben den schwarzen Hilfsvölkcrn der Franzosen besonders die A m e r i k a n e r , die auis schwerste bluten mutzten. Bisher fochten die Amerikaner nur mit weißen zusammen. Die Folge ihrer diesmaligen Vermischung E deri -Duden und Schwarzen war, daß die noch nicht so kamps- «Eten Amerikaner in unserem Feuer geradezu verheerende Bei- Ä , , mehreren Stellen türmten sich hohe amerikanische
^«llyenberge vor unseren Linien ans.
Die Rückverlegung der südlichen Marnefront.
4jr . Scrl i rt, 20. Juli (WTB.) Die in der Nacht vom 19. zum 20 . vvrgenommene RückverlegungdersüdlichenMarne- front aus das Nordufer, bei der die Deutschen das gesamte Kämpf- nvaterral über den Fluß znrückführten, vollzog sich völlig un- demerk t vom Gegner. Die seinerzeit erstürmten zablroick>en feind lrchen Batterien wurden dem Feinde in völlig gesprengtem Zu stand überlassen. Der unbemerkte Uebergang über den breiten Strom stellt den Leistungen von Truppen und Führung ein glanzendes Zeugrns aus.
Angriffe der deutschen Bombengeschwader.
?V r (WTB.) In der Nackft vom 18. zum
^tlt grissen die deutschen Bombengeschwader mili- c ***** hinter der französischen und englischer: Front mit 72 840 Kilogramm Bomben an. Die Angriffe richteten sich gegen dre HaupNtapelplätze, Bahirhöse und den Bahnverkehr des Feines. Auf dem.Balmhosvon St. Pol flog ein Munttionszug in Äe Luft.
Patzer von Poperinghe erhielten 12 000 Kilogramm, ^hantrlly 13 000 Kilogramm und der für die Gegner wichtige Etappenort E Pernay 15 240 Kilogramm Bomben. Starke Brande und Explosionen in Epernay, St. Tizier rmd Chälons kennzeichneten noch stundenlang nach dem Angriff die Wirkung' der deutschen Bomben. Aus der Strecke Chälons—Bitty-le-Fran- oors brachten unsere Geschwader einen Transportzug durch c 2** at r^ 1 niedriger $i)öbe zum Stehen mtb vernichteter^
itm. Tie kriegswichtigen Betriebe und Werke von P o m p e y wur- den durch Bombenangriff auf lange Zeit lahmgelegt. Sämtliche au den Angriffen beteiligten Flugzeuge sind trotz stärkster feind- lrcher Gegenwehr durch Abwehrkcriioiien, Maschinengewehre, Schein- werter und Jagdflugzeuge unbeschädigt in ihre Heimathäfen zurückgekehrt.
Frautösischer Bericht
vom 20. Juli, 11 Uhr abeirds. Das Ergebnis unserer siegreichen gen offensive hat nicht aus sich warten lassen. Die Deutschen ans ihrer rechten Flanke und im Süden der Marne heftig angegriffen, warm g^k.mrngcn, den Rückzug anzutreten und über den Fluß MrückUugehen. Wir halten das südlickie Ufer der Marne, ^mnichen Ais ne und Marne locrren die sranzösisch-ameri- Urnr,chen Trirppen in weiterer Verfolgung ilwer Fortschritte den 7zernd der sich hartnäckig verteidigte, zurück. Wir erreichter: Ploish vovd Parcy-Ttgniy und überschritten St. Remis—Bl am und —©t. Allnn. Weiter südlich halten unsere Truppen die allge anerne Lirne Priez^—nordöstliches Plateau von Eourchamps. Zwi r ' Marne und Reims sind heftige Käinpfc tut Gange. Die franzö^ ü,.^britischen Truppen sind bei ihren heftigen Angriffen auf bedeutende Streilkräfte gestoßen. Trotz des hartnäckigen Wider- Standes des Fenckes gewannen wir Boden im Walde von Corlan, nn Dale der Äpdre und gegen St. E,iphraise. Die Zahl der von uns seit dem 18. Juli gemachten Gefangenen überschreitet 20000. Mehr als 400 Kanonen sind in unsere SKinbc gefallen.
bKf«m (StfrönaigoT des englischen Ministers bemerkt die „NRvNrdd. Al lg. Ztg.": Die '<'lusführuric 7 eu des Herrn Bal sour laßen deutlich erfnmen, wie sehr der Minister den ernüchternden Eindruck der Erklärung des deutschen Neick-skanzlerskanzlers aus die englische Oefsentlickckert^ fürchtet. Er hütet sich wohl, die Auslegung des Faustpfandbegrilses im Sinne des deutschen Reichskanzlers wrederzugeben. Statt dessen stellt er vielmehr .villkürlich erne eigene FauUpfcmdtheorie auf, die naturgemäß einen ausge- sprockien britischen Charakter trägt. Belgien soll uns im be- sondern auch ein Faustpfand dafür sein, daß England die Der strrckung löst, in die es Belgien fcfwn vor dem Kriege ranke voll hineingezerrt Halle. Es versteht sich übrigens von selbst daß wir auch die besetzten Gebiete N c» rd fra n kre i chs ccks ein in unseren Bünden besrndlick^s Faustpfand für die uns entrissenen Kolonien, dre erZstorung der deutt'chen Welthandelsbeziehungen und alle anderen Schaden betrachten, die uns von unseren Feinden völkerrechtswidrig zugefügt worden sind.
Der frühere Zar erschaffen.
B e v l i n , 20. Juli. (WTB.) Nach einer aus Moskau hier eingegangenen Nachricht wurde der frühere Zar von Rußland am 16.Juli in Jekaterinenburg ers chosserr. Anlaß dazu war haä Heran rücken tschechisch-slowakischer Banden, denen die Rote Ilralregierung den früheren Zaren nicht lebendig überlassen wollte.
Moskau, 20. Juli. (MTB.) Ter Exzar ist am 16. Juli laut UrteildesUralsowjets in JeÜrd'rinburg erschossen worden. „Bjedneta" meldet die Ermordung in folgender Form: Durch den Willen des revolutionären Volkes ist der blutige Zar aufs glücklichste in Jekaterrnburg verschieden! Es lebe der Rote Terror!
Ein Dekret vom 19. Juli erklärtdas gesamte Eigentum des Exzaren sowie der Exzarinnen dllexandra und Maria und sämtlicher Mitglieder des ehemaligen Kaiserhauses als Besitz der russischen Republik. Einbegriffen in die Koiv- siskation .sind säurt liche Einlage der Zarenfamilie in russischen und ausländischen Banken.
Die Japaner in Sibirien.
Amsterdam, 20. Juli. (WTB.) Das Reuters. He Bureau meldet aus Tokio: Japan hat beschlossen, in Sibirien zu intervenieren. Tie notwendigen Mahnahnnn sind getroffen.
Finnland uitd da- HoherizoklcrnhauS.
Stockholm, 20. Juli. (WTB.) Wie „Nya Dagligt Alle- yanda" aus zuverlässiger fimiischer Quelle erführt, überbrachte der srnnisck>e Gesandte in Berlin, Staatsrat Hjelt, bei seinem letzten Besuch in der Heimat dem dortigen Senat den Bescheid, datz Kaiser Wilhelm keinen seiner Söhne als Kandidaten für den finnischen Thron aufgestellt wissen wolle.
der
Eine englische Arbeiterkundgebuug zugunsten Rückgabe Elsaß-Lothringens.
Bern, 21. IM. (Priv.-Tel.) Der „Morning Post" zufolge fand am 14. Juli im Hydepark eine große Dolkskundgebung zu Gunsten derWiedervereintgungElsaß-Lothringen mit Frankreich statt. Veranstalter waren der Vorsitzeirde der „MattonÄ-Partei". General Groft, und der Sekretär Victor Fisher, der ganz im imperialistischen Fahrwasser segelnden brl- trsck>en Tlrbeiterliga. Diese hatten fünf mü Flaggen und dem Motto „Ellaß-Lothringen muß Frankreich zurückgegeben rverden" schmückte Tribünen aufgeschla^en, auf denen auch Elsässer Mavepeu %\ ihoer Tracht standen. Fisher betonte, daß El saß-Lothringen! 5cicht mcr so und so viel Quadratmeilen französischen Bodens bedeute. sondern das Symbol für einen Sieg oder eine Niederlage sei. Ae Mnerteir lvsidderl, gleichgültig, wieviel Boden sie Deutsch- “*© «entrissen hätten, den .Krieg nicht gewonnen haben, lvenn El saß-Lotlxringen den Hohenzollern verbleibe. Tie Zurückgabe sei, wiewohl in ersder Linie ei,re französische, gleichzeitig auch eine brrttsche und europäische Frage. David G i l v u r füllte aus, nichts ser zurzeit gcsährlickier als die mit deutschem Gelbe unterstützte Frredensbeiv-egung. Herrdersorr habe entdeckt, daß die Völker, gegen hie btc Alliierten kämpfen, zu einem ehrenvollen Frieden bereit seren, er weise aber die Zugeständnisse der ungarischen und bulgarischen S^ralisten zurück, die die deutschen Sozialisten zu unter- schverben angeblich bereit seien.
Batfonr über Belgien.
London, 21. Juli. (Reuter.) In einer Versammlung in London anläßlich des belgischen Unabhängigkeitstages sagte Balso u r: Die höchste Beleidigung wurde gegen Belgien durch den deutschen Kanzler in seiner letzten Rede gerichtet. Er erzählte der Well, Deutschland habe nicht vor, Belgien süv immer zu behalten, so-.ldern Deutschland beabsichtige, Belgien als Faustpfand zu gebrauck-en. Das bedeutet, daß er, nachdein er Belgien ohne .Herausforderung angegriffen, es erobert hat und imchk der Eroberung oh,re Erbarmen mit ihm umgegangen ist, es allen Materials. Gutes und aller moralischen Vergütungen für diesen Atrgriff aus seine Freiheit beraubt hat, sich bereit zeigt, cs aufzugeben, vorausgesetzt, daß es irgendein anderes Landgebiet erl)alten kann, auf dem die Deutschen ihre besonderen Fähigkeiten ausüben könne.
von Hin tzBj
Berlin, 20. Juli. (WTB.) Staatssekretär v. H i n tz e hat heute sein Amt angerrelen.
Berlin, 21. Juli. (WTB. Amtlich.) Seine Majestät )er Kaiser haben geruht, dem bisherigen Staatssekretär des Auswärtigen Amtes Dr. v. K ü h l m a n n bei seiner Verabschiedung den Noten Adler-Orden Erster Klasse zu verleihen.
Wien, 20. Juli. (WTB.) Der Staatssekretär des Aeußern v. Hintze hat anläßlich seines Tiensdarttrittes an den Minister des Aeutzern folgendes Telegramm gerick>tet: Durch das Vertrauen. Seinec Majestät, meines allergnädigfen Herrn, auf den Posten des Staatssekretärs des AnÄvärtigen Amtes berufen, drängt es mich Eurer Exzellrniz zu Beginn mei^ier Tätilffett meine anfrichtigsüen, bundesfreundlichslen Grüße zu übersenden. Es ist mir eine besondere Freude, bei meinem Dienstantritt die auf einen Ausbau b«s deictsch üsterreichisch-ungarischen Bündnisses abzielenden Arbeiten vorzuffnden, die ich mis tvesffcnerster Ueber- zeumrng anfnehine und mit Euerer Exzellenz gütiger Unterstützimgi zu einem guten Ende zu führen.hoffe. Ms schönstes Glück aber würde ich es betrachten, wenn es nrrt Gottes gnädiger Hilfe in nicht all^u ferner Zeit gelm^e, die Erfolge unseres treu be- währten Mdrdnisses durch einen siegreichen, ehrenvoller, Frieden zu krörren.
Hierauf hat Gras Burian mit nachstehender Depesche geantwortet: Für die fveundlickxn Worte, init welchem mich Eure Exzellenz gelagerttlich Ihres Amtsantritts zu begrüßen die Güte hatte, bitte ich meinen aufrichtigsten Dank entgegenznirehmen. Eure Exzellenz mögeir versichert sein, daß Ihren bei der Durchführung der großen Aufgabe, deren Ziel Festigung und Ausgesdeltung des österreichisch-ungarisch-deutsck)e>r Bundesverhältnisses ist, meine rückhaltlose und überzeugte Dritwirffmg jederzeit zur Verfügung stellar wird. Einen ehrenvollen, gerechten Frieden, welchen wir alle zum Wähle der gesamten Menschl-eit 'herbeisehnen, werden wir am raschesten und sichersten erreichen, indem wir in unbeugsamer lmd kraftvoller Einigkeit ausharren.
Amrrlkanische „Mrnschlichkelt".
Berlin, 20. Juli. (WTB.) Die Mörder des deutscher, ReichSangehörigcn Robert Prager sirü» von dem amerikanischen Geschworenengerick: rrergesprocken worden.
^Neuyork Times" äußert dazu u.a.: Die Freispreckmng der Mörder des Rodert Prager war onensichtlich ein schweres Vergehen gegen die Gerechtigkeit. Der Verteidiger berief sich aus ein neues ungeschrreberres Gesetz. Das alte ungeschriebene Gesetz war eine Schande und ein Skairdal, und das neue, das kbensalls den Mord als eine gesetzliche amerikwiffckD: Jristitütiork betrachtet, ist sicherlich nichs weniger. ?luch Neu y o r k E ve- ning P o st" erklärt die Freispreck-ung der Mörder Pragers für einen schweren Verstoß gegen die Gerechtigkeit. „Der Tatt>estand," sagt sie, „war nicht zweifelhaft, aber die Jrrry weigerte sich, die' Verurteilung auszusprechen. Das Verdikt ging dahttr, daß es keim Verbveckien sei, einen Deutschen zu töten. Der ganze l>edauer 7 LSwer«e Fall sollte jeden Amerikaner mit Scham erfüllen."
Die „Nordd. Mlg. Ztg." bemer-kt dazu: Wir unterschreiben» die Uneile dreier vereinzelten amerikanischen Zeitungen über das. ffuchwüödige Verbrechen der amerikanischen BolVmaffe, an dem Uch die amerikanisäie Justiz durch die Freisprechung der Mördev des unschuldigen DeutsäKm in einer Weise mitschuldig gemacht hat. die ihr selbst das Urteil spricht.
Die Wahlreform in Ungarn.
Budapest, 20. Juli. (WTB.) Die Gesetzesvorkage über dre Wahlreform ist mit gwßer Mehrheit angenommen worden.
Rücktritt des Ministeriums Setdler?
Wien, 20. Juli. (Priv.-Tel.) Die „Wiener Allge^rrerne Zer- tung^" meldet: Wi^ in gut informierten parlamentarisckrJt Koeisent verlautet. Hit der Mini st er rat beschlLosst». dem Kaisti st Gesamtdemission zu unterbreiten.
Neue U-Doot-Erfolge.
Berlin^ 21. Juli. (Amtlich.) Im Sperrgebiet uw England wurden 12 0 0 0 B r. - R. - T. verffnkt.
Der Chef des Admiralstabs der Marine.
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Amsterdam. 21. IM. (WTB.) Aus Neuyork wird gemeldet: Tie Ursache des Sinkens des P an zerkreu »er« ist unl»ekaunt. 335 Mann der Besatzung wurden gelandet. TaS Ma- rineministerütm berichtet von einer großer: Anzahl weiterer Mcmn- schaften an Bord von zwei Dampfern, die mit unbekanntem Bestimmungsort rveitersuhren.
Washington, 20. Juli. (WTB.) Reuter. Das Marine- departemenl meldet: Ein bewaffneter Kreuzer der Bereinigten Staaten ist heute morgen gesunken. Tantzcher stnd mH Bergung der Ueberlebenderr bejckMigt. Anscheinend sind ken« Acenschenleben zu bellagen.
Washington, 19. Juli. (WTB.) Meldung des Reuterschm Vureaus. Das Sck-ifsahrtsamt teilt nns mir, daß das Schiff „W e sto v e". 5000 Tonnen groß, am 11. Juli in den eurvpäi- fchm 0)ewässern torpediert rvorden ist. Es sank. 82 Per>. onen wurden gerettet, 10 Personen, darunter 2 Offiziere, roet* den vermißt.
Ter Cunard-Dampfer „C a r p a 1 h i a", 13 603 Tonnen groß, der ftuack^dem Auslande bestimmt war, ist am 17. Juli im Atlan- ttsä^n Qzean torpediert worden. Die Ueberlebenden werden morgen landen.
Die Rangordnung de- großen ff^eneralstabs.
Berlin, 21. Juli. In einem Erlaß des Wisers vom 10. Juli wird bestimmt, daß der Große Generalstab in Würdigung seiner Ausgaben unb Verdienste in der Rangordnung den Zentralbehörden gleichgestellt wird.
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Fliegerleutnant Kirschftein f
Posen, 20. IM. (WTB.) Leutnant Hans Kirschstein, Inhaber des Ordens Pm:r fe rwwide, der älteste Sohn des hresigen RegiermlgspräsiLcnten, ist, den Heldentod gestorben. Er hat be- lianntlich eine größere Anzahl feindlicher Flugzeuge abgeschossen.
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Die Rückkehr der AnStauschgefangenen.
Konstanz, 20. IM. (WTB.) Heute vvrnnttag 9.59 traf der erste Transport des großen Austausches, 750 Mannschaften und Unteroffiziere, hier.ein. Zinn Empfang hatten sich ans dem festlich gesckMücktMl Bahnhöfe eingefunden Prinz Oskar von Preußen, der Groß Herzog von Baden, Prinz Max von Baden, der stellvertvet«rde Kommandierende Getteral von Jsbert, der poeußifche Gesandte in Karlsruhe von Eisendecher, General der Infanterie von Dürr, Generalmajor vor: Seiler, Generalleutnant Fveis, Vertreter der staatlickZen und städtisä-en Behörden usw. -In ststlichem Zuge marschierten die Angiüommenen., von der- Bevölkerung begeistert begrüßt, durch die Stadt auf den Kasenrenhof, wo die offizielle Begrüßung erfolgte. Namens des Kaisers begrüßte Prinz Oskar die Amgekommener:. Auch der Grvß^ Herzog von Baden hielt eine Ansprache und brachte das Hr:rra aus der: Kaiser arrs. Degrüßungstelegvamme rvaven u. a. eing-elcu:fei: von der ^.Iniserin, von den König innen von Bayern, Württemberg und Sachsen, den Großherzogen von Hessen und Sachsen-Weimar, Jxm: Herzog von Sachsen-Meiningen und den Präsident er: der Senate von Hamburg, Bremen und Lickeck. Generalien tnartt von Jsbert braa^te ein Hurra ar:f den Großherzoa von Baden und die deutschen Bundes fürsten rmd freien Städte aus. Einer der ZurückgeLvirrmenen dankte mit einer kurzen Ansprache. Hierauf sMidten die An gekommenen ein Huldi-gumystelegramm an den Kaiser ab.
Amerika und HertlingS Rede über Belgien.
Bern, 21. IM. (WTBck „Daily Mail" meldet aus Neichork vom J.4. Juli: Härtlings EMäcung, daß Belgien nur als Faustpfand behalten werde, ivird einstimmig abgelehnt. „Neuyork Times" sagtKentsehlanüs Versicherung, daß rricht beabsichtigt sei. Belgien zu behalte::, ist weder von Interesse noch von Wichtigkeit. Tie Alliierten werben die Deutschien aus Bel^ gien heraustreiben, ebenso Mts Frankreich, und nichts 'Dcutsck)es dort lassen, außer den Knochen deutscher Soldatm. „Neuyork W o r I v" schreibt: Was irmner die Kosten und die Tauer des Krieges ftm Mögen, das amerikanische Volk wird keinen Frieden schließen, der nicht Franlkveick» diejenige Sick-erheit gewährleistet, für die französisch^ Blut in Strörwi: geflossen ist.
Rur dem Reiche.
Vom Reichskanzler.
Berlin, 21. Juli. Wie wir erfahren, hat sich der irn Großen Hauptguart:er befmdlicho Reichskanzler Gras Hertling nach der Rückkehr von einer mehrtägigen Tienstreffe lvegn: e:ner Erkaltung in ärztliche Behandlung begeben. Er befindet sich i*. reits aus dem Wege der Besserung.
Eine Stuttgarter Messe.
Stuttgart, 20. Julü (WTB.) In der Zweiten Kammer wurtze (fjeute aus der Mitte des Hauses betannsgegeden, daß in Stuttgart eine AktiQ:A-sellfck)as1 begrüicket lourdc, die für Württemberg eine große Verkaufs - und Ausstellungsgelegei> heit schaffen soll, mn die Zentralisierung in Leipzig zu durch, brechen. Im neuen Bahnhossviertel soll ein eigenes Messehaus hergestellt werden. Es begeht die Llussicht, daß neben der Edelmetall-Industrie auch die Uhren-Jndustrie und die Feinmechanik uird wahrscheinlich auch die K o n f e F t i o n sich in Stuttgart zu einer permanenten Messe vereinigen wer- den. Die Mgierung wird, weirn die Sache spruchreif ist, um eine Förderung der Ausstellung gebeten tverden.
1918
Medizin-alrat Prvsesss:- Dr. 23. Juli 1918. von 2—4 Uhr: Nr. 1051 bv>
Aus Stadt und Land.
Gießen, den 22. Juli 1918.
** Auszeichnung. Der ehemalige Bizeseldwebel Karl Staub ach, jetzt Pvstsckiasfner, erhielt uachttäglrch die Hessische Tapferkeitsn:cdaille. Er ist im Besitz des Eisernen Lkvv:zes erster
und zlweiter .Klasse.
** Diebstahl. Bei einem am Samstag den 20. d. M. fest genommenen Bettler wurden Weißbindergeräte, Pinsel, Farbe tu sw., Garteirgeräde, versckyikDene Sänurreien, frisch gebrvche»« Erbsen. Tomater: nnv ein Besen vorgefunde::. — An: gleickien. Tage, -nachmittags, wurde einem 1 Mädchen ans dem Lindenplatz eine Pvriemoirnaie mit 5 Mark und 8 Biornrarken von einem 10—12 Jahve altm Jungen, der blaue Hose und rveißgestreifte Blust mit Matrosmkragen trug, entwerwet. Sachdienliche Mitteilungen erbittet die hiesige Kriminalpolizei.
Sill. Bio n de r Universität. Der Groß Herzog ba$ zum Rektor der Landesunwersität für die Zeit vom 1. Oktober «bits 30. September 1919 den Geh.
Strahl ernannt.
** Freibank.
1140.
** National-Stiftung. Für die Nattonal-Stifttmg für die Hinterbliebeiren der im Kriege Gefallenen sind im Groß Herzogtum Hessen bis zum 30. Juni 1918 1 645 130 Mk an Spe.'kder: ein- 'gegangen. An Unterstützungen »vurdei: bewilligt 218060 Mk., außerdem Es der der National-Stiftung arrgeschloffenen lRupp- Stiftung 42 130 Mk., zusammen 260 190 fßtt Es wurden unterstützt 1811 Fcrmüie:: aus der Natümal-Stiftui^ und 239 Familien ,arus der Kriwö-Stistung. Aus Stadt uns Kreis (Äiest-n entfallen von der Unterstützur:gssumme 12 930 Mk., die sich aus 80 Familien verteilen, von denen mehrere wiederholt unterstützt wurden. Di^ Etluzelgaben weckffeln in ihrer Höbe je nach dem za: befriedigenden Bedürfnis, die Höchstbewillig'.mg b.ärug 500 Mk. In einer größeren Anzahl von Fällen nmrben Badekuren für kränk: ich- Kinder oder Frauen bewilligt. Während im Jalire 1916 eine 'Notlage aus dem Land nur in ganz seltenen Fällen vorhanden rvar und der Kreis der unterstützten Familien sich aus die Städte beschränkte, wurden im lausenden Jahre Familien auf dem Lande in größerer Zahl (unterstützt. Blei den großen, von Jahr zu Jahr wachsenden An- st>:dei 7 mgen, die .an die National-Stiftung gestellt werden, sind iveitere Spercken sehr erwünscht.
** Lichtbildervortrag. In dem dritten Bortrag z-mn Besten des .Kunstwissensckiafklichen Jnstttuts wird .Herr Geheimrat Prof. Dr. Sommer am Dienslxrg abend über „Familien- s o r s ch u n g und K u n |t b a r ft e 1 1 n n q" spreck,eri (Näheres im dlnzeigenteil.. Seine Arbeiten ans dem Gebiete der Fämilie:l- forschnng, z. B. über Goethes Wetzlarer Berwmcktschaft, sind vielen s-rnserer Leser bekannt: er hat auch WiKte Familien tn fest Kreis dieser Untersuchungen gezogen. Es ivird inwressant stin^ von ihm m hören, wie die Kunst, besonders die Fncdhofskunst> und das Kunstgewerlie die Ergebnisse solckZer Forschungen nnttvi» und gefällig da^nstellen und dadurch pietätvolles OkWtert äscheftphem Genüsse sinnvoll zu verbilden verm-vgen.


